Photo du skieur Dimitri Trelewsky

Kirgistan: ein einziger Vertreter bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi

Kirgistans Hoffungsträger heißt Dimitri Trelewsky. Der 29-jährige Skiläufer wird als einziger Sportler der zentralasiatischen Republik bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi, vom 6.bis 23. Februar, vertreten sein. Er tritt in den drei Disziplinen Slalom, Riesenslalom und Super G an.

Dimitri Trelewsky und Murat Saralinov

Am zweiten Februar sind Trelewsky und sein Trainer, Igor Borisow, nach Sotschi geflogen. Seine offizielle Auswahl wurde im Januar von dem nationalen olympischen Komitee Kirgistans bestätigt. Der Sportler hatte bei den Qualifikationsrunden hinreichend Punkte gesammelt und ergatterte vor seinen Landsmännern Ewgenij Timofeew und Sergej Trelewsky den ersten Platz. Bei den Wettbewerben in Italien im Januar erreichte er beim Super G den siebzehnten Platz, was ihm eine olympische Qualifizierung in dieser Disziplin einbrachte. Bei den Winterspielen in Vancouver 2010 landete er beim Riesenslalom den 76. Platz, konnte ihn allerdings nicht mehr beenden.

Schlechte Trainingsbedingungen

Bei den asiatischen Winterspielen in Almaty 2011 erreichte Trelewsky den vierten Platz. Für Sotschi erhofft er sich bei dem Super G unter die ersten 30 zu kommen. Sein Trainer zeigt sich realistisch: Er erwarte keine Medaille, hoffe jedoch wenigstens auf einen Platz unter den ersten 50. Die kirgisische Regierung räume ein, dass der Sportler für ein olympisches Niveau nicht unter optimalen Bedingungen trainieren kann. Die durchschnittliche Höhe in Kirgistan beträgt zwar über 2500 Meter, allerdings sind die Skipisten nur im Winter befahrbar. Den Rest des Jahres müssten Profi-Skifahrer also ihr Training im Ausland weiterführen, wozu ihnen jedoch das Geld fehlt, so Borisow.

Für die diesjährigen olympischen Spiele bereiteten sich die kirgisischen Sportler in zwei Sportarten vor: alpiner Skilauf und Snowboard. In dieser letzten Sportart nahmen auch zwei junge Hoffnungsträger, die Brüder Pawel und Alex Wakurin, an den Qualifikationen teil. Die Leistungen der Kirgisischen Sportler verbessern sich von Jahr zu Jahr, um allerdings den Zugang zu den Olympischen Spielen zu erhalten, müssten sie es unter die besten 30 schaffen, bemerkte im Dezember Murat Saralinow, der Generalsekretär des kirgisischen olympischen Komitees.

Staat zahlt für Sotschi, nicht für Vancouver

Für die Vorbereitung und Teilnahme bei den Qualifikationen für die diesjährigen Winterspiele zahlte der kirgisische Staat 634.800 Soms (ungefähr 9000 Euro). Dazu kam ein olympisches Stipendium von 24.000 Dollar vom nationalen olympischen Komitee. Der Premierminister Zhantoro Satylbajew stellte Dimitri Trelewsky dazu noch 100.000 Soms (1500 Euro) aus seinem Reservefonds zur Verfügung. Für Vancouver, erinnert sich der Trainer, hätten sie von der Regierung gar keine Unterstützung erhalten. Saralinow hat versichert, dass die finanzielle Hilfe des Staates nur dem Sportler und seinem Trainer zukommen wird, und dass ausschließlich die Reise der offiziellen Delegation nach Sotschi übernommen wird.

Die offizielle Delegation der Kirgisischen Republik bei den Winterspielen in Sotschi wird aus fünf Personen bestehen: neben dem Sportler und seinem Trainer werden der Präsident und der Generalsekretär des nationalen olympischen Komitees, Saralinow und Kanat Amankulow, sowie der Generaldelegierte Salamat Ergeshow mitreisen. Aus Zentralasien wird Kasachstan mit über 50 Sportlern mit Abstand am meisten vertreten sein. Aus Usbekistan und Tadschikistan treten jeweils drei und zwei Sportler an. Turkmenistan wird an den Winterspielen nicht teilnehmen.

Während der 17 Wettkampftage werden 15 Sportarten in Sotschi ausgetragen – eine Rekordzahl von 98 Disziplinen. Insgesamt werden an diesen Winterspielen 6000 Sportler und Mannschaftsmitglieder aus 85 Ländern teilnehmen.

Um die Ergebnisse von Dimitri Trelewsky zu verfolgen:

Die Redaktion von Novastan.org

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