„Ab 200 Som aufwärts“ –  Von Männern, die Sex für Geld anbieten

Die Nachtclubs von Bischkek und das kirgisische Internet sind voll mit Sex-Angeboten für jeden Geschmack. Zahlen kann man dabei nicht nur für eine Nacht mit einer Frau – genauso aktiv bieten Männer ihre Dienste für Geld an. Über ungewöhnliche Klienten, Preise und Probleme mit der Polizei erzählen uns Sexarbeiter männlichen Geschlechts. Wir übernehmen den Artikel von Kloop.kg mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. 

Die Namen wurden aus Sicherheitsgründen geändert. 

Zur Illustration wurden Fotografien männlicher Prostituierter aus Thailand von der Seite Yvision verwendet.

Marat: „Sich aufzuregen ist sinnlos – man muss es einfach erdulden“ 

Marat schläft schon seit vier Jahren mit Männern und Frauen für Geld. In dieser Zeit begann er, sich intensiv um seinen Körper zu kümmern: Er trainiert die Bauchmuskeln, pflegt seine Haut, macht sich eine modische Frisur, an den Seiten kurzrasiert. Das alles, um den Klienten zu gefallen, denn Sex ist seine Haupteinnahmequelle.

Marat sieht sich nicht als schwul, transsexuell oder bisexuell. Trotzdem schläft er sowohl mit Männern, als auch mit Frauen. Manchmal bitten ihn Männer, sich wie eine Frau anzuziehen – auch das tut er.

Prostitution um sich das Studium zu finanzieren

Er begann, seinen Körper zu verkaufen, um der Familie nicht auf der Tasche zu liegen – während der Studienzeit wollte er seine Eltern nicht um Geld bitten.

Wie er seinen Lebensunterhalt verdient, wissen nur seine engsten Freunde. Für alle anderen ist er ein gewöhnlicher Student, der sich manchmal als Model etwas dazuverdient. Marat findet nicht, dass Prostitution etwas schlechtes ist. Es ist einfach sein Broterwerb.

Dennoch ist sein Beruf nicht ohne Risiken. In der Welt der Prostitution gibt es keine Garantien für Unversehrtheit im körperlichen, moralischen oder materiellen Sinne. Es kommt auch vor, dass Klienten „einfach nicht zahlen und auf später vertrösten“.

Und natürlich zahlen sie auch später nicht. „Man schickt mich einfach weg, mit der Aussage, dass ich nicht bezahlt werde. Da gibt es keinen Ausweg, damit muss man dann leben. Es hat keinen Sinn, sich aufzuregen, denn man hat Angst davor, Probleme zu bekommen“, sagt er.

Drogen und Alkohol betäuben den Widerwillen 

Marat will sein Geld auf lange Sicht nicht mit Prostitution verdienen. In diesem Beruf schafft es keiner bis ins hohe Alter. Schon jetzt spürt er, dass sein Lebensstil negative Auswirkungen zeigt. Sein Verdienst ist schnell wieder ausgegeben: Unter solche Arbeitsbedingungen fängt man oft an zu viel zu trinken und Drogen zu nehmen.

„Man könnte natürlich auch darauf verzichten, aber dann ist es einfach nicht möglich, den inneren Widerstand den Wünschen der Kunden gegenüber zu bekämpfen.“ Und er fügt hinzu, dass die meisten Kunden über ein nicht allzu ansprechendes Äußeres verfügen.

Erpressung durch Polizisten an der Tagesordnung

Nach Marats Einschätzung haben es in diesem Beruf Transsexuelle und Transgender am schwersten: Sie werden am häufigsten von Mitarbeitern der Polizei und anderer Ordnungskräfte erpresst. Für Polizisten sind das leicht gemachte Zuverdienste. Nur eine Drohung: „Deine Verwandten erfahren es“, und den Prostituierten bleibt nichts anderes übrig, als ihnen zu gehorchen.

Aber auch einfache Prostituierte – sowohl Frauen als auch Männer – werden häufig erpresst.

„Ihre Hauptbedingung: Wir sollen zahlen. Besonderen Hass von ihrer Seite an unsere Adresse gibt es nicht. Alles ist eigentlich ganz einfach: Entweder du bedienst alle [Polizisten], oder du zahlst“, erzählt Marat, und zuckt dabei mit den Schultern.

Er ist Erpressung und Bedrohung schon gewohnt. Als Prostituierter kann er nirgendwo Schutz suchen, umso mehr, da seine Verwandten nicht die leiseste Ahnung haben, wo und wie er sein Geld verdient.

Dima: „Die Bezahlung hängt von der Fantasie der Kunden ab“

Dima ist Transvestit. Er hat lange, gepflegte Haare, eine schmale Taille, und ist dünn – so sehr, dass man ihn von hinten mit einem jungen Mädchen verwechseln könnte.

Er bietet „noch gar nicht so lange“ Sex-Dienste für Männer an – etwa zwei Jahre. Dima fing an, mit Männern für Geld zu schlafen, nachdem er einen anderen Sexarbeiter kennengelernt hatte. Sie hatten sich getroffen, und dann hat dieser ihm angeboten, Kunden anzunehmen.

„Bei uns gehen die Leute selbstständig in die Prostitution: Sie fangen einfach an, sich wie eine Ware anzubieten. Das gilt nicht nur für Jungs, sondern auch für Mädchen. Am Anfang scheint das schließlich leicht gemachtes Geld zu sein“, erzählt er.

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Dima meint, wenn man sich nicht „selbst anbieten“ möchte, könne man auch in vielen Nachtklubs von Bischkek recht einfach Prostituierte finden, sich mit ihnen bekannt machen und über sie dann Klienten suchen. Nach seiner Einschätzung findet man Prostituierte in fast jedem Nachtklub der Stadt.

Interessenten finden sich immer

Eine andere Möglichkeit, Klienten zu finden, sind soziale Netzwerke oder spezielle Foren. Dort reicht es aus, ein paar Fotos oder eine Anzeige zu veröffentlichen – Interessenten finden sich immer.

Er selber, gibt Dima zu, bedient sich der „Dienste einer Mutter“, das heißt einer erfahreneren Prostituierten. Sie findet auch Kunden für ihn.

„Die Preise sind gewöhnlich ab 200 Som aufwärts (ca. 2,70€, Anm. d. Red.), in Abhängigkeit vom Status des Sexarbeiters. Natürlich gibt es auch welche, die für die Nacht 1000 Som verlangen (ca. 13,70€, Anm. d. Red.). Ich kriege zum Beispiel manchmal auch mehr. Jeder hat seinen Preis, und meistens hängt die Bezahlung auch von der Fantasie des Klienten ab, verstehen Sie?“ Dima fügt außerdem hinzu, dass es in Bischkek auch „Dollar-Prostituierte“ gibt, die aber auf einem ganz anderen Level arbeiten.

Eine nicht ungefährliche Arbeit

Zu seinen Kunden versucht er zärtlich zu sein, aber das rettet nicht immer vor Unannehmlichkeiten. Prostitutierter zu sein ist ein gefährlicher Beruf. Einmal endete ein gewöhnlicher Besuch für Dima mit einer Messerstecherei. Der Kunde verletzte ihn erst mit dem Messer und floh ansschließend.

„So eine Arbeit ist nicht gerade ungefährlich: Es gibt Kunden, die verstehen sich selbst nicht. Buchen einen Sexarbeiter, haben Sex, und nachdem sie – salopp gesagt – gekommen sind, entsteht  in ihnen ein Hass auf ihr Gegenüber. Dann kann es nicht nur sein, dass sie mal zuschlagen, manchmal greifen sie richtig an und verprügeln einen“, erzählt er.

Sexarbeiter und Partnerschaft

Fast beiläufig erwähnt Dima, dass man nicht denken sollte, dass alle Prostituierten einsam sind: Viele haben Partner und verbergen nicht einmal vor ihnen, was sie tun. Aber sie erzählen nur einen Teil der Wahrheit, um die Beziehung nicht zu zerstören.

„Wenn das eine weibliche Transgender-Prostituierte ist, dann erzählt sie ihrer besseren Hälfte von einer aktiven Rolle. Um das Ego des Partners nicht zu schmälern.

Im Allgemeinen ist Prostitution unter Transgendern und Bisexuellen besonders häufig anzutreffen“, erklärt Dima.

Sexarbeiter mögen Beamte nicht. Auch wenn diese häufige Klienten sind, verabscheuen die Prostituierten ihre heuchlerische Art. Die Mehrheit von ihnen tritt auf den Fernsehbildschirmen für traditionelle familiäre Werte ein, während sie selbst „mehrere dauerhafte Gespielen“ haben.

Amir: „Es macht sie an, wenn man ihre Frauen nimmt“ 

Amir hat drei Ringe im rechten Ohr und zwei Piercings auf der Zunge. Er ist groß und hat einen dunklen Teint. Ein besonderes Merkmal sind seine krausen Haare und er ist sich dessen offenbar dessen bewusst und schneidet sie nicht zu kurz.

Er ist bisexuell. Bietet sich in sozialen Netzwerken über anonyme Anzeigen an. Für eine Stunde nimmt er 1500 Som (ca. 20,50€, Anm. d. Red.): Wenn der Kunde angenehm ist, lässt er sich auf eine Verlängerung ein.

Amir wählt seine Kunden sorgfältig aus und trifft sich am liebsten mit Ausländern: „Das sind meist wohlhabende Menschen über dreißig“.

“Du kannst in diesem Geschäft berühmt werden”

„Du kannst in diesem Geschäft berühmt werden, wenn du 20 bis 30 Jahre alt bist, um keine Antwort verlegen, wenn du gepflegt bist, Sport machst und dich mit Menschen auskennst“, so Amir. Dann fügt er hinzu: Für die Arbeit im Sex-Business „muss man eine dicke Haut haben“.

Seine erste Erfahrung in diesem Bereich war „etwas ungewöhnlich“: Er wurde von einem verheirateten Swinger-Paar eingeladen (Menschen, die Gruppensex mit Partnerwechsel betreiben).

Meistens nimmt er Aufträge für Sex mit mehreren Partnern an. Er bevorzugt MFM (Mann-Frau-Mann), MFF (Mann-Frau-Frau) und BDSM. Auf die Frage nach interessanten Kunden berichtet uns Amir , dass er in den vier Jahren seiner Arbeit im Sex-Business häufig mit Cuckolds zu tun gehabt hat – Männer mit ungewöhnlichem Fetisch.

„Solche Typen nennt man Cuckolds. Es macht sie an, wenn man ihre Frauen nimmt. Sie müssen im Prinzip auch gar nicht mitmachen: Sie schauen einfach zu und genießen. Natürlich ist einem selbst  die Situation etwas unangenehm, aber das muss man überwinden und seinen Job machen“, sagt er.

Jetzt ist Amir 24 Jahre alt. Er träumt davon, in Kirgistan seine eigene Eskort-Agentur zu eröffnen. Dafür spare er bereits Geld und er hofft, dass man in Kirgistan in Zukunft Sexberufen gegenüber neutral eingestellt sein wird.

Insar: „Es gibt keine treuen Ehemänner mehr“

Insar hebt sich vom Äußeren her nicht besonders ab: Er ist klein und stämmig gebaut. „Ein durchschnittlicher Arbeiter“, so kann man ihn beschreiben. Trotzdem gehen auf seinem Telefon über Internet-Anzeigen ständig neue Aufträge ein – nicht seltener, als bei anderen Gigolos.

Er ist heterosexuell, etwa 30 Jahre alt. Er ist Familienvater und verdient sich ausschließlich aus sexuellem Interesse etwas hinzu. Obwohl er verheiratet ist und Kinder hat, trifft sich Insar mit Frauen, die auf die Anzeigen hin anrufen.

„Ich bin verheiratet und habe Kinder, aber leider habe ich für meine Frau ein zu starkes Temperament. Deshalb versuche ich, sie nicht zu quälen und treffe mich mit anderen Frauen“. Insar fügt hinzu, dass es heutzutage praktisch keine treuen Ehemänner mehr gibt – alle gehen fremd.

Vor einem Jahr veröffentlichte er aus Neugierde eine Anzeige im Internet, auf die sofort einige Frauen antworteten. Die erste Nacht verbrachte er mit einem Ehepaar – der Ehemann wollte, dass Insar mit seiner Ehefrau vor seinen Augen schlief.

“Es ist sehr wichtig Erfahrung zu haben”

Insar ist der Meinung, dass das wichtigste in seinem Beruf ist, sich der Risiken bewusst zu sein und sich mit den Kunden nur auf eigenem Territorium zu treffen. Dafür wählt er gewöhnlich ein Hotelzimmer. Wenn der Kunde ihm verdächtig erscheint, kann er eine Buchung auch vollständig ablehnen.

„Es ist in diesem Beruf sehr wichtig, Erfahrung zu haben. Und geschickt mit der Zunge zu sein. Ein kleines Glied ist kein Problem, wenn du alles andere richtig einsetzt“, erzählt Insar.

Er kann auch von merkwürdigen Erlebnissen berichten. Einmal verlor er während des Aktes mit einer Frau das Kondom. Die Frau war aber so in Fahrt, dass sie einfach weitermachten.

Ein anderes Mal traf er sich mit einer Frau, konnte ihrem Wunsch aber nicht nachkommen. „Sie wollte mich mit einem Strap-On ficken. Ich bin heterosexuell, und passiver Analsex ist nicht so meins. Wir haben ja trotz allem die Wahl bei den Kunden – genauso, wie sie bei uns“, sagt er abschließend.

Arzt: „Vieles kann problemlos geheilt werden“

Der Urologe und Sexopathologe Mirlan Ajbaschew kann aufgrund der Schweigepflicht nicht viel über seine Kunden erzählen. Aber er verschweigt nicht, dass Männer aus diesem Berufsfeld vor allem mit inneren Verletzungen und grober Behandlung zu kämpfen haben.

Nach Angaben Ajbaschews kommen alle zu Vorsorgeuntersuchungen, und fast alles kann geheilt werden. „Die Probleme [der Sexarbeiter] sind meist die üblichen – Entzündungen und Infektionen, die gut wieder abheilen“, sagt er.

“Wenn es den Menschen wirtschaftlich besser ginge, würden sie nicht ihre Körper verkaufen”

Der Sexopathologe ist der Meinung, dass das Phänomen der Prostitution selbst eine Folge der kläglichen Lage der kirgisischen Wirtschaft ist. Die Mehrheit der Berufe ist nicht gefragt – und so gibt es keine Arbeit, die diese jungen Männer beschäftigen und ihnen ein regelmäßiges Einkommen garantieren kann.

„Wenn das Land besser entwickelt wäre, hätten es die Leute nicht nötig, ihre Körper zu verkaufen, um sich dann anschließend davon heilen lassen zu müssen“, sagt er.

Bürgerrechtler: „Polizisten fällt es leicht, Verwandte und Bekannte herauszufinden“

An den Bürgerrechtler Michail Wilenski wenden sich des Öfteren Sexarbeiter: Sie werden von Mitarbeitern der Polizei festgenommen, die regelmäßig Razzien in den Nachtklubs von Bischkek durchführen.

„Sie wissen nicht, was sie in der Situation tun sollen, wenn sie zu einem Kunden fahren, und dort von Polizisten erwartet werden. Wie kann man da helfen? Ich empfehle ihnen immer: Wartet, bis man euch loslässt und gebt Geld. Der offizielle Grund für die Festnahme ist Rowdytum“, sagt er.

Regelmäßige Erpressung

Seinen Aussagen nach ist das Hauptziel der Polizisten, die Sexarbeiter zum Zahlen zu bringen. Für sie ist das so eine Art Zuverdienst. Einige Prostituierte verschweigen ihre Tätigkeit vor ihren Verwandten, damit können die Polizisten sie erpressen.  Das gleiche passiert auch bei Transgender-Sexarbeitern.

„Den Polizisten ist es ein Leichtes, die Verwandten und Bekannten [der Sexarbeiter] herauszufinden. Wenn die Prostituierten sich widersetzen, werden sie verprügelt. Von ihnen wird verlangt, dass sie zahlen oder den Betrag abarbeiten“, so Wilenski.

Sich auf die Erfahrungen anderer Bürgerrechtler in Kirgistan beziehend, fügt Wilenski hinzu, dass es früher nicht so viele Festnahmen wegen Prostitution gab wie heute und die Sexarbeiter sogar auf zentralen Straßen nach Kunden suchen konnten.

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Die derzeitige „Hexenjagd“ mit beständigen Festnahmen und Strafen erst im vergangenen Sommer begonnen hätte, so Wilenski.

Schon seit etwa einem halben Jahr führen Polizisten unrechtmäßige Festnahmen an Prostituierten durch. „Früher gab es sowas nicht, da konnten die Mädchen und Jungs in Ruhe arbeiten“, sagt er.

Polizei: Keine Razzien und Fälle von Erpressung

Der Pressesprecher des GUWD (Glawnoje Uprawlenije Wnutrennjch Del, dt. Hauptverwaltung des Inneren) Bischkeks Olschobay Kasakbaew zeigte sich erstaunt über die Fragen des Korrespondenten von kloop.kg bezüglich der Männer, die Sexdienste für Geld anbieten.

Seiner Aussage zufolge führe die Polizei weder Razzien durch, noch gebe es Erpressungsfälle männlichen Prostituierten gegenüber. Er habe auch keine offiziellen Berichte mit Informationen diesbezüglich erhalten.

„Ich weiß gar nicht, Razzien auf männliche Prostituierte – das gab es nicht. Wenn mal jemand in Nachtklubs festgenommen wird, dann wegen Rowdytums“, so Kasakbaew.

Psychologin: „Sie sind wie alle Menschen ein Teil der Gesellschaft“

Ein Call-Boy zu sein ist gefährlich – nicht nur aufgrund möglicher Geschlechtserkrankungen oder Erpressung durch die Polizei. Die Psychotherapeutin Anna Orduli ist der Meinung, dass Sexarbeiter unter Umständen auch psychologischen Problemen ausgesetzt sind.

Die Prostitution macht Menschen nicht nur physisch gefühllos, sondern führt auch zu Problemen in der Partnerschaft. Aufgrund der Häufigkeit von Vergewaltigungen von Sexarbeitern sind Menschen in diesem Beruf häufig misstrauisch, wenig selbstsicher und suizidgefährdet.

Hohes Risiko als Sexarbeiter in Kirgistan vergewaltigt zu werden

„In Kirgistan kommt Vergewaltigung von Sexarbeitern viel häufiger vor, als zum Beispiel in europäischen Ländern. Und die Vergewaltigungsformen sind wirklich ernsthaft: Von Schmähung über Folter bis hin zu einzelnen Fällen von Ermordung von Mädchen und Jungen“.

Aufgrund dessen, und auch wegen der Menge sexueller Beziehungen, hören die Menschen auf zu fühlen. Orduli ist der Meinung, dass Paranoia und Depression bei Sexarbeitern nicht nur oberflächlich vorhanden ist – sie leiden zum Teil an tiefgehenden Problemen, die nicht so einfach zu heilen sind. Das kommt auch davon, dass Prostituiert häufig schon vorher kein einfaches Leben hatten. Eventuell wurde diesen Menschen in der Kindheit viel Leid und Schmerz zugefügt, und viele haben einfach keine andere Wahl.

„Diese Menschen sind traumatisiert, aber sie sind nicht gefährlich für die Allgemeinheit. Die Mehrheit von ihnen rehabilitiert sich mit der Zeit“.

 

Im russischen Original auf Kloop.kg

Aus dem Russischen übersetzt von  Katharina Kluge

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