Wie leben die Menschen im Osten Kasachstans, an der Grenze zu China?

In der Stadt Zaısan in der Region Ostkasachstan findet ein laut rezipierter Gerichtsprozess gegen ethnische Kasachen statt, die aus China geflohen sind. Die nahe der Grenze zu China gelegene Ortschaft gilt als die abgelegenste im Osten Kasachstans. Einheimische erzählten, wie sie dort leben. Folgender Artikel erschien im russischen Original bei Fergana News, wir übersetzen ihn mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.

Die Stadt Zaısan mit einer Bevölkerung von 16 000 Menschen befindet sich 470 Kilometer von Óskemen, dem regionalen Zentrum Ostkasachstans, entfernt und ist die Hauptstadt des gleichnamigen Kreises. Gebäude der staatlichen Organe, das Akimat, die Staatsanwaltschaft, aber auch verschiedene Dienstleistungsbetriebe und zwei Hotels befinden sich in der Jangeldin-Straße im Stadtzentrum. Gegenüber dem Akimat befindet sich ein Platz mit einer geräumigen öffentlichen Grünanlage. Es gibt dort ein Denkmal – eine Kopie des „Baıterek” (der „Baum des Lebens” mit einem “goldenen Ei” auf der Spitze, der sich in Nur-Sultan befindet), – als Symbol für Wohlstand. Entlang der Hauptstraßen befinden sich Brunnen, aus denen die Bewohner Wasser schöpfen.

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Es gibt mehr als 70 Straßen in Zaısan. Sie sind menschenleer. Der Hauptgrund dafür ist die Kälte. Das Thermometer zeigt minus 20 Grad, und der Frost ist sogar durch zwei Paar Socken zu spüren. Die gekaufte heiße Pizza schafft es, in fünf Minuten vollständig abzukühlen – so lange braucht man bis zum Hotel. Die Einheimischen sagen, dass die Winter hier sehr streng sind, der Frost kann bis zu minus 45 Grad erreichen, und der Boden ist ungewöhnlich stark gefroren. Gleichzeitig kann es im Sommer bis zu plus 40 Grad heiß sein.

Zaısan: Wie es war, wie es wurde

Viele alte, aber schöne Gebäude gibt es in der Stadt, beispielsweise ein langes einstöckiges Gebäude mit einer roten Fassade, in dem sich das Handelshaus “Igilik” befindet. Auf dem Dach ist ein kleiner Erker mit den Jahreszahlen des Baujahres 1911 angebracht. Das Haus war einst im Besitz von Halel Erzin, einem der berühmten Händler der Region. Alte Fotos zeigen, dass die Fassade des Gebäudes früher blau war, und in der Sowjetzeit die Inschrift “GASTRONOM” trug. Ein weiteres Gebäude, ebenfalls aus roten Backsteinen, beherbergt das Heimatmuseum. Dieses Haus ist über 125 Jahre alt. Sein erster Besitzer war ebenfalls ein Händler – Bidahmet Bobkin (wirklicher Name: Badykenov). Zu Sowjetzeiten befanden sich hier Parteikomitees, eine Zeitungsredaktion sowie die Bildungsabteilung des Bezirks.

ein Backsteinhaus mit Erker

Die Einheimischen rieten, im Museum einen gewissen Femistokl aufzusuchen, welcher angeblich „alles über Zaısan” wisse. Aber da das Museum an diesem Tag (wegen der orthodoxen Weihnachtsfeier), nicht geöffnet war, musste der allseits bekannter Lokalhistoriker zu Hause besucht werden.

Aufgrund von Hunger nach China

Es ist ein Wohnhaus am Rande der Stadt. Nach dem Klopfen kam ein alter Mann heraus und bat gastfreundlich, einzutreten. Der Mann, dessen nachdenklicher Gesichtsausdruck an einen Shaolin-Mönch erinnerte, wurde tatsächlich Femistokl genannt und war 69 Jahre alt. Femistokl Junusov lebte sein ganzes Leben in Zaısan, wurde aber in China, in Altai, geboren. Seine Vorfahren kamen in den dreißiger Jahren während der Hungersnot dorthin.

Die Bevölkerung wurde besteuert und zur Aussaat von Weizen und zur Übergabe desselben aufgefordert. Sie wurden für geringe Weizenabgaben auch bei Dürre bestraft. Und dann, Mitte der fünfziger Jahre, während der Neulandgewinnung in Kasachstan, wurden die im Ausland lebenden Menschen, die aus der Sowjetunion ausgewandert waren, zur Rückkehr aufgefordert. Und meine Eltern kamen zurück. Viele kamen damals zurück und blieben hier (in Zaısan)“, sagt Femistokl.

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Zu Sowjetzeiten, sagte er, gab es in der Stadt viele Überläufer aus China. „Als der sowjetisch-chinesische Konflikt zwischen den Kommunisten begann, wurden die Grenzen beider Länder geschlossen. Zunächst wurden die aus China geflohenen Menschen von den (sowjetischen) Behörden zurückgeschickt, und dort wurden sie in Konzentrationslager gesteckt. Aber Mitte der 60er Jahre hörten unsere Leute auf, sie zurückzuschicken. Sie wurden hier wegen der widerrechtlichen Überschreitung der Grenze verurteilt. Nach ihrer Freilassung blieben sie und erlernten einen Beruf“, so Femistokl.

Über die sowjetische Vergangenheit Zaısans berichtet Femistokl, dass im Zweiten Weltkrieg mehr als 7000 Menschen an die Front gingen. “Die Hälfte von ihnen kam nie und die andere Hälfte von ihnen verwundet oder geschädigt wieder. Wenn ich mich nicht irre, gibt es jetzt noch fünf oder sechs Kriegsveteranen in Zaısan“, fügt er hinzu. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann in Zaısan die Neulandgewinnung. Jetzt befinden sich große Teile dieser Territorien in einem katastrophalen Zustand.

Ohne Dokumente kam man nicht nach Zaısan

Laut Femistokl war Zaısan in der Vergangenheit eine geschlossene Grenzstadt. „Bis hinter Aqmektep (Siedlung zwischen Zaısan und Öskemen) wurden Einheimische sowie Besucher ohne Dokumente nicht gelassen. Sie wurden alle von den Grenzschutzbeamten kontrolliert. Nicht weit entfernt befanden sich früher unterirdische Flugplätze, Raketenbasen. Deshalb musste jeder, der nach Zaısan einreiste oder den Ort verließ, eine Bescheinigung oder eine Aufenthaltsgenehmigung haben. Zum Beispiel ein Student aus Zaısan, der in Óskemen studierte und in einem Wohnheim eingeschrieben war, musste, um nach Zaısan auf Besuch zu kommen, seine Verwandten bitten, ein Telegramm an den Stadtrat zu schicken. Glücklicherweise ist das jetzt nicht mehr der Fall. Aber manchmal kontrollieren sie auch jetzt noch. Und wenn man seinen Personalausweis nicht dabeihat, kann man mit einer Geldstrafe belegt werden“, so der Lokalhistoriker.

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Was Ausländer betrifft, so kommen sie vor allem im Rahmen der Programme von Reisebüros nach Zaısan. „Ausländische Touristen kommen in unser Museum. In unserer Region besuchen sie Shilikti (der Fundort des „Goldenen Mannes“)  und Petroglyphen – Felsbilder und Zeichnungen, die die Trophäenjagd zeigen”, – sagte Femistokl.

Da auf dem Gebiet des heutigen Bezirks Zaısan Schlachten der Kasachen gegen die Dschungaren stattfanden, wurden in der Nähe der Stadt Denkmäler für die Batyre errichtet, und einheimische Ethnographen haben den Ausländern etwas zu erzählen und zu zeigen.

Gas nach China, Lebensmittel und Kleidung von dort

In Zaısan versuchen man heute, kleine Unternehmen, vor allem im Dienstleistungssektor, zu fördern. Die Stadt verfügt über genügend Kaufhäuser, Läden, Gaststätten, Hotels, Fotogeschäfte und Friseursalons. In einer der Straßen gibt es mehrere Märkte gleichzeitig. Die Waren sind hauptsächlich chinesisch, aber sie kommen aus Almaty oder sogar aus Semeı, obwohl die chinesische Grenze nur 6 Kilometer von Zaısan entfernt ist. „Es lohnt sich nicht, wegen der Probleme bei der Zollabfertigung nach China zu fahren“, erklärt einer der Händler auf dem Bekleidungsmarkt kurz. Da viele von ihnen im Handel tätig sind und als selbständig eingetragen sind, ist ein klares Bild der Arbeitslosigkeit schwer zu ermitteln. Femistokl hält fest, dass Arbeitsplätze und deshalb mehr Unternehmen gebraucht würden.

Er ist sich sicher, dass es in Zaısan nicht genügend verarbeitende Industrie gibt. „Unternehmer aus dem Süden (Kasachstans) kommen hierher und nehmen das Vieh quasi umsonst mit. Felle und Wolle werden uns billig weggenommen, weil wir das alles nicht verarbeiten. Die Wolle wird aus der Stadt hinausgeschmissen, obwohl es möglich wäre, sie weiterzugeben”, sagte er mit Bedauern. Zaısan baut sein eigenes Gemüse an, aber viele Lebensmittel werden immer noch importiert, auch aus China.

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Neben dem Handel zeigt sich der Einfluss Chinas auf Zaısan auch in der Infrastruktur und der Schaffung von Arbeitsplätzen. „Jetzt bauen die Chinesen eine Fernverkehrsstraße. Auch unsere Leute arbeiten dort. Es stimmt, ich habe gehört, dass einige von ihnen dort nicht ihren vollen Lohn erhalten haben, also sind sie gegangen. In unserer Nähe wird nach Öl gebohrt. Unsere Leute arbeiten auch dort. Es gibt auch noch das Gas“, so der Taxifahrer Murat.

Der Bezirk Zaısan ist bisher der einzige in Ostkasachstan, der über ein eigenes Gasleitungsnetz verfügt. Der Löwenanteil des gesamten Gases geht nach China, obwohl Kasachstan aufgrund eines Abkommens mit China das Recht hat, 50 Prozent des von ihm produzierten Brennstoffs zu behalten. In Zaısan selbst werden nicht alle Häuser mit Gas versorgt. Der Anschluss ist teuer, sagen die Anwohner. Die Rohre würden gebracht, woraufhin man sie selbst einbauen solle. Einige Dörfer in der Nähe von Zaısan sollen jedoch über kein Gas und nur teure Kohle verfügen.

Transport- und Straßenprobleme

Bis vor kurzem fuhren die Bewohner mit Kleinbussen durch Zaısan. Aber jetzt kann man die Busse auf den Straßen nicht mehr sehen. Laut den Einheimischen laufen diese schon seit Anfang des Jahres nicht mehr, da sie nicht mehr subventioniert würden. Femistokl sei es aber gewohnt zu laufen, da es ist eine kleine Stadt und alles in der Nähe sei. Er beklagt jedoch, dass die Eisenbahn viele „heikle” Probleme lösen könnte: den Handel, sowie die Reisen in andere Städte. Der nächste Bahnhof ist jedoch 378 Kilometer entfernt, im Dorf Jańiztóbe, weswegen man die Eisenbahn hier unbedingt brauche.

Einstweilen ist das Hauptverkehrsmittel in der Region das Auto. Die Einwohner von Zaısan fahren am häufigsten nach Óskemen. Die Fahrzeit beträgt bei gutem Wetter 5-6 Stunden. Die Straße ist teilweise flach, teilweise holprig und uneben. Bei schlechtem Wetter, vor allem im Winter, wird die Hauptstraße gesperrt. Dann bleibt nur noch ein alternativer Weg – über den Pass. “Es gibt eine Fähre, mit der man den Fluss auf einer Länge von sechs Kilometern mit dem Auto überqueren kann. Aber im Winter verkehrt die Fähre nicht. Und die Fahrer fahren auf eigene Gefahr auf dem Eis. Wir brauchen eine Brücke. Sie werden sie aber sicher nicht bauen“, klagt Murat, der Taxifahrer. Übrigens ist das Auto nicht das einzige Transportmittel, mit dem man von Óskemen nach Zaısan gelangen kann. Zwei oder drei Kilometer von der Stadt entfernt gibt es einen Flugplatz, von dem aus zweimal pro Woche kleine Flugzeuge fliegen.

Ein Auto fährt auf einer kaputten Straße

Im Allgemeinen wirkt sich die Entfernung von Zaısan vom regionalen Zentrum immer noch negativ aus, sagt Femistokl. „Alles kommt nur sehr langsam zu uns. Nun gibt es vielerorts kein Internet und keine normale (Mobilfunk-)Verbindung. Sie versprechen, diese Probleme bis 2023 zu lösen. Du schaltest den Fernseher ein, und es gibt nur 4 Kanäle. Und wenn der Wind weht, zeigt er gar nichts“, ist der Mann empört. Im Winter, zur Zeit der Schneestürme, wenn die Straßen gesperrt sind, können schwerkranke Menschen nur mit einem Sanitätshubschrauber von Zaısan in das regionale Zentrum gebracht werden.

„Wenn wir weggehen, dann nach Kanada“

Obwohl Ostkasachstan als eine der am meisten russischsprachigen Regionen gilt, spricht die große Mehrheit in Zaısan Kasachisch. Von allen Einwohnern, mit denen sich ein Gespräch ergab, war Femistokl der einzige, der beide Sprachen gleich gut sprach. „In Zaısan sprachen sie ihr ganzes Leben lang Kasachisch, auch zu Sowjetzeiten. Sogar die Russen konnten besser Kasachisch als die Kasachen. Es gab sogar Lehrer, die das Fach in der Staatssprache unterrichteten. Ich erinnere mich an Maxim Lubjanin, der Geschichte auf Kasachisch unterrichtete”, erinnert sich Femistokl.

Übrigens gibt es im modernen Zaısan nur wenige Vertreter anderer Nationalitäten. Ethnische Russen machen etwas mehr als 1 Prozent aus. Dieser Prozentsatz schließt die Familie der Lehrerin einer der Schulen ein.

„Ich arbeite in einer gemischten Schule. Wir haben zwei Russisch-Klassen. Es gibt jedes Jahr weniger Schüler in den russischen Klassen, aber es gibt sie immer noch. Mein Mann ist Fischer. Uns gefällt es hier. Wenn wir von hier wegziehen, dann nur nach Kanada”, lächelt Aljona Borissowna und umarmt ihre kleine Tochter.

Die Kirche als Sehenswürdigkeit

Nach einem Weihnachtsgruß (es war der 7. Januar) zum Abschied antwortete sie auf die Frage, ob es in Zaısan eine Kirche gebe. Sie antwortete, dass es sie gäbe, stellte aber klar, dass die Kirche schon lange außer Betrieb sei, und zeigte durch eine Geste, wo man sie suchen solle.

Die Kirche von Zaısan

Die Kirche befindet sich in einem anderen Teil der Stadt, hinter einem Fluss. Trotz der Tatsache, dass am Kirchentor ein Schloss hing, sah das Gebäude selbst neu aus, und der Hof wurde vom Schnee geräumt. „Sie ist nicht mehr in Betrieb”, bestätigte ein Passant. – „Ich kann mich nicht erinnern [seit wann], es ist schon eine Weile her”. Auf die Frage, warum, antwortete der Mann: „Es gibt nur wenige Leute, nur wenige Russen. Zuvor wurde die Kirche zu Ostern und Weihnachten geöffnet. Der Pfarrer kam aus Óskemen. Das gibt es jetzt nicht mehr. Es gibt einen Wächter, er erhält eine symbolische Summe. Diese Kirche ist jetzt wie eine Sehenswürdigkeit.”

Prozesse gegen Kasachen aus China? Nein, ich habe nichts davon gehört.

Aber es sind nicht nur ethnische Minderheiten, die Zaısan verlassen. In den letzten Jahren sind viele umgezogen – vor allem nach Óskemen und Semeı. „Manch einer [geht], weil es keine Arbeit gibt, und manch einer wegen einer Beförderung. Sie bleiben nicht lange hier”, sagte Femistokl.

Er arbeitet seit 32 Jahren im Zaısaner Heimatmuseum. Er ist jetzt im Ruhestand und bereitet seine Schicht vor. Aber die Personalfluktuation ist gravierend, und die von ihm ausgebildeten Mitarbeiter verlassen ihn nach einer Weile.

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Die Einheimischen haben eine andere Vorstellung von der Migrationssituation in Zaısan, aber eine beinahe übereinstimmende Sichtweise auf die Lebensbedingungen. „Es scheint mir im Gegenteil, dass jetzt immer mehr Menschen hierherkommen. Sie ziehen aus anderen Dörfern her. In den 90er Jahren verließen viele Menschen das Land. Und jetzt werden alle Voraussetzungen in der Stadt geschaffen. Alles, was wir kaufen wollen, ist da. Schulen, Kindergärten, Krankenhaus – alles ist da. Ich bin mit allem in Zaısan zufrieden“, sagte der Einheimische Asylbek Uskenbaev.

In den dünn besiedelten Städten erkennen die Einheimischen ihre Besucher in der Regel sofort. Am Tag des Prozesses gegen chinesische Bürger, die aus Xinjiang geflohen waren, gab es viele Besucher in Hotels und Einrichtungen in Zaısan. „Normalerweise sind es nicht so viele Leute. Jetzt sind alle Einzelzimmer belegt oder gebucht“, antwortete die junge Frau an der Rezeption des Hotels einem der Besucher.

Viele wollen zum Grenzschutz

Viele Einwohner sagten, sie wüssten nicht, warum sich heutzutage so viele Menschen in Zaısan aufhalten. Und vom Prozess gegen die „chinesischen Flüchtlinge” haben sie noch nicht einmal gehört. Aber es gab auch diejenigen, die sich bereitwillig zu diesem Thema äußerten.

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Ja. Ich habe [über die Gerichtsverhandlung] von Verwandten gehört und in den Nachrichten gelesen. Aber dort ist nicht alles eindeutig. Sie [die Angeklagten] haben nicht genau gezeigt, wo sie die Grenze überschritten haben.  Es gibt bis jetzt viele Fragen. In dieser Situation gibt es nichts Eindeutiges. Auf der einen Seite steht das Unglück von zwei Menschen, auf der anderen Seite – das vieler Grenzsoldaten. Ich habe gehört, dass danach [ nach dem Grenzübertritt] sogar jemand entlassen wurde“, sagt Asylbek Uskenbaev.

Zaısan beherbergt die Militäreinheit 2017, deren Truppen die kasachische Grenze bewachen. Die Einheimischen sagen, dass viele der Jungen in ihrer Umgebung Grenzschutzbeamte werden wollen, nach dem Beispiel ihrer älteren Brüder und Verwandten.

Bagdat Asylbek für Fergana News

Aus dem Russischen von Hannah Riedler

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