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Usbekistan: Ein regionaler Katalysator für Wandel und wirtschaftliche Entwicklung?

Die usbekische Wirtschaft wird in den Jahren 2018 und 2019 voraussichtlich eine Wachstumsrate von circa fünf Prozent verzeichnen, so eine Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF). Folgende Meldung erschien zuerst im russischen Original auf Podrobno.uz und wurde mit freundlicher Genehmigung der Redaktion von Novastan übersetzt.

Die Wachstumsprognose wurde während des Besuchs einer Delegation des IWFs unter der Leitung von Albert Jaeger in Usbekistan bekannt gegeben. Anhaltende günstige außenwirtschaftliche Bedingungen sowie die Fortsetzung der Wirtschaftsreformen im Land, seien allerdings Voraussetzung für eine solche Wachstumsrate.

In ihrem Statement unterstrich die Mission des IWF besonders die weitreichenden Veränderungen, die in Usbekistan in allen Bereichen zu beobachten sind. Die Vertreter des Währungsfonds nahmen die guten Bewertungen positiv zur Kenntnis, die die internationale Gemeinschaft dem Land zur Zeit aufgrund der Durchführung wichtiger Reformen zur Liberalisierung der Wirtschaft ausstellt.

Entschiedener Reformkurs

Usbekistan führe entschiedene Reformen durch, die zur Lösung der drängendsten wirtschaftlichen Probleme des Landes, wie zum Beispiel der Mangel an Arbeitsplätzen, beitragen sollen.

Dies würde, nach Meinung der Organisation, für Usbekistan einzigartige Möglichkeiten eröffnen und, verstärkt durch demographische Faktoren, dem Land ermöglichen, sich mittelfristig zu einem Land mit einem gehobenen mittleren Einkommen zu entwickeln.

Dem mutigen Schritt zur Liberalisierung des Währungsmarktes folgte eine erste Welle von Veränderungen, die Anfänge zur Liberalisierung der Preise und zur Statistikverbesserung mit eingeschlossen.

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Die Mission des IWF begrüßte außerdem die Maßnahmen zur Liberalisierung und die schrittweise Abschaffung von regulierten Preisen, insbesondere im Getreide- und Baumwollbereich. Dies stelle wichtige Schritte zur Abschaffung von Preisverzerrungen in der Wirtschaft dar und gibt Raum für die Entstehung effektiver Marktimpulse und für die Entwicklung finanzieller Unabhängigkeit für Landwirtschaftsbetriebe.

Obwohl die Einführung der marktwirtschaftlichen Preisbildung für Waren und Dienstleistungen kurzfristig zu einer steigenden Inflation führt, sei die Korrektur der Preise mittel- und langfristig einer der wichtigsten Faktoren für eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und ermöglicht die Kürzung ineffektiver Subventionen.

Usbekistan – ein regionaler Katalysator für Wirtschaftsaufschwung?

Besonders hervorgehoben wurde von der IWF-Delegation, dass durch aktiv durchgeführte Reformen Usbekistan auch zu einem Katalysator für Veränderung und Aufschwung in der gesamten Region werden könnte.

Eine konsequente Ausführung der Reformen würde nach Ansicht der Spezialisten des Währungsfonds einen Anstieg an inter-regionalem Handel, die Entwicklung einer regionalen Lieferungskette sowie den Aufbau zusammenhängender regionaler Energie- und Transportnetze ermöglichen.

Im russischen Original auf Podrobno.uz.

Aus dem Russischen von Charlotte Dietrich

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