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	<title>Charlotte Dietrich, Author at Novastan Deutsch</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
	<lastBuildDate>Fri, 15 Sep 2023 17:20:01 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Charlotte Dietrich, Author at Novastan Deutsch</title>
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		<title>Novastan Stammtisch mit Saltanat Shoshanova (Berlin)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlotte Dietrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Sep 2023 17:15:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Novastan e.V.]]></category>
		<category><![CDATA[Novastan Stammtisch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Donnerstag, den 21. September findet der n&#xE4;chste Novastan Stammtisch in Berlin statt. Egal, was euer Bezug zu Zentralasien ist, professionell, privat oder pure Neugier, kommt gern vorbei! Diese Mal ist Saltanat Shoshanova bei uns zu Gast, eine queer-feministische Aktivistin und Forscherin. Sie kommt aus Kasachstan, hat bereits in Sankt-Petersburg und Wien gelebt und ist [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Am <strong>Donnerstag, den 21. September</strong> findet der nächste Novastan Stammtisch in Berlin statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Egal, was euer Bezug zu Zentralasien ist, professionell, privat oder pure Neugier, kommt gern vorbei!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Mal ist <strong>Saltanat Shoshanova</strong> bei uns zu Gast, eine queer-feministische Aktivistin und Forscherin. Sie kommt aus Kasachstan, hat bereits in Sankt-Petersburg und Wien gelebt und ist nun in Berlin zu Hause. Derzeit arbeitet sie bei n-ost in dem Projekt „Unit“, einem Netzwerk von Journalist:innen und Aktivist:innen, die sich auf LGBTIQ+-Themen in postsowjetischen Staaten spezialisieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Schwerpunkt von Saltanat liegt in den Bereichen queer-feministische Bewegungen, Kunst, Aktivismus und dekoloniales Denken insbesondere in Bezug auf Zentralasien. Zu diesen Themen hat sie mehrere Konferenzen, Workshops und Initiativen organisiert. Bei unserem nächsten Stammtisch erzählt Saltanat von ihrer Arbeit und ihren Erfahrungen in diesem Feld.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br><strong>Wann?</strong> 21. September 2023, 19:00 Uhr<br><strong>Wo?</strong> Taste of Samarkand (Oranienstr. 187, 10999 Berlin)<br><strong>Wer?</strong> Alle Interessierten!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr Informationen findet ihr <a href="https://fb.me/e/3RqJ0Xdb7">hier</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vortrag und die anschließende Diskussion werden auf Englisch sein, es gibt aber die Möglichkeit, Fragen auf Deutsch zu stellen. Wir freuen uns, euch <strong>ab 19:00 Uh</strong>r im <strong>Taste of Samarkand</strong> zu sehen!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um über Veranstaltungen des Novastan e.V. in Berlin informiert zu bleiben, abonniert auch gerne unseren <strong><a href="https://t.me/novastanberlinnetzwerk">Novastan Berlin Events</a> Telegram-Kanal .</strong></p>
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		<title>Usbekistans erstes Atomkraftwerk soll zwei zusätzliche Reaktoren bekommen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlotte Dietrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jul 2019 16:54:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Atomenergie]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Rosatom]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kurz nachdem Taschkent mit dem Bau seines ersten Atomkraftwerks angefangen hat, werden zwei weitere Reaktoren auf dem selben Gel&#xE4;nde ins Auge gefasst. So soll der Energiebedarf des Landes gedeckt werden. Wichtige &#xF6;kologische und geopolitische Fragen bleiben allerdings offen. Das erste Atomkraftwerk Usbekistans soll k&#xFC;nftig nicht nur zwei sondern vier Reaktoren besitzen. Der Bau von zwei [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1"><b>Kurz nachdem Taschkent mit dem Bau seines ersten Atomkraftwerks angefangen hat, werden zwei weitere Reaktoren auf dem selben Gelände ins Auge gefasst. So soll der Energiebedarf des Landes gedeckt werden. Wichtige ökologische und geopolitische Fragen bleiben allerdings offen. </b></span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">Das erste Atomkraftwerk Usbekistans soll künftig nicht nur zwei sondern vier Reaktoren besitzen. Der Bau von zwei zusätzlichen Reaktoren wurde am 10. Juli 2019 durch Energieminister <a href="https://ru.wikipedia.org/wiki/Султанов,_Алишер_Саидаббасович">Alischer Sultanow</a> in einem Interview mit dem usbekischen Medium <a href="https://kun.uz/ru/70312696">Kun.uz</a> angekündigt. “Der Standort des Kraftwerks ermöglicht den Bau von insgesamt vier Reaktoren”, erklärte er. </span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">Die geplante Anlage soll vier Reaktoren des Typs VVEP-1200 der dritten Generation mit je einer Kapazität von 1200 Megawatt (MW) besitzen. Der erste Reaktor soll bis 2028 einsatzbereit sein, die Fertigstellung des zweiten wird gegen 2030 erwartet. Diesen beiden Blöcken sollen zwei zusätzliche Blöcke folgen. </span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">Zuvor wurde ein Kooperationsvertrag zur zivilen Nutzung von nuklearer Energie zwischen Taschkent und Moskau unterzeichnet, der im April 2018 in Kraft getreten ist. Dieses Abkommen hat es der russischen Agentur für Atomenergie Rosatom erlaubt <a href="https://www.gazeta.uz/ru/2019/07/01/uzatom/">geologische Tests</a> in der <a href="https://ru.wikipedia.org/wiki/Фаришский_район">Region Farisch</a> durchzuführen, unweit des <a href="https://ru.wikipedia.org/wiki/Тузкан">Tuzkansees</a>, wo das Kraftwerk gebaut werden soll. Dieser Vertrag mit einem Investitionsvolumen in Höhe von 13 Milliarden US-Dollar soll es Usbekistan erlauben, seine Energiesicherheit und Autonomie zu sichern.</span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1"><b>Veraltete Infrastrukturen </b></span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">Das Land verzeichnet eine konstant steigende Nachfrage nach Energie, die sich <a href="https://kun.uz/ru/70312696">bis 2030 verdoppeln</a> soll. Das jährliche Energiedefizit des Landes könnte so auf bis zu 48 Milliarden Kilowatt steigen. Unterschiedlichen Schätzungen zufolge könnte das neue Atomkraftwerk 14 bis 18 Prozent des nationalen Energiebedarfs decken.</span></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/usbekistan-wird-zu-einem-der-grosten-uran-lieferanten-der-usa/">Usbekistan wird zu einem der größten Uran-Lieferanten der USA</a></strong></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">Trotz großer Uranvorkommen wurde Atomenergie in Usbekistan bisher nicht genutzt. Die Wirtschaft des zentralasiatischen Staates ist vor allem stark vom Gas abhängig, sowohl was den Eigenverbrauch angeht, als auch <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/usbekistan-exportiert-20-prozent-des-im-land-geforderten-gases/">im Bezug auf seine Exporte</a>. Taschkent versucht nun, verstärkt alternative Energiequellen auszubauen, wie zum Beispiel <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/unter-der-usbekischen-sonne-wie-usbekistan-versucht-alternative-energiequellen-zu-entwickeln/">Solarenergie</a> oder Kohlekraftwerke. Derzeit kann keine stabile Energieversorgung gewährleistet werden. Die Infrastruktur, und vor allem die Stromleitungen, sind in einem solch schlechten Zustand, dass es zu großen Energieverlusten kommt. </span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1"><b>Offene Fragen zum Umweltschutz </b></span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">Durch seine Lage am Ufer des Tuzkansees kann das Kraftwerk mit Kühlwasser versorgt werden. Allerdings gibt es Befürchtungen zu den Auswirkungen auf die Umwelt. Der Generaldirektor der neu gegründeten Atombehörde Uzatom Jurabek Mirzamahmudow, ging bereits auf die Bedenken der Bevölkerung ein, indem er erklärte, dass das Atomkraftwerk nicht mehr Wasser verbrauchen wird, als ein herkömmliches Kraftwerk. Darüber hinaus versicherte er, dass das Abwasser des Kraftwerks weder die Biodiversität des Sees noch den Tourismus in der Region <a href="https://www.gazeta.uz/ru/2019/06/28/tuzkan/">negativ beeinflussen</a> werde. </span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">Außerdem beruft sich Uzatom darauf, dass ein baugleicher Reaktor bereits 2016 in Russland im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Nowoworonesch">Atomkraftwerk Nowoworonesch</a> installiert wurde. In den letzten drei Jahren habe es russischen Angaben zufolge keinerlei Störfälle gegeben. Die von Rosatom benutzte Technologie sei darüber hinaus <a href="https://www.gazeta.uz/ru/2019/06/28/npp/">in Finnland zertifiziert</a> worden.</span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1"><b>Ein strategisches Abkommen für Russland</b></span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">Obwohl nach offiziellen Angaben eine Reihe an internationalen Unternehmen für den Bau der Reaktoren in Betracht gezogen wurden, fiel die Wahl schnell auf das russische Staatsunternehmen Rosatom. Das amerikanische Unternehmen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Westinghouse_Electric_Company">Westinghouse Electric</a> wurde aufgrund von finanziellen Bedenken nicht mehr in Betracht gezogen. Außerdem ging man davon aus, dass die Genehmigung für den Bau zu viel Zeit in Anspruch nehmen würde. Chinesische und französische Unternehmen erschienen Uzatom entweder zu jung oder zu wenig erfahren, was die benötigten Technologien angeht. Schließlich hatten die Verspätungen beim Bau eines Atomkraftwerks in den Vereinigten Arabischen Emiraten dazu geführt, dass auch ein koreanischer Anbieter zugunsten des russischen Unternehmens ausgeschieden ist. Die Zusammenarbeit mit Rosatom habe darüber hinaus den Vorteil, dass es <a href="https://www.gazeta.uz/ru/2019/06/28/npp/">keine größeren sprachlichen Schwierigkeiten geben werde </a>und der Bau aufgrund der engen Beziehungen zwischen Moskau und Taschkent schnell vorangetrieben werden könne.</span></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/ist-die-zukunft-usbekistans-pro-russisch-die-ergebnisse-des-putin-besuchs-im-land/">Ist die Zukunft Usbekistans pro-russisch? Die Ergebnisse des Putin-Besuchs im Land</a></strong></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">Usbekistan riskiert mit diesem Projekt allerdings auch, seine Abhängigkeit von Russland zu verstärken, das bereits jetzt nach China der zweitwichtigste Handelspartner des Landes ist. Der Bau des Kraftwerks soll etwa <a href="https://kun.uz/ru/09742638">8.000 Arbeitsplätze schaffen</a> und der laufende Betrieb 2.000 Menschen beschäftigen. Rosatom soll darüber hinaus auch einen Teil der Versorgungsinfrastruktur finanzieren und die usbekischen Arbeitskräfte ausbilden. Für Taschkent bedeutet das auch massive Schulden bei dem russischen Staatsunternehmen.</span></p>
<p class="p3" style="text-align: right"><span class="s1"><b>Agathe Guy<br />
Redakteurin bei Novastan </b></span></p>
<p class="p3" style="text-align: right"><span class="s1"><b>Aus dem Französischen übersetzt und ergänzt von Charlotte Dietrich</b></span></p>
<p style="text-align: justify">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company-beta/5246815/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</p>
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		<title>Frauen am Steuer: Dokumentarfilm über die Frauen des Pamir</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlotte Dietrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Jun 2018 15:13:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Dokumentarfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Pamir]]></category>
		<category><![CDATA[Pamir-Highway]]></category>
		<category><![CDATA[Women Behind the Wheel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zwei Frauen, ein Auto und eine Kamera: Sechs Wochen lang werden die Filmemacherinnen Catherine, 23, und Hannah, 22, den Pamir Highway entlangfahren, durch Usbekistan, Tadschikistan und Kirgistan. Entstehen soll dabei der Dokumentationsfilm &#x201E;Women Behind the Wheel&#x201C;, der die Frauen des Pamirs in den Mittelpunkt stellen wird. Novastan hat die beiden in London interviewt. Novastan: Hannah, [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Zwei Frauen, ein Auto und eine Kamera: Sechs Wochen lang werden die Filmemacherinnen Catherine, 23, und Hannah, 22, den Pamir Highway entlangfahren, durch Usbekistan, Tadschikistan und Kirgistan. Entstehen soll dabei der Dokumentationsfilm „Women Behind the Wheel“, der die Frauen des Pamirs in den Mittelpunkt stellen wird. Novastan hat die beiden in London interviewt. </strong></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Novastan:</strong><em> Hannah, Catherine, wie ist die Idee entstanden, diesen Film zu drehen?</em></p>
<p style="text-align: justify"><em>Hannah:</em> Wir wollten schon seit Jahren gemeinsam einen Film produzieren und eine Weltgegend bereisen, die wir nicht kennen. Wir wollen einen Film drehen, der zeigt, wie verschieden Frauen sind und wie wir uns trotz unserer Unterschiede über Sprachen- und Ländergrenzen hinweg verstehen.</p>
<p style="text-align: justify"><em>Catherine:</em> Ich habe Anthropologie studiert und für meine Bachelorarbeit habe ich syrische Flüchtlingsfrauen interviewt. Ich habe gemerkt, wie wichtig es ist, als Frau mit anderen Frauen, deren Stimmen oft nicht gehört werden, zu sprechen und ihnen Gehör zu verschaffen.</p>
<p style="text-align: justify"><em>Hannah:</em> Ich habe für ein queeres Berliner Filmfestival gearbeitet und dort LGBT Filmemacher interviewt. Wir denken, unsere verschiedenen Erfahrungen ergänzen sich sehr gut.</p>
<p><figure id="attachment_14219" aria-describedby="caption-attachment-14219" style="width: 768px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-14219" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/06/34049702_394439371031853_1316328543315034112_n.jpg" alt="Women Behind the Wheel Pamir-Highway Feminism" width="768" height="567" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/06/34049702_394439371031853_1316328543315034112_n.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/06/34049702_394439371031853_1316328543315034112_n-300x221.jpg 300w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption id="caption-attachment-14219" class="wp-caption-text">Catherine (links) und Hannah drehen einen Dokumentarfilm über die starken Frauen des Pamirs</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify"><em>Catherine:</em> Hannah ist eher still und überlegt, während ich laut und direkt bin. In unserem Film „Women Behind the Wheel“ wollen wir zeigen, dass Frauen sehr verschieden sind. Wir wollen einen authentischen Bericht über die Erfahrungen der Frauen des Pamirs und unsere eigenen Erfahrungen zeigen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Novastan:</strong><em> Wie seid ihr auf Zentralasien und den Pamir-Highway aufmerksam geworden?</em></p>
<p style="text-align: justify"><em>Catherine:</em> Eigentlich hat das alles mit dem Eurovision Song Contest begonnen. Das einzige Land, dass ich dort gesehen habe und überhaupt nicht kannte, war Aserbaidschan. Ich war sofort fasziniert von diesem Land und der Region. Was im Endeffekt sehr lustig ist, da wir ja nicht mal in den Kaukasus fahren.</p>
<p style="text-align: justify"><em>Hannah:</em> Wir haben dann mehr recherchiert und uns auch für Georgien interessiert. Aber dann wurden wir auf den Pamir-Highway aufmerksam.</p>
<p style="text-align: justify"><em>Catherine:</em> Die Kombination aus einer extrem herausfordernden und gleichzeitig wunderschönen Strecke, der Pamir-Highway ist mit 4655 Metern über dem Meeresspiegel die zweithöchste Straße der Welt, und dieser doch sehr unbekannten Region hat uns gleich überzeugt. Die Bewohner des „Bam-i-Dunya“ (Dach der Welt) gehören zu den isoliertesten auf unserem Planeten, 75 Prozent der Bevölkerung leben hier unter der Armutsgrenze. Wir haben uns gefragt: Wann wurde den Frauen dieser Region je eine Plattform gegeben? Obwohl Tadschikistan eines der ärmsten Länder der Welt ist, ist es relativ unbekannt im Westen. Wir wollen dazu beitragen, dass die Region bekannter wird.</p>
<p><figure id="attachment_14220" aria-describedby="caption-attachment-14220" style="width: 1136px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="size-full wp-image-14220" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/06/34472436_395675200908270_4065542370819571712_o.jpg" alt="Women Behind the Wheel Pamir-Highway Feminism" width="1136" height="993" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/06/34472436_395675200908270_4065542370819571712_o.jpg 1136w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/06/34472436_395675200908270_4065542370819571712_o-300x262.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/06/34472436_395675200908270_4065542370819571712_o-768x671.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/06/34472436_395675200908270_4065542370819571712_o-1024x895.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1136px) 100vw, 1136px" /><figcaption id="caption-attachment-14220" class="wp-caption-text">Von Usbekistan über Tadschikistan nach Kirgistan. Der Pamir-Highway liegt an seinem höchsten Punkt 4655 Meter über dem Meeresspiegel</figcaption></figure></p>
<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/tadschikistan-gastfreundlichkeit-als-reichtum/">Tadschikistan: Gastfreundschaft als Reichtum</a></strong></p>
<p style="text-align: justify"><em>Hannah:</em> Die ersten Reaktionen auf unsere Pläne haben uns nur weiter in unserem Projekt bestärkt. Viele meinten „Aber Frauen können so eine gefährliche Straße nicht fahren!“ oder „Aber ihr habt dann schon einen örtlichen, männlichen Fahrer, oder?“</p>
<p style="text-align: justify"><em>Catherine:</em> So kamen wir auf die Idee, dem Film einen doppelten Fokus zu geben: einen auf die Frauen der Region, und den zweiten auf uns, wie wir selbst als Frauen den Pamir-Highway bezwingen. Wir wollen Frauen zeigen, die sich in ihrem jeweiligem Kontext Gender-Stereotypen widersetzen. Und wir wollen uns selbst zeigen, hinter dem Steuer und hinter der Kamera – in zwei Domänen, die gerade auch im Westen immer noch von Männern dominiert werden.</p>
<p><a href="https://vimeo.com/275316091">https://vimeo.com/275316091</a></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Novastan:</strong> <em>Wie sehen eure Pläne genau aus? Wo werdet ihr durchreisen, wen werdet ihr treffen?</em></p>
<p style="text-align: justify"><em>Hannah:</em> Wir werden im Juli und August sechs Wochen lang durch die Region reisen. Das Auto haben wir für drei Wochen gemietet und werden durch Usbekistan, Tadschikistan und Kirgistan fahren.</p>
<p style="text-align: justify"><em>Catherine:</em> Wir haben schon einige Interviews geplant, wie zum Beispiel mit den Frauen der Bischkeker Mikrobrauerei „Save the Ales“ oder mit tadschikischen Trekkingführerinnen. Aber wir wollen auch einfach die Gegend erkunden und spontane Interviews führen.</p>
<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/das-leben-der-zweitfrauen/">Das leben der Zweitfrauen in Tadschikistan </a></strong></p>
<p style="text-align: justify"><em>Hannah:</em> Wir wollen auch nicht nur Feministinnen porträtieren. Wir haben keine Agenda, sondern wollen einen Querschnitt an Frauen der Gegen interviewen. Deswegen wollen wir so oft es geht in Homestays übernachten und über Plow und Tee mit den Frauen ins Gespräch kommen. Wir haben auch nur weibliche Übersetzerinnen engagiert, da wir denken, dass es viel leichter ist, von Frau zu Frau zu sprechen. Aber natürlich werden wir trotzdem auch mit Männern reden, vor allem, da Männer in der Region viel sichtbarer sind in der Öffentlichkeit. Aber wir wollen definitiv mehr ins Private vordringen, wo Frauen öfter anzutreffen sind.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Novastan:</strong> <em>Was sind eventuelle Schwierigkeiten, die potentiell auftreten könnten?</em></p>
<p style="text-align: justify"><em>Catherine:</em> Oh je, das Auto. Mit Sicherheit geht ein Reifen kaputt oder etwas anderes wird passieren. Aber das werden wir alles filmen – wir wollen auch die weniger glamouröse Seite des Projekts zeigen.</p>
<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kirgistan-40-starke-frauen-in-portrats/">Kirgistan: 40 starke Frauen im Portrait </a></strong></p>
<p style="text-align: justify"><em>Hannah:</em> Die Sprache ist ein anderes Problem – wir beide sprechen keine der lokalen Sprachen. Wir haben natürlich Übersetzerinnen engagiert. Aber wir denken, dass es manchmal auch gar keine Notwendigkeit für eine gemeinsame Sprache gibt. Frauen von verschiedenen Kulturen können trotzdem eine Verbindung aufbauen und ihre gemeinsamen Erfahrungen teilen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Novastan:</strong> <em>Und wann können unsere Leser eure Dokumentation anschauen?</em></p>
<p style="text-align: justify"><em>Catherine:</em> Wir hoffen, die Doku im Frühjahr 2019 auf verschiedenen Filmfestivals präsentieren zu können. Wir halten euch auf dem Laufenden! Wir freuen uns schon darauf, unsere Erfahrungen mit euch zu teilen!</p>
<p style="text-align: right"><strong>Mit Catherine und Hannah sprachen in London Corinna Vetter und Charlotte Dietrich</strong></p>
<p style="text-align: justify"><em>Catherine und Hannah sind die nächsten Wochen in Zentralasien unterwegs und halten uns via <a href="https://www.facebook.com/womenbehindthewheel2018/">Facebook</a> auf dem Laufenden – folgt ihnen, wenn ihr Updates vom Pamir-Highway bekommen wollt.  Falls ihr Catherines und Hannahs Projekt unterstützen wollt, spendet auf ihrer <a href="https://www.gofundme.com/women-behind-the-wheel">gofundme Seite</a>. Die beiden kommen persönlich für Flüge und Verpflegung auf, brauchen aber Unterstützung, um die Kameraausrüstung und Postproduktion stemmen zu können. </em><em>Jeder Euro, Somoni oder Som zählt!</em></p>
<p style="text-align: justify">Noch mehr Zentralasien findet Ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company-beta/5246815/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in Eurer Mailbox könnt ihr Euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</p>
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		<title>EU: Turkmenistan spielt in Zentralasien eine Schlüsselrolle</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlotte Dietrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 May 2018 07:31:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Turkmenistan]]></category>
		<category><![CDATA[9. Mai]]></category>
		<category><![CDATA[Ashgabat]]></category>
		<category><![CDATA[Austausch]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Union]]></category>
		<category><![CDATA[Europatag]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Entwicklungszusammenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Anl&#xE4;sslich des Empfangs zum Europatag am 9. Mai&#xA0; unterstrich Lubomir Frebort, EU-Botschafter in Turkmenistan, die wichtige Rolle Turkmenistans f&#xFC;r die EU. Folgender Artikel erschien im russischen Original auf der turkmenischen Nachrichtenseite Orient.tm und wurde mit freundlicher Genehmigung der Redaktion von Novastan &#xFC;bersetzt.&#xA0;&#xA0; Turkmenistan spielt eine wichtige Rolle in den Beziehungen der Europ&#xE4;ischen Union (EU) mit [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Anlässlich des Empfangs zum Europatag am 9. Mai  unterstrich Lubomir Frebort, EU-Botschafter in Turkmenistan, die wichtige Rolle Turkmenistans für die EU. Folgender Artikel erschien im russischen Original auf der turkmenischen Nachrichtenseite <a href="http://orient.tm/ru/2018/05/10/10772.html">Orient.tm</a> und wurde mit freundlicher Genehmigung der Redaktion von Novastan übersetzt.  </strong></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">Turkmenistan spielt eine wichtige Rolle in den Beziehungen der Europäischen Union (EU) mit der zentralasiatischen Region und belegt eine signifikante Position in der europäischen Strategie zur neuen Partnerschaft mit Zentralasien. Das erklärte der Leiter des Verbindungsbüros der Europäischen Union in Ashgabat, Lubomir Frebort, in seinen Begrüßungsworten anlässlich des Empfangs zum Europatag. In der neuen, momentan in der Ausarbeitung befindlichen Zentralasien-Strategie der EU, wird dem Land ein wichtiger Platz zugeordnet, erklärte der offizielle Vertreter der EU weiter.</span></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Fortschritt in mehreren Bereichen der bilateralen Beziehungen</strong></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">Die Beziehungen zwischen Ashgabat und Brüssel entwickelten sich erfolgreich sowohl in der politischen, als auch in der wirtschaftlichen und humanitären Zusammenarbeit, so Frebort in seiner Rede. Er wies in diesem Zusammenhang auch auf den jährlichen Dialog-Gipfel zwischen der EU und Zentralasien zu politischen- und Sicherheitsfragen hin, der für nächste Woche in Ashgabat geplant ist. </span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><strong><span class="s1">Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/mogherini-die-neue-seidenstrase-ist-eines-der-wichtigsten-infrastrukturprojekte/">Mogherini: Die Neue Seidenstraße ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte</a></span></strong></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">Dieser Mechanismus ist einer der regelmäßigen politischen Kontakte zwischen der EU und der Region Zentralasien. Die EU ist auch in der Entwicklung des inter-parlamentarischen Austauschs aktiv. In diesem Zusammenhang hat Frebort die Hoffnung geäußert, dass die Delegation der Medschilis (das turkmenische Parlament, Anm.d.Red.) als Antwort auf den bereits erfolgreich stattgefundenen Besuch der Europäischen Delegation in Ashgabat nach Brüssel fährt. </span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">Was die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen der EU und Turkmenistan betrifft, so wächst diese vor allem in den Bereichen Handel, Energie und Transport. Die Europäische Union ist für Turkmenistan mit einem Handelsaustausch von 1,6 Milliarden Euro einer der wichtigsten Handelspartner. </span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><strong><span class="s1">Energiesektor als Schlüsselthema </span></strong></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">Im Energiesektor hebt der hochrangige Diplomat insbesondere die Bedeutung Turkmenistans in der Strategie zu Energiesicherheit der EU hervor, sowie die Verbundenheit beider Seiten zur Realisierung des Projekts der Trans-Kaspischen Pipeline. So könnte der europäische Markt bald auch für die Kohlenwasserstoff-Ressourcen des Landes erschlossen werden. „<i>Der Ausbau des <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Turkmenbashi_International_Seaport">Hafens Turkmenbaschi</a> wird ohne Zweifel dazu führen, dass dieser zu einem wichtigen Verbindungspunkt zwischen Europa und Asien werden kann.</i>“, ist Frebort überzeugt. Er wies auch darauf hin, dass noch dieses Jahr eine<a href="https://ec.europa.eu/info/law/better-regulation/initiatives/ares-2018-698599_en"> Strategie der EU zur Vernetzung von Europa und Asien</a> beschlossen werden soll, in der auch Turkmenistan eine wichtige Position zukommen wird. </span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">Die Prioritäten in der Entwicklungszusammenarbeit betreffen vor allem bilateralen Projekte zur Entwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen Regionen sowie den Ausbau von Kapazitäten im öffentlichen Dienst und im Bereich der Staatsfinanzen. Hier hilft die EU mit einer Finanzierung von ungefähr 16 Millionen Euro. </span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><strong><span class="s1">Ausbau der Austauschprogramme </span></strong></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">Eine weiterer &#8211; und nicht weniger wichtiger &#8211; Aspekt<span class="Apple-converted-space">  </span>der turkmenisch-europäsischen Zusammenarbeit ist der Ausbau von Völkerverständigung und studentischer Austauschprogramme. </span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">Der vorsitzende der EU-Vertretung begrüßte des Weiteren die Beteiligung Turkmenistans am Besuchsprogramm, welches es jungen Führungskräften erlaubt, nach Brüssel zu reisen und die Funktionsweise der EU-Institutionen kennenzulernen. Außerdem bleibt das auch das Bildungsprogramm Erasmus+, in dessen Rahmen turkmenische Studenten Stipendien für Europäische Universitäten bekommen, weiterhin bestehen. </span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">„<i>Turkmenistan nimmt außerdem aktiv an verschiedenen, durch die EU finanzierten, regionalen Projekten teil, wie zum Beispiel bei der Verwaltung von Grenzen und zum Kampf gegen Drogen</i>“, so der Vorsitzende der europäischen diplomatischen Mission weiter. Er wies dabei besonders darauf hin, das Ashgabat schon mehrmals Gastgeber war in der Durchführung projektgebundener Veranstaltungen. </span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">Zum Abschluss drückte Lubomir Frebort nochmals seine Verbundenheit mit der Fortführung des für beide Seiten zuträglichen turkmenisch-europäischen Austausches aus. Er lud außerdem zu den Tagen des Europäischen Films ein, die dieses Wochenende in Ashgabat stattfinden.</span></p>
<p class="p1" style="text-align: right"><strong>Im russischen Original auf Orient.tm </strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Russischen übersetzt von Charlotte Dietrich</strong></p>
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		<title>Turkmenistan: Autarkie in der Lebensmittelproduktion?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlotte Dietrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 May 2018 16:42:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Turkmenistan]]></category>
		<category><![CDATA[Gurbanguly Berdimuhamedow]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittelpreise]]></category>
		<category><![CDATA[turkmenische Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Turkmenistan ist im Hinblick auf die Lebensmittelproduktion autark geworden, das behauptet zumindest die turkmenische Presse. Allerdings kommt es nach wie vor zu Engp&#xE4;ssen und die Preise f&#xFC;r Lebensmittel steigen. Novastan &#xFC;bersetzt folgenden Artikel von Chronika Turkmenistana mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. Die turkmenische Landwirtschaft hat nach Angaben lokaler Medien &#x201E;eine stabile Selbstversorgung des Landes mit [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1" style="text-align: justify"><strong><span class="s1">Turkmenistan ist im Hinblick auf die Lebensmittelproduktion autark geworden, das behauptet zumindest die turkmenische Presse. Allerdings kommt es nach wie vor zu Engpässen und die Preise für Lebensmittel steigen. Novastan übersetzt folgenden Artikel von <a href="https://www.hronikatm.com/2018/05/mestnyie-smi-obyavili-chto-turkmenistan-dostig-prodovolstvennoy-nezavisimosti/">Chronika Turkmenistana</a> mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. </span></strong></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">Die turkmenische Landwirtschaft hat <a href="http://arzuw.news/8160/v-turkmenistane-mestnye-proizvoditeli-obespechili-produktovoe-izobilie.html">nach Angaben lokaler Medien</a> „<em>eine stabile Selbstversorgung des Landes mit Nahrungsmitteln</em>“ erreicht. Die turkmenische Lebensmittelindustrie konnte den Medienberichten zufolge mehr eigene Produkte produzieren, was sogar zu einem Produktionsüberschuss geführt haben soll. </span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><strong><span class="s1">Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/turkmenistan/turkmenistan-was-und-woher-importiert-wird/">Turkmenistan: Was und woher importiert wird</a></span></strong></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">Wie sich dieser Überschuss konkret äußert, wird nicht weiter spezifiziert. In Zukunft will sich die turkmenische Agrarindustrie nun darauf konzentrieren, den Export von landwirtschaftlichen Produkten weiter auszubauen, heißt es weiter. </span><span class="s1"><a href="http://arzuw.news/8159/apk-turkmenistana-naraschivaet-vypusk-importozameschayuschey-produkcii.html">Besonders hervorgehoben</a> wird der „<em>merkliche Anstieg des Exports frischer Tomaten, Zwiebeln, Äpfeln sowie von Weizen, Weizenmehl und Pflanzenöl</em>“.</span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><strong><span class="s1">Knappheit und steigende Preise </span></strong></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">Noch im Jahr 2017 konnten in Turkmenistan die geplanten Auflagen für die Weizenproduktion nicht eingehalten werden und es kam zu einer akuten Mehl-Knappheit. </span><span class="s1">Auch dieses Jahres im März ging das günstige turkmenische Mehl aus, welches zwei bis drei <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Turkmenistan-Manat">Manat</a> (<em>die turkmenische Währung. 3,5o Manat entsprechen nach offiziellem Wechselkurs einem US-Dollar, Anm.d.Red.</em>) das Kilogramm kostete. Auf dem Markt war nur noch kasachisches Mehl verfügbar, das allerdings mit 4,8 Manat fast das doppelte kostete. Der Preis pro Kilogramm für kasachisches Mehl soll nun, nach Angaben von <a href="https://rus.azathabar.com/a/29215339.html">Radio „Azatlyk“</a>, sogar auf 6,5 Manat gestiegen sein. </span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><strong><span class="s1">Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/turkmenistan/der-untergang-des-zweiten-kuweit-ernaehrungskrise-in-turkmenistan/">Der Untergang des zweiten Kuweit: Ernährungskrise in Turkmenistan</a> </span></strong></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">Im April 2018 hatte Präsident Gurbanguly Berdimuchammedow die Arbeiter in der Agrarindustrie <a href="https://www.hronikatm.com/2018/04/prezident-vozlozhil-vinu-za-nizkie-urozhai-hlopka-i-pshenitsyi-na-nekompetentnyie-kadryi-i-ustarevshie-zavodyi/?highlight=пшениц">scharf kritisiert</a>, die die Auflagen für die Weizen- und Baumwollproduktion nicht erfüllt hatten. Er drückte dabei vor allem seine Unzufriedenheit darüber aus, dass es im Land an kompetenten Führungskräften fehle und die Ausrüstung in den Fabriken veraltet sei.</span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">Von der Weizenproduktion abgesehen, kommt es in Turkmenistan auch immer wieder zu Engpässen bei der <a href="https://www.hronikatm.com/2018/01/v-turkmenistane-rezko-podorozhalo-rastitelnoe-maslo">Öl</a>&#8211; und <a href="https://www.hronikatm.com/2017/12/yaytsa-v-turkmenistane-snova-v-defitsite/">Eierproduktion</a>. Die Preise für Lebensmittel <a href="https://www.hronikatm.com/2018/04/obzor-tsen-na-produktyi-pitaniya-i-drugie-tovaryi-v-turkmenistane">steigen dadurch stetig</a>, unter anderem aber auch im Zusammenhang mit dem plötzlichen <a href="https://www.hronikatm.com/2018/04/stoimost-dollara-na-chernom-ryinke-dostigla-16-manatov">Anstieg des Dollar-Kurses</a> auf dem Schwarzmarkt.</span></p>
<p style="text-align: justify">
<p style="text-align: right"><strong>Im russischen Original erschienen auf <a href="https://www.hronikatm.com/2018/05/mestnyie-smi-obyavili-chto-turkmenistan-dostig-prodovolstvennoy-nezavisimosti/">Chronika Turkmenistana</a>.</strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Russischen übersetzt von Charlotte Dietrich.</strong></p>
<p style="text-align: justify">
<p style="text-align: justify">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company-beta/5246815/">LinkedIn</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</p>
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		<title>Usbekistan und Tadschikistan: Der Handel boomt dank offener Grenzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlotte Dietrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 May 2018 18:07:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Shavkat Mirziyoyev]]></category>
		<category><![CDATA[Tadschikisch-usbekische Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit dem 16. M&#xE4;rz 2018 k&#xF6;nnen tadschikische und usbekische Staatsb&#xFC;rger sich im Land des anderen f&#xFC;r einen Monat ohne Visum aufhalten. Das ist das Ergebnis des historischen Besuchs des usbekischen Pr&#xE4;sidenten in Tadschikistan vom 9. und 10. M&#xE4;rz. Die Korrespondenten von &#x201E;The Open Asia&#x201C; haben sich am Grenz&#xFC;bergang &#x201E;Dusti&#x201C; umgeschaut. Der Grenz&#xFC;bergang ist mit nur [&#x2026;]</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/usbekistan-und-tadschikistan-der-handel-boomt-dank-offener-grenzen/">Usbekistan und Tadschikistan: Der Handel boomt dank offener Grenzen</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1"><b>Seit dem 16. März 2018 können tadschikische und usbekische Staatsbürger sich im Land des anderen für einen Monat ohne Visum aufhalten. Das ist das Ergebnis des <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/hintergrund-mirsijojews-historischer-besuch-in-duschanbe/">historischen Besuchs des usbekischen Präsidenten in Tadschikistan vom 9. und 10. März</a>. Die Korrespondenten von „The Open Asia“ haben sich am Grenzübergang „Dusti“ umgeschaut. Der Grenzübergang ist mit nur 70 Kilometern Entfernung der, der der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe am nächsten liegt. Die Öffnung der Grenzen hat hier nicht nur zuvor getrennte Familien wieder zusammengeführt sondern auch die örtliche Wirtschaft angekurbelt. Novastan übersetzt <a href="http://theopenasia.net/articles/detail/svadby-i-biznes-chto-dal-tadzhikam-i-uzbekam-bezvizovyy-rezhim/">den Artikel von The Open Asia</a> mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. </b></span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">An der Haltestelle, von der die Autos zur tadschikischen Grenzstadt <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tursunsoda">Tursunsoda</a> losfahren, stehen Taxifahrer. Die Fahrt bis zur Grenze kostet pro Person 20 Somoni, umgerechnet 2,2 US-Dollar.</span></p>
<p><strong>Lest auch auf Novastan: Hintergrund: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/hintergrund-mirsijojews-historischer-besuch-in-duschanbe/">Mirsijojews historischer Besuch in Duschanbe </a></strong></p>
<p><figure id="attachment_13650" aria-describedby="caption-attachment-13650" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="size-full wp-image-13650" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/05/8c01a9738a429d0ed97f9fc77792c1fc.jpg" alt="Grenze Tadschikistan Usbekistan Handel" width="1024" height="732" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/05/8c01a9738a429d0ed97f9fc77792c1fc.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/05/8c01a9738a429d0ed97f9fc77792c1fc-300x214.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/05/8c01a9738a429d0ed97f9fc77792c1fc-768x549.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-13650" class="wp-caption-text">An der tadschikisch-usbekischen Grenze</figcaption></figure></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">“<i>Drei Mal am Tag fahre ich die Strecke bis zur Grenze und zurück. Mehr schaffe ich einfach nicht. Kunden gibt es allerdings viele, in beide Richtungen und egal zu welcher Tageszeit</i>“, so der Taxifahrer Abdurachmon Samiew. Er erzählt, dass der Großteil seiner Kunden Bewohner der usbekischen Stadt <a href="https://www.google.co.uk/maps/place/Sariasiya,+Usbekistan/@38.4146527,67.8747148,13z/data=!3m1!4b1!4m5!3m4!1s0x38b51b530d5790f5:0x39b9d6090c4695cd!8m2!3d38.4154989!4d67.9493822">Sariasiya</a> sind, die die tadschikische Hauptstadt besuchen und abends nach Hause zurückkehren. </span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">Offiziellen Angaben zufolge übertreten täglich bis zu zwei Tausend Bürger beider Länder den Grenzübergang „Dusti“</span></p>
<p class="p3" style="text-align: justify"><span class="s1"><b>Ein neuer Markt an der Grenze </b></span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">Neben dem Grenzübergang fällt eine große Menschenmenge ins Auge. Wie sich herausstellt, haben die örtlichen Bewohner hier spontan einen Markt eröffnet, wo nun Waren aus Usbekistan verkauft werden. </span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">Die Preise hier am Grenzübergang seien niedriger als in Tursundaze, der nächsten Stadt, was ihnen einen Vorteil bringt, erzählen die Verkäufer.</span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">Der 30-jährige Usbeke Samandar Kodirow zum Beispiel fährt jeden Morgen zusammen mit seinen Schwestern nach Tadschikistan und abends zurück nach Usbekistan. Sie verkaufen Erbsen für 12,5 Somoni (1,4 US-Dollar) das Kilogramm. In Duschanbe kostet das Kilogramm Erbsen schon 18 Somoni (2 US-Dollar).</span></p>
<p><figure id="attachment_13651" aria-describedby="caption-attachment-13651" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-13651" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/05/17fad450bbc560b707db444a851fcb61.jpg" alt="Tadschikistan Usbekistan Handel Wirtschaft Grenze" width="1024" height="683" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/05/17fad450bbc560b707db444a851fcb61.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/05/17fad450bbc560b707db444a851fcb61-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/05/17fad450bbc560b707db444a851fcb61-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/05/17fad450bbc560b707db444a851fcb61-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-13651" class="wp-caption-text">Der neue Markt nahe der Grenze</figcaption></figure></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">„Wir verkaufen bis zu 300 Kilogramm Erbsen pro Tag. Manchmal kommen unsere Kunden sogar aus Kurgan-Tübe und kaufen alle unsere Säcke auf. Jetzt zum Beispiel ist der Sack mit Erbsen fast leer, mein Bruder bringt gerade zwei neue“, so Kodirow. </span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">Die Grenzkontrolleure beider Länder stehen dem Handel nicht im Wege. Wichtig ist nur, dass ein Qualitätszertifikat vorhanden ist. </span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">Der 53-Jährige Akramboi Mamadow fährt jeden Tag nach Usbekistan um Süßigkeiten, Bonbons und Kinderspielzeug einzukaufen. Er beschloss in den Handel einzusteigen, da er sich zuhause zu sehr langweilte. Sein ganzes Leben hatte Mamadow als Arbeitsmigrant gearbeitet, bis er mit Diabetes diagnostiziert wurde und keine Schwerstarbeiten mehr ausüben konnte.</span></p>
<p><figure id="attachment_13652" aria-describedby="caption-attachment-13652" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-13652" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/05/efca31f490b00207d0b4f254f869d298.jpg" alt="Tadschikistan Usbekistan Grenze Händler Handel" width="1024" height="683" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/05/efca31f490b00207d0b4f254f869d298.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/05/efca31f490b00207d0b4f254f869d298-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/05/efca31f490b00207d0b4f254f869d298-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/05/efca31f490b00207d0b4f254f869d298-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-13652" class="wp-caption-text">Der Händler Mamadow verkauft Spielzeug und Süßigkeiten aus Usbekistan</figcaption></figure></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">„Als die Grenze geöffnet wurde, beschloss ich auszuprobieren, ob es mir gelingt in den Handel einzusteigen. Nun bin ich wieder nützlich für meine Familie und die Kinder. Das Geld, das ich verdiene reicht jetzt zumindest für meine Medikamente“, erzählt Mamadow. </span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">Alle seine Waren verkauft er für 15 Somoni, umgerechnet 1,6 US-Dollar. Genau die gleichen Produkte werden in Duschanbe für das Doppelte verkauft. Es lohnt sich für die meisten Verkäufer allerdings nicht, ihr Geschäft bis in die Hauptstadt auszuweiten, denn der Transport ist teuer.</span></p>
<p><figure id="attachment_13653" aria-describedby="caption-attachment-13653" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-13653" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/05/1b68beb6ec0a33e78a28d07e9d660415.jpg" alt="Grenze Markt Usbekistan Tadschikistan Handel" width="1024" height="683" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/05/1b68beb6ec0a33e78a28d07e9d660415.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/05/1b68beb6ec0a33e78a28d07e9d660415-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/05/1b68beb6ec0a33e78a28d07e9d660415-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/05/1b68beb6ec0a33e78a28d07e9d660415-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-13653" class="wp-caption-text">Der Markt an der Grenze.</figcaption></figure></p>
<p class="p3" style="text-align: justify"><span class="s1"><b>Made in Tajikistan </b></span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">Nicht nur Tadschiken kaufen in Usbekistan ein, auch Usbeken fahren nach Tadschikistan, um Produkte zu erstehen. Vor allem tadschikische Aluminiumwaren sind beliebt: <a href="https://ru.wikipedia.org/wiki/Мантоварка">Manti-Kocher</a> (<em>spezielle Töpfe in denen die traditionellen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mantı">Manty</a>, mit fleisch gefüllte Teigtaschen gegart werden, Anm.d.Red.</em>), Töpfe und allerlei anderes. Dschudabek Aliew hat zehn Manti-Kocher für je 100 Somoni (11 US-Dollar) zunächst nur für seine Familie eingekauft. </span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">„Wenn sie den Verwandten gefallen, dann überlege ich, sie auch auf dem Markt zu verkaufen. Zunächst einmal ist wichtig, dass sie meiner Familie gefallen.“, lacht Aliew. </span></p>
<p class="p3" style="text-align: justify"><span class="s1"><b>Usbekische Produkte beeinflussen die Preise in Duschanbe</b></span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">Zum Markt an der Grenze kommen auch viele mit dem Auto aus Duschanbe und kaufen verschiedene Waren ein: Eier, Früchte, Spielzeug und Erbsen. Einer der Fahrer, der sich als Sirdschiddin vorstellt, erklärt, dass er für den persönlichen Gebrauch einkauft, nicht für den Handel.</span></p>
<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/usbekistan-baut-demontierte-bahnstrecke-nach-tadschikistan-wieder-auf/">Usbekistan baut demontierte Bahnstrecke nach Tadschikistan wieder auf</a></strong></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">„Um die Grenze mit einem Auto zu überqueren, muss ein Zoll in Höhe von 50 US-Dollar bezahlt werden. Die Händler hier machen vielleicht Profit, aber es ist trotzdem viel billiger als in Duschanbe.“, erzählt Sirdschiddin.</span></p>
<p><figure id="attachment_13654" aria-describedby="caption-attachment-13654" style="width: 1023px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-13654" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/05/41ca05713d1bcdf29f57fbe96950aca9.jpg" alt="Waren Handel Tadschikistan Usbekistan" width="1023" height="683" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/05/41ca05713d1bcdf29f57fbe96950aca9.jpg 1023w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/05/41ca05713d1bcdf29f57fbe96950aca9-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/05/41ca05713d1bcdf29f57fbe96950aca9-768x513.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/05/41ca05713d1bcdf29f57fbe96950aca9-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 1023px) 100vw, 1023px" /><figcaption id="caption-attachment-13654" class="wp-caption-text">Die Waren sind an der Grenze sehr viel günstiger als in Duschanbe</figcaption></figure></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">Die Öffnung der Grenzen und der Import von usbekischen Produkten hat dadurch auch den Markt in Duschanbe beeinflusst. Ein Sack Mehl kostet zum Beispiel nun nur noch 140 Somoni (15 US-Dollar) anstatt von 180 (20 US-Dollar), ein Korb Eier 18 (2 US-Dollar), anstelle von 27 (3 US-Dollar) und Zucker 6 (0,6 US-Dollar) anstatt von 8 Somoni (0,8 US-Dollar).</span></p>
<p style="text-align: right"><strong>Im russischen Original auf <a href="http://theopenasia.net/articles/detail/svadby-i-biznes-chto-dal-tadzhikam-i-uzbekam-bezvizovyy-rezhim/">The Open Asia</a></strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Russischen übersetzt von Charlotte Dietrich</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Usbekistan und Kasachstan: Unter den Top 5 der CO2-intensivsten Länder der Welt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlotte Dietrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Apr 2018 13:36:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[BIP]]></category>
		<category><![CDATA[CO2]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltverschmutzung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach einem Ranking der internationalen Energie-Agentur Enerdata&#xA0;verf&#xFC;gen Kasachstan und Usbekistan &#xFC;ber die viert- beziehungsweise f&#xFC;nft-intensivsten Kohlendioxid-Emmissionen weltweit. Die unabh&#xE4;ngige Informations- und Beratungsfirma Enerdata hat ein weltweites Ranking&#xA0;zur Intensit&#xE4;t der CO2-Emissionen in Relation zum Bruttoinlandsprodukt ver&#xF6;ffentlicht. Nach Angaben des Rankings belegt Kasachstan den vierten und Usbekistan den f&#xFC;nften Platz weltweit, was die Intensit&#xE4;t an CO2-Emissionen angeht. [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="p3" style="text-align: justify"><strong><span class="s1">Nach einem Ranking der internationalen Energie-Agentur <a href="https://yearbook.enerdata.net">Enerdata</a> verfügen Kasachstan und Usbekistan über die viert- beziehungsweise fünft-intensivsten Kohlendioxid-Emmissionen weltweit.</span></strong></p>
<p class="p3" style="text-align: justify"><span class="s1">Die unabhängige Informations- und Beratungsfirma Enerdata hat ein <a href="https://yearbook.enerdata.net/co2-fuel-combustion/world-CO2-intensity.html">weltweites Ranking</a> zur Intensität der CO2-Emissionen in Relation zum Bruttoinlandsprodukt veröffentlicht. Nach Angaben des Rankings belegt Kasachstan den vierten und Usbekistan den fünften Platz weltweit, was die Intensität an CO2-Emissionen angeht. Analysiert wurden in der Studie Daten aus dem Jahr 2016. </span></p>
<p class="p3" style="text-align: justify"><span class="s1">Die Intensität der CO2-Emissionen wird bestimmt, indem die <a href="http://www.biologie-schule.de/co2-emission.php">CO2-Emissionen </a>&#8211; die aus der Verbrennung von Erdöl, Gas und Kohle entstehen &#8211; eines Landes in Kilogramm mit dem <a href="https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/lexikon-der-wirtschaft/18944/bruttoinlandsprodukt">Bruttoinlandsprodukt (BIP)</a> verrechnet werden. Im Falle Usbekistans kommen so 0,596 Kilogramm CO2 auf eine BIP-Einheit. Kasachstan steht bei 0,604 Kilogramm. </span></p>
<p class="p5" style="text-align: justify"><strong><span class="s1">Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/die-rolle-erneuerbarer-energien-in-zentralasien/">Die Rolle erneuerbarer Energien in Zentralasien</a> </span></strong></p>
<p class="p5" style="text-align: justify"><span class="s1">2012 belegte Usbekistan noch den ersten Platz des Rankings. Damals wurden pro BIP-Einheit 0,881 Kilogramm CO2 ausgestoßen. Die Treibhausgasemissionen in Usbekistan gingen von 2012 bis 2016 um drei Prozent zurück. </span></p>
<p class="p5" style="text-align: justify"><span class="s1">Nun steht Russland am Kopf des Rankings mit 0,722 Kilogramm CO2 pro BIP-Einheit. Es folgen Südafrika und die Ukraine auf dem zweiten und dritten Platz mit jeweils 0,729 und 0,672 Kilogramm CO2 pro BIP-Einheit. </span></p>
<p class="p5" style="text-align: justify"><span class="s1">Zum Vergleich: Frankreich befindet sich auf Platz fünf der am wenigsten CO2-Intensiven Länder mit 0,148 Kilogramm pro BIP-Einheit. Deutschland schneidet 0,240 Kilogramm etwas schlechter ab.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="p5" style="text-align: right"><strong><span class="s1">Nach einem<a href="https://ru.sputniknews-uz.com/world/20180420/8009736/uzbekistan-zanyal-pyatoe-mesto.html"> Artikel von Sputniknews-uz</a> </span></strong></p>
<p class="p5" style="text-align: right"><strong><span class="s1">Ergänzt und aus dem Russischen übersetzt von Charlotte Dietrich</span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Noch mehr Zentralasien findet Ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company-beta/5246815/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in Eurer Mailbox könnt ihr Euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Tadschikistan will Registrierungsregeln für ausländische Staatsbürger lockern</title>
		<link>https://novastan.org/de/tadschikistan/tadschikistan-mochte-die-registrierungsregeln-fur-auslandische-staatsburger-lockern/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlotte Dietrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Apr 2018 15:52:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Emomali Rahmon]]></category>
		<category><![CDATA[Registrierung]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Tadschikistan k&#xF6;nnten die Registrierungsregeln f&#xFC;r ausl&#xE4;ndische Staatsangeh&#xF6;rige durch eine Gesetzes&#xE4;nderung bald gelockert werden. Anstatt von drei Tagen nach Ankunft im Land h&#xE4;tten Ausl&#xE4;nder dann bis zu zehn Tage Zeit f&#xFC;r die Registrierung beim Innenministerium. Die untere Kammer des tadschikischen Parlaments pr&#xFC;fte am 9. April 2018 eine &#xC4;nderung des Gesetzes &#x201E;Zum rechtlichen Status ausl&#xE4;ndischer Staatsangeh&#xF6;riger [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>In Tadschikistan könnten die Registrierungsregeln für ausländische Staatsangehörige durch eine Gesetzesänderung bald gelockert werden. Anstatt von drei Tagen nach Ankunft im Land hätten Ausländer dann bis zu zehn Tage Zeit für die Registrierung beim Innenministerium. </strong></p>
<p style="text-align: justify">Die untere Kammer des tadschikischen Parlaments prüfte am 9. April 2018 eine Änderung des Gesetzes „<em>Zum rechtlichen Status ausländischer Staatsangehöriger und Staatenloser in der Republik Tadschikistan</em>“. Sollten die Änderungen in Kraft treten, würden sie die Aufenthaltsbedingungen für ausländische Staatsangehörige in Tadschikistan erheblich erleichtern.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Eine Anweisung von ganz oben </strong></p>
<p style="text-align: justify">Dies wurde <a href="https://news.tj/ru/news/tajikistan/power/20180409/tadzhikistan-smyagchaet-usloviya-prebivaniya-inostrantsev-na-svoei-territorii">unserem Partner Asia Plus</a> durch den Pressesprecher des Parlaments Muchammadato Sultonow mitgeteilt. Der Anstoß zur vorgeschlagenen Gesetzesänderung komme nach Angaben Sultonows von ganz oben. In seiner Ansprache an das Parlament am 22. Dezember 2017 hatte der Präsident des Landes Emomalii Rachmon eine Änderung des oben genannten Gesetzes angewiesen.</p>
<p style="text-align: justify">Der Präsident hatte damals erklärt, dass Erfahrungen und Analysen gezeigt hätten, dass eine dreitägige Frist für die Registrierung ausländischer Staatsbürger unzureichend ist. Emomalii Rachmon wies die Regierung an, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen und die Registrierungsfrist auf bis zu zehn Arbeitstage zu verlängern.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/kasachstan-und-usbekistan-bald-ein-touristen-visum-fur-beide-staaten/">Kasachstan und Usbekistan: Bald ein Touristenvisum für beide Staaten?</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Den Änderungsvorschlägen zufolge können ausländische Staatsbürger sich bald bis zu zehn Arbeitstage ohne Registrierung auf dem Gebiet der Republik Tadschikistan aufhalten. Feiertage sind von der Regelung ausgenommen.</p>
<p style="text-align: justify">Momentan müssen ausländische Staatsangehörige innerhalb von drei Arbeitstagen nach Einreise ihren Pass für die Registrierung vorlegen. Eine Verletzung dieser Regelung von drei bis zehn Tagen zieht eine Strafe von 25 US-Dollar und 2500 Somoni nach sich, beträgt der Zeitraum in der der ausländische Staatsbürger die Registrierungsfrist überschritten hat zehn Tage bis einen Monat beträgt die Strafe 35 US-Dollar und 2500 Somoni.</p>
<p style="text-align: justify">Die Gesetzesänderung tritt nach der Zustimmung beider Parlamentskammern und der Ratifizierung durch den Präsidenten in Kraft.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Im <a href="https://news.tj/ru/news/tajikistan/power/20180409/tadzhikistan-smyagchaet-usloviya-prebivaniya-inostrantsev-na-svoei-territorii">russischen Original</a> erschienen auf Asia Plus.</strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Russischen von Charlotte Dietrich</strong></p>
<p style="text-align: justify">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company-beta/5246815/">LinkedIn</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Usbekistan: Ein regionaler Katalysator für Wandel und wirtschaftliche Entwicklung?</title>
		<link>https://novastan.org/de/usbekistan/usbekistan-ein-regionaler-katalysator-fur-wandel-und-wirtschaftliche-entwicklung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlotte Dietrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Apr 2018 17:18:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Internationaler Währungsfond]]></category>
		<category><![CDATA[IWF]]></category>
		<category><![CDATA[Reformen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die usbekische Wirtschaft wird in den Jahren 2018 und 2019 voraussichtlich eine Wachstumsrate von circa f&#xFC;nf Prozent verzeichnen, so eine Prognose des Internationalen W&#xE4;hrungsfonds (IWF). Folgende Meldung erschien zuerst im russischen Original auf Podrobno.uz und wurde mit freundlicher Genehmigung der Redaktion von Novastan &#xFC;bersetzt. Die Wachstumsprognose wurde w&#xE4;hrend des Besuchs einer Delegation des IWFs unter [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1"><b>Die usbekische Wirtschaft wird in den Jahren 2018 und 2019 voraussichtlich eine Wachstumsrate von circa fünf Prozent verzeichnen, so eine Prognose des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_W%C3%A4hrungsfonds">Internationalen Währungsfonds</a> (IWF).</b> <b>Folgende Meldung erschien zuerst im russischen Original auf <a href="http://podrobno.uz/cat/economic/mvf-uzbekistan-mog-by-stat-katalizatorom-peremen-i-protsvetaniya-v-regione/">Podrobno.uz</a> und wurde mit freundlicher Genehmigung der Redaktion von Novastan übersetzt.</b></span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">Die Wachstumsprognose wurde während des Besuchs einer Delegation des IWFs unter der Leitung von Albert Jaeger in Usbekistan bekannt gegeben. Anhaltende günstige außenwirtschaftliche Bedingungen sowie die Fortsetzung der Wirtschaftsreformen im Land, seien allerdings Voraussetzung für eine solche Wachstumsrate.</span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">In ihrem <a href="https://www.imf.org/en/News/Articles/2018/03/14/ms031418-uzbekistan-staff-concluding-statement-of-the-2018-article-iv-mission">Statement</a> unterstrich die Mission des IWF besonders die weitreichenden Veränderungen, die in Usbekistan in allen Bereichen zu beobachten sind. Die Vertreter des Währungsfonds nahmen die guten Bewertungen positiv zur Kenntnis, die die internationale Gemeinschaft dem Land zur Zeit aufgrund der Durchführung wichtiger Reformen zur Liberalisierung der Wirtschaft ausstellt. </span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1"><b>Entschiedener Reformkurs </b></span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">Usbekistan führe entschiedene Reformen durch, die zur Lösung der drängendsten wirtschaftlichen Probleme des Landes, wie zum Beispiel der Mangel an Arbeitsplätzen, beitragen sollen. </span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">Dies würde, nach Meinung der Organisation, für Usbekistan einzigartige Möglichkeiten eröffnen und, verstärkt durch demographische Faktoren, dem Land ermöglichen, sich mittelfristig zu einem Land mit einem gehobenen mittleren Einkommen zu entwickeln. </span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">Dem mutigen Schritt zur Liberalisierung des Währungsmarktes folgte eine erste Welle von Veränderungen, die Anfänge zur Liberalisierung der Preise und zur Statistikverbesserung mit eingeschlossen.</span></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/usbekistans-offnung-und-ihre-roten-linien/">Usbekistans Öffnung und ihre roten Linien</a></strong></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">Die Mission des IWF begrüßte außerdem die Maßnahmen zur Liberalisierung und die schrittweise Abschaffung von regulierten Preisen, insbesondere im Getreide- und Baumwollbereich. Dies stelle wichtige Schritte zur Abschaffung von Preisverzerrungen in der Wirtschaft dar und gibt Raum für die Entstehung effektiver Marktimpulse und für die Entwicklung finanzieller Unabhängigkeit für Landwirtschaftsbetriebe. </span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">Obwohl die Einführung der marktwirtschaftlichen Preisbildung für Waren und Dienstleistungen kurzfristig zu einer steigenden Inflation führt, sei die Korrektur der Preise mittel- und langfristig einer der wichtigsten Faktoren für eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und ermöglicht die Kürzung ineffektiver Subventionen. </span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1"><b>Usbekistan &#8211; ein regionaler Katalysator für Wirtschaftsaufschwung?</b> </span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">Besonders hervorgehoben wurde von der IWF-Delegation,<span class="Apple-converted-space"> </span>dass durch aktiv durchgeführte Reformen Usbekistan auch zu einem Katalysator für Veränderung und Aufschwung in der gesamten Region werden könnte. </span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1">Eine konsequente Ausführung der Reformen würde nach Ansicht der Spezialisten des Währungsfonds einen Anstieg an inter-regionalem Handel, die Entwicklung einer regionalen Lieferungskette sowie den Aufbau zusammenhängender regionaler Energie- und Transportnetze ermöglichen.</span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1"><b>Im russischen Original auf <a href="http://podrobno.uz/cat/economic/mvf-uzbekistan-mog-by-stat-katalizatorom-peremen-i-protsvetaniya-v-regione/">Podrobno.uz</a>.</b></span></p>
<p class="p1" style="text-align: justify"><span class="s1"><b>Aus dem Russischen von Charlotte Dietrich</b></span></p>
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		<title>Hintergrund: Mirsijojews historischer Besuch in Duschanbe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlotte Dietrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Mar 2018 18:54:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Bilaterale Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Emomali Rahmon]]></category>
		<category><![CDATA[Shavkat Mirziyoyev]]></category>
		<category><![CDATA[Staatsbesuch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>27 Abkommen in fast allen Bereichen, darunter die Abschaffung der Visa zwischen Tadschikistan und Usbekistan, das ist das Ergebnis des Besuchs von Schawkat Mirsijojew in Duschanbe.&#xA0; Der usbekische Pr&#xE4;sident Schawkat Mirsijojew wurde von seinem tadschikischen Amtskollegen Emomalii Rachmon betont freundschaftlich und feierlich empfangen. Die Beziehungen zwischen den beiden zentralasiatischen Nachbarstaaten waren seit 2000 auf einem [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><b>27 Abkommen in fast allen Bereichen, darunter die Abschaffung der Visa zwischen Tadschikistan und Usbekistan, das ist das Ergebnis des Besuchs von Schawkat Mirsijojew in Duschanbe. </b></p>
<p style="text-align: justify">Der usbekische Präsident Schawkat Mirsijojew wurde von seinem tadschikischen Amtskollegen Emomalii Rachmon betont freundschaftlich und feierlich empfangen. Die Beziehungen zwischen den beiden zentralasiatischen Nachbarstaaten waren seit 2000 auf einem Tiefpunkt angelangt. Mit Mirsijojews Machtübernahme nach dem <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/usbekistans-prsident-islam-karimow-ist-tot/">Tod des vorherigen usbekischen Präsidenten</a> Islam Karimow im September 2016 kam es allerdings zu einer raschen Verbesserung der Beziehung der beiden Länder.</p>
<p style="text-align: justify">Der usbekische Präsident bezeichnete seinen Besuch in Duschanbe am 9. Und 10. März als den Anfang einer „<em>neuen Ära in den bilateralen Beziehungen</em>“. In den zwei Tagen wurden 27 Abkommen unterzeichnet, von der Abschaffung der Visumpflicht zwischen den beiden Ländern bis hin zu Wirtschaftsabkommen. Als „historisch“ bezeichneten beide Präsidenten diesen von der <a href="https://news.tj/ru/news/tajikistan/society/20180310/moya-mechta-ispolnilas-tadzhikistantsi-o-vizite-shavkata-mirziyoeva">Bevölkerung der beiden Länder lang erwarteten</a> Besuch.</p>
<p style="text-align: justify"><b>Keine Visa mehr und weniger Probleme an den Grenzen</b></p>
<p style="text-align: justify">Die Normalisierung der Situation an den Grenzen und das Ende der Visumpflicht zwischen den beiden Ländern ist das vermutlich wichtigste Abkommen für die Bevölkerung der beiden Länder. „<i>Alle Probleme, die es an den Grenzen gab, sind heute praktisch gelöst worden. Das hat den beiden Seiten erlaubt den folgenden bilateralen Vertrag zu unterschreiben. Ein weiteres wichtiges Ergebnis des tadschikisch-usbekischen Gipfeltreffens ist die Einführung der Visumfreiheit für Reisen bis zu 30 Tagen</i>“, so eine <a href="http://www.president.tj/ru/node/17212">Presseerklärung</a> des tadschikischen Präsidialamts.</p>
<p><figure id="attachment_12994" aria-describedby="caption-attachment-12994" style="width: 960px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-12994" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/03/28871988_1826530584083786_1972588413588602880_n.jpg" alt="Emomalii Rachmon und Schawkat Mirsijojew" width="960" height="639" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/03/28871988_1826530584083786_1972588413588602880_n.jpg 960w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/03/28871988_1826530584083786_1972588413588602880_n-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/03/28871988_1826530584083786_1972588413588602880_n-768x511.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/03/28871988_1826530584083786_1972588413588602880_n-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" /><figcaption id="caption-attachment-12994" class="wp-caption-text">Am Flughafen von Duschanbe wurde Mirsijojew herzlich empfangen</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify">Die Visaregelung zwischen Usbekistan und Tadschiksitan wurden 2001 eingeführt und hat in der stark vernetzten Region <a href="https://www.gazeta.uz/ru/fotolenta/36118/">viele Familien getrennt</a>. De Facto sind die Grenzen schon seit dem 1. März des vergangen Jahres <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/visafreiheit-und-wasserkraft-duschanbe-und-taschkent-einigen-sich/">geöffnet</a> und die Bevölkerung der Grenzregion konnte für fünf Tage visafrei in das jeweils andere Land einreisen. Schon damals wurden diese neue Regelungen <a href="https://www.gazeta.uz/ru/2018/03/02/opening/">feierlich begrüßt</a>.</p>
<p style="text-align: justify">Die zehn neuen offenen Grenzübergänge (insgesamt gibt es nun <a href="http://www.president.tj/ru/node/17207">16 Grenzübergänge</a> zwischen den beiden Ländern) werden schon jetzt von einer großen Zahl usbekischer und tadschikischer Bürger genutzt. Die Warteschlangen, die sich an den überfüllten Grenzposten bildeten, sind teils so lang, dass die tadschikischen Grenzbehörden weitere Grenzbeamte einplanen, so das <a href="https://news.tj/ru/news/tajikistan/society/20180307/na-tadzhiksko-uzbekskoi-granitse-ocheredi-shtat-pogranichnikov-uvelichat">tadschikische Medium Asia Plus</a>.</p>
<p style="text-align: justify">Parallel dazu wurde der <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/usbekistan-baut-demontierte-bahnstrecke-nach-tadschikistan-wieder-auf/">Wiederaufbau der Eisenbahnstrecke</a> „Galaba – Amusang“ bekannt geben, die seit Anfang der 2000 von Usbekistan außer Betrieb gesetzt war. Die Wiederaufnahme dieser Verkehrsroute ist besonders wichtig für Tadschikistan, da die Strecke das Land mit dem Eisenbahnnetz der gesamten Region verbindet.</p>
<p style="text-align: justify"><b>Usbekistan könnte sich am Rogun-Projekt beteiligen </b></p>
<p style="text-align: justify">Nach Angaben der <a href="http://www.president.tj/ru/node/17212">Presseerklärung</a> des tadschikischen Präsidialamts hat Schwakat Mirsijojew „<i>die Absicht erklärt alle Möglichkeiten der Beteiligung Usbekistans am Bau von Wasserkraftwerken in der Republik Tadschikistan zu prüfen, den Staudamm Rogun eingeschlossen</i>.“ Diese Aussage zeigt eine  klare Trendwende, was dieses seit 20 Jahren extrem konfliktbeladene Thema angeht.</p>
<p style="text-align: justify">Der Staudamm von Rogun, dessen Bau im Oktober 2016 <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/tadjikistan-la-construction-du-barrage-de-rogun-est-lancee/">angefangen hat</a> und von dem ein Teil <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/riesenprojekt-rogun-das-erste-aggregat-des-wasserkraftwerks-soll-fristgerecht-ans-netz-gehen/">Ende dieses Jahres</a> fertiggestellt werden soll, ist das größte Infrastrukturprojekt Tadschikistans und einer der größten Streitpunkte zwischen den beiden Ländern. Mit einer Höhe von 335 Metern soll Rogun der höchste Staudamm der Welt werden und es dem Gebirgsland dank des Wachsch-Flusses erlauben, Energie zu produzieren und zu exportieren. Der Wachsch-Flusses führt allerdings weiter nach Usbekistan und ist für die dortige Landwirtschaft überlebenswichtig. Der Staudamm würde zu einem dramatischen Rückgang der Wasserreserven in Usbekistan führen, weshalb sich Usbekistan lange gegen den Bau des Staudamms <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/die-funf-wichtigsten-wasserkonflikte-in-zentralasien/">ausgesprochen hatte</a>. Emomalii Rachmon <a href="http://www.president.tj/ru/node/17207">erklärte</a> nun allerdings auf der gemeinsamen Presskonferenz „<i>wir werden unsere Nachbarn nie, in welcher Situation auch immer, ohne Wasser lassen.</i>“</p>
<p style="text-align: justify"><b>Wirtschaftsabkommen im Wert von 140 Millionen US Dollar </b></p>
<p style="text-align: justify">Die beiden Länder haben darüber hinaus im Zuge des Staatsbesuchs Wirtschaftsabkommen in Höhe von 140 Millionen Dollar abgeschlossen.</p>
<p><figure id="attachment_12995" aria-describedby="caption-attachment-12995" style="width: 960px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-12995" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/03/28783043_1826533900750121_2279755515296743424_n.jpg" alt="Mirsijojew und Rachmon in Duschanbe" width="960" height="638" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/03/28783043_1826533900750121_2279755515296743424_n.jpg 960w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/03/28783043_1826533900750121_2279755515296743424_n-300x199.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/03/28783043_1826533900750121_2279755515296743424_n-768x510.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/03/28783043_1826533900750121_2279755515296743424_n-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" /><figcaption id="caption-attachment-12995" class="wp-caption-text">Insgesamt wurde bei Mirsijojews Besuch in Duschanbe 27 Verträge unterzeichnet</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify">Außerdem eröffneten die beiden Präsidenten eine Messe, die usbekische Produkte in Duschanbe vorstellt und bei der über 100 usbekische Unternehmen vertreten waren. Ziel dieser Messe ist es, die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen zu verstärken, vom Rekordwert von 240 Millionen US Dollar 2017 auf über 500 Millionen Dollar.</p>
<p style="text-align: justify"><b>Anerkennung von Kultur- und Sprachaustausch </b></p>
<p style="text-align: justify">Die beiden Staatschefs <a href="http://www.president.tj/ru/node/17214">versprachen</a>  auch „<em>das Unterrichtsniveau im Bezug auf tadschikischen und usbekischen Sprachunterricht in den Bildungsinstitutionen der beiden Länder zu verbessern</em>“. Da die jeweils andere Sprache in beiden Ländern die am stärksten vertretene Minderheitssprache ist, ist diese Erklärung von besonderer Relevanz. „<i>Unsere besondere Aufgabe als Politiker und Staatschefs […] ist es gute Voraussetzungen für die freie Entfaltung der beiden Sprachen, sowohl in der Lehre als auch in der Anwendung, zu schaffen und das Netz an Bildungsinstitutionen zu erweitern</i>“, fügte der tadschikische Präsident <a href="http://www.president.tj/ru/node/17214">in seiner Rede</a> während des „<i>Abends der Freundschaft</i>“ hinzu. Im <a href="https://news.tj/ru/news/tajikistan/society/20180212/mastera-iskusstv-tadzhikistana-i-uzbekistana-budut-chestvovat-vstrechu-emomali-rahmona-i-shavkata-mirziyoeva">Zuge dieser Veranstaltung</a> traten Künstler beider Länder vor den Präsidenten und ihren Delegationen auf.</p>
<p style="text-align: justify">Mirsijojew <a href="http://www.president.uz/ru/lists/view/1551">überreichte</a> Rachmon auf symbolische Art und Weise ein Buch des tadschikischen Dichters <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dschāmi">Abdurachman Dschami</a>, ein Freund  und Mentor des usbekischen Dichters <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mir_ʿAli_Schir_Nawāʾi">Alischer Nawoi</a>, zu dem er persönlich das Vorwort geschrieben geschrieben hat. Denkmäler für die beiden Dichter wurden sowohl in einem <a href="http://www.president.uz/ru/lists/view/1553">Park in Duschanbe</a>, als auch in einem Park in der usbekischen Stadt <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Samarqand">Samarkand</a> errichtet. Auch das Museum zu Ehren des tadschikischen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sadriddin_Aini">Nationaldichters Aini</a> in Samarkand ist im Wiederaufbau, wofür der tadschikische Präsident seinem usbekischen Amtskollegen <a href="http://www.president.tj/ru/node/17214">ausdrücklich dankte</a>.</p>
<p style="text-align: justify"><b>„Einem schlechten Nachbarn wird nicht vergeben“ </b></p>
<p style="text-align: justify">Hinter dem Staatsbesuch vom 9. Und 10. März steht viel Vorbereitung und ein starker Wille von beiden Seiten die Beziehungen zu verbessern. Schon zu Beginn von Mirsijojews Amtszeit kündigte sich eine Verbesserung der Beziehungen zu Tadschikistan an. Als Mirsijojew am 6. Januar 2018 seinen Besuch in Duschanbe ankündigte, erklärte er vor den Abgeordneten der Regionalversammlung in Taschkent seine Absicht gute Nachbarschaftsverbindungen zu Tadschikistan aufzubauen, denn „<i>einem schlechten Nachbarn vergibt man nicht</i>“. Allerdings sei es „<i>keine einfache Sache das Eis zu brechen, das sich über 20 Jahre aufgebaut hat.</i>“</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/schawkat-mirsijojews-erste-auslandsbesuche-zuerst-die-nachbarn/">Schawkat Mirsijojews erster Auslandsbesuch &#8211; die Nachbarn zuerst</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Unter Mirsijojews Vorgänger, dem im September 2016 verstorbene Islam Karimow, waren die Beziehung zum tadschikischen Nachbarn auf einem Tiefpunkt angelangt. Der erste usbekische Präsident war zwar <a href="https://thediplomat.com/2018/03/high-hopes-for-mending-tajikistan-uzbekistan-relations-ahead-of-state-visit/">sowohl 2008 als auch 2014</a> nach Duschanbe gereist, allerdings nur anlässlich von Gipfeln der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Shanghaier_Organisation_für_Zusammenarbeit">Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit</a>. Der letzte Staatsbesuch eines usbekischen Präsidenten in Tadschikistan war im Juni 2000.</p>
<p style="text-align: justify"><b>Das Ende zwanzigjähriger Zerwürfnisse?</b></p>
<p style="text-align: justify">Seit der Unabhängigkeit der beiden Länder 1991 gibt es zahlreiche Konfliktpunkte zwischen den beiden Ländern, die sich gerade in den letzten 20 Jahren verschärft haben. Duschanbe hat seinem usbekischen Nachbarn regelmäßig vorgeworfen, es von dem zentralasiatischen Eisenbahn- und Straßennetzen abzuschneiden. Taschkent protestierte hingegen gegen den Bau des Rogun-Staudamms in Tadschikistan, der nach usbekischen Angaben eine Bedrohung für den landwirtschaftlichen Sektor der Region ist.</p>
<p style="text-align: justify"><b>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/der-usbekische-prasident-lasst-tadschikistan-warten/">Der usbekische Präsident lässt Tadschikistan warten</a></b></p>
<p style="text-align: justify">Diese zahlreichen und tiefgreifenden Konfliktpunkte erklären die lange Vorbereitungszeit für diesen schon jetzt historischen Staatsbesuch.</p>
<p><figure id="attachment_12996" aria-describedby="caption-attachment-12996" style="width: 960px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-12996" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/03/28796081_1826986127371565_8466624968535310336_n.jpg" alt="Mirsijojew und Rachmon in Duschanbe Eröffnung der Austellung" width="960" height="638" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/03/28796081_1826986127371565_8466624968535310336_n.jpg 960w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/03/28796081_1826986127371565_8466624968535310336_n-300x199.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/03/28796081_1826986127371565_8466624968535310336_n-768x510.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/03/28796081_1826986127371565_8466624968535310336_n-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" /><figcaption id="caption-attachment-12996" class="wp-caption-text">Mirsijojew und Rachmon haben eine Messe mit usbekischen Waren eröffnet</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify">Die lange Wartezeit hatte bereits für Verwunderung gesorgt. So hatte das tadschikische Nachrichtenportal Asia Plus letzten Oktober die Frage gestellt, warum der neue usbekische Präsident zum damaligen Zeitpunkt alle anderen zentralasiatischen Länder besucht hatte und der Besuch in Tadschikistan auf sich warten ließ.</p>
<p style="text-align: justify"><b>Auf dem Weg zu einer verstärkten regionalen Zusammenarbeit </b></p>
<p style="text-align: justify">Mirsijojews Besuch in Tadschikistan ermöglichte es außerdem, neben den usbekischen Staatsbesuchen in <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/schawkat-mirsijojew-in-astana-eine-neuausrichtung-zentralasiens/">Kasachstan</a> und <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/mirsijojews-historischer-besuch-in-kirgistan/">Kirgistan</a>, die regionale Zusammenarbeit weiter auszubauen: „<i>Die Staatschefs unterstrichen, dass eine Lösung der inner-regionalen Probleme in Zentralasien nur durch die Staaten der Region erfolgen kann</i>“, so auch die <a href="http://www.president.tj/ru/node/17209">gemeinsame Presseerklärung</a>.</p>
<p style="text-align: justify">Am 10. November 2017 wurde in Samarkand auf Initiative des usbekischen Präsidenten ein Programm zur Zusammenarbeit zwischen den fünf zentralasiatischen Ländern <a href="https://www.rferl.org/a/central-asia-cooperation-program-samarkand/28847217.html">verabschiedet</a>, das bei einem Treffen der zentralasiatischen Staats- und Regierungschefs am 15. März in Astana in die Tat umgesetzt werden soll. Das Treffen in Astana wird jedoch schon im Voraus davon überschattet, dass der turkmenische Präsident bereits angekündigt hat, nicht persönlich an dem Treffen teilzunehmen, sondern lediglich den Sprecher des Parlaments nach Astana zu schicken.</p>
<p style="text-align: right"><b>Die Redaktion </b></p>
<p style="text-align: right"><b>Aus dem Französischen von Charlotte Dietrich</b></p>
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