Karte des Ferganatals

Ein Verletzter bei Konflikt an der kirgisisch-usbekischen Grenze

Im Ferganatal ist es am 31. Mai an der Grenze zwischen Kirgistan und Usbekistan zu einem Zwischenfall gekommen. Ein Staatsangehöriger Usbekistans wurde durch einen Schuss verletzt. Die folgende Meldung erschien im russischsprachigen Original auf Kloop.kg.

Der Pressedienst des kirgisischen Grenzschutzes meldete, dass am 31. Mai im Bezirk Arawan im Gebiet Osch kirgisische Grenzschützer einen usbekischen Staatsangehörigen festgenommen haben. Bei der Festnahme machten sie von der Schusswaffe Gebrauch.

Gemäß der offiziellen Mitteilung versuchten die Grenzschützer zwei Fahrzeuge anzuhalten, die nahe der kirgisisch-usbekischen Grenze fuhren. Die Fahrer folgten den Anweisungen jedoch nicht und fuhren weiter. Die Grenzer setzen Warnschüsse ab, aber die Fahrer hielten nicht an.

„Die Grenzpatrouille Kirgistans war gezwungen auf die Reifen des Fahrzeugs zu schießen. Als Resultat erlitt ein Bürger Usbekistans Verletzungen. Der Verletzte wurde in das Bezirkskrankenhaus von Marchamat in Usbekistan gebracht“, heißt es in der Mitteilung des Grenzschutzes.

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Der Leiter des kirgisischen Grenzschutzes führte Gespräche mit dem Befehlshaber der Grenztruppen des usbekischen Staatssicherheitsdienstes. Die Beamten vereinbarten, ihre Vertreter in das Gebiet zu entsenden, in dem der Zwischenfall erfolgte, um dort gemeinsam zu ermitteln.

Konflikte und Situationen, bei denen Grenzschützer von der Schusswaffe Gebrauch machen, entstehen an der kirgisisch-usbekischen und der kirgisisch-tadschikischen Grenze recht häufig. Erst im Frühling 2019 kam es zu einigen Zusammenstößen zwischen BewohnerInnen des kirgisischen Dorfes Aksay und der tadschikischen Enklave Woruch.

Der Grund für die Unstimmigkeiten liegt in der Regel darin, dass die Länder sich seit mehr als 20 Jahren nicht auf eine Demarkation der Staatsgrenzen einigen können.

Ajsymbat Tokojewa für Kloop

Aus dem Russischen von Robin Roth

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