„Wir erinnern uns“

 

Die Revolution des 7. Aprils 2010 brachte dem Regime des ehemaligen kirgisischen Präsisenten Kurmanbek Bakijew ein gewaltsames Ende. Offiziell starben damals etwa 100 Leute in der Hauptstadt Bischkek. Durch diese zweite Revolution (nach der Tulpenrevolution 2005) wurde das Land zur einzigen parlamentarischen Demokratie Zentralasiens und ist bis heute der bei weitem offenste Staat der Region. Zum 5. Jubiläum dieser „Wiedergeburt Kirgistans“, wie es auf den Plakaten in der Hauptstadt steht, versammelten sich etwa 600 Menschen nahe dem Parlament und dem Denkmal der Revolution. Laut dem Präsidenten Almasbek Atambajew galt die Zeremonie „der Ehre der Helden des April [2010]“.

„Wir erinnern uns an den Zustand des Landes vor dem 7. April 2010“, begann er seine Rede, und schilderte dann die Verbrechen des Bakijew-Regimes und das „monströse Übel“, vor dem die Revolutionäre das Land gerettet haben. Der Gegensatz zum alten Regime ist eine der Hauptquellen für die Legitimität der heutigen Regierung. Später verglich der Präsident den revolutionären Prozess in Kirgistan und mit anderen in der Welt, und bezeichnete zum Beispiel den Maidan als den 7. April der Ukraine. Er unterstrich dabei die Schnelligkeit, mit der es Kirgistan schaffte, aus dem Chaos der Revolution wieder an Stabilität zu gewinnen. Ein insgesamt positives Bild für seine Konsolidierungspolitik, und die der ehemaligen Präsidentin Otunbajewa.

Foto: Florian Coppenrath

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