Visafreiheit: Kasachstan öffnet erneut seine Grenzen für Tourist:innen

Bei einem Aufenthalt von bis zu dreißig Tagen können deutsche Staatsangehörige wieder ohne Visum nach Kasachstan reisen. Diese im Jahr 2015 eingeführte Regelung war aufgrund der Covid-19-Pandemie für fast anderthalb Jahre lang ausgesetzt worden.

Deutsche Staatsangehörige können wieder ohne Visum nach Kasachstan reisen. Wie das kasachstanische Nachrichtenportal Vlast berichtete, gilt die Visafreiheit für Staatsangehörige von 30 Ländern, in denen die epidemiologische Lage und die Impfrate als günstig eingeschätzt werden. Neben Deutschland befinden sich auf der Liste unter anderem Frankreich, Italien, Polen und Liechtenstein, nicht aber Österreich und die Schweiz.

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Die Entscheidung wurde von der Kommission zur Verhinderung der Ausbreitung von Covid-19 in Kasachstan unter dem Vorsitz von Premierminister Asqar Mamin getroffen. Darüber hinaus beschloss die Kommission den Flugverkehr mit Deutschland und 15 weiteren Ländern wieder auszubauen.

Visapflicht zur Eindämmung der Pandemie

Im Mai 2020 hatte Kasachstan die Visapflicht für rund 60 Länder wieder eingeführt, die zuvor von einer Ausnahmeregelung für Aufenthalte von weniger als 30 Tagen profitierten. Die Gültigkeit dieses Beschlusses war mehrfach verlängert worden, zuletzt bis zum 31. Dezember 2021.

Mit Wiedereinführung der Visumspflicht hatte Kasachstan beabsichtigt, die Einreisen in das Land zu begrenzen, um die Ausbreitung von Covid-19 zu bekämpfen. Durch die Entscheidung vom 21. September wird diese Beschränkung nun für die Hälfte der betroffenen Länder aufgehoben.

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Deutsche Staatsangehörige können also bei einem Aufenthalt bis zu 30 Tagen wieder frei in das zentralasiatische Land einreisen. Ähnliche Regelungen gelten im Übrigen auch für Kirgistan und Usbekistan, wo Deutsche für touristische Aufenthalte von bis zu 60 beziehungsweise 30 Tagen von der Visumpflicht befreit sind.

Bis zum 1. Oktober 2021 hatte Kasachstan annähernd 887.000 Covid-19-Infektionen zu verzeichnen. 11.220 Menschen kamen bisher durch das Coronavirus ums Leben – mehr als zwei Drittel der registrierten Todesopfer in ganz Zentralasien.

Clotilde Rabault
Redakteurin für Novastan

Aus dem Französischen übersetzt und überarbeitet von Robin Roth

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