Die Helden des ‚Manas‘-Epos

Um ein direktes Bild des berühmten ‚Manas‘-Epos zu bekommen, bieten wir hier einen Überblick: „Die Helden des ‚Manas‘-Epos“ von Melis Abakirow mit Bildern von Taalaj Kurmanow, hier speziell für unsere Leser übersetzt.

 Manas

Manas ist ein großer tapferer General

Manas ist ein epischer Held; die zentrale Figur des Epos gleichen Namens. Er war ein „Bogatyr“, der in seiner Mission, einen vereinigten Staat der Kirgisen zu gründen, bemerkenswerte Großtaten vollbracht hat. Vierzig tapfere Ritter standen unter seiner Führung. Bereits mit 9 Jahren beschützte Manas sein Volk vor Invasoren: Kalmücken und Kara-Kitais. Seine Siege auf dem Schlachtfeld erlaubten es diesem jungen Krieger schließlich, die über Zentralasien verstreuten Kirgisen zu vereinigen. Das dankbare Volk erwählte daraufhin seinen Retter Manas zum Khan. Als die Kirgisen vereint waren, verfolgte Manas einige Militärkampagnen gegen die Nachbarvölker, die die kirgisischen Länder wiederholt überfallen hatten.

 

Der Traum Dzhakyps

Der Traum Dzhakyps

Manas war ein Nachfolger des kirgisischen Khans Nogoj. Nach dem Tode des Khan wurden die Kirgisen von Eroberern aus ihrem Land in verschiedene Gegenden verjagt. Dzhakyp, Manas Vater, fand im Altai Zuflucht. Der alte Dzhakyp war verzweifelt, denn er hatte keinen Erben und Nachfolger für seine Familie. Eines Nachts hatte er einen prophetischen Traum, in dem er einen außergewöhnlichen Adler fing. Der Adler war sehr groß und von unübertroffener Schönheit. Die alten Weisen sagten die Geburt eines Heldensohns hervor, der das Kirgisische Volk beschützen könnte.

 

Schyirdy – die Mutter des tapferen Manas

Schyirdy – die Mutter des tapferen Manas

Dzhakyp und Schyirdy, das kinderlose Paar, verbrachte lange Nächte damit, um für einen baldigen Erben zu beten. Ihre Anrufungen wurden erhört: Auf die prophetischen Träume folgte die Geburt des langerwarteten Kindes. In ihrer Schwangerschaft spürte Schyirdy, dass sie ein besonderes Kind in sich trug – eine unbesiegbare Lust, ein Tigerherz zu verzehren, ging ihr indes nicht aus dem Kopf. Laut alten Legenden bedeutet das, dass die Mutter einen wahrhaftig tapferen Ritter gebären würde, da ein Tigerherz dem Kind Stärke und Mut verleiht. Nach Manas Geburt erzog Schyirdy ihn als einen würdigen Sohn für das kirgisische Volk.

 

Der weise Hellseher Bakaj

Der weise Hellseher Bakaj

Bakaj ist einer der populärsten Helden des Epos und gilt als ein weiser hellsehender General. Er war der Cousin Manas und sorgte sich um dessen Wohlbefinden,als wäre er sein eigener Sohn. Die ausgewogenen und gut durchdachten Taten Bakajs brachten den Kirgisen in den Schlachten gegen ihre Feinde Ruhm und Sieg. Nach dem Tod von Manas wurde Bakaj der Lehrer Semetej, Manas‘ Sohnes.

 

Saikal- die Tapfere

Saikal- die Tapfere

Saikal war die Enkelin des König Tekes, der sich den Kirgisen in einer von Manas‘ Schlachten diesem anschloss. Sie wurde wie eine wirkliche Kriegerin erzogen und war genauso tapfer und geschickt wie andere die bemerkenswerten Ritter. Das Volk nannte sie die Tapfere.

Alooke – der Khan der Kara-Kitais

Alooke – der Khan der Kara-Kitais

Alooke, der Khan der Kara-Kitais, hatte die kirgisischen Länder lange vor der Geburt Manas erobert. Jahrzehntelang litt das kirgisische Volk unter seiner erbarmungslosen Grausamkeit. Der Khan Alooke war so stark, dass keiner der tapferen Ritter ihn im Kampf schlagen konnte.

Der junge Manas zeigte seine nicht zu bezähmende Kraft und sein unbändiges Temperament in seinen ersten Kämpfen. Alooke zwang er, die kirgisischen Länder zu verlassen.

 

Almambet

Almambet, der Prinz und General

Almambet war ein Prinz der Kara-Kitais. Palastintrigen brachten ihn jedoch dazu, sein Königreich zu verlassen. Er kam zu Manas, von dessen Großtaten er gehört hatte, und wurde zu seinem nächsten und treuesten Genossen. Die Kirgisen sahen in ihm einen Bruder des tapferen Manas. Er war ein voraussehender und geschickter General, der während eines Feldzuges bei Beidzhin durch das Schwert eines furchtlosen Kriegers fiel.

Tschubak und Syrgak – Manas tapfere Ritter

Tschubak und Syrgak – Manas tapfere Ritter

Tschubak und Syrgak waren die nächsten und treuesten Kameraden von Manas. Sie zeigten sich während den Militärkampagnen als mutige, kraftvolle Krieger. Mit ihrer Intelligenz und Verstand waren sie und ihre Truppen gegeüber jedem Feind erfolgreich. Sie starben allerdings später in einer siegreichen Schlacht bei Beijing.

Die Prinzessin Kanikej

Die Prinzessin Kanikej

Kanikej (ihr wahrer Vorname war Sanirabiiga) war die Tochter von Karakhan, dem ‚Fürsten der Sechzig Städte‘. Sie erhielt diesen Namen nach ihrer Verlobung mit Manas. Auf Kirgisisch bedeutet Kanikej „die Verlobte des Khan“. Sie bezauberte durch ihre Schönheit das Herz mehrerer Männer. Da sie so viel von Manas Großtaten gehört hatte, nahm sie auch seinen Hochzeitsantrag an.

Die Königin Kanikej Manas Frau

Die Königin Kanikej, Manas Frau

Kanikej gewann nach ihrer Hochzeit mit Manas den Respekt von allen. Vom Volk wurde sie wie eine würdige Königin herzlich empfangen. Sie galt als Hilfe und Beraterin von Manas. Während seiner Kämpfe war sie eine gerechte Herrscherin und lieferte seiner Armee alles Nötige, wie Verpflegung und Kleider.

 

Der Kampf von Koschoj und Dzholoj

Der Kampf von Koschoj und Dzholoj

Koschoj war der älteste Ritter der Kirgisen. Er wurde von seiner Familie respektiert und geschätzt, und spielte eine wichtige Rolle bei der Vereinigung des kirgisischen Volkes. Bei dem Mahl zu der Bestattung eines berühmten Khans wurden verschiedene Wettbewerbe organisiert. Die Kirgisen fanden für den Kalmück-Riesen wie Dzholoj, der eine solche ungeheure Kraft besaß, sodass seine Würgegriffe immer tödlich endeten, keinen würdigen Gegner. Um seinem Volk keine Scham zu bringen, nahm der alte Koschoj die Herausforderung des jungen achtzehnjährigen Gegners an. Der Kampf der zwei Titane dauerte zwei Tage, aus dem der alte Koschoj letzlich jedoch siegreich hervorging.

 

Konurbaj- der Khan und General der Kara-Kitais

Konurbaj, der Khan und General der Kara-Kitais

Kanurbaj war ein weiser und kluger Feind Manas, der mit einer erheblichen Kraft versehen war. Dank seiner wunderbaren Rüstung konnte ihn keine Waffe erreichen. Er bewahrte dieses Geheimnis der magischen Formeln bei sich. Er überlebte zudem die Schmach, die ihn bei den zahlreichen Niederlagen bei Wettbewerben gegen Manas überfiel. Diese Niederlagen waren der Grund seines Hasses gegenüber dem Khan. Als er verstand, dass er Manas auf ehrliche Weise nicht besiegen konnte, entschied er sich für einen Hinterhalt; Er schlich sich von hinten an Manas an und verletzte ihn tödlich.

 

Kanykej- die Mutter des Prinzen Semetej

Kanykej, die Mutter des Prinzen Semetej

Der Tod Manas und seiner Krieger durch ihre Feinde brachten tiefe Trauer in Kanykejs Herz. Doch ihr Verstand half ihr, die Qual ihres Verlustes zu überstehen: Sie setzte sich an den Kopf des Staates. Einige Verwandte von Manas waren mit diesen Entwicklungen nicht zufrieden. Sie entschieden sich, den einzigen Erben des großen Ritters, den kleinen Semetej, zu töten. Kanykej schaffte es, ihren Sohn zu retten, und flüchtete zu ihrem Vater. Sie erzog ihren Sohn dort wie einen zukünftigen Khan und brachte ihm alles bei, was er zu den heiligen Pflichten seines Vaters wissen musste.

 Aus dem Werk von Melis Abakirow, mit den Bildern von Taalaj Kurmanow

Aus dem Russischen ins Französische übersetzt von Artyom Ismailow

Deutsche Version: Florian Coppenrath und Christoph Richter

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Faire connaître l'Asie centrale et rapporter l’actualité de cette région de l'intérieur,  telle qu'elle est vécue par les jeunes d’ici, saisie dans sa fraîcheur, sa vivacité, dénuée de clichés, voilà la mission première de Francekoul.com (Novsatan.org), celle qui m'a convaincu de me lancer dans cette aventure. Avec mon acolyte français, Anatole Douaud, et une petite équipe de kirghizes francophones, nous avons commencé à construire un pont inter-culturel, pierre par pierre, jusqu'à aujourd’hui. Deux ans et des poussières plus tard, le projet rassemble une  cinquantaine de membres dans 7 pays. Et le projet continue à se développer ! lA coeur vaillant, Rien d’impossible... lActuellement étudiant en deuxième année de Master, mention Communication, à l’École Supérieure de Management ECEMA Lyon, et diplômé du master 2 de l’Université de Nantes, mention « Ingénierie en projets européens et internationaux », j’ai lancé, avec Anatole Douaud et une équipe multiculturelle et bilingue français/kirghiz, cette belle aventure qu'est Francekoul.com (Novsatan.org)  il y a deux ans à Bichkek, la capitale du Kirghizstan. Avant, sous la casquette de guide-interprète touristique, j’avais eu la chance de faire découvrir le Kirghizstan et la route de la soie à de nombreux visiteurs francophones. Ce sont ces rencontres  qui m’ont convaincu de la nécessité de montrer l’Asie centrale sous un autre jour, hors des sentiers battus. Faire connaître l'Asie centrale et rapporter l’actualité de cette région de l'intérieur,  telle qu'elle est vécue par les jeunes d’ici, saisie dans sa fraîcheur, sa vivacité, dénuée de clichés, me semble de fait indispensable à la construction d’un regard critique sur notre région, aussi bien dans le monde francophone qu'en Asie centrale. Voilà le projet lancé, l’équipe recrutée, le fruit d’un long travail commencé avant moi par tous les étudiants kirghizes, ouzbeks, tajiks, kazakhs, turkmènes, ouïghours qui ont appris le français puis sont allés étudier en France au Québec en Belgique ou en Suisse et qui participent toujours à Francekoul. Notre intension est de faire connaître à nos lecteurs occidentaux notre région, souvent entourée de mystères et objet de préjugés farfelus. Notre Asie centrale, celle que nous  voyons, sentons, resentons, celle que nous vivons chaque jour, est forte et déterminée à ce que la francophonie, qui représente un espoir pour beaucoup d’entre nous, s’épanouisse ici et aide, comme elle l’a fait par le passé, à construire des ponts entre les peuples. Je serai toujours heureux de vous faire parvenir toute information pouvant vous être utile. Francophonement vôtre, Artiom Ismaïlov

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