Kirgistan 1900

Kirgistan im Jahr 1900

Im Jahr 1900 reiste der italienische Prinz Scipione Borghese zusammen mit dem Schweizer Bergsteiger Matthias Zurbriggen und seinem Landsmann Giulio Brocherel durch das Tian-Shan Gebirge. Sie durchquerten auch den Norden des heutigen Kirgistans und studierten das Enil’tschek-Tal bei Karakol. Von ihrer Reise bleibt ein reicher Schatz an einzigartigen Fotos. Die Redaktion von Kloop.kg hat die Bilder in den Archiven entdeckt; wir übernehmen die Fotostrecke mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion.  

Bei ihrer Reise durch die heutigen Regionen Tschüj und Issikköl waren Borghese und seine zwei Begleiter unter den ersten europäischen Reisenden, die das Leben in der Region dokumentierten.

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Sie führten ein detailliertes Reisetagebuch und schrieben Briefe an ihre Familien, von denen einige bis heute überliefert sind. So beschrieb der Prinz Borghese in einem seiner Briefe den Issikkölsee:

Vor uns zeigte sich ein großer See vor einer riesigen schneebedeckten Bergkette. Selten hat sich mir ein schönerer Anblick geboten! Stellt euch vor: Vorne grüne Steppen, dann ein göttlich himmelblauer See, dann wieder ein grüner Streifen am Berghang, schwarze Wälder am Berg, das ganze gekrönt von einem durchgängigen weißen Band schneebedeckter Höhen und Gletscher!

Ein Teil ihrer Bilder wurde im Fotoalbum „Tian-Shan“ gedruckt, dass zum Anlass des internationalen Jahrs der Berge 2002 in Italien veröffentlicht wurde.

Alle Bilder sind Eigentum der italienischen Geographiegesellschaft. Die Frist ihres Urheberrechts ist abgelaufen.

Die Redaktion von Kloop.kg
Aus dem Russischen übersetzt von Florian Coppenrath

 

 

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Ich bin dem frisch gegründeten Novastan gleich bei meiner ersten Kirgistan-Reise Ende 2011 beigetreten. Erst war ich Redakteur, dann Begründer der deutschsprachigen Version. Heute bin ich für die Verbindungen zwischen den verschiedenen Teilen von Novastan und für die strategische Entwicklung des Projektes zuständig. Nach drei Jahren in Kirgistan, zuletzt als Bosch-Lektor in Osch, arbeite ich heute an der Entwicklung von "Wikistan" einer baldigen Netzwerkplattform für die Zentral-Eurasien-Forschung. Seit März diesen Jahres bin ich ebenfalls in der Forschung tätig und schreibe eine Doktorarbeit über Hip-Hop in Kirgistan am Zentralasienseminar der Humboldt Universität zu Berlin. --------------------------------------------------------------- Mon premier voyage à Bichkek en décembre 2011 m'amena à rejoindre le magazine Novastan.org fraichement fondé. J'y étais d'abord actif en tant que rédacteur, puis en tant que fondateur et coordinateur de la version germanophone en été 2013. Aujourd'hui je suis en charge des liens entre les différentes parties d Novastan et du développement stratégique du projet. Après trois ans au Kirghizstan, dernièrement en tant que médiateur culturel pour la fondation Bosch à l'université d'Och, je travaille au développement de "Wikistan", un réseau pour la recherche sur l'Eurasie centrale. Depuis mars 2018, je suis également doctorant en études centre-asiatiques et étudie le Hip-Hop dans les villes du Kirghizstan.

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