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	<title>Kinder der Unabhängigkeit Archives</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
	<lastBuildDate>Sun, 20 Aug 2023 16:27:36 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Kinder der Unabhängigkeit Archives</title>
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		<title>Elwira oder die aktivistische Jugend</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anastasiia Shevtsova]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Feb 2018 07:41:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Bischkek]]></category>
		<category><![CDATA[Elwira Kalmursajewa]]></category>
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		<category><![CDATA[OSZE Akademie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Rednerin, Coach, Projektorganisatorin: Mit 26 Jahren hat Elwira Kalmursajewa bereits viele verschiedene Standbeine. Die ehemalige Vorsitzende des kirgisischen Jugendparlaments und aktuelle Pr&#xE4;sidentin der zentralasiatischen Abteilung eines Debattierclubs &#xFC;ber ihre pers&#xF6;nliche Entwicklung als Frau, Aktivistin und B&#xFC;rgerin. Das Portrait ist Teil der Serie &#x201E;Kinder der Unabh&#xE4;ngigkeit&#x201C;, das in Zusammenarbeit mit der Fotojournalistin Val&#xE9;rie Baeriswyl entstanden ist. [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Rednerin, Coach, Projektorganisatorin: Mit 26 Jahren hat Elwira Kalmursajewa </strong><strong>bereits viele verschiedene Standbeine. Die ehemalige Vorsitzende des kirgisischen Jugendparlaments und aktuelle Präsidentin der zentralasiatischen Abteilung eines Debattierclubs über ihre persönliche Entwicklung als Frau, Aktivistin und Bürgerin. </strong></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Das Portrait ist Teil der Serie „<a href="https://novastan.org/de/tag/kinder-der-unabhangigkeit/">Kinder der Unabhängigkeit</a>“, das in Zusammenarbeit mit der Fotojournalistin Valérie Baeriswyl entstanden ist. </strong></p>
<p style="text-align: justify">Wenn man mit Elwira spricht, spürt man sofort ihre positive, jugendliche Energie. Seit mehr als sechs Jahren engagiert sich die junge Frau in verschiedenen Bildungs- und Empowermentorganisationen für Jugendliche. „<em>Ich arbeite in meinem Team mit zehn Personen – und ich sehe alle von ihnen als Vorbilder. Wenn ich diese jungen Menschen sehe, bin ich sehr optimistisch, was die Zukunft dieses Landes angeht.</em>“</p>
<p style="text-align: justify">Sie hofft, in Zukunft auch andere Menschen für ihre Organisation anwerben zu können – Menschen, die bereit sind, ihre Zeit, ihre Energie und ihre Überzeugung einzusetzen, um die kirgisische Gesellschaft zu gestalten, Menschen, die im Ausland gelebt und studiert haben, die zurückgekehrt sind und denen das Schicksal ihres Heimatlandes Kirgistans nicht gleichgültig ist.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Die kirgisischen Präsidentschaftswahlen: Die Wahl des geringsten Übels</strong></p>
<p style="text-align: justify">Vor der <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kirgistan-uber-40-kandidaten-zur-prasidentschaftswahl/">Präsidentschaftswahl</a> in Kirgistan, die am 15. Oktober letzten Jahres stattfanden, erklärte Elwira, sei sie geneigt gewesen, „gegen alle Kandidaten“ zu stimmen, wie es das kirgisische Wahlrecht erlaubt. Sie hatte jedoch Angst, dass ihre Stimme so nicht berücksichtigt würde und die Situation sich nicht verändern würde. Daher entschied sie sich, <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kirgistan-wird-autoritar-gesprach-mit-der-prasidentschaftskandidatin-rita-karasartowa/">Rita Karasartowa</a> zu unterstützen, eine Menschenrechtsaktivistin und Anwältin – eine Person mit den gleichen politischen Ideen. Die erste Frau, die sich zu dieser Wahl als Kandidatin meldete, musste aber letztendlich ihre Kandidatur zurückziehen: Ihr gelang es nicht, im Vorhinein die nötige Anzahl an Unterschriften zu sammeln.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kirgistan-wird-autoritar-gesprach-mit-der-prasidentschaftskandidatin-rita-karasartowa/">„Kirgistan wird autoritär“ – Gespräch mit der Präsidentschaftskandidatin Rita Karasartowa</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Am Ende wählte Elwira <a href="https://www.rferl.org/a/kyrgyzstan-presidential-candidates-profiles/28786966.html">Taalatbek Masadykow</a>, einen Experten im Bereich Konfliktforschung und Diplomatie. „<em>Auch wenn ich nicht mit allen seinen Ideen einverstanden bin – vor allem nicht, was das Militär betrifft –, schätze ich sein Programm, weil es auch die Gesundheit von Frauen berücksichtigt</em>.“</p>
<blockquote><p><em>Ich hatte gehofft, dass es einen zweiten Wahlgang geben würde. Das wäre ein Zeichen für wirklich gerechte Wahlen gewesen</em></p></blockquote>
<p style="text-align: justify">Elwiras Hoffnungen zum Trotz setzte sich <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kirgistan-dscheenbekow-sieger-der-prasidentschaftswahl/">der Kandidat Sooronbaj Dscheenbekow durch</a>, der vom ehemaligen Präsidenten, Almasbek Atambajew, unterstützt wurde. „<em>Ich hatte gehofft, dass es einen zweiten Wahlgang geben würde. Das wäre ein Zeichen für wirklich gerechte Wahlen gewesen</em>“, kommentiert die junge Frau. „<em>Die Menschen brauchen einen neuen Präsidenten, der aus einer anderen Partei kommt als der vorige Präsident.</em>“ Für sie ist es bereits genug, dass die sozialdemokratische Partei SDPK – der auch der derzeitige Präsident angehört – einen Großteil der Abgeordneten im Parlament stellt.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>„Mit 26 Jahren nicht verheiratet zu sein, ist ein großes Problem in der kirgisischen Gesellschaft“</strong></p>
<p style="text-align: justify">Schon sehr früh war Elwira unabhängig, „<em>vielleicht zu früh</em>“, wie sie sagt – mit 16 Jahren. Damals nahm sie an einem Austausch in die Vereinigten Staaten teil. Als sie zurückkam, ging sie nicht zurück in ihre Heimatstadt <a href="https://novastan.org/de/tag/naryn/">Naryn</a>, sondern begann in der Hauptstadt Bischkek zu studieren. Sie lebte allein, aber auch ihre Brüder und Schwestern wurden mit der Zeit erwachsen und zogen zum Studium nach Bischkek. Nach einiger Zeit folgte auch ihr Vater, der eine gemeinsame Wohnung in der Stadt anmietete. Nach einer so langen Zeit auf Distanz wollte er seine älteste Tochter wieder neu kennenlernen.</p>
<p style="text-align: justify">Zu dieser Zeit, erklärt Elwira, veränderte sich ihr Bild von Familie:  Nachdem sie ihren Abschluss gemacht hatte und zu arbeiten begann, begannen Verwandte, sie zu fragen, wann sie heiraten möchte. Elwira erinnert sich, wie sie damals antwortete: „<em>Nur weil ich heirate, macht das aus mir keinen besseren Menschen. Ich bin glücklich, weil ich das mache, was ich möchte – und ich fühle mich gut so.</em>“</p>
<blockquote><p><em>Nur weil ich heirate, macht das aus mir keinen besseren Menschen</em></p></blockquote>
<p style="text-align: justify">Im Gegensatz zu ihrer weiteren Verwandtschaft sind Elwiras Eltern ihr zufolge stolz darauf, dass sie unabhängig ist, selbst ihren Lebensunterhalt bestreiten kann und gleichzeitig ihre Familie unterstützen kann. Sie ist auch überzeugt, dass sie glücklich darüber sind, dass sie nicht das gleiche Ziel verfolgt wie die meisten jungen Frauen – zu heiraten – „<em>Das scheinbar ultimative Glück, für das der gängigen gesellschaftlichen Meinung nach alle Frauen geboren werden</em>“, wie sie erklärt.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kirgistan-40-starke-frauen-in-portrats/">40 starke Frauen in Porträts</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Ihre Mutter drängte alle Familienmitglieder dazu, zu studieren, die Töchter wie auch die Söhne. So machte auch Elwira ihren Bachelor in internationalen Beziehungen und einen Master in Politik- und Sicherheitsstudien an der <a href="http://www.osce-academy.net/">Akademie der OSZE</a> (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa). „<em>Ich bin die erste in meiner Familie, die einen Hochschulabschluss hat</em>“, verkündet sie mit Stolz.</p>
<figure id="attachment_12838" aria-describedby="caption-attachment-12838" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-12838" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/02/KGZ-jeunes-presidentielles-7-min-1024x683.jpg" alt="Kirgistan Porträt Elwira Jugend" width="1024" height="683" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/02/KGZ-jeunes-presidentielles-7-min-1024x683.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/02/KGZ-jeunes-presidentielles-7-min-1024x683-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/02/KGZ-jeunes-presidentielles-7-min-1024x683-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/02/KGZ-jeunes-presidentielles-7-min-1024x683-128x86.jpg 128w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-12838" class="wp-caption-text">Elwira ist die erste in ihrer Familie mit einem Hochschulabschluss</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify">Elwira sah mit an, wie ihre Mutter als <em>Kelin </em>(kirgisisch für „Schwiegertochter“, die zahlreiche Verpflichtungen dem Ehemann und seinen Eltern gegenüber hat) unter Diskriminierungen zu leiden hatte. Ihr Vater war der jüngste Sohn in der Familie und musste sich, der Tradition entsprechend, um seine Eltern kümmern – zusätzlich zu seinen vielen eigenen Kindern. Als <em>Kelin </em>war Elwiras Mutter über 25 Jahre hinweg quasi die „Dienerin“ dieses kleinen Kosmos und konnte sich nicht erlauben, etwas zu verweigern – auch nicht, als sie eine Arbeit fand oder sich um ihre eigenen Kinder kümmern musste.</p>
<p style="text-align: justify">Als Elwira älter wurde, begann sie, die Situation ihrer Mutter zu verstehen: „<em>Ich war nicht mehr begeistert von der Idee zu heiraten, als ich den großen Druck verstand, dem sie ausgesetzt war. Deswegen haben mein Partner und ich, bevor wir geheiratet haben, entschieden, erst einmal unsere Ansichten über Familie und Ehe auszutauschen.</em>“</p>
<p style="text-align: justify"><strong>„Ich war Feministin, noch bevor ich wusste, was das heißt“</strong></p>
<p style="text-align: justify">„<em>Ich kann nicht sagen, dass meine Familie liberal oder feministisch ist</em>“, betont Elwira, „<em>aber sie hatte auf jeden Fall einen Einfluss auf meine Denkweise und meine heutigen Ansichten</em>“. Elwira und ihre Familie kommen aus Naryn, ihrer Meinung nach „<em>einer sehr konservativen, mono-ethnischen kirgisischen Stadt</em>“. Trotzdem waren ihre Eltern liberaler als ihre Freund*innen. „<em>Mein Vater kommt nach seinem Arbeitstag nach Hause und kocht. Es kümmert ihn nicht, dass diese Hausarbeit der gängigen gesellschaftlichen Ansicht nach ‚den Frauen vorbehalten ist</em><em>‘</em>“, erzählt sie.</p>
<blockquote><p><em>Mein Vater kommt nach seinem Arbeitstag nach Hause und kocht.</em></p></blockquote>
<p style="text-align: justify">Zuhause teilen nicht alle dieselben Ansichten. Eine von Elwiras Schwestern ist praktizierende Muslima und betet fünfmal am Tag. Elwira gefällt es, kontroverse Themen anzusprechen – beispielsweise LGBT-Rechte, ein Thema, das unweigerlich zu Konflikten innerhalb der Familie führt. Als Feministin geht es Elwira darum, für Menschenrechte einzustehen. Auch wenn sich das zum Teil nicht mit religiösen Ansichten vereinbaren lässt, sei ihre Familie offen genug, ihre Meinung zu akzeptieren.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>„Der Mann bringt das Geld nach Hause und die Frau kümmert sich um den Haushalt“</strong></p>
<p style="text-align: justify">Elwira ist entschieden, Frauen zu unterstützen, die für ihre Rechte einstehen und ihre Meinung zu diesem Thema äußern. „<em>Die Lösung besteht darin, diese Denkweise zu  verändern und Frauen nicht länger als Opfer, sondern als essentielle menschliche Ressourcen für unser Land zu sehen</em>“, erklärt sie.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/sexismus-in-kirgistan/">Sexismus in Kirgistan</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Die Regierung ist noch nicht bereit, sich mit dieser Frage auseinanderzusetzen, und behält lieber den Status Quo bei. „<em>Die Aussagen aus der Politik sind im Allgemeinen populistisch und betonen das Bild des Mannes, der das Geld nach Hause bringt, und das der Frau, die sich um den Haushalt kümmert</em>“, so Elwira. Den Staat selbst bezeichnet die junge Frau als „patriarchal“, vor allem auf institutioneller Ebene. Nur <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/keine-burgermeisterin-in-kirgistan/">18 Frauen</a> sitzen derzeit im kirgisischen Parlament – von insgesamt 120 Abgeordneten. „<em>Ich denke, die Politiker*innen müssen ihren Diskurs und ihr Männer- und Frauenbild verändern. Erst wenn das passiert, wird sich auch die Gesellschaft verändern.</em>“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: right">                                                                                              <strong>Anastasiia Shevtsova<br />
Journalistin bei Novastan</strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Französischen von Annkatrin Müller</strong></p>
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<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
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		<title>Daniyar – ein moderner Nomade</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Clara Marchaud]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Feb 2018 19:04:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Guide]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffnung]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder der Unabhängigkeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fr&#xFC;her Dorfjunge, heute ist Daniyar Touristenguide in Kirgistan. Mit Novastan hat er &#xFC;ber seinen Lebensweg, das Reisen und die Hoffnung auf eine gute Zukunft f&#xFC;r sein Land gesprochen.&#xA0;Dieses Portr&#xE4;t ist Teil der Serie &#x201E;Kinder der Unabh&#xE4;ngigkeit&#x201C;, die gemeinsam mit der Fotojournalistin Val&#xE9;rie Baeriswyl entstand. Anders als die deutschen und franz&#xF6;sischen Touristen, die er um den [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Früher Dorfjunge, heute ist Daniyar Touristenguide in Kirgistan. Mit Novastan hat er über seinen Lebensweg, das Reisen und die Hoffnung auf eine gute Zukunft für sein Land gesprochen. </strong><strong>Dieses Porträt ist Teil der Serie „Kinder der Unabhängigkeit“, die gemeinsam mit der Fotojournalistin </strong><a href="http://www.valeriebaeriswyl.com/"><strong>Valérie Baeriswyl</strong></a><strong> entstand.</strong></p>
<p style="text-align: justify">Anders als die deutschen und französischen Touristen, die er um den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Songk%C3%B6l">Songköl-See</a> im Herzen Kirgistans herumführt, hat Daniyar das Pferd, das ihm seine Nachbarn geliehen haben, fest im Zaum. Ein Ruf genügt und das Pferd steht, eine Geste und es läuft weiter. Man spürt den gegenseitigen Respekt zwischen Tier und Mensch. „Ich reite, seit ich sieben bin“, bemerkt Daniyar. Der Dreiundzwanzigjährige galoppiert bis zu seiner Gruppe und führt sie in 3000 Höhenmetern den langen Weg entlang am „Blauen See“ zurück.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Kirgistan im Herzen</strong></p>
<p style="text-align: justify">Zurück in der Hauptstadt Bischkek, trifft sich Daniyar mit uns in den Räumlichkeiten der <a href="http://www.tuk.kg/index.php?option=com_frontpage&amp;Itemid=1">Trekking Union Kyrgyzstan</a>, wo er seit Mai 2017 arbeitet. Inmitten einer Menge Skiausrüstung, Kletterseilen und Trekkingstöcken berichtet er, wie er auf die Idee kam, Touristen aus aller Welt durch Kirgistan zu führen.</p>
<p style="text-align: justify">Daniyar ist in Bischkek geboren. Hier arbeiten sein Vater als Taxifahrer und seine Mutter als Buchhalterin. Ursprünglich kommt die Familie aus <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Kochkor">Kochkor</a>, einem Dorf im Zentrum Kirgistans, unweit des Songköl-See. Lächelnd erzählt er, wie er zwischen Bischkek und einem <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Yaylak">Yaylak</a>, einer traditionellen Sommerweide in den Bergen, aufwuchs.</p>
<p style="text-align: justify">Daniyar spricht mit glänzenden Augen von Kochkor. „<em>Ich komme von dort</em>“, ebenso wie die zwei Generationen vor ihm, berichtet er stolz. Jeden Sommer trifft sich die Familie in der Gegend am Songköl-See, wo sie einen oder zwei Monate lang in Jurten lebt und das Vieh weiden lässt. An einem Wochenende im Oktober begleitet Daniyar Besucher auf einer Tour um den See, der vor allem während der Herbstzeit einer der am meisten besuchten Orte des Landes ist.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Einmal die Fjorde Norwegens sehen</strong></p>
<p style="text-align: justify">Nach seinem Schulabschluss in Bischkek begann der junge Mann ein Studium im Tourismusbereich und absolvierte währendessen bereits Praktika bei der Trekking Union Kyrgyzstan, wo er später als Freiwilliger arbeitete. „<em>Dadurch kehrte ich jedes Wochenende in die Berge zurück</em>“, erinnert er sich. Seit ihrer Gründung 2002, an der unter anderen ein norwegischer Diplomat beteiligt war, organisiert die Union umweltfreundliche Exkursionen.</p>
<p style="text-align: justify">Nach Abschluss seines Studiums bekam Daniyar eine der beiden Festanstellungen der Organisation, bei der mehrheitlich freiwillige Tourenguides arbeiten. Unter der Woche kümmert er sich vor allem um die Organisation der Wanderungen und Veranstaltungen an den Wochenenden. Samstag und Sonntag findet man ihn, auch wenn es noch sehr früh ist, stets mit einem Lächeln auf den Lippen vor dem Büro, wo er die Touristen empfängt, die sich dort sammeln, um die herrliche Natur in der Umgebung zu erwandern.</p>
<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kinder-der-unabhangigkeit-in-bischkek/">Kinder der Unabhängigkeit in Bischkek</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Daniyar hat oft darüber nachgedacht, andere Länder zu bereisen. Als erstes möchte er Norwegen und die Fjorde sehen. Das skandinavische Land ist „<em>sein Traum</em>“, den er sich „<em>in zwei, höchstens drei Jahre</em>n“ unbedingt erfüllt haben will. Doch zunächst möchte er alle Regionen Kirgistans kennenlernen. „<em>Wie soll ich die Liebe zu meinem Land an andere weitergeben, wenn ich es nicht genau kenne?</em>“, fragt er.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Zehn Liter Kumys als Geschenk</strong></p>
<p style="text-align: justify">Fragt man ihn, woher diese Liebe zu seinem Land kommt, antwortet er sofort: „<em>Besonders und vor allem anderen: Durch die Leute</em>“. Laut Daniyar behandeln die Kirgisen ihre Besucher herzlich und mit Neugier. „<em>Wenn ich allein wandere, fragen sie mich oft, woher ich komme, und laden mich zum Essen ein… ich bin noch nie ohne zehn Liter Kumys</em> (das Nationalgetränk: vergorene Stutenmilch)<em> zurückgekehrt!</em>“, schwärmt er.</p>
<p style="text-align: justify">Daniyar ist es auch wichtig, die Traditionen seines Lands zu bewahren. Seit Kurzem nimmt er Unterricht im Komuz-Spielen, dem gitarrenähnlichen kirgisischen Musikinstrument, das vor allem in der muslimischen Tradition eine bedeutende Rolle spielt. Denn Muslim sei er, obwohl er auf Wodka nicht ganz verzichten würde.</p>
<p><strong>Lest auch bei Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kinder-der-unabhangigkeit-maxim-und-der-tv-apolitismus/"><strong>Kinder der Unabhängigkeit: Maxim und der TV-Apolitismus</strong></a></p>
<p style="text-align: justify">Wie so viele zentralasiatische Muslime glaubt der junge Mann zwar an Allah, doch er „<em>praktiziere nicht</em>“. 85 % der Kirgisen sind muslimischen Glaubens, auch wenn ihn nur wenige tatsächlich ausüben. Das rührt vielleicht auch noch von der Sowjetzeit her, als diese Religion verboten war. Daniyar geht nicht in die Moschee und betet auch nicht, doch er wünscht sich von seiner künftigen Frau, dass sie nach der Hochzeit für einige Zeit einen Schleier trägt.</p>
<figure id="attachment_12774" aria-describedby="caption-attachment-12774" style="width: 1600px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-12774 size-full" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/02/KGZ-jeunes-presidentielles-11-1.jpg" alt="Kirgistan, Präsident, Guide" width="1600" height="1067" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/02/KGZ-jeunes-presidentielles-11-1.jpg 1600w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/02/KGZ-jeunes-presidentielles-11-1-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/02/KGZ-jeunes-presidentielles-11-1-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/02/KGZ-jeunes-presidentielles-11-1-1024x683.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/02/KGZ-jeunes-presidentielles-11-1-1300x867.jpg 1300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/02/KGZ-jeunes-presidentielles-11-1-128x86.jpg 128w" sizes="(max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /><figcaption id="caption-attachment-12774" class="wp-caption-text">Daniyar hat bereits fast alle Regionen Kirgistans besucht</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify">Hätte er die Wahl, würde er ein einfaches Nomadenleben in einem Yaylak führen. „<em>Aber so wie die echten Nomaden, die nicht mit der Außenwelt verbunden sind</em>“, betont er. „<em>Doch im 21. Jahrhundert ohne Elektronik zu leben, das wäre schlecht für die Entwicklung des Landes</em>“, fügt er hinzu.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>„Ich möchte Präsident Kirgistans werden“</strong></p>
<p style="text-align: justify">Daniyar glaubt daran, dass der Tourismus einer der Schlüsselfaktoren für die wirtschaftliche Entwicklung Kirgistans ist, ebenso wie die Steigerung des Exporthandels, vor allem landwirtschaftlicher Produkte. Seit einigen Jahren kommt das Land bei Wanderern als Reiseziel immer mehr in Mode. „Wir haben viele schöne Gegenden zu bieten, aber es mangelt noch an qualifizierten Mitarbeitern“, erklärt er. Der junge Mann hat eine Menge Ideen und seine Worte sind voller Hoffnung für sein Land.</p>
<p><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kinder-der-unabhangigkeit-adilias-doppelter-einsatz/"><strong>Kinder der Unabhängigkeit: Adilias doppelter Einsatz</strong></a></p>
<p style="text-align: justify">Er ist davon überzeugt, dass es möglich ist, alle fünfeinhalb Millionen Bürger Kirgistans in Lohn und Brot zu bringen. „<em>Eigentlich wäre ich schon gern der Präsident Kirgistans</em>“, scherzt er. „<em>Ich weiß, wie die einfachen Leute leben und es geht mir wirklich schlecht, wenn ich die Arbeit unserer Politiker betrachte. Ich liebe mein Land und ich möchte dafür arbeiten, ohne mich daran zu bereichern</em>“, fügt er ernst hinzu. Präsident vielleicht. Aber wie sieht er die nähere Zukunft? „<em>Vielleicht starte ich mein eigenes Tourismusunternehmen. Warum nicht, solange man noch jung ist?</em>“</p>
<p style="text-align: right"><strong>Clara Marchaud</strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Französischen von Elisabeth Rudolph</strong></p>
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		<title>Kinder  der Unabhängigkeit: Maxim und der TV-Apolitismus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anastasiia Shevtsova]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Oct 2017 11:34:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[AUCA]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder der Unabhängigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Maxim Poletajew]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Porträt]]></category>
		<category><![CDATA[Präsidentschaftswahl 2017]]></category>
		<category><![CDATA[TV-Moderator]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Moderator Maxim Poletajew ist durch seine Stimme in Kirgistan sehr bekannt geworden. Seine zahlreichen &#xF6;ffentlichen Auftritte im Fernsehauftritte oder bei Events bescherten ihm eine gewisse Redefreiheit. &#xA0; Dieses Portr&#xE4;t ist Teil der Reihe &#x201E;Kinder der Unabh&#xE4;ngigkeit&#x201C;, eine Zusammenarbeit mit der Fotojournalistin Val&#xE9;rie Baeriswyl. Maxim Poletajew ist eine Pers&#xF6;nlichkeit in der kirgisischen Fernsehlandschaft. Der Moderator, [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Der Moderator Maxim Poletajew ist durch seine Stimme in Kirgistan sehr bekannt geworden. Seine zahlreichen öffentlichen Auftritte im Fernsehauftritte oder bei Events bescherten ihm eine gewisse Redefreiheit.  </strong></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Dieses Porträt ist Teil der Reihe „</strong><em><strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kinder-der-unabhangigkeit-in-bischkek/">Kinder der Unabhängigkeit</a></strong></em><strong>“, eine Zusammenarbeit mit der Fotojournalistin</strong> <a href="http://valeriebaeriswyl.com/"><em><strong>Valérie Baeriswyl</strong></em></a><strong><em>.</em></strong></p>
<p style="text-align: justify">Maxim Poletajew ist eine Persönlichkeit in der kirgisischen Fernsehlandschaft. Der Moderator, der mitunter mehrere Talk-Shows in Kirgistan organisiert hat, könnte stundenlang über Politik reden.</p>
<p style="text-align: justify">Man könnte ihm dabei auch stundenlang zuhören. Er analysiert mich Leichtigkeit die kirgisische Innen- und Außenpolitik und kann auch historische Parallelen für die aktuelle Lage in seinem Land ziehen: „<em>In unserem Land ist die Lage letztendlich deutlich besser als bei unseren Nachbarn (Kasachstan oder Usbekistan). Es gibt eine richtige Entwicklung und wir haben nicht das Gefühl, dass das Ergebnis, unabhängig von unserer Stimme, schon längst bekannt ist</em>“, beschreibt et.</p>
<p style="text-align: justify">Obwohl er beim Fernsehen arbeitet, will sich Maxim jedoch nicht als Journalist bezeichnen. „<em>Man kann sagen, dass ich im Bereich der Medien arbeite, auch wenn ich mich nicht einen Journalisten nennen kann. Ich bin es nur zum Teil: Ich lehre an der Amerikanischen Universität Zentralasiens (AUCA) und habe mehrere Nebenprojekte, die mit der Medienindustrie zu tun haben</em>“, erzählt der 28-Jährige, der ursprünglich aus Russland kommt.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>„Die Zivilgesellschaft entwickelt sich“</strong></p>
<p style="text-align: justify">Für ihn ist Aktivismus eine gute Sache. So diskutiert die kirgisische Jugend besonders auf sozialen Medien aktiv über Wahlfälschungen und Stimmenkauf. Auch die Programme der jeweiligen Präsidentschaftskandidaten liefern Gesprächsstoff.</p>
<p style="text-align: justify">Laut dem Fernsehmoderator, der die Journalismusschule der AUCA absolviert hat, wollen die Leute fühlen, dass sie am Geschehen teilhaben können, dass etwas von ihnen abhängt. Aber Maxim gibt auch an, dass die Diskussionen im Internet zu keinen konkreten Aktionen führen. „<em>Auf Facebook oder auf anderen sozialen Netzwerken ist alles möglich, aber ich habe bisher noch keine jugen Leute gesehen, die ihre Tastatur verlassen hätten, um als Bürger etwas Konkretes zu verlangen. Es sei denn, sie sind bezahlt, wirklich von Herzen motiviert oder durch Not angetrieben</em>“, sagt er.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/prasidentschaftswahl-alles-steht-bereit-fur-drei-millionen-kirgisische-wahler/">Alles steht bereit für drei Millionen kirgisische Wähler</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Obwohl er eine Medienpersönlichkeit ist, sieht sich Maxim nicht als repräsentativ für die kirgisische Jugend und möchte ihr nicht als Sprachrohr dienen. Der Moderator, der in der Haupstadt Bischkek lebt, ist der Ansicht, die meisten 25- bis 30-Jährigen wollen vor allem „gegen Alle“ wählen (auf den Wahlzetteln besteht diese Möglichkeit für die Wähler, die keinen der Kandidaten unterstützen möchten, Anm. d. Red.).</p>
<p style="text-align: justify"><strong>„Ich selbst wähle nicht, rufe aber alle dazu auf zu wählen“</strong></p>
<p style="text-align: justify">Maxim gibt an üblicherweise an, nicht zu wählen. Er gibt zu, dass es ein Widerspruch zu seiner Position ist und er vor allem seine bürgerliche Pflicht nicht erfüllt. „<em>Wie schon alle meine Ahnen habe ich, ein Frunser</em> (Frunse ist der alte Name der kirgisischen Hauptstadt Bischkek, Anm. d. Red.), <em>noch keine Veränderungen durch Wahlen beobachtet</em>“, gibt er an.</p>
<p style="text-align: justify">Auf die Frage, für wen er wählen würde, stünde er doch in der Wahlkabine, gibt er keine Antwort. Er sagt, er habe alle Wahlprogramme und Ankündigungen der Kandidaten gelesen, die zu allen Fragen nur von einem beängstigenden Chauvinismus zeugen. Für ein Land wie Kirgistan mit seiner ethnischen und religiösen Vielfalt sei eine differenziertere Herangehensweise gefragt.</p>
<figure id="attachment_11092" aria-describedby="caption-attachment-11092" style="width: 1460px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-11092 size-full" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/10/unnamed.jpg" alt="Maxim Poletajew" width="1460" height="974" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/10/unnamed.jpg 1460w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/10/unnamed-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/10/unnamed-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/10/unnamed-1024x683.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/10/unnamed-1300x867.jpg 1300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/10/unnamed-128x86.jpg 128w" sizes="(max-width: 1460px) 100vw, 1460px" /><figcaption id="caption-attachment-11092" class="wp-caption-text">Maxim Poletajew erwartet nichts von den kirgisischen Politikern</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify"><strong>Populistische Kandidaten </strong></p>
<p style="text-align: justify">Maxim schätzt den politischen Pluralismus, schätzt die Kandidaten aber als viel zu populistisch ein: Sie sagen, was die Leute erwarten. Jeder Kandidat sei für alle guten Sachen und gegen alles Schlechte.</p>
<p style="text-align: justify">Der Moderator denkt, dass alles sich zwischen den zwei Hauptkandidaten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sooronbai_Dscheenbekow">Sooronbai Dscheenbekow</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96m%C3%BCrbek_Babanow">Omurbek Babanow</a> abspielen wird. „<em>Ich sehe keine einzige lahme Ente, die alleine genug Stimmen anziehen könnte, dass wir am 16. Oktober zu einer Überraschung aufwachen</em>“, bedauert er.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Eine Präsidentin ist unwahlrscheinlich </strong></p>
<p style="text-align: justify">Die Option eines Sieges von Toktayim Umetalijewa, einzige Frau unter den 12 Kandidaten, scheint ihm unwahrscheinlich. Für Maxim ist die kirgisische Gesellschaft zu patriarchal dafür. „<em>Eine Frau als Kandidatin, das ist super, aber inwiefern würde die Gesellschaft das akzeptieren&#8230; Je weiter die Machtvertikale dekonstruiert wird, desto mehr Bürger sind bereit, für eine Kandidatin zu stimmen</em>“, schätzt er.</p>
<p style="text-align: justify">Maxim gehört zu der Jugend, die nach dem Ende der Sowjetunion, in der noch eine klar definierte Ideologie herrschte, aufgewachsen ist. Die 1990er hätten viel Wandel mit sich gebracht, besonders was die Religion angeht, deren Einfluss in Zentralasien immer stärker wird.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Kirgistan ist eine „demokratische Insel in Zentralasien“ geworden </strong></p>
<p style="text-align: justify">Für Maxim gibt die Religion auf komplizierte Fragen viel zu einfache Antworten. „<em>Eben wegen dieser einfachen Antworten entstehen radikale, fundamentalistische und extremistische Strömungen. Bei uns gibt es leider keine sehr weise Regulierung in dem Bereich. Ich möchte mir nicht ausmalen, wozu das führen kann</em>“, fürchtet er.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kinder-der-unabhangigkeit-adilias-doppelter-einsatz/">Kinder der Unabhängigkeit – Adilias doppelter Einsatz</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Obwohl bei der Wahl schon viel entschieden zu sein scheint, bemerkt Maxim, dass Kirgistan anders ist als die anderen postsowjetischen Länder. Denn hier wählen Menschen, um zu bestätigen, was sie nicht verstehen. „<em>Auch wenn wir uns mehr oder weniger erfolgreich zu dieser ‚demokratischen Insel Zentralasiens‘ entwickelt haben, haben wir es meiner Meinung dennoch heute geschafft</em>“, beendet der Journalist mit Stolz.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Anastasiia Shevtsova</strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Französischen von Florian Coppenrath</strong></p>
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		<title>Kinder der Unabhängigkeit: Adilias doppelter Einsatz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Clara Marchaud]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Oct 2017 10:15:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder der Unabhängigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Porträt]]></category>
		<category><![CDATA[Präsidentschaftswahl 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als Frau und als Muslimin erlebt Adilia Temirkanowa t&#xE4;glich Diskriminierung. Dabei ist die 22-j&#xE4;hrige Soziologin davon &#xFC;berzeugt, dass ihr Land sich bessern wird. Kirgistan erwartet eine Zukunft in&#xA0; Unabh&#xE4;ngigkeit, glaubt sie, wenn der Pr&#xE4;sidentschaftskandidat Sooronbaj Dscheenbekow an die Macht kommt. Dieses Portr&#xE4;t ist Teil der Reihe &#x201E;Kinder der Unabh&#xE4;ngigkeit&#x201C;, eine Zusammenarbeit mit der Fotojournalistin Val&#xE9;rie [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Als Frau und als Muslimin erlebt Adilia Temirkanowa täglich Diskriminierung. Dabei ist die 22-jährige Soziologin davon überzeugt, dass ihr Land sich bessern wird. Kirgistan erwartet eine Zukunft in  Unabhängigkeit, glaubt sie, wenn der Präsidentschaftskandidat Sooronbaj Dscheenbekow an die Macht kommt.</strong></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Dieses Porträt ist Teil der Reihe „</strong><strong><em><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kinder-der-unabhangigkeit-in-bischkek/">Kinder der Unabhängigkeit</a></em>“, eine Zusammenarbeit mit der Fotojournalistin</strong> <a href="http://valeriebaeriswyl.com/"><strong><em>Valérie Baeriswyl</em></strong></a><em><strong>.</strong></em></p>
<p style="text-align: justify">Woher zieht sie nur diese ganze Energie? Sie ist elegant, ungeduldig, verspielt: Bereits in wenigen Minuten mit Adilia Temirkanowa lernt man de Charakter dieser jungen Absolventin der <em><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/die-amerikanische-universitt-zentralasiens-feiert-ihr-neues-gesicht/">American University of Central Asia</a></em> kennen. „<em>Ich weiß nicht, wann sie die Zeit finden, zu schlafen</em>“, erzählt eine ihrer Freundinnen vor dem Treffen.</p>
<p style="text-align: justify">Nach dem Abschluss ihres Soziologie-Bachelors realisierte Adilia mehrere Praktika und Freelance-Forschungsprojekte. Heute ist sie Datenanalytikerin für das Institut für Islamische Forschung und Studien. „<em>Dabei arbeite ich in Wahrheit parallel an drei oder vier Projekten für verschiedene Institutionen&#8230;</em>“, ergänzt sie.</p>
<p style="text-align: justify">Vielseitig  ist sie. Fragt man sie nach ihren Hobbies, so sagt sie, sie „<em>interessiere sich für alles</em>“. Tatsächlich: Reiten, Malerei, Mode, Kochen, Joga, außerdem Onlinekurse der UNO über Gender und nachhaltige Entwicklung. Die Arbeit ist immer nur einen Schritt weit weg. „<em>Als Soziologe forscht man ständig zu allem, was man sieht.</em>“ Momentan beschäftigt sich die junge Frau mit der Subkultur des Hidschab in Kirgistan, ein Thema, das ihr seit langem am Herzen liegt.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>„Der Islam und die Soziologie haben mich zu einer Feministin gemacht“ </strong></p>
<p style="text-align: justify">Mit 17, kurz vor ihrem Studium, entschied sich Adilia dazu, das Kopftuch zu tragen. „<em>Ich betete bereits seit langer Zeit, wollte es aber erst nicht tragen. Erst mit 16 habe ich angefangen, darüber nachzudenken</em>“, erklärt sie. Während sie erwachsen wurde merkte Adilia, wie der Blick der Männer auf sie sich änderte. „<em>Ich hatte das schreckliche Gefühl ein sexuelles Objekt zu sein</em>“, erzählt sie mit Abscheu. In den öffentlichen Transportmitteln, in den Parks wurden ihr die Blicke und Worte zur Last. Das Kopftuch war für sie wie eine Befreiung. „<em>Ich habe mich endlich frei, mich wie ich selbst gefühlt.</em>“</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/16-frauenportraets-aus-osch-kirgistan/">16 Frauenporträts aus Osch, Kirgistan</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Doch schon bald ging die Diskriminierung weiter. Sie, die ihre Bachelorarbeit über die Einstellung junger Musliminen in ihrer beruflichen Entwicklung geschrieben hatte, stand mit ihrem Kopftuch plötzliche vor verschlossenen Türen. „<em>Entschuldigen Sie, sind Sie bedeckt? Ich muss Sie bitten zu gehen</em>“, sagte man ihr ein mal bei einem Jobinterview in einer internationalen Organisation.</p>
<figure id="attachment_11038" aria-describedby="caption-attachment-11038" style="width: 683px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-11038 size-full" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/10/KGZ-jeunes-presidentielles-11-683x1024.jpg" alt="Adilia Temirbekowa Porträt Jugend Kirgistan" width="683" height="1024" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/10/KGZ-jeunes-presidentielles-11-683x1024.jpg 683w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/10/KGZ-jeunes-presidentielles-11-683x1024-200x300.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption id="caption-attachment-11038" class="wp-caption-text">&#8222;Ich möchte zeigen, dass der Hidschab etwas schönes ist&#8220;</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify">Diese impliziten und expliziten Diskriminierungen dürfen für die junge Frau nicht verschwiegen werden. Sie fing also an, ihre Geschichten ihren Freunden und Kommilitonen zu erzählen. „<em>Du bist zu negativ</em>“, antwortete man ihr. Doch auch das entmutigte sie nicht&#8230;</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Die Soziologie und der Islam haben mich zu einer Feministin gemacht</em>“, steht stolz auf ihrem Facebook-Profil. Und sie wiederholt den Satz Wort für Wort. Die Soziologie durchtränkt Adilias Worte, sie kommt immer wieder darauf zurück. Während sie ihre Geschichte erzählt analysiert die junge Kirgisin, denkt nach und versucht,  sich selbst zu verstehen und ihre Entscheidungen zu rechtfertigen. „<em>Ich bin so stolz, Soziologie studiert zu haben. Das hat wirklich meine Art zu denken verändert</em>“, sagt sie.</p>
<p style="text-align: justify">Sie erklärt und erzählt aus ihrer und aus fremder Perspektive, durchlebt soziale Phänomene und nimmt sie bewusst war. Das Kopftuch? „<em>Ein Einfluss meiner Umgebung. Meine Mutter trägt es auch.</em>“ Warum sie bis zur Hochzeit bei ihren Eltern bleibt ? „<em>Das ist der Tradition religiöser Familien</em>“, antwortet sie.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Für ein unabhängiges Kirgistan</strong></p>
<p style="text-align: justify">Die Religion ist nicht das einzige Erbe, das Adilia von ihrer Familie zieht. Als gute Soziologin ergänzt sie, dass auch Politik ein gängiges Gesprächsthema bei den Temirkanovs ist. Alle sind oder waren im Bereich der Regierungsorganisationen aktiv. Dementsprechend beschäftigt sie auch die kommende <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kirgisische-prasidentschaftswahl-wer-ist-im-rennen/">Präsidentschaftswahl am 15. Oktober.</a></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: </strong><strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/prasidentschaftswahlen-premier-dscheenbekow-moglicher-nachfolger-atambajews/">Dscheenbekow – Möglicher Nachfolger Atambajews</a> </strong></p>
<p style="text-align: justify">Die junge Frau macht keinen Hehl daraus, dass sie den Kandidaten der Präsidentenpartei, Sooronbaj Dscheenbekow, unterstützt. „<em>Kirgistan braucht einen ehrlichen Mann</em>“, erklärt sie. Jenseits des sozialdemokratischen Kandidaten Dscheenbekow verteidigt sie vor allem die Regierungsbilanz des noch amtierenden Präsidenten Almasbek Atambajew. Dieser habe die kirgisische Unabhängigkeit gegen ausländischen Einfluss verteidigt. Der Gegenkandidat Omurbek Babanow ist laut Adilia „<em>Kasachstan zu nah</em>“. Das Fernsehduell der beiden Favoriten am 4. Oktober hat ihre Wahl nur bekräftigt.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Muslimische Frauen inspirieren</strong></p>
<p style="text-align: justify">Momentan bereitet sich Adilia auf die Online-Universität für Naturmedizin vor. Sie möchte Kurse zur Ernährung verfolgen, um einen gesunden Lebensstil zu verbreiten. „<em>In meiner Freizeit arbeite ich auch ein wenig als Modell. Ich möchte zeigen, dass der Hidschab etwas schönes ist</em>“, erzählt sie und zeigt ein Bild auf ihrem Smartphone. Ihr Traum ist es, ein anderes Bild muslimischer Frauen zu zeigen und Frauen in ihrer persönlichen Entwicklung zu inspirieren.</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Feministin sein, das bedeutet die sexuelle Gewalt, die Islamophobie und die Ungleichheit zu bekämpfen</em>“, erklärt sie. Kurz vor der Präsidentschaftswahl hofft Adilia, „<em>dass sie Regierung bedeckte Frauen unterstützen wird und der Gesellschaft zeigen wird, dass sie Bürgerinnen sind wie alle anderen auch.</em>“</p>
<p style="text-align: right"><strong>Clara Marchaud</strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Französischen von Florian Coppenrath</strong></p>
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		<title>Kinder der Unabhängigkeit in Bischkek</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Clara Marchaud]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Oct 2017 17:11:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Bischkek]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder der Unabhängigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Porträt]]></category>
		<category><![CDATA[Reihe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In den kommenden Wochen l&#xE4;dt euch Novastan dazu ein die Jugend der kirgisischen Hauptstadt in einer Portr&#xE4;treihe kennenzulernen. Was sind kurz vor der Pr&#xE4;sidentschaftswahl die Fragen, Hoffnungen und Tr&#xE4;ume der Kinder der Unabh&#xE4;ngigkeit?&#xA0; Die Kinder der kirgisischen Unabh&#xE4;ngigkeit im August 1991 sind heute zwischen 20 und 30 Jahre alt. Im Gegensatz zu ihren Eltern haben [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>In den kommenden Wochen lädt euch Novastan dazu ein die Jugend der kirgisischen Hauptstadt in einer Porträtreihe kennenzulernen. Was sind kurz vor der Präsidentschaftswahl die Fragen, Hoffnungen und Träume der Kinder der Unabhängigkeit?  </strong></p>
<p style="text-align: justify">Die Kinder der kirgisischen Unabhängigkeit im August 1991 sind heute zwischen 20 und 30 Jahre alt. Im Gegensatz zu ihren Eltern haben sie die Politik und Gesellschaft der Sowjetunion nicht erlebt. Sie sind in Zeiten des Wandels herangewachsen und haben bereits zwei Revolutionen in ihrem Land erlebt.</p>
<p style="text-align: justify">Am 15. Oktober können sie wie alle anderen Generationen ihre Stimme abgeben und  den nächsten Präsidenten des Landes mitbestimmen. Diese für die Region außergewöhnliche Wahl ist in den Köpfen und Fassaden des Landes quasi allgegenwärtig.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-10962 size-full" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/10/KGZ-jeunes-presidentielles-15.jpg" alt="Jugend Kirgistan 2 Reihe Bischkek" width="1600" height="1067" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/10/KGZ-jeunes-presidentielles-15.jpg 1600w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/10/KGZ-jeunes-presidentielles-15-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/10/KGZ-jeunes-presidentielles-15-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/10/KGZ-jeunes-presidentielles-15-1024x683.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/10/KGZ-jeunes-presidentielles-15-1300x867.jpg 1300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/10/KGZ-jeunes-presidentielles-15-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /></p>
<p style="text-align: justify">Novastan lädt euch dazu ein, uns auf Treffen mit der Jugend eines Landes zu folgen, das selbst noch keine 30 Jahre alt ist.</p>
<p style="text-align: justify">Wovon träumen die Kinder der Unabhängigkeit heute? Wie erleben sie die kirgisische Hauptstadt mit ihrer Freizeit, ihrer Liebe, ihrem Leben?</p>
<p style="text-align: justify"><em>Die Reihe wurde in Zusammenarbeit mit der schweizerischen Fotojournalistin <a href="https://www.valeriebaeriswyl.com/">Valérie Baeriswyl</a></em><em> von Kolektif 2D erstellt.</em></p>
<p style="text-align: right"><strong>Clara Marchaud </strong><br />
<strong>Anastasiia Shevtsova</strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Französischen von Florian Coppenrath</strong></p>
<p style="text-align: justify">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company-beta/5246815/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in Eurer Mailbox könnt Ihr Euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</p>
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