Brücke zwischen Tadschikistan und Afghanistan

Weitere Brücke soll Tadschikistan mit Afghanistan verbinden

An der Grenze zwischen Tadschikistan und Afghanistan wird  eine weitere Brücke über den Fluss Pjandsch gebaut. Dies berichtet das Nachrichtenportal Asia Plus. Wir übersetzen und veröffentlichen die Meldung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.

Die neue Brücke soll die Ortschaft Kokul im Bezirk Farchor (Gebiet Chatlon) mit dem Dorf Oichonim in der afghanischen Provinz Tachar verbinden, teilte eine Quelle aus tadschikischen Regierungskreisen den JournalistInnen von Asia Plus mit. Laut besagter Quelle sollen die Bauarbeiten an der 180 Meter langen Brücke im kommenden Jahr beginnen und in vier Jahren beendet sein. Derzeit verbinden fünf Brücken über den Grenzfluss die beiden Länder.

Bau mit europäischer Hilfe

„Für ihre Errichtung plant die Europäische Union circa 16 Millionen Euro beizusteuern. Im Rahmen der Bauarbeiten ist geplant, 18 Kilometer Straße innerhalb des Bezirks Farchor auszubessern“, sagte die Quelle. Außerdem merkte sie an, dass zur Realisierung des Projekts sowie zum Bau von Grenzmärkten auf beiden Seiten der zukünftigen Brücke Mittel von anderen internationalen Organisationen akquiriert werden konnten.

Wie TOLO News berichtete, wurde am 24. Juni das langfristige Programm „Unterstützung der Zusammenarbeit und Möglichkeiten für regionale Zusammenarbeit (SCORED)“ in Kabul vorgestellt. Die Finanzierung des Projektes wird unter anderem von der Europäischen Union, der deutschen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und dem Aga Khan Development Network  sichergestellt.

Laut den OrganisatorInnen des Projektes hängt seine Umsetzung davon ab, wie stabil die Situation an der Grenze der beiden Staaten sein wird. Mit Hilfe neuer Infrastruktur wollen die OrganisatorInnen von SCORED kleine Formen von Geschäftsaktivitäten unterstützen, sowie die Unternehmenskultur und grenzüberschreitenden Kooperation fördern. Es wird erwartet, dass das Projekt, das auf fünf Jahre angelegt ist, einen positiven Einfluss auf das Leben von mehr als einer Million Menschen haben wird.

Awas Juldaschew für Asia Plus

Aus dem Russischen von Robin Roth

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Asia Plus
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