Manat Scheine Asiaden

Turkmenistan: Neue Scheine für die Asiade

Kurz vor seinem ersten sportlichen Großereignis, der Asiade, hat Turkmenistan neue Geldscheine in Umlauf gebracht, um für das Ereignis zu werben.

Die fünften Asiatischen Hallenspiele für Kampfsportarten, kurz Asiade, finden vom 17. zum 27. September in der turkmenischen Hauptstadt Aschgabat statt. Wenige Tage vor dem Start des Ereignisses sind die Behörden ganz für die Organisation mobilisiert. Es ist die größte internationale Veranstaltung, die das geschlossenste der zentralasiatischen Länder bisher organisiert hat.

Eine Reihe von Initiativen

Trotz der Durchführung vieler zusätzlicher Sicherheitsmaßnahmen und einer verstärkten Grenzkontrolle, bemüht sich Turkmenistan durch die Asiade sein Image im Ausland zu fördern. Das bedeutet vor allem viele neue Symbole, wie die Organisation von Tagen ohne Autoverkehr, die die Bevölkerung auf den Kampf gegen den Klimawandel aufmerksam machen sollen.

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Ein weiteres Highlight: Das speziell für die Asiaden gebaute olympische Dorf wurde bereits ins Guiness Buch der Welrekorde aufgenommen. Mitunter tront dort die riesige Statue eines Achal-Tekke, der berühmten turkmenischen Pferderasse.

Nun hat die Asiade auch ihre eigenen Scheine. Wie die staatliche turkmenische Presseagentur TDH berichtete, wurden am 11. September eigens für die Asiade neue Scheine der turkmenischen Währung Manat in Umlauf gebracht.

Ein verbesserter Manat

Wie die Oppositionswebseite Chrono-tm.org berichtet, hat die turkmenische Zentralbank neue 1, 5, 10, 20, 50 und 100 Manat-Scheine in Umlauf gebracht. Diese neuen Banknoten sind mit Bilder und Slogans zur Bewerbung der Asiaden in Aschgabat versehen. Jeder Schein zeigt das Symbol der Spiele, einfach „Aschgabat 2017“.

Auch neue Silber und Goldmünzen mit der turkmenischen Aufschrift „Aşgabat Olimpiýa stadiony“ wurden gepresst. Diese 100 Manat (circa 24 Euro) Münzen sind also dem olympischen Dorf in Aschgabat gewidmet und dessen olympischen Stadion, in dem verschiedene Wettbewerbe stattfinden werden.

Die Rückseiten der Scheine zeigen verschiedene symbolische Gebäude und Landschaften Turkmenistans: Berge, Wiesen und ein künstlicher Satellit werden die neuen Banknoten beschönigen. Auch der neue Flughafen von Aschgabat, dem bereits zahlreiche Baumängel nachgewiesen wurden, thront auf einem der Scheine.

Die Frage bleibt offen, ob die neuen Scheine den für die turkmenischen Behörden so wichtigen Spielen zum Erfolg verhelfen können. Oder ist es ein weiteres Symbol ohne Tragweite, das, wie der Flughafen, im Sand versinken wird.

Jérémy Lonjon

Aus dem Französischen von Florian Coppenrath

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Né à Strasbourg, diplômé de l'ICN Business School (Nancy) et de l'Académie Plekhanov (Moscou), titulaire d'un Master 2 en Relations internationales (Université de Strasbourg), Jérémy a été rédacteur en chef de Novastan à Bichkek de 2016 à 2018, avant de devenir correspondant à Almaty. Il est également spécialisé dans l'enseignement de l'anglais.

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