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	<title>Zentralasien &amp; Europa Archives</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
	<lastBuildDate>Thu, 04 Jun 2026 08:15:59 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Zentralasien &amp; Europa Archives</title>
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		<title>Russlands kasachstanische Ölwaffe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[sschulz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 May 2026 06:30:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien & Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Folgen russische Angriffskrieg]]></category>
		<category><![CDATA[Infrastruktur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 22. April k&#xFC;ndigte die russische Regierung an, in Zukunft kein kasachstanisches &#xD6;l mehr durch die Druschba-Pipeline nach Deutschland zu leiten. Die Bundesrepublik, so die Botschaft, zahle aufgrund ihrer immer noch betr&#xE4;chtlichen Abh&#xE4;ngigkeit von russischen Energieinfrastrukturen einen hohen Preis f&#xFC;r die Unterst&#xFC;tzung der Ukraine. Dieser Schritt Moskaus offenbart jedoch ebenso, wie sehr auch Kasachstans Wirtschaft [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Am 22. April kündigte die russische Regierung an, in Zukunft kein kasachstanisches Öl mehr durch die Druschba-Pipeline nach Deutschland zu leiten. Die Bundesrepublik, so die Botschaft, zahle aufgrund ihrer immer noch beträchtlichen Abhängigkeit von russischen Energieinfrastrukturen einen hohen Preis für die Unterstützung der Ukraine. Dieser Schritt Moskaus offenbart jedoch ebenso, wie sehr auch Kasachstans Wirtschaft weiterhin auf Russland angewiesen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Russlands stellvertretender Ministerpräsident Aleksandr Nowak kündigte am 22. April an, die kasachstanischen Ölexporte nach <a href="https://www.reuters.com/business/energy/russia-halt-kazakhstans-oil-flows-germany-via-druzhba-sources-say-2026-04-21/">Deutschland</a> zu stoppen. Diese Entscheidung, die ab dem 1. Mai umgesetzt wurde, begründete er mit „<em>technischen Einschränkungen</em>“. Auch Kasachstans Energieminister Erlan Aqkenjenov <a href="https://mobile.aa.com.tr/ru/%D1%8D%D0%BA%D0%BE%D0%BD%D0%BE%D0%BC%D0%B8%D0%BA%D0%B0/%D0%B2-%D0%BC%D0%B8%D0%BD%D1%8D%D0%BD%D0%B5%D1%80%D0%B3%D0%BE-%D0%BA%D0%B0%D0%B7%D0%B0%D1%85%D1%81%D1%82%D0%B0%D0%BD%D0%B0-%D0%BF%D0%BE%D0%B4%D1%82%D0%B2%D0%B5%D1%80%D0%B4%D0%B8%D0%BB%D0%B8-%D0%BE%D1%81%D1%82%D0%B0%D0%BD%D0%BE%D0%B2%D0%BA%D1%83-%D1%82%D1%80%D0%B0%D0%BD%D0%B7%D0%B8%D1%82%D0%B0-%D0%BA%D0%B0%D0%B7%D0%B0%D1%85%D1%81%D1%82%D0%B0%D0%BD%D1%81%D0%BA%D0%BE%D0%B9-%D0%BD%D0%B5%D1%84%D1%82%D0%B8-%D1%87%D0%B5%D1%80%D0%B5%D0%B7-%D1%80%D1%84/3914332">teilte mit</a>, dass er diesen Schritt vor dem Hintergrund der „<em>kürzlichen Angriffe auf russische Infrastruktur</em>“ sehe. Ein klarer Verweis auf die <a href="https://novastan.org/fr/decryptage/asie-centrale-souffre-des-attaques-de-drones-ukrainiens-sur-la-russie/">ukrainischen Drohnenangriffe</a> der letzten Wochen und Monate.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge lieferte Kasachstan 2025 täglich <a href="https://www.reuters.com/business/energy/russia-halt-kazakhstans-oil-flows-germany-via-druzhba-sources-say-2026-04-21/">43.000 Barell Rohöl</a> über die Druschba-Pipeline nach Deutschland. Mit insgesamt 10,3 Millionen Tonnen Öl und einem Anteil von 14 Prozent an den gesamten deutschen Ölimporten war Kasachstan damit Deutschlands viertgrößter Zulieferer.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/wir-sind-oelarbeiter-und-schaemen-uns-ueber-unser-gehalt-zu-sprechen/">„Wir sind Ölarbeiter und schämen uns, über unser Gehalt zu sprechen“</a></strong><strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der russische Transitstopp für kasachstanisches Öl trifft besonders die PCK Raffinerie in Schwedt hart. Mit 17 Prozent machten die kasachstanischen Lieferungen über die Druschba-Pipeline einen wesentlichen Anteil des dort verarbeiteten Erdöls aus. Die rund 100 Kilometer nordöstlich von Berlin gelegene Raffinerie ist eine der wichtigsten Deutschlands und stellt zu fast 90 Prozent die Versorgung der Hauptstadt und Brandenburgs mit Kerosin, Diesel und Heizöl sicher. Der <a href="https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/raffinerie-pck-schwedt-oel-lieferstopp-druschba-100.html">BER</a>, Deutschlands drittgrößter Flughaben, erhält sein gesamtes Kerosin aus Schwedt. Ihre unmittelbare Nähe zur polnischen Grenze macht die Raffinerie zudem zum Teil der strategischen Infrastruktur an der <a href="https://legrandcontinent.eu/fr/2026/04/22/suspension-des-exportations-de-petrole-kazakh-par-moscou-quelles-consequences-pour-lallemagne/">NATO-Ostflanke</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Mit Energielieferstopps gegen Deutschlands Unterstützung der Ukraine</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser jüngste Schritt der Regierung in Moskau ist Teil einer ganzen Reihe von energiepolitischen Drohungen, die die wachsenden Spannungen zwischen Deutschland und Russland verdeutlichen. Bereits im März diesen Jahres hatte Russlands Präsident Putin angedroht, die <a href="https://www.reuters.com/business/energy/putin-suggests-russia-could-stop-supplying-gas-european-markets-now-2026-03-04/">Gaslieferungen nach Europa</a> einzustellen. Er reagierte damit auf die Ankündigung Brüssels, schrittweise den Kauf russischen Gases zu verbieten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 14. April hatten die Ukraine und Deutschland bei einem Besuch des ukrainischen Präsidenten beim deutschen Kanzler in Berlin eine <a href="https://euractiv.com/fr/news/missiles-drones-et-partage-de-donnees-lallemagne-et-lukraine-concluent-un-accord-de-defense/">Kooperationsvereinbarung</a> unterzeichnet, die auf die Stärkung der ukrainischen Luftabwehr abzielt. Friedrich Merz erklärte bei diesem Anlass erneut seine Unterstützung für die Ukraine und stellte vier Milliarden Euro für die Finanzierung von Waffenkäufen zur Verfügung. Auch die Gründung eines Joint Ventures zur gemeinsamen Produktion von Drohnen ist Teil des Abkommens.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Russlands Antwort ließ nicht lange auf sich warten und kam als Drohungen des russischen Verteidigungsministers gegen europäische Drohnenhersteller. Dazu veröffentlichte dieser die Adressen mehrerer solcher Drohnenhersteller auf <a href="https://euractiv.com/fr/news/la-russie-menace-les-fabricants-europeens-de-drones-et-publie-leurs-adresses-sur-internet/">Telegram</a>. Die Bundesregierung wiederum reagierte darauf, indem sie Russlands Botschafter in Deutschland einbestellte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit solchen Maßnahmen versucht Russland kontinuierlich, den Druck auf Deutschland, einen der wichtigsten Unterstützer der Ukraine, zu erhöhen. Obwohl Deutschland seine massive Abhängigkeit von russischen Energieimporten seit dem Jahr 2022 wesentlich reduzieren konnte, kämpft es nach wie vor gegen Moskaus Einfluss auf seine Energiepolitik an. Nun sieht sich die Bundesrepublik einem doppelten Preisschock ausgesetzt: Zum russischen Angriffskrieg und deren Folgen kommt noch der Krieg im Nahen Osten, wo die Schließung der Straße von Hormus die Energiepreise auf den Weltmärkten erneut massiv nach oben getrieben hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/iran-krieg-was-sind-die-folgen-fuer-zentralasien/">Iran-Krieg: Was sind die Folgen für Zentralasien?</a></strong><strong></strong></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Schwierige Suche nach Alternativen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Um die Folgen des nun angekündigten russischen Transitstopps abzufedern, hat ein Sprecher des polnischen Pipelinebetreibers PERN vorgeschlagen, Öl, das weder aus Russland noch aus Kasachstan stammt, über den <a href="https://www.reuters.com/business/energy/russia-halt-kazakhstans-oil-flows-germany-via-druzhba-sources-say-2026-04-21/">Hafen von Gdańsk (dt. Danzig)</a> nach Schwedt zu leiten. Diese Option würde es ermöglichen, Öl über den Seeweg zu zwei der drei Hauptanteilseignern der PCK Raffinerie, Eni und Shell, zu leiten. Die dritte Partei, Rosneft, wäre davon ausgeschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei ihrem Besuch der Raffinerie in Schwedt Mitte Mai versuchten Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke, weitere Perspektiven aufzuzeigen. Kurzfristig verlängerte die Bundesregierung die <a href="https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2026/05/pck-raffinerie-schwedt-oel-reserven-versorgung-rostock-polen.html">Beschäftigungsgarantie</a> für die rund 1.000 Mitarbeiter:innen bis Ende 2026. Langfristig investieren die Bundes- und die Landesregierung 350 Millionen Euro in die Produktion von <a href="https://www.dw.com/de/kraftstoff-ostdeutsche-raffinerie-schwedt-kersosin-%C3%B6l-roh%C3%B6l-pipeline-hormus-russland-reiche/a-77123123">synthetischem Kerosin</a> auf Basis von Wasserstoff ab 2030. In der Bevölkerung und unter den Mitarbeiter:innen herrscht dennoch Verunsicherung und Sorge um die Zukunft des <a href="https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/raffinerie-pck-schwedt-oel-lieferstopp-druschba-100.html">größten Arbeitgebers</a> der Region.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kollateralschaden: Kasachstan</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Verlierer der russischen Maßnahme ist Kasachstan, das einen immer stärker werdenden Absatzmarkt einbüßt. Allein von 2024 auf 2025 seien die Exporte des Landes nach Schwedt um <a href="https://www.reuters.com/business/energy/russia-halt-kazakhstans-oil-flows-germany-via-druzhba-sources-say-2026-04-21/">44 Prozent</a> angestiegen, wie Reuters betont.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der kasachstanische Energieminister sah sich daher am 28. April gezwungen, Änderungen bei den Exportrouten kasachstanischen Öls nach Deutschland anzukündigen. Das kasachstanische <a href="https://nationalbusiness.kz/news/kazahstan-menyaet-marshrut-nefti-v-obhod-druzhbi/">Medienportal National Business</a> berichtete, dass von dem ursprünglich für die Druschba-Pipeline vorgesehenen Rohöl nun 160.000 Tonnen über das Netz des <a href="https://novastan.org/fr/kazakhstan/guerre-ukraine-kazakhstan-inquietude-drones-pipeline-cpc/">Caspian Pipeline Consortium (CPC)</a> und 100.000 Tonnen über den russischen Ostseehafen Ust-Luga fließen sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Entscheidung macht Kasachstans strukturelle Verwundbarkeit deutlich: Das Land hängt von Energiekorridoren ab, die es selbst nicht kontrolliert. Als Binnenland ist es auf russische Infrastruktur angewiesen, um sein Erdöl an den Weltmarkt zu bringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/leider-hat-sich-kasachstans-wirtschaft-nicht-angepasst/">„Leider hat sich Kasachstans Wirtschaft nicht angepasst“</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie auch im Fall Deutschlands ist das für Kasachstan nicht neu. Über das durch südrussisches Territorium verlaufende Pipelinenetz CPC exportiert das Land rund 80 Prozent seines Öls. Seit 2022 hat Russland dieses Netz bereits mehrmals als Druckmittel genutzt, indem es den Transit entweder eingeschränkt oder ganz unterbrochen hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/russlands-einfluss-in-kasachstan-die-illusion-der-schwaechung/">Russlands Einfluss in Kasachstan: Die Illusion der Schwächung</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Kasachstan ist also dringend darauf angewiesen, seine Exportwege zu diversifizieren, um Russlands harten Griff um die Erdölindustrie des Landes zu lockern. Unter den möglichen Alternativen spielt insbesondere die <a href="https://novastan.org/fr/kazakhstan/le-petrole-kazakh-peut-il-contourner-la-russie-par-lazerbaidjan/">Baku-Tbilissi-Ceyhan-Pipeline</a> eine zunehmend große Rolle, die durch die Staaten des Südkaukasus und durch die Türkei verläuft. Da über diese aktuell jedoch nur der Export von fünf bis sechs Prozent des kasachstanischen Rohöls möglich ist, bleibt Kasachstans Abhängigkeit von Russland auf absehbare Zeit unverändert hoch.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Verfasst von Adèle Obry,<br>korrigiert von Anaïs Boulard,<br>übersetzt und ergänzt von Simon Schulz</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Österreich und Usbekistan schließen Migrationsabkommen</title>
		<link>https://novastan.org/de/zentralasien-und-europa/oesterreich-und-usbekistan-schliessen-migrationsabkommen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Robin Roth]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 May 2026 13:27:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien & Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Abschiebungen]]></category>
		<category><![CDATA[Karner]]></category>
		<category><![CDATA[Meinl-Reisinger]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Migrationsabkommen]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#xD6;sterreichs Au&#xDF;enministerin Beate Meinl-Reisinger und Innenminister Gerhard Karner sind zu einem offiziellen Besuch nach Zentralasien gereist. In Usbekistan ist dabei ein Migrationsabkommen unterzeichnet worden, das das Anwerben von Fachkr&#xE4;ften, aber auch Abschiebungen &#xFC;ber das zentralasiatische Land erm&#xF6;glicht. &#xD6;sterreichs Au&#xDF;enministerin Beate Meinl-Reisinger und Innenminister Gerhard Karner besuchten am 7. Mai Taschkent. Dort trafen sie Usbekistans Pr&#xE4;sidenten [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Österreichs Außenministerin Beate Meinl-Reisinger und Innenminister Gerhard Karner sind zu einem offiziellen Besuch nach Zentralasien gereist. In Usbekistan ist dabei ein Migrationsabkommen unterzeichnet worden, das das Anwerben von Fachkräften, aber auch Abschiebungen über das zentralasiatische Land ermöglicht.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Österreichs Außenministerin <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Beate_Meinl-Reisinger">Beate Meinl-Reisinger</a> und Innenminister <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Karner_(Politiker)">Gerhard Karner</a> besuchten am 7. Mai Taschkent. Dort trafen sie Usbekistans Präsidenten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Shavkat_Mirziyoyev">Shavkat Mirziyoyev</a> und führten unter anderem Gespräche mit Außenminister <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Baxtiyor_Saidov">Baxtiyor Saidov</a>. Im Mittelpunkt standen der Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen und Fragen der Migration.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie aus einer <a href="https://www.bmeia.gv.at/ministerium/presse/aktuelles/alle/musterjahr/05-1-1/oesterreich-und-usbekistan-vertiefen-partnerschaft-in-wirtschaft-und-migration">Pressemitteilung</a> des österreichischen Außenministeriums hervorgeht, wurde während des Besuchs eine Migrations- und Mobilitätspartnerschaft geschlossen. Das Abkommen soll legale Aufenthalte insbesondere von Fachkräften, Studierenden und Forschenden fördern. Gleichzeitig sehe es <em>„eine vertiefte Zusammenarbeit bei der Rückführung von Personen ohne Aufenthaltsrecht“</em> vor.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Abschiebung von Drittstaatsangehörigen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Tatsächlich scheint es aber bei diesen „Rückführungen“ weniger um usbekische Staatsangehörige zu gehen als um die Kooperation bei der Abschiebung von Drittstaatsangehörigen, die über Usbekistan nach Österreich gelangt sind. Wie <a href="https://www.derstandard.at/story/3000000318849/kooperation-bei-abschiebungen-abkommen-mit-usbekistan-soll-am-7-mai-unterzeichnet-werden?ref=niewidget">Der Standard</a> berichtet, wurde beim Ministerrat insbesondere auf die Nachbarschaft Usbekistans zu Afghanistan verwiesen.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;<em>„Gerade bei Rückführungen von Drittstaatsangehörigen, die regionale Zusammenarbeit erfordern, braucht es verlässliche Partner und klare Verfahren. Mit Kooperationen wie dieser mit Usbekistan schaffen wir die notwendigen Rahmenbedingungen, um rechtsstaatliche Entscheidungen konsequent umzusetzen und eine geordnete Migrationspolitik auch in der Praxis umzusetzen“</em>, <a href="https://www.bmi.gv.at/newsda41.html?id=2f6c315358343658736d633d">erklärte</a> Meinl-Reisinger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Innenminister Gerhard Karner ergänzte: <em>&#8222;Die konsequente Durchführung von Abschiebungen ist Teil einer harten und gerechten Asylpolitik. Durch das Mobilitätsabkommen mit Usbekistan setzen wir einen weiteren Schritt in diese Richtung. Wir verstärken aber auch die Kooperation durch den Austausch von Expertise im Bereich des Grenzschutzes und beim Erkennen von gefälschten Dokumenten.&#8220;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/zentralasien-und-europa/auf-offiziellem-besuch-kirgistans-praesident-dschaparow-in-wien-und-berlin/"><strong>Auf offiziellem Besuch: Kirgistans Präsident Dschaparow in Wien und Berlin</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Migrations- und Mobilitätspartnerschaft wurden auch ein Abkommen zur Visabefreiung für Diplomatenpässe sowie ein Zusatzprotokoll zum bestehenden Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Österreich und Usbekistan abgeschlossen. Außerdem eröffnete Meinl-Reisinger ein österreichisch-usbekisches Wirtschaftsforum.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Sicherheitskooperation mit Kasachstan</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wirtschaftliche Themen standen auch am 5. und 6. Mai im Fokus, als die beiden österreichischen Minister:innen Kasachstan besuchten. Das zentralaisiatische Land ist vor allem im Energiebereich für Österreich von großer Bedeutung: <a href="https://www.bmeia.gv.at/ministerium/presse/aktuelles/alle/musterjahr/05-1-1/schluesselpartner-kasachstan-oesterreich-setzt-auf-energie-und-sicherheitspartnerschaft">Rund 60 Prozent</a> der österreichischen Rohölimporte stammen aus Kasachstan. Doch auch in anderen Sektoren steigt der Warenaustausch.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Österreich ist ein zuverlässiger und langjähriger strategischer Partner Kasachstans. Es hat über 3 Milliarden US-Dollar in unsere Wirtschaft investiert, wobei auch der gegenseitige Handel ein Wachstum verzeichnet. […] Österreich ist zweifellos in vielerlei Hinsicht ein hochentwickeltes Land. Genau aus diesem Grund schätzen wir das erreichte Ausmaß unseres Engagements sehr und sind davon überzeugt, dass Kasachstan auch weiterhin eine wichtige Rolle für Sie in der Region spielen wird“</em>, <a href="https://akorda.kz/ru/glava-gosudarstva-prinyal-chlenov-pravitelstva-avstrii-644739">erklärte</a> Kasachstans Präsident <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qassym-Schomart_Toqajew">Qasym-Jomart Toqaev</a> während des Treffens mit seinen österreichischen Gästen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="750" height="530" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2026/05/kz1-4561-2_1_mediumThumb.jpg" alt="" class="wp-image-44678" style="width:750px;height:auto" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2026/05/kz1-4561-2_1_mediumThumb.jpg 750w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2026/05/kz1-4561-2_1_mediumThumb-300x212.jpg 300w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption class="wp-element-caption">Meinl-Reisinger, Toqaev, Karner (v. l. n. r.), Photo: akorda.kz</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Be dem Zusammentreffen zwischen Innenminister Karner und seinem kasachstanischen Amtskollegen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jerschan_S%C3%A4denow">Erjan Sädenov</a> standen die Bekämpfung von illegaler Migration und organisierter Kriminalität sowie das Vorgehen gegen Terrorismus und Extremismus im Fokus. Wie aus einer <a href="https://www.bmi.gv.at/news729a.html?id=5a315a594b48756c3843733d">Pressemitteilung</a> des österreichischen Innenministeriums hervorgeht, einigten sich beide Seiten auf einen engen Erfahrungsaustausch bei der Bekämpfung von organisierter Kriminalität, Extremismus und Terrorismus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Migrationsabkommen – ähnlich jenem mit Usbekistan – hatten Österreich und Kasachstan bereits im Vorjahr geschlossen. Das Abkommen, das unter anderem <em>„die Durchbeförderung von Personen, die in ihr Heimatland gebracht werden sollen“</em>, ermöglicht, war wenige Tage zuvor, am 1. Mai, in Kraft getreten.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Usbekistan als Abschiebe-Hub?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das nun unterzeichnete Migrationsabkommen zwischen Österreich und Usbekistan stand schon im Vorfeld der Unterzeichnung im Kreuzfeuer der Kritik. <a href="https://www.derstandard.at/story/3000000318849/kooperation-bei-abschiebungen-abkommen-mit-usbekistan-soll-am-7-mai-unterzeichnet-werden?ref=niewidget">Presseberichten zufolge</a> geht der rechten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Freiheitliche_Partei_%C3%96sterreichs">FPÖ</a> der Migrationskurs der österreichischen Bundesregierung nicht weit genug, während die Grünen mehr <em>„Menschlichkeit und Ordnung“</em> einfordern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einem Kommentar für die <a href="https://www.wienerzeitung.at/a/die-schattenseiten-von-migrationsabkommen">Wiener Zeitung</a> kritisiert der austro-afghanische Journalist Emran Feroz <em>„eine brutale Maßnahme gegen nachvollziehbare Fluchtursachen“</em>. Zwar solle das Migrationsabkommen Mobilität erleichtern und Visahürden für usbekische Arbeitskräfte und Studierende erleichtern, doch habe dies einen Preis: <em>„Im Gegenzug muss Usbekistan abgeschobene Geflüchtete aus Österreich aufnehmen. Dies betrifft nicht nur die eigenen Staatsbürger:innen, sondern vor allem Menschen aus dem Nachbarland Afghanistan und anderen Drittstaaten in der Region, die derzeit wieder zunehmend instabiler wird.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/trotz-verfassungsreform-pressezensur-in-usbekistan-dauert-an/"><strong>Trotz Verfassungsreform: Pressezensur in Usbekistan dauert an</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei weist Feroz auch auf die Menschenrechtslage in Usbekistan hin. Das Abkommen sieht er als Teil einer europäischen Asylstrategie, bei der mit autoritären Regimes im Bereich der Sicherheitsorgane eng zusammengearbeitet werde – bis hin zum Aufbau von sogenannten Rückkehrzentren („Return Hubs“) außerhalb der EU.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Die meisten „Migrationsabkommen“ sind nämlich neokoloniale Deals, die die Realitäten vor Ort einfach ausblenden, Menschenrechte mit Füßen treten und zugunsten westlicher Regierungen und lokaler autoritärer Strukturen durchgesetzt werden. Hinzu kommt, dass die Deals – abgesehen von Gewalt und massiven Subventionierungen für fragwürdige Akteure – wenig bewirken“</em>, so Feroz abschließend.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>(K)ein Präzedenzfall</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei ist Österreich nicht das erste europäische Land, das mit Usbekistan ein Migrationsabkommen abgeschlossen hat.&nbsp; So war <a href="https://novastan.org/de/zentralasien-und-europa/migration-wirtschaft-z51-bundeskanzler-scholz-in-zentralasien/">im September 2024</a> während des offiziellen Besuchs des damaligen deutschen Bundeskanzlers Olaf Scholz ein Migrationsabkommen abgeschlossen worden, welches ebenfalls die Zuwanderung usbekischer Fachkräfte, aber auch die Rückkehr abgelehnter Asylsuchender regelte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht von diesem Abkommen betroffen waren allerdings Menschen aus Drittstaaten – insbesondere aus Afghanistan.&nbsp;<a href="https://novastan.org/de/zentralasien-und-europa/deutschland-verhandelt-ueber-die-abschiebung-afghanischer-asylsuchender-via-usbekistan/">Zuvor</a>&nbsp;war berichtet worden, dass auch die deutsche Bundesregierung mit Usbekistan darüber verhandelt habe, afghanische Asylsuchende über das zentralasiatische Land abzuschieben.&nbsp;</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Robin Roth für Novastan</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
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		<item>
		<title>„Die Ukraine ist meine Heimat geworden“: Zentralasiat:innen helfen einem Land im Krieg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[rferl]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2026 21:44:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien & Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Charkiw]]></category>
		<category><![CDATA[Humanitäre Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Jurten]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg in der Ukraine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kasachische &#x201E;Jurten der Unzerst&#xF6;rbarkeit&#x201C;, usbekischer Plow und humanit&#xE4;re Hilfe von der tadschikischen Diaspora &#x2013; Menschen aus Zentralasien, die in Kyjiw, Charkiw und anderen ukrainischen St&#xE4;dten leben, reichen w&#xE4;hrend des Krieges den Menschen in ihrer N&#xE4;he die Hand. F&#xFC;r viele von ihnen ist die Ukraine &#xFC;ber die Jahre zur Heimat geworden. Sie sehen es als ihre [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kasachische „Jurten der Unzerstörbarkeit“, usbekischer Plow und humanitäre Hilfe von der tadschikischen Diaspora – Menschen aus Zentralasien, die in Kyjiw, Charkiw und anderen ukrainischen Städten leben, reichen während des Krieges den Menschen in ihrer Nähe die Hand. Für viele von ihnen ist die Ukraine über die Jahre zur Heimat geworden. Sie sehen es als ihre Pflicht an, die Ukrainer:innen zu unterstützen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Fleisch, Karotten und Zwiebeln – so lautet Saule Alievas Einkaufsliste für die „Jurte der Unzerstörbarkeit“. Zu Hause schneidet sie die Zutaten noch klein, um am nächsten Morgen daraus Plow zuzubereiten. Dutzende Kiewer:innen stehen Schlange für das warme Mittagessen. Denn aufgrund der in diesem Winter verstärkten russischen Luftangriffe auf die zivile Infrastruktur der Ukraine fällt in vielen Mehrfamilienhäusern der ukrainischen Hauptstadt stundenlang der Strom aus und wird die Heizung abgeschaltet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Es kommen Leute vorbei: Hier können sie ihre Handys aufladen und sich aufwärmen. Wir servieren kasachischen Tee. Zwei- bis dreimal [pro Woche] kochen wir Plow“, </em>sagt Saule.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die „Stätte der Unzerstörbarkeit“ im Kyjiwer <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schewtschenko-Park_(Kiew)">Schewtschenko-Park</a> wurde wie in so einigen Städten im ersten Kriegsjahr in einer traditionellen Nomadenbehausung eröffnet. Die Konstruktionen und die Einrichtung stellte der kasachische Mäzen und Mitbegründer der Agrarholding <a href="https://www.kustogroup.com/">Kusto Group</a>, Daulet Nurjanov, während Vertreter:innen der kasachischen Diaspora in der Ukraine, wie Saule, die Jurten hochzogen und sich um die Beheizung kümmerten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kasachstan/eine-jurte-der-unzerstoerbarkeit-fuer-die-ukraine/"><strong>Eine „Jurte der Unzerstörbarkeit“ für die Ukraine</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Saule lebt bereits seit 35 Jahren in der Ukraine. Geboren in Aqtöbe, absolvierte sie später das Polytechnische Institut in Tomsk und arbeitete daraufhin als Ingenieurin an einer Flugschule in ihrer Heimat. 1991 zog sie mit gemeinsam mit ihrem Mann in die Ukraine und fand dort, was sie heute ihre zweite Heimat nennt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Es ist [auch] die Heimat meines Sohnes und meines Mannes. Das Land hat mich aufgenommen, als wäre ich hier geboren. In meinen 35 Jahren in der Ukraine habe ich noch nie jemanden ein böses Wort über mich sagen hören.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">In den ersten Monaten seit dem 24. Februar 2022 halfen Jurten in Butscha, Kyjiw, Mykolajiw, Dnipro, Charkiw, Odessa, Slawjansk und Lwiw Tausenden von Ukrainer:innen. Die Menschen luden ihre Handys, wärmten sich auf und wurden mit Tee und <a href="https://cooking-with-dailyfamilystories.de/kasachische-baursaki-fluffige-teigbaellchen/">Baursaki</a> (kasachischen Berlinern, Anm. d. Ü.) umsorgt. Später, als sich die Energieversorgung im Land stabilisiert hatte, wurden viele Jurten abgebaut und in ein Lager gebracht. Nur in Kyjiw und Dnipro blieben sie stehen und wurden so zum Blickfang im Stadtbild.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Als Russland seine Angriffe auf das ukrainische Stromnetz in diesem Winter jedoch verstärkte, erwuchs die hauptstädtische Jurte erneut zu einem „Ort der Unzerstörbarkeit“.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Unsere Jurte hat sogar eine Ecke für Kinder, wo sie malen und Bücher lesen können“, </em>führt Saule durch die Jurte und zeigt uns eine Kinderzeichnung, auf der eine schöne kasachische Jurte zu sehen ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>„Die Ukraine hat mir nie etwas Böses angetan“</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorsitzende der usbekischen Diaspora in der Ukraine, Shahobiddin Yusupov, lebt in Charkiw, der zweitgrößten Stadt des Landes, die nahe der russischen Grenze liegt. In den ersten Tagen der Invasion standen russische Soldaten vor den Toren Charkiws und drangen schließlich bis in die Stadt vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stadt stand unter täglichem Beschuss, wodurch Tausende von Gebäuden zerstört wurden, und dennoch schlug der Sturmversuch fehl. Im September führten die ukrainischen Streitkräfte eine erfolgreiche Gegenoffensive durch, befreiten den größten Teil der besetzten Region Charkiw und damit auch die Stadt aus der unmittelbaren Bedrohung. Doch die Angriffe auf Charkiw dauern an.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/der-krieg-in-der-ukraine-und-seine-folgen-fuer-zentralasien/"><strong>Der Krieg in der Ukraine und seine Folgen für Zentralasien</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Shahobiddin hilft bedürftigen Ukrainer:innen schon seit Kriegsbeginn. Er erinnert sich, dass Gerüchte über eine bevorstehende Invasion bereits Anfang Februar 2022 aufkamen. Statt zu fliehen, beschloss Shahobiddin, sich gemeinsam mit seiner Familie vorzubereiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Etwa Mitte Februar hörte ich, dass ein Krieg ausbrechen würde. Ich erzählte meinen Kindern davon. Auf unserem kleinen Bauernhof bereiteten wir das Fleisch vor und legten im Keller einen Vorrat an Butter und Mehl an. In der Ukraine hatten die meisten Menschen nicht geglaubt, dass es zu einem Krieg kommen würde, und waren nicht vorbereitet. Deshalb suchten dann so viele unsere Hilfe auf: Soldaten, ältere Menschen und auch Krankenhäuser</em>“, so Yusupov.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Krieg entwickelte sich bald zu einem Stellungskrieg. Shahobiddin sagt, dass er jetzt einmal pro Woche Plow verteilt. In den ersten beiden Kriegsjahren kochte er täglich einen riesigen <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Kazan_(cookware)">Kasan</a> (große Mengen fassender Topf, Anm. d. Ü.), später dreimal pro Woche.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Die Menschen haben sich daran gewöhnt. Es gibt die ersten Kriegskinder: Diejenigen, die zu Beginn des Konflikts geboren wurden, sind mittlerweile vier Jahre alt.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Shahobiddin kam 1996 auf Einladung eines Freundes zum Arbeiten in die Ukraine. Das neue Land und die Freundlichkeit seiner Bewohner:innen gefielen ihm, weshalb er beschloss, zu bleiben, und später auch seine Angehörigen nach Charkiw nachzogen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihren Lebensunterhalt verdient Yusupovs Familie mit der Zubereitung orientalischer Gerichte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Zuerst haben wir Fast Food zubereitet, dann Samsa. 1997 haben wir den Leuten gezeigt, wie man Samsa mit Hackfleisch zubereitet. Es folgte unser erstes ein Café, dann ein Restaurant und später ein Hotel. Seit nunmehr 30 Jahren sind wir im Dienstleistungsbereich tätig“</em>, so der Usbeke.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Shahobiddin sieht es als seine Pflicht an, den Ukrainer:innen in schwierigen Zeiten zu helfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Mehr als die Hälfte meines Lebens habe ich hier verbracht, habe meine Kinder aufwachsen und heiraten sehen. Sogar meine Eltern wurden hier beigesetzt. Die Ukraine hat mir nie etwas Böses angetan. Nach Kriegsbeginn sind nur noch wenige Migrant:innen aus Zentralasien in der Ukraine geblieben. Hauptsächlich diejenigen, die schon seit Jahrzehnten hier leben und Familien gegründet haben.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/usbekistan/ohne-unnoetigen-laerm-wer-hilft-ukrainerinnen-in-usbekistan-und-aus-welchen-gruenden/"><strong>Ohne unnötigen Lärm: Wer hilft Ukrainer:innen in Usbekistan und aus welchen Gründen?</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kirgistaner Talaj Sary, der seit vielen Jahren in der Ukraine lebt, fügt hinzu, dass die Menschen mit der Zeit wieder zurückkehrten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Als der Krieg begann, begann die Botschaft [Kirgistans], ihre Bürger:innen zu evakuieren – nicht alle, aber knapp 90 Prozent. Mit der Zeit kehrten zwar diejenigen, die hier einer Arbeit nachgingen, nach und nach zurück. Trotzdem sind es jetzt weniger als vor dem Krieg.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Menschen aus Tadschikistan reichen den Ukrainer:innen eine helfende Hand. Tadschikische Arbeitsmigrant:innen, die in europäischen Ländern arbeiten, sammeln Geld und Sachspenden und schicken diese an die tadschikische Diaspora in der Ukraine.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kleidung kommt auf diese Weise Bedürftigen zu und von dem Geld lassen sich warme Mahlzeiten zubereiten. Diese werden auf Wunsch des <a href="https://www.spiegel.de/ausland/kyjiw-ukraine-vitali-klitschko-raet-buergern-von-kyjiw-zum-verlassen-der-stadt-a-a753a7e7-9dae-4b77-958b-eb6ffb61bcb3">Kyjiwer Bürgermeisters Vitali Klitschko</a> an die Beschäftigten im Energiesektor der Stadt weitergegeben, berichtet der in Litauen lebende Tadschikistaner Ilchom Jokubow<strong>:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Die Ukraine hat Tadschikistaner:innen aufgenommen, insbesondere solche, die in ihrem Land Probleme mit dem herrschenden Regime haben. [Wir erinnern uns], dass auch die einfachen Bürger:innen der Ukraine den Bürger:innen Tadschikistans umfassende Unterstützung gewährt haben. Die Haltung der Bevölkerung [gegenüber den Tadschiken] war immer freundlich. Heute durchlebt das ukrainische Volk leider schwerste Zeiten, wie Kälte, Stromausfälle und vor allem einen ungerechten Krieg. Wir betrachten es als Pflicht, unter diesen Umständen Unterstützung zu leisten, als Antwort auf all das Gute, das die ukrainische Regierung und dieses Volk für sie getan haben.“</em></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity" />



<p class="wp-block-paragraph"><a id="_msocom_1"></a></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Abdulla Zhusupaliev für Radio Free Europe/Radio Liberty</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://www.azattyqasia.org/a/ukraina-stala-moey-rodinoy-kak-vyhodtsy-iz-tsentralnoy-azii-pomogayut-strane-otrazhayuschey-voen/33683359.html">Russischen</a> von Arthur Siavash Klischat</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<item>
		<title>Wahlen in Ungarn: Was bedeutet das Ende der Ära Orbán für Zentralasien?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[bstoeckl]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2026 16:45:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien & Europa]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Ungarn]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#xDC;ber Jahre hat Ungarns Premierminister Viktor Orb&#xE1;n die Beziehungen zu asiatischen Staaten ausgebaut, darunter auch zu den L&#xE4;ndern Zentralasiens. Nach seiner Niederlage bei den ungarischen Parlamentswahlen stellt sich nun die Frage: Welche Folgen wird der Machtwechsel in Budapest f&#xFC;r Ungarns Verh&#xE4;ltnis zu Zentralasien haben? Am Ende lief es &#xFC;berraschend glimpflich ab: Statt mit einer Operation [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über Jahre hat Ungarns Premierminister Viktor Orbán die Beziehungen zu asiatischen Staaten ausgebaut, darunter auch zu den Ländern Zentralasiens. Nach seiner Niederlage bei den ungarischen Parlamentswahlen stellt sich nun die Frage: Welche Folgen wird der Machtwechsel in Budapest für Ungarns Verhältnis zu Zentralasien haben?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende lief es überraschend glimpflich ab: Statt mit einer <a href="https://www.fr.de/politik/anschlag-inszenierung-vor-ungarn-wahl-orba-opposition-wittert-panikmache-stimmung-spitzt-sich-zu-zr-94250172.html">Operation unter falscher Flagge</a> oder einer Anfechtung der Resultate endeten die ungarischen Parlamentswahlen am 12. April mit einem einfachen Anruf des amtierenden Premierministers <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Viktor_Orb%C3%A1n">Viktor Orbán</a>, der seinem Amtsnachfolger in spe, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/P%C3%A9ter_Magyar">Péter Magyar</a>, zum Wahlsieg gratulierte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Erdrutschsieg Magyars und seiner Tisza-Partei, die erst vor 2 Jahren auf die breitere politische Bühne trat und nun über eine Zweidrittelmehrheit im ungarischen Parlament verfügt, kam Orbáns 16 Jahre dauernde Herrschaft über das mitteleuropäische Land zu einem krachenden Ende.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Magyar hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Beziehungen des Landes zur EU wiederherzustellen: Unter Orbán hatte sich Ungarn nämlich aufgrund zahlreicher Verstöße gegen das Rechtsstaatlichkeitsprinzip und enger Zusammenarbeit mit autokratischen Herrschern in den letzten Jahren zu einem Paria-Staat innerhalb des Bündnisses verwandelt. Die Zukunft von Ungarns Beziehungen zu den Ländern Zentralasiens, mit denen Magyars Vorgänger während seiner Amtszeit enge Bande geknüpft hatte, ist hingegen ungewiss.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Annäherung und Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ungarns Annäherung an Zentralasien hing eng mit Orbáns Außenhandelspolitik zusammen, die seit 2012 unter der Losung “Öffnung nach Osten” den Handel mit asiatischen Märkten ankurbeln sollte. Neben Ländern wie China und Russland spielten hierbei auch die Türkei und die zentralasiatischen Turkstaaten eine übergeordnete Rolle, die in den Jahren zuvor durch die Gründung der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Organisation_der_Turkstaaten">Organisation der Turkstaaten (OTS)</a> ihre Zusammenarbeit vertieft hatten. Orbán hatte dabei vor allem die dortigen Energieressourcen im Visier, mithilfe derer er die Abhängigkeit des Landes von russischen Energieträgern verringern wollte. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/magyaren-fluchten-vor-der-krise/">Kasachstan – Ungarn: Bruderliebe aus Kalkül? (1/2)</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">2014 <a href="https://timesca.com/hungarys-political-shift-puts-central-asia-partnerships-under-scrutiny/">unterzeichnete Ungarn</a> &#8211; als erstes mitteleuropäisches Land &#8211; eine strategische Partnerschaft mit Kasachstan. Der bilaterale Handel zwischen den zwei Staaten erreichte 2024 ein Volumen von knapp 200 Millionen Euro, und Ungarn investiert stark in verschiedene Sektoren der kasachstanischen Wirtschaft, darunter Landwirtschaft, Industrie und Logistik. In Usbekistan erwarb die ungarische OTP-Bank einen Anteil von 73,71Prozent an der Ipoteka-Bank, dem fünftgrößten Geldinstitut des bevölkerungsreichsten Landes Zentralasiens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Erlangung des Beobachterstatus in der OTS im Jahr 2018 eröffnete sich für Ungarn eine gemeinsame Plattform, auf der die Handelsbeziehungen zu Zentralasien vorangetrieben werden konnten. Ein Jahr später wurde in Budapest ein Vertretungsbüro eröffnet, das als inoffizieller europäischer Außenposten der Organisation dienen sollte.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ungarisch-zentralasiatische Beziehungen nach den Wahlen: Quo vadis, Magyar?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie es mit den ungarisch-zentralasiatischen Beziehungen weitergeht, ist derzeit noch unklar. Das Verhältnis zwischen Orbán und den zentralasiatischen Staatsoberhäuptern war sehr stark von persönlichen Kontakten und gegenseitigem Vertrauen geprägt. Letztere stehen nun vor der Aufgabe, mit Orbáns Nachfolger auf Tuchfühlung zu gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reaktion auf Ungarns Machtwechsel fiel dementsprechend vorsichtig aus. Erst am 15. April &#8211; drei ganze Tage nach der Verkündung der Ergebnisse &#8211; <a href="https://timesca.com/tokayev-congratulates-peter-magyar-on-victory-in-hungarys-parliamentary-elections/">gratulierte</a> Kasachstans Präsident <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qassym-Schomart_Toqajew">Qasym-Jomart Toqaev</a> Magyar als erstes zentralasiatisches Staatsoberhaupt zum Wahlsieg. Zum Vergleich: Vor vier Jahren erhielt Orbán bereits am Tag nach den Wahlen ein Telegramm vom kasachstanischen Präsidenten. Es wird zuerst abgewartet und geschaut, welche außenpolitische Richtung die neue Regierung in Budapest einschlägt.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Experten sind allerdings vorsichtig optimistisch, dass die fruchtvollen Beziehungen zwischen Ungarn und Zentralasien auch unter der Regierung Magyar Bestand haben könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Die Führung Kasachstans unter Präsident Qasym-Jomart Toqaev ist in der Lage, professionell, diplomatisch und pragmatisch Beziehungen zu den offiziellen Behörden jedes Staates aufzubauen. Für uns spielt es keine Rolle, welche Kräfte ein bestimmter ausländischer Politiker vertritt. Entscheidend ist, dass er legitim ist und vom Volk gewählt wurde“</em>, sagte der kasachstanische Politologe Urazgali Selteev gegenüber dem kasachstanischen Portal <a href="https://cmn.kz/v-vengrii-menyaetsya-vlast-skazhetsya-li-eto-na-eyo-otnosheniyah-s-kazahstanom-034573/">CMN</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>“Magyar ist ein Vertreter der Gegenelite, der aus der etablierten politischen Klasse hervorgegangen ist. Und solche Politiker kennen die Regeln und die Funktionsweise des Systems der internationalen Beziehungen sehr gut. Deshalb wird es keine abrupten und radikalen Schritte geben“</em>, fügte er hinzu.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/kasachstan-ungarn-bruderliebe-aus-kalkul-22/">Kasachstan – Ungarn: Bruderliebe aus Kalkül? (2/2)</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Statt eines Abebbens der Beziehungen könnte es eher zu einem Umbruch in der Herangehensweise beider Seiten kommen, so der Politologe Anuar Bahithanov. <em>“[D]ie Zusammenarbeit zwischen Kasachstan und Ungarn geht schon seit langem über die reine persönliche Diplomatie hinaus. Sie stützt sich auf zwischenstaatliche Mechanismen, Wirtschaftsprojekte und das Interesse Budapests an Zentralasien. Daher dürfte es selbst bei einem Führungswechsel eher zu einem Übergang zu einem pragmatischeren und institutionelleren Modell der Zusammenarbeit kommen, ohne abrupte politische Schwankungen,”</em> <a href="https://cmn.kz/v-vengrii-menyaetsya-vlast-skazhetsya-li-eto-na-eyo-otnosheniyah-s-kazahstanom-034573/">meint</a> Bahithanov.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Mittlerer Korridor: EU und Ungarn mit gemeinsamen Zielen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Grund, der für eine Fortführung der Beziehungen spricht, ist das gemeinsame Interesse Ungarns und der EU, die Handelsrouten zwischen Europa und China auszubauen und weiterzuentwickeln. Seit dem Ausbruch des Ukrainekriegs im Jahr 2022 hat der sogenannte <em>“Mittlere Korridor”</em>, der China auf dem Landweg mit Europa verbindet, immens an Bedeutung gewonnen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Angesichts geopolitischer Risiken in Osteuropa und im Nahen Osten soll der Mittlere Korridor Europas Zugang zu den asiatischen Volkswirtschaften garantieren. Hierbei spielen vor allem die OTS-Mitgliedstaaten &#8211; Aserbaidschan, Kasachstan, Kirgistan, die Türkei und Usbekistan &#8211; <a href="https://novastan.org/de/zentralasien-und-europa/eu-zentralasien-gipfel-europa-buhlt-in-samarkand-um-rohstoffe/">eine wichtige Rolle</a> als logistische Transitländer.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem Ungarns außenpolitischer Vorstoß in die türkische Welt unter Orbán als Abkehr von der EU gedacht war, könnten die institutionellen Verbindungen, die die letzten 15 Jahre kultiviert wurden, Budapest nun dabei helfen, die logistische und energiepolitische Zusammenarbeit zwischen beiden Seiten voranzutreiben. Da Magyar es sich zum Ziel gesetzt hat, die Wogen mit Brüssel zu glätten, könnte er den zentralasiatischen Vektor der ungarischen Außenpolitik dafür nutzen, Ungarn in der EU wieder in einem besseren Licht dastehen zu lassen.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Benedikt Stöckl für Novastan</strong></p>



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		<title>Großes Kino in Wiesbaden: 26. goEast-Filmfestival eröffnet am 21. April</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Apr 2026 09:36:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zentralasien & Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[GoEast Fimfestival]]></category>
		<category><![CDATA[Wiesbaden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vom 21. bis zum 27. April findet in Wiesbaden das 26. goEast-Festival des mittel- und osteurop&#xE4;ischen Films statt. F&#xFC;r Zentralasien konkurriert im Hauptwettbewerb &#x201E;Black Red Yellow&#x201C; des kirgisischen Regisseurs Aktan Arym Kubat. Novastan ist auch in diesem Jahr Medienpartner des Festivals. Wie jedes Jahr im April verwandelt goEast &#x2013; Festival des mittel- und osteurop&#xE4;ischen Films [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vom 21. bis zum 27. April findet in Wiesbaden das 26. goEast-Festival des mittel- und osteuropäischen Films statt. Für Zentralasien konkurriert im Hauptwettbewerb „Black Red Yellow“ des kirgisischen Regisseurs Aktan Arym Kubat. Novastan ist auch in diesem Jahr Medienpartner des Festivals.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie jedes Jahr im April verwandelt <a href="https://www.filmfestival-goeast.de/">goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films</a> die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden in einen der international wichtigsten Schauplätze für das Kino aus Mittel- und Osteuropa. Das Festival, das in diesem Jahr vom 21. bis zum 27. April stattfindet, setzt dabei einen thematischen Schwerpunkt: „Revolution!“. Dieses Motto verbindet erstmals nahezu alle Sektionen außerhalb des internationalen Hauptwettbewerbs.</p>



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<p class="wp-block-paragraph"><em>„Mit 76 Filmen und mehr als 100 Veranstaltungen bringen wir die Länder des östlichen Europas und darüber hinaus in die Region. Unser neu ausgerufenes Fokusthema stellt dieses Jahr einiges auf den Kopf, vom Festivalmotiv bis hin zur romantischen Auffassung von Revolution. Das Programm ist in diesem Jahr sehr mutig, und es gibt kleinere und größere Neuerungen“</em>,&nbsp;<a href="https://www.filmfestival-goeast.de/goeast-2026-vorstellung-der-jurys-pressekonferenz-fokus-auf-georgien-eeffn-award-perla-goeast-partys-clubhouse/">erklärte</a>&nbsp;die neue Festivalleiterin Rebecca Heiler während einer Pressekonferenz am 14. April.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kirgisischer Film im Wettbewerb</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zentralasien ist dieses Jahr wieder mit einem Film im Hauptwettbewerb um die mit 10.000 Euro dotierte „Goldene Lilie“ vertreten: <a href="https://www.filmfestival-goeast.de/filme/black-red-yellow-2/">Black Red Yellow (Kara Kyzyl Sary)</a> von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aktan_Abdykalykow">Aktan Arym Kuban</a>. Der kirgisische Regisseur, der für seine einfühlsam melancholischen Filme wie <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/die-fluegel-der-menschen-poetischer-film-mit-sozialkritik/">Die Flügel des Menschen</a> bekannt ist, folgt der begabten Teppichweberin Turdugul, die als Nomadin von einem Auftrag zum nächsten zieht und jeweils für einige Wochen Teil des Lebens ihrer Auftraggeber wird. Als Turdugul bei einem ihrer Aufträge den unglücklich verheirateten Schafhirten Kadyr kennenlernt, verlieben sie sich ineinander. Eine Begegnung, die Turdugul nicht vergessen kann. Jahrzehnte später bricht sie zu einer letzten Reise in die Vergangenheit auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/patriarchale-gewalt-filmisch-erzaehlen-ein-interview-mit-husnora-rozmatova/"><strong>Patriarchale Gewalt filmisch erzählen: Ein Interview mit Husnora Rozmatova</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Black Red Yellow“ wird im Rahmen des goEast-Filmfestivals am Sonntag, den 26. April um 16.30 Uhr in der „Caligari Filmbühne“ und am Montag, den 27. April um 14.00 Uhr im „Apollo-Kinocenter“ (beides in Wiesbaden) gezeigt. Eine weitere Aufführung findet am Dienstag, den 28. April um 20.30 Uhr im DFF Frankfurt statt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Medienpartnerschaft</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films wird vom DFF – Deutsches Filminstitut &amp; Filmmuseum veranstaltet und von zahlreichen Partnern unterstützt. In diesem Jahr ist Novastan wieder Medienpartner des Festivals. Wir werden vor Ort sein, um für euch zu berichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan:&nbsp;</strong><a href="https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/neue-stimmen-zentralasiatische-kurzfilme-beim-goeast-filmfestival-2024/"><strong>Neue Stimmen: Zentralasiatische Kurzfilme beim goEast-Filmfestival 2024</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das gesamte Programm des 26. goEast-Filmfestivals findet ihr&nbsp;<a href="https://www.filmfestival-goeast.de/filmschedule/">hier</a>. Eine Einzelkarte kostet 9 Euro (ermäßigt 8 Euro), die Tageskarte 22 Euro (ermäßigt 18 Euro). Weitere Infos zum Festival findet ihr auf der&nbsp;<a href="https://www.filmfestival-goeast.de/">Homepage des Festivals</a>.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Die Redaktion</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
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		<title>Von Usbekistan an den Rhein: Dirigent Aziz Shohakimov im Interview</title>
		<link>https://novastan.org/de/usbekistan/von-usbekistan-an-den-rhein-dirigent-aziz-shohakimov-im-interview/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2026 18:10:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien & Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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		<category><![CDATA[Orchester]]></category>
		<category><![CDATA[Philharmonie]]></category>
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		<category><![CDATA[Taschkent]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der aus Usbekistan stammende Aziz Shohakimov dirigiert seit 2021 das Philharmonische Orchester in Stra&#xDF;burg. Mit 38 hat der von der franz&#xF6;sischen Musik begeisterte Konzertmeister einen Weg ohne Umwege geschafft. Ein Gespr&#xE4;ch. Seit September 2021 ist Aziz Shohakimov in Stra&#xDF;burg Musik- und K&#xFC;nstlerischer Leiter der Stra&#xDF;burger Philharmonie. Zu seinen Aufgaben geh&#xF6;rt die enge Zusammenarbeit mit der [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der aus Usbekistan stammende Aziz Shohakimov dirigiert seit 2021 das Philharmonische Orchester in Straßburg. Mit 38 hat der von der französischen Musik begeisterte Konzertmeister einen Weg ohne Umwege geschafft. Ein Gespräch.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit September 2021 ist Aziz Shohakimov in Straßburg Musik- und Künstlerischer Leiter der Straßburger Philharmonie. Zu seinen Aufgaben gehört die enge Zusammenarbeit mit der Opéra national du Rhin, wo das Orchester regelmäßig in Opernaufführungen auftritt. Shohakimov ist schon länger bestens mit dem Straßburger Orchester <a href="https://novastan.org/fr/ouzbekistan/un-chef-ouzbek-donne-le-la-a-lorchestre-philharmonique-de-strasbourg/">vertraut</a>, da er es ab 2014 als Gastdirigent dirigierte, bevor er die Leitung komplett übernahm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der in Usbekistan geborene und in der Hauptstadt Taschkent ausgebildete Aziz Shohakimov wählte das Dirigieren nicht bewusst, sondern ist damit aufgewachsen. Bereits mit elf Jahren lernte er im Kinder- und später im Schulorchester sein Handwerk durch praktisches Spielen: Manchmal kompensierte er den Mangel an Instrumenten, indem er selbst Stimmen übernahm. Diese frühe Begabung förderte eine tiefe Verbundenheit mit dem Kollektiv, dem Orchester als lebendigem Organismus, der auf Zuhören, Disziplin und Vertrauen basiert.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Shohakimov <a href="https://www.dna.fr/culture-loisirs/2025/09/04/le-chef-aziz-shokhakimov-reconduit-a-la-tete-de-l-orchestre-philharmonique-de-strasbourg">bewundert</a> die deutsch-französische Verschmelzung Straßburgs und seine Anwesenheit wurde fester Bestandteil der großen öffentlichen Veranstaltungen des Orchesters. Zu den Silvester- und Neujahrskonzerten 2026 lockte das Straßburger Philharmonische Orchester über 3.800 Zuschauende in den ausverkauften Erasmussaal zum <a href="https://philharmonique.strasbourg.eu/-/un-nouvel-an-sous-le-signe-du-lyrisme-l-orchestre-c%C3%A9l%C3%A8bre-2026">Programm</a> „Florilège lyrique“ [„Lyrische Blütenlese“, d. h. Auswahl musikalischer Werke, Anm. d. Übers.]. Unter der Leitung von Aziz Shohakimov präsentierte der Abend  zwei internationale Stars: die usbekischen <a href="https://www.bbc.co.uk/programmes/profiles/1VpZcTGRV2fmnSQKcYKT4Cp/barnokhon-ismatullaeva">Sopranistin</a> Barno Ismatullaeva und dem Tenor René Barbera. Auch der Auftritt des Chors der Opéra national du Rhin sorgte für eine festliche Atmosphäre und ihm wurde kräftig applaudiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben seiner Präsenz in Straßburg ist Aziz Shohakimov in der Dokumentation <em>O’zbekistonlik</em> zu sehen, die vom Uzbekistan&#8217;s Club produziert wurde. Die Folge mit ihm (zu sehen auf <a href="https://www.youtube.com/watch?v=ZyeQWD-qS1U">YouTube</a> mit englischen Untertiteln) ist Teil einer Reihe, die Persönlichkeiten aus Usbekistan vorstellt, die trotz Hindernissen höchste Positionen erreicht haben. Dies ist eine Möglichkeit, konkrete Vorbilder zu präsentieren und international ein positives Bild des Landes zu <a href="https://www.gazeta.uz/ru/2023/04/27/ozbekistonlik/">vermitteln</a>. Aziz Shohakimov, der in Frankreich lebt, bezeichnet sich selbst mitunter als „informellen Kulturbotschafter“, jemand, der durch Begegnungen Menschen dazu inspiriert, Zentralasien in einem neuen Licht zu sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Novastan: Zum Einstieg: Bitten stellen Sie sich kurz vor und schildern Sie die wichtigsten Meilensteine, die entscheidenden Momente, die Ihren künstlerischen und beruflichen Werdegang geprägt haben</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Aziz Shohakimov: Ich bin Dirigent, geboren und aufgewachsen in Usbekistan, und habe meine musikalische Ausbildung in Taschkent erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Wendepunkt in meiner beruflichen Laufbahn war 2010 der Gewinn des zweiten Preises beim Internationalen <a href="https://www.themahlercompetition.com/">Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerb</a> in Bamberg. Es ist einer der renommiertesten Wettbewerbe für Dirigenten! Von da an erhielt ich Einladungen aus Europa, den USA und Japan. Man kann sagen, dass meine internationale Karriere mit diesem Wettbewerb ihren eigentlichen Startschuss erhielt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Welche Momente haben Sie rückblickend am deutlichsten als Künstler und Dirigent geprägt?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ehrlich gesagt hatte ich nie den Eindruck, dass ich diesen Beruf bewusst gewählt habe. Dirigent zu werden, hat sich ganz natürlich ergeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich begann schon sehr früh, mit elf Jahren, zu dirigieren. Es war zunächst eine Art Experiment, angeregt von meinem Lehrer Wladimir Borissowitsch Nejmer. Zuerst dirigierte ich ein Kinderorchester, dann ein Schulorchester. Oft fehlten uns Instrumente: Gab es keinen Perkussionisten, spielte ich die Stimmen selbst; fehlten andere Instrumente, setzte ich mich ans Klavier.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/eine-stimme-ohne-grenzen-ein-kasachischer-tenor-in-der-europaeischen-tradition/">Eine Stimme ohne Grenzen: ein kasachischer Tenor in der europäischen Tradition</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Tatsächlich bin ich buchstäblich im Orchester aufgewachsen. Natürlich absolvierte ich später eine akademische Ausbildung am Konservatorium, aber meine Ausbildung zum Dirigenten begann bereits in meiner Kindheit durch den Kontakt mit echten Musizierenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hat sich Ihr künstlerischer Schwerpunkt im Laufe der Zeit verändert?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Absolut. Mit der Zeit verändern sich viele Dinge: die Prioritäten beim Repertoire, die Arbeitsmethoden, die Art und Weise, an Resultate zu gelangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch ich habe das Gefühl, dass ich seit meiner Kindheit ein inneres Gehör besitze, eine musikalische Energie, die mich nie verlassen hat. Die Werkzeuge entwickeln sich weiter, die Erfahrung vertieft sich. Aber dieser innere Antrieb – meine grundlegende Beziehung zur Musik – ist derselbe geblieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was war Ihr erster prägender Kontakt mit Musik?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Musik begleitet mich seit meiner frühen Kindheit, da meine Eltern beide musizierten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein wirklich prägendes Erlebnis kam jedoch später, als ich in einem Jugendsinfonieorchester in der Wolgaregion Russlands Bratsche spielte. Dort sah ich junge Menschen verschiedener Nationalitäten, Religionen und Länder, die gemeinsam musizierten, dieselben Noten, denselben Klang teilten – voller Freude und Hingabe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das hat mich tief beeindruckt. Als Kind war ich wahrscheinlich ziemlich idealistisch, aber diese Erfahrung hat mir etwas Wichtiges bestätigt: Musik hat tatsächlich die Kraft, Menschen zu vereinen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Welche Professoren, Mentorinnen oder Institutionen haben Ihr Fachgebiet und Ihre musikalische Vorstellungskraft am meisten beeinflusst?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle meine Lehrer haben mich beeinflusst, jeder auf seine Weise. Aber vor allem <a href="https://www.gazeta.uz/ru/2023/06/09/concert/">Wladimir Borisowitsch Nejmer</a>, der mir wie ein zweiter Vater war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sowohl gute als auch schlechte Lehrer prägen uns: Gute Lehrer zeigen uns, wie man arbeitet und wie man andere behandelt; schlechte Lehrer lehren uns meist, was man nicht tun sollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin überzeugt, dass wir nie auslernen. Es gibt ein indisches Sprichwort, das mir sehr gefällt: <em>„Niemand ist dein Freund, niemand ist dein Feind – jeder ist dein Lehrer.“</em> Ich versuche, jede Begegnung als Lernmöglichkeit zu begreifen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Spielen Sie noch ein Instrument? Und waren sie auch gesanglich aktiv?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, heute spiele ich hauptsächlich Klavier. Ich habe lange Zeit Bratsche gespielt, aber das Klavier ist zu meinem wichtigsten Arbeitsinstrument geworden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe auch Gesang studiert. Zuerst in der Schule, dann intensiv am Konservatorium. Nicht, weil ich Sänger werden wollte, sondern um die Gesangstechnik, die Atmung und die Funktionsweise der Stimme zu verstehen. Für einen Dirigenten, der mit Opern und Chören arbeitet, ist dieses Wissen unerlässlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Für jene, die Ortasaray nicht kennen: Wie würden Sie den Ort beschreiben, an dem Sie aufgewachsen sind?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ortasaray war, als ich dort aufwuchs, von Natur umgeben. Es gab viel Grün, Vögel, man konnte angeln gehen und im Frühling Pilze sammeln. Von meinem Haus aus hatten wir einen herrlichen Blick auf die Berge.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Verbundenheit mit der Natur hat mich tiefgreifend geprägt. Ich liebe die Berge noch immer, und wann immer es möglich ist, verbringen meine Familie und ich unsere Ferien dort, sei es im Schwarzwald oder in den Alpen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Leider hat sich in meiner Heimat seither viel verändert und ein Großteil dieser natürlichen Umgebung von Ortasaray ist verschwunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Haben die Berglandschaft und das multikulturelle Umfeld Ihre Empfindungen nachhaltig geprägt?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Absolut. Die Berge prägten meine Beziehung zum Raum und zur Stille, während das multikulturelle Umfeld meine Beziehung zu anderen Menschen prägte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Ortasaray wuchs ich gemeinsam mit Menschen kasachischen, koreanischen, russischen und türkischen Hintergrundes auf. Ich bin von Kindheit an mit verschiedenen Sprachen und Kulturen aufgewachsen, und das erschien mir völlig natürlich. Ich glaube, dass es mir deshalb später auch so leicht fiel, mich an verschiedene Länder anzupassen, ohne kulturelle Konflikte oder inneren Widerstand.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sie bewegen sich in verschiedenen sprachlichen und kulturellen Umgebungen. Wie „leben“ Sprachen in Ihnen, persönlich und beruflich?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich ist Sprache nicht nur ein Werkzeug zur Kommunikation: Sie ist eine Denkweise, ein kultureller Rahmen und in gewisser Weise sogar Teil der Musik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um beispielsweise deutsche Musik zu verstehen, sind Deutschkenntnisse unerlässlich. Die Phrasierung bei Beethoven, Brahms, Mozart oder Haydn folgt oft einer sprachlichen Logik. Dies beeinflusst Artikulation, Struktur und insbesondere Phrasenenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/zentralasien-und-europa/die-scheisskerle-kommen-bischkeker-gruppe-vtoroi-ka-geht-auf-europatour/">Die Scheißkerle kommen: Bischkeker Gruppe Vtoroi Ka geht auf Europatour</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Deutschen haben Endungen ein besonderes Gewicht. Im Russischen oder Französischen funktionieren sie anders, und dies kann manchmal Einfluss darauf haben, wie Musizierende die Form intuitiv erfassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den Proben wird Sprache oft zu einem Element der musikalischen Erklärung. Generell glaube ich, dass wir uns umso mehr öffnen und uns kulturell weiterentwickeln, je mehr wir über Sprachen sprechen – sowohl als Musiker als auch als Menschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Welches Bild hatten Sie von Straßburg, bevor Sie dorthin zogen?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich kannte Straßburg schon recht gut, bevor ich dorthin zog. Seit 2014 war ich dort fast alle zwei Jahre tätig, daher hatte ich Zeit, die Stadt, ihre Architektur und ihr Musikleben kennenzulernen – und ich hatte hier bereits Freunde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich liebe diese Stadt wirklich. Man spürt die Verschmelzung der französischen und deutschen Kultur, die eine ganz besondere Atmosphäre schafft. Auch geografisch ist sie ein einzigartiger Ort: Deutschland und die Schweiz sind sehr nah.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb bin ich wirklich glücklich, hier zu leben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was hat Sie hier am meisten überrascht, und was vermissen Sie an Ihrer Heimat?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mich fasziniert die Verbindung von französischer Freiheit und deutscher Präzision. Das macht Straßburg so einzigartig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Persönlich vermisse ich meine Familie am meisten, obwohl ich eigentlich nicht besonders sentimental bin. Dank der Technologie spielt die Entfernung heutzutage eine geringere Rolle, und ich versuche, Taschkent regelmäßig zu besuchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie wird Usbekistan von den Menschen wahrgenommen?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Während manche Menschen Zentralasien sehr gut kennen, wissen andere fast gar nichts darüber. Doch oft werden sie nach einer Begegnung mit mir neugierig und beginnen zu lesen, zu recherchieren und zu lernen. Insofern fühle ich mich manchmal wie eine Art inoffizieller Kulturbotschafter meiner Region.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/duo-falak-wie-tadschikische-tradition-in-experimenteller-musik-neu-auflebt/">Duo Falak – Wie tadschikische Tradition in experimenteller Musik neu auflebt</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Und ja, Usbekistan ist präsenter als zuvor. Das Land wirkt kulturell offener, und das verändert die Wahrnehmung des Landes.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Welche Orchester haben Sie im Laufe Ihrer internationalen Engagements am meisten beeindruckt?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Jedes Orchester hinterlässt etwas: einen Klang, eine Atmosphäre, eine menschliche Verbindung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch in dieser Saison hat mich das Royal Scottish National Orchestra besonders beeindruckt. Ich habe erst vor Kurzem mit ihnen zusammengearbeitet und war von ihrem Enthusiasmus, ihrer Professionalität und ihrem Engagement tief beeindruckt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Welchen Rat würden Sie jungen Musizierenden mit auf den Weg geben?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Seid zunächst ehrlich zu euch selbst: Seid ihr wirklich bereit, euer Leben der Musik zu widmen? Musik erfordert immenses Engagement und große Opfer: Zeit, Stabilität, manchmal sogar euer Privatleben. Ihr könnt niemals aufhören, euch weiterzuentwickeln; sobald ihr aufhört, fallt ihr zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt ein Sprichwort:<em> „Wähle einen Beruf, den du liebst, und du wirst nie das Gefühl haben, einen Tag in deinem Leben gearbeitet zu haben.“</em> Da ist etwas Wahres dran, aber Musizierende arbeiten unglaublich hart. Die Liebe zur Musik verleiht dieser Arbeit einfach Sinn.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wenn Sie eine Illusion über Erfolg in der Musik korrigieren könnten, welche wäre das?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Illusion des schnellen Erfolgs. Wahrer Erfolg in der Musik stellt sich nicht im Handumdrehen ein: Er ist ein langer Prozess, der auf täglicher Arbeit, Zweifeln, Fehlern und stetigem Fortschritt beruht. Und genau das macht Musik für mich so wertvoll.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Mathieu Lemoine für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://novastan.org/fr/ouzbekistan/aziz-shokhakimov-ouzbekistan-strasbourg/">Französischen</a> von Michèle Häfliger</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/von-usbekistan-an-den-rhein-dirigent-aziz-shohakimov-im-interview/">Von Usbekistan an den Rhein: Dirigent Aziz Shohakimov im Interview</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Aserbaidschan und Zentralasien prüfen Machbarkeit eines Green Energy Corridor</title>
		<link>https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/aserbaidschan-und-zentralasien-pruefen-machbarkeit-eines-green-energy-corridor/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Feb 2026 08:24:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien & Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Energieintegration]]></category>
		<category><![CDATA[Energiekooperation]]></category>
		<category><![CDATA[Erneuerbare Energien]]></category>
		<category><![CDATA[Green Energy Corridor]]></category>
		<category><![CDATA[Machbarkeitsstudie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aserbaidschan, Kasachstan und Usbekistan haben den Startschuss f&#xFC;r die Machbarkeitsstudie zum Projekt &#x201E;Central Asia-Azerbaijan Green Energy Corridor&#x201D; gegeben. Wie das Energieministerium Aserbaidschans mitteilte, fand dazu das erste vorbereitende Online-Treffen unter Beteiligung der stellvertretenden Energieminister der drei L&#xE4;nder statt. An dem Austausch nahmen zudem Vertreter des Joint Ventures, des italienischen Beratungsunternehmens CESI S.p.A., der Asiatischen Entwicklungsbank [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Aserbaidschan, Kasachstan und Usbekistan haben den Startschuss für die Machbarkeitsstudie zum Projekt <a href="https://cop29.az/en/pages/green-energy-pledge-background-information">„Central Asia-Azerbaijan Green Energy Corridor”</a> gegeben. Wie das Energieministerium Aserbaidschans mitteilte, fand dazu das erste vorbereitende Online-Treffen unter Beteiligung der stellvertretenden Energieminister der drei Länder statt. An dem Austausch nahmen zudem Vertreter des Joint Ventures, des <a href="https://www.cesi.it/">italienischen Beratungsunternehmens CESI S.p.A.</a>, der <a href="https://www.adb.org/">Asiatischen Entwicklungsbank (ADB)</a> sowie Energieunternehmen aus allen drei Staaten teil.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aserbaidschans stellvertretender Energieminister <a href="https://asiacleanenergyforum.adb.org/speakers/orkhan-zeynalov/">Orkhan Zeynalov</a> hob die Bedeutung der trilateralen Zusammenarbeit hervor. Gemeinsame Anstrengungen der beteiligten Staaten, internationaler Finanzinstitutionen und Beratungsfirmen seien entscheidend, um das erhebliche Potenzial erneuerbarer Energien in der Region zu erschließen. <em>„Der geplante Energiekorridor werde die strategische Partnerschaft weiter stärken und die grenzüberschreitende Energieanbindung ausbauen“, </em>sagte Zeynalov.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Auch Kasachstans stellvertretender Energieminister <a href="https://qazaqgreen.com/en/news/kazakhstan/559/">Sungat Yessimkhanov</a> und sein usbekischer Amtskollege <a href="https://gov.uz/en/minenergy/guides">Umid Mamadaminov</a> äußerten sich optimistisch. Sie betonten die strategische Bedeutung des Projekts für die regionale Energieintegration sowie für den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft und erwarten aussagekräftige Ergebnisse aus der Machbarkeitsstudie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt des Treffens standen zudem die geplanten Arbeitsschritte der ersten Studienphase sowie die Vorbereitung einer gemeinsamen Mission. Die Machbarkeitsstudie wird von CESI S.p.A. in Zusammenarbeit mit den <a href="https://www.epra.com.tr/about-us/">Partnerunternehmen EPRA</a> aus der Türkei und <a href="https://juru.org/about-us">JURU</a> aus dem Vereinigten Königreich umgesetzt. Über die nächsten Schritte erzielten die Teilnehmenden Einigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/chinas-wachsende-integration-in-kirgistans-energiesektor/">Chinas wachsende Integration in Kirgistans Energiesektor</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Umsetzung des Projekts wurde das Joint Venture „Green Corridor Alliance“ gegründet. Grundlage ist ein <a href="https://de.azvision.az/news/124251/minister--aserbaidschan,-kasachstan-und-usbekistan-unterzeichnen-abkommen-über-strategische-energiepartnerschaft.html">Abkommen über eine strategische Partnerschaft zur Entwicklung und Übertragung grüner Energie</a> zwischen den Regierungen Aserbaidschans, Kasachstans und Usbekistans. Die Erstellung der Machbarkeitsstudie erfolgt mit Unterstützung der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) sowie der <a href="https://www.aiib.org/en/index.html">Asiatischen Infrastrukturinvestitionsbank (AIIB)</a>.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Sadig Javadov für 3 trend – news agency</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem Englischen von Margaret Bullich</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
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			</item>
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		<title>Beschleunigt der Ukraine-Krieg die Entwicklung des Luftfahrtsektors in Zentralasien?</title>
		<link>https://novastan.org/de/zentralasien-und-europa/beschleunigt-der-ukraine-krieg-die-entwicklung-des-luftfahrtsektors-in-zentralasien/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[La rédaction]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Dec 2025 20:54:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien & Europa]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Luftfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Seidenstraße]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine Krieg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Krieg in der Ukraine hat Russland nicht nur auf dem Boden, sondern auch in der Luft isoliert. Die zentralasiatischen Staaten, insbesondere Kasachstan und Usbekistan, haben Schritte zur Entwicklung ihres nationalen Luftfahrtsektors eingeleitet. Der Verlust der Vormachtstellung von russischen Airlines bedeutet gleicherma&#xDF;en die St&#xE4;rkung der regionalen Netzwerke. Seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Krieg in der Ukraine hat Russland nicht nur auf dem Boden, sondern auch in der Luft isoliert. Die zentralasiatischen Staaten, insbesondere Kasachstan und Usbekistan, haben Schritte zur Entwicklung ihres nationalen Luftfahrtsektors eingeleitet. Der Verlust der Vormachtstellung von russischen Airlines bedeutet gleichermaßen die Stärkung der regionalen Netzwerke.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine sind mehrere russische Sektoren durch umfassende Sanktionen anderer Staaten blockiert, und zahlreiche Ost-West-Landrouten werden von europäischen und anderen westlichen Firmen gemieden. Hier findet Zentralasien eine Möglichkeit, seine Position und Relevanz auf der internationalen Bühne zu stärken, insbesondere mit dem Projekt „Neue Seidenstraße“, das seit 2013 von China umgesetzt wird. Angeführt von Usbekistan und Kasachstan ersetzen Zentralasiatische Fluggesellschaften zunehmend russische Transporte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Russland aus dem Spiel</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im April 2024 wurde auf dem Zentralasiatischen Luftfahrtgipfel in Astana die Gründung einer eigenen Zivilluftfahrtbehörde durch die Länder der Region <a href="http://www.ato.ru/2024-04-19-1704">verkündet</a>. Bei dieser Gelegenheit kommentierte Amir Achmetow, leitender Berater des Direktors der kasachischen Luftfahrtbehörde, die Entwicklung der „Eurasischen Zivilluftfahrtkonferenz (EACAC)“ wie folgt: „Vor dem Hintergrund der sich wandelnden geopolitischen Lage in den Republiken Zentralasiens und des Südkaukasus gründen Länder mit gemeinsamen Ideen eine eigene regionale Zivilluftfahrtorganisation.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Initiative, ursprünglich von Astana in 2023 vorgeschlagen, <a href="https://www.gov.kz/memleket/entities/transport/press/news/details/877902?lang=ru">versammelt</a> Kasachstan, Kirgistan, Usbekistan, Tadschikistan und Turkmenistan, sowie Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Moldau und die Mongolei. Das erste <a href="https://timesca.com/regional-civil-aviation-organization-established-for-the-first-time-in-central-asia/">Treffen</a> der EACAC fand im November 2024 in Almaty statt.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Nachdem im Dezember 2024 der Bau eines neuen Luftfahrt-Wartungszentrums in Aktau im Westen Kasachstans angekündigt wurde, beauftragten die Beteiligten das türkische Unternehmen, Turkish Technic, mit der Durchführung des Projekts. YDA – einer der größten Verteidigungs- und Luftfahrtkonzerne der Türkei – und ASFAT (Askeri Fabrika ve Tersane İşletme, Verwaltung von Militärfabriken und Werften) werden zivile und militärische Flugzeuge aus Kasachstan, Russland, Usbekistan, Turkmenistan, Kirgistan und Tadschikistan warten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://rus.azattyk.org/a/v-kazahstane-planiruyut-otkryt-tsentr-po-remontu-samoletov-rossii-i-stran-tsentralnoy-azii/33250939.html">Laut</a> dem ehemaligen kasachischen Verkehrsminister Marat Karabayev „wird das Zentrum 411 Zivilflugzeuge bedienen“. „Dank dieses Projekts wird die Frachtabfertigungskapazität des Flughafens 200.000 Tonnen pro Jahr erreichen, was einem Jahresumsatz von 520 Milliarden Tenge (996,7 Millionen Dollar) entspricht“, fügte er hinzu.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Liberalisierung des inländischen Marktes</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie zahlreiche postsowjetische Staaten wurde Zentralasien lange von staatlichen Fluggesellschaften dominiert. Dann erfolgte im Laufe des vergangenen Jahrzehnts eine Welle von Privatisierungen im Rahmen eines Marktliberalisierungsprozesses, was Konkurrenz ermöglichte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Kasachstan hat die Liberalisierung des Marktes und der daraus entstandene Wettbewerb dem zivilen Luftfahrtsektor zu deutlichem Aufschwung verholfen. Air Astana, die ihre wichtigsten Drehkreuze in Almaty und Astana hat, gilt heute als eine der besten Fluggesellschaften im postsowjetischen Raum. &nbsp;Ihre Billigflug-Tochter FlyArystan verzeichnete ein rapides Wachstum und <a href="https://dknews.kz/ru/eksklyuziv-dk/362906-glava-airbus-po-evrope-i-centralnoy-azii-o-novoy-ere">verfügt</a> inzwischen über eine moderne Airbus-Flotte von mehr als 60 Maschinen, darunter jährlich neu gelieferte Airbus A320 und A321. Bei einer Buchung nur eine Woche vor Abflug können Passagiere bereits für 27 US-Dollar (23,15 Euro) von Almaty nach Schymkent fliegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/turkmenistan/turkmenistan-zieht-profit-aus-der-internetzensur/">Turkmenistan zieht Profit aus der Internetzensur</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Situation in Usbekistan ist ähnlich: Auch dort machen neue Anbieter den staatlichen Fluggesellschaften zunehmend Konkurrenz. Allein im Jahr 2023 wurden sechs neue Airlines gegründet und 28 zusätzliche Flugzeuge bestellt. Die Gesamtflotte umfasst inzwischen 75 Maschinen und soll bis Ende 2025 die Marke von 100 überschreiten.Herausforderungen für die übrigen zentralasiatischen Staaten</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rest von Zentralasien verläuft die Entwicklung langsamer. Kirgistan und Tadschikistan verfügen nur eine minimale inländische Luftfahrtbranche und hängen stark von ausländischen Fluggesellschaften ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Tadschikistan zu reisen bleibt schwierig: Die Flugpreise sind kaum erschwinglich, und der Flughafen Duschanbe gilt laut <a href="https://rus.ozodi.org/a/32329197.html">Radio Ozodi</a>, dem tadschikischen Dienst von Radio Free Europe/Radio Liberty, als chaotisch und von alltäglicher Korruption geprägt. Im Mai vergangenen Jahres wurde der Flughafendirektor Ismatullo Abdullozoda wegen des Verdachts auf Unterschlagung <a href="https://ru.tajnews.org/510/%D0%B7%D0%B0%D0%B4%D0%B5%D1%80%D0%B6%D0%B0%D0%BD-%D0%B4%D0%B8%D1%80%D0%B5%D0%BA%D1%82%D0%BE%D1%80-%D0%B4%D1%83%D1%88%D0%B0%D0%BD%D0%B1%D0%B8%D0%BD%D1%81%D0%BA%D0%BE%D0%B3%D0%BE-%D0%B0%D1%8D%D1%80/">festgenommen</a>. Die meisten Flüge von Duschanbe aus führen nach Russland.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Pläne kirgisischer Fluggesellschaften, internationale Direktflüge aufzunehmen, werden seit 2006 durch ihre Einstufung auf der EU-Flugverbots<a href="https://transport.ec.europa.eu/transport-themes/eu-air-safety-list_en">liste</a> ausgebremst. Präsident Sadyr Dschaparow hält diese Sanktionen für <a href="https://rus.azattyk.org/a/kyrgzstan_aiplane/24540962.html">ungerecht</a> und geht davon aus, dass sie bald aufgehoben werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/gipfel-in-duschanbe-zentralasiens-staatschefs-treffen-wladimir-putin/">Gipfel in Duschanbe: Zentralasiens Staatschefs treffen Wladimir Putin</a> </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Turkmenistan hingegen betreibt trotz seiner isolationistischen Politik moderne Boeing 777 und 737 MAX über die staatliche Fluggesellschaft Turkmenistan Airlines. Nach einem im Jahr 2019 verhängten Flugverbot hat die Airline ihre Genehmigung für den Luftraum der EU inzwischen wieder zurückerhalten. Airlines spielen nicht nur eine wichtige Rolle bei der Anbindung Zentralasiens an den Rest der Welt, sondern tragen auch zur Integration der Region bei. Wie Ryanair und EasyJet in Europa gezeigt haben, können Fluggesellschaften durch die Förderung des interregionalen Austauschs die zentralasiatische Identität stärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut The Diplomat wäre der <a href="https://thediplomat.com/2025/08/the-changing-skies-over-central-asia/">nächste</a> Schritt „Open-Skies-Abkommen zwischen den Ländern abzuschließen, die es ausländischen Fluggesellschaften ermöglichen, mit den etablierten nationalen Fluggesellschaften zu konkurrieren“. Kasachstan hat in dieser Hinsicht mit einer Open-Skies-Politik an 15 <a href="https://astanatimes.com/2024/10/open-skies-regime-now-operate-in-15-kazakh-airports/">Flughäfen</a> Fortschritte erzielt. Usbekistan plant, dasselbe zu tun, auch wenn der Prozess langsamer voranschreitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kasachstan könnte Russland auch in wichtigen Segmenten des regionalen Flugverkehrs verdrängen, nicht aus Feindseligkeit, sondern aus Notwendigkeit, <a href="https://timesca.com/central-asia-charts-new-course-as-russian-aviation-falters/">schreibt</a> Andrej Matwejew für The Times of Central Asia. Und auch wenn der russische Protektionismus die zentralasiatischen Fluggesellschaften daran <a href="https://timesca.com/central-asia-charts-new-course-as-russian-aviation-falters/">hindern</a> wird, die russischen Fluggesellschaften auf Inlandsstrecken vollständig zu ersetzen, gibt es doch Möglichkeiten auf Grenzstrecken, bei Flügen in die Diaspora und auf Transitkorridoren. Kasachstan, Usbekistan und andere Länder bemühen sich, die seit 2022 entstandene Lücke sicher und effizient zu schließen.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong><a href="https://novastan.org/fr/author/salizade/">Samad Alizade</a></strong> <strong>für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://novastan.org/fr/europe-et-asie-centrale/la-guerre-en-ukraine-comme-catalyseur-du-secteur-aeronautique-en-asie-centrale/">Französischen </a>von Silvan Ergican</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
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		<item>
		<title>Novastan-Stammtisch am 18. November mit Elmira Khasanova</title>
		<link>https://novastan.org/de/novastan-ev/novastan-stammtisch-am-18-november-mit-elmira-khasanova/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Nov 2025 15:00:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Novastan e.V.]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien & Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Novastan Stammtisch]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei unserem n&#xE4;chsten Novastan-Stammtisch freuen wir uns, Elmira Khasanova begr&#xFC;&#xDF;en zu d&#xFC;rfen. Sie ist eine vielseitige K&#xFC;nstlerin aus Bischkek, die in den Bereichen Fotografie, Film und Malerei arbeitet. (English below) Mit &#xFC;ber 13 Jahren Erfahrung im Tourismus als Reiseleiterin und Managerin hat sie eine tiefgehende Wertsch&#xE4;tzung f&#xFC;r Reisen, Landschaften und menschliche Geschichten entwickelt.Nach ihrem Marketing-Studium [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Bei unserem nächsten Novastan-Stammtisch freuen wir uns, Elmira Khasanova begrüßen zu dürfen. Sie ist eine vielseitige Künstlerin aus Bischkek, die in den Bereichen Fotografie, Film und Malerei arbeitet. (English below)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Mit über 13 Jahren Erfahrung im Tourismus als Reiseleiterin und Managerin hat sie eine tiefgehende Wertschätzung für Reisen, Landschaften und menschliche Geschichten entwickelt.<br>Nach ihrem Marketing-Studium in Sibirien kehrte sie nach Kirgistan zurück und absolvierte 2017 einen einjährigen Master in Film- und Fernsehregie unter Marat Sarulu an der Kyrgyz High School of Cinematic Art and TV.<br>Im Jahr 2025 schloss sie die School of Modern Photography ab und verfeinerte dort ihre visuelle und dokumentarische Ausdruckssprache.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vom <strong>14. bis 16. November</strong> war im Studio Tunnel19_de in Kreuzberg ihre erste Ausstellung <strong>„Beyond time and dusty roads“</strong> zu sehen .</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wann: Dienstag 18. November, 19:00 Uhr<br>Wo: Taste of Samarkand &#8211; Oranienstraße 187, 10999 Berlin<br>Wer? Alle Interessierten</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gespräch ist auf Englisch.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">English:</h2>



<p class="wp-block-paragraph">We‘re happy to welcome <strong>Elmira Khasanova</strong> as our special guest:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Elmira is a multifaceted artist from Bishkek, Kyrgyzstan, working across photography, filmmaking, and painting.<br>With over 13 years of experience in tourism as a guide and manager, she has cultivated a profound appreciation for travel, landscapes, and human stories.<br>After studying Advertising in Siberia, she returned to Kyrgyzstan and completed a one-year master class in Film &amp; TV Directing under Marat Sarulu at the Kyrgyz High School of Cinematic Art and TV in 2017.<br>In 2025, she graduated from the School of Modern Photography DocDocDoc, further refining her visual and documentary language.<br>November 14-16 she had her first exhibition “Beyound time and dusty roads” at Tunnel19_de studio, Kreuzberg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">When? 18 November 2025<br>Where? Taste of Samarkand &#8211; Oranienstraße 187, 10999 Berlin<br>Who? Everyone who is interested!</p>



<p class="wp-block-paragraph">The discussion will be in English.</p>
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		<title>„Central Asia: At the Crossroads“ – Highlights von Berlins neuem regionalem Filmfestival</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Oct 2025 18:34:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien & Europa]]></category>
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		<category><![CDATA[Filmfestival]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Berliner Sinema Transtopia war vom 27. bis 28. September 2025 Gastgeber der ersten Ausgabe von &#x201E;Central Asia: At The Crossroads&#x201C;, einem neuen Kurzfilmfestival, das mutige und vielf&#xE4;ltige Stimmen aus Usbekistan, Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan und der uigurischen Region Chinas in den Mittelpunkt stellt. Die zweit&#xE4;gige Veranstaltung bot einen lebendigen Einblick in das aufstrebende Kino der [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Das Berliner Sinema Transtopia war vom 27. bis 28. September 2025 Gastgeber der ersten Ausgabe von „Central Asia: At The Crossroads“, einem neuen Kurzfilmfestival, das mutige und vielfältige Stimmen aus Usbekistan, Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan und der uigurischen Region Chinas in den Mittelpunkt stellt. Die zweitägige Veranstaltung bot einen lebendigen Einblick in das aufstrebende Kino der Region: von intimen persönlichen Geschichten bis hin zu eindrucksvollen sozialen Porträts. Hier werden einige der denkwürdigsten Werke des Programms vorgestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Eröffnung des Kurzfilmfestivals fand parallel zu einem Schwesterprogramm in Taschkent statt, das von der unabhängigen Toshkent Film School unterstützt wurde. Neben einer Hauptauswahl mit Werken von Filmschaffenden aus Usbekistan, Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan und der uigurischen Region Chinas bot das Festival auch einen Workshop zu dekolonialen und feministischen Ansätzen beim Drehbuchschreiben und Kuratieren sowie einen Vortrag über die Herausforderungen des Filmemachens und der Festivalorganisation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Filme wurden thematisch in vier unabhängige Sektionen unterteilt: „Radical Hopefulness“, „Tender is the Youth“, „Kinds of Remembrance“ und „Yurt – bu? Homeland – is?“. In allen Vorführblöcken tauchten jedoch mehrere übergreifende Themen auf, die von den Routinen des Alltags über Fragen der Jugend und Identität, kollektive und persönliche Erinnerung, feministische und queere Perspektiven bis hin zu verschiedenen anderen drängenden sozialen Themen reichten.</p>



<div class="wp-block-group is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-8f761849 wp-block-group-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="768" height="512" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/10/CentralAsiaAtTheCrossroads41024-768x512-1.jpg" alt="" class="wp-image-43222" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/10/CentralAsiaAtTheCrossroads41024-768x512-1.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/10/CentralAsiaAtTheCrossroads41024-768x512-1-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="768" height="512" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/10/CentralAsiaAtTheCrossroads21024-768x512-1.jpg" alt="" class="wp-image-43223" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/10/CentralAsiaAtTheCrossroads21024-768x512-1.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/10/CentralAsiaAtTheCrossroads21024-768x512-1-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>
</div>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><sup>Diskussion mit Temur Umarov (Carnegie Endowment for International Peace) und Dr. Aksana Ismailbekova (ZMO) über die aktuelle gesellschaftspolitische Lage in Zentralasien. Fotos:@fogg_films</sup></p>



<h2 class="wp-block-heading">Mirtemir geht&#8217;s gut</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Tagesaufnahmen einer heruntergekommenen Hütte im staubigen Nukus weichen allmählich Abendaufnahmen einer belebten Straße. Auf diese Weise stellen die Regisseure Sascha Kulak und Michail Borodin die beiden Seiten der Realität des jungen Mirtemir gegenüber. Am Morgen ist er ein fürsorglicher älterer Bruder, der auf seine Schwester aufpasst, und ein Enkel, der sich um seine blinde Großmutter kümmert; am Abend wird er zum Fast-Food-Kellner und Straßenmusiker, der Passantinnen und Passanten mit einer mobilen Karaoke-Anlage unterhält. Diese frühe Verantwortung kam auf ihn zu, nachdem seine Mutter ins Ausland gezogen war, um dort ihren Lebensunterhalt zu verdienen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mirtemir selbst träumt davon, dasselbe zu tun: nach Almaty zu gehen, um dort als Kellner zu arbeiten. Obwohl er gelernt hat, Arbeit und Vergnügen unter einen Hut zu bringen – indem er beispielsweise mitten am Tag einen Moment findet, um mit seiner jüngeren Schwester Rollschuh zu laufen –, wird den Zuschauenden wie vielleicht auch dem Jungen selbst klar: Die Kindheit schwindet dahin. Spiele und Streiche weichen der Fürsorge für geliebte Menschen und dem Streben nach dem Wohlergehen der Familie.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/neue-stimmen-zentralasiatische-kurzfilme-beim-goeast-filmfestival-2024/">Neue Stimmen: Zentralasiatische Kurzfilme beim goEast-Filmfestival 2024</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der fast reportageartige Stil des Dokumentarfilms verleiht der Geschichte eine besondere Authentizität und zurückhaltende emotionale Tiefe. Und auch wenn das Publikum nicht sicher sein kann, ob Mirtemir wirklich existiert, steht eines außer Frage: Der Film thematisiert ein drängendes soziales Problem: das der Kinder, die in Usbekistan ohne elterliche Fürsorge zurückbleiben, weil die Erwachsenen gezwungen sind, zur Arbeit zu migrieren, um ihre Familien zu versorgen. Trotz seines jugendlichen und manchmal ironischen Tons, der sowohl dem Alter des Protagonisten als auch der Atmosphäre seiner Umgebung entspricht, wirft Mirtemirde beri jaksy (Мiртемiрде бэрi жаксы, &#8222;Mirtemir geht&#8217;s gut&#8220;) tiefgreifende Themen wie Armut, erzwungene Reife und den Verlust der Kindheit auf.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Genosse Polizist</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Sie sich jemals gefragt haben, wie kasachstanische Nachrichtenmedien tatsächlich funktionieren, wird Assel Aushakimovas Kurzfilm diese Neugier in nur dreizehn Minuten vollständig befriedigen. Die Geschichte über die Produktion eines pseudo-fernsehähnlichen Berichts über das staatliche Programm Jolda Qabyldau (Жолда Қабылдау, „Empfang unterwegs“) entfaltet sich zu einer charmanten Satire – nicht nur über die zeitgenössische Nachrichtenberichterstattung, sondern auch über die inneren Abläufe von Strafverfolgungsbehörden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kern der Sendung selbst wird durch die sorgfältig ausgewählten Aufnahmen des sogenannten Berichts deutlich: An speziell ausgewiesenen Punkten am Straßenrand kann jeder Bürger und jede Bürgerin mit einer Frage oder einem Anliegen an Polizeivertreter herantreten. Zur Veranschaulichung entscheidet sich die lokale Journalistin Nur (gespielt von Dinara Alieva), direkt gegenüber einer solchen Station zu filmen – einem Minivan, der vage an einen Polizeiwagen erinnert. In der Nähe, an einem kleinen Tisch, knackt ein für den Posten zuständiger Polizist gemächlich Sonnenblumenkerne. Doch einzig eine Aufnahme eines einsamen „Empfangspunkts“ reicht nicht aus – die Popularität der Sendung in der Öffentlichkeit muss demonstriert werden. Daher greift Alievas Figur zu einer eigentümlichen Lösung: Sie überredet einen Taxifahrer, sich als Bürger mit einer Frage auszugeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die komische Spannung erreicht ihren Höhepunkt, als beide Teilnehmer der improvisierten „Empfangsstelle“ beginnen, vor der Kamera über ihre angebliche Erfahrung zu sprechen – oder vielmehr stockend aus einem vorab geschriebenen Skript des staatlichen Fernsehsenders vorzulesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/kasachstans-hauptstadt-wird-in-astana-rueckbenannt/">Kasachstans Hauptstadt wird in Astana rückbenannt</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl der Film bereits vor vier Jahren veröffentlicht wurde, hat er nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Die Verwirrung über den Namen der Hauptstadt (Astana oder Nur-Sultan?) sorgt immer noch für Schmunzeln, während die ironische Darstellung der Arbeitsweise der staatlichen Medien weiterhin beim Publikum auf große Resonanz stößt.</p>



<div class="wp-block-group is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-8f761849 wp-block-group-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/10/BerlinFilmFest1024-2-683x1024-1.jpg" alt="" class="wp-image-43224" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/10/BerlinFilmFest1024-2-683x1024-1.jpg 683w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/10/BerlinFilmFest1024-2-683x1024-1-200x300.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption class="wp-element-caption">Sinema Transtopia in Berlin, Veranstaltungsort des Kurzfilmfestivals „Central Asia: At The Crossroads“. Foto: @fogg_films</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/10/CentralAsiaAtTheCrossroads51024-683x1024-1.jpg" alt="" class="wp-image-43225" style="width:582px;height:auto" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/10/CentralAsiaAtTheCrossroads51024-683x1024-1.jpg 683w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/10/CentralAsiaAtTheCrossroads51024-683x1024-1-200x300.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption class="wp-element-caption">Foto vom Workshop <em>Decolonial and Feminist Perspectives on Cinema</em> mit der kasachischen Regisseurin Malika Muhamejan. Foto: @fogg_films</figcaption></figure>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Blaues Tor</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine ergreifende Geschichte der kirgisischen Regisseurin Nargiza Dotijewa erschien im Themenblock „Yurt – bu? Homeland – is?“, der sich mit Reflexionen über den Begriff „Heimat“ befasst. Im Gegensatz zu den anderen Filmen dieser Sektion, die sich dem Thema Heimat durch das Prisma der Erinnerung, der kulturellen Zugehörigkeit oder sogar der Ablehnung des Konzepts von Heimat als beständigem und festem Ort näherten, präsentiert Kök Darbaza (Көк Дарбаза, &#8222;Blaues Tor&#8220;) ein anderes, greifbareres Bild – das eines hinter blauen Toren verborgenen Hauses. Doch beschränkt sich die Regisseurin auf diese einzige Interpretation?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Protagonist – ein einsamer, zurückhaltender junger Mann – fühlt sich auf unerklärliche und unwiderstehliche Weise zu eben diesen blauen Toren hingezogen. Oder vielmehr zu dem, was dahinter liegt: ein altes, bescheidenes Haus, ein halb verwilderter Garten und daneben, auf einer verwitterten Bank, eine blinde alte Frau, die die Sonnenstrahlen genießt. Unfähig, ein schüchterner Beobachter zu bleiben, schleicht sich der junge Mann wiederholt in den Garten – hier zieht er Unkraut, dort repariert er die Bank, den Lieblingsplatz der alten Frau. Obwohl sie blind ist, spürt sie dennoch seine Anwesenheit und noch etwas mehr: seine Einsamkeit. Es scheint, als sei sie die Einzige in seiner Umgebung, die ihn wirklich gesehen hat – nicht sein Gesicht, sondern seine Seele.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein tragischer Unfall auf der Straße trennt die beiden, allerdings nur physisch. Die spirituelle Verbindung zwischen ihnen bleibt bestehen, wie ein Faden, der die Äste der Bäume umschlingt, die sich vom Haus zum See erstrecken – die letzte, geheime Geste der Fürsorge des jungen Mannes, die er der alten Frau als Geschenk hinterlässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So überschreitet Kök Darbaza bei der Beantwortung der Frage „Was ist Heimat?“ die Grenzen des physischen Raums. Es ist eine Geschichte von spiritueller Nähe, die trotz fehlender Blutsbande, trotz der Umstände und trotz der Stille entsteht. Eine Geschichte von Liebe, Verbundenheit und Akzeptanz, die den Begriff „Heimat“ in eine Metapher für menschliche Verbundenheit und innere Wärme verwandelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aktuelle Informationen zu zukünftigen Vorführungen oder Ausgaben des Festivals finden Sie auf der <a href="https://www.instagram.com/ca_shortfilmfest/">Instagram-Seite von Central Asia: At The Crossroads</a>.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Alle in diesem Artikel verwendeten Fotos werden mit Genehmigung des Fotografen <a href="https://www.instagram.com/fogg_films/">@fogg_films</a> veröffentlicht.</em></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Darya Loza für Novastan</strong></p>
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