<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Sicherheitspolitik Archives</title>
	<atom:link href="https://novastan.org/de/tag/sicherheitspolitik/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://novastan.org/de/tag/sicherheitspolitik/</link>
	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
	<lastBuildDate>Wed, 18 Mar 2026 17:42:05 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0</generator>

<image>
	<url>https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2020/08/cropped-Logo_2_2000-1700-300DPI-32x32.png</url>
	<title>Sicherheitspolitik Archives</title>
	<link>https://novastan.org/de/tag/sicherheitspolitik/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Kasachstan diversifiziert seine Militärausrüstung mit neuen gepanzerten Fahrzeugen</title>
		<link>https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/kasachstan-diversifiziert-seine-militaerausruestung-mit-neuen-gepanzerten-fahrzeugen/</link>
					<comments>https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/kasachstan-diversifiziert-seine-militaerausruestung-mit-neuen-gepanzerten-fahrzeugen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Mar 2026 17:42:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Panzer]]></category>
		<category><![CDATA[Rüstung]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitspolitik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://novastan.org/de/?p=44278</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mit neuen gepanzerten Fahrzeugen wie dem Aibar 4&#xD7;4, dem Tamas 8&#xD7;8 und dem wieder eingef&#xFC;hrten Barys gestaltet Kasachstan sein Verteidigungsmodell schrittweise neu. Damit deutet sich ein &#xDC;bergang von technologischer Abh&#xE4;ngigkeit und dem Aufbau einer eigenen R&#xFC;stungsindustrie an. In den letzten Jahren haben die Streitkr&#xE4;fte in Kasachstan neue gepanzerte Fahrzeuge vorgestellt, die einen Bruch mit den [&#x2026;]</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/kasachstan-diversifiziert-seine-militaerausruestung-mit-neuen-gepanzerten-fahrzeugen/">Kasachstan diversifiziert seine Militärausrüstung mit neuen gepanzerten Fahrzeugen</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mit neuen gepanzerten Fahrzeugen wie dem Aibar 4&#215;4, dem Tamas 8&#215;8 und dem wieder eingeführten Barys gestaltet Kasachstan sein Verteidigungsmodell schrittweise neu. Damit deutet sich ein Übergang von technologischer Abhängigkeit und dem Aufbau einer eigenen Rüstungsindustrie an.</strong><strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In den letzten Jahren haben die Streitkräfte in Kasachstan neue gepanzerte Fahrzeuge vorgestellt, die einen Bruch mit den aus der Sowjetzeit übernommenen Standards markieren sollen. Vor allem der Aibar 4×4 und der <a href="https://defence-blog.com/kazakhstans-military-to-receive-new-wheeled-fighting-vehicle/">Taimas 8×8</a>, die bereits bei Militärparaden vorgestellt und schrittweise in die Landstreitkräfte integriert wurden, deuten an, dass seit der Rückkehr der Taliban in Afghanistan eine Neuordnung der Sicherheitsverhältnisse in Zentralasien stattfindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit seiner Unabhängigkeit im Jahr 1991 stützt sich Astana auf die aus der Sowjetzeit übernommenen Bestände und erworbenen Lizenzen sowie vor allem auf die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Organisation_des_Vertrags_%C3%BCber_kollektive_Sicherheit">OVKS</a> (Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit), wodurch militärische Ausgaben eingespart werden konnten.</p>



<div class="flex flex-col md:flex-row justify-evenly items-center bg-yellow-100 my-20 p-10 space-y-10 subscribe">
	<div class="container flex flex-col lg:flex-row justify-between">
		<div class="flex flex-col w-full lg:w-3/5 pb-4">
			<h2 class="text-3xl text-secondary font-bold mb-4 text-[#749D02]">
								Unterstützt Novastan &#8211; das europäische Zentralasien-Magazin 
			</h2>
				Als vereinsgetragene, unabhängige Plattform lebt Novastan vom Enthusiasmus seiner ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen &#8211; und von eurer Unterstützung! 
						</div>
		<div class="flex flex-col w-full lg:w-2/5 justify-items-center justify-center pb-4">
			<div class="rounded-md bg-accent-500 px-10 py-5 text-center w-72 mx-auto">
											<a class="block rounded bg-white p-2 mt-4 font-bold" href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Novastan unterstützen</a>
							</div>
		</div>
	</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Lauf der Jahrzehnte hat das Land die Modernisierung seiner gesamten Streitkräfte in Angriff genommen: Von 1998 bis 2005 wurden die 350 T-72 der Landstreitkräfte vom russischen Panzerhersteller Uralvagonsavod modernisiert und in die Variante T-72BA umgerüstet. Seit Beginn der 2010er Jahre stützt sich das Land auf <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Kazakhstan_Paramount_Engineering">Kazakhstan Paramount Engineering (KPE)</a>, ein Joint Venture, das gemeinsam mit der südafrikanischen <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Paramount_Group">Paramount Group</a> gegründet wurde, um lokale Produktionskapazitäten für gepanzerte Fahrzeuge aufzubauen. Diese Strategie, die sich ursprünglich auf die lizenzierte Montage ausländischer Fahrzeuge konzentrierte – insbesondere des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Barys_(Radsch%C3%BCtzenpanzer)">Barys 8×8 </a>–, stieß jedoch an ihre Grenzen. Seit 2023 strebt Astana daher eine stärkere Diversifizierung seiner Industriepartnerschaften an und wendet sich dabei der Türkei, China und neuerdings Singapur zu, um den technologischen Standard zu heben und die Abhängigkeit von veralteter Technologie zu verringern.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Schnell und anpassungsfähig: der Aibar 4&#215;4</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der 2023 eingeführte Aibar 4×4 gehört zu einer neuen Generation leichter gepanzerter Fahrzeuge, die auf die territorialen und sicherheitspolitischen Gegebenheiten des Landes zugeschnitten sind. Dieses auf dem Modell<a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Otokar_Cobra_II"> Cobra-II </a>der türkischen Firma Otokar basierende Mehrzweckfahrzeug ist das Ergebnis einer industriellen Zusammenarbeit zwischen kasachstanischen und türkischen Ingenieuren. Es verdeutlicht die schrittweise Entwicklung lokalen Know-hows, das sich auf ausländische Partner stützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses LAV (Light Armored Vehicle), das vorrangig bei den Spezialeinheiten und der Nationalgarde zum Einsatz kommt, erfüllt klar definierte operative Anforderungen: hohe Mobilität, Vielseitigkeit und die Fähigkeit, in unterschiedlichen Umgebungen zu operieren, sei es in städtischen Gebieten, in offener Steppe oder unwegsamem Gelände. Es ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich – etwa für Truppentransport, Begleitschutz oder Sanitätstransport – und folgt einem modularen Ansatz, der in den heutigen Doktrinen der inneren Sicherheit und der schnellen Truppenverlegung eine zentrale Rolle spielt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/panorama/usbekistans-militaerdoktrin-im-zeitalter-der-drohnen/">Usbekistans Militärdoktrin im Zeitalter der Drohnen</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn die technischen Details weitgehend vertraulich bleiben, lässt sich das Fahrzeug aufgrund seiner doktrinären Positionierung mit westlichen Fahrzeugen wie dem französischen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%A9hicule_Blind%C3%A9_L%C3%A9ger">VBL</a> (Véhicule blindé léger) vergleichen, die für Aufklärungs-, Patrouillen- und Sicherungseinsätze eingesetzt werden. Der Vergleich legt nahe, dass der Aibar im Falle einer größeren Krise oder eines Konflikts geringer bis mittlerer Intensität eine Schlüsselrolle bei der Überwachung des Territoriums, dem Schutz sensibler Infrastrukturen und der Mobilität leichter Einheiten spielen würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einsatzerfahrungen mit dem Cobra II, der sowohl von der <a href="https://www.turkiyetoday.com/world/ukraine-uses-turkish-cobra-ii-on-russias-kursk-region-41279">Ukraine im russisch-ukrainischen Krieg</a> als auch von der Türkei <a href="https://www.armyrecognition.com/archives/archives-land-defense/2017/turkish-army-has-deployed-new-cobra-ii-4x4-armoured-vehicle-on-turkish-syrian-border-10603171">bei Operationen an der syrischen Grenze</a> eingesetzt wurde, haben Kasachstan in seiner Entscheidung bestätigt. Sie zeigt die Fähigkeit des Fahrzeugs, sich in sehr unterschiedlichen Kontexten zu bewähren, die vom konventionellen Krieg bis zum Kampf gegen nichtstaatliche Akteure reichen, und verleiht dem Aibar in den Verteidigungsstrategien von Astana eher eine pragmatische als eine ideologische Dimension.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das neue Flaggschiff der kasachstanischen Landstreitkräfte: der Taimas 8×8</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Herzstück dieses militärischen und industriellen Wandels bleibt jedoch die Einführung des Taimas&nbsp;8×8, der entwickelt wurde, um bestimmte ältere Versionen des <a href="https://kpe.com.kz/eng/produkciya/bronemashiny/?cid=0&amp;rid=6">Barys 8×8</a> – der bislang unter südafrikanischer Lizenz hergestellt wurde – zu ergänzen und langfristig zu ersetzen. Der Taimas 8×8, der erstmals bei der Siegesparade in Astana im Mai 2025 vorgestellt wurde, steht für Kasachstans Bestreben, sich nicht mehr auf die Produktionen ausländischer Firmen zu beschränken, sondern eine eigenständigere und technologisch integrierte industrielle Struktur aufzubauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Fahrzeug basiert auf dem Fahrgestell des türkischen <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Otokar_Arma">Otokar Arma</a>, was die Partnerschaft mit Ankara unterstreicht, während der Panzerturm chinesischer Herkunft ist. Diese Kombination, die in diesem Umfang für ein kasachisches Kampffahrzeug beispiellos ist, verdeutlicht eine bewusste Diversifizierung der Lieferanten und eine schrittweise Abkehr von der ausschließlichen Abhängigkeit von russischen Standards, die noch aus der Sowjetzeit stammen. Das genaue Vorbild für den Panzerturm ist unter Fachleuten umstritten, doch geht es weniger um die Frage nach dem Modell und vielmehr um die Fähigkeit Kasachstans, heterogene Teilsysteme in ein und dasselbe Fahrzeug zu integrieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/sicherheitspolitik-die-tuerkei-weitet-ihren-einfluss-in-zentralasien-aus/">Sicherheitspolitik: Die Türkei weitet ihren Einfluss in Zentralasien aus</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Taimas ist für den Einsatz im gesamten Staatsgebiet konzipiert, von den Steppen im Norden bis zu den Wüstenregionen im Westen, und setzt sowohl auf seine Mobilität als auch auf seine Feuerkraft. Seine amphibische Bauweise und seine Bestimmung, mechanisierte Einheiten zu unterstützen, spiegeln einen klassischen Ansatz der mechanisierten Infanterie wider, der an die großen Entfernungen und die geringe Infrastrukturdichte des Landes angepasst ist. In dieser Hinsicht erscheint der Taimas als ein Instrument der inneren Projektion, das eine schnelle militärische Präsenz auf einem der größten Staatsgebiete der Welt gewährleisten soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Angesichts der jüngsten Konflikte werfen jedoch seine Bauweise und seine Bewaffnung Fragen auf. Der Siegeszug von FPV-Drohnen (First Person View) und modernen Panzerabwehrsystemen stellt die Überlebensfähigkeit schwer bewaffneter Fahrzeuge grundlegend in Frage, insbesondere wenn die Munition in unmittelbarer Nähe der Besatzung gelagert wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Taimas ist jedoch nicht die einzige Option und wird neben anderen Systemen eingesetzt, insbesondere dem Barys A 8×8, der auf dem singapurischen Terrex-Modell basiert. Laut der Nachrichtenagentur <a href="https://qazinform.com/news/kazakhstans-besqaru-produces-up-to-200-amphibious-armored-vehicles-e61053">Qazinform</a> werden diese beiden Fahrzeuge dank einer Investition von 13,5 Milliarden Tenge (ca. 24 Millionen Euro) in dem im Februar 2025 eingeweihten Werk in Besqaru gebaut. Das Unternehmen Astana MPR wurde als Hauptmonteur benannt, wodurch sichergestellt wird, dass das Fahrzeug zu einem wesentlichen Bestandteil der kasachstanischen Verteidigungsindustrie wird und nicht im Ausland produziert wird. Nach offiziellen Angaben des Programms wurde der Taimas nach einer umfassenden Testreihe in Betrieb genommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Tests gewährleisten, dass die Modelle „Aibar“ und „Taimas“ den NATO-Standards entsprechen, und sind Teil einer umfassenderen Annäherung an den Westen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Rückkehr des Barys – eine bewusste Entscheidung für Neutralität</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu treibt Kasachstan die Entwicklung des Barys 8×8 in einer grundlegend überarbeiteten Konfiguration voran. Am 6. Dezember 2024 unterzeichnete Kazakhstan Paramount Engineering (KPE) eine Vereinbarung über die strategische Zusammenarbeit mit dem singapurischen Konzern<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/ST_Engineering"> ST Engineering</a>, was einen <a href="https://www.stengg.com/en/newsroom/news-releases/st-engineering-achieves-new-milestone-in-international-defence/">bedeutenden Wendepunkt in der industriellen Ausrichtung</a> des Landes markiert. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wurde am 5. April 2025 der erste Prototyp des Terrex Barys-A 8×8 vorgestellt. Dieser basiert auf dem singapurischen <a href="https://www.stengg.com/getmedia/95614122-fea9-41e6-b3a4-b82a4afbff47/terrex-2_amphibious_jun2021.pdf">Terrex-2-Modell</a>, das bereits bei den Streitkräften Singapurs im Einsatz ist. Dies markiert die ersten Schritte Astanas bei der Entwicklung einer Verteidigungsindustrie, die nicht an den russischen oder türkischen Einflussbereich gebunden ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/fehlende-mittel-in-afghanistan-gefaehrden-die-sicherheit-an-der-grenze-zu-tadschikistan/">Fehlende Mittel in Afghanistan gefährden die Sicherheit an der Grenze zu&nbsp;Tadschikistan</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der neue Barys, von dem 500 Einheiten hergestellt werden, verfolgt einen anderen Ansatz als der Taimas: Während letzterer auf hohe Feuerkraft und eine türkisch-chinesische Hybridisierung setzt, legt der Terrex Barys-A 8×8 den Schwerpunkt auf Modularität, den Schutz der Besatzung und die Integration fortschrittlicher digitaler Systeme. Das Fahrzeug ist darauf ausgelegt, den aktuellen Standards des mechanisierten Kampfes gerecht zu werden, und verfügt über eine offene Architektur, die die Integration verschiedener westlicher oder asiatischer Turm-, Sensor- und Kommunikationssysteme ermöglicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die Zusammenarbeit mit ST Engineering und dem Terrex Barys verfolgt Astana eine konsequente Diversifizierungsstrategie, bei der die Anzahl der Militärfahrzeuge und Partner erweitert wird, um strukturelle Abhängigkeiten zu verringern und die lokalen industriellen Kapazitäten nachhaltig zu stärken.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Lenny Cabrol für Novastan</strong><strong></strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><strong><a href="https://novastan.org/fr/non-classe/avec-de-nouveaux-blindes-le-kazakhstan-fait-evoluer-son-armement-pour-une-diversification-prudente/">Französischen</a></strong><strong> von Elisabeth Rudolph</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/kasachstan-diversifiziert-seine-militaerausruestung-mit-neuen-gepanzerten-fahrzeugen/">Kasachstan diversifiziert seine Militärausrüstung mit neuen gepanzerten Fahrzeugen</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/kasachstan-diversifiziert-seine-militaerausruestung-mit-neuen-gepanzerten-fahrzeugen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rekrutierung in Tadschikistan: Problem für Behörden, Hölle für Soldaten</title>
		<link>https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/rekrutierung-in-tadschikistan-problem-fuer-behoerden-hoelle-fuer-soldaten/</link>
					<comments>https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/rekrutierung-in-tadschikistan-problem-fuer-behoerden-hoelle-fuer-soldaten/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Emma Collet]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Apr 2023 15:29:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Armee]]></category>
		<category><![CDATA[Entschlüsselung]]></category>
		<category><![CDATA[Korruption]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Rekrutierung]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitspolitik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://novastan.org/de/?p=32975</guid>

					<description><![CDATA[<p>ENTSCHL&#xDC;SSELUNG. Die Rekrutierung tadschikischer Soldaten stellt f&#xFC;r die Beh&#xF6;rden jedes Jahr ein gro&#xDF;es Problem dar. Neben der veralteten und willk&#xFC;rlichen Rekrutierungskampagne kommt hinzu, dass die M&#xE4;nner immer weniger zum Dienst bereit sind und sogar das Land verlassen, um sich dem zu entziehen. Denn Desertation bedeutet, vor der schlechten Behandlung in den Reihen der Armee zu [&#x2026;]</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/rekrutierung-in-tadschikistan-problem-fuer-behoerden-hoelle-fuer-soldaten/">Rekrutierung in Tadschikistan: Problem für Behörden, Hölle für Soldaten</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>ENTSCHLÜSSELUNG. Die Rekrutierung tadschikischer Soldaten stellt für die Behörden jedes Jahr ein großes Problem dar. Neben der veralteten und willkürlichen Rekrutierungskampagne kommt hinzu, dass die Männer immer weniger zum Dienst bereit sind und sogar das Land verlassen, um sich dem zu entziehen.</strong> <strong>Denn Desertation bedeutet, vor der schlechten Behandlung in den Reihen der Armee zu fliehen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Alles beginnt normalerweise in den ersten Frühlings- oder Herbsttagen. Die angehenden Soldaten werden aufgefordert, sich bei den Behörden zu registrieren, um ihren zweijährigen Wehrdienst abzuleisten. Dieser ist in Tadschikistan für Männer zwischen 18 und 27 Jahren obligatorisch. Wie das tadschikische Nachrichtenportal <a href="https://asiaplustj.info/ru/news/tajikistan/security/20191001/v-tadzhikistane-startoval-osennii-priziv-v-armiyu-kto-ne-poidet-togo-zastavyat">Asia-Plus</a> berichtet, sind offiziellen Daten für 2019 zufolge rund 600.000 junge Männer im wehrpflichtigen Alter. Davon sind 150.000 nicht diensttauglich und weitere 100.000 befinden sich außerhalb des Landes. Jedes Jahr können nur 15-16.000 Rekruten für den Bedarf der tadschikischen Streitkräfte einberufen werden.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Verfahren verläuft jedoch nie wie geplant. Am 1. April dieses Jahres berichteten lokale Medien über Probleme bei der Rekrutierung junger Menschen. <a href="https://rus.ozodi.org/a/32348375.html">Radio Ozodi erklärte</a> beispielsweise, dass im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wachsch_(Siedlung)">Bezirk Wachsch</a> eine zufällige Auswahl stattgefunden habe, um diejenigen zu bestimmen, die zur Armee gehen sollten. Auch die Provinzen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sughd">Sughd</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Chatlon">Chatlon</a> und die Gebiete im <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Rasht_District">Raschttal</a> berichten von Druck auf die Eltern von Jugendlichen im wehrpflichtigen Alter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Bewohner des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Chorugh">Bezirks Chorugh</a> wurde am 1. April mit einem Jahr Gefängnis bestraft, weil er sich der Wehrpflicht entzogen hatte, <a href="https://kokshetau.asia/worldnews/v-tadjikistane-unosha-polychil-turemnyi-srok-za-yklonenie-ot-prizyva-v-armiu/">berichtet das zentralasiatische Medium Kokshetau</a>. <em>„Nachdem er eine Vorladung des Militärkommissariats und wiederholte Einladungen der entsprechenden Strukturen erhalten hatte, entzog er sich absichtlich der Einberufung zu einem zeitlich begrenzten Militärdienst“</em>, erklärte die Staatsanwaltschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jedes Jahr kommt es zu solchen Problemen, die unter jungen Tadschiken im wehrpflichtigen Alter eine Panikwelle auslösen. Die Rekrutierungskampagnen werden oftmals willkürlich durchgeführt, wobei nie alle Bürger gleichbehandelt werden. Dies hat ernsthafte Auswirkungen auf die Streitkraft des Landes.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Angst vor Schikanen und schlechten Bedingungen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Abneigung der tadschikischen Bürger, in der Armee zu dienen, beruht auf den schlechten Bedingungen, die sie erwarten. Dazu gehören Nahrungsmangel, Probleme mit den Militäruniformen sowie minderwertige Kleidung, bei der teils nicht einmal die Größe passt. Das schwerwiegendste Problem, auf das insbesondere die tadschikische NGO <a href="https://notorturetj.org/news/prava-voennosluzhashchih-pytki-v-armii-est-no-del-po-state-pytki-ne-vozbuzhdayut">„No Torture“ immer wieder hinweist</a>, ist jedoch die Praxis der Schikanierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„No Torture“ hat zwischen 2014 und 2016 59 Fälle von Folter an Militärangehörigen dokumentiert. Elf von ihnen erlagen <a href="https://rus.ozodi.org/a/29786425.html">laut einem Artikel von Radio Ozodi</a> den Verletzungen, während die Fälle von Selbstmord unter Wehrpflichtigen während des Dienstes <a href="https://rus.ozodi.org/a/29222699.html">ebenfalls nicht unerheblich</a> sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><strong><a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/tadschikistan-ethnische-saeuberungen-und-repression-in-berg-badachschan/">Tadschikistan: Ethnische Säuberungen und Repression in Berg-Badachschan</a></strong><strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die tadschikische Regierung selbst hat in einem Bericht an den UNO-Menschenrechtsausschuss angegeben, dass zwischen 2019 und 2021 mehr als 100 Soldaten getötet wurden, hauptsächlich aufgrund von <a href="https://rus.ozodi.org/a/29786425.html">Schikanen</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Angesichts der Gewalt in den Reihen der Armee entschädigt der tadschikische Staat jedoch weder die Opfer noch ihre Angehörigen. 2014 wurde etwa ein 22-jähriger Soldat von seinen Kameraden so sehr misshandelt, dass er dadurch bleibende Schäden erhielt. Sein Anwalt verlangte, dass die Armee rund 278.000 Somoni (ca. 23.000 Euro) zahlt, doch das Opfer erhielt nicht einmal einen Fünftel der Summe, <a href="https://tj.sputniknews.ru/20161202/tadjikistan-armiya-bolnitsa-invalidnost-1021221718.html">berichtet das russische Medium Sputnik</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Gewaltsame Rekrutierungsmethoden</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gewalt bei der Rekrutierung für den tadschikischen Militärdienst gipfelt in der Organisation von Razzien durch die Behörden, bei denen junge Männer plötzlich abgeholt und zu ihrem Dienstort gebracht werden. <a href="https://eurasianet.org/tajikistan-to-ban-critical-coverage-of-military-draft">Eurasianet beschreibt</a>, wie Autos gar vor Schulen warten, um wehrpflichtige Männer mitzunehmen. Die Wagen können oft nicht dem Amt für militärische Registrierung und Einberufung oder zu anderen staatlichen Institutionen zugeordnet werden, <a href="/Users/41798/Downloads/%25D0%259F%25D1%2580%25D0%25B0%25D0%25BA%25D1%2582%25D0%25B8%25D0%25BA%25D0%25B0%2520%25D0%25BE%25D0%25B1%25D0%25BB%25D0%25B0%25D0%25B2%2520%25D0%25B2%2520%25D0%25A2%25D0%25B0%25D0%25B4%25D0%25B6%25D0%25B8%25D0%25BA%25D0%25B8%25D1%2581%25D1%2582%25D0%25B0%25D0%25BD%25D0%25B5_%2520%25D0%25BA%25D0%25B0%25D0%25BA%25D0%25BE%25D0%25B9%2520%25D0%25B4%25D0%25BE%25D0%25BB%25D0%25B6%25D0%25BD%25D0%25B0%2520%25D0%25B1%25D1%258B%25D1%2582%25D1%258C%2520%25D0%25B0%25D1%2580%25D0%25BC%25D0%25B8%25D1%258F%2520%25D0%25B2%2520XXI%2520%25D0%25B2%25D0%25B5%25D0%25BA%25D0%25B5_.pdf">merkt Cabar Asia an</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><strong><a href="https://novastan.org/de/kasachstan/wie-russland-zentralasiatische-buerger-fuer-den-krieg-in-der-ukraine-anwirbt/">Wie Russland zentralasiatische Bürger für den Krieg in der Ukraine anwirbt</a></strong><strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Behörden gehen zum Teil noch weiter und verlangen von den Familien junger Menschen, die nach Russland ausgewandert sind, deren Rückkehr nach Tadschikistan zur Leistung des Militärdienstes. Anderenfalls müssten sie mit Sanktionen rechnen. Tadschikische Migrant:innen stellen eine beträchtliche Diaspora in Russland dar, die 2021 <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/zahl-tadschikischer-migrantinnen-in-russland-erreicht-neuen-rekord/">auf 2 Millionen angestiegen</a> ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allein im Jahr 2022 wurden 108 junge Männer strafrechtlich verfolgt, weil sie sich gemäß der Generalstaatsanwaltschaft dem Militärdienst entzogen hatten, erklärt Radio Ozodi. Ende letzten Jahres entfachte die Rekrutierung in Tadschikistan erneut eine Kontroverse, nachdem die örtlichen Behörden den Strom abgeschaltet sowie Moscheen geschlossen hatten, um Familien zum Eintritt ihrer Söhne in die Armee zu zwingen, erklärt ein <a href="https://www.rferl.org/a/tajikistan-army-draft-extreme-recruiting/32178315.html">Bericht von Radio Free Europe</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Rechtsunsicherheit und Korruption in der Verwaltung</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einberufung zur Armee in Tadschikistan offenbart jedes Jahr die Probleme, die Tadschikistan durchziehen, nämlich Korruption und Ungleichheit. So stehen die Behörden, die für die Rekrutierung der jungen Männer zuständig sind, im Verdacht, Bestechungsgelder zu verlangen, um sie für untauglich zu erklären.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/korruption-zentralasien-im-weltweiten-vergleich-weiterhin-abgeschlagen/">Korruption: Zentralasien im weltweiten Vergleich weiterhin abgeschlagen</a></strong><strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Artikel von Cabar Asia zeigt, dass es Männer aus den unteren und prekären Schichten Tadschikistans sind, die zwangsrekrutiert werden. Im Gegensatz zur Elite, die sich dem leichter entziehen kann. <em>„Wenn die Saison der Wehrpflicht wirklich fair wäre, also alle jungen Männer ohne Ausnahme einbeziehen würde, würde die Elite des Landes das Problem innerhalb weniger Wochen lösen. Aber eine zu große Kluft zwischen der Elite und jungen Männern aus gewöhnlichen Familien verschärft das Problem von Missverständnissen und Ressentiments nur noch mehr“</em>, analysiert der Autor des Artikels.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Tadschikische Armee kleinste in Zentralasien</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die schlechten Bedingungen der Vorberufenen und Wehrpflichtigen in der tadschikischen Armee sind eine der Schwachstellen seiner Streitkräfte. Das Land scheint den Preis dafür zu zahlen, indem es laut dem Indikator <a href="https://www.globalfirepower.com/country-military-strength-detail.php?country_id=tajikistan">Global Fire Power</a> die niedrigste Truppenstärke aller zentralasiatischen Länder aufweist. Tatsächlich erreicht das Militärpersonal im Jahr 2023 15.000 Personen, während sein bevölkerungsärmerer Nachbar Kirgistan mit insgesamt 25.000 Personen <a href="https://www.globalfirepower.com/country-military-strength-detail.php?country_id=kyrgyzstan#:~:text=For%202023%2C%20Kyrgyzstan%20is%20ranked,0.0000%20is%20considered%20'perfect').">deutlich darüber liegt</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/warum-es-tadschikistan-und-kirgistan-schwer-faellt-den-grenzkonflikt-zu-beenden/">Warum es Tadschikistan und Kirgistan schwerfällt, den Grenzkonflikte zu beenden</a></strong><strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das intensive Wiederaufflammen der Konflikte mit Kirgistan in den letzten Jahren hält immer mehr tadschikische Bürger davon ab, in der Armee zu dienen, da sie befürchten, zur Verteidigung der unsicheren Grenzen mobilisiert zu werden. Tatsächlich kam es seit 2021 häufiger zu Grenzkonflikten zwischen den beiden Ländern, was auf die Militarisierung der Grenzen auf beiden Seiten zurückzuführen ist. Im Mai 2021 wurde ein <a href="https://novastan.org/fr/kirghizstan/un-garde-frontiere-tadjik-de-19-ans-blesse-a-la-frontiere-tadjiko-kirghize/">19-jähriger tadschikischer Grenzsoldat verletzt</a> und auch der bewaffnete Konflikt im September 2022 erwies sich als einer der tödlichsten, mit über 100 Toten auf beiden Seiten.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://2ff41361.sibforms.com/serve/MUIFAD3kOVgHRZMEzVL0tQuvV__Lm5slYuTqY-DEgdyDpH9WazOpCwYD2CLbIZdPKxyD_Mnaw2SKMY78StG6vCfPNIE1HcIumNXgnjsKyqsb8MuZ5Ng1jN3cNsBhf4SSp2VDJAgy_38b6jiUL7aU6Y-RaIAVhUpNqW1tNwmWOB-8YcNp9LBWEk57rUlkszlx_tQ8qxYED63Sz6UU">mit einem Klick.</a></span></strong></span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl Tadschikistan neben Armenien, Russland, Kirgistan und Kasachstan Teil der regionalen Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Organisation_des_Vertrags_%C3%BCber_kollektive_Sicherheit">OVKS</a>) ist, hat die Struktur in letzter Zeit mit dem Wiederaufflammen der Konflikte an der tadschikisch-kirgisischen Grenze <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/der-krieg-in-der-ukraine-und-seine-folgen-fuer-zentralasien/">keine Effizienz erkennen lassen</a>. Schließlich sorgt die Nachbarschaft zu Afghanistan sowie die <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/der-is-sorgt-an-der-grenze-tadschikistans-fuer-beunruhigung/">islamische Bedrohung an den Grenzen</a> weiterhin für Besorgnis, was die Begeisterung der Bürger für den Beitritt zur Armee nicht vergrößert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Emma Collet, Redakteurin für Novastan</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://novastan.org/fr/decryptage/le-recrutement-dans-larmee-tadjike-casse-tete-pour-les-autorites-et-enfer-pour-les-futurs-soldats/">Französischen</a> von Michèle Häfliger</strong></p>


<p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/rekrutierung-in-tadschikistan-problem-fuer-behoerden-hoelle-fuer-soldaten/">Rekrutierung in Tadschikistan: Problem für Behörden, Hölle für Soldaten</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/rekrutierung-in-tadschikistan-problem-fuer-behoerden-hoelle-fuer-soldaten/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>„Das große Turkestan“ – Mythos oder Perspektive?</title>
		<link>https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/das-grosse-turkestan-mythos-oder-perspektive/</link>
					<comments>https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/das-grosse-turkestan-mythos-oder-perspektive/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Asia Plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Jan 2023 12:09:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Organisation der Turkstaaten]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Turan]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[Turkestan]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://novastan.org/de/?p=31219</guid>

					<description><![CDATA[<p>Politologen sind der Ansicht, die Organisation der Turkstaaten h&#xE4;tte bislang noch unzureichend Ressourcen, um ernsthaften Einfluss in Zentralasien zu nehmen. Diese L&#xFC;cke k&#xF6;nnte jetzt die T&#xFC;rkei schlie&#xDF;en. Am 11. November 2022 fand in Samarkand der Gipfel der Organisation der Turkstaaten (OTS)&#xA0; statt &#x2013; ein Bund, der von der Idee der Errichtung eines &#x201E;Gro&#xDF;en Turkestans&#x201C; lebt, [&#x2026;]</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/das-grosse-turkestan-mythos-oder-perspektive/">„Das große Turkestan“ – Mythos oder Perspektive?</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Politologen sind der Ansicht, die Organisation der Turkstaaten hätte bislang noch unzureichend Ressourcen, um ernsthaften Einfluss in Zentralasien zu nehmen. Diese Lücke könnte jetzt die Türkei schließen. </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 11. November 2022 fand in Samarkand der Gipfel der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Organisation_der_Turkstaaten">Organisation der Turkstaaten (OTS)</a>  statt – ein Bund, der von der Idee der Errichtung eines „Großen Turkestans“ lebt, mit der Türkei an dessen Kopf. Wie realistisch ist diese Idee und was verspricht man sich von ihr? Obwohl sich die Turkstaaten genaugenommen schon 1992 ein erstes Mal in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ankara">Ankara</a> zusammen an den Tisch setzten, wird dieses Treffen zwischen der Türkei, Aserbaidschan, Kasachstan, Usbekistan und Kirgistan nun als erster Gipfel der OTS gewertet. </p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph"> Der damalige türkische Präsident <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Turgut_Özal">Turgut Özal </a>lud zum Gipfel ein, woraufhin die Staatsoberhäupter Kasachstans, Kirgistans, Usbekistans, Aserbaidschans und Turkmenistans anreisten. Vor dem Hintergrund des Zusammenbruchs der Sowjetunion und der Gründung neuer unabhängiger Staaten wurde der Besuch des Gipfels zur politischen und ökonomischen Frage der Einheit verbrüderter Länder. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Jahr später verstarb Özal jedoch. Der darauffolgende Gipfel im Jahre 1994 stand unter dem Thema der humanitären und sozialen Zusammenarbeit der verbrüderten Länder. Weitere treffen fielen aus. Die Türkei fuhr ihre Initiative zurück, auch, weil sie sich des fortbestehenden Einflusses aus Moskau trotz des Zusammenbruchs der UdSSR bewusst wurde. Folglich war es zu früh, von einer politischen Einheit zu sprechen. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kleine Schritte zu mehr Zusammenarbeit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"> Ein weiterer Grund für das Scheitern der Initiative soll gewesen sein, dass Usbekistan als Land mit der größten Bevölkerung die Türkei nicht als führenden Kopf der Vereinigung anerkennen wollte. Als sich Präsident <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Islom_Karimov">Islom Karimov</a> daraufhin von der Vereinigung distanzierte, verlor diese mit Usbekistan auch ihre Vollständigkeit. 2009 warfen Kasachstan, Kirgistan, Aserbaidschan und die Türkei erneut die Frage auf, einen Rat der Zusammenarbeit türkischsprachiger Staaten zu gründen. Laut verschiedenen Quellen geht diese Initiative auf Kasachstans Ex-Präsidenten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nursultan_Nasarbajew">Nursultan Nazarbaev</a> zurück. Er war der Ansicht, eine Vereinigung von mehr als 200 Millionen Brüdern zwischen dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Altai">Altai</a>-Gebirge und dem Mittelmeer sei eine wirkungsvolle Kraft in der Welt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/sicherheitspolitik-die-tuerkei-weitet-ihren-einfluss-in-zentralasien-aus/">Sicherheitspolitik: Die Türkei weitet ihren Einfluss in Zentralasien aus </a></strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dennoch übernahm die Türkei schließlich wieder die Führung der Vereinigung. Seit <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Recep_Tayyip_Erdoğan">Recep Tayyip Erdoğans</a> Amtsantritt im Jahre 2014 zog sie durch ihre Aktivität besondere Aufmerksamkeit auf sich. Dessen Handeln verbindet man heute mit Russlands Annexion der Krim. Die Türkei sieht die Halbinsel als ihr historisches Territorium an und weist russische Ansprüche auf selbiges als unbegründet zurück. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stärke der Union wuchs weiter an. So erhielt Ungarn 2018 im Rat den Beobachterstatus. 2019 wurde Usbekistan als vollständiges Mitglied anerkannt. Zwei Jahre später erhielt auch Turkmenistan den Beobachterstatus. Im Jahr darauf bewarb sich auch die Ukraine auf diesen Posten. Ihr Beitritt war für das Jahr 2022 vorgesehen, doch kam aus offensichtlichen Gründen nicht zustande. <em>Die Bevölkerung der türkischen Staaten beläuft sich auf etwa 150 Millionen Menschen. Die Gesamtfläche der Länder beträgt mehr als 4,5 qm. Das gesamte BPI wird auf 1,5 Trilliarden geschätzt und belegt damit den 13. Platz in der Weltwirtschaft.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Neuer Name, neue Ziele</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"> Der OTS-Gipfel im letzten Jahr war substanziell für alle Mitglieder. Erstens erfolgte die Umbenennung von CCTS (Kooperationsrat der Turksprachigen Länder) in OTS (Organisation der Turkstaaten). Ebendarum gilt der Gipfel in Samarkand nun als erster dieser Vereinigung. Gleichzeitig wurde hiermit auch die Strategie „Türkische Welt 2040“ vorgestellt. Neben Kooperation auf sozialer und humanitärer Ebene sieht diese eine vertiefte Zusammenarbeit in der staatlichen Sicherheit sowie in der Wirtschaft vor. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres bedeutendes Ereignis des Gipfels stellte die Rolle Turkmenistans als neuer Beobachter dar. Man ging davon aus, dass das Land in Samarkand nun vollständiges Mitglied der Vereinigung würde. Der<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Serdar_Berdimuhamedow"> turkmenische Präsident</a> erschien jedoch nicht beim Gipfeltreffen. Stattdessen schickte das Land Ex-Präsident <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gurbanguly_Berdimuhamedow">Gurbanguly Berdimuhamedow</a>, der jedoch als Ehrengast keine offizielle Vollmacht trug. Die Bedeutung des Samarkand-Gipfels litt unter diesem Umstand nicht weiter. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die türkischen Medien nannten die Vereinigung bereits <em>„Vereinigte Staaten der Türkei“</em>. Die Teilnehmer unterzeichneten dort eine Erklärung, in der sie zum wiederholten Mal ihre Entschlossenheit ausdrücken, <em>„die Kooperation in vielen Sphären der Organisation der Turkstaaten auf dem Fundament der gemeinsamen Geschichte, Sprache, Kultur, Traditionen und Werte der Turkvölker zu vertiefen und auszuweiten“</em>. Außerdem bekräftigen sie ihre <em>„Bereitschaft, Aserbaidschan beim Wiederaufbau, der Rekonstruktion und Reintegration zu unterstützen und so zu neuer Stärke zu verhelfen“</em>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem beschlossen sie eine enge Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen, die ein <em>„gemeinsames Interesse“</em> sei und riefen zu noch engerer Kooperation im Bereich der Waffenindustrie und des Militärs auf. Die Stärkung der Kooperation zwischen den Mitgliedsstaaten im Bereich der digitalen Wirtschaft und der vierten industriellen Revolution wurde bestärkt und ein Akkord zur Schaffung eines Investitionsfonds in Höhe von 500 Millionen US-Dollar erreicht. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die OTS &#8211; eine Konkurrenz für Russland?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong> </strong>Die russische Zeitung <a href="https://iz.ru/1427284/kseniia-loginova/soedinennye-shtaty-turtcii-ankara-natcelilas-na-strany-odkb">Iswestija</a> merkt an, dass im Anschluss an das Treffen Kriegsübungen in Ankara stattfanden, an denen die Türkei, die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Türkische_Republik_Nordzypern">Türkische Republik Nord-Zypern</a>, Aserbaidschan, Kasachstan und Kirgistan teilnahmen. Usbekistan enthielt sich der Teilnahme. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„In den letzten Jahren wurde die militärische Kooperation zwischen Ankara und den zentralasiatischen Ländern intensiver. Erdogans Absicht, eine Militärallianz zu gründen, die alle turksprachigen Länder in sich einschließt, beunruhigt Moskau. So wurde Turkmenistan einer der größten Abnehmer türkischer Waffen. 2022 erhielt Kirgistan Drohnen des Modells „</em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bayraktar_TB2"><em>Bayraktar TB2</em></a><em>“, nicht-tödliche Waffen, Munition und Schutzausrüstung. Auch Astana kam nicht zu kurz: Kasachstan erhielt Waffen und es wurde ein Vertrag zur Herstellung türkischer </em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/TAI_Anka"><em>Anka-Drohnen</em></a><em> unterzeichnet. Zudem finden in der Türkei regelmäßige Kriegsübungen aller zentralasiatischen Staaten statt“</em>, schreibt die Zeitung. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/kasachstans-schrittweise-entfernung-von-russland/">Kasachstans schrittweise Entfernung von Russland </a></strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kriegsallianz der türkischen Staaten ist eine der Kernideen des Pan-Тurkismus. Durch langsam voranschreitende äußere Expansion der<em> türkischen Welt </em>soll auf diese Weise das<em> Große Turkestan </em>sowie die <em>Turan-Armee </em>entstehen. Die weitläufige Fläche wurde bereits kartografiert. 2021 überreichte <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Devlet_Bahçeli">Devlet Bahçeli</a>, Vorsitzender der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Milliyetçi_Hareket_Partisi">Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP)</a>, dem türkischen Präsidenten Erdogan die Karte der „Türkischen Welt“. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Liste der OTS-Mitgliedsländer werden auch Tadschikistan und knapp 20 Subjekte der Russischen Föderation angeführt (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sacha">Jakutien</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Burjatien">Burjatien</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tuwa">Tuwa</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Republik_Altai">Altai</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Chakassien">Chakassien</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Baschkortostan">Baschkortostan</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tatarstan">Tatarstan</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dagestan">Dagestan</a> sowie die Gebiete <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Oblast_Irkutsk">Irkutsk</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Oblast_Omsk">Omsk</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Oblast_Nowosibirsk">Nowosibirsk</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Oblast_Kurgan">Kurgan</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Oblast_Tscheljabinsk">Tscheljabinsk</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Oblast_Orenburg">Orenburg</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Oblast_Samara">Samara</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Oblast_Saratow">Saratow</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Oblast_Uljanowsk">Uljanowsk</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Oblast_Pensa">Pensa</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Oblast_Astrachan">Astrachan</a>). </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Rot markierte Territorien</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"> Hinzu kommen einige rot markierte Länder der Balkan-Halbinsel, ein Teil Irans, südliche Regionen Russlands, ein großer Teil Sibiriens sowie ein westlicher Teil der Mongolei. In gelb markiert sind das Altai, Jakutien und das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Xinjiang">Uigurische Autonome Gebiet Xinjiang</a> in China. In den Anmerkungen der veröffentlichten Grafik wird die Bedeutung der Farbe gelb nicht weiter erläutert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Türkei versicherte, es auf keine der Territorien abgesehen zu haben. Die Karte wolle lediglich die „Türkische Einheit“ widerspiegeln. Daher schließt man eine Annexion oder Vereinigung von Staaten und Regionen durch die Türkei aus. Noch ist unbekannt, wie der Kreml dazu steht. Doch Presse-Sekretär <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dmitri_Sergejewitsch_Peskow">Dmitri Peskows</a> Kommentaren zu urteilen, kann auch Moskau hierin keine Bedrohung ausmachen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Unsere türkischen Partner hegen die Idee einer türkischen Einheit, das ist nichts Ungewöhnliches. Ich kann allerhöchstens bedauern, dass im Zentrum der türkischen Welt nicht ein großer roter Stern zu sehen ist“, </em><a href="https://www.gazeta.ru/politics/2021/11/21_a_14228275.shtml">sagte er</a> bei einer Sendung des Fernsehkanals Rossija-1. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em> „Das ist nicht nur eine ernsthafte Frage, sondern auch Herausforderung für die Sicherheit, ganz besonders die unseres Landes. Wir haben zwar gerade unser Ukraine-Problem, dennoch müssen wir bezüglich der türkischen Regionen Russlands sehr überlegt handeln. Es geht um Tartastan, Baschkortostan, den Kaukasus und so weiter. Das fällt alles unter die Interessen des türkischen </em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Khaghanat"><em>Khaghanats</em></a><em>, das die Türkei anführt. Experten und Geheimdienste müssen hier ganz genau hinschauen“, </em>so Nikita Buranow, Experte des Russischen Vereins für Militär und Geschichte. Der Großteil russischer Experten vertritt eine ähnliche Meinung, wie aus verschiedenen Online-Plattformen hervorgeht. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><em>&nbsp;</em><strong>Muss sich Tadschikistan Sorgen machen?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong> </strong>Viktor Nadein-Raewskij, Leiter an der Russischen Akademie für Wissenschaften am Institut für Wirtschaft und Internationale Beziehungen, <a href="https://iz.ru/1427284/kseniia-loginova/soedinennye-shtaty-turtcii-ankara-natcelilas-na-strany-odkb">betont</a>, zwischen der Türkei und den zentralasiatischen Staaten herrsche eine Zusammenarbeit auf Ebene der Behörden, der Geheimdienste und des Militärs. „<em>Derzeit sammelt man Informationen zu Offizieren aller türkischsprachigen Republiken und den </em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Organisation_des_Vertrags_über_kollektive_Sicherheit"><em>OVKS</em></a><em>-Mitgliedern [dem von Russland seit 2002 angeführten Militärbündis, Anm. d. Ü.]. Es geht vor allem um Kasachstan. Die Idee einer Turan-Armee wird schon seit vielen Jahren aufrechterhalten. Bislang kommen die Mitgliedsländer der ehemaligen Sowjetunion in diesem Punkt jedoch noch nicht auf einen Nenner“</em>, so der Experte des Instituts. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nichtsdestotrotz zeigt die Praxis, dass die Länder in vielen Fragen solidarisch miteinander seien. Zum Teil auch, wenn es um territoriale Fragen geht. Beispielsweise drückten die Staatsoberhäupter der turksprachigen Länder anlässlich des im letzten Jahr, kurz nach dem Sieg Aserbaidschans im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Krieg_um_Bergkarabach_2020">Bergkarabach-Krieg</a> stattfindenden OTS-Gipfels ihre Einheit und Solidarität mit Baku aus. <em>„Die Staatsoberhäupter der türkischsprachigen Länder thematisierten sogar die Befreiung des besetzten aserbaidschanischen Territoriums. Sie verkündeten zufrieden die Beilegung des armenisch-aserbaidschanischen Konflikts“</em>, <a href="https://www.turksoy.org/ru-RU/novosti/2021-03-31-607014e905483">schrieben</a> pro-türkische Medien. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das hängt mit der OVKS-Mitgliedschaft Armeniens und weiterer zentralasiatischer Länder zusammen. Schlussendlich lief jedoch alles nach dem Motto <em>„das eigene Hemd ist näher am Körper“</em>. Zudem ist bekannt, dass die Türkei Aserbaidschan im Zuge des Konflikts unterstützt hat. Man geht davon aus, dass die anderen Länder die Unterstützung ebenfalls gutgeheißen haben. Für Tadschikistan kommt nun die Frage auf, ob sich diese Situation nun im Grenzkonflikt mit Kirgistan reproduzieren wird. Werden die OTS ihren Nachbarn im Konflikt mit Tadschikistan Unterstützung zusichern? </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kirgisisch-tadschikischer-grenzkonflikt-verschaerft-sich/">Kirgisisch-tadschikischer Grenzkonflikt verschärft sich </a></strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Parwis Mullodschonow, tadschikischer Politologe, ist der Ansicht, die OTS selbst verfüge noch über ungenügend finanzielle und organisatorische Quellen, um ernsthaft auf das Geschehen in der Region Einfluss zu nehmen. <em>„Eine andere Sache ist wiederum der Einfluss der Türkei. Sie könnte, wie schon im Konflikt zwischen Aserbaidschan und Armenien, zweigleisig fahren. Im Falle des Konflikts in [der Grenzregion</em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gebiet_Batken"><em> um, Anm. d. Red.] <u>Batken</u> und <u>Isfara</u></em></a><em> würde die Türkei sicher eher eine moderierende und schlichtende Rolle einnehmen, als sich eindeutig auf kirgisische Seite zu schlagen. Insbesondere angesichts des Umstands, dass die Konfliktzone weit von der Türkei entfernt liegt und diese Region noch von weiteren geopolitischen Spielern beobachtet wird. Mit denen muss die Türkei früh oder später rechnen“</em>, meint Mullodschonow. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem, so der Politologe, wachse mit der Vereinigung der Einfluss der Türkei in dieser Region. Die geopolitischen Ambitionen Istanbuls und Präsident Erdogans gingen schon heute über die Idee der Vereinigung turksprachiger Staaten hinaus. Die OTS sehe für die Zukunft sogar die Möglichkeit einer vereinten muslimischen oder eurasischen Welt, um so ihre Interessen durchzusetzen. </p>


			<div class="hp-newsletter col-span-3 lg:col-span-1 flex flex-col bg-primary-100 border-t-8 border-secondary-500 rounded-lg justify-center items-center lg:items-stretch px-6 py-6 gap-4 box-border">
			<div class="flex">
				<div class="enveloppe">
					<i class="far fa-envelope text-5xl text-secondary-300"></i>
				</div>
				<div class="formulaire_nl">
					<p>
						<span class="font-bold text-xl block">Ganz Zentralasien in deiner Mailbox</span>
						Abonniert unseren wöchentlichen Newsletter					</p>
					<form class="flex w-3/4 lg:w-full" action="https://us4.list-manage.com/subscribe?u=6a15a2256d412b041fdec39e8&amp;id=d479236523" method="post" id="mc-embedded-subscribe-form" name="mc-embedded-subscribe-form" class="validate" target="_blank" novalidate="">
						<input class="flex-grow py-2 px-3 border border-primary-300 rounded-l" type="email" placeholder="Email" name="EMAIL" id="mce-EMAIL">
						<button class="bg-secondary-500 py-2 px-3 text-white rounded-r-md border border-secondary-500" type="submit" value="" name="subscribe">Registrieren</button>
					</form>

					<a href="#" class="underline text-secondary-700">Entdeckt die neueste Ausgabe</a>
				</div>	
			</div>
		</div><!-- newsletter -->
		



<p class="wp-block-paragraph"> Der Politologe ist daher der Ansicht, dass das nicht-turksprachige Land Ungarn deshalb aktuell die Beobachter-Rolle einnehmen dürfe. Damit sei auch ein künftiger Beitritt in Aussicht. Gespräche mit der Ukraine über einen möglichen Beitritt als Beobachtungsland seien ebenfalls geführt worden. <em>„Zwischen den OTS-Mitgliedsstaaten besteht eine allgemeine Notwendigkeit, eine gemeinsame Haltung in der Außenpolitik einzunehmen (das betrifft auch die Beziehungen angesichts bestimmter Ereignisse und Konflikte.) In der Praxis lässt sich dies jedoch schwer umsetzen“</em>, so Mullodschonow. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine ähnliche Meinung vertritt auch der Politologe Nuriddin Hudojerow. Er ist sich sicher, dass die Türkei Moskaus schwache Lage zu nutzen versucht, um den freigewordenen Platz in der Region zu füllen. Allerdings herrschen innerhalb der Organisation viele Unstimmigkeiten, die das Einnehmen der Führungsrolle in der Region verhindern. <em>„Was den kirgisisch-tadschikischen Konflikt anbelangt, wird die Türkei nicht nur die „Familie“ militärisch unterstützen, sondern auch Tadschikistan. Schließlich hat sie kein Interesse an einem Konflikt mit Tadschikistan. Erdogan wird sich höchstwahrscheinlich in seiner Moderator-Rolle den Begebenheiten ständig anpassen“</em>, meint Hudojerow. </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Ramsija Mirsobekowa für Asia-Plus</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://asiaplustj.info/ru/news/tajikistan/politics/20221129/velikii-turan-mif-ili-perspektiva?tg_rhash=dad9b8f651f186"><strong>Russischen</strong></a><strong> von Arthur Siavash Klischat</strong> </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/das-grosse-turkestan-mythos-oder-perspektive/">„Das große Turkestan“ – Mythos oder Perspektive?</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/das-grosse-turkestan-mythos-oder-perspektive/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sicherheitspolitik: Die Türkei weitet ihren Einfluss in Zentralasien aus</title>
		<link>https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/sicherheitspolitik-die-tuerkei-weitet-ihren-einfluss-in-zentralasien-aus/</link>
					<comments>https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/sicherheitspolitik-die-tuerkei-weitet-ihren-einfluss-in-zentralasien-aus/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[pmougeot]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Jul 2022 16:31:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Turkmenistan]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Rüstung]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://novastan.org/de/?p=30110</guid>

					<description><![CDATA[<p>W&#xE4;hrend sich die T&#xFC;rkei von der Europ&#xE4;ischen Union und den Vereinigten Staaten l&#xF6;st, versucht sie, ihr B&#xFC;ndnisnetzwerk in ganz Zentralasien zu konsolidieren. Recep Tayyip Erdo&#x11F;an nutzt verschiedene Mittel, um die ehemaligen Sowjetrepubliken in seinen Einflussbereich zu ziehen. Entsprechend der Idee der pant&#xFC;rkischen Einheit erweitert die T&#xFC;rkei ihren Einfluss in Zentralasien, insbesondere in den Bereichen Industrie [&#x2026;]</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/sicherheitspolitik-die-tuerkei-weitet-ihren-einfluss-in-zentralasien-aus/">Sicherheitspolitik: Die Türkei weitet ihren Einfluss in Zentralasien aus</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Während sich die Türkei von der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten löst, versucht sie, ihr Bündnisnetzwerk in ganz Zentralasien zu konsolidieren. Recep Tayyip Erdoğan nutzt verschiedene Mittel, um die ehemaligen Sowjetrepubliken in seinen Einflussbereich zu ziehen.</strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Entsprechend der Idee der pantürkischen Einheit erweitert die Türkei ihren Einfluss in Zentralasien, insbesondere in den Bereichen Industrie und Verteidigung. So erhalten zentralasiatische Länder unter anderem türkische Drohnen. Das neue Flaggschiff der türkischen Verteidigungsindustrie, die Drohne Bayraktar TB2, ist ein unbemanntes Luftfahrzeug, das in mittlerer Höhe operiert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut dem tadschikischen Nachrichtenportal <a href="https://asiaplustj.info/news/tajikistan/security/20220428/zachem-kirgizstanu-i-tadzhikistanu-bairaktari">Asia-Plus</a> ist die Drohne 6,50 Meter lang und hat eine Flügelspannweite von 12 Metern. Bayraktar TB2 kann mehr als 24 Stunden in der Luft bleiben und eine Geschwindigkeit von 222 km/h erreichen. </p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">

Die neuen Versionen dieser Drohne können eine maximale Reichweite von 300 Kilometern erreichen und gleichzeitig mit Bomben und Panzerabwehrraketen ausgestattet werden. Mit einem Stückpreis zwischen 2,5 und 5 Millionen US-Dollar (zwischen 2,46 und 4,92 Millionen Euro) ist die türkische Drohne deutlich günstiger als ihr amerikanischer Konkurrent. Darüber hinaus hat Bayraktar TB2 durch die Verwendung im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Krieg_um_Bergkarabach_2020">Konflikt</a> zwischen Aserbaidschan und Armenien an Popularität gewonnen.
</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Türkische Drohnen im Konflikt zwischen Tadschikistan und Kirgistan</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"> Professor Mehmet Yüce, Ökonom an der Universität Bursa, erklärt gegenüber Novastan, dass <em>„die Stärkung der Beziehungen zwischen den zentralasiatischen Ländern und der Türkei durch die Zusammenarbeit im Bereich der Verteidigungsindustrie als eine sehr wichtige Strategie angesehen wird“</em>. Darüber hinaus konnte die Türkei, indem sie zu einem <em>„der drei größten Drohnenhersteller der Welt“</em> wurde, <em>„ihre Abhängigkeit vom Ausland verringern“</em> und gleichzeitig <em>„ihr Umfeld beeinflussen, und so ihre Außenpolitik immer durchsetzungsfähiger zu machen“</em>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während es zwischen Kirgistan und Tadschikistan regelmäßig zu <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/was-sind-die-gruende-fuer-die-toedlichen-zusammenstoesse-an-der-kirgisisch-tadschikischen-grenze/?noredirect=de-DE">gewalttätigen Grenzkonflikten</a> kommt, setzt Bischkek <a href="http://www.president.kg/ru/sobytiya/21523_bespilotnie_letatelnie_apparati_bayraktar_postupili_navoorughenie_pogranichnoy_slughbi_gknb_kr">seit Dezember 2021</a> türkische Drohnen ein. Mehmet Yüce erinnert jedoch daran, dass „<em>Kirgistan sein Unbehagen darüber zum Ausdruck gebracht hat, dass die Türkei Drohen an Tadschikistan verkauft hat. Sowohl die jüngsten Äußerungen aus Kirgistan als auch die der regionalen Gemeinschaft stellen die Gründe für diese Drohnenverkäufe in Frage.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/grenzkonflikt-zwischen-tadschikistan-und-kirgistan-eine-herausforderung-fuer-die-regionale-kooperation/">Grenzkonflikt zwischen Tadschikistan und Kirgistan: Eine Herausforderung für die regionale Kooperation </a></strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie <a href="https://rus.ozodi.org/a/31823070.html">Radio Ozodi</a>, dem tadschikischen Dienst von Radio Free Europe, berichtet, unterzeichneten der türkische Verteidigungsminister <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hulusi_Akar">Hulusi Akar</a> und sein tadschikischer Amtskollege Scherali Mirso am 20. April ein Rahmenabkommen über die militärische Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern. Dies würde Tadschikistan ermöglichen, Drohnen des gleichen Typs zu erwerben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Politikwissenschaftler Parwis Mullodschanow erklärt dies gegenüber Radio Ozodi damit, dass <em>„wenn die Türkei nur für eine Seite Partei ergriffen hätte, die andere Seite eine absolut antitürkische Position eingenommen hätte“</em>. Er fügt hinzu, dass <em>„die Türkei sich nicht nur als </em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Turkstaat"><em>Turkstaat</em></a><em> positioniert, sondern auch als Anführer der islamischen Welt“</em>, was wiederum ihre weltweiten Aktivitäten bestimmen könnte. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Ist eine pantürkische Einheit möglich?</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"> Auch wenn die seit der Unabhängigkeit der Länder Zentralasiens vorangetriebene türkische Einheit zunächst scheiterte, ist Ankara zu einem immer wichtigeren wirtschaftlichen und kulturellen Akteur in der Region geworden. Dies belegt auch die <a href="https://novastan.org/fr/politique/le-nouvel-elan-de-la-turquie-en-asie-centrale/">im März 2021 [fr]</a> zwischen allen Akteuren diskutierte <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Organisation_der_Turkstaaten#Vision_2040_der_turkischen_Welt">Turkic World Vision 2040</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während Magomed Beltuev, Co-Leiter der Eurasien-Abteilung am Institut für Geopolitische Studien, diese Fortschritte relativiert, indem er feststellt, „<em>dass es eine Trennung zwischen der Kommunikation und ihrer Umsetzung in internationale Abkommen gibt“</em>, erinnert Mehmet Yüce daran, dass die Türkei bereits <em>„unter den drei wichtigsten und mächtigsten Akteuren in Zentralasien ist“</em>. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kirgistan-leiter-von-schulnetzwerk-vom-tuerkischen-geheimdienst-festgenommen/">Kirgistan – Leiter von Schulnetzwerk vom türkischen Geheimdienst festgenommen </a></strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Yüce ist die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Organisation_der_Turkstaaten">Organisation der Turkstaaten</a> kurzfristig das wichtigste Instrument der Türkei. <em>„Innerhalb dieser institutionellen Struktur kann die Macht in der Region gestärkt werden, indem die politische, militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit ausgebaut und die Interaktion im kulturellen Bereich verstärkt wird“</em>, fügt er hinzu. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sanfte Maßnahmen im Rahmen der Zusammenarbeit mit den Ländern der Region könnten seiner Meinung nach ermöglichen, den Einfluss <em>„durch eine gemeinsame Literatur, eine gemeinsame Sprache, eine gemeinsame Geschichte sowie sportliche und kulturelle Aktivitäten“</em> auszubauen. Obwohl die Türkei mit dem Ziel agiere, eine Macht in der Region zu werden, müsse dies zunächst <em>„durch eine Integration im wirtschaftlichen und politischen Bereich erfolgen“</em>. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Die Verteidigungsindustrie als Instrument zur Integration</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Nicht nur bei den Drohnen setzt die Türkei auf eine boomende Verteidigungsindustrie, die als Instrument mit beträchtlichem Einfluss eingesetzt wird. Wie das türkische Nachrichtenportal <a href="https://www.dailysabah.com/business/defense/kazakhstan-tests-turkey-made-combat-vehicle-weapon-system">Daily Sabah</a> berichtete, wurden der kasachstanische Armee im März 2021 von der türkischen Firma <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Otokar">Otokar</a> gepanzerte Fahrzeuge des Typs „Arma 8×8“ kostenlos für umfangreiche technische Tests zur Verfügung gestellt. Einige Wochen zuvor hatten die beiden Länder Möglichkeiten zur Stärkung der Zusammenarbeit im Bereich der Verteidigungsindustrie erörtert.

</p>


			<div class="hp-newsletter col-span-3 lg:col-span-1 flex flex-col bg-primary-100 border-t-8 border-secondary-500 rounded-lg justify-center items-center lg:items-stretch px-6 py-6 gap-4 box-border">
			<div class="flex">
				<div class="enveloppe">
					<i class="far fa-envelope text-5xl text-secondary-300"></i>
				</div>
				<div class="formulaire_nl">
					<p>
						<span class="font-bold text-xl block">Ganz Zentralasien in deiner Mailbox</span>
						Abonniert unseren wöchentlichen Newsletter					</p>
					<form class="flex w-3/4 lg:w-full" action="https://us4.list-manage.com/subscribe?u=6a15a2256d412b041fdec39e8&amp;id=d479236523" method="post" id="mc-embedded-subscribe-form" name="mc-embedded-subscribe-form" class="validate" target="_blank" novalidate="">
						<input class="flex-grow py-2 px-3 border border-primary-300 rounded-l" type="email" placeholder="Email" name="EMAIL" id="mce-EMAIL">
						<button class="bg-secondary-500 py-2 px-3 text-white rounded-r-md border border-secondary-500" type="submit" value="" name="subscribe">Registrieren</button>
					</form>

					<a href="#" class="underline text-secondary-700">Entdeckt die neueste Ausgabe</a>
				</div>	
			</div>
		</div><!-- newsletter -->
		



<p class="wp-block-paragraph"> Während einer Türkei-Reise von Kirgistans Verteidigungsministers Baktybek Bekbolotow besuchte die Delegation laut dem kirgisischen Nachrichtenportal <a href="https://kaktus.media/doc/455552_kyrgyzstan_i_tyrciia_podpisali_dorojnyu_karty_voenno_tehnicheskogo_sotrydnichestva.html">Kaktus</a> zahlreiche Einrichtungen großer Rüstungsunternehmen. Am 18. Februar <a href="https://kaktus.media/doc/454816_tyrciia_peredala_avtomobili_avtobysy_i_specsnariajenie_dlia_voennyh_kyrgyzstana_foto.html">erhielt</a> die kirgisische Armee dann türkische Ausrüstung, darunter Fahrzeuge und Schutzausrüstung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Turkmenistan hat seine Militärimporte aus der Türkei ausgeweitet. Laut dem Fachmedium <a href="https://www.defensenews.com/unmanned/2021/10/01/in-first-turkmenistan-shows-off-bayraktar-tb2-drone/">Defense News</a> gehört Aschgabat nicht nur zu den Abnehmern der Drohne Bayraktar TB2, sondern bezieht bereits seit 2010 Schnell- und Patrouillenboote. Im August 2021 erteilte Turkmenistan der türkischen Werft Dearsan einen Auftrag für eine 91 Meter lange Korvette. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Konkurrenz mit Russland und China </strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz des Kriegs in der Ukraine bekräftigt Mehmet Yüce, <em>„dass es kurzfristig nicht möglich ist, dass sich die zentralasiatischen Länder darauf einigen, das Militär eines anderen Landes als Russland in der Region zu dulden“</em>. Einer der wichtigsten russischen Stützpunkte im Ausland befindet sich in Tadschikistan. Während Ankara in Moskaus „nahem Ausland“ als Rivale wahrgenommen wird, da es die Existenz zentralasiatischer Länder als eigenständige Staaten fördert, sind die Beziehungen zwischen den beiden Ländern im Allgemeinen ambivalent.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Einerseits gibt es in verschiedenen Regionen verschiedene Probleme und Interessenkonflikte mit Russland. Andererseits wird eine partielle Zusammenarbeit mit Russland vorgeschlagen. In diesem Zusammenhang können in verschiedenen Regionen unterschiedliche Strategien verfolgt werden“</em>, so der Professor. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/die-russische-militaerbasis-in-kirgistan-wird-offiziell-erweitert/"><strong>Russische Militärbasis in Kirgistan wird erweitert </strong></a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während Moskau historisch in Zentralasien verankert ist, erscheint Peking letztlich als der Hauptkonkurrent der türkischen Politik. Laut Mehmet Yüce <em>„sollte zunächst angemerkt werden, dass China den wirtschaftlichen Einfluss Russlands in Zentralasien und die wirtschaftliche Abhängigkeit der zentralasiatischen Länder von Russland gebrochen hat. Wenn wir uns die Handelsvolumendaten im Jahr 2020 ansehen, sehen wir, dass China nicht nur für die Türkei, sondern auch für Russland ein riesiger Konkurrent ist. Denn im Jahr 2020 stellt China ein Handelsvolumen von mehr als 20 Milliarden US-Dollar (19,7 Milliarden Euro) gegenüber 15 Milliarden (14,8 Milliarden Euro) im Fall von Moskau.“</em> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Mehmet Yüce zeige dieser harte Wettbewerb, dass die Zusammenarbeit zwischen Peking und Moskau fragil ist und vor ernsthaften Herausforderungen stehe. <em>„In diesem Zusammenhang könnte die Türkei diesen Riss richtig lesen und ihn in einen Vorteil verwandeln. […] Die Türkei könnte eine Politik umsetzen, die darauf abzielt, ihre Interessen zu maximieren, indem sie ihre Kräfte mit Russland und China ausgleicht und sich ihnen nicht widersetzt“</em>, schließt der Professor. </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Paul Mougeot, Redakteur für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://novastan.org/fr/politique/la-turquie-etend-son-influence-en-matiere-de-defense-dans-les-pays-dasie-centrale/"><strong>Französischen</strong></a><strong> von Robin Roth</strong> </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/sicherheitspolitik-die-tuerkei-weitet-ihren-einfluss-in-zentralasien-aus/">Sicherheitspolitik: Die Türkei weitet ihren Einfluss in Zentralasien aus</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/sicherheitspolitik-die-tuerkei-weitet-ihren-einfluss-in-zentralasien-aus/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Tadschikistan: Schwierige Nachbarschaft mit den Taliban</title>
		<link>https://novastan.org/de/tadschikistan/tadschikistan-schwierige-nachbarschaft-mit-den-taliban/</link>
					<comments>https://novastan.org/de/tadschikistan/tadschikistan-schwierige-nachbarschaft-mit-den-taliban/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[pmougeot]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jun 2022 16:02:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Taliban]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Vereinigte Staaten]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://novastan.org/de/?p=30035</guid>

					<description><![CDATA[<p>Seitdem die Taliban in Afghanistan an die Macht gekommen sind, muss Tadschikistan seine Politik anpassen, obwohl die Spannungen zwischen beiden L&#xE4;ndern weiter zunehmen. Um seine Grenzen zu sch&#xFC;tzen, muss das Land mit ausl&#xE4;ndischen Streitkr&#xE4;ften zusammenarbeiten. Radio Azattyq, der kasachstanische Dienst von Radio Free Europe, hat am 19. Mai berichtet, dass die Taliban mehr als 200 [&#x2026;]</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/tadschikistan-schwierige-nachbarschaft-mit-den-taliban/">Tadschikistan: Schwierige Nachbarschaft mit den Taliban</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Seitdem die Taliban in Afghanistan an die Macht gekommen sind, muss Tadschikistan seine Politik anpassen, obwohl die Spannungen zwischen beiden Ländern weiter zunehmen. Um seine Grenzen zu schützen, muss das Land mit ausländischen Streitkräften zusammenarbeiten.</strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Radio Azattyq, der kasachstanische Dienst von Radio Free Europe, hat am 19. Mai <a href="https://rus.azattyq.org/a/afghanistan-taliban-tajikistan-border-truck-seizures/31861163.html">berichtet</a>, dass die Taliban mehr als 200 tadschikische Lastwagen an der afghanischen Grenze aufgehalten haben. Laut Zeugenaussagen verbot die Polizei den Truckern weiterzufahren, aber auch ihre Fahrzeuge zu verlassen. Der Sprecher der Taliban, Sabiullah Mudschahid, erklärte, man werde <em>„die Beziehungen zu Tadschikistan normalisieren und die Grenze öffnen, sobald die Parteien eine formelle Einigung über eine Reihe von Themen erzielen“</em>. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Unterstützung für die Opposition erzeugt Spannungen</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Dieser Vorfall ereignete sich vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen zwischen den beiden Ländern. In mehreren Berichten wird behauptet, dass Tadschikistan einigen Anführern der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nationale_Widerstandsfront_von_Afghanistan">Nationalen Widerstandsfront</a> nahestehe. Diese Oppositionsgruppe besteht hauptsächlich aus Angehörigen der tadschikischen Minderheit in Afghanistan. Zwar hat Duschanbe solche Behauptungen stets bestritten, jedoch hatte Tadschikistans Präsident <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Emomalij_Rahmon">Emomali Rahmon</a> im September 2021 gefordert, dass die Taliban humanitäre Hilfe für <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pandschschir">Pandschir</a> zulassen – eine Provinz Afghanistans, die sich gegen die neuen Machthaber stellt.

</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph"> Wie das tadschikische Nachrichtenportal <a href="https://asiaplustj.info/ru/news/opinion/20220511/kto-obyavil-voinu-tadzhikistan-talibam-ili-talibi-tadzhikistanu">Asia-Plus</a> berichtete, erklärte der den Taliban nahestehende ehemalige afghanische Premierminister <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gulbuddin_Hekmatyār">Gulbuddin Hekmatyar</a> am 11. Mai, dass Tadschikistan, indem es <em>„der afghanischen Opposition Asyl gewährte, Afghanistan den Krieg erklärt“</em> habe. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Über die wahre Bedeutung seiner Äußerungen streiten sich jedoch die Expert:innen. Der im gleichen Artikel zitierte Politologe Amiri Samon argumentiert, es sei <em>„kein Geheimnis, dass Tadschikistan eine Art Rückzugsgebiet&#8220;</em> für Oppositionsgruppen sei. Hekmatyars Worte wären demnach eine Warnung, die direkt von der neuen Regierung kommt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/die-taliban-fordern-gestohlene-luftfahrzeuge-von-tadschikistan-und-usbekistan-zurueck/"><strong>Die Taliban fordern „gestohlene“ Luftfahrzeuge von Tadschikistan und Usbekistan zurück </strong></a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Said Homidow, der ebenfalls in dem Artikel zitiert wird, sollten solche Bemerkungen nicht überinterpretiert werden. Hekmatyar mache wegen seiner persönlichen Erfahrung mit dem Land regelmäßig kritische Bemerkungen gegenüber Tadschikistan. Die Meinung des ehemaligen Premierministers, der mehrere Jahre keine offizielle Rolle mehr bekleidet hat, müsse nicht unbedingt jene der Taliban insgesamt sein. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Tadschikistan hält an Wehrpflicht fest </strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"> Die zahlreichen Vorfälle an der afghanischen Grenze haben die tadschikische Regierung ermutigt, die unbeliebte Wehrpflicht aufrechtzuerhalten. Hiervon sind alle männlichen Bürger zwischen 18 und 27 Jahren <a href="https://asiaplustj.info/news/tajikistan/society/20220506/chto-ozhidaet-prizivnikov-uklonyayutshihsya-ot-prohozhdeniya-voennoi-sluzhbi-v-tadzhikistane">betroffen</a>. Wird ein Betrugsversuch aufgedeckt, droht der Person eine hohe Geldstrafe oder bis zu fünf Jahre Gefängnis. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die tadschikische Armee befindet sich jedoch in einer tiefen Krise, da laut <a href="https://asiaplustj.info/ru/news/tajikistan/security/20220510/armiya-bednih-nuzhno-li-tadzhikistanu-otkazatsya-ot-srochnoi-sluzhbi">Asia-Plus</a> viele junge Menschen zum Arbeiten ins Ausland gehen, um ihrem Militärdienst zu entgehen. Um dieses Defizit auszugleichen, wendet der Staat illegale Methoden an, indem er zum Beispiel Studenten zum Militärdienst zwingt oder „Razzien“ durchführt, bei denen junge Menschen gezwungen werden, sich zu melden. Ein solch ungleiches und repressives System lässt viele Menschen auf eine Reform des Militärapparats hoffen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan:</strong><a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/zentralasien-bewahrt-angesichts-der-machtuebernahme-der-taliban-die-ruhe/"><strong>Zentralasien bewahrt angesichts der Machtübernahme der Taliban die Ruhe </strong></a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Mahdi Sobir, einem in dem Artikel zitierten Militärexperten, ist die Mehrheit der Länder in der „kapitalistischen Welt“ zur Berufsarmee übergegangen. Der ebenfalls in dem Artikel zitierte Oberst der Reserve Bahtijor Rahmonow ist der Ansicht, dass eine solche Reform das Ansehen der Streitkräfte erhöhen könnte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Soldat hält den Übergang zu einer Berufsarmee aus finanziellen Gründen jedoch für unmöglich. Einen stabilen und menschenwürdigen Lohn zu garantieren, scheint für den ärmsten Staat Zentralasiens nicht machbar zu sein. Daher muss Tadschikistan mit anderen Mächten kooperieren, um effektiver kämpfen zu können. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Allianzen, um interne Schwächen auszugleichen</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Tadschikistan muss eine lange, durchlässige Grenze verteidigen und arbeitet daher mit mehreren Großmächten zusammen. Während einer am 10. Mai organisierten <a href="https://asiaplustj.info/ru/news/tajikistan/security/20220511/ssha-i-rossiya-postroyat-pogranposti-na-tadzhiksko-afganskoi-granitse-za-millioni-dollarov">Pressekonferenz</a> erklärte <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/John_M._Pommersheim">John M. Pommersheim</a>, Botschafter der Vereinigten Staaten in Tadschikistan, dass Washington in den nächsten zwei Jahren 60 Millionen US-Dollar (56,7 Millionen Euro) für die Sicherheit des Landes bereitstellen werde. Zusätzlich zu dieser finanziellen Unterstützung wird die US-Regierung Puma-Drohnen zur Überwachung der Landesgrenzen zur Verfügung stellen.

</p>


			<div class="hp-newsletter col-span-3 lg:col-span-1 flex flex-col bg-primary-100 border-t-8 border-secondary-500 rounded-lg justify-center items-center lg:items-stretch px-6 py-6 gap-4 box-border">
			<div class="flex">
				<div class="enveloppe">
					<i class="far fa-envelope text-5xl text-secondary-300"></i>
				</div>
				<div class="formulaire_nl">
					<p>
						<span class="font-bold text-xl block">Ganz Zentralasien in deiner Mailbox</span>
						Abonniert unseren wöchentlichen Newsletter					</p>
					<form class="flex w-3/4 lg:w-full" action="https://us4.list-manage.com/subscribe?u=6a15a2256d412b041fdec39e8&amp;id=d479236523" method="post" id="mc-embedded-subscribe-form" name="mc-embedded-subscribe-form" class="validate" target="_blank" novalidate="">
						<input class="flex-grow py-2 px-3 border border-primary-300 rounded-l" type="email" placeholder="Email" name="EMAIL" id="mce-EMAIL">
						<button class="bg-secondary-500 py-2 px-3 text-white rounded-r-md border border-secondary-500" type="submit" value="" name="subscribe">Registrieren</button>
					</form>

					<a href="#" class="underline text-secondary-700">Entdeckt die neueste Ausgabe</a>
				</div>	
			</div>
		</div><!-- newsletter -->
		



<p class="wp-block-paragraph"> Auch wenn der Botschafter vor möglichen Angriffen aus Nordafghanistan warnt, schließt Washington die Errichtung einer Militärbasis auf tadschikischem Territorium jedoch aus. In 30 Jahren wurden nach Angaben der Vereinigten Staaten mehr als 330 Millionen US-Dollar (312 Millionen Euro) an Hilfe für die Sicherheit des Landes geliefert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Anders als die Vereinigten Staaten unterhält Russland seine 201. Militärbasis in Tadschikistan und signalisiert Bereitschaft, die Region vor der Bedrohung durch die Taliban zu schützen. Alexander Sternik, Beamter des russischen Außenministeriums, bekräftigte laut Angaben der russischen Nachrichtenagentur <a href="https://tass.com/defense/1350243?utm_source=novastan.org&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=novastan.org&amp;utm_referrer=novastan.org">TASS</a> am 15. Oktober 2021 Moskaus Wunsch, die Übungen mit Usbekistan und Tadschikistan fortzusetzen, <em>„solange es die alarmierende Situation [in Afghanistan] erfordert“</em>. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kasachstan/russland-und-zentralasien-bauen-gemeinsame-luftverteidigung-aus/"><strong>Russland und Zentralasien bauen gemeinsame Luftverteidigung aus </strong></a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Machtübernahme der Taliban hat Duschanbe Truppen und Ausrüstung entlang der Grenze zu Afghanistan verlegt. Wie <a href="https://www.rferl.org/a/russia-tajik-drills-afghanistan/31435014.html">Radio Free Europe</a> berichtet, haben Russland und Tadschikistan in der Folge immer wieder Militärübungen entlang der Grenze abgehalten. </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Paul Mougeot, Redakteur für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://novastan.org/fr/tadjikistan/la-politique-du-tadjikistan-face-aux-talibans/"><strong>Französischen</strong></a><strong> von Robin Roth</strong> </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/tadschikistan-schwierige-nachbarschaft-mit-den-taliban/">Tadschikistan: Schwierige Nachbarschaft mit den Taliban</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://novastan.org/de/tadschikistan/tadschikistan-schwierige-nachbarschaft-mit-den-taliban/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Russland und Zentralasien bauen gemeinsame Luftverteidigung aus</title>
		<link>https://novastan.org/de/kasachstan/russland-und-zentralasien-bauen-gemeinsame-luftverteidigung-aus/</link>
					<comments>https://novastan.org/de/kasachstan/russland-und-zentralasien-bauen-gemeinsame-luftverteidigung-aus/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chloé Pagliccia]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Sep 2021 12:18:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[GUS]]></category>
		<category><![CDATA[Luftverteidigung]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitspolitik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://novastan.org/de/?p=27703</guid>

					<description><![CDATA[<p>W&#xE4;hrend das am 27. April unterzeichnete Luftverteidigungsabkommen zwischen Russland und Tadschikistan noch ratifiziert wird, diskutiert Russland bereits &#xFC;ber eine Ausweitung des Abkommens auf Kirgistan und Kasachstan. Der Abzug der US-Truppen aus Afghanistan hat in der Region Sicherheitsbedenken geweckt. Die Macht&#xFC;bernahme der Taliban versetzt Zentralasien in Alarmbereitschaft. L&#xE4;nder wie Usbekistan und Tadschikistan bef&#xFC;rchten eine Verletzung ihrer [&#x2026;]</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/russland-und-zentralasien-bauen-gemeinsame-luftverteidigung-aus/">Russland und Zentralasien bauen gemeinsame Luftverteidigung aus</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Während das am 27. April unterzeichnete Luftverteidigungsabkommen zwischen Russland und Tadschikistan noch ratifiziert wird, diskutiert Russland bereits über eine Ausweitung des Abkommens auf Kirgistan und Kasachstan. Der Abzug der US-Truppen aus Afghanistan hat in der Region Sicherheitsbedenken geweckt.</strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Machtübernahme der Taliban versetzt Zentralasien in Alarmbereitschaft. Länder wie Usbekistan und Tadschikistan befürchten eine Verletzung ihrer Grenzen sowie Bedrohungen durch Terrorismus. Bezüglich der Landesverteidigung haben sich einige Länder der Region daher für ein engeres Bündnis mit Russland entschieden. Bereits am 27. April, als sich schon eine Verschlechterung der Situation in Afghanistan abzeichnete, beschlossen Russland und Tadschikistan den Aufbau eines <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/tadschikistan-und-russland-planen-gemeinsame-luftverteidigung/">gemeinsamen Luftverteidigungssystems</a>. Das Abkommen befindet sich derzeit im Prozess der Ratifizierung. </p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">

Die Diskussionen scheinen sich jedoch ausgeweitet zu haben. Wie die russische Nachrichtenagentur <a href="https://tass.ru/armiya-i-opk/12263025">TASS</a> berichtete, kündigte Generaloberst <a href="https://ru.wikipedia.org/wiki/Грехов,_Юрий_Николаевич">Jurij Grechow</a> am 31. August an, dass ähnliche Partnerschaftsabkommen mit Kirgistan, Kasachstan und Armenien erörtert werden. Zuvor hatte der <a href="https://mil.ru/smosng/units/coordinationcommittees/kkpvo.htm">Koordinierungsausschuss für die Luftverteidigung</a>, ein dem Verteidigungsministerrat der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinschaft_Unabhängiger_Staaten">GUS</a>) unterstehendes Gremium, in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Astrachan">Astrachan</a> getagt. Grechow ist derzeit stellvertretender Oberbefehlshaber der Luft- und Raumfahrtstreitkräfte der Russischen Föderation und zuständig für Luft- und Raketenabwehr.
</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Eine notwendige Modernisierung</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"> Mit dem Abzug des US-Militärs aus Afghanistan müssen die Regierungen Zentralasiens ein eigenes Verteidigungssystem entwickeln. Dabei handelt es sich in erster Linie um die Modernisierung von militärischem Gerät aus der Sowjetzeit, welches heute veraltet ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kasachstan/kasachstan-kauft-zwei-airbus-a400m/"><strong>Kasachstan kauft zwei Airbus A400M</strong></a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch auch eine Erhöhung der Mittel für das einheitliche Verteidigungssystem der GUS steht auf der Tagesordnung. Laut TASS umfasst dieses derzeit 19 Luftfahrteinheiten, 38 Einheiten Flugabwehrraketen, 15 Einheiten funktechnischer Truppen, neun Luftverteidigungsbrigaden und drei Einheiten im Bereich radio-elektronischer Kriegsführung. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Verstärkte Kooperation mit Russland</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Um die Ziele der Luftraumüberwachung und des Luftraumschutzes zu erreichen, wird die russische Armee ab September 2021 Ausbildungskurse für das Militär der anderen Mitgliedsländer organisieren. Wie <a href="https://tass.com/defense/1334413">TASS</a> berichtet, wird darüber hinaus vom 14. bis zum 25. September in Kasachstan das Manöver „Combat Brotherhood 2021“ durchgeführt. Luftkampfeinheiten aus Russland, Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan und Belarus werden daran teilnehmen.

</p>


			<div class="hp-newsletter col-span-3 lg:col-span-1 flex flex-col bg-primary-100 border-t-8 border-secondary-500 rounded-lg justify-center items-center lg:items-stretch px-6 py-6 gap-4 box-border">
			<div class="flex">
				<div class="enveloppe">
					<i class="far fa-envelope text-5xl text-secondary-300"></i>
				</div>
				<div class="formulaire_nl">
					<p>
						<span class="font-bold text-xl block">Ganz Zentralasien in deiner Mailbox</span>
						Abonniert unseren wöchentlichen Newsletter					</p>
					<form class="flex w-3/4 lg:w-full" action="https://us4.list-manage.com/subscribe?u=6a15a2256d412b041fdec39e8&amp;id=d479236523" method="post" id="mc-embedded-subscribe-form" name="mc-embedded-subscribe-form" class="validate" target="_blank" novalidate="">
						<input class="flex-grow py-2 px-3 border border-primary-300 rounded-l" type="email" placeholder="Email" name="EMAIL" id="mce-EMAIL">
						<button class="bg-secondary-500 py-2 px-3 text-white rounded-r-md border border-secondary-500" type="submit" value="" name="subscribe">Registrieren</button>
					</form>

					<a href="#" class="underline text-secondary-700">Entdeckt die neueste Ausgabe</a>
				</div>	
			</div>
		</div><!-- newsletter -->
		



<p class="wp-block-paragraph"> Diese von oder mit Russland durchgeführten Manöver nehmen seit dem Machtantritt der Taliban zu. So wurde im Rahmen der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Organisation_des_Vertrags_über_kollektive_Sicherheit">OVKS</a>) vom 7. bis zum 9. September in Kirgistan das Manöver Rubesch-2021 (Grenze-2021) durchgeführt, berichtet die chinesische Nachrichtenagentur <a href="http://www.xinhuanet.com/english/asiapacific/2021-09/07/c_1310173803.htm">Xinhua</a>. OVKS-Generalstabschef <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Anatoly_Sidorov">Anatolij Sidorow</a> sagte laut <a href="https://tass.ru/obschestvo/12338163">TASS</a>, dass das Manöver so durchgeführt wurde, dass die GUS-Staaten auf alle Ereignisse in Afghanistan vorbereitet seien. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/zentralasien-bewahrt-angesichts-der-machtuebernahme-der-taliban-die-ruhe/"><strong>Zentralasien bewahrt angesichts der Machtübernahme der Taliban die Ruhe </strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Generell scheinen die Abkommen über eine gemeinsame Luftverteidigung zwischen Russland und Kirgistan beziehungsweise Russland und Kasachstan kurz vor einem Abschluss zu stehen. Kirgistan durchläuft <a href="https://tass.ru/armiya-i-opk/12263025">derzeit</a> ein Verfahren der innerstaatlichen Koordinierung, nach dessen Abschluss der Entwurf des Abkommens den Verteidigungsministern beider Länder zur Unterzeichnung vorgelegt werden kann. Mit Kasachstan ist laut <a href="https://tass.com/defense/1332557">TASS</a> bereits für April 2022 eine gemeinsame militärische Luftverteidigungsübung geplant. Das Ziel: <em>„Die Funktionsweise des gemeinsamen regionalen Luftverteidigungssystems Russland-Kasachstan zu demonstrieren“.</em></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Chloé Pagliccia, Redakteurin für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://novastan.org/fr/politique/la-russie-construit-une-zone-de-defense-aerienne-partagee-avec-lasie-centrale/"><strong>Französischen</strong></a><strong> von Robin Roth</strong> </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/russland-und-zentralasien-bauen-gemeinsame-luftverteidigung-aus/">Russland und Zentralasien bauen gemeinsame Luftverteidigung aus</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://novastan.org/de/kasachstan/russland-und-zentralasien-bauen-gemeinsame-luftverteidigung-aus/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Afghanistankrise: Bundesaußenminister Maas zu Gast in Usbekistan und Tadschikistan</title>
		<link>https://novastan.org/de/tadschikistan/afghanistankrise-bundesaussenminister-maas-zu-gast-in-usbekistan-und-tadschikistan/</link>
					<comments>https://novastan.org/de/tadschikistan/afghanistankrise-bundesaussenminister-maas-zu-gast-in-usbekistan-und-tadschikistan/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robin Roth]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Sep 2021 07:45:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien & Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Heiko Maas]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Taliban]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://novastan.org/de/?p=27595</guid>

					<description><![CDATA[<p>Angesichts der Macht&#xFC;bernahme der Taliban in Afghanistan ist Bundesau&#xDF;enminister Heiko Maas nach Usbekistan und Tadschikistan gereist, um die Zusammenarbeit in Bezug auf das s&#xFC;dliche Nachbarland zu koordinieren. W&#xE4;hrend bei den Gespr&#xE4;chen in Taschkent ein Schwerpunkt auf der deutschen Evakuierungsmission lag, standen in Duschanbe sicherheitspolitische Fragen im Fokus. Bundesau&#xDF;enminister Heiko Maas ist am 29. August zu [&#x2026;]</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/afghanistankrise-bundesaussenminister-maas-zu-gast-in-usbekistan-und-tadschikistan/">Afghanistankrise: Bundesaußenminister Maas zu Gast in Usbekistan und Tadschikistan</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Angesichts der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan ist Bundesaußenminister Heiko Maas nach Usbekistan und Tadschikistan gereist, um die Zusammenarbeit in Bezug auf das südliche Nachbarland zu koordinieren. Während bei den Gesprächen in Taschkent ein Schwerpunkt auf der deutschen Evakuierungsmission lag, standen in Duschanbe sicherheitspolitische Fragen im Fokus.</strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bundesaußenminister Heiko Maas ist am 29. August zu einer dreitägigen Reise in die Türkei sowie nach Usbekistan, Tadschikistan, Pakistan und Katar aufgebrochen. Die Reise erfolgt vor dem Hintergrund der Machtübernahme durch die radikalislamischen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Taliban">Taliban</a> im benachbarten Afghanistan. Diese hatten Mitte August die afghanische Hauptstadt Kabul eingenommen, westliche Staaten hatten daraufhin begonnen, eigene Staatsangehörige und afghanische Ortskräfte auszufliegen. </p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Einige der Staaten, in die ich heute reise, hatten erheblichen Anteil am Gelingen unserer Evakuierungsmission und daran, dass mehr als 5000 Menschen mit Flügen der Bundeswehr Afghanistan verlassen konnten. Ich möchte mich hierfür im Namen der Bundesregierung bedanken und darauf hinwirken, dass die internationale Zusammenarbeit auch in der kritischen Phase fortgeführt wird, die jetzt beginnt“</em>, erklärte Maas laut <a href="https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/maas-zentralasien-pakistan/2478648">Auswärtigem Amt</a> vor seiner Abreise. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/die-taliban-vor-den-toren-zentralasiens-was-sind-die-folgen/"><strong>Die Taliban vor den Toren Zentralasiens: Was sind die Folgen? </strong></a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem die Evakuierungsflüge der Bundeswehr am 26. August eingestellt worden waren, befinden sich weiterhin deutsche Staatsangehörige, ehemalige Ortskräfte und andere schutzbedürftige Afghan:innen im Land. Das Ziel des Ministers sei es, über weitere Ausreisewege für diese Personengruppen sowie über die sicherheitspolitischen Folgen zu sprechen. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Zusammenarbeit mit Usbekistan&#8230;</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"> In der usbekischen Hauptstadt Taschkent traf der Bundesaußenminister am 30. August seinen usbekischen Amtskollegen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Abdulaziz_Komilov">Abdulaziz Komilov</a>. Wie die usbekische Onlinezeitung <a href="https://www.gazeta.uz/ru/2021/08/30/germany/">Gazeta.uz</a> mit Verweis auf das nationale Außenministerium berichtete, dankte Maas der usbekischen Seite für die Hilfe bei der Organisation der Evakuierung deutscher und anderer ausländischer Staatsbürger aus Afghanistan. Für die deutsche Evakuierungsmission war insbesondere der Flughafen von Taschkent ein essentieller Hub. Wie das usbekische Außenministerium <a href="https://mfa.uz/ru/press/news/2021/o-vstreche-s-glavoy-mid-frg---30213">mitteilte</a>, erklärten sich beide Seiten bereit, die enge Zusammenarbeit in Bezug auf Afghanistan fortzusetzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während sich Taschkent in Bezug auf die Ausgestaltung dieser Zusammenarbeit bedeckt hält, brachte Maas via <a href="https://twitter.com/HeikoMaas/status/1432232377208684544">Twitter</a><em>„Ausreisemöglichkeiten auf dem Luft- und Landweg für Deutsche und für afghanische Ortskräfte“</em> ins Spiel, wobei die Details noch ausverhandelt werden würden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zumindest auf dem Landweg scheint eine Ausreise aus Afghanistan aber nicht zur Debatte zu stehen. So hatte unter anderem <a href="https://www.reuters.com/world/asia-pacific/uzbekistan-ready-help-germany-with-afghanistan-evacuations-minister-says-2021-08-30/">Reuters</a> am Morgen des 30. August berichtet, dass Maas gegenüber Journalist:innen gesagt habe, Usbekistan sei bereit, die Grenzen für Flüchtende zu öffnen, wenn diese auf einer deutschen Evakuierungsliste stehen würden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Angaben wurden jedoch umgehend vom usbekischen Außenministerium dementiert. Wie das usbekische Nachrichtenportal <a href="https://kun.uz/ru/news/2021/08/30/v-mid-prokommentirovali-soobshcheniya-ob-otkrytii-granits-s-afganistanom">Kun.uz</a> berichtet, sei eine Öffnung des Grenzübergangs in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Termiz">Termiz</a> nicht geplant. Des Weiteren werde Usbekistan keine afghanischen Flüchtende aufnehmen, sondern nur Unterstützung beim Transit leisten. <em>„Jegliche Versuche, die Grenze zu überschreiten, unabhängig von ihren Gründen, werden gemäß den Rechtsvorschriften der Republik Usbekistan unterdrückt,“ </em>zitieren die Journalist:innen von Kun.uz aus einer Mitteilung des Ministeriums. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>… und Tadschikistan</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"> Im Anschluss an seinen Besuch in Taschkent flog Maas weiter in die tadschikische Hauptstadt Duschanbe. Wie das tadschikische Nachrichtenportal <a href="https://asiaplustj.info/ru/news/tajikistan/politics/20210830/emomali-rahmon-prinyal-federalnogo-ministra-inostrannih-del-germanii-haiko-maasa">Asia-Plus</a> berichtet, stand beim Treffen mit Staatspräsident <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Emomalij_Rahmon">Emomali Rahmon</a> ebenfalls die Situation in Afghanistan im Zentrum der Gespräche. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Bei meinen Gesprächen in Tadschikistan haben wir eine enge politische Zusammenarbeit in der Afghanistan-Krise vereinbart. Wir werden die Länder der Region und die Menschen in Afghanistan unterstützen und stellen dafür 500 Mio. € an Soforthilfe bereit“</em>, <a href="https://twitter.com/HeikoMaas/status/1432327483836227586">twitterte</a> der Bundesaußenminister.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Seiten nutzten das Gespräch, um auszuloten, wie mit den neusten Entwicklungen in Afghanistan umgegangen werden soll. Laut Asia-Plus betonte Tadschikistans Präsident, dass ein wichtiger Faktor zur Stabilisierung der Lage die Bildung einer inklusiven Regierung unter Beteiligung aller ethnischer Gruppen sei. Nach Angaben des amerikanischen Nachrichtenportals <a href="https://thediplomat.com/2021/08/tajikistan-wont-recognize-a-taliban-only-afghan-government/">The Diplomat</a> gelten Tadschik:innen mit rund 25 Prozent der Bevölkerung als zweitgrößte ethnische Gruppe Afghanistans nach den Paschtun:innen. </p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://2ff41361.sibforms.com/serve/MUIFAD3kOVgHRZMEzVL0tQuvV__Lm5slYuTqY-DEgdyDpH9WazOpCwYD2CLbIZdPKxyD_Mnaw2SKMY78StG6vCfPNIE1HcIumNXgnjsKyqsb8MuZ5Ng1jN3cNsBhf4SSp2VDJAgy_38b6jiUL7aU6Y-RaIAVhUpNqW1tNwmWOB-8YcNp9LBWEk57rUlkszlx_tQ8qxYED63Sz6UU">mit einem Klick.</a></span></strong></span></p>



<p class="wp-block-paragraph"> Darüber hinaus forderte Rahmon die aktive Beteiligung aller Weltmächte, um die Krise beizulegen. <em>„In dieser äußerst schwierigen Situation sollten die Weltmächte nicht abseitsstehen und alles daransetzen, die Lage im Nachbarland zu stabilisieren, sonst droht Afghanistan ein langwieriger Bürgerkrieg&#8220;</em>, erklärte das tadschikische Staatsoberhaupt laut Asia-Plus. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/tadschikistan-und-russland-planen-gemeinsame-luftverteidigung/"><strong>Tadschikistan und Russland planen gemeinsame Luftverteidigung </strong></a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bereitschaft dazu, durch Verhandlungen und die Bildung einer offenen Regierung zur Stabilisierung der Lage beitragen, sagte Maas zu. Von allen Gedankenspielen über die Zukunft Afghanistans abgesehen, dürften aber vor allem die sicherheitspolitischen Vereinbarungen für Tadschikistan von Bedeutung sein. So ging es in den Gesprächen auch um deutsche Hilfe dabei, die 1357 Kilometer lange tadschikisch-afghanischen Grenze gegen Terrorismus, Extremismus und grenzüberschreitende Kriminalität zu schützen. </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Robin Roth, Redakteur für Novastan</strong> </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/afghanistankrise-bundesaussenminister-maas-zu-gast-in-usbekistan-und-tadschikistan/">Afghanistankrise: Bundesaußenminister Maas zu Gast in Usbekistan und Tadschikistan</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://novastan.org/de/tadschikistan/afghanistankrise-bundesaussenminister-maas-zu-gast-in-usbekistan-und-tadschikistan/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wladimir Putin schlägt den USA die Nutzung russischer Militärstützpunkte in Zentralasien vor</title>
		<link>https://novastan.org/de/kasachstan/wladimir-putin-schlaegt-den-usa-die-nutzung-russischer-militaerstuetzpunkte-in-zentralasien-vor/</link>
					<comments>https://novastan.org/de/kasachstan/wladimir-putin-schlaegt-den-usa-die-nutzung-russischer-militaerstuetzpunkte-in-zentralasien-vor/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Margarita Danilova]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Jul 2021 16:28:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Turkmenistan]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Militärbasis]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://novastan.org/de/?p=27352</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 16. Juni hat Wladimir Putin den USA vorgeschlagen, russische Milit&#xE4;rst&#xFC;tzpunkte in Zentralasien zu nutzen, um Informationen &#xFC;ber die Lage in Afghanistan zu sammeln. Will Russland so versuchen, neue US-Milit&#xE4;rst&#xFC;tzpunkte in der Region zu verhindern? Angesichts der derzeit angespannten Beziehungen zwischen Washington und Moskau &#xFC;berraschte der Vorschlag. Am 16. Juni hat Russlands Pr&#xE4;sident Wladimir Putin [&#x2026;]</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/wladimir-putin-schlaegt-den-usa-die-nutzung-russischer-militaerstuetzpunkte-in-zentralasien-vor/">Wladimir Putin schlägt den USA die Nutzung russischer Militärstützpunkte in Zentralasien vor</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Am 16. Juni hat Wladimir Putin den USA vorgeschlagen, russische Militärstützpunkte in Zentralasien zu nutzen, um Informationen über die Lage in Afghanistan zu sammeln. Will Russland so versuchen, neue US-Militärstützpunkte in der Region zu verhindern?</strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Angesichts der derzeit angespannten Beziehungen zwischen Washington und Moskau überraschte der Vorschlag. Am 16. Juni hat Russlands Präsident Wladimir Putin seinem amerikanischen Amtskollegen Joe Biden den Zugang zu russischen Militärstützpunkten in Tadschikistan und Kirgistan angeboten. Diese zuvor geheim gehaltenen Informationen wurden am 17. Juli von der russischen Tageszeitung <a href="https://www.kommersant.ru/doc/4907714#id2084593">Kommersant</a> enthüllt. Laut russischen Medienquellen sind die USA diesem Vorschlag aber bislang nicht gefolgt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/die-taliban-vor-den-toren-zentralasiens-was-sind-die-folgen/?noredirect=de-DE">Die Taliban vor den Toren Zentralasiens: Was sind die Folgen?</a></strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während sich die US-Streitkräfte nach zwanzig Jahren Krieg aus Afghanistan zurückziehen, erklärten die Taliban laut <a href="https://www.leparisien.fr/international/afghanistan-les-talibans-disent-controler-desormais-85-du-territoire-afghan-09-07-2021-SMXYQ5UQ7VHPVKRRIJQB42XJIA.php">Agence France Press (AFP)</a> am 9. Juli die Kontrolle über 85 Prozent des Landes zu haben. Dies bereitet Moskau echte Kopfschmerzen. Wie die Agentur <a href="https://www.reuters.com/world/russia-offered-us-use-central-asia-bases-afghan-intel-paper-2021-07-17/">Reuters</a> berichtete, befürchte es einen Flüchtlingsstrom in die Staaten Zentralasiens sowie eine Destabilisierung der Sicherheitslage an seiner südlichen Verteidigungsflanke. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Seit 2014 ohne Stützpunkt
</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Bis 2005 verfügten die USA über einen eigenen Militärstützpunkt in Usbekistan, bis 2014 über einen in Kirgistan. Von dort zogen sie sich jedoch auf Wunsch der örtlichen Behörden und auf Druck Moskaus zurück.

</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">

Mit dem im Februar 2020 <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/was-bedeutet-das-abkommen-zwischen-den-taliban-und-den-usa-fuer-zentralasien/">mit den Taliban geschlossenen Abkommen</a> wurde der Rückzug der US-Truppen aus Afghanistan eingeleitet. Wie die <a href="https://www.nytimes.com/2021/04/15/us/politics/united-states-al-qaeda-afghanistan.html">New York Times</a> Mitte April enthüllte, streben die USA infolgedessen einen Rückzug nach Zentralasien an. Usbekistan und Tadschikistan könnten einem amerikanischen Stützpunkt zustimmen, doch die Verhandlungen sind bislang gescheitert. Hinter den Kulissen arbeitet die russische Diplomatie daran, eine mögliche Rückkehr von US-Stützpunkten in die Region zu verhindern, berichtet der russische Radiosender <a href="https://echo.msk.ru/news/2872642-echo.html">Echo Moskwy</a>.
</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Russische Militärpräsenz in Zentralasien</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Hier kommt der russische Vorschlag ins Spiel. Moskau würde den USA die Nutzung des im Oktober 2004 errichteten 201. russischen Militärstützpunkts in Tadschikistan überlassen. Russland unterhält außerdem eine Garnison in der Hauptstadt Duschanbe und in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qurghonteppa">Bochtar</a> im Südwesten des Landes. <em>„Es handelt sich Russlands größte Militäranlage außerhalb seiner Grenzen. Die Basis besteht aus mechanisierter Artillerie, Aufklärungs- und Flugabwehrraketen sowie anderen Einheiten und einer Luftgruppe&#8220;</em>, berichtet die russische Mediengruppe <a href="https://www.rbc.ru/politics/17/07/2021/60f27f5a9a7947578ae41c0c">RBK</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer russischer Militärstützpunkt existiert in Kirgistan, in der unweit der Hauptstadt Bischkek gelegenen Stadt <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kant_(Kirgisistan)">Kant</a>. Der seit 2003 aktive Luftwaffenstützpunkt beherbergt nach Berichten von RBK <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Suchoi_Su-25">Su-25</a>-Flugzeuge und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mil_Mi-8">MI-8MTV</a>-Hubschrauber. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Hoffen auf eine bessere Option</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Washington scheint aber auf bessere Optionen zu hoffen. Am 2. Juli berichteten die Agenturen <a href="https://www.bloomberg.com/news/articles/2021-07-02/u-s-asks-central-asian-nations-to-take-afghans-seeking-visas">Bloomberg</a> und <a href="https://www.reuters.com/world/asia-pacific/us-looks-into-having-3-central-asian-states-take-at-risk-afghans-sources-2021-07-02/">Reuters</a>, dass die US-Regierung Gespräche mit Kasachstan, Tadschikistan und Usbekistan führe. Die Vereinigten Staaten möchten, dass diese Länder vorübergehend fast 9.000 Afghan:innen aufnehmen, die mit amerikanischen Streitkräften zusammengearbeitet haben und jetzt von den Taliban bedroht werden.

</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://2ff41361.sibforms.com/serve/MUIFAD3kOVgHRZMEzVL0tQuvV__Lm5slYuTqY-DEgdyDpH9WazOpCwYD2CLbIZdPKxyD_Mnaw2SKMY78StG6vCfPNIE1HcIumNXgnjsKyqsb8MuZ5Ng1jN3cNsBhf4SSp2VDJAgy_38b6jiUL7aU6Y-RaIAVhUpNqW1tNwmWOB-8YcNp9LBWEk57rUlkszlx_tQ8qxYED63Sz6UU">mit einem Klick.</a></span></strong></span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Bloomberg wäre eine solche Übereinkunft Teil eines größeren Abkommens, das die Zusammenarbeit zwischen den USA und den zentralasiatischen Staaten stärken soll. Im Rahmen des Washington-Besuchs der Außenminister von Usbekistan und Tadschikistan schlugen die USA am 2. Juli ein Abkommen vor, das ihnen die Durchführung von Geheimdienst-, Überwachungs- und Aufklärungsoperationen vom Gebiet der betroffenen Länder aus ermöglichen würde. Mehr oder weniger das, was auch Russland vorgeschlagen hat. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie das US-Außenministerium <a href="https://www.state.gov/joint-statement-of-the-c51-on-the-international-conference-central-and-south-asia-regional-connectivity-challenges-and-opportunities/">mitteilte</a>, fand am 15. Juli fand in Taschkent ein Treffen im Format &#8222;C5+1&#8220; zwischen den Außenministern der zentralasiatischen Staaten und einer US-Delegation statt. Hauptthema des Treffens war nach Angaben des <a href="https://mfa.gov.kg/ru/osnovnoe-menyu/press-sluzhba/novosti/v-gtashkent-delegaciya-kyrgyzskoy-respubliki-prinyala-uchastie-v-ocherednoy-vstreche-v-formate-s51-kazahstan-kyrgyzstan-tadzhikistan-turkmenistan-uzbekistan-i-ssha">kirgisischen Außenministeriums</a> die Lage in Afghanistan im Zusammenhang mit dem Abzug der Koalitionstruppen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/die-amerikanische-zentralasienstrategie-echte-veraenderungen-oder-alter-wein-in-neuen-schlaeuchen/">Die amerikanische Zentralasienstrategie – Echte Veränderungen oder alter Wein in neuen Schläuchen?</a></strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Washington hätte dieses offizielle Treffen der Zeitpunkt sein können, das Abkommen abzuschließen. Dies ließ sich aber nicht umsetzen. <em>„Bisher hat […] keiner der Verbündeten Russlands in Zentralasien seine Absicht bekundet, den Vereinigten Staaten die Stationierung militärischer Einrichtungen auf ihrem Territorium zu gestatten&#8220;</em>, sagte Russlands Außenminister <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sergei_Wiktorowitsch_Lawrow">Sergej Lawrow</a> gegenüber dem <a href="https://www.kommersant.ru/doc/4907714#id2080319">Kommersant</a>. </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Margarita Danilova, Redakteurin für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://novastan.org/fr/kazakhstan/vladimir-poutine-propose-aux-etats-unis-dutiliser-les-bases-militaires-russes-en-asie-centrale/">Französischen</a> von Robin Roth</strong> </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/wladimir-putin-schlaegt-den-usa-die-nutzung-russischer-militaerstuetzpunkte-in-zentralasien-vor/">Wladimir Putin schlägt den USA die Nutzung russischer Militärstützpunkte in Zentralasien vor</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://novastan.org/de/kasachstan/wladimir-putin-schlaegt-den-usa-die-nutzung-russischer-militaerstuetzpunkte-in-zentralasien-vor/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Taliban vor den Toren Zentralasiens: Was sind die Folgen?</title>
		<link>https://novastan.org/de/tadschikistan/die-taliban-vor-den-toren-zentralasiens-was-sind-die-folgen/</link>
					<comments>https://novastan.org/de/tadschikistan/die-taliban-vor-den-toren-zentralasiens-was-sind-die-folgen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Etienne Combier]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Jul 2021 12:53:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Turkmenistan]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Taliban]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://novastan.org/de/?p=27236</guid>

					<description><![CDATA[<p>W&#xE4;hrend die Taliban die Grenzgebiete zu Tadschikistan, Usbekistan und Turkmenistan kontrollieren, bleibt die Lage mit Afghanistan unklar. Gefechte zwischen den Taliban und afghanischen Regierungstruppen veranlassten letztere, nach Usbekistan und Tadschikistan zu fliehen, bevor sie von dort nach Hause geschickt wurden. Auf Seiten Washingtons geben einige Analyst:innen der afghanischen Regierung maximal sechs Monate, bis sie von [&#x2026;]</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/die-taliban-vor-den-toren-zentralasiens-was-sind-die-folgen/">Die Taliban vor den Toren Zentralasiens: Was sind die Folgen?</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Während die Taliban die Grenzgebiete zu Tadschikistan, Usbekistan und Turkmenistan kontrollieren, bleibt die Lage mit Afghanistan unklar. Gefechte zwischen den Taliban und afghanischen Regierungstruppen veranlassten letztere, nach Usbekistan und Tadschikistan zu fliehen, bevor sie von dort nach Hause geschickt wurden. Auf Seiten Washingtons geben einige Analyst:innen der afghanischen Regierung maximal sechs Monate, bis sie von den Taliban gestürzt wird. Kann ein instabiles Afghanistan ein Risiko für zentralasiatische Regierungen darstellen?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Erneut rücken die Taliban in Afghanistan vor. Seit dem 4. Mai und dem Beginn des Abzugs der US-Truppen haben die Taliban laut <a href="https://www.reuters.com/world/asia-pacific/taliban-launches-huge-afghan-offensive-after-deadline-us-pullout-2021-05-04/">Reuters</a> mehrere lokale Offensiven gestartet. Nach und nach stärken die bewaffneten Islamisten ihre Position im Land. Nach Angaben des amerikanischen Fachportals <a href="https://www.longwarjournal.org/archives/2021/06/taliban-doubles-number-of-controlled-afghan-districts-since-may-1.php">The Long War</a> kontrollierten die Taliban am 29. Juni fast 40 Prozent der Bezirke im Land. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Beginn der Offensive steht im Zusammenhang mit dem im Februar 2020 in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Doha">Doha</a> unterzeichneten <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/was-bedeutet-das-abkommen-zwischen-den-taliban-und-den-usa-fuer-zentralasien/">Abkommen zwischen den USA und den Taliban</a>, das einen Rückzug von US-Truppen ab dem 1. Mai vorsah. Mit dem Amtsantritt von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Joe_Biden">Joe Biden</a> im Januar 2021 wurde der vollständige Rückzug auf den 11. September 2021 angesetzt. Wie das auf Zentralasien spezialisierte, russische Nachrichtenportal <a href="https://fergana.site/articles/122279/">Fergana News</a> berichtet, führen die Taliban einen Zermürbungskrieg mit zahlreichen Angriffen und lokalen Eroberungen. Gleichzeitig soll der Abzug der Amerikaner:innen bis Mitte des Sommers umgesetzt werden. Der 11. September ist nur symbolisch. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Tadschikistan ist isoliert</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Zu den von den Taliban eroberten Bezirken zählen insbesondere die Grenzgebiete zu Turkmenistan, Usbekistan und Tadschikistan. Am 21. Juni sind afghanische Truppen <a href="https://khovar.tj/rus/2021/06/o-situatsii-na-severe-afganistana-zayavlenie-press-tsentra-pogranichnyh-vojsk-gknb-respubliki-tadzhikistan/">nach Tadschikistans geflohen</a>, nachdem die Taliban den Grenzort <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schir_Chan_Bandar">Schir Khan Bandar</a> eingenommen hatten. 134 Soldaten wurden auf tadschikischem Territorium aufgenommen, bevor sie nach Afghanistan zurückgebracht wurden. Das <a href="https://mfa.uz/en/press/news/2021/statement-of-the-ministry-of-foreign-affairs-of-the-republic-of-uzbekistan---29903">usbekische Außenministerium</a> teilte am 24. Juni mit, dass tags zuvor 53 afghanische Soldaten versucht hatten, nach einem Angriff der Taliban die Grenze zu Usbekistan zu überschreiten. Sie wurden direkt nach Afghanistan zurückgeführt.

</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Tadschikistan ist die Situation auch aus wirtschaftlicher Sicht besorgniserregend. Wie das tadschikische Nachrichtenportal Asia-Plus berichtet, ist Schir Khan Bandar eine der wichtigsten Grenzübergänge, über den insbesondere Importe aus Südasien und dem Iran in das zentralasiatische Binnenland gelangen. Da <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kirgistan-schliesst-seine-grenze-zu-tadschikistan/?noredirect=de-DE">die Grenze zu Kirgistan im Norden geschlossen</a> und jene zu Usbekistan und China schwer zu passieren ist, befindet sich Duschanbe vorübergehend in Isolation. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Kabuler Regierung in Gefahr</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"> Für Usbekistan und Turkmenistan besteht das Risiko vor allem in Bezug auf die Sicherheit. <em>„Die zentralasiatischen Republiken sind sich der Gefahr bewusst und bereiten sich darauf vor, dass die Taliban ihre Nachbarn im Süden werden“</em>, erläutert Konstantin Kuryljew, Professor für Internationale Beziehungen an der Universität der Volksfreundschaft in Moskau, gegenüber Novastan. Wie das <a href="https://www.wsj.com/articles/afghan-government-could-collapse-six-months-after-u-s-withdrawal-new-intelligence-assessment-says-11624466743?st=wt75cs3qnagkbsb&amp;reflink=article_copyURL_share">Wall Street Journal</a> berichtete, schätzen US-Geheimdienste, dass die Regierung von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aschraf_Ghani">Aschraf Ghani</a> sechs Monate nach dem Abzug der US-Truppen gestürzt werden könne. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/was-bedeutet-das-abkommen-zwischen-den-taliban-und-den-usa-fuer-zentralasien/">Was bedeutet das Abkommen zwischen den Taliban und den USA für Zentralasien? </a></strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sicherheitslage hänge aber nicht nur mit der Kontrolle der Grenzen zusammen, meint Alexander Knjasjew. <em>„In den 1990er Jahren, bis 2001 wurde der größte Teil der Grenze von den Taliban kontrolliert. Und dies stellte keine Bedrohung für die Länder Zentralasiens dar“</em>, erklärt der russische Analyst gegenüber Novastan. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Objektiv gibt es für die zentralasiatischen Länder keinen Unterschied zwischen den Taliban, der Regierung oder lokalen Milizen, wenn es um die Grenzkontrolle geht. Es gibt kein einziges Beispiel für eine militärische Bedrohung durch die Taliban“</em>, fügt Knjasjew hinzu. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>„Eine Machtübernahme der Taliban ist unrealistisch“</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"> Eine der Unsicherheiten der aktuellen Lage besteht darin, ob die Taliban tatsächlich an die Macht kommen. <em>„Die Machtergreifung der Taliban ist unrealistisch, ihre Offensive geht bereits zu Ende. Die Taliban haben nicht die Ressourcen, um einen großen Teil des Territoriums zu erobern und zu kontrollieren“</em>, meint Alexander Knjasjew. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Die Taliban-Führung versteht, dass eine Machtergreifung allein durch den militärischen Aspekt unrealistisch ist, was sie dazu veranlasst, an verschiedenen Verhandlungsformaten teilzunehmen“</em>, fügte der russische Analyst hinzu. So diskutieren die Taliban offiziell mit Usbekistan [<a href="https://novastan.org/fr/ouzbekistan/retour-sur-la-politique-etrangere-de-louzbekistan-en-2020/">fr</a>/<a href="https://hook.report/2021/01/mir-drujba-jvachka/">ru</a>] und <a href="https://novastan.org/de/turkmenistan/turkmenistan-empfaengt-die-taliban/?noredirect=de-DE">Turkmenistan</a> sowie mit der Regierung von Ashraf Ghani oder den USA. Laut Knjasjew soll die aktuelle Offensive die Taliban in eine gute Verhandlungsposition bringen. </p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://2ff41361.sibforms.com/serve/MUIFAD3kOVgHRZMEzVL0tQuvV__Lm5slYuTqY-DEgdyDpH9WazOpCwYD2CLbIZdPKxyD_Mnaw2SKMY78StG6vCfPNIE1HcIumNXgnjsKyqsb8MuZ5Ng1jN3cNsBhf4SSp2VDJAgy_38b6jiUL7aU6Y-RaIAVhUpNqW1tNwmWOB-8YcNp9LBWEk57rUlkszlx_tQ8qxYED63Sz6UU">mit einem Klick.</a></span></strong></span></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Selbst für den Fall, dass die Regierung von Ashraf Ghani zusammenbricht, ist nicht zu erwarten, dass die Taliban den postsowjetischen Raum angreifen“</em>, meint Konstantin Kuryljew. <em>„Der Aufbau konstruktiver Beziehungen zu den Nachbarländern wird für die Taliban, die nach internationaler Anerkennung streben, eine Priorität sein“</em>, erklärt Alexander Knjasjew. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/turkmenistan/turkmenistan-empfaengt-die-taliban/">Turkmenistan empfängt die Taliban </a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Die Taliban wissen, wie man Diplomatie macht. Ein direkter Konflikt mit ihren zentralasiatischen Partnern wäre kontraproduktiv, da sie eine Verbindung mit der </em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Turkmenistan-Afghanistan-Pakistan-Pipeline"><em>TAPI</em></a><em>-Pipeline, aber auch Hochspannungsleitungen zwischen Afghanistan und Usbekistan benötigen“</em>, erklärt Emmanuel Dupuy, Direktor des Think Tanks „Institut für Perspektiven und Sicherheit in Europa (IPSE)“, gegenüber Novastan. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Der Schlüssel zur Zusammenarbeit oder zum Dialog liegt in dem Versprechen, das die Taliban den Präsidenten Usbekistans und Turkmenistans gegeben haben, ihren Dschihad nicht über die afghanischen Grenzen hinaus zu exportieren“</em>, fügt der französische Beobachter hinzu. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Die zentralasiatischen Staaten warten ab</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"> Angesichts dieser Situation haben die zentralasiatischen Staaten eine abwartende Haltung eingenommen. Das gilt insbesondere für Usbekistan, das bei den Verhandlungen mit den Taliban an vorderster Front stand. <em>„Das Beste für Usbekistan wäre eine wohlwollende Neutralität gegenüber denen, die unweigerlich an die Macht kommen werden“</em>, meint Emmanuel Dupuy. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Es ist ein Bürgerkrieg. Jede aktive Unterstützungfür die Kabuler Regierung vonseiten der zentralasiatischen Länder könnte extremistische und terroristische Gruppen innerhalb der eigenen Grenzen provozieren. Das ist eine echte Bedrohung für ihre Sicherheit“</em>, erläutert Alexander Knjasjew. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/die-taliban-sind-auch-ein-teil-der-afghanischen-gesellschaft-ein-interview-mit-dem-afghanistan-beauftragten-des-usbekischen-praesidenten/">„Die Taliban sind auch ein Teil der afghanischen Gesellschaft“ – ein Interview mit dem Afghanistan-Beauftragten des usbekischen Präsidenten </a></strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Lage in Afghanistan wird daher von den zentralasiatischen Staaten aufmerksam beobachtet, ohne dass diese jedoch eingreifen. Derweil haben sich andere internationale Akteure diplomatisch in die Situation eingemischt. So übermittelte am 23. Juni die russische Nachrichtenagentur <a href="https://tass.com/politics/1306243">TASS</a> die Besorgnis des Kremls über die Lage an der tadschikisch-afghanischen Grenze. Bereits Anfang Mai war während des <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/bilaterale-gespraeche-und-siegesparade-tadschikistans-praesident-rahmon-zu-besuch-in-moskau/?noredirect=de-DE">Moskau-Besuchs</a> von Tadschikistans Präsidenten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Emomalij_Rahmon">Emomali Rahmon</a> eine Ausweitung der russischen Militärpräsenz in dem zentralasiatischen Land in Aussicht gestellt worden. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Die SCO im Hintergrund</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"> Wie die <a href="https://www.nytimes.com/2021/04/15/us/politics/united-states-al-qaeda-afghanistan.html">New York Times</a> Mitte April bekanntgab, scheinen die USA nach wie vor an einem Stützpunkt in Zentralasien interessiert zu sein. Obwohl bisher keines der zentralasiatischen Länder die Bereitschaft dazu gezeigt hat, könnten Usbekistan oder Tadschikistan einen solchen Stützpunkt beherbergen. Bisher sind die Verhandlungen dazu jedoch gescheitert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut einem Bericht der South China Morning Post hat sich die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Shanghaier_Organisation_für_Zusammenarbeit">Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO)</a> unter der Führung von Beijing und Moskau positioniert, um nach dem Abzug der Amerikaner <em>„Afghanistan zu stabilisieren&#8220;</em>. Außer Turkmenistan sind alle zentralasiatischen Länder Mitglieder der SCO, was sie zu einem mächtigen Instrument machen könnte. <em>„Diese Führungsposition wäre realistisch, vor allem da China den Traum hegt, eine Militärbasis im </em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wachandarja"><em>Wachan</em></a><em>-Tal zu errichten“</em>, fügt Emmanuel Dupuy hinzu. China verfügt bereits über eine <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/geheime-chinesische-militaerbasis-in-tadschikistan-entdeckt/">Basis in Tadschikistan</a>, wenn auch inoffiziell. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/geheime-chinesische-militaerbasis-in-tadschikistan-entdeckt/"><strong>Geheime chinesische Militärbasis in Tadschikistan entdeckt </strong></a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Konstantin Kuryljew sieht die Rolle der SCO weniger weitreichend. <em>„Die SCO-Staaten sind nicht bereit, sich in militärische Angelegenheiten einzumischen. Ihr Ziel ist es, dem afghanischen Volk zu helfen, Frieden zu stiften und wenn möglich Kooperationen aufzubauen, damit das Wirtschaftsleben möglichst bald wieder aufgenommen wird. Allerdings kann die anti-terroristische Struktur der SCO eine wichtige Rolle bei der regionalen Stabilisierung spielen“</em>, schließt der Experte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie das amerikanische Portal <a href="https://thediplomat.com/2021/06/chinas-afghanistan-challenge-and-the-central-asian-dilemma/">The Diplomat</a> feststellt, hat China bereits wichtige Beziehungen zu Afghanistan aufgebaut, ohne sich militärisch zu engagieren. Es bleibt abzuwarten, wie und wann die Verhandlungen zwischen den Taliban und der Regierung von Ashraf Ghani wieder aufgenommen werden. In der Zwischenzeit bleiben die Staaten Zentralasiens in Alarmbereitschaft. </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Etienne Combier, Chefredakteur von Novastan France</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://novastan.org/fr/decryptage/les-talibans-de-nouveau-aux-portes-de-lasie-centrale-quelles-consequences/"><strong>Französischen</strong></a><strong> von Robin Roth</strong> </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/die-taliban-vor-den-toren-zentralasiens-was-sind-die-folgen/">Die Taliban vor den Toren Zentralasiens: Was sind die Folgen?</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://novastan.org/de/tadschikistan/die-taliban-vor-den-toren-zentralasiens-was-sind-die-folgen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Tadschikistan und Russland planen gemeinsame Luftverteidigung</title>
		<link>https://novastan.org/de/tadschikistan/tadschikistan-und-russland-planen-gemeinsame-luftverteidigung/</link>
					<comments>https://novastan.org/de/tadschikistan/tadschikistan-und-russland-planen-gemeinsame-luftverteidigung/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Léonard Dillies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 May 2021 18:56:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Militärübung]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitspolitik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://novastan.org/de/?p=26566</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der russische Verteidigungsminister Sergej Schojgu hat am 27. April angek&#xFC;ndigt, dass Russland und Tadschikistan ein gemeinsames Luftverteidigungssystem vorbereiten. Der Grund f&#xFC;r die Schaffung dieses Abkommens sei die Verschlechterung der Lage in Nachbarl&#xE4;ndern wie Afghanistan.&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0; Russland und Tadschikistan planen die milit&#xE4;rische Zusammenarbeit zu vertiefen. Wie Russlands Verteidigungsminister Sergej Schojgu am 27. April mitteilte, sei ein gemeinsames [&#x2026;]</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/tadschikistan-und-russland-planen-gemeinsame-luftverteidigung/">Tadschikistan und Russland planen gemeinsame Luftverteidigung</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der russische Verteidigungsminister Sergej Schojgu hat am 27. April angekündigt, dass Russland und Tadschikistan ein gemeinsames Luftverteidigungssystem vorbereiten. Der Grund für die Schaffung dieses Abkommens sei die Verschlechterung der Lage in Nachbarländern wie Afghanistan.</strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Russland und Tadschikistan planen die militärische Zusammenarbeit zu vertiefen. Wie Russlands Verteidigungsminister <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sergei_Kuschugetowitsch_Schoigu">Sergej Schojgu</a> am 27. April mitteilte, sei ein gemeinsames Luftverteidigungssystem zwischen beiden Staaten in Vorbereitung. Die Entscheidung wurde in Duschanbe während der Gespräche mit seinem tadschikischen Amtskollegen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Scheralij_Mirso">Scherali Mirso</a> getroffen.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Angaben der russischen Nachrichtenagentur <a href="https://tass.ru/armiya-i-opk/11251545">TASS</a> erläuterte Schojgu die Ziele und Gründe für das Projekt. <em>&#8222;Um den zuverlässigen Schutz der Staatsgrenze im Luftraum zu gewährleisten, haben wir einen Vertragsentwurf über die Einrichtung eines gemeinsamen regionalen Luftverteidigungssystems zwischen der Russischen Föderation und der Republik Tadschikistan vorbereitet&#8220;</em>, erklärte der Minister.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tadschikistans Sicherheitsproblem</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Insbesondere die wachsende Bedrohung durch die Situation in Afghanistan hat zur Entwicklung des Projektes beigetragen. <em>&#8222;Angesichts der sich verschlechternden Situation in Afghanistan planen wir, mögliche Bedrohungen gemeinsam abzuwehren&#8220;</em>, erklärt der russische Verteidigungsminister. <em>„Wir achten verstärkt auf die bilaterale Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich sowie auf die Einsatzbereitschaft der 201. russischen Militärbasis&#8220;</em>, fügte Schojgu hinzu. Die 201. Militärbasis ist die wichtigste russische Militäreinrichtung in Tadschikistan.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Land muss sich aber nicht nur wegen der Lage in Afghanistan Sorgen machen, da auch die Beziehungen zu Kirgistan schwierig sind. Tödliche Zusammenstöße an der gemeinsamen Grenze finden regelmäßig statt. Bei der <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/ueber-40-tote-bei-zusammenstoessen-an-der-kirgisisch-tadschikischen-grenze/">letzten Auseinandersetzung am 28. April</a> kamen auf kirgisischer Seite 36 und auf tadschikischer Seite 19 Menschen ums Leben. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/was-sind-die-gruende-fuer-die-toedlichen-zusammenstoesse-an-der-kirgisisch-tadschikischen-grenze/"><strong>Was sind die Gründe für die tödlichen Zusammenstöße an der kirgisisch-tadschikischen Grenze?</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Schojgu stellte darüber hinaus klar, dass Russland und Tadschikistan an <em>„Fragen der praktischen Interaktion während [militärischer] Übungen&#8220;</em> arbeiteten. Wie <a href="https://tass.com/defense/1282717">TASS</a> berichtete, hatten Truppen beider Länder zuletzt vom 19. bis zum 23. April gemeinsam ein groß angelegtes Manöver durchgeführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt wurden dabei 50.000 Soldaten mobilisiert. Auch Verwaltungschefs aus der Provinz <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Chatlon">Chatlon</a> im Südwesten Tadschikistans nahmen an der Übung teil, bei der es galt, eine Grenzverletzung zu verhindern sowie einen fiktiven Feind zu entdecken und zu eliminieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Militärische Zusammenarbeit</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Schojgu erklärte darüber hinaus, dass Russland bereit sei, die Zahl der tadschikischen Soldaten an russischen Militäruniversitäten zu erhöhen, und dass er mit der Teilnahme eines tadschikischen Kontingents an „West-2021“ rechne &#8211; einem <a href="https://rg.ru/2021/03/31/v-genshtabe-nazvali-cel-griadushchih-rossijsko-belorusskih-uchenij-zapad-2021.html">für September 2021 geplanten</a> groß angelegten russisch-belarussischen Manöver.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen der militärischen Partnerschaft mit Tadschikistan stellt Russland Waffen und Ausrüstung zur Verfügung und bildet Studierende an russischen Militäruniversitäten kostenlos aus. <em>„Derzeit werden mehr als fünf Prozent des tadschikischen Militärs in Russland ausgebildet. Und bis zu 1000 junge Menschen erhalten jedes Jahr ihre Ausbildung auf der 201. russischen Militärbasis. Wir sind bereit, die Zahl der Rekruten zu erhöhen“</em>, erklärte Minister Schojgu.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Russlands militärisches Engagement in Zentralasien</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei dem jüngsten Vorstoß handelt es sich nicht um den ersten Vorschlag für eine militärische Partnerschaft zwischen Russland und Tadschikistan. Am 12. September 2020 hatte Tadschikistans Präsident <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Emomalij_Rahmon">Emomali Rahmon</a> bereits ein Dekret zur Einrichtung eines ähnlichen gemeinsamen Luftverteidigungssystems unterzeichnet, wie das tadschikische Nachrichtenportal <a href="https://asiaplustj.info/en/news/tajikistan/security/20200922/tajikistan-and-russia-to-create-a-joint-air-defense-system">Asia-Plus</a> berichtete. Im Gegensatz zu dem am 27. April angekündigten Abkommen ist dieses Teil des einheitlichen Luftverteidigungssystems der Mitglieder der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinschaft_Unabhängiger_Staaten">Gemeinschaft Unabhängiger Staaten</a>, zu denen alle Länder Zentralasiens gehören.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://2ff41361.sibforms.com/serve/MUIFAD3kOVgHRZMEzVL0tQuvV__Lm5slYuTqY-DEgdyDpH9WazOpCwYD2CLbIZdPKxyD_Mnaw2SKMY78StG6vCfPNIE1HcIumNXgnjsKyqsb8MuZ5Ng1jN3cNsBhf4SSp2VDJAgy_38b6jiUL7aU6Y-RaIAVhUpNqW1tNwmWOB-8YcNp9LBWEk57rUlkszlx_tQ8qxYED63Sz6UU">mit einem Klick.</a></span></strong></span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das russische Militärengagement in Zentralasien nimmt dabei im Allgemeinen zu. Am 26. Mai 2020 hatte Russland Tadschikistan und Kirgistan <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/moskau-bietet-sich-als-vermittler-im-grenzkonflikt-zwischen-tadschikistan-und-kirgistan-an/">angeboten</a>, die Rolle des Vermittlers in dem Grenzstreit zu übernehmen. Darüber hinaus unterzeichnete Russland im Oktober 2020 ein „beispielloses“ Abkommen über die militärische Zusammenarbeit mit Kasachstan [<a href="https://novastan.org/fr/kazakhstan/un-accord-de-cooperation-militaire-sans-precedent-signe-entre-la-russie-et-le-kazakhstan/">fr</a>/<a href="https://tengrinews.kz/kazakhstan_news/kazahstan-rossiya-podpisali-dogovor-voennom-sotrudnichestve-417291/">ru</a>].</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Verteidigungsminister Schojgu reiste im Anschluss an seinen Tadschikistan-Besuch weiter nach Usbekistan. Mit seinem usbekischen Amtskollegen <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Bakhodir_Kurbanov_(General)">Bahodir Qurbanov</a> bereitete er bei einem Treffen in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Buxoro">Buchara</a> ein strategisches Partnerschaftsprogramm für die Jahre 2021-2025 vor. <em>„Unsere Staaten interagieren erfolgreich in vielen Bereichen, einschließlich im Sicherheitsbereich. Heute ist es wichtig, Herausforderungen und Bedrohungen, insbesondere dem internationalen Terrorismus, gemeinsam zu begegnen&#8220;</em>, sagte Schojgu nach Angaben von <a href="https://tass.ru/armiya-i-opk/11260169">TASS</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kasachstan/neue-ansaetze-in-russlands-zentralasienpolitik/"><strong>Neue Ansätze in Russlands Zentralasienpolitik</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Russland steht jedoch in Bezug auf die Entwicklung Tadschikistans im Wettbewerb mit China. Das Reich der Mitte betreibt in dem zentralasiatischen Land mehrere Goldminen, von denen beide Seiten profitieren, obwohl sich am Horizont eine <a href="https://fergana.site/articles/118341/">Erschöpfung der Reserven</a> abzeichnet. Darüber hinaus wurde im April 2020 mit dem Bau <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/chinas-geopolitik-im-pamir/">eines chinesischen Flughafens</a> nahe der Grenze zu Tadschikistan begonnen und China verfügt über eine <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/geheime-chinesische-militaerbasis-in-tadschikistan-entdeckt/">geheime Militärbasis</a> im Land, die 2019 von Journalisten der Washington Post enthüllt wurde.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Léonard Dillies, Redakteur für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Übersetzung aus dem </strong><a href="https://novastan.org/fr/tadjikistan/une-defense-aerienne-commune-entre-la-russie-et-le-tadjikistan/"><strong>Französischen</strong></a><strong> und Ergänzungen von Robin Roth</strong></p>


<p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/tadschikistan-und-russland-planen-gemeinsame-luftverteidigung/">Tadschikistan und Russland planen gemeinsame Luftverteidigung</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://novastan.org/de/tadschikistan/tadschikistan-und-russland-planen-gemeinsame-luftverteidigung/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
