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	<title>Zentralasien 2030 Archives</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
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	<title>Zentralasien 2030 Archives</title>
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		<title>Zentralasien 2030 : Warum spreche ich Deutsch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[zentralasien2030]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jul 2017 13:36:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Duschanbe]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien 2030]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die letzte Podcast-Folge des Projekts &#x201E;Zentralasien 2030&#x201C; f&#xFC;hrte die Studierenden nach Tadschikistan mit der Frage: Warum studiere ich Deutsch? Ehrom sprach mit Studierenden und Dozenten an der P&#xE4;dagogischen Universit&#xE4;t Duschanbe. Die tadschikische Regierung hat die Studierenden Tadschikistans verpflichtet, mit dem Universit&#xE4;tsabschluss mindestens zwei Sprachen zu beherrschen. Neben Englisch und Chinesisch steht Deutsch bei den Studenten [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Die letzte Podcast-Folge des Projekts &#8222;<a href="https://soundcloud.com/zentralasien2030">Zentralasien 2030</a>&#8220; führte die Studierenden nach Tadschikistan mit der Frage: Warum studiere ich Deutsch? Ehrom sprach mit Studierenden und Dozenten an der Pädagogischen Universität Duschanbe.</strong></p>
<p style="text-align: justify">Die tadschikische Regierung hat die Studierenden Tadschikistans verpflichtet, mit dem Universitätsabschluss mindestens zwei Sprachen zu beherrschen. Neben Englisch und Chinesisch steht Deutsch bei den Studenten in Tadschikistan hoch im Kurs. Wir waren an der Pädagogischen Universität Duschanbe und haben unter den Studierenden eine Umfrage durchgeführt. Wir haben gefragt, warum sie sich für Deutsch entschieden haben.</p>
<p style="text-align: justify"><em>„Nachdem ich die zentralen Prüfungen zur Universitätszulassung abgelegt hatte, war meine erste Wahl ein Bachelor in Englisch. Da ich jedoch nicht genug Punkte hatte, wurde ich für den 2-Fach-Bachelor Deutsch und Englisch eingeschrieben.&#8220; </em></p>
<p><strong>Über die Dichtung zur deutschen Sprache</strong></p>
<p style="text-align: justify">Manchmal führt das tadschikische System also zu Zufallsbelegungen des Studiengangs Deutsch. Oft wird Deutsch als Fremdsprache aber auch bewusst ausgewählt. „<em>Wer das Dichten will verstehen, muss ins Land der Dichtung gehen“, </em>sagte einst der berühmteste deutsche Dichter Goethe. Es gibt Studenten, die sich für deutsche Literatur interessieren, und so kommen sie über die Literatur zur deutschen Sprache.</p>
<p style="text-align: justify"><em> </em><em>„Deutschland hat viele berühmte Dichter. Einer von ihnen ist Goethe. Ich habe vor in Zukunft seine Gedichte ins Tadschikische zu übersetzen, um die deutschen Dichter meinen Mitmenschen näher zu bringen. Ich möchte außerdem mein Studium in Deutschland fortsetzen.“</em></p>
<p><iframe title="Deutsch in Zentralasien: „Ticket in ein märchenhaftes Land?“ by Zentralasien2030" width="500" height="400" scrolling="no" frameborder="no" src="https://w.soundcloud.com/player/?visual=true&#038;url=https%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F331987548&#038;show_artwork=true&#038;maxheight=750&#038;maxwidth=500"></iframe></p>
<p style="text-align: justify">Auffallend ist auch, dass einige über ihr Interesse für Fußball zum Deutsch-Lernen gekommen sind.</p>
<p style="text-align: justify"><em>„Der Hauptgrund, warum ich Deutsch lerne, ist dass ich seit meiner Kindheit großer Fan von Borussia Dortmund bin. Und ich dachte, dass die Amtssprache von Deutschland Englisch ist. Erst als ich in die zehnte Klasse kam, habe ich verstanden, dass nicht Englisch sondern Deutsch die Amtssprache ist. Für die Zukunft hege ich den Traum, Deutsch in allen seinen Details zu lernen und dann nach Dortmund zu fahren.“</em></p>
<p><strong>Deutschland, ein fortschrittliches Land</strong></p>
<p style="text-align: justify">Ein anderer Student hat seine Wahl wie folgt begründet:</p>
<p style="text-align: justify"><em>„Diese Sprache gefällt mir sehr, und wir wissen, dass Deutschland ein sehr fortschrittliches Land ist. Und es ist bekannt, dass die Deutschen sehr ordentlich und korrekt sind. Außerdem gibt es mehr Möglichkeiten nach Deutschland als in andere Länder zu kommen. Deshalb will ich diese Sprache lernen.“</em></p>
<p style="text-align: justify">Interessant und was sagen die Deutschdozenten dazu?</p>
<p style="text-align: justify"><em> </em><em>„Das stärkste Argument für mein Studium der deutschen Sprache ist, dass Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern in allen Bereichen sehr weit entwickelt ist: sowohl in Technik, Bildung, als auch Kultur und Geschichte. Unsere Kinder wollen Deutsch lernen, weil sie Deutschland und seine Fortschrittlichkeit kennen lernen wollen, und aus dem selben Staat kommen wollen wie die Deutschen.“</em></p>
<p><strong>Ein märchenhaftes Land</strong></p>
<p style="text-align: justify">Da Deutschland weltweit als Industrienation bekannt ist und es viele positive Klischees gibt – etwa dass die Deutschen sehr ordentlich und korrekt sind – wollen viele junge Tadschiken das Land für sich entdecken. Die deutsche Sprache sehen sie als einen Schlüssel, der die Tür zu ihrem Traumland öffnet. Noch einmal ein Lehrer der Pädagogischen Universität Duschanbe:</p>
<p style="text-align: justify"><em>„Bei uns haben schon viele Studenten Deutsch gelernt und viele von ihnen sind nach Deutschland gefahren. Jährlich fahren etwa 700 – 800 Studenten und außerdem circa 300 – 400 Schüler nach Deutschland. Wenn sie zurück kommen, erzählen sie davon, wie sie die Deutschen kennen gelernt haben. Jeder von ihnen brennt darauf, zu erzählen, wie sie Land und Leute erlebt haben. Das entfacht eine große Wirkung.“</em></p>
<p><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/zentralasien-2030-was-spricht-osch-2030/"><strong>Zentralasien 2030: Was spricht Osch 2030?</strong></a></p>
<p style="text-align: justify">Zusammengefasst kann man sagen, dass Deutschland für die Deutschstudenten hier in Tadschikistan ein märchenhaftes Land ist. Als einzigen Weg dorthin sehen sie das Studium der deutschen Sprache. Sie glauben Deutsch sei das Ticket in dieses verheißungsvolle Land. Leider reicht das oft nicht aus, um nach Deutschland zu kommen; trotzdem wünschen wir ihnen viel Erfolg.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Ehrom Dodobojew</strong></p>
<p style="text-align: right"><a href="https://soundcloud.com/zentralasien2030"><strong>Zentralasien 2030</strong></a></p>
<p style="text-align: justify">Noch mehr Zentralasien findet Ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company-beta/5246815/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>.</p>
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		<item>
		<title>Zentralasien 2030 : Das Kulturcafé in Naryn</title>
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		<dc:creator><![CDATA[zentralasien2030]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Jul 2017 13:12:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Naryn]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien 2030]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Naryn, Kirgistan, hat die Jugend bisher kaum Orte, um sich au&#xDF;erhalb der Schulen und Universit&#xE4;ten zu treffen. Eine Gruppe von Studenten m&#xF6;chte das &#xE4;ndern und hat das Kulturcaf&#xE9; ins Leben gerufen. Folgender Beitrag entstand im Rahmen des internationalen Podcastprojekts &#x201E;Zentralasien 2030&#x201C; In der kleinen Stadt Naryn, inmitten des kirgisischen Tian-Shan Gebirges entsteht ein neues [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>In Naryn, Kirgistan, hat die Jugend bisher kaum Orte, um sich außerhalb der Schulen und Universitäten zu treffen. Eine Gruppe von Studenten möchte das ändern und hat das Kulturcafé ins Leben gerufen. Folgender Beitrag entstand im Rahmen des internationalen Podcastprojekts <a href="https://soundcloud.com/zentralasien2030/">„Zentralasien 2030“</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">In der kleinen Stadt Naryn, inmitten des kirgisischen Tian-Shan Gebirges entsteht ein neues Studentencafé, das <a href="https://www.facebook.com/kulturcafenaryn/?fref=ts">KulturCafé-Naryn</a>. Dort sollen die Gäste nicht nur Kunden, sondern auch Freunde, Lernende, Workshopteilnehmer, Kulturliebhaber, Konzertbegeisterte, Sänger und Genießer sein. Ziel ist es einen Ort und eine Atmosphäre zu schaffen, in dem die jungen Leute in Naryn gemeinsam ihre Freizeit verbringen können, wie die Mitorganisatorin Nasira Bejschenbekowa erzählt.</p>
<p><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/zentralasien-2030-jugendkultur-in-kasachstan/">Zentralasien 2030 – Jugendkultur in Kasachstan</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Die Gründung des Cafés wird durch verschiedene Veranstaltungen oder Aktivitäten begleitet: „<em>Wir möchten den Austausch von Wissen, Können und Erfahrungen auf mehreren Ebenen fördern. Das Kulturcafé ist ein Ort von der jungen Generation für die junge Generation Naryns</em>“, so Bejschenbekowa.</p>
<p>[soundcloud url=&#8220;https://api.soundcloud.com/tracks/328043357&#8243; params=&#8220;auto_play=false&amp;hide_related=false&amp;show_comments=true&amp;show_user=true&amp;show_reposts=false&amp;visual=true&#8220; width=&#8220;100%&#8220; height=&#8220;450&#8243; iframe=&#8220;true&#8220; /]</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Eine Vorbereitung in drei Phasen</strong></p>
<p style="text-align: justify">Momentan ist das Café noch in Bau: Ein von der Naryner Staatlichen Universitaet zur Verfügung gestellter Raum wird für die neuen Zwecke renoviert. Zuvor hat das Projektteam in der Planung drei Phasen durchlaufen. In der ersten Phase stand eine Studienreise in die Hauptstadt Bischkek im Fokus, wo sie einen Einblick in die Kultur- und Aktivistenszene erhalten haben. Die zweite Phase bestand aus Workshops mit Künstlerinnen und Künstlern der Art-Gruppe 705. Dadurch entstanden gemeinsame großflächige Zeichnungen für das Café. Es gab auch einen Handwerk- und Holzarbeitsworkshop mit lokalen Experten zur Herstellung der Holzmöbel für das Café.</p>
<p style="text-align: justify">Schließlich wurde Ende Mai ein zweitägiges Kennenlernfestival organisiert und verschiedene Aktivitäten angeboten, um auch die Naryner Bevölkerung für die Idee zu begeistern. Dieses Festival war auch eine Gelegenheit, auswärtige Gäste einzuladen und so verschiedene Meinungen über die Entwicklung des Cafés zu sammeln.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>„Werbung, Werbung, Werbung!“</strong></p>
<p style="text-align: justify">Aidai Kudyraliewa, Vertreterin der NGO Ideas und von AIESEC erläutert ihre Gedanken und ihre Vorschläge für das Kulturcafé: „<em>Für Jugendliche ist das Kulturcafé nicht nur eine Möglichkeit, etwas zu lernen, sondern auch, sich zu unterhalten, neue Freunde zu finden und Kontakte zu verschiedenen Organisationen knüpfen. Damit dieses Projekt erfolgreich wird, sollte man die tatsächlichen Interessen der Jugendlichen herausfinden. Vielleicht ist es für sie interessant an verschiedenen Workshops über Ökonomie, Ökologie und Jugendentwickung teilzunehmen.</em>“</p>
<p style="text-align: justify">Peter Schönherr, Bosch-Lektor an der Kirgisisch-Russischen Slawischen Universität in Bischkek hat auch einige Vorschläge: „<em>Das Café muss erstmal bekannt werden, das heißt ‘Werbung, Werbung, Werbung !’. Zweitens ist es hilfreich, ab und zu interessante Ereignisse anzubieten, wie ein Café-Quiz oder eine Kostümparty. Drittens ist es wichtig auch mit den Studenten der Universität Zentralasiens zusammenarbeiten, da sie auch regelmäßig Ereignisse organisieren. Wenn man diese Events ab und zu in das Kulturcafé holen kann, macht das den Ort gleich viel populärer.</em>“</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Ein Ort für die Gemeinschaft</strong></p>
<p style="text-align: justify">Florian Coppenrath, Bosch Lektor an der Staatlichen Universität in Osch und Mitgründer von Novastan, schätzt die Chancen für das Kulturcafé und seine gesellschaftliche Wirkung ein: „<em>Es ist wichtig, auch Ereignisse zu organisieren und nicht nur Café und Kuchen zu servieren. Das heißt auch ab und zu mal ein Konzert oder eine Open-Stage, wo die Studenten oder die Schüler selber etwas machen können, eine Kunstausstellung oder ein Training. Es gibt sehr viele Formate, die man machen kann, damit das nicht nur ein Café wird, sondern ein Ort für die Gemeinschaft.</em>“</p>
<p><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kirgistan-ein-gespraech-mit-der-jungen-malerin-aija-ibraimowa/">Ein Gespräch mit der jungen Malerin Aija Ibraimowa</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Nasira Bejschenbekowa stellt die Perspektiven des Projektes optimistisch dar: „Wir werden unser Café bald eröffnen. Ein kirgisisches Sprichwort besagt: ‚Wenn Du die Zukunft eines Landes sehen möchtest, dann sieh dir die Jugend von diesem Land an.‘ Wenn wir in Kirgistan mehrere solche Orte ermöglichen, kann sich die Jugendarbeit und das Kulturleben entwickeln. Wir planen in der Zukunft auch in anderen Regionen solche Projekte durchzuführen. Dann wird Kirgistan 2030 nicht nur auf dem Weg der Entwicklung sein, sondern ein entwickeltes und vielfältiges Land.“</p>
<p style="text-align: right"><strong>Nurgul Abdykerimowa und Gulzada Musabekowa<br />
<a href="https://soundcloud.com/zentralasien2030/">Zentralasien 2030</a></strong></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Zentralasien 2030 – Korruption, was muss sich ändern?</title>
		<link>https://novastan.org/de/kirgistan/zentralasien-2030-korruption-was-muss-sich-andern/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[zentralasien2030]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Jul 2017 13:08:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Korruption]]></category>
		<category><![CDATA[Osch]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien 2030]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Alle beklagen sich dar&#xFC;ber, aber niemand unternimmt im Alltag etwas dagegen: Korruption gibt es in Kirgistan und besonders in der s&#xFC;dlichen Gro&#xDF;stadt Osch in fast allen Bereichen.&#xA0;Der Student Nurdamir Kubatow hat sich im Rahmen des Podcastprojekts &#x201E;Zentralasien 2030&#x201C; &#xFC;ber den Alltag der Korruption informiert. Korruption ist ein gro&#xDF;es Problem in Kirgistan und besonders in Osch. [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong><em>Alle beklagen sich darüber, aber niemand unternimmt im Alltag etwas dagegen: Korruption gibt es in Kirgistan und besonders in der südlichen Großstadt Osch in fast allen Bereichen. Der Student Nurdamir Kubatow hat sich im Rahmen des Podcastprojekts „Zentralasien 2030“ über den Alltag der Korruption informiert. </em></strong></p>
<p style="text-align: justify">Korruption ist ein großes Problem in Kirgistan und besonders in Osch. Alle wissen darüber Bescheid, aber Bestechungen sind dennoch ein Teil des Alltags. Von Korruption erzählen die Leute meistens ungerne, wobei einige in Osch zu dem Thema optimistisch eingestellt sind.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Bestechungen vom Kindergarten zur Universität</strong></p>
<p style="text-align: justify">In einer Umfrage in Osch ergibt sich besonders der Bildungsbereich als korrupt, und zwar vom Kindergarten an:</p>
<p style="text-align: justify"><em>„Ich lebe seit sechs Jahren in Osch. Die Korruption ist hier durchschnittlich groß. Zum Beispiel muss ein Student Geld geben, wenn er an der Universität schlecht studiert. Die Lehrer nehmen dann das Geld und geben eine gute Note.“</em></p>
<p style="text-align: justify"><em> „Ich bin in Osch geboren und arbeite verschiedenes. Hier gibt es so viel Korruption! Es fängt sogar beim Kindergarten an. Ohne Geld wird dein Kind nicht im Kindergarten aufgenommen. Aber ich denke, bis 2030 werden die Menschen klüger und vielleicht über das Leben nach dem Tod nachdenken.“</em></p>
<p style="text-align: justify"><em>„Korruption gibt es zum Beispiel an den Orten, an denen man viel warten muss. Ich habe auch im dritten Jahrgang an der Uni Geld gezahlt, weil ich keine Lust hatte, zu lernen. Ich wollte gute Noten bekommen.“</em></p>
<p style="text-align: justify">Diese Personen beschreiben verschiedene Formen der Korruption in Osch. Manche halten das für gut, manche für schlecht, andere für normal. Aber niemand sagt, dass es in Osch keine Korruption gibt.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>„Korruption ist in unserem Blut“</strong></p>
<p style="text-align: justify">Über die Korruption im Bildungssystem erzählt uns eine Lehrerin. Frau Gulnur Ajnysowa arbeitet als Sprachlehrerin an einer Universität. Ihren richtigen Namen möchte sie nicht nennen. Einerseits gibt sie an, keinen Kontakt mit der Korruption gehabt zu haben, andererseits sieht sie das Problem als allgegenwärtig.</p>
<p style="text-align: justify"><em>„Ich bin Lehrerin, in Osch lebe ich seit fünf Jahren. In diesen fünf Jahren hatte ich selbst keinen Kontakt mit Korruption aber es gibt Korruption von der Geburt an bis ins hohe Alter. Zum Beispiel geben manche Eltern bei der Geburt ihres Kindes dem Arzt Geld, weil sie eine bessere Behandlung möchten.“</em></p>
<p style="text-align: justify">Natürlich wollen die glücklichen Eltern in dieser Situation dem Arzt etwas schenken.</p>
<p style="text-align: justify"><em>„Wir müssen anerkennen, dass die Korruption schon in unserem Blut liegt.  Es gibt zwei Aspekte: Einerseits möchten wir unsere Dankbarkeit zeigen, aber es ist auch gegen das Gesetz. Wenn ein Student sehr faul ist, dürfen wir ihn auch nicht von der Universität werfen.“</em></p>
<p style="text-align: justify">Es ist ärgerlich, dass alle in unserer Stadt so denken. Korruption ist nicht normal und alle wissen das. Aber wenn man keine Strafe bekommt, hat man auch keine Angst. Andererseits ist es auch schlecht, wenn das Gehalt nicht zum leben reicht. Korruption ist dann ein Extra-Einkommen für die Menschen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>„Manchmal muss man Bestechungsgeld nehmen“</strong></p>
<p style="text-align: justify">Herr Nudin Assanow, der seinen richtigen Namen auch nicht nennen möchte, ist ähnlicher Meinung. Er hat mehr als 20 Jahre lang für die Polizei gearbeitet.</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Ich habe für die Strafverfolgungsbehörden gearbeitet, in der Terrorismusbekämpfung. Ich lebe seit zehn Jahren in Osch und in jeder staatlichen Struktur gibt es Korruption. Manchmal muss man Bestechungsgeld nehmen: Um ehrlich zu sein ist unser Gehalt zu gering. Manchmal macht man das, um an leichtes Geld zu kommen. Heute ist die Korruption aber auf dem höchsten Niveau und es wird auch bis 2030 so bleiben.“</em></p>
<p style="text-align: justify">Frau Ajnissowa ist da optimistischer: <em>„Die Korruption wird auch bis 2030 bleiben, aber weniger als heute, weil die Jugend klüger ist und ihre Angelegenheiten selber regeln kann. Sie werden allmählich fleißiger, deshalb denke ich, dass es weniger Korruption geben wird.“ </em></p>
<p style="text-align: justify">Wir haben gelernt, dass nicht die Entwicklung von der Korruption abhängt, sondern umgekehrt. Wenn der Staat sich entwickelt und reicher wird, dann wird es immer weniger Korruption geben. Wir werden ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass Korruption schlecht ist. Die Jugend ist unsere Zukunft und sie hat ein Interesse daran, dass sich das Land entwickelt.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Nurdamir Kubatov</strong><br />
<strong>Zentralasien 2030<br />
</strong></p>
<p style="text-align: left">Noch mehr Zentralasien findet Ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company-beta/5246815/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. <strong><br />
</strong></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Zentralasien 2030: Jugendkultur in Kasachstan</title>
		<link>https://novastan.org/de/kasachstan/zentralasien-2030-jugendkultur-in-kasachstan/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[zentralasien2030]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Jul 2017 16:59:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Petropavl]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien 2030]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wof&#xFC;r engagieren sich Jugendorganisationen in Kasachstan? Und welchen Einfluss haben sie auf die Gesellschaft?&#xA0;Sofia und Ainur sprachen im nordkasachischen Petropawlowsk&#xA0;mit zwei Jugendorganisationen: Zhas Otan, der Jugendorganisation der Regierungspartei, und Allianz, einer unabh&#xE4;ngigen Organisation. Folgender Beitrag entstand im Rahmen des internationalen Podcastprojektes &#x201E;Zentralasien 2030&#x201C;&#xA0;. Wir befinden uns in Petropawlowsk, einer kleinen Stadt in Nordkasachstan mit 200.000 [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><b>Wofür engagieren sich Jugendorganisationen in Kasachstan? Und welchen Einfluss haben sie auf die Gesellschaft? Sofia und Ainur sprachen im nordkasachischen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Petropawl">Petropawlowsk</a> </b><b>mit zwei Jugendorganisationen: Zhas Otan, der Jugendorganisation der Regierungspartei, und Allianz, einer unabhängigen Organisation. <strong>Folgender Beitrag entstand im Rahmen des internationalen Podcastprojektes „<a href="http://zentralasien2030.wordpress.com/blog/">Zentralasien 2030</a>“ .</strong></b></p>
<p style="text-align: justify">Wir befinden uns in Petropawlowsk, einer kleinen Stadt in Nordkasachstan mit 200.000 Einwohnern. Unser Thema sind die örtlichen Jugendorganisationen und ihre Rolle für die Stadtentwicklung. In unserem Beitrag geht es um die Studentenorganisationen  „<a href="http://www.zhasotan.kz/ru">Zhas Otan“</a>, zu Deutsch „Heimatjugend“ und „<a href="https://vk.com/id183068816">Allianz Studentow</a>&#8222;.</p>
<p style="text-align: justify">Zhas Otan ist die Jugendorganisation der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nur_Otan">Partei Nur Otan</a> (<em>zu Deutsch „strahlendes Vaterland“ Anm.d.Red.</em>), der Partei des kasachischen Präsidenten Nursultan Nazarbajews und existiert seit 2008. Die unparteiische Organisation Allianz wurde bereits 2006 von Studierenden gegründet. Beide unterstützen die Rechte und Interessen der Studierenden. Das Hauptziel beider Organisationen ist die Entwicklung der Jugend und ihrer Zukunftsperspektiven, damit sie später führende Positionen übernehmen können. Eine Umfrage auf den Straßen in Petropwalowsk zeigt, welche Rolle die Parteien in der Gesellschaft spielen.</p>
<p style="text-align: justify">[soundcloud url=&#8220;https://api.soundcloud.com/tracks/330247100&#8243; params=&#8220;auto_play=false&amp;hide_related=false&amp;show_comments=true&amp;show_user=true&amp;show_reposts=false&amp;visual=true&#8220; width=&#8220;100%&#8220; height=&#8220;450&#8243; iframe=&#8220;true&#8220; /]</p>
<p style="text-align: justify">Die Menschen auf der Straße in Petropawlowsk haben auf die Frage geantwortet, ob sie die Jugendparteien Zhas Otan und Allianz kennen und auch über ihren Einfluss in unserer Stadt gesprochen.</p>
<p style="text-align: justify"><i>„Ich habe davon gehört, aber die Organisationen haben keinen Nutzen für unsere Stadt.“</i></p>
<p style="text-align: justify"><i>„Nein, ich weiß überhaupt nichts.“</i></p>
<p style="text-align: justify"><i>„Ich habe  nur davon gehört.“</i></p>
<p style="text-align: justify"><i>„Diese Parteien heißen „Jugendorganisationen“. Der Name sollte bestimmend sein. Es ist die Pflicht der Jugend an diesen Jugendorganisationen aktiv teilzunehmen.“</i></p>
<p style="text-align: justify"><i>„Die Studenten sind Aktivisten von Jugendorganisationen, sie helfen älteren Menschen und organisieren Veranstaltungen.“</i></p>
<p style="text-align: justify"><i>„Zhas Otan ist unsere Zukunft, wir glauben an die Jugend!“ </i></p>
<p style="text-align: justify">Aus der Straßenumfrage haben wir eine Statistik erstellt. 20 von 30 Befragten wissen von den Jugendorganisationen überhaupt nichts, sechs haben von diesen Organisationen nur gehört, eine Person hat sich negativ geäußert und drei Personen hatten positive Meinungen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Ein besonderer Fokus auf Wohltätigkeit</strong></p>
<p style="text-align: justify">Wir haben den Vorsitzenden der <a href="https://twitter.com/Zhasotan_SKO">Jugendpartei Zhas Otan</a> zu seiner Sicht auf die Organisation interviewt. Abilaychan Kayrullayew erklärt uns die Ziele von Zhas Otan und wie die Mittgliederanwerbung funktionniert. Besondere Aufmerksamkeit wird innerhalb der Jugendorganisation der Präsidentenpartei wohltätigen Projekten zuteil:</p>
<p style="text-align: justify"><i>„Es gibt Projekte für die Jugend, mit deren Hilfe sie sich entwickeln können, zum Beispiel durch Hilfe für Kriegsveteranen.“</i></p>
<p style="text-align: justify">Zur Zeit gibt es 1638 Zhas Otan Mitglieder in Petropawlowsk. Über die Hälfte der Mitglieder sind Frauen, aber in den leitenden Ämtern gibt es mehr Männer:</p>
<p style="text-align: justify"><i>„Wir streben die Gleichstellung der Geschlechter an, aber leider, in Folge unserer Mentalität, dominieren die Männer in leitenden Ämtern.“</i></p>
<figure id="attachment_9595" aria-describedby="caption-attachment-9595" style="width: 500px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-9595" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/07/artworks-000230713210-5gkby2-t500x500.jpg" alt="Dschas Otan Jugend Kasachstan Petropawlowsk" width="500" height="500" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/07/artworks-000230713210-5gkby2-t500x500.jpg 500w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/07/artworks-000230713210-5gkby2-t500x500-150x150.jpg 150w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/07/artworks-000230713210-5gkby2-t500x500-300x300.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/07/artworks-000230713210-5gkby2-t500x500-32x32.jpg 32w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/07/artworks-000230713210-5gkby2-t500x500-50x50.jpg 50w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/07/artworks-000230713210-5gkby2-t500x500-64x64.jpg 64w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/07/artworks-000230713210-5gkby2-t500x500-96x96.jpg 96w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/07/artworks-000230713210-5gkby2-t500x500-128x128.jpg 128w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /><figcaption id="caption-attachment-9595" class="wp-caption-text">Ein Mitglied der Bewegung &#8222;Dschas-Otan&#8220;</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify">Auf die Frage, ob sich die Jugendlichen aus Selbstlosigkeit engagieren oder ob sie damit ihren Lebenslauf verbessern wollen, hat Abilaychan eine klare Antwort:</p>
<p style="text-align: justify"><i>„Die Aktivisten nehmen uneigennützige Arbeit als Pflicht gegenüber ihrer Heimat wahr. Diese Arbeit gefällt ihnen.“ </i></p>
<p style="text-align: justify">Er spricht über die beruflichen Perspektiven, die die Jugendlichen durch die Zeit in der Partei erlangen. Den Jugendlichen stehen ihm zufolge viele Möglichkeiten offen, da die Parteiarbeit wertvolle Erfahrungen vermittelt.Viele der Aktivisten arbeiten später bei staatlichen Stellen in Politik und Wirtschaft.</p>
<p style="text-align: justify"><i>„Die Parteiarbeit ist eine kolossale Erfahrung, wie man sie während der Studienzeit nicht immer machen kann.“</i></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Konkurrenz als Antrieb </strong></p>
<p style="text-align: justify">Zhas Otan arbeitet mit vielen anderen Jugendorganisationen zusammen, zum Beispiel mit Schassyl El, KWN, Debatten und Allianz. Abilaychan sieht nur Vorteile in dieser Zusammenarbeit. Er meint, trägt die Konkurrenz zwischen den Organisationen zu einer steten Weiterentwicklung der Parteien bei.</p>
<p style="text-align: justify">Saltanat Achmetowa, die stellvertretende Vorsitzende der Jugendorganisation „Allianz“ hat mit uns über die Ziele und Aufgaben ihrer Organisation gesprochen. Während bei Zhas Otan auch Schüler der höheren Stufen teilnehmen dürfen, gibt es bei der Allianz nur Studierende.</p>
<p style="text-align: justify"><i>„Unsere Jugendorganisation widmet sich wohltätigen Zwecken und Freiwilligenarbeit. Wir interessieren uns für den Schutz der Studierendenrechte und organisieren auch verschiedene Bildungsveranstaltungen. Zum Beispiel das Projekt „Chistaya Sessiya“ (auf Deutsch „saubere Prüfung“) für den Kampf gegen die Korruption.“</i></p>
<p style="text-align: justify">Es gibt mehr als 40 aktive Mitglieder in der Allianz. Die Vorsitzende der Jugendorganisation ist eine Frau und Saltanat zu folge sind Frauen und Männer gleichgestellt. Aber dennoch sind die Männer aktiver als die Frauen. Die Ungleichbehandlung von Männern und Frauen in anderen Jugendorganisationen, wie beispielsweise Zhas Otan, rührt von der kasachischen Mentalität her, der zufolge Männer besser führende Positionen übernehmen können als Frauen, ist Saltanat überzeugt:</p>
<p style="text-align: justify"><i>„Meiner Meinung nach ist die Allianz nicht weniger aktiv, weil die Vorsitzende eine Frau ist. Eher weil wir im Gegensatz zu Zhas Otan keine staatliche Unterstützung bekommen.“ </i></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Keine gleichberechtigte staatliche Finanzierung</strong></p>
<p style="text-align: justify">Im Bezug auf die Straßenumfrage sagt Saltanat, dass die Jugend nicht ausreichend informiert ist. Sie werden dies in ihrer zukünftigen Arbeit berücksichtigen. Saltanat und Abilaychan sind sich einig, was die Konkurrenz zwischen den unterschiedlichen Parteien angeht: Konkurrenz führt beiden zufolge zu Fortschritt.</p>
<p style="text-align: justify">Kann man also sagen, dass beide Parteien zur Entwicklung der Stadt beitragen? Sowohl Zhas Otan als auch die Allianz verfügen über gute Ideen, haben jedoch aber auch Probleme. Bei Zhas Otan ist dies vor allem die Unterschätzung von Frauen. Bei der Allianz sind zwar auch die Männer aktiver als die Frauen, doch das grundsätzliche Problem ist die fehlende Finanzierung. Es bleibt zu hoffen, dass bis zum Jahr 2030 die Jugendorganisationen gleichberechtigt vom Staat unterstützt werden und einen größeren Einfluss auf die Stadtentwicklung nehmen können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: right"><strong>Ainur Kakimova und Sofia Stroh</strong></p>
<p style="text-align: right"><strong><a href="https://zentralasien2030.wordpress.com/kontakt/*">Zentralasien 2030</a></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company-beta/5246815/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>.</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Zentralasien 2030: Die Zukunft der Printmedien in Usbekistan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[zentralasien2030]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jun 2017 09:32:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien 2030]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit Jahren verlieren die Printmedien in Deutschland an Bedeutung, w&#228;hrend Internetnachrichten an Bedeutung gewinnen. Doch wie sieht die Lage in Usbekistan? Folgender Beitrag entstand im Rahmen des internationalen Podcastprojektes &#8222;Zentralasien 2030&#8220;&#160;. [soundcloud url=&#8220;https://api.soundcloud.com/tracks/323604697&#8243; params=&#8220;auto_play=false&#38;hide_related=false&#38;show_comments=true&#38;show_user=true&#38;show_reposts=false&#38;visual=true&#8220; width=&#8220;100%&#8220; height=&#8220;450&#8243; iframe=&#8220;true&#8220; /] Welche Medien werden in Usbekistan am meisten genutzt? Welchen Nachrichtenquellen vertraut und warum? Eine Umfrage auf den [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong><em>Seit Jahren verlieren die Printmedien in Deutschland an Bedeutung, während Internetnachrichten an Bedeutung gewinnen. Doch wie sieht die Lage in Usbekistan? </em>Folgender Beitrag entstand im Rahmen des internationalen Podcastprojektes „<a href="http://zentralasien2030.wordpress.com/blog/">Zentralasien 2030</a>“ .</strong></p>
<p>[soundcloud url=&#8220;https://api.soundcloud.com/tracks/323604697&#8243; params=&#8220;auto_play=false&amp;hide_related=false&amp;show_comments=true&amp;show_user=true&amp;show_reposts=false&amp;visual=true&#8220; width=&#8220;100%&#8220; height=&#8220;450&#8243; iframe=&#8220;true&#8220; /]</p>
<p style="text-align: justify">Welche Medien werden in Usbekistan am meisten genutzt? Welchen Nachrichtenquellen vertraut und warum? Eine Umfrage auf den Straßen von Tachkent ergibt ein gemischtes Bild:</p>
<p style="text-align: justify">„<em>In meinem Alltag benutze ich mehr Internet, weil man dort Informationen und Daten austauschen kann. Das Medium ist auch sehr bequem für Recherche und zum chatten. Wenn man Zeitungen oder Zeitschriften liest, braucht man dafür oft Extrazeit und Geld, um zum Kiosk zu gehen und sie zu kaufen. Das finde ich langweilig.</em>“</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Ich lese Nachrichten lieber in Zeitungen, weil ich schon alt bin und das Internet nicht benutzen kann.  Zum Fernsehen habe ich leider keine Zeit. Dafür ist die Printversion überall zu lesen.</em>“</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/pressefreiheit-die-lage-in-zentralasien-verschlechtert-sich/">Pressefreiheit – Die Lage in Zentralasien verschlechtert sich</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">„<em>Ich bevorzuge die Nachrichten im Fersehen, weil sie sehr vertrauenswürdig und schnell sind. Außerdem werden die Nachrichten im Fernsehen neu und <a href="http://www.eurasianet.org/node/83111">live </a>übertragen, was für die Zuschauer besonders spannend ist.</em>“</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Teils sehe ich die Nachrichten im Fernsehen, teils höre ich Radiosendungen. Ehrlich gesagt verlasse ich mich auf die Zeitschriften und auf die Zeitungen, weil man dort viel neues erfahren kann. Außerdem behält man das, was man gelesen hat, weiter im Kopf.</em>“</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Mediennuztung vom Alter abhängig</strong></p>
<p style="text-align: justify">Über die mögliche Situation von Medien heute und in der Zukunft hat Nargiza Baktyarowna mit uns gesprochen. Sie lehrt an der <a href="http://ru.mrdi.uz/#id">Nationalen Universität für Bildende Kunst und Design</a>. Sie stellt fest, dass das Internet wichtiger und besser erreichbar geworden ist.</p>
<p style="text-align: justify">Auf die Frage, wer in Usbekistan welche Medien benutzt, bemerkt sie: „<em>Die Nutzung von Massenmedien hängt vom Alter ab. Erwachsene lesen lieber aktuelle Nachrichten. Jugendliche bevorzugen unterhaltsame Inhalte.</em>“</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Printmedien noch lange nicht vor dem Aus</strong></p>
<p style="text-align: justify">Nargiza selbst bezieht ihre Informationen aus dem Internet. Für die Vorbereitung ihres Unterrichts recherchiert sie aber häufiger in den Printmedien. Wenn man eine gedruckte Version in den Händen hält, spürt man das Papier und kann wirklich in den Inhalt eintauchen, wie sie sagt.</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Der wichtigste Vorteil der Printmedien ist, dass man sie fühlen kann. Elektronische Medien sind erreichbarer, aber das ist schon eine digitalisierte Version des Lesens und kann auch der Gesundheit schaden. Für die Augen ist häufiges Lesen mit dem Laptop oder dem Tablett nicht gut.</em>“</p>
<p style="text-align: justify">Heutzutage ist es schwierig, ohne digitale Medien zu leben, denn sogar an Schulen wächst der Digitalisierungsdrang. Nargiza macht über die weitere Entwicklung der Printmedien in Usbekistan folgende Prognose:</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Bis 2030 werden nur einige Ausgaben von Zeitungen oder Magazinen verschwinden.  Aber Printmedien im Ganzen werden in unserem Leben immer vorhanden sein. Ich denke, dass das niemals veralten wird.</em>“</p>
<p style="text-align: justify">Wenn man liest erweitert man auf jeden Fall sofort seinen Wortschatz und bekommt neue Informationen. Es spielt dabei keine Rolle, ob es Internetzeitungen oder -magazine sind. Das wichtigste ist selbst die Inhalte zu filtern und zu analysieren.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Alyona Gula und Bobomurod Mukkhidinow<br />
<a href="https://zentralasien2030.wordpress.com/kontakt/*">Zentralasien 2030</a></strong></p>
<p><em>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company-beta/5246815/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>.</em></p>
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			</item>
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		<title>Zentralasien 2030: Was spricht Osch 2030?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[zentralasien2030]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Jun 2017 13:04:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Fremdsprachen]]></category>
		<category><![CDATA[Osch]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien 2030]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Durch die Globalisierung werden Fremdsprachen &#252;berall auf der Welt immer wichtiger. So auch in der kirgisischen Stadt Osch. Aizada Keneshova und Nurtilek Taalaybekov haben sich umgeh&#246;rt, welche Fremdsprachen in ihrer Stadt in Zukunft wichtig sein werden.&#160;Folgender Beitrag entstand im Rahmen des internationalen Workshops &#171;&#160;Zentralasien 2030&#171;&#160;. [soundcloud url=&#8220;https://api.soundcloud.com/tracks/324889858&#8243; params=&#8220;auto_play=false&#38;hide_related=false&#38;show_comments=true&#38;show_user=true&#38;show_reposts=false&#38;visual=true&#8220; width=&#8220;100%&#8220; height=&#8220;450&#8243; iframe=&#8220;true&#8220; /] In Kirgistan gibt [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Durch die Globalisierung werden Fremdsprachen überall auf der Welt immer wichtiger. So auch in der kirgisischen Stadt Osch. <em>Aizada Keneshova</em> und <em>Nurtilek Taalaybekov</em> haben sich umgehört, welche Fremdsprachen in ihrer Stadt in Zukunft wichtig sein werden. Folgender Beitrag entstand im Rahmen des internationalen Workshops « <a href="http://zentralasien2030.wordpress.com/blog/">Zentralasien 2030</a>« .</strong></p>
<p>[soundcloud url=&#8220;https://api.soundcloud.com/tracks/324889858&#8243; params=&#8220;auto_play=false&amp;hide_related=false&amp;show_comments=true&amp;show_user=true&amp;show_reposts=false&amp;visual=true&#8220; width=&#8220;100%&#8220; height=&#8220;450&#8243; iframe=&#8220;true&#8220; /]</p>
<p style="text-align: justify">In Kirgistan gibt es zwei Amtssprachen: Kirgisisch und Russisch. Jahr für Jahr werden Fremdsprachen unter jungen Menschen beliebter. Sie lernen sie aus verschiedenen Gründen. Manche lernen wegen des Studiums, manche lernen wegen der Arbeit.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Englisch beliebteste Fremdsprache</strong></p>
<p style="text-align: justify">Aber welche Sprachen wird man in Osch in der Zukunft sprechen? Kirgisisch, Russisch, Englisch oder etwas anderes? Wir haben die Leute in Osch gefragt, welche Sprachen sie lernen und zu welchem Zweck.</p>
<p style="text-align: justify"><i>„Ich lerne Englisch und Deutsch, weil egal in welchem Land, man kann mit Hilfe dieser Sprachen einfach kommunizieren.“</i></p>
<p style="text-align: justify"><i>„Ich lerne keine Fremdsprache“</i></p>
<p style="text-align: justify"><i>„Jetzt lerne ich Englisch, weil das die Chancen erhöht einen guten Job zu bekommen und das Gehalt höher ist. Ich will auch nach Amerika fahren.“</i></p>
<p style="text-align: justify"><i>„Ich studiere an der Fakultät für Fremdsprachen und lerne Englisch und Deutsch. Ich war schon einmal im Ausland. Schon als Kind interessierte ich mich dafür ins Ausland zu reisen.“</i></p>
<p style="text-align: justify"><i>„Ich habe schon Russisch gelernt, das reicht“</i></p>
<p style="text-align: justify">Schukri Marash Ogly ist Dozent, Sprachgenie und ehemaliger Dekan an der Fakultät für Fremdsprachen an der Universität Osch. Er erzählt,  welche Sprachen seiner Meinung nach 2030 in Osch aktuell sein werden.</p>
<p style="text-align: justify"><i>„Die Kommunikation in allen öffentlichen Ämtern und Bildungseinrichtungen muss auf Kirgisisch sein. Aber das bedeutet nicht, dass wir uns auf nur eine Sprache beschränken müssen. Kirgistan ist Teil der Globalisierung und befindet sich an der Kreuzung verschiedener Kulturen und Zivilisationen. Deswegen wäre es gut, wenn unsere Bevölkerung eine Weltsprache lernen würde. Diesbezüglich finde ich, dass Englisch am meisten Perspektiven bietet.</i>“</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Manas auf keiner Sprache so verständlich, wie auf Kirgisisch</strong></p>
<p style="text-align: justify">Marash Ogli selbst spricht sechs Sprachen. Kirgisisch, Russisch, Türkisch, Englisch und Französisch und seine Muttersprache Homshetz&#8230;, einen Dialekt aus Armenien.</p>
<p style="text-align: justify">Wenn Fremdsprachen in der Zukunft immer wichtiger werden, droht dann das Verschwinden der Muttersrpachen? <i>„Die Muttersprache spielt eine genauso große Rolle wie andere Sprachen. Zum Beispiel kann man in keiner anderen Sprache das Epos Manas so gut und so verständlich wie auf Kirgisisch lesen. Kirgisisch wird eine glänzende Zukunft haben, wenn unsere Literatur und auch die Medien auf Kirgisisch sein werden.“</i></p>
<p style="text-align: justify">Aber selbstverständlich haben nicht alle in Kirgistan als Muttersprache Kirgisisch. Jeder hat die Freiheit in seiner Sprache zu sprechen und wird von der Regierung unterstützt.</p>
<p style="text-align: justify">Wer weiß, vielleicht werden unsere Kinder Chinesisch lernen? Dennoch glauben wir, dass Deutsch für Osch wichtig bleiben wird, denn es eröffnet einem viele Möglichkeiten, wie zum Beispiel Stipendien für das Masterstudium, Sommerschulen oder Studienreisen und man kann Deutsch mit Muttersprachlern lernen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: right"><strong>Aizada Keneshova und Nurtilek Taalaybekov</strong></p>
<p style="text-align: right"><a href="https://soundcloud.com/zentralasien2030/"><strong>Zentralasien 2030</strong></a></p>
<p><em>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company-beta/5246815/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>.</em></p>
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		<item>
		<title>Zentralasien 2030: Unabhängige Theaterkunst in Almaty</title>
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		<dc:creator><![CDATA[zentralasien2030]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Jun 2017 10:53:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Almaty]]></category>
		<category><![CDATA[Artischok Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien 2030]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie steht es um die Kultur und das Theater in Zentralasien? Nurdamir Kulatov und Keremet Musaeva haben die Leiterin des unabh&#228;ngigen Theaters &#8222;Artischok&#8220; (Rus. f&#252;r &#8222;Kunst und Schock&#8220;, Anm. d. Red.) getroffen. Folgender Beitrag entstand im Rahmen des internationalen Workshops &#8222;Zentralasien 2030&#8222;. [soundcloud url=&#8220;https://api.soundcloud.com/tracks/322550512&#8243; params=&#8220;auto_play=false&#38;hide_related=false&#38;show_comments=true&#38;show_user=true&#38;show_reposts=false&#38;visual=true&#8220; width=&#8220;100%&#8220; height=&#8220;450&#8243; iframe=&#8220;true&#8220; /] Kultur wird oft vom Staat vernachl&#228;ssigt. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><em><strong>Wie steht es um die Kultur und das Theater in Zentralasien? Nurdamir Kulatov und Keremet Musaeva haben die Leiterin des unabhängigen Theaters &#8222;Artischok&#8220; (Rus. für &#8222;Kunst und Schock&#8220;, Anm. d. Red.) getroffen. Folgender Beitrag entstand im Rahmen des internationalen Workshops &#8222;<a href="http://zentralasien2030.wordpress.com/blog/">Zentralasien 2030</a>&#8222;.</strong></em></p>
<p style="text-align: justify">[soundcloud url=&#8220;https://api.soundcloud.com/tracks/322550512&#8243; params=&#8220;auto_play=false&amp;hide_related=false&amp;show_comments=true&amp;show_user=true&amp;show_reposts=false&amp;visual=true&#8220; width=&#8220;100%&#8220; height=&#8220;450&#8243; iframe=&#8220;true&#8220; /]</p>
<p style="text-align: justify">Kultur wird oft vom Staat vernachlässigt. Vielen Menschen in Almaty meinen aber, dass Kultur und insbesondere das Theater eine wichtige Rolle spielen sollte:</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Wir sollen oft das Theater besuchen, weil es hilft, sich geistig zu entwickeln. Und das ist sehr wichtig.</em>“</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Ich finde,dass die Kultur bei Leuten das Interesse für das Leben entwickelt.</em>“</p>
<p style="text-align: justify"><em>Natürlich ist es sehr wichtig, aber nur sehr wenige Leute gehen ins Theater, weil ihre finanzielle Situation so schwer ist. Ein Hausmeister kann zum Beispiel nie ein Theater besuchen, weil er sehr wenig verdient. Er muss seine Miete, Wasser und Strom bezahlen und Lebensmittel kaufen. Wenn er ein gutes Gehalt bekommen würde, könnte er auch ins Theater gehen.</em>“</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Unabhängige Theaterkunst</strong></p>
<p style="text-align: justify">In Zentralasien gibt es nicht nur große Staatstheater, sondern auch kleine unabhängige Theater. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Kultur ihres Landes.</p>
<p style="text-align: justify">So zum Beispiel das unabhängige Theater Artischok in Almaty. Es existiert schon seit 16 Jahren, wie die Geschäftsführerin Anastasia Tarasowa erzählt:</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Es ist ein unabhängiger, experimenteller Ort. Das Ziel unserer Aufführungen ist einfach: Wir möchten, dass die Menschen einen Ort, wie das Theater, schätzen lernen. Das heisst, wir müssen Stücke machen, die heiße Themen ansprechen und unseren Schmerz und Freude mit ihnen teilen. Dann werden sie mit ihrem Herzen antworten. Wir wollen, dass das Publikum versteht, worüber wir sprechen.</em>“</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Theater kommt aus der Kindheit</strong></p>
<p style="text-align: justify">Für Tarasowa ist das Theater einer der wichtigsten kulturellen Bereiche:</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Theater kommt aus der frühen Kindheit. Als wir Kinder waren, spielten wir verschiedene Rollen und Situationen, Wut oder Schmerzen. Das schützt uns, weil wir durch das Spiel Kriege verlieren, Hochzeiten feiern oder den Tod erleben. So erlangen wir einige Lebenserfahrungen. Theater erhält dieses Prinzip im Leben von Erwachsenen. Wir erleben fremde Situationen wie in der Kindheit.</em>“</p>
<p style="text-align: justify">Aber es ist nicht einfach, ein Publikum zu gewinnen und die Popularität eines kleinen Theaters zu erhöhen.</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Wir existieren aufgrund der  großen Liebe zu diesem Beruf, aber die Schauspieler und Arbeiter müssen auch Geld kriegen. Sie brauchen Sicherheit und Stabilität. Leider bekommen wir von keiner Seite Unterstützung, auch nicht vom Staat. Unser Theater braucht auch die Hilfe von Medien, denn wir müssen unsere Kunst auch bewerben und verkaufen</em>“, so Tarassowa</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Wir stehen in Kontakt mit unseren Kollegen aus Nachbarländern. Wenn ausländische Kulturorganisationen etwas über Kultur in Kasachstan erfahren wollen, sind wir immer bereit mit ihnen zusammenzuarbeiten.</em>“</p>
<p style="text-align: right"><strong>Nurdamir Kuvatov und Keremet Musaeva<br />
<a href="https://soundcloud.com/zentralasien2030/">Zentralasien 2030</a></strong></p>
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		<title>Zentralasien 2030: LGBT in Zentralasien</title>
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		<dc:creator><![CDATA[zentralasien2030]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Jun 2017 15:14:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Almaty]]></category>
		<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[LGBT]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien 2030]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie steht es um die Toleranz gegen&#252;ber Homosexualit&#228;t in Zentralasien? Alyona Gula und Sofia Stroh haben die Stimmung in Kasachstan erfasst. Folgender Podcast entstand im Rahmen des internationalen Workshops &#8222;Zentralasien 2030&#8220;. [soundcloud url=&#8220;https://api.soundcloud.com/tracks/322550276&#8243; params=&#8220;auto_play=false&#38;hide_related=false&#38;show_comments=true&#38;show_user=true&#38;show_reposts=false&#38;visual=true&#8220; width=&#8220;100%&#8220; height=&#8220;450&#8243; iframe=&#8220;true&#8220; /] In zentralasiatischen L&#228;ndern ist Homosexualit&#228;t ein Tabuthema. In der Gesellschaft wird es oftmals f&#252;r etwas anormales gehalten, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong><em>Wie steht es um die Toleranz gegenüber Homosexualität in Zentralasien? Alyona Gula und Sofia Stroh haben die Stimmung in Kasachstan erfasst. Folgender Podcast entstand im Rahmen des internationalen Workshops „<a href="https://zentralasien2030.wordpress.com/">Zentralasien 2030</a>“.</em></strong></p>
<p style="text-align: justify">[soundcloud url=&#8220;https://api.soundcloud.com/tracks/322550276&#8243; params=&#8220;auto_play=false&amp;hide_related=false&amp;show_comments=true&amp;show_user=true&amp;show_reposts=false&amp;visual=true&#8220; width=&#8220;100%&#8220; height=&#8220;450&#8243; iframe=&#8220;true&#8220; /]</p>
<p style="text-align: justify">In zentralasiatischen Ländern ist Homosexualität ein Tabuthema. In der Gesellschaft wird es oftmals für etwas anormales gehalten, das religiösen Vorstellungen widerspricht. Dennoch gibt es unterschiedliche Einstellungen dazu, wie eine Umfrage in den Straßen von Almaty zeigt:</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Ich habe keine Meinung zu diesem Thema. Ich gehöre nicht zu dieser Gruppe, aber ich habe keine negative Einstellung.</em>“</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: Wir existieren! LGBT-Jugendliche in Kasachstan (<a href="https://novastan.org/de/kasachstan/wir-existieren-lgbt-jugendliche-in-kasachstan-13/">Teil 1</a>, <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/wir-existieren-lgbt-jugendliche-in-kasachstan-23/">Teil 2</a>, <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/wir-existieren-lgbt-jugendliche-in-kasachstan-13/">Teil 3</a>)</strong></p>
<p style="text-align: justify">„<em>Es ist mir unangenehm. Ich verurteile sie nicht, aber das ist unanständig. Ich studiere die Heilige Schrift, und das ist eine der Sünden.</em>“</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Wenn es mich nicht betrifft, ist es mir egal.</em>“</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Und im Freundeskreis? </strong></p>
<p style="text-align: justify">&#8211; Wenn jemand aus ihrem Freundeskreis homosexuell wäre, würden Sie mit ihm oder mit ihr befreundet bleiben?</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Ja natürlich. Ich hätte ihn zum Arzt gebracht und würde trotzdem mit ihm in Kontakt bleiben, weil er mein Freund ist</em>“, so ein Passant in Almaty.</p>
<p style="text-align: justify">In einer Großstadt wie Almaty zeigt sich ein Trend zu mehr Toleranz. Es wäre aber interessant, das Thema auch von einer anderen Seite zu beleuchten. Die wirkliche Lebenssituation von einem schwulen Menschen, den wir interviewt haben, ist viel komplizierter.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Intolerantes Umfeld</strong></p>
<p style="text-align: justify">Gassan ist 35 und kommt aus Aktau, im Westen Kasachstans. Uns erzählt er offen über sein Leben. Er spricht über die Schwierigkeiten, die wegen seiner Sexualität entstehen.</p>
<p style="text-align: justify"><em>„Ich hatte erstmals Gefühle für meinen Mitschüler, als ich ungefähr zehn Jahre alt war. Davor habe ich auch gespürt, dass ich nicht wie meine Brüder bin. Es war tabu über dieses Thema zu sprechen. Alles, was ich von meinen Verwandten und Freunden gehört hatte, waren Beleidigungen. Die Gesellschaft fand das unnatürlich und sprach nicht nur schlecht über Homosexuelle, sondern konnte ihnen auch etwas antun.</em>“</p>
<p style="text-align: justify">Gassan erwähnt die Geschichte von einem Mitschüler, der ein Hemd mit rosa Schmuck trug und deshalb geschlagen wurde. Seine Kindheit und Jugend war wegen solcher Vorfälle schwierig. Das veränderte sich später in Aktobinsk, wo er Freunde mit gleicher Orientierung fand und sein Coming-Out hatte.</p>
<p style="text-align: justify">Seine homosexuellen Freunde hatten keine Probleme mit Gewalt, aber mit den Medien.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Negative Berichterstattung </strong></p>
<p style="text-align: justify">„<em>In den Medien zeigt man ständig nur negative Aspekte und betont die sexuelle Orientierung. Es gab einen Fall, wo eine Frau in Karangandy ihre Freundin getötet hat. In den Zeitungen ging es dann hauptsächlich um ihre Sexualität.</em>“</p>
<p style="text-align: justify">Gassan erzählt auch,  dass er einmal mit Homophoben kämpfen musste.</p>
<p style="text-align: justify">Sieht er Verbesserungen in der Toleranz in Kasachstan in den letzten Jahren?</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Nachdem ich mich meinen Freunden geöffnet habe, setzten wir unsere Freundschaft fort. Es kam heraus, dass Leute viel toleranter sind, als ich mir vorgestellt hatte. Es ist nichts Schreckliches passiert. Leute haben angst, solange es sie selbst nicht betrifft.</em>“</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Fortschritte</strong></p>
<p style="text-align: justify">Zur Toleranz in Zentralasien hat Gassan keine eindeutige Meinung. In den letzten Jahren gibt es offensichtliche Fortschritte in Kirgistan, weil einige Veranstaltungen zur Unterstützung von LGBT organisiert werden.</p>
<p style="text-align: justify">Er hofft, dass sich die Situation für Homosexuelle bis 2030 auch in anderen Ländern in Zentralasien verbessert und gibt den Zuhörern einen Rat:</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Bevor man die Leute verurteilt, soll man sie zuerst verstehen</em>.“</p>
<p style="text-align: right"><strong>Alyona Gula und Sofia Stroh<br />
<a href="https://soundcloud.com/zentralasien2030">Zentralasien-2030</a></strong></p>
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		<title>Zentralasien 2030: Tourismusperspektiven</title>
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		<dc:creator><![CDATA[zentralasien2030]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 May 2017 04:00:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Almaty]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien 2030]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Zentralasien 2030&#8220; ist ein internationales Podcast-Projekt, bei dem sich StudentInnen aus Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan un Usbekistan in Radiobeitr&#228;gen mit der Zukunft ihrer Region befassen. In dieser Folge erz&#228;hlen Bobomurod und Nurgul vom Tourismuspotenzial in der Region. [soundcloud url=&#8220;https://api.soundcloud.com/tracks/322550574&#8243; params=&#8220;auto_play=false&#38;hide_related=false&#38;show_comments=true&#38;show_user=true&#38;show_reposts=false&#38;visual=true&#8220; width=&#8220;100%&#8220; height=&#8220;450&#8243; iframe=&#8220;true&#8220; /] Der Tourismus ist ein unverzichtbarer Teil jeder Wirtschaft. Bei einer Umfrage unter [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong><em>„<a href="https://novastan.org/de/novastan/podcast-workshop-zentralasien-2030-in-almaty/">Zentralasien 2030</a>“ ist ein internationales Podcast-Projekt, bei dem sich StudentInnen aus Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan un Usbekistan in Radiobeiträgen mit der Zukunft ihrer Region befassen. In dieser Folge erzählen Bobomurod und Nurgul vom Tourismuspotenzial in der Region.<br />
</em></strong></p>
<p style="text-align: justify">[soundcloud url=&#8220;https://api.soundcloud.com/tracks/322550574&#8243; params=&#8220;auto_play=false&amp;hide_related=false&amp;show_comments=true&amp;show_user=true&amp;show_reposts=false&amp;visual=true&#8220; width=&#8220;100%&#8220; height=&#8220;450&#8243; iframe=&#8220;true&#8220; /]</p>
<p style="text-align: justify">Der Tourismus ist ein unverzichtbarer Teil jeder Wirtschaft. Bei einer Umfrage unter Einwohnern und Touristen in Almaty wurden vor allem die Probleme und möglichen Veränderungen des Tourismus in Kasachstan und in ganz Zentralasien gesprochen:</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Ich meine zuerst muss die Infrastruktur verbessert werden, zumindest müssen neue und modern Hotels aufgebaut werden, die miteinander konkurrieren können. Heutzutage sind die Hotels in Almaty nicht wettbewerbsfähig. Hinzu kommt auch die Sauberkeit der Stadt. Ich meine, die lokalen Menschen sollten nicht überall ihren Müll auf die Straße werfen</em>“, beklagt sich ein Einwohner Almatys.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Visa- und Sprachprobleme</strong></p>
<p style="text-align: justify">Touristen bemerken die Schwierigkeiten aus erster Hand: „<em>Es ist natürlich kompliziert, ein Visum für Kasachstan zu bekommen. Es wäre besser, wenn der Visumsprozess erleichtert und vereinfacht würde.</em>“</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/kasachstan-erweitert-visumfreiheit-auf-37-staaten/">Kasachstan erweiter Visumsfreiheit auf 37 Staaten</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">„<em>Es ist fast unmöglich, in Almaty eine Touristeninformation zu finden. Außerdem kann man mit der Bevölkerung und mit den Bus- und Taxifahrern kaum kommunizieren. Es wäre besser, wenn das Problem mit dem kyrillischen Aphabet gelöst wird, weil nicht alle diese Schrift lesen können.</em>“</p>
<p style="text-align: justify">Diese Aussagen zeigen, dass die Region Zentralasien, vor allem Kasachstan, entschiedene Probleme bei der Entwicklung des Tourismus haben. Zemfira Nasirowa, Spezialistin in der Tourismusagentur „Today Travel“ in Almaty, erläutert ihre Meinungen zu dieser Frage. Sie schätzt das touristische Potenzial in Zentralasien:</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Wofür brauchen wir überhaupt Tourismus? Seine wichtigste Rolle ist die wirtschaftliche Entwicklung von Zentralasien. Außerdem ist Tourismus ein Werbemittel, um unsere Region attraktiver zu machen. Ausländer haben sonst keine Vorstellung von Kasachstan und der ganzen Region.</em>“</p>
<p style="text-align: justify">Aber kann der Tourismus ohne die Hilfe der Regierung funktionieren? Dazu hat die Expertin eine ernste Einstellung. Einzelpersonen oder Agenturen können ohne staatliche Zuschüsse nicht überleben.</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Diese Frage wird immer aktueller, weil sich nicht alle Menschen in unserem Land selbst finanzieren können, um die Tourismusegmente und –regionen zu entwickeln. Hier wird die Rolle des Staats deutlich, weil wir selbst ohne die Hilfe der Regierung keine Reiseagenturen gründen können.</em>“</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Touristisches Potenzial</strong></p>
<p style="text-align: justify">Was die Vermarktung touristischer Produkte und das <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/die-staaten-zentralasiens-auf-der-suche-nach-einem-markenbild/">nationale Branding</a> betrifft, reagiert Nasirowa kritisch:</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Damit die Länder ihr touristisches Potential auf dem Weltmarkt behaupten können, müssen sie zuerst einige Faktoren beachten. Zum Beispiel haben wir keinen Kurort auf weltweitem Standard, weil es keine Angebote gibt,die es nicht schon in anderen touristischen Ländern gibt. Ein weiteres Problem sind die niedrigen Sprachkenntnissen der lokalen Bewohner. Man kann kaum Stadtführer mit Englischkenntnissen finden. In den meisten Fälle sprechen die Reiseleiter auf russisch, obwohl die meisten Touristen auf Englisch sprechen und gar kein Russisch verstehen.</em>“</p>
<p style="text-align: justify">Am Ende des Gesprächs sagt die Leiterin der Tourismusagentur ein paar Worte über das Zukunftspotenzial im Tourismussektor. Sie ist voller Optimismus für 2030.</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Was die Perspektiven des Tourismus in unserer Region angeht, soll zunächst die EXPO-Austellung erwähnt werden, die viele ausländische Reisende in unsere Region anziehen wird. Kasachstan hat dank dieser Ausstellung die Chance, in der Welt bekannt zu werden. Außerdem ist es wichtig, den sogenannte Ökotourismus in unserer Region zu entwickeln, da er bei Touristen sehr gefragt ist. Und zuletzt müssen die fünf zentralasiatischen Länder durch ein gemeinsames touristisches Netz verbunden sein. Also trotz der kleinen Schwierigkeiten, gibt es zweiffellos große Perspektiven.</em>“</p>
<p style="text-align: right"><strong>Bobomurod Mukhiddinow und Nurgul Abdykerimowa</strong></p>
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