Das Almaty der Nullerjahre in Bildern

Der Fotograf Maksim Zolotuhin hat über 300 Bilder seiner Heimatstadt aus den Jahren 2002 bis 2010 gesammelt und veröffentlicht. Sie zeigen, wie sich Kasachstans „Hauptstadt des Südens“ verändert. Folgender Artikel von Olga Pastuhova erschien im russischen Original bei Tengrinews, wir übersetzen ihn mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.

Ist Almaty für Sie auch „die beste Stadt der Welt“? Wenn  man dauerhaft in einer Stadt lebt, dann sieht man kaum all die Veränderungen, die sich in ihr vollziehen. Der Fotograf Maksim Zolotuhin hat nun in sozialen Netzwerken mehr als 300 Bilder von Almaty in den Jahren 2002 bis 2010 veröffentlicht. Sie zeigen, wie stark sich Kasachstans südliche Hauptstadt in den letzten zehn bis 15 Jahren gewandelt hat.

Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und Dank eurer Teilnahme. Wir sind unabhängig und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine Spende helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.

„Damals war ich Fotokorrespondent für die Zeitungen ‚Komsomolskaja Prawda Kasachstan‘, ‚Wetschernij Almaty‘ und das Magazin ‚Ogonjok Kasachstan‘“, erinnert sich Solotuchin heute. „Einen Teil der Fotografien waren redaktionelle Aufträge. Andere nahm ich für die Zukunft auf, weil ich annahm, dass sie mal für künftige Artikel nützlich sein könnten. Drohnen gab es damals noch nicht, ich nutzte damals nur normale Kameras.“

Überraschende Fundstücke

Vor Kurzem fand er dann eine alte Festplatte. „Ich schaute sie mir an und dachte mir, dass es doch einmal interessant wäre, das Stadtbild von damals und mit heute zu vergleichen“, sagt der Fotograf. „Manche Dinge erscheinen heute geradezu wild: zum Beispiel der Parkplatz in der Fußgängerzone des Abaj-Prospekts. Damals war das ganz normal.“

Auch die Baustellen weckten sein Interesse: „Wo was gebaut wurde und umgekehrt, was bis heute verwaist. Ich finde die Dynamik der Stadt interessant.“ Und die Kommentare zeigten ihm, dass es auch viele andere Leute anspricht. „Die Bilder sprechen ja für sich“, meint Zolotuhin.

Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter mit einem Klick.

„Heute fotografiere ich ja für Bücher: Da komme ich in der Dämmerung an einen Ort und warte mehrere Tage auf das richtige Wetter und Licht“, ergänzt er. „Das sind aber keine Kunstbilder, sondern lebendige Reportage-Arbeiten: Was gerade passierte, das wurde auch aufgenommen. Was Spannendes gesehen – schon auf den Auslöser gedrückt.“

Lest auch bei Novastan: Almaty: 10 Architekturdenkmäler des Sowjetischen Modernismus, die man gesehen haben muss

Na dann los! Die Nullerjahre – das war eine Zeit der niedrigen Preise und großen Emotionen.

Das waren Zeiten, als es noch keine U-Bahn in Almaty gab, aber die Straßenbahn noch fuhren. Das schnellste öffentliche Verkehrsmittel allerdings waren die Mini-Busse: Marschrutki.

Das waren Zeiten, als der Arbat noch saniert wurde und der Busbahnhof „Saıahat“ noch nicht abgerissen worden war.

Das waren Zeiten, als Almaty aktiv bebaut wurde.

Das waren die Zeiten der ersten Riesenstaus. Neue Straßen und Umgehungen wurden gebaut.

 

Tengrinews.kz

Aus dem Russischen von Peggy Lohse

Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei Twitter, Facebook, Telegram, Linkedin oder Instagram. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem wöchentlichen Newsletter anmelden.

Jetzt Teilen:
% Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Captcha *