Xi Jinping Toqaev

Xi Xinping plant im Herbst 2022 Kasachstan zu besuchen

Auf Einladung von Präsident Qasym-Jomart Toqaev wird der chinesische Präsident Xi Jinping im Herbst 2022 nach Kasachstan reisen. Die Einladung erfolgte im Laufe der von den Präsidenten der fünf zentralasiatischen Republiken besuchten Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Beijing.

Wie die kasachstanische Präsidentschaft am 5. Februar bekannt gab, plant der chinesische Präsident Xi Jinping im kommenden Herbst einen Besuch in Kasachstan. Er folgt damit einer Einladung, die der kasachstanische Präsident Qasym-Jomart Toqaev bei seiner Teilnahme an der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Beijing ausgeprochen hatte. Es wird die vierte Reise von Xi Jinping nach Kasachstan seit seinem Amtsantritt als Präsident der Volksrepublik China im Jahr 2013, so das US-Medium Eurasianet.

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Bei ihrem Treffen Anfang Februar dankte der kasachstanische Präsident seinem chinesischen Amtskollegen auch für seine Unterstützung während der Proteste im Januar. Xi Jinping hatte erklärt, China stelle sich gegen „externe Kräfte“, die versuchen, eine neue Farbrevolution in Kasachstan zu schaffen.

Toqaev lobte auch China für die Eröffnungszeremonie der Olympischen Winterspiele. Präsident Xi Jinping betonte seinerseits laut einer Erklärung des chinesischen Außenministeriums die strategische Bedeutung Kasachstans für Beijing, insbesondere im Hinblick auf von China initiierte sogenannte „Neue Seidenstraße“.

Weitere zentralasiatische Präsidenten in Beijing

Die Einladung von Seiten Kasachstans erfolgte zu einem Zeitpunkt, an dem die fünf Präsidenten der zentralasiatischen Republiken Gelegenheit zu Vier-Augen-Gesprächen mit dem chinesischen Präsidenten hatten.

Bei dem Treffen mit dem usbekischen Präsidenten Shavkat Mirziyoyev eine Vereinbarung getroffen, sich von Chinas Erfahrungen im Kampf gegen Armut und Korruption inspirieren zu lassen, beschreibt der Pressedienst des usbekischen Präsidenten.

Lest auch auf Novastan: Wohin führt die Neue Seidenstraße? Über die Chancen und Risiken von „One Belt, One Road“

Das chinesische Außenministerium berichtet außerdem, dass Xi Jinping dem nun ehemaligen turkmenischen Präsidenten Gurbanguly Berdimuhamedow seinen Wunsch nach einer Stärkung und Ausweitung der Erdgas-Energiekooperation zwischen den beiden Ländern unterbreitet habe.

Xi Jinping habe zudem dem tadschikischen Präsidenten Emomali Rahmon und seinem kirgisischen Amtskollegen Sadyr Dschaparow vorgeschlagen, die Zusammenarbeit mit beiden Ländern zu beschleunigen. China erklärte sich bereit, seine Importe von hochwertigen Agrarprodukten und Lebensmitteln aus Tadschikistan und Kirgistan zu erhöhen und die beiden Länder weiterhin bei der Bekämpfung der Pandemie zu unterstützen, indem es mehr Impfstoffe gegen Covid-19 bereitstellt.

Konstante chinesische Diplomatie mit Zentralasien

Solche durch Freundschaftsgesten markierte individuelle Treffen stehen in Kontinuität zur chinesischen Politik gegenüber den zentralasiatischen Ländern. Wie das US-amerikanische Medium The Diplomat berichtet, hatten sich der chinesische Präsident und seine zentralasiatischen Amtskollegen bereits kürzlich bei einem virtuellen Gipfeltreffen am 25. Januar getroffen, um den 30. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen den zentralasiatischen Ländern und China zu begehen.

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Bei diesem Treffen hatte China den zentralasiatischen Republiken eine nicht rückzahlbare Hilfe in Höhe von 500 Milliarden US-Dollar (455,6 Milliarden Euro) angeboten. Dieses neue Format für Treffen zwischen China und den fünf zentralasiatischen Republiken mit dem Namen „5+1“ wurde im Juli 2020 auf Initiative Beijings ins Leben gerufen.

Arthur Quinquenet
Für Novastan France

Aus dem Französischen von Florian Coppenrath

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