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Coronavirus: Erste Todesfälle in Kasachstan und Usbekistan

In Zentralasien ist in letzter Zeit die Anzahl an Infektionen mit dem Coronavirus stark gestiegen. Nun haben auch Kasachstan und Usbekistan die ersten Todesfälle zu beklagen.

Der erste durch den Coronavirus ausgelöste Todesfall in Zentralasien ereignete sich am Donnerstag, den 26. März in Kasachstan. Es handelt sich um eine 64-jährige Frau. Dies berichtet Tengrinews mit Verweis auf den kasachstanischen Minister für öffentliche Information und Entwicklung Daren Abaev.

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Kasachstans Präsident Qasym-Jomart Toqaev reagierte auf den Tod der Frau mit einem Tweet, in dem er der 64-jährigen Tribut zollt. “Der Tod einer 64-jährigen Frau durch den Coronavirus zeigt, dass diese Epidemie äußerst gefährlich ist und dass es sehr wichtig ist, die Quarantäne aufrechtzuerhalten. Ich spreche der Familie und den Freunden mein Beileid aus. In Nur-Sultan und Almaty wurde beschlossen, die Quarantänemaßnahmen zu verstärken [und] in Shymkent Beschränkungen einzuführen“, twitterte der kasachstanische Staatschef.

Verschärfte Maßnahmen in Kasachstan

Almaty und Nur-Sultan sind als die am stärksten betroffenen Städte und sind bereits seit dem 19. März unter Quarantäne gestellt. Die Maßnahmen in beiden Städten werden nun weiter verschärft. So wurde beschlossen, dass die BürgerInnen ab dem 28. März ihre Ausgaben auf den Erwerb von Lebensmitteln, Medikamenten und im Rahmen der Arbeit beschränken sollen. Öffentliche Plätze, wie Parks, Fußgängerzonen oder Spielplätze werden geschlossen. Versammlungen von mehr als drei Personen auf öffentlichen Straßen oder Plätzen sind verboten. Schließlich wird der öffentliche Verkehr schrittweise eingeschränkt. Darüber hinaus müssen die meisten Unternehmen vom 30. März bis zum 5. April ihre Tätigkeit einstellen.

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Der Flughafen, die Bahn- und Busbahnhöfe des im Süden des Landes gelegenen Shymkent werden ihre Arbeit einstellen. Ebenso werden Versammlungsorte geschlossen und Gastronomiebetriebe dürfen nach 18 Uhr keine Gäste mehr aufnehmen. Auch der Verkehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird eingeschränkt.

Erster Todesfall in Usbekistan

Am Morgen des 27. März hatte auch Usbekistan den ersten Todesfall, der auf eine Covid-19-Infektion zurückging, zu beklagen. Wie Gazeta.uz mit Verweis auf das usbekische Gesundheitsministerium berichtet, starb im Infektionskrankenhaus der Stadt Namangan eine 72-jährige Patientin. Die Frau war am Vortag mit starken Symptomen eingeliefert worden und in der Nacht verstorben.

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Laut Infografik des Johns Hopkins Coronavirus Resource Center belief sich am 27. März die Zahl der Corona-Infizierten in Kasachstan auf mittlerweile 125. In Usbekistan gab es bisher 83 Fälle, in Kirgistan 57. Tadschikistan und Turkmenistan haben bis zuletzt keinen einzigen Fall einer Covid-19-Infektion bestätigt.

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