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	<title>Artenschutz Archives</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
	<lastBuildDate>Thu, 18 Apr 2024 20:38:14 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Artenschutz Archives</title>
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		<title>Wie Wissenschaftler:innen für das Überleben einer Spezies kämpfen: Die Rettung der Schneeleoparden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Apr 2024 14:01:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
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		<category><![CDATA[Umwelt & Technologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schneeleoparden &#x2013; eine nur in Asien vorkommende Art der S&#xE4;ugetiere aus der Familie der Katzen &#x2013; leben lediglich auf dem Gebiet von 12 L&#xE4;ndern: Kasachstan, Kirgistan, Usbekistan, Tadschikistan, der Mongolei, Russland, Nepal, Pakistan, Myanmar, Bhutan, Indien und China. Mit Hilfe moderner Technologien &#xFC;berwachen Wissenschaftler:innen das Verhalten und die Lebensweise der Schneeleoparden, um das Wissen &#xFC;ber [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Schneeleoparden – eine nur in Asien vorkommende Art der Säugetiere aus der Familie der Katzen – leben lediglich auf dem Gebiet von 12 Ländern: Kasachstan, Kirgistan, Usbekistan, Tadschikistan, der Mongolei, Russland, Nepal, Pakistan, Myanmar, Bhutan, Indien und China. Mit Hilfe moderner Technologien überwachen Wissenschaftler:innen das Verhalten und die Lebensweise der Schneeleoparden, um das Wissen über diese seltene Spezies zu erhöhen und ihr Überleben zu sichern.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es ist nicht so einfach“ – so beginnt die Antwort zu jeder Frage über den Schutz und den Erhalt von Schneeleoparden. Sind Schneeleoparden eine gefährdete oder stark gefährdete Art? Was ist die größte Bedrohung für ihr Überleben und ihre Vermehrung? Welches ist der beste und wirksamste Weg, sie zu beschützen? „Es ist nicht so einfach“, werden Experten stets zur Antwort geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese vage Formulierung ist bedingt durch zwei Besonderheiten der Lebensweise der Leoparden, welche die Möglichkeit ihrer Beobachtung kompliziert: Sie leben in hoch in den Bergen gelegenen, für Menschen schwer erreichbaren Orten, und sie durchstreifen regelmäßig beeindruckende Gebiete auf der Suche nach Beute. Schneeleoparden sind strikt territoriale Tiere, und Männchen bewahren und umrunden regelmäßig ihre Jagdterritorien, welche bis zu 1000 km² groß sein können. Fälle, in welchen ein Leopard in das Territorium eines anderen Vertreters der Art gleichen Geschlechts eindringt, sind extrem selten.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Obwohl diese Tiere ein großes Territorium benötigen, bestätigte ein 2016 von der Schwedischen Universität für Agrarwissenschaften veröffentlichter wissenschaftlicher Bericht, dass fast 40% aller geschützten Gebiete im Bereich der Schneeleoparden zu klein sind, um auch nur ein sich fortpflanzendes Paar dieser stark gefährdeten Katzen zu ernähren. Spezialisten sind davon überzeugt, dass es zum Überleben der Art in der Wildnis mindestens ein Gebiet braucht, welches Raum bietet für das freie Umherstreifen von wenigstens 50 sich fortpflanzenden Weibchen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Überwachungsmethoden</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verfügbarkeit solcher Daten und ihre Genauigkeit wurde in den letzten paar Jahren dank der sich entwickelnden Technologien der Tierbeobachtung möglich. Wildtierkameras produzieren faszinierende Videos und Fotografien von Tieren und dokumentieren jedes einzelne Individuum, welches auf einem Foto eingefangen wird. Früher machten Wissenschaftler Fotos und sammelten Tierkot, um die DNA der Schneeleoparden zu untersuchen. Aber beide Methoden hatten schwerwiegende Einschränkungen: Es war unmöglich herauszufinden, was und wann die Schneeleoparden fressen, wie groß ihre Jagdterritorien sind und wie lange sie ihren Nachwuchs säugen und großziehen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2024/04/SnowLeopardTrust_Mongolia-13-scaled-1-1536x864-1-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-38893" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2024/04/SnowLeopardTrust_Mongolia-13-scaled-1-1536x864-1-1024x576.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2024/04/SnowLeopardTrust_Mongolia-13-scaled-1-1536x864-1-300x169.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2024/04/SnowLeopardTrust_Mongolia-13-scaled-1-1536x864-1-768x432.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2024/04/SnowLeopardTrust_Mongolia-13-scaled-1-1536x864-1.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><strong>Fast alle wilden Katzenjungen werden im Juni und Juli geboren. Foto von Snow Leopard Trust</strong></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">An diesem Punkt kommt revolutionäre Entwicklung zu Hilfe: Halsbänder mit GPS-Trackern. Mehrere gemeinnützige Organisationen und Stiftungen haben angefangen, diese Technologie Schritt für Schritt einzusetzen. Eine von ihnen, die Snow Leopard Trust, hat es gemeinsam mit der Unterstützung von Partner-Organisationen geschafft, mehreren Schneeleoparden in Pakistan, Kirgistan und der Mongolei diese Halsbänder anzulegen. Diese tracken einige der Tiere seit 2006.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Mit der Hilfe der Informationen von den Halsbändern haben wir gelernt, in welchen Bereichen sich die Tiere bewegen. Ein Weibchen legte in dem Beobachtungszeitraum eine Distanz von 2000 Kilometern zurück. Wir wären niemals in der Lage gewesen, diese Art von Informationen ausschließlich mit Kameras zu dokumentieren. Wir können auch sehen, wie lange ein Schneeleopard in einer Region verweilt und wie oft er sein Lager wechselt</em>“, sagte Kuban Jumabai Uulu, Direktor des Snow Leopard Trust in Kirgistan.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie Halsbänder mit GPS-Trackern funktionieren</h2>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Für uns ist der Prozess, einem Tier ein Halsband anzulegen, eine Kombination von Expertise und Kunst</em>“, sagt Koustubh Sharma, Direktor für Wissenschaft und Naturschutz beim Snow Leopard Trust.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Senior-Wissenschaftler beim Snow Leopard Trust, Dr. Örjan Johansson, ist der unangefochtene Anführer unter den Wissenschaftler:innen, welche mit der Implementierung und der Entwicklung dieser Technologie zu tun haben. Im Rahmen des ehrgeizigen Forschungsprojekts, welches die Lebensbedingungen und das Überleben der Schneeleoparden studiert, ist es ihm gelungen, seit 2006 mehr als 30 Schneeleoparden in der Mongolei Halsbänder anzulegen. Als Hauptgebiet der Studie dient bisher der südliche Teil der Gobi-Wüste in der Mongolei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um den Leoparden Halsbänder umzulegen, studieren die Experten die Routen eines bestimmten Tieres und platzieren eine Falle auf ihrem Weg. Wird die Falle aktiviert, macht sich ein Team von Wissenschaftler:innen auf den Weg zur Stelle und betäubt das Tier mit einem sicheren Betäubungsmittel. Während der Zeit, in der der Leopard bewusstlos ist, untersuchen die Wissenschaftler:innen das Tier gewissenhaft nach jedweden Verletzungen, legen ihm ein Halsband um und sammeln DNA-Proben von Blut und Haar für weitere Untersuchungen. Falls ein Tier mit irgendwelchen Verletzungen in die Falle gerät, wird es ohne Halsband freigelassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/nach-wie-vor-bedroht-schneeleoparden-in-kirgistan/">Nach wie vor bedroht – Schneeleoparden in Kirgistan</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Snow Leopard Trust ist besonders stolz auf die neuesten Entwicklungen im Halsband-Design; die aktuelle Version des Gerätes hat ein automatisches Freigabesystem. 18-20 Monate, nachdem das Halsband angebracht wurde, fällt es ohne menschliches Zutun automatisch vom Hals des Tieres. Während das Halsband aktiv ist, erhalten die Wissenschaftler alle fünf Stunden neue Daten über den Aufenthaltsort des Tieres. Diese Informationen erlauben es ihnen nicht nur, die Bewegungen des Tieres nachzuvollziehen, sondern auch das Verhalten und die Gewohnheiten des Tieres besser zu verstehen. Wenn die Wissenschaftler:innen beispielsweise feststellen, dass das Tier eine ausgedehnte Zeitspanne an einem Ort verbringt, dann ist es wahrscheinlich, dass das Tier Beute gemacht hat und damit beschäftigt ist. Sobald der Schneeleopard den entsprechenden Ort verlässt, untersuchen die Wissenschaftler:innen die Überreste der Mahlzeit und stellen anhand der Knochen fest, welches Tier dem Raubtier zum Opfer fiel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forscher:innen mussten sicherstellen, dass eine so einschneidende Herangehensweise an die Erforschung der Tiere keinen bleibenden negativen Effekt auf die Wildkatzen haben würde. Dafür legten die Wissenschaftler:innen die Halsbänder zunächst Schneeleoparden im Woodland Zoo in Seattle um, bevor sie das Programm mit den GPS-Tracker-Halsbändern in der Wildnis umsetzten. Sorgfältige Beobachtung des Verhaltens der Tiere bevor, während und nach dem Experiment zeigten, dass die Halsbänder die Leoparden nicht beeinflussten. Dieselben Ergebnisse wurden nach der Entfernung der Halsbänder von den wildlebenden Schneeleoparden erzielt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gefangenschaft vs. Freiheit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zurzeit werden etwa 3000 Schneeleoparden in Zoos rund um die Welt gehalten. Sie sind die letzte Hoffnung der Wissenschaftler:innen, sollte es zum schlimmstmöglichen Szenario kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Es ist wichtig zu erkennen, dass trotz lautstarker Behauptungen, Schneeleoparden seien keine stark gefährdete Art mehr, solche Aussagen nicht mit 100%iger Sicherheit gemacht werden können. Wir haben immer noch keine Möglichkeit, die genaue Zahl der in der Wildnis lebenden Schneeleoparden festzustellen. Die Unterschiede zwischen unseren Schätzwerten sind beträchtlich. Wir sollten außerdem im Kopf behalten, dass die Zahl der Schneeleoparden in der Wildnis weiter abnimmt</em>“, erklärt Koustubh Sharma.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Situation mit den in Gefangenschaft gehaltenen Schneeleoparden ist ebenfalls ungewiss. Es handelt sich dabei nicht um optimale Bedingungen und es gab noch keinen Fall, in welchem ein in Gefangenschaft geborener Schneeleopard in der Lage gewesen wäre, sich erfolgreich in einem für ihn beabsichtigten Leben in der Wildnis zu behaupten. Aber wenn die Zahl der wildlebenden Individuen weiter fällt und die Population der wilden Schneeleoparden abnimmt, wird alle Hoffnung auf den in Gefangenschaft geborenen Tiere ruhen. Sie sind der Schlüssel zum Erhalt der Art und ein Garant für ihr Überleben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Hauptbedrohungen und deren Bekämpfung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Situation wird in dieser Angelegenheit nicht einfacher. Die Schneeleoparden haben viele Feinde: die globale Erwärmung, Wilderer, die Abnahme von Beutetieren sowie die lokale Bevölkerung, welche während der Verteidigung ihres Grund und Bodens und ihrer Viehherden Wildkatzen schwerwiegend verletzen oder töten kann. Es gibt auch bekannte Fälle, in welchen die Schneeleoparden zum Kollateralschaden wurden im Kampf gegen Nagetiere und Wölfe mit Pestiziden in den Revieren der Raubtiere.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/en/kazakhstan/climate-change-could-lead-to-ever-more-fluctuated-temperatures-in-central-asia/">Climate change could lead tot ever more fluctuated temperatures in Central Asia</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Global Programme for the Conservation of Snow Leopards and their Ecosystems [Globales Programm zum Schutz der Schneeleoparden und ihres Lebensraumes] in Kasachstan geht davon aus, dass die Schneeleoparden allen oben beschriebenen Bedrohungen ausgesetzt sind. Die größte Bedrohung sind Wilderer, rachedurstige Schafhirten und das Gesetz brechende Jäger. Zusätzlich sind die Schneeleoparden weltweit von dem Aussterben bedroht, weil trotz der zahlreich existierenden nationalen und internationalen Gesetze und Umweltschutzabkommen diese gesetzlichen Vorgaben nicht ausreichend umgesetzt werden. Menschliche Aktivitäten, welche in den Lebensraum der Schneeleoparden eindringen und zum Klimawandel beitragen, reduzieren immer mehr das ohnehin schon ungenügende Gebiet für den erfolgreichen Erhalt der Art.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="576" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2024/04/SnowLeopardTrust_Kyrgyzstan-10-1536x864-1-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-38894" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2024/04/SnowLeopardTrust_Kyrgyzstan-10-1536x864-1-1024x576.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2024/04/SnowLeopardTrust_Kyrgyzstan-10-1536x864-1-300x169.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2024/04/SnowLeopardTrust_Kyrgyzstan-10-1536x864-1-768x432.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2024/04/SnowLeopardTrust_Kyrgyzstan-10-1536x864-1.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><strong>Schneeleoparden sind Einzelgänger und normalerweise allein unterwegs. Manche von ihnen haben Reviere von bis zu 1000 Quadratkilometern. Foto bereitgestellt vom Snow Leopard Trust</strong></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nichtsdestotrotz verzweifeln Stiftungen und NGOs nicht. Je nachdem, welche Bedrohungen für das Überleben der Art in einem bestimmten Land am verbreitesten sind, entwickeln die Organisationen entsprechende Programme. In Indien und Pakistan beispielsweise, wo Schäfer in abgelegenen Gegenden oft Schneeleoparden töten, um ihre Herden zu schützen, bietet der Snow Leopard Trust finanzielle Entschädigung an für den Verlust von Nutztieren. In Kirgistan belohnt Kuban Jumabai Uulys Team Parkwächter für jeden gestellten Wilderer, und führt für Familien und Kinder, welche direkt neben dem Lebensraum der Tiere leben, Informationsveranstaltungen über Schneeleoparden durch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Länder, welche an dem Global Programme for the Conservation of Snow Leopards and their Ecosystems teilnehmen, sowie mehr als 20 Tierrechtsorganisationen unterstützen eine Initiative namens PAWS (Population Assessment of Snow Leopards in the World = Einschätzung der Population von Schneeleoparden in der Welt). Das Projekt wurde während des Internationalen Forums über den Schutz von Schneeleoparden und ihres Lebensraumes in Bischkek 2017 vorgestellt; sein Hauptziel ist die möglichst genaue Einschätzung der Population der Schneeleoparden in der Wildnis.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Währenddessen kann jede Person, welche am Erhalt der Art interessiert ist, in einfacher Weise helfen: indem sie sich mit der Wirklichkeit des Lebens der Schneeleoparden vertraut macht. Der Mangel an Wissen unter der lokalen Bevölkerung und der von den Behörden autorisierten Personen ist ebenfalls einer der bedeutenden Faktoren, welcher die Lebensbedingungen der Schneeleoparden negativ beeinflusst.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Safiya Sadyr und Anna Wilhelmi für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem Englischen von Mafra Martens</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Jagdquoten für das Marco-Polo-Schaf – eine zweischneidige Strategie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[cvavon]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Mar 2024 12:38:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt & Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Artenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Jagd]]></category>
		<category><![CDATA[Marco-Polo-Schaf]]></category>
		<category><![CDATA[Pamir]]></category>
		<category><![CDATA[Schraubenziege]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Tadschikistan hat Jagdquoten f&#xFC;r das seltene Marco-Polo-Schaf eingef&#xFC;hrt, um so die Zahl der T&#xF6;tungen zu begrenzen. Von der Gr&#xFC;ndung eines Luxusjagdunternehmens bis zur Erhaltung des Staatsgebiets sind die Auswirkungen dieser Ma&#xDF;nahme vielf&#xE4;ltig. Am 1. Februar berichtete das tadschikische Nachrichtenportal Asia-Plus, dass das Erreichen der Obergrenze in Bezug auf Jagdquoten f&#xFC;r seltene Tiere f&#xFC;r den Zeitraum [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tadschikistan hat Jagdquoten für das seltene Marco-Polo-Schaf eingeführt, um so die Zahl der Tötungen zu begrenzen. Von der Gründung eines Luxusjagdunternehmens bis zur Erhaltung des Staatsgebiets sind die Auswirkungen dieser Maßnahme vielfältig.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 1. Februar berichtete das tadschikische Nachrichtenportal <a href="https://www.asiaplustj.info/ru/news/tajikistan/society/20240201/v-tadzhikistane-iz-142-kvot-na-ohotu-za-redkimi-zhivotnimi-ostalos-vsego-11">Asia-Plus</a>, dass das Erreichen der Obergrenze in Bezug auf Jagdquoten für seltene Tiere für den Zeitraum 2023-2024 bevorstehe. Die Trophäenjagd dauert von September bis Ende Februar und betrifft Wildtiere, die als selten gelten und daher geschützt sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von den 142 Genehmigungen, die gemäß den staatlich festgelegten Quoten erteilt werden können, waren zum besagten Zeitpunkt nur noch 11 nicht vergeben. Von den 110 verfügbaren Genehmigungen für <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Argali">Marco-Polo-Schafe</a> wurden 108 genutzt, 15 von 16 für die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schraubenziege">Schraubenziege</a> und 8 von 16 für das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Urial">Urial</a>.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Auch für Braunbären liegen 10 Genehmigungen vor, die jedoch nur im Falle einer Bedrohung für die Bevölkerung genutzt werden dürfen, präzisiert <a href="http://tajnature.tj/en/ministerstvo/rokhbariyat/">Bahodur Scheralisoda</a>, Präsident des Komitees für Umweltschutz Tadschikistans gegenüber Asia-Plus.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Marco-Polo-Schaf – eine beliebte Trophäe</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Marco-Polo-Schaf, auch Argali oder Riesenwildschaf genannt, ist neben dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sibirischer_Steinbock">Sibirischen Steinbock</a> eine der wertvollsten Jagdtrophäen im Hochgebirge Zentralasiens. Der ursprünglich aus dem zentralasiatischen Raum stammende Wildschaf ist nach dem berühmten venezianischen Reisenden <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Marco_Polo">Marco Polo</a> benannt, der Ende des 13. Jahrhunderts durch Asien reiste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Marco-Polo-Schaf wurde von der <a href="https://iucn.org/">Internationalen Union für Naturschutz (IUCN)</a> als nahezu gefährdet eingestuft. Aufgrund seiner beeindruckenden Statur ist es zu einem Wahrzeichen Tadschikistans geworden. Es sind vor allem die Hörner der Böcke, die dem Tier ein so charakteristisches Aussehen verleihen. Es dauert bis zu drei Jahre, bis die Hörner ihre endgültige Größe erreichen. Und sie sind teuer.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/sieben-zentralasiatische-wildtierarten-die-unseren-schutz-benoetigen/"><strong>Sieben zentralasiatische Wildtierarten, die unseren Schutz benötigen</strong></a><strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch andere seltene Tiere wie der Sibirische Steinbock, der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schneeleopard">Schneeleopard</a>, die Schraubenziege oder der Urial sind wegen ihrer Hörner, ihres Fells, ihrer Knochen und ihres Fleisches in ganz Zentralasien begehrt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Streng regulierte Jagd</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aber das Marco-Polo-Schaf bleibt die beliebteste Beute. Die Aufnahme des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tadschikischer_Nationalpark">Pamir-Nationalparks</a> in die Liste des <a href="https://whc.unesco.org/en/list/1252/#:~:text=Valeur%20universelle%20exceptionnelle&amp;text=Le%20Parc%20national%20tadjik%20(d,l'Himalaya%20et%20du%20Karakorum.">UNESCO-Welterbes</a> im Jahr 2013 bestärkte nur die Vorstellung, dass die Praxis der regulierten Jagd in diesem geschützten, seltene Arten beherbergenden Gebiet zu seiner Erhaltung beitragen könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um an dieser Jagd teilnehmen zu dürfen, müssen sowohl Einheimische als auch Ausländer:innen eine Genehmigung besitzen. Laut <a href="https://rus.ozodi.org/a/28038560.html">Radio Ozodi</a>, der tadschikische Dienst von Radio Free Europe, werden die Quoten von Unternehmen gekauft, die Jagdreisen nach Tadschikistan für ausländische Tourist:innen organisieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/warum-in-tadschikistan-immer-mehr-bedrohte-tier-und-pflanzenarten-verschwinden/"><strong>Warum in Tadschikistan immer mehr bedrohte Tier- und Pflanzenarten verschwinden</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Laufe der Jahre hat die tadschikische Regierung die Quoten erhöht. So umfassten die Quoten laut Asia-Plus im Jahr <a href="https://www.asiaplustj.info/news/tajikistan/society/20180920/ohota-po-tadzhikski-4-milliona-za-otstrel-marko-polo">2018</a> noch 95 Marco-Polo-Schafe und 12 Schraubenziegen, während es <a href="https://www.asiaplustj.info/ru/news/tajikistan/society/20240201/v-tadzhikistane-iz-142-kvot-na-ohotu-za-redkimi-zhivotnimi-ostalos-vsego-11">2024</a> schon 110 beziehungsweise 16 Exemplare waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Festlegung von Jagdquoten verbietet nicht die Jagd auf geschützte Tiere, sondern regelt sie streng. Das Ziel ist, einen möglichst hohen Bestand an Tieren zu erhalten und so den touristischen Jagdsektor weiterhin zu versorgen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ein teures Hobby</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem werden die Teilnehmer:innen handverlesen und die tadschikische Regierung zögert nicht, die Jagd zu einer Luxushobby zu machen. Der Preis für eine einzelne Lizenz beträgt mindestens 12.000 Somoni (1.022 Euro) für einen Bären, 55.000 (4.685 Euro) für ein Marco-Polo-Schaf und mehr als 380.000 Somoni (32.349 Euro) für eine Schraubenziege. Hinzu kommen Kosten für Führer:innen, Transport und Ausrüstung, sodass Agenturen Jagdreisen für mehrere Zehntausend Euro anbieten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Jagd erfordert aufgrund der Höhe, in der sie stattfindet, Ressourcen und körperliche Ausdauer. Diese besonders teure Aktivität ist daher Ausländer:innen, insbesondere Amerikaner:innen, vorbehalten. Lizenzen für das Marco-Polo-Schaf gehören zwar zu den teueren, sind aber schnell vergeben.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Eine Praxis, um die Staatskasse aufzufüllen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zahl der Menschen, die diese Trophäe erhalten möchten, nimmt nicht ab. Im Gegenteil. Die tadschikistanische Botschaft in Frankreich <a href="https://mfa.tj/fr/paris/tadjikistan/tourisme">behauptet</a>, dass <em>„der Tourismus als bewährtes Mittel zur Anziehung in- und ausländischer Investitionen, zur Schaffung neuer Arbeitsplätze, als Einnahmequelle und zur Bereicherung des Staatshaushalts einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung geleistet hat.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">So wurde 2018 zum Jahr der Entwicklung des Tourismus und des Volkshandwerks in Tadschikistan erklärt. In diesem Jahr hoffte die tadschikische Regierung, mehr als 7,27 Millionen Somoni (619.100 Euro) durch das Erlegen von 123 Wildtieren zu erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits 2014 wurden 2 Millionen Somoni (170.000 Euro) aus Jagdeinnahmen für den Bau des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rogun-Staudamm">Rogun-Wasserkraftwerks</a> überwiesen. Im Durchschnitt könnten die Einnahmen aus einer Jagdsaison die Gehälter von 13.000 Lehrer:innen im Land decken.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Erträge vor Ort reinvestieren</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2018 <a href="https://www.swarovskioptik.com/fr/fr/ornithologie/histoires/de-nouvelles-perspectives-tadjikistan">erklärte</a> Stefan Michel, Forscher bei der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zoologische_Gesellschaft_für_Arten-_und_Populationsschutz">Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP)</a>, dass diese Geldzuflüsse den Einheimischen zugutekommen: <em>„Damit werden auch lokale Gemeinschaftsprojekte finanziert, wie das neue Trinkwasserversorgungsnetz, […] oder der Bau von Häusern für Familien, deren Häuser durch eine Sturzflut zerstört wurden, und viele andere Dinge.“</em> Dank der Einnahmen aus der Trophäenjagd könne die tadschikistanische Regierung die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Gebiets finanzieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/panorama/die-sackgasse-leben-am-pamir-highway/"><strong>Die Sackgasse – Leben am Pamir Highway</strong></a><strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">​In Bezug auf die Erhaltung des nationalen Naturerbes fügt der Forscher hinzu, dass dies <em>„von der Wahrung der Rechte und Pflichten lokaler Jäger bei der Wildbewirtschaftung in ihrer Region sowie von den Einnahmen aus Jagd und Tourismus abhängt, welche die Initiativen der lokalen Bevölkerung zum Schutz der Tierwelt belohnen.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige glauben jedoch, dass die tadschikistanische Regierung nicht genug gegen die Wilderei unternimmt und dass die Gelder aus der Jagd stärker in den Schutz seltener Tiere investiert werden sollten, anstatt andere Projekte voranzutreiben.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>NGOs für den Erhalt des zentralasiatischen Naturerbes</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Um das mangelnde Handeln der tadschikistanischen Regierung beim Artenschutz zu kompensieren, engagieren sich verschiedene lokale, nationale und internationale Verbände im Kampf gegen Wilderei und im Kampf gegen gefährdete Arten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Internationale Union für Naturschutz (IUCN) beispielsweise schult lokale Gemeinden in der Bekämpfung der Wilderei sowie in der Identifizierung seltener Arten, insbesondere im Rahmen ihres <a href="https://iucnsos.org/wp-content/uploads/2023/02/SOS-Central-Asia-brochure-final.pdf?fbclid=IwAR2ugC1D3iQUfHzKzjxo0NPUpp6zCEERM0XFUc7nsyypkvB5Jx5vgvBuWRU">Projekts</a> zum Schutz der Schneeleoparden. Hamroh Ahrorsoda, Leiter des Komitees für Umweltschutz in Tadschikistan, bestätigt gegenüber <a href="https://www.asiaplustj.info/ru/news/tajikistan/society/20240201/v-tadzhikistane-iz-142-kvot-na-ohotu-za-redkimi-zhivotnimi-ostalos-vsego-11">Asia Plus</a>, dass im Jahr 2023 im Land keine Fälle von Wilderei geschützter Tiere registriert wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/tadschikistan-die-heimat-zehn-aussergewoehnlicher-tiere/"><strong>Tadschikistan – Die Heimat zehn außergewöhnlicher Tiere</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Letztendlich ermöglicht die Komplementarität zwischen der Festlegung staatlicher Quoten und der Einbindung lokaler und internationaler Organisationen gegen Wilderei, dass Populationen seltener Arten erhalten bleiben oder sogar wachsen. Zu Beginn des Jahres 2024 gibt es in Tadschikistan mehr als 28.000 Marco-Polo-Schafe, verglichen mit 23-25.000 im Jahr 2018. Hinzu kommen 6.000 Schraubenziegen, 3.000 Uriale, 1.000 Braunbären und 300 Schneeleoparden.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Candice Vavon für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://novastan.org/fr/tadjikistan/quotas-chasse-mouflon-marco-polo-double-tranchant/"><strong>Französischen</strong></a><strong> von Robin Roth</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
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		<title>Kasachstan gibt geschützte Saiga-Antilopen zum Abschuss frei</title>
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		<dc:creator><![CDATA[cduverdier]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jul 2022 07:41:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt & Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Artenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Jagd]]></category>
		<category><![CDATA[Saiga]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Wilderei]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Population der gesch&#xFC;tzten Saiga-Antilope nimmt in Kasachstan zu und wird somit zu einem Problem f&#xFC;r die Landwirtschaft. Das Ministerium f&#xFC;r &#xD6;kologie, Geologie und nat&#xFC;rliche Ressourcen hat nun beschlossen, 80.000 Saigas zum Abschuss freizugeben. Die Zahl der bedrohten Saiga-Antilopen ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Wie das russische Auslandsmedium Sputnik berichtet, gibt es heute [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Population der geschützten Saiga-Antilope nimmt in Kasachstan zu und wird somit zu einem Problem für die Landwirtschaft. Das Ministerium für Ökologie, Geologie und natürliche Ressourcen hat nun beschlossen, 80.000 Saigas zum Abschuss freizugeben.</strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zahl der bedrohten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Saiga">Saiga-Antilopen</a> ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Wie das russische Auslandsmedium <a href="https://ru.sputnik.kz/20220615/minekologii-saygak-otstrel-25540169.html">Sputnik</a> berichtet, gibt es heute 1.318.000 Exemplare, während es im Jahr 2016 noch 110.000 waren. Die Art unterliegt in Kasachstan besonderem Schutz und darf bis 2023 <a href="https://ru.sputnik.kz/20220505/za-9-let-obschaya-chislennost-saygakov-v-kazakhstane-vyrosla-bolee-chem-v-6-raz-24650248.html">nicht bejagt werden</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie das kasachstanische Nachrichtenportal <a href="https://vlast.kz/novosti/50584-minekologii-kazahstana-prinalo-resenie-ob-otstrele-sajgakov.html">Vlast</a> berichtet, hat das Umweltministerium nun aber entschieden, 10 Prozent der Saiga-Population am <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ural_(Fluss)">Ural</a> zur Jagd freizugeben. Dies entspricht 80.000 Exemplaren. Eine Entscheidung, die Umweltverbände verärgert: Laut <a href="https://rus.azattyq.org/a/31921456.html">Radio Azattyq</a> kritisieren sie, dass die Probleme im Bereich der Landwirtschaft, die zur Rechtfertigung der Bejagung angeführt werden, in Wirklichkeit durch Kasachstans ungeeignetes Landwirtschaftssystem verursacht werden. </p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph"> Das kasachstanische Nachrichtenportal <a href="https://www.inform.kz/ru/vozmozhnoe-razreshenie-na-otstrel-saygakov-ne-isklyuchayut-v-minekologii_a3944577">Kazinform</a> berichtet, dass der Minister für Ökologie, Geologie und natürliche Ressourcen, Serikqali Brekeshev, die Saiga-Population regulieren will. <em>„Sie gelangen auf die Felder der landwirtschaftlichen Erzeuger. Es gibt also ein gewisses Problem. Aber darum geht es gar nicht. Unsere Wissenschaftler meinen, dass eine Regulierung der Saiga-Zahlen notwendig ist, um die Population selbst zu erhalten“</em>, sagte der Minister. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon einige Tage zuvor hatte das kasachstanische Onlinemedium <a href="https://zonakz.net/2022/06/08/ministr-ekologii-ob-otstrele-sajgakov-esli-est-neobxodimost-my-budem-eto-delat/">Zona</a> über ähnliche Äußerungen Brekeshevs berichtetet: <em>„Heute hat die Population der Saigas 1,3 Millionen Exemplare überschritten. Laut unseren Wissenschaftlern liegt die optimale Zahl zwischen 700 und 800 000. Wenn unsere Wissenschaftler sagen, dass es notwendig ist, die Anzahl der Saiga zu regulieren, werden wir das tun.“</em></p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Eine umstrittene Lösung</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Während das Ziel klar ist, bleibt der Weg dahin umstritten. Einige Wissenschaftler:innen halten eine Änderung des landwirtschaftlichen Modells für notwendig. Andere erwägen die Möglichkeit, einen speziellen Jagddienst des Umweltministeriums einzurichten. Etwas früher im Juni war laut dem kasachstanischen Onlinemedium <a href="https://orda.kz/prikaz-ob-otstrele-sajgakov-otozvali/">Orda</a> eine spezielle Saiga-Jagdgenehmigung ausgearbeitet worden, bevor das Projekt zurückgezogen wurde. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://ru.sputnik.kz/20220527/populyatsiya-saygi-v-zko-dostigla-800-tysyach-golov-25115139.html">Sputnik</a> fügt hinzu, dass das Ministerium den Verkauf lebender Saiga auf dem internationalen Markt nicht ausschließt. Die Regierung hätte sich schließlich vorgestellt, spezielle Reservate für das Tier einzurichten. Da die Saigas aber wandern, wäre es schwierig, geeignete Reserven zu bestimmen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kasachstan/kasachstan-350-bedrohte-saiga-antilopen-durch-blitzschlag-getoetet/"><strong>Kasachstan: 350 bedrohte Saiga-Antilopen durch Blitzschlag getötet </strong></a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">In Kasachstan leben 95 Prozent der weltweiten Saiga-Population. Das Ministerium deutete an, dass Kasachstans Regierung jedoch durchaus bereit sei, <em>„die Tiere zu teilen“</em>, wenn andere Länder auf ihrem Territorium die Art einführen wollen. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Wilderei als Problem</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://novastan.org/de/kasachstan/kasachstan-saiga-horner-auf-dem-schwarzmarkt-weiter-begehrt/">Saiga-Hörner</a> sind insbesondere in China in der traditionellen Medizin sehr beliebt, wo sie für die Herstellung von Arzneimitteln verwendet werden. Aufgrund der sehr hohen Hörnerpreise auf ausländischen Märkten stellt Wilderei ein Problem dar. In den ersten beiden Juniwochen wurden 18.000 Saiga-Hörner von der Polizei beschlagnahmt, berichtet <a href="https://orda.kz/komu-mogut-razreshit-ohotu-na-sajgakov-v-kazahstane/">Orda</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kasachstan/kasachstan-saiga-horner-auf-dem-schwarzmarkt-weiter-begehrt/"><strong>Kasachstan: Saiga-Hörner auf dem Schwarzmarkt weiter begehrt</strong></a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Umweltverbände befürchten daher einen Anstieg der Wilderei. Alena Krivosheyeva erklärte gegenüber <a href="https://rus.azattyq.org/a/31921456.html">Radio Azattyq</a>, dass die legale Jagd während der Sowjetzeit schwerwiegende Folgen hatte. Ihr zufolge gab in den 1970er Jahren neben legalen Quoten viele illegale Jagden, sodass sich die Population innerhalb eines Jahres halbierte. Der Umweltminister Serikqali Brekeshev versucht jedoch zu beruhigen. <em>„Wir tun alles Notwendige, um die Legalisierung der Wilderei zu verhindern“</em>, erklärte er. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Verzweiflung in der Landwirtschaft</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Seit Mai beschweren sich Landwirt:innen über Saigas, die den Boden zertrampeln und Ernten zerstören. Einer von ihnen erklärte gegenüber <a href="https://rus.azattyq.org/a/kazakhstan-saiga-human-activities/31241023.html">Radio Azattyq</a>: <em>„Eine Saiga wird nicht durch elektrischen Strom gestoppt und eine Herde verschlingt die Ernte im Handumdrehen. Sie haben meine ganze Gerste gefressen, und niemand kann meinen Kredit löschen. Ich werde dieses Jahr wieder säen. Auch wenn ich Tag und Nacht wachen muss, ich muss die Ernte schützen.“</em></p>


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<p class="wp-block-paragraph">

Laut <a href="https://ru.sputnik.kz/20220609/saygaki-ugrozhayut-posevam-akmolinskikh-agrariev-25414919.html">Sputnik</a> stellen einige Landwirt:innen Personal ein, um die Ernte zu bewachen. Dies bedeutet aber zusätzliche Kosten für den Betrieb – ohne Garantie, dass die Ernte nicht dennoch zerstört wird. Das Phänomen ist indes nicht neu. <a href="https://rus.azattyq.org/a/31623976.html">Radio Azattyq</a> sprach bereits 2021 über die Probleme der Landwirtschaft und die Unfähigkeit der Regierung, Lösungen zu finden.
</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Claire du Verdier, Redakteurin für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://novastan.org/fr/environnement/kazakhstan-lordre-de-chasse-des-saigas-est-donne/"><strong>Französischen</strong></a><strong> von Robin Roth</strong> </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
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		<title>Kasachstan: 350 bedrohte Saiga-Antilopen durch Blitzschlag getötet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Léonard Dillies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Jun 2021 22:03:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt & Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Artenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Bedrohte Arten]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Kasachstan sind am 14. Mai die Leichen von 350 Saiga-Antilopen gefunden worden. Die Tiere sollen vom Blitz getroffen worden sein. Das Ereignis ist umso tragischer, da die Art vom Aussterben bedroht ist. Es ist eine Trag&#xF6;die f&#xFC;r die Erhaltung der zentralasiatischen Fauna. Am 14. Mai meldete die Agence France Presse (AFP) den Tod von [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>In Kasachstan sind am 14. Mai die Leichen von 350 Saiga-Antilopen gefunden worden. Die Tiere sollen vom Blitz getroffen worden sein. Das Ereignis ist umso tragischer, da die Art vom Aussterben bedroht ist.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist eine Tragödie für die Erhaltung der zentralasiatischen Fauna. Am 14. Mai meldete die <a href="https://www.france24.com/en/live-news/20210514-kazakhstan-says-350-rare-antelopes-killed-by-lightning">Agence France Presse (AFP)</a> den Tod von rund 350 <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Saiga">Saiga-Antilopen</a>. Kasachstan hatte dies am selben Tag bekanntgegeben, nachdem DorfbewohnerInnen die Tierleichen in der Steppe im Westen des Landes gefunden hatten.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Huftiere wurden wahrscheinlich durch einen Blitz getötet. Das kasachstanische Umweltministerium unterstützte diese These in einer Erklärung. „<em>Es gibt Spuren von Blitzeinschlägen an den Kadavern</em>“, sei laut AFP dort zu lesen. Die Erklärung wurde jedoch nicht auf der Seite des Ministeriums veröffentlicht.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Eine äußerst bedrohte Art</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Der Unglücksfall trat während der Paarungszeit der Saigas ein. Die Art ist für ihre charakteristische Schnauze bekannt, die wie ein kurzer Rüssel aussieht. Saigas sind vom Aussterben bedroht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Internationale Naturschutzunion (IUCN) verwendet eine <a href="https://www.iucnredlist.org/">Rote Liste</a> als wissenschaftlichen Maßstab für gefährdete Wildtiere. In dieser Liste wird die Saiga-Antilope als eine von fünf vom Aussterben bedrohten Antilopenarten mit einer Population von nur rund 124.000 Ausgewachsenen Tieren <a href="https://www.iucnredlist.org/species/19832/50194357">geführt</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/turkmenistan/turkmenistan-hunderte-kaspische-robben-tot-an-land-geschwemmt/">Turkmenistan: Hunderte Kaspische Robben tot an Land geschwemmt</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Saiga-Antilopen leben hauptsächlich auf dem Territorium Kasachstans. In der Mongolei und in der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kalmückien">Republik Kalmückien</a> im Westen Russlands gibt es auch Populationen, die aber deutlich kleiner sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2015 <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/kasachstan-mysterise-tierseuche-bedroht-saiga-antilopen/">starben</a> infolge einer Epidemie rund 200.000 dieser Antilopen – damals weit über die Hälfte der weltweiten Population. Nach dieser Tragödie stellten WissenschaftlerInnen fest, dass sich Nasenbakterien unter ungewöhnlich heißen und feuchten Bedingungen ausgebreitet hatten.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Bedroht durch Wilderei</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hauptgrund, warum Saiga-Antilopen als gefährdete Art gelten, liegt in der Wilderei. Die Tiere werden <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/kasachstan-saiga-horner-auf-dem-schwarzmarkt-weiter-begehrt/">aufgrund ihrer Hörner gejagt</a>, die insbesondere in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet werden. Laut einer Zählung im Jahr 2019 wurden acht Tonnen Hörner pro Jahr verwendet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Jagd auf Saigas führte am 23. Juli 2019 auch zum Tod eines Rangers, der von Wilderern erschossen worden war [<a href="https://novastan.org/fr/kazakhstan/au-kazakhstan-un-second-defenseur-des-antilopes-saigas-tue-par-des-braconniers/">fr</a>/<a href="https://tengrinews.kz/crime/brakoneryi-obstrelyali-inspektorov-v-akmolinskoy-oblasti-374608/">ru</a>]. Wie das kasachstanische Nachrichtenportal <a href="https://tengrinews.kz/kazakhstan_news/poryadochnyiy-nepodkupnyiy-rasskazyivayut-rodnyie-pogibshem-361583/">Tengrinews</a> berichtete, ereignete sich im Januar desselben Jahres ein ähnlicher Mord. Laut dem <a href="/Users/robin/AppData/Local/Temp/Kazakhstan%20Wants%20to%20Toughen%20up%20Punishment%20for%20Poaching.pdf">Central Asian Bureau for Analytic Reporting (CABAR)</a> schwor Kasachstans Staatsführung nach diesen Ereignissen, entschieden gegen die Wilderei vorzugehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan:</strong><a><strong> </strong></a><strong><a href="https://novastan.org/de/kasachstan/kasachstan-saiga-horner-auf-dem-schwarzmarkt-weiter-begehrt/">Kasachstan: Saiga-Hörner auf dem Schwarzmarkt weiter begehrt</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Jagd aufgrund ihrer Hörner ist aber nicht die einzige Bedrohung für das Überleben der Saigas. Bauern im Nordwesten des Landes werfen den Tieren vor, sie würden Weizenfelder schädigen, und rechtfertigen die Jagd auf sie trotz des Status als gefährdete Art [<a href="https://novastan.org/fr/kazakhstan/au-kazakhstan-le-saiga-accuse-de-menacer-les-cultures-de-ble/">fr</a>/<a href="https://www.youtube.com/watch?v=gccPd-qwR9c&amp;list=PLn2OyECVOtB_d3T93f5r4dbStY6JRkV0C&amp;index=12">ru</a>].</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Verheißungsvolle Beobachtungen</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund ihrer Verwundbarkeit werden die Saiga-Populationen besonders stark überwacht und die Zahl der Exemplare regelmäßig erfasst. In Usbekistan konnte am 11. Februar 2020 erstmals seit fünf Jahren eine Gruppe von 35 Saigas beobachtet werden [<a href="https://novastan.org/fr/ouzbekistan/des-saigas-observes-en-ouzbekistan-une-lueur-despoir-pour-une-espece-menacee-dextinction/">fr</a>/<a href="https://www.gazeta.uz/ru/2020/02/11/saiga/">ru</a>], was Hoffnung auf das Überleben der Art macht.</p>


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<p class="wp-block-paragraph">Anhand von Luftaufnahmen aus dem Jahr 2019 schätzte Kasachstan seine Saigas-Bevölkerung auf mehr als 330.000 Tiere. Die Zählung der Bestände wurde am 15. April wieder aufgenommen, wie die <a href="http://www.acbk.kz/article/default/view?id=540">Vereinigung zur Erhaltung der biologischen Vielfalt Kasachstans</a> mitteilte.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Léonard Dillies, Redakteur für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://novastan.org/fr/kazakhstan/kazakhstan-350-saiga-morts-frappes-par-la-foudre/"><strong>Französischen</strong></a><strong> von Robin Roth</strong></p>


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		<title>Tadschikistan &#8211; Die Heimat zehn außergewöhnlicher Tiere</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Asia Plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Jan 2021 07:52:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt & Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Artenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Bedrohte Arten]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Tadschikistan ist die Heimat vieler bedrohter Tierarten. Anl&#xE4;sslich des Geburtstags des World Wide Fund for Nature (WWF) am 11. September stellt Asia Plus zehn von ihnen vor. Wir &#xFC;bersetzen den Artikel mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. Am 11. September feiert der World Wide Fund for Nature (WWF) seinen Geburtstag. Er stellt die weltweit gr&#xF6;&#xDF;te Nichtregierungsorganisation [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tadschikistan ist die Heimat vieler bedrohter Tierarten. Anlässlich des Geburtstags des World Wide Fund for Nature (WWF) am 11. September stellt </strong><a href="https://asiaplustj.info/ru/news/tajikistan/society/20200911/gde-obitayut-10-neobiknovennih-zhivotnih-tadzhikistana?tg_rhash=4ad06923c19fc6"><strong>Asia Plus</strong></a><strong> zehn von ihnen vor. Wir übersetzen den Artikel mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 11. September feiert der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/WWF">World Wide Fund for Nature (WWF)</a> seinen Geburtstag. Er stellt die weltweit größte Nichtregierungsorganisation für Naturschutz dar, die sich um die Lösung aktueller Umweltprobleme in allen Ecken der Welt bemüht. Mit seiner Tätigkeit in über 100 Ländern vereint der Fond über fünf Millionen Unterstützer auf der ganzen Welt und fördert circa 1300 Naturschutzprojekte auf der ganzen Welt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Tadschikistan stellt das Rote Buch – die russische Bezeichnung für die Rote Liste – die Grundlage zum Schutz seltener und vom Aussterben bedrohter Tierarten dar. Darin finden sich 222 Tierarten, die sich auf folgende Gruppen aufteilen: 43 Vogel-, 44 Säugetier-, 31 Reptilien-, 14 Fisch-, 81 Insekten- und 9 Weichtierarten.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Daten des Fünften Nationalen Berichts zur Artenvielfalt zufolge haben sich die Bestände von Tieren wie dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bucharahirsch">Bucharahirsch</a>, dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sikahirsch">Sikahirsch</a>, der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kropfgazelle">Kropfgazelle</a>, der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wildziege">Wildziege</a> und dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nutria">Sumpfbiber</a> im Vergleich zum Jahr 1991 stark verringert. Dasselbe gilt für Vögel wie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rebhuhn">Rebhuhn</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wanderfalke">Wanderfalke</a>, Storch und andere.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt sind in Tadschikistan über 13.000 Arten von Wirbellosen, 49 Fisch-, 2 Amphibien-, 44 Reptilien-, 346 Vögel- und 84 Säugetierarten heimisch.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kasachstan/rueckkehr-tiger-am-balqash-see/"><strong>Wie am Balqash-See die Rückkehr des Tigers vorbereitet wird </strong></a><strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Von besonderem Interesse für die Wissenschaft und von großer Bedeutung für den Artenschutz sind die endemischen Tiere. Diese Bezeichnung bedeutet, dass die Tiere nur in einem bestimmten, begrenzten Gebiet vorkommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Folgenden zehn außergewöhnlichen Säugetieren der tadschikischen Fauna möchten wir hier unsere Aufmerksamkeit schenken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;<strong>Die Bucharische Waldspitzmaus</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses kleine Tier mit einer Länge von 5-6 cm gehört zur Familie der Spitzmäuse und ist im Pamir-Alai-Gebirgssystem auf tadschikischem, kirgisischem und teilweise auch auf usbekischem Staatsgebiet endemisch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bucharische Waldspitzmaus bewohnt Hochgebirgslagen der Darwas-Kette und der Peter-I.-Kette sowie des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Alaigebirge">Alaigebirges</a> und der nordwestlichen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pamir_(Gebirge)">Pamir</a>-Region.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/sieben-zentralasiatische-wildtierarten-die-unseren-schutz-benoetigen/">Sieben zentralasiatische Wildtierarten, die unseren Schutz benötigen</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Leben dieses Tiers ist wenig erforscht. Es lebt in Birken-, Pappel- oder <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sadebaum">Sadebaumwäldern</a> auf Berghängen in einer Höhe von 2000-3000 Metern über dem Meeresspiegel. Es bevorzugt feuchte Standorte mit einer dicht ausgeprägten Rasendecke und ernährt sich von unterschiedlichen Insekten, ihren Larven oder auch Spinnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Menzbiers Murmeltier</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Menzbiers_Murmeltier">Menzbiers Murmeltier</a> ist ein Nagetier aus der Familie der Hörnchen. Das Verbreitungsgebiet ist ungewöhnlich klein und umfasst nur den Westen des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tian_Shan">Tienschan-Gebirges</a>.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="725" height="1001" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/01/1987_CPA_5828.jpg" alt="" class="wp-image-25184" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/01/1987_CPA_5828.jpg 725w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/01/1987_CPA_5828-217x300.jpg 217w" sizes="(max-width: 725px) 100vw, 725px" /><figcaption>Eine sowjetische Briefmarke zeigt Menzbiers Murmeltier</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Mit einer Körperlänge von 40-45 cm und einem durchschnittlichen Gewicht von 2,5 Kilogramm ist diese Art die kleinste aller Murmeltiere. Die Tiere siedeln auf steilen Hängen, die eine dichte und gut ausgebildete Rasendecke haben. Den Sonnenaufgang begrüßen sie mit ihren Pfiffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihr Fleisch ist genießbar, weswegen die Tiere in den Bergregionen Zentralasiens von wirtschaftlicher Bedeutung sind. In Tadschikistan wurde Menzbiers Murmeltier zum ersten Mal 1960 im östlichen Teil des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Quramagebirge">Quramagebirges</a>, an der Grenze zwischen Tadschikistan und Usbekistan, entdeckt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Pfeifhase</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pfeifhasen">Pfeifhase</a> gehört zu den hasenartigen Tieren, hat aber kleine Ohren. Er ist im Pamir auf einer Höhe bis zu 4800 Metern beheimatet. Die oberste Grenze seiner Verbreitung wird weder durch Gletscher oder Schneefelder noch durch die absolute Höhe der Orte gezogen, sondern durch das Vorhandensein von Geröllhalden und Vegetation.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/01/31279937346_5b0dffc1cc_c.jpg" alt="" class="wp-image-25183" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/01/31279937346_5b0dffc1cc_c.jpg 800w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/01/31279937346_5b0dffc1cc_c-300x225.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/01/31279937346_5b0dffc1cc_c-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption>Pfeifhase</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Tiere ernähren sich von grünen Pflanzenteilen und Blüten; im Herbst von Nadeln, Moosen und Flechten, die zusammen mit Baumrinde die Hauptnahrung im Winter darstellen. Im Gegensatz zu anderen Arten legen diese Tiere keinen nennenswerten Vorrat aus Heu für den Winter an.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Bucharahirsch</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bucharahirsch ist das größte paarhufige Säugetier in Tadschikistan, Böcke können ein Gewicht von bis zu 250 Kilogramm erreichen. Heute ist das Tier vom Aussterben bedroht und steht auf der Roten Liste.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="534" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/8097437114_054ffcb4fe_c.jpg" alt="Bucharahirsch" class="wp-image-16494" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/8097437114_054ffcb4fe_c.jpg 800w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/8097437114_054ffcb4fe_c-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/8097437114_054ffcb4fe_c-768x513.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/8097437114_054ffcb4fe_c-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption>Bucharahirsch</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Natürliche Bestände des Bucharahirschs gibt es im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tigrowaja-Balka-Naturreservat">Tigrowaja-Balka-Naturreservat</a> sowie in den Gebieten der sogenannten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tugai">Tugai</a>, einer für Zentralasien typischen Auenlandschaft, am rechten Ufer des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pandsch">Pjandsch</a> an der Grenze zu Afghanistan.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/kasachstan-der-bucharahirsch-kehrt-an-den-balchaschsee-zurueck/">Kasachstan: Der Bucharahirsch kehrt an den Balqash-See zurück</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine wiederangesiedelte Population des Bucharahirschs konnte sich im Zarafshon-Reservat und in den Wäldern des Sari-Chosor-Naturparks etablieren. Zum Schutz dieser Art wird versucht eine optimale Anzahl des Bestands wiederherzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Schraubenziege (Markhor)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Tier ist ebenso vom Aussterben bedroht und aus diesem Grund in der Roten Liste der Internationalen Union zur Bewahrung der Natur (<a href="https://www.iucn.org/">IUCN</a>) erfasst. Die größten Herden dieser Art leben entlang der Grenze zu Afghanistan auf den südwestlichen Ausläufern der Darwaskette sowie den südlichen Ausläufern des Chasratischoch-Gebirges.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="534" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/36186932513_a6495a92e6_c.jpg" alt="Schraubenziegen" class="wp-image-16493" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/36186932513_a6495a92e6_c.jpg 800w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/36186932513_a6495a92e6_c-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/36186932513_a6495a92e6_c-768x513.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/36186932513_a6495a92e6_c-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption>Schraubenziegen</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Als heutiges Verbreitungsgebiet der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schraubenziege">Schraubenziege</a> ist ein schmaler Streifen mit einer maximalen Länge von 80 Kilometern und einer Breite von 5-25 Kilometern übriggeblieben. Aufgrund von Wilderei zu Beginn der 80er Jahre ist die Tierpopulation aus ihrem über 30.000 Hektar großen Lebensraum im Sarsarak-Gebirge verschwunden. Im Daschtidschum-Reservat beträgt die Anzahl von Schraubenziegen zurzeit 120-130 Tiere.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Tiere werden bis zu 1,70 Meter lang, haben eine Schulterhöhe von 90 cm und wiegen bis zu 90 Kilogramm. Die Hörner der Böcke können bis zu 1,50 Meter lang sein, während die weiblichen Tiere kurze Hörner mit einer Länge von 20-30 cm haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Schneeleopard (Irbis)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Statistiken von Umweltschutzorganisationen wird der aktuelle Bestand des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schneeleopard">Schneeleoparden</a> auf 3000-7000 wildlebende Tiere geschätzt. Tadschikische Wissenschaftler erklären, dass die Anzahl der Tiere auf tadschikischem Lebensraum zurzeit 260 Exemplare beträgt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="534" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/snow-leopard-leopard-panthera-uncia-cat-zoo-1.jpg" alt="Schneeleopard" class="wp-image-16499" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/snow-leopard-leopard-panthera-uncia-cat-zoo-1.jpg 800w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/snow-leopard-leopard-panthera-uncia-cat-zoo-1-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/snow-leopard-leopard-panthera-uncia-cat-zoo-1-768x513.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/snow-leopard-leopard-panthera-uncia-cat-zoo-1-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption>Schneeleopard</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Von allen zentralasiatischen Ländern kommt der Irbis in Tadschikistan am häufigsten vor. Er ist nicht nur in der tadschikischen, sondern auch in der internationalen Roten Liste erfasst.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Isabellbär</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Lebensraum des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Isabellb%C3%A4r">Isabellbären</a> ist vielerorts in den Bergen Zentralasiens. Heutzutage ist der Bär aber in den meisten Gebieten nur mehr selten zu finden, aus manchen ist er ganz verschwunden. Schon zu Zeiten der Sowjetunion wurde der Bär in die Rote Liste aufgenommen. Heute befindet er sich in den Roten Listen aller Länder Zentralasiens. In Tadschikistan ist die Jagd auf den Bären strengstens verboten.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/Himalayan_Brown_Bear_With_Cubs.jpg" alt="Isabellbär" class="wp-image-16495" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/Himalayan_Brown_Bear_With_Cubs.jpg 800w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/Himalayan_Brown_Bear_With_Cubs-300x225.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/Himalayan_Brown_Bear_With_Cubs-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption>Isabellbär mit Jungen</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Laut unterschiedlicher Quellen beträgt die Anzahl der Tiere zurzeit über 1000.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Kropfgazelle</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kropfgazelle bewohnt Halbwüsten mit hartem Untergrund sowie Ebenen im Vorgebirge und Flachgebirge (400-800 Meter über dem Meeresspiegel). Sie ist sowohl in Tadschikistan als auch in den anderen Ländern Zentralasiens beheimatet.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="534" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/32267327642_9cf5a2f46e_c.jpg" alt="Kropfgazelle" class="wp-image-16496" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/32267327642_9cf5a2f46e_c.jpg 800w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/32267327642_9cf5a2f46e_c-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/32267327642_9cf5a2f46e_c-768x513.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/32267327642_9cf5a2f46e_c-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption>Kropfgazelle</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Tiere sind sehr vulnerabel. In der Natur leben sie bis zu sieben Jahre, in Zoos können sie ein Alter von bis zu zehn Jahren erreichen. Aufgrund ihres guten Fleisches wurden Kropfgazellen gejagt.</p>


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<p class="wp-block-paragraph">Anfang der 90er Jahre betrug die Anzahl der Tiere in Tadschikistan 100-150. Als Resultat von Wilderei und Zerstörung des Lebensraums der Kropfgazelle, ist diese nun in Gefahr und steht in der Roten Liste Tadschikistans sowie der <a href="https://www.iucn.org/">IUCN</a> als vom Aussterben bedrohte Art. Zum heutigen Zeitpunkt sind in Tadschikistan nicht mehr als 70 Exemplare der Kropfgazelle bekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Urial</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Von globaler Bedeutung ist der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Urial">Urial</a>, ein Wildschaf, dessen Verbreitungsgebiet sich über ganz Zentralasien, Pakistan, Iran und Indien erstreckt. Die Tiere leben auf steilen Hängen auf einer Höhe von 6.000 m über dem Meeresspiegel.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="534" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/37782448431_98e945f0bc_c.jpg" alt="" class="wp-image-16497" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/37782448431_98e945f0bc_c.jpg 800w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/37782448431_98e945f0bc_c-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/37782448431_98e945f0bc_c-768x513.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/37782448431_98e945f0bc_c-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption>Der Urial gehört zu den bedrohten Arten</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ebenso wie die Kropfgazelle fielen sie der Jagdindustrie zum Opfer.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Riesenwildschaf (Argali)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Argali">Riesenwildschaf</a> oder auch Argali gehört zu den Huftieren im tadschikischen Hochgebirge. Das Wachsen der Bestände hat zum Schutz anderer Wildtiere – wie beispielsweise dem Schneeleoparden – beigetragen, da Argalis für diesen eine wichtige Nahrungsquelle darstellen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="534" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/47279825091_b32d8993c1_c.jpg" alt="Argali" class="wp-image-16498" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/47279825091_b32d8993c1_c.jpg 800w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/47279825091_b32d8993c1_c-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/47279825091_b32d8993c1_c-768x513.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/47279825091_b32d8993c1_c-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption>Riesenwildschaf</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nach den neuesten Zählungen (Stand 2018) beträgt der Bestand des Argali 27.000 Exemplare: ein positiver Faktor für die Entwicklung des Ökotourismus.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong><a href="https://asiaplustj.info/ru/news/tajikistan/society/20200911/gde-obitayut-10-neobiknovennih-zhivotnih-tadzhikistana?tg_rhash=4ad06923c19fc6">Asia-Plus</a></strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem Russischen von Gisela Zeindlinger</strong></p>


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		<title>Wie am Balqash-See die Rückkehr des Tigers vorbereitet wird</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Informburo.kz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jan 2021 11:08:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt & Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Artenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Balqash]]></category>
		<category><![CDATA[Tiger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im staatlichen Ili-Balqash-Naturreservat am Ufer des Balqash-Sees werden derzeit wieder Buchara-Hirsche angesiedelt. Diese Tiere sollen in Zukunft den Kaspischen Tigern als Hauptnahrungsmittel dienen, welche ab 2025 im Reservat ausgewildert werden sollen. </p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Im staatlichen Ili-Balqash-Naturreservat am Ufer des Balqash-Sees werden derzeit wieder Buchara-Hirsche angesiedelt. Diese Tiere sollen in Zukunft den Kaspischen Tigern <strong>als Hauptnahrungsmittel dienen</strong>, welche ab 2025 im Reservat ausgewildert werden sollen. Die folgende Reportage von Grigori Bedenko erschien im russischsprachigen Original am 24. November 2020 auf </strong><a href="https://informburo.kz/stati/kak-v-pribalhashe-gotovyatsya-prinimat-pervyh-turanskih-tigrov-reportazh-iz-rezervata.html"><strong>Informburo</strong></a><strong>. Wir übersetzen sie mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sandige <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sicheldüne">Barchane</a>, endlose <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Saxaul">Saxaul</a>-Wälder und salzhaltige Einöde. Stärkste Sturmböen im Winter. Dies ist das Südufer des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Balchaschsee">Balqash-Sees</a> &#8211; mit rauem Klima und sehr weit von der Zivilisation entfernt. Vor zwei Jahren wurde hier durch einen Regierungsbeschluss das Ili-Balqash-Reservat geschaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Naturschutzgebiet mit einer Gesamtfläche von mehr als 415.000 Hektar ist für ein ehrgeiziges Projekt konzipiert. Hier soll der ausgestorbene <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kaspischer_Tiger">Kaspische Tiger</a> wieder zum Leben erweckt werden. Finanziell unterstützt wird das Projekt vom <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/WWF">World Wildlife Fund (WWF)</a>.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die derzeit wichtigste Aufgabe der ExpertInnen des Reservats ist es, das lokale Ökosystem in der Form wiederherzustellen, in der es vor vielen Jahrhunderten existierte. Es gibt bereits erste Erfolge – die Wiedereinführung des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bucharahirsch">Buchara-Hirsches</a>. Diese Tiere sollen die Hauptnahrungsquelle des Kaspischen Tigers werden. Außerdem werden die Tiger Wildschweine, Rehe und kleinere Säugetiere jagen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/kann-sich-das-schicksal-des-aralsees-am-balqash-wiederholen/">Kann sich das Schicksal des Aralsees am Balqash wiederholen?</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Reservat befindet sich im Bezirk Balqash im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Almaty_(Gebiet)">Gebiet Almaty</a> in Kasachstan und besteht aus zwei Teilen: dem Abschnitt Balqash mit 356.296 Hektar Gesamtfläche und dem Delta des Flusses <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ili_(Fluss)">Ili</a> mit einer Fläche von 58.868 Hektar. Der Ort, an dem das Reservat geschaffen wurde, ist ein äußerst wichtiger natürlicher Naturkomplex. Bis heute ist das Ili-Delta das einzige erhaltene Flussdelta innerhalb Zentralasiens. Die übrigen Deltas (die des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Syrdarja">Syrdarja</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Amudarja">Amudarja</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tschüi_(Fluss)">Tschüi</a> und anderer große Flüsse) sind durch die globale Wüstenbildung praktisch verschwunden.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="681" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/01/30-1024x681.jpg" alt="" class="wp-image-25061" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/01/30-1024x681.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/01/30-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/01/30-768x511.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/01/30-128x86.jpg 128w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/01/30.jpg 1288w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Der Balqash-See bildet im Norden des Reservats eine natürliche Grenze</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Für den Schutz des Reservats wurden sieben abgelegene Absperrungen geschaffen, an denen 25 InspektorInnen arbeiten. Der nächste große Ort, das Dorf Karoı, ist 80 Kilometer vom ersten Posten entfernt. Die Fauna des Reservats umfasst drei Amphibienarten, 19 Reptilienarten, 298 Vogelarten und 39 Säugetierarten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hirsche als Hauptnahrungsquelle</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis zum Jahresende 2020 sollten 50 weitere Buchara-Hirsche auf dem Gebiet des Reservats angesiedelt werden. Frühere Experimente zur Wiederansiedlung dieses seltenen, im Roten Buch der bedrohten Arten aufgeführten Tieres waren erfolgreich. Die Chance für die Wiederbelebung seiner Population am Südufer des Balqash-Sees stehen also gut. Wenn sich der Buchara-Hirsch im Reservat einlebt, werden nach fünf Jahren die ersten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sibirischer_Tiger">Amurtiger</a> hierhin umgesiedelt, um die ausgestorbene Unterart des Kaspischen Tigers wieder zu Leben zu erwecken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/kasachstan-der-bucharahirsch-kehrt-an-den-balchaschsee-zurueck/">Kasachstan: Der Bucharahirsch kehrt an den Balqash-See zurück</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Der letzte Hirsch hier war vor 100 bis 120 Jahren. Er ist verschwunden, aber es ist seine Heimat. Wir haben 2018 fünf Hirsche hergebracht. Im Allgemeinen haben sie sich gut eingewöhnt. Das ist ein sehr gutes Ergebnis. Im vergangenen Jahr haben wir zusätzlich 14 Hirsche hergebracht. In diesem Jahr planen wir, weitere 50 Hirsche zu holen“</em>, sagt der Direktor des Reservats Janibek Jubaniazov.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/01/192-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-25060" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/01/192-1024x682.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/01/192-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/01/192-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/01/192-128x86.jpg 128w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/01/192.jpg 1288w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Janibek Jubaniazov</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die ersten Hirsche wurden aus Südkasachstan, aus dem regionalen Naturpark „Syrdarja-Turkistan“, in das Reservat gebracht. Die nächste Gruppe von 14 Exemplaren kam aus einem Jagdgehege in der Nähe von Almaty.</p>



<figure class="wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Бухарские олени" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/rrl-NXIjFkw?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Zeit werden die Hirsche im Reservat in einem speziellen, etwa 200 mal 300 Meter großen Gehege gehalten. Dann werden sie freigelassen. Jedes Exemplar trägt ein Halsband mit einem GPS-Sender. Zunächst bewegten sich die Hirsche laut den Senderdaten um das Gehege. Aber dann wurden sie mehr als hundert Kilometer entfernt entdeckt. Die Weibchen haben bereits Nachwuchs bekommen – zwei Hirsche wurden geboren. In den nächsten vier Jahren ist die Umsiedlung von 200 Buchara-Hirschen in das Ili-Balqash-Reservat geplant.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/01/136-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-25062" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/01/136-1024x682.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/01/136-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/01/136-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/01/136-128x86.jpg 128w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/01/136.jpg 1288w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Der Eingang zum Gehege</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Buchara-Hirsch ist eine einzigartige Unterart des Rothirschs, die als einzige an das Leben in den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tugai">Tugai</a> der trockenen Zone angepasst sind. Als Folge direkter Vernichtung verschwand die Art in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aus der Balqash-Region sowie aus ganz Kasachstan. Heute ist der Buchara-Hirsch in das Internationale Rote Buch und das Rote Buch der Republik Kasachstan eingetragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Tiger werden aus Russland gebracht</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ersten Tiger sollen im Jahr 2025 an den Balqash-See kommen. Es ist geplant, sie aus Sibirien und der russischen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Region_Primorje">Region Primorje</a> zu importieren. An diesen Orten lebt der Amurtiger, der keine Angst vor Kälte hat. Mehrere Optionen werden berücksichtigt: Entweder werden an Kasachstan Tiger-Waisen übergeben, die ohne Eltern geblieben sind, oder erwachsene Exemplare aus der freien Wildbahn.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die endgültige Entscheidung wird zu einem späteren Zeitpunkt getroffen und auf der Erfahrung der Auswilderung von in Gefangenschaft geborenen oder nach dem Verlust der Mutter rehabilitierten Tigerjungen basieren. Solche Experimente werden jetzt im Süden von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ferner_Osten_(Föderationskreis)">Russlands Fernen Osten</a> durchgeführt und in Südchina vorbereitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/ich-filme-robben-am-ufer-des-kaspischen-meers-ueber-die-umweltaktivistin-asel-baimuqanova/">„Ich filme Robben am Ufer des Kaspischen Meers“ – Über die Umweltaktivistin Ásel Baımuqanova</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn diese Experimente erfolgreich sein werden, werden Tiere aus der Gefangenschaft für die Auswilderung vorbereitet. Wenn der Erfolg ausbleibt, wird es möglich sein, jährlich zwei oder drei Tiere aus der natürlichen Umgebung im Fernen Osten zu entfernen, ohne dabei die Population zu beeinträchtigen, da in dieser Region jedes Jahr etwa 100 Tiger geboren werden. Diese Phase soll innerhalb von fünf bis sieben Jahren (nach 2025) abgeschlossen werden und die Auswilderung von mindestens 20 Tieren ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An einigen Stellen im Reservat sind die Saxaul-Wälder so dicht, dass sie einem echten Dschungel ähneln. Dies sind ideale Bedingungen für Kaspische Tiger, da diese große Katze aus dem Hinterhalt jagt. Die Frage ist, wie schnell die Anpassung der Tiere an die örtlichen klimatischen Bedingungen von Statten gehen wird &#8211; insbesondere nach der feuchten und spezifischen Taiga am <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ussuri">Ussuri</a>.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/01/4411-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-25059" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/01/4411-1024x682.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/01/4411-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/01/4411-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/01/4411-128x86.jpg 128w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/01/4411.jpg 1288w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Saxaul-Wälder prägen das Reservat</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Zuerst werden wir sie im Gehege unterbringen&#8220;</em>, erklärt Janibek Jubaniazov. <em>„Ein spezielles Gehege wird eingerichtet werden. Dort werden sie eine Eingewöhnungsphase durchleben. Wenn wir sehen, dass sie sich angepasst haben, werden sie in die freie Wildbahn entlassen.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aussterben durch gezielte Vernichtung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Anfang des 20. Jahrhunderts lebten auf der Erde etwa 100.000 Tiger aus neun Unterarten. Zu Beginn des dritten Jahrtausends waren es nur noch 3500 Tiere, während vier Unterarten mittlerweile ausgestorben sind. Zwei von ihnen – der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Java-Tiger">Java-Tiger</a> und der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bali-Tiger">Bali-Tiger</a> lebten auf den Inseln Indonesiens. Als ausgestorben gilt auch der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Südchinesischer_Tiger">Südchinesische Tiger</a>, obwohl möglicherweise einzelne Exemplare bis heute überlebt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die vierte ausgestorbene Unterart ist der Kaspische Tiger. Er bewohnte einst 13 Länder des Nahen Ostens, Transkaukasiens und Zentralasiens – von der Türkei bis nach Nordwestchina. Wenn man bedenkt, dass es zu Beginn des 21. Jahrhunderts weltweit nur 13 Länder gab, in denen Tiger überlebt haben, so hat das Verschwinden dieser Unterart die Anzahl der Länder fast halbiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/bedrohte-tierart-der-kaspische-tiger-in-zentralasien/">Bedrohte Tierart: Der Kaspische Tiger in Zentralasien</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Interessanterweise gab es zu Beginn des 20. Jahrhunderts viel mehr Kaspische Tiger als alle anderen Tiger, die zu jener Zeit weltweit existierten. Die Tiger waren an die Täler der Flüsse und die Ufer der Seen gebunden, zwischen denen sich die ausgedehnten, unbewohnten Steppen und Wüsten erstreckten. Die Hauptgründe für das Aussterben des Kaspischen Tigers waren die gezielte Vernichtung &#8211; unter anderem durch den Einsatz von Armee-Einheiten, die unkontrollierte Jagd auf Huftiere, die die Hauptnahrungsquelle des Tigers bildeten, und später die Zerstörung des Lebensraums aufgrund zahlreicher Bewässerungsprojekte.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="606" height="429" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/01/Panthera_tigris_virgata.jpg" alt="" class="wp-image-25058" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/01/Panthera_tigris_virgata.jpg 606w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/01/Panthera_tigris_virgata-300x212.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 606px) 100vw, 606px" /><figcaption>Ein Kaspischer Tiger im Berliner Zoo (1899)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Initiative, die Tiger aus Fernost an den Balqash-See umzusiedeln, kam vom WWF. Zytogenetische Studien hatten ergeben, dass eine große Ähnlichkeit zwischen den Unterarten Kaspischer und Amurtiger besteht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Grund, warum für die Wiederbelebung des Kaspischen Tigers die Wahl auf Kasachstan fiel, ist die Tatsache, dass in fast allen Ländern Asiens, in denen er einst lebte, keine weiträumig unbesiedelten Flächen mehr existieren. Es lohnt sich, die Länder aufzulisten: Aserbaidschan, Armenien, Georgien, Iran, Kirgistan, China (der Kaspische Tiger lebte hier auf dem Gebiet des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Xinjiang">Uigurischen Autonomen Gebiets Xinjiang</a>), Tadschikistan, Turkmenistan und die Türkei. Für Afghanistan und den Irak führte der WWF keine Analysen durch, da die komplizierte innenpolitische Situation in diesen Ländern die Realisierung eines solchen Programms unmöglich macht.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://2ff41361.sibforms.com/serve/MUIFAD3kOVgHRZMEzVL0tQuvV__Lm5slYuTqY-DEgdyDpH9WazOpCwYD2CLbIZdPKxyD_Mnaw2SKMY78StG6vCfPNIE1HcIumNXgnjsKyqsb8MuZ5Ng1jN3cNsBhf4SSp2VDJAgy_38b6jiUL7aU6Y-RaIAVhUpNqW1tNwmWOB-8YcNp9LBWEk57rUlkszlx_tQ8qxYED63Sz6UU">mit einem Klick.</a></span></strong></span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Ergebnis der Untersuchungen wurden innerhalb seines ehemaligen Verbreitungsgebiets zwei mögliche Areale für die Wiederbelebung des Kaspischen ausgemacht. Eine Variante war die Gegend um den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aralsee">Aralsee</a> in Usbekistan, wo sich beobachten lässt, dass der entblößte Boden mit Tugai überwuchert. Die zweite Option war das Areal am Balqash-See.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn sich die Tiger in den ersten Jahren nach ihrer Umsiedlung am Balqash-See einleben, wird das Projekt der Rückkehr des Kaspischen Tigers fortgesetzt. In etwa 50 Jahren, so prognostizieren ZoologInnen, werden bereits 150 bis 180 Kaspische Tiger auf dem Territorium Kasachstans leben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Weitere Bilder gibt es im </em><a href="https://informburo.kz/stati/kak-v-pribalhashe-gotovyatsya-prinimat-pervyh-turanskih-tigrov-reportazh-iz-rezervata.html"><em>Originalartikel</em></a><em> auf Informburo.</em></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Grigori Bedenko für Informburo</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem Russischen von Robin Roth</strong></p>


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		<title>Nach wie vor bedroht – Schneeleoparden in Kirgistan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Antoine Lacome]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2020 14:20:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt & Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Artenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Schneeleopard]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Unweltschutz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Schneeleopard ist eines der symboltr&#xE4;chtigsten Tiere Kirgistans. Es ist jedoch nach wie vor schwierig, die seltene Raubkatze zu erforschen. Um die mit Artenschutz verbundenen Probleme besser zu verstehen, traf Novastan Sherry Young, Mitglied der Bischkeker Organisation &#x201E;Snow Leopard Trust Kyrgyzstan&#x201C;. Im Jahr 2013 wurde in Bischkek das erste Internationale Forum zum Schutz des Schneeleoparden [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Der Schneeleopard ist eines der symbolträchtigsten Tiere Kirgistans. Es ist jedoch nach wie vor schwierig, die seltene Raubkatze zu erforschen. Um die mit Artenschutz verbundenen Probleme besser zu verstehen, traf Novastan Sherry Young, Mitglied der Bischkeker Organisation &#8222;Snow Leopard Trust Kyrgyzstan&#8220;.</strong></p>
<p style="text-align: justify">Im Jahr 2013 wurde in Bischkek das erste <a href="https://www.snowleopard.org/the-bishkek-declaration-on-the-conservation-of-the-snow-leopard/">Internationale Forum zum Schutz des Schneeleoparden</a> abgehalten, an dem zwölf Länder teilnahmen. Die unterzeichnete Erklärung legte den Grundstein für eine internationale Zusammenarbeit zu diesem Thema. Im Jahr 2017 zeigte <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/begehrt-gejagt-geschutzt-das-schicksal-der-schneeleoparden/?noredirect=de_DE">das zweite Forum</a>, dass die Rettung des Schneeleoparden ein aktuelles Problem bleibt. Die Gesamtpopulation ist nach wie vor durch Klimawandel und Wilderei bedroht.</p>
<p><p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p></p>
<p style="text-align: justify">Die Nichtregierungsorganisation (NGO) Snow Leopard Trust (SLT) steht bei der Verteidigung dieses Tieres an vorderster Front. Sie ist in Kirgistan sehr aktiv und führt Maßnahmen zum Schutz der Population sowie ein umfangreiches Forschungsprogramm durch, und ist nach wie vor einer der wichtigsten Partner der internationalen Foren im Land. Ihre umfassende Tätigkeit in mehreren Ländern der Region verschafft der NGO einen umfassenden Überblick über die Herausforderungen in Bezug auf den Schutz des Schneeleoparden.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Novastan: Was ist die Mission von Snow Leopard Trust?</strong></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Sherry Young:</strong> Snow Leopard Trust ist die einzige Naturschutzorganisation, die sich ausschließlich dem Schneeleoparden widmet. Unser Hauptsitz ist in Seattle, USA, und wir sind in fünf Ländern aktiv: in China, Indien, Pakistan, der Mongolei und Kirgistan. Durch Forschung und Sensibilisierung tun wir unser Bestes, um dieses Tier zu verstehen und zu schützen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Welche Rolle spielt SLT in Kirgistan? </strong></p>
<p style="text-align: justify">Das SLT-Büro in Kirgistan gibt es seit den 2010er Jahren, aber wir sind seit 2002 in den Gemeinden im Leopardenrevier aktiv. Kirgistan ist wichtig für den Schutz der Schneeleoparden. In diesem Land wurde 2013 die Bischkeker Erklärung unterzeichnet, in der sich zwölf Länder verpflichtet haben, Maßnahmen zum Schutz des Tieres und seines Lebensraums zu ergreifen. Im Anschluss an diese Erklärung haben die Regierungen der jeweiligen Länder ihre Schutzmaßnahmen ausgebaut und die Investitionen erhöht. SLT war damals einer der wichtigsten Partner dieser Veranstaltung in Kirgistan.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Ihre Organisation führt viele Expeditionen vor Ort durch. Welche Rolle spielt die Forschung beim Schutz der Schneeleoparden?</strong></p>
<p style="text-align: justify">Forschung ist bei einer solchen Mission von zentraler Bedeutung. Wir wissen nur sehr wenig über den Schneeleoparden. Das Tier ist ein Einzelgänger, und lebt in hohen Bergen in schwer zugänglichen Gebieten. Es ist sehr schwierig zu vielen Punkten genaue Daten zu erhalten. Die Population in Kirgistan wird auf 100 bis 200 Exemplare geschätzt, und diese Spanne ist weltweit die größte.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/erstmals-seit-30-jahren-schneeleoparden-am-grossen-almaty-see-fotografiert/">Erstmals seit 30 Jahren: Schneeleoparden am Großen Almaty-See fotografiert </a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Aus diesem Grund führt SLT zahlreiche wissenschaftliche Expeditionen auf kirgisischem Territorium durch. Indem wir Kameras an strategisch wichtigen Orten in den Bergen aufstellen, können wir die Exemplare in der Gegend zählen, Sie bei ihren Reisen verfolgen, Karten ihrer Gebiete erstellen usw. Diese Informationen sind wichtig, um unsere Schutz- und Präventionsmaßnahmen anzupassen. Vor kurzem führte uns eine Expedition in das <a href="https://www.snowleopard.org/field-tales-camera-trapping-in-sarychat/">Naturreservat Saryschat</a>, südlich des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Yssykk%C3%B6l">Yssykköl</a>-Sees. Mit den Kameras, die wir platziert haben, können wir sehen, ob Weibchen geworfen haben, und anhand des Fells können wir Tiere, die wir bereits kennen, identifizieren und ihre Bewegungen verfolgen…</p>
<p><figure id="attachment_16492" aria-describedby="caption-attachment-16492" style="width: 600px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-16492" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/snow-leopard-leopard-panthera-uncia-cat-zoo.jpg" alt="Schneeleopard" width="600" height="400" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/snow-leopard-leopard-panthera-uncia-cat-zoo.jpg 600w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/snow-leopard-leopard-panthera-uncia-cat-zoo-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/snow-leopard-leopard-panthera-uncia-cat-zoo-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption id="caption-attachment-16492" class="wp-caption-text">Schneeleopard</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Welchen Einfluss hat der Klimawandel auf die Schneeleoparden-Population?</strong></p>
<p style="text-align: justify">Zusammen mit der Wilderei sind Veränderungen im Lebensraum eine der größten Bedrohungen für den Schneeleoparden. In beiden Fällen sind die Auswirkungen auf die Gesamtpopulation sehr schwer abzuschätzen. Obwohl das Thema umfangreich ist und die Daten sehr knapp sind, möchte ich persönlich die Auswirkungen der globalen Erwärmung auf Schneeleoparden untersuchen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/sieben-zentralasiatische-wildtierarten-die-unseren-schutz-benoetigen/">Sieben zentralasiatische Wildtierarten, die unseren Schutz benötigen</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Durch die Erhöhung der Durchschnittstemperatur können die Bäume in immer höheren Lagen wachsen. Da der Schneeleopard in einer felsigen Umgebung lebt, reduziert die Anhebung der Baumgrenze seinen natürlichen Lebensraum. Menschliche Aktivitäten wie Tourismus, Weidewirtschaft oder Bergbau sind ebenfalls zu berücksichtigen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Wilderei bleibt ein vorherrschendes Problem in dieser Region. Was sind Ihre Methoden, um dieses Phänomen zu bekämpfen?</strong></p>
<p style="text-align: justify">In diesem Punkt arbeiten wir vor allem mit lokalen Gemeinschaften zusammen. Wilderei bleibt eine Geißel, die tief in den Köpfen bekämpft werden muss. Deshalb haben wir eine Reihe von Maßnahmen zur wirtschaftlichen Entwicklung der ländlichen Gemeinden, die in der Nähe des Leopardenreviers leben, eingeführt. Diese Aktionen sollen die Bewohner davon abhalten, Schneeleoparden zu jagen, um ihr Fell zu verkaufen. Nach einer Vereinbarung mit vielen Gemeinden haben Frauen die Möglichkeit, handgefertigte Produkte aus Wolle herzustellen, die wir in Kirgistan und Europa weiterverkaufen wollen.</p>
<p><p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://2ff41361.sibforms.com/serve/MUIFAD3kOVgHRZMEzVL0tQuvV__Lm5slYuTqY-DEgdyDpH9WazOpCwYD2CLbIZdPKxyD_Mnaw2SKMY78StG6vCfPNIE1HcIumNXgnjsKyqsb8MuZ5Ng1jN3cNsBhf4SSp2VDJAgy_38b6jiUL7aU6Y-RaIAVhUpNqW1tNwmWOB-8YcNp9LBWEk57rUlkszlx_tQ8qxYED63Sz6UU">mit einem Klick.</a></span></strong></span></p></p>
<p style="text-align: justify">Einige Dörfer haben ihre Einnahmen um 50 Prozent erhöht. Im Gegenzug verpflichtet sich die Gemeinde, den Schneeleoparden und seinen Lebensraum zu schützen. Jedes Jahr wird ihnen eine Spende zugesandt, aber sie wird annulliert, wenn ein Dorfmitglied wegen Wilderei verurteilt wird. So arbeitet das Dorf gemeinsam am Schutz des Schneeleoparden. Wir finanzieren auch spezielle Gehege, damit die Hirten ihre Herden vor Leopardenangriffen schützen können.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Wie sehen Sie die Zukunft des Schneeleoparden? Wird sich die Situation verbessern?</strong></p>
<p style="text-align: justify">Ich hoffe es, aber es bleibt ein sehr verletzliches Tier. Im Jahr 2017 hat die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/IUCN">Weltnaturschutzorganisation (IUCN)</a> den Schneeleoparden von einer &#8222;stark gefährdeten Art&#8220; zu einer &#8222;gefährdeten Art&#8220; herabgestuft. Dies ist normalerweise eine gute Nachricht, aber diese Entscheidung basiert auf unzuverlässigen Schätzungen der Population. Es besteht die Gefahr, dass dem Schutz der Schneeleoparden weniger Aufmerksamkeit und Hilfe zuteilwird, während die Bedrohungen noch vorhanden sind. Auf der anderen Seite sind sich die Menschen in den betroffenen Ländern und Regionen zunehmend bewusst, wie wichtig es ist, dieses ikonische Tier zu erhalten. Wildhüter, Hirten und Schulkinder werden zunehmend für den Schutz des Lebensraums der Leoparden sowie für die Bedrohung durch Wilderei sensibilisiert.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Das Interview führte </strong><strong> Antoine Lacome, Novastan-Redakteur in Bischkek<br />
</strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Französischen von Robin Roth</strong></p>
<p><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
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		<title>Erstmals seit 30 Jahren: Schneeleoparden am Großen Almaty-See fotografiert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Quentin Couvreur]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 May 2020 17:24:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt & Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Almaty]]></category>
		<category><![CDATA[Artenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Schneeleopard]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zum ersten Mal seit 1986 wurden in der N&#xE4;he des Gro&#xDF;en Almaty-Sees in Kasachstan ein weiblicher Schneeleopard und sein Junges fotografiert. Diese &#xFC;berraschende Entdeckung k&#xF6;nnte durch die im Land geltenden Eind&#xE4;mmungsma&#xDF;nahmen gegen den Coronavirus beg&#xFC;nstigt worden sein. Der durch Wilderei und die Vernichtung seines Lebensraums bedrohte Schneeleopard ist eine Art, die von der Internationalen Union [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Zum ersten Mal seit 1986 wurden in der Nähe des Großen Almaty-Sees in Kasachstan ein weiblicher Schneeleopard und sein Junges fotografiert. Diese überraschende Entdeckung könnte durch die im Land geltenden Eindämmungsmaßnahmen gegen den Coronavirus begünstigt worden sein. Der durch Wilderei und die Vernichtung seines Lebensraums bedrohte Schneeleopard ist eine Art, die von der Internationalen Union für die Bewahrung der Natur (IUCN) als „gefährdet“ eingestuft wird.</strong></p>
<p style="text-align: justify">Das Wappentier von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Almaty">Almaty</a> kehrt zurück an den Stadtrand. Wie die das kasachstanische Onlinemedium <a href="https://vlast.kz/novosti/39519-fotolovuska-na-bao-zasnala-sneznyh-barsov-i-tansanskogo-burogo-medveda.html">Vlast.kz</a> am 12. Mai berichtete, wurden ein weiblicher Schneeleopard und sein Junges in der Nähe des <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Big_Almaty_Lake">Großen Almaty-Sees</a> aufgenommen. Auf einer Höhe von etwa 2500 Metern liegt dieser See nur etwa 15 Kilometer südlich von Kasachstans größter Stadt Almaty.</p>
<p><p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p></p>
<p style="text-align: justify">Zarina Nazarbaeva, Koordinatorin der in Kasachstan ansässigen <a href="http://snowleopardfoundation.kz/eng.htm">Snow Leopard Foundation</a>, hatte offensichtlich nicht erwartet, dass die von ihrer Organisation gestellten Fotofallen ein solches Ergebnis liefern würden. Schneeleoparden waren zuletzt 1986 in der Gegend fotografiert worden. Nazarbaeva betont gegenüber Vlast.kz, dass ihre Organisation bereits wusste, dass der Große Almaty-See ein Lebensraum für Leoparden war<em>. „Wir haben Spuren gefunden, es gibt Augenzeugenberichte, aber es gab bisher keine dokumentarischen Beweise. Der See und die umliegenden Berge sind das historische Territorium der Schneeleoparden“, </em>erläutert die Spezialistin.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Auswirkungen der in Kasachstan verhängten Anti-Corona-Maßnahmen?</strong></p>
<p style="text-align: justify">Die Snow Leopard Foundation hatte ihre Fotofallen zwischen März und Ende April aufgestellt. Aufgrund der seitdem in Kasachstan geltenden <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/kasachstan-quarantaene-in-almaty-und-nur-sultan/">Quarantänemaßnahmen</a> konnte sie diese jedoch erst Anfang Mai auswerten. Die Stiftung geht davon aus, dass die Entdeckung der Tiere in der Nähe des Großen Almaty-Sees <em>„mit der Abnahme der menschlichen Präsenz verbunden ist, die wiederum auf die Einführung der Quarantänemaßnahmen zurückzuführen ist. Zweifellos hat die Quarantäne die Aktivitäten wilder Tiere beeinflusst. Sie wurden mutiger.“</em></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/begehrt-gejagt-geschutzt-das-schicksal-der-schneeleoparden/">Begehrt, Gejagt, Geschützt – Das Schicksal der Schneeleoparden</a> </strong></p>
<p style="text-align: justify">Neben den beiden Schneeleoparden filmten die Kameras mehrere andere Arten. Ein Video, das auf dem <a href="https://www.instagram.com/snowleopard_kz/">Instagram-Account</a> der Snow Leopard Foundation hochgeladen wurde, zeigt einen Fuchs, einen Bären sowie mehrere Steinbock-Weibchen mit ihren Jungen. Die Geräte wurden im gesamten <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Ile-Alatau_National_Park">Nationalpark Ile-Alatau</a>, dessen Fläche rund 200.000 Hektar umfasst, installiert. Obwohl Bären schon zuvor im Nationalpark gesichtet worden waren, gelang es ebenfalls zum ersten Mal seit dem 20. Jahrhundert diese in der Nähe des Großen Almaty-Sees zu fotografieren.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Opfer von Wilderei und der Zerstörung des Lebensraums</strong></p>
<p style="text-align: justify">Die Snow Leopard Foundation wurde im Februar 2018 vom kasachischen Geschäftsmann Nurali Aliev gegründet. Aliev, Enkel des ehemaligen Präsidenten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nursultan_Nasarbajew">Nursultan Nazarbaev</a> und mehr für seine <a href="https://eurasianet.org/kazakhstan-nazarbayeva-often-eyed-as-successor-removed-as-senate-speaker">Auseinandersetzungen mit der britischen Justiz</a> als für sein Engagement für die Umwelt bekannt, wolle die Schneeleopardenpopulation in Kasachstan wiederherstellen heißt es auf der <a href="http://snowleopardfoundation.kz/">Webseite</a> der Stiftung. Um dieses Ziel zu erreichen plane die Stiftung laut Zarina Nazarbaeva ein Rehabilitationszentrum für Schneeleoparden in der Nähe des Großen Almaty-Sees zu errichten.</p>
<p style="text-align: justify">Der Schneeleopard ist eine Art, die seit 1997 von der Internationalen Union für die Bewahrung der Natur (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/IUCN">IUCN</a>) als „<a href="https://www.iucnredlist.org/species/22732/50664030#geographic-range">gefährdet</a>“ eingestuft wird. Die Art lebt nur in Asien auf einer Höhe von 500 bis 5000 Metern und in einem riesigen Gebirgsgebiet, das sich vom <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Himalaya">Himalaya</a> im Süden bis zum <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Altai">Altai</a> im Norden erstreckt. Die Organisation schätzt, dass die Gesamtzahl der Schneeleoparden derzeit zwischen 2.700 und 3.400 Exemplaren liegt. Von diesen würden 100 bis 200 in Kasachstan leben, hauptsächlich in den Bergen im Südosten des Landes.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/sieben-zentralasiatische-wildtierarten-die-unseren-schutz-benoetigen/">Sieben zentralasiatische Wildtierarten, die unseren Schutz benötigen</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Der Schneeleopard, dessen Population schrumpft, ist Opfer von Wilderei und Veränderungen in seinem Lebensraum. Obwohl er geschützt ist, wird er weiterhin wegen seines Pelzes gejagt, der mehrere tausend Dollar auf dem Schwarzmarkt einbringt. Doch auch wegen seiner Knochen, die in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet werden, ist das Tier begehrt. Darüber hinaus schrumpft der Lebensraum des Schneeleoparden beständig, was vor allem auf den Klimawandel, aber auch auf zunehmende Tourismus zurückzuführen ist. Im März 2019 stellte Sherry Young, Mitglied der NGO <a href="https://www.snowleopard.org/">Snow Leopard Trust</a>, gegenüber Novastan fest, dass <em>„der Anstieg der Durchschnittstemperatur den Bäumen ermöglicht, in immer höheren Lagen zu wachsen. Da der Schneeleopard in einer felsigen Umgebung lebt, reduziert die Anhebung der Baumgrenze seinen natürlichen Lebensraum.&#8220;</em> Schließlich erinnert Zarina Nazarbaeva daran, dass die unkontrollierte Entwicklung des Tourismus <em>„Schneeleoparden zur Migration zwingt“</em>.</p>
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<p style="text-align: justify">Um die letzten Vertreter der Art zu schützen, wurde ein umfangreiches, <a href="https://www.snowleopard.org/our-work/where-we-work/">zwischenstaatlich koordiniertes Programm</a> unter Federführung des Snow Leopard Trust eingerichtet. In 23 Zonen in fünf Ländern haben sich die DorfbewohnerInnen verpflichtet, der Wilderei entgegenzuwirken und den Schutz der Schneeleoparden zu fördern. Kasachstan nimmt jedoch nicht an dem Programm teil. Somit bleibt die entscheidende Frage offen: Werden die Aufnahmen in der Nähe des Großen Almaty-Sees die kasachischen Behörden davon überzeugen, die Schutzmaßnahmen für diese majestätische Katze auszuweiten?</p>
<p style="text-align: right"><strong>Quentin Couvreur, Redakteur für Novastan</strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Französischen von Robin Roth</strong></p>
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		<title>Tadschikistan: Rund 500 Tier- und Pflanzenarten bedroht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Asia Plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Apr 2019 07:51:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Artenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Bedrohte Arten]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Tadschikistan k&#xF6;nnte mehr als 250 Tierarten und circa 230 Pflanzenarten verlieren. Ursache f&#xFC;r das massenhafte Aussterben ist der Mensch. Der folgende Artikel erschien im russischsprachigen Original auf Asia-Plus. Wir &#xFC;bersetzen ihn mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. Mehr als 250 Tierarten sowie ungef&#xE4;hr 230 Pflanzenarten drohen in Tadschikistan aufgrund des menschlichen Einflusses zu verschwinden. Dies erkl&#xE4;rten [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Tadschikistan könnte mehr als 250 Tierarten und circa 230 Pflanzenarten verlieren. Ursache für das massenhafte Aussterben ist der Mensch. Der folgende Artikel erschien im russischsprachigen Original auf </strong><a href="https://news.tj/ru/news/tajikistan/society/20190422/tadzhikistan-mozhet-poteryat-bolee-250-vidov-zhivotnih-i-230-vidov-rastenii"><strong>Asia-Plus</strong></a><strong>. Wir übersetzen ihn mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Mehr als 250 Tierarten sowie ungefähr 230 Pflanzenarten drohen in Tadschikistan aufgrund des menschlichen Einflusses zu verschwinden. Dies erklärten anlässlich des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tag_der_Erde">Internationalen Tages der Erde</a> VertreterInnen der Naturschutzorganisation „Kleine Erde“. Laut der Organisation gibt es im Land mehr als 13.000 Tierarten und ungefähr 5.000 Pflanzenarten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Vereintes Handeln notwendig</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Timur Idrisow, ein Berater aus den Reihen von „Kleine Erde“, erklärt, dass derzeit ein massenhaftes Artensterben vonstatten gehe, dessen Gründe nicht von der Natur, sondern durch das Handeln des Menschen verursacht seien<em>. „Dies ist das schnellste Aussterben von Arten in den letzten 60 Millionen Jahren“</em>, sagt der Spezialist. Als Ursachen nennt Idrisow die Vernichtung von Lebensräumen, Wilderei und illegalen Handel, unbeständige Landwirtschaft, Umweltverschmutzung und Klimawandel.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>„Wenn wir nicht anfangen Maßnahmen zu ergreifen, welche dem Ausmaß und der Dringlichkeit des Problems entsprechen, kann das Artensterben zum dauerhaften Erbe des Menschen werden. […] Um die bedrohten Arten zu retten, müssen wir – Verbraucher, Pädagogen, geistliche Führer, Wissenschaftler, Politiker, Geschäftsleute, Bürgerrechtsaktivisten – mit vereinten Kräften zusammenarbeiten. Korallenriffs, Elefanten, Giraffen, Wale, Tiger  und selbst die gewöhnliche Biene bedürfen unseres Schutzes. Noch können wir das Artensterben aufhalten oder verlangsamen. Mit unserer Hilfe können viele Arten ihre Population erhalten, und verschwinden so nicht vollständig“</em>, meint Idrisow.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/sieben-zentralasiatische-wildtierarten-die-unseren-schutz-benoetigen/"><strong>Sieben zentralasiatische Wildtierarten, die unseren Schutz benötigen</strong></a><strong>         </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Das Rote Buch der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/IUCN">International Union for Conservation of Nature (IUCN)</a> umfasst 96.951 Arten, von denen 26.840 kurz vor dem Aussterben sind. In Tadschikistan erschien 2017 die zweite Auflage des (nationalen, Anm. d. Red.) Roten Buchs, das jene Tier- und Pflanzenarten aufführt, deren Bestände sich in einem kritischen Zustand befinden. Gemäß den Daten tadschikischer WissenschaftlerInnen gehen bei 90 Prozent der im Land beheimateten Flora und Fauna die Bestände zurück oder die Arten sind sogar vom Aussterben bedroht.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Verschwindende Arten</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kaspischer_Tiger">Kaspische Tiger</a> ist bereits komplett ausgestorben und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Menzbiers_Murmeltier">Menzbiers Murmeltier</a> ist auf dem Territorium Tadschikistans komplett verschwunden. Auch die Zahl an Asiatischen Kragentrappen ist aufgrund von Jagd stark zurückgegangen.</p>
<p style="text-align: justify;">Zu den bedrohten Pflanzenarten gehört unter anderem der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rhabarber_(Gattung)">Rhabarber</a>, weswegen es seit 2017 notwendig ist, für das Sammeln und den Verkauf der Pflanze eine Lizenz zu erhalten.  <em>„Das massenhafte Sammeln der Stängel bedroht die Existenz der besagten Pflanze“</em>, merken die WissenschaftlerInnen an.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/usbekistan/usbekistan-mehr-als-2000-bedrohte-trappen-ausgewildert/"><strong>Usbekistan: Mehr als 2000 Trappen ausgewildert</strong></a></p>
<p style="text-align: justify;">Laut ÖkologInnen fügt das unkontrollierte Weiden von Vieh den heimischen Pflanzen den größten Schaden zu. Ein weiteres Problem stellt die traditionelle Medizin dar. So werden <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Blindschlangen">Blindschlangen</a> beispielsweise als Mittel gegen Krebs, sowie für rituelle Bräuche verwendet. Heutzutage werden die Tiere vor allem in der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sughd">Provinz Sogd</a> illegal gejagt. Auch die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Levanteotter">Levanteotter</a> wurde ins Rote Buch aufgenommen. Dennoch macht die lokale Bevölkerung Jagd auf die Tiere, deren Zähne in der traditionellen Medizin Verwendung finden.</p>
<p style="text-align: justify;">In Bezug auf Arten, die ins Rote Buch aufgenommen wurden, sieht die tadschikische Gesetzgebung Geldstrafen in doppelter Höhe des verursachten Schadens vor.  Die „Rotbüchler“ befinden sich unter besonderem Schutz des Staates – die Verantwortung für sie trägt das Komitee für Umweltschutz.</p>
<p style="text-align: right;"><strong>Sajfiddin Karajew für </strong><a href="https://news.tj/ru/news/tajikistan/society/20190422/tadzhikistan-mozhet-poteryat-bolee-250-vidov-zhivotnih-i-230-vidov-rastenii"><strong>Asia-Plus</strong></a></p>
<p style="text-align: right;"><strong>Aus dem Russischen von Robin Roth</strong></p>
<p><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
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		<title>Sieben zentralasiatische Wildtierarten, die unseren Schutz benötigen</title>
		<link>https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/sieben-zentralasiatische-wildtierarten-die-unseren-schutz-benoetigen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Mar 2019 09:33:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Turkmenistan]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt & Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Artenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Bucharahirsch]]></category>
		<category><![CDATA[Isabellbär]]></category>
		<category><![CDATA[Kropfgazelle]]></category>
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		<category><![CDATA[Schneeleopard]]></category>
		<category><![CDATA[Schraubenziege]]></category>
		<category><![CDATA[Urial]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 3. M&#xE4;rz wird der internationale Tag des Artenschutzes begangen. Orient hat dies zum Anlass genommen sieben Wildtierarten vorzustellen, die auf dem Territorium der zentralasiatischen Staaten heimisch sind und eines besonderen Schutzes bed&#xFC;rfen. Wir &#xFC;bernehmen den Artikel mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. Der Schneeleopard Gem&#xE4;&#xDF; den Statistiken internationaler Naturschutzorganisationen bel&#xE4;uft sich die Zahl in freier [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Am 3. März wird der internationale </strong><a href="https://www.wildlifeday.org/"><strong>Tag des Artenschutzes</strong></a><strong> begangen. </strong><a href="http://orient.tm/ru/2019/03/03/23923.html"><strong>Orient</strong></a><strong> hat dies zum Anlass genommen sieben Wildtierarten vorzustellen, die auf dem Territorium der zentralasiatischen Staaten heimisch sind und eines besonderen Schutzes bedürfen. Wir übernehmen den Artikel mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Der Schneeleopard</strong></p>
<p><figure id="attachment_16499" aria-describedby="caption-attachment-16499" style="width: 800px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-16499" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/snow-leopard-leopard-panthera-uncia-cat-zoo-1.jpg" alt="Schneeleopard" width="800" height="534" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/snow-leopard-leopard-panthera-uncia-cat-zoo-1.jpg 800w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/snow-leopard-leopard-panthera-uncia-cat-zoo-1-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/snow-leopard-leopard-panthera-uncia-cat-zoo-1-768x513.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/snow-leopard-leopard-panthera-uncia-cat-zoo-1-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-16499" class="wp-caption-text">Schneeleopard</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify;">Gemäß den Statistiken internationaler Naturschutzorganisationen beläuft sich die Zahl in freier Wildbahn lebender <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schneeleopard">Schneeleoparden</a> auf 3000 bis 7000 Exemplare. Das Fell der Raubkatze war auf dem Weltmarkt stets gefragt und teuer. Bis zum vollständigen Verbot der Jagd auf diese Tiere betrug die jährliche Ausbeute nicht mehr als 1000 Felle.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Felle wurden in erster Linie zu Teppichen, Pelzmänteln und Kragen verarbeitet. Lange Zeit galt der Schneeleopard als gefährliches und Schaden bringendes Raubtier, weswegen die Jagd auf ihn rund ums Jahr erlaubt war. Es wurden sogar Prämien für das Erlegen eines Schneeleoparden vergeben. Auch nach lebenden Exemplaren bestand eine rege Nachfrage und ihr Verkauf ins Ausland erbrachte Gewinne.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kasachstan/expedition-bestatigt-leoparden-in-kasachstan/"><strong>Expedition bestätigt Leoparden in Kasachstan</strong></a></p>
<p style="text-align: justify;">2009 schenkte der turkmenische Präsident <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gurbanguly_Berdimuhamedow">Gurbanguly Berdymuchamedow</a> (dem damaligen russischen Ministerpräsidenten) Wladimir Putin zwei <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Persischer_Leopard">Persische Leoparden</a>. Dies war ein Hilfsbeitrag Turkmenistans, um die Population dieser Tiere im Kaukasus wiederherzustellen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Schraubenziege</strong></p>
<p><figure id="attachment_16493" aria-describedby="caption-attachment-16493" style="width: 800px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-16493" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/36186932513_a6495a92e6_c.jpg" alt="Schraubenziegen" width="800" height="534" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/36186932513_a6495a92e6_c.jpg 800w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/36186932513_a6495a92e6_c-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/36186932513_a6495a92e6_c-768x513.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/36186932513_a6495a92e6_c-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-16493" class="wp-caption-text">Schraubenziegen</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify;">Die meiste Zeit des Jahres verbringen Schraubenziegen auf einer Höhe von 1200 bis 2400 Metern über dem Meeresspiegel. Im Winter steigen sie hinab auf eine Höhe bis zu 800 Meter.</p>
<p style="text-align: justify;">Auf dem Territorium der postsowjetischen Staaten existieren nicht mehr als 1000 dieser Ziegen, in anderen Ländern sind es weit mehr. Auch wenn die Jagd auf diese Tiere verboten ist, hören Wilderer damit nicht auf.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Der Bucharahirsch</strong></p>
<p><figure id="attachment_16494" aria-describedby="caption-attachment-16494" style="width: 800px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-16494" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/8097437114_054ffcb4fe_c.jpg" alt="Bucharahirsch" width="800" height="534" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/8097437114_054ffcb4fe_c.jpg 800w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/8097437114_054ffcb4fe_c-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/8097437114_054ffcb4fe_c-768x513.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/8097437114_054ffcb4fe_c-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-16494" class="wp-caption-text">Bucharahirsch</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify;">Der Lebensraum des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bucharahirsch">Bucharahirsches</a> beschränkt sich auf Zentralasien. Bestandsaufnahmen, die auf Grundlage des von Turkmenistan, Kasachstan, Tadschikistan, Russland, dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/WWF">World Wide Fund for Nature (WWF)</a> und später auch Usbekistan unterzeichneten Memorandums zum Schutz des Bucharahirsches durchgeführt wurden, besagen, dass sich die Zahl dieser Tiere in den Naturreservaten erhöht.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Der Isabellbär</strong></p>
<p><figure id="attachment_16495" aria-describedby="caption-attachment-16495" style="width: 800px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-16495" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/Himalayan_Brown_Bear_With_Cubs.jpg" alt="Isabellbär" width="800" height="600" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/Himalayan_Brown_Bear_With_Cubs.jpg 800w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/Himalayan_Brown_Bear_With_Cubs-300x225.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/Himalayan_Brown_Bear_With_Cubs-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-16495" class="wp-caption-text">Isabellbär mit Jungen</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify;">Heutzutage ist der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Isabellb%C3%A4r">Isabellbär</a> oder auch Himalayabär, der früher überall in den Bergen Zentralasiens heimisch war, in den meisten Bezirken eine Seltenheit geworden. In anderen ist er bereits komplett verschwunden. Der Isabellbär wurde schon in das Rote Buch der Sowjetunion aufgenommen und heute befindet er sich in den Roten Büchern aller zentralasiatischen Länder.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Kropfgazelle</strong></p>
<p><figure id="attachment_16496" aria-describedby="caption-attachment-16496" style="width: 800px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-16496" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/32267327642_9cf5a2f46e_c.jpg" alt="Kropfgazelle" width="800" height="534" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/32267327642_9cf5a2f46e_c.jpg 800w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/32267327642_9cf5a2f46e_c-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/32267327642_9cf5a2f46e_c-768x513.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/32267327642_9cf5a2f46e_c-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-16496" class="wp-caption-text">Kropfgazelle</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify;">Kropfgazellen sind in der freien Wildbahn sehr verwundbar. In der Natur leben sie ungefähr sieben Jahre, in Zoos bis zu zehn Jahre. Sie sind in allen zentralasiatischen Ländern heimisch. Momentan haben Kropfgazellen den Status einer bedrohten Art inne, weswegen die Jagd auf sie verboten ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das Urial</strong></p>
<p><figure id="attachment_16497" aria-describedby="caption-attachment-16497" style="width: 800px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-16497" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/37782448431_98e945f0bc_c.jpg" alt="" width="800" height="534" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/37782448431_98e945f0bc_c.jpg 800w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/37782448431_98e945f0bc_c-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/37782448431_98e945f0bc_c-768x513.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/37782448431_98e945f0bc_c-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-16497" class="wp-caption-text">Urial</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify;">Das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Urial">Urial</a> lebt an den steilen Abhängen auf 6000 Metern über dem Meeresspiegel. Dieses Wildschaf ist in ganz Zentralasien sowie in Pakistan, in Indien und im Iran verbreitet. Uriale waren genau so wie Kropfgazellen Ziel unkontrollierter Wilderei.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das Marco-Polo-Schaf</strong></p>
<p><figure id="attachment_16498" aria-describedby="caption-attachment-16498" style="width: 800px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-16498" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/47279825091_b32d8993c1_c.jpg" alt="Argali" width="800" height="534" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/47279825091_b32d8993c1_c.jpg 800w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/47279825091_b32d8993c1_c-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/47279825091_b32d8993c1_c-768x513.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/03/47279825091_b32d8993c1_c-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-16498" class="wp-caption-text">Marco-Polo-Schaf</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify;">Das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Argali">Marco-Polo-Schaf</a> oder auch Argali ist ein typischer Vertreter der Huftiere. Die steigende Zahl ihrer Exemplare ermöglicht es auch andere Wildtiere zu bewahren. Ein Beispiel hierfür ist der Schneeleopard, auf dessen Speiseplan diese Wildschafe stehen. Eine Bestandserfassung aus dem Jahr 2018 geht von einer Gesamtpopulation von 27.000 Exemplaren aus.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="http://orient.tm/ru/2019/03/03/23923.html"><strong>Orient.tm</strong></a></p>
<p style="text-align: right;"><strong>Aus dem Russischen von Robin Roth</strong></p>
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