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	<title>Wassermanagement Archives</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
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	<title>Wassermanagement Archives</title>
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		<title>Was passiert, wenn die Wasserressourcen Zentralasiens knapp werden?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Asia Plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Feb 2026 19:39:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt & Technologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jedes weitere D&#xFC;rrejahr in Zentralasien birgt das Potenzial f&#xFC;r eine politische Krise. Experten warnen: Wenn die L&#xE4;nder Zentralasien ihre Wasserpolitik nicht reformieren, drohen ihnen bald &#xE4;hnliche Wasserknappheit wie in Teheran. Und das, obwohl zum Beispiel Tadschikistan mit seinem Zugang zu den Gletschern des Pamir und seinen Quellfl&#xFC;ssen eigentlich als wasserreich gilt. Ende 2025 ver&#xF6;ffentlichte das [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Jedes weitere Dürrejahr in Zentralasien birgt das Potenzial für eine politische Krise. Experten warnen: Wenn die Länder Zentralasien ihre Wasserpolitik nicht reformieren, drohen ihnen bald ähnliche Wasserknappheit wie in Teheran. Und das, obwohl zum Beispiel Tadschikistan mit seinem Zugang zu den Gletschern des Pamir und seinen Quellflüssen eigentlich als wasserreich gilt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ende 2025 veröffentlichte das Zukunftsforschungsinstitut&nbsp;<a href="https://nightingale-int.com/">Nightingale Intelligence</a>&nbsp;eine&nbsp;<a href="https://nightingale-int.com/central-asian-capitals-risk-a-tehran-moment-without-urgent-water-reform/">Studie</a>&nbsp;mit alarmierenden Prognosen. Demnach droht den zentralasiatischen Metropolen eine massive Verschlechterung der Wasserversorgung, sollte es nicht zu raschen und umfassenden Reformen kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wasserversorgung der Region hängt maßgeblich vom&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Amudarja">Amudarja</a>&nbsp;und vom&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Syrdarja">Syrdarja</a>&nbsp;ab, deren Zuflüsse aus den Gletschern des&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pamir_(Gebirge)">Pamir-</a>&nbsp;und des&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tian_Shan">Tian-Shan-Gebirges</a>&nbsp;stammen. Seit den 1960er-Jahren haben diese Gletscher jedoch einen erheblichen Teil ihrer Masse verloren.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Folge werden die Flussläufe unberechenbarer – ein Risiko für die langfristige Wassersicherheit. Mindestens ebenso schwer wie der Klimawandel wiegt der ineffiziente Umgang mit Wasser in Landwirtschaft und Städten.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das „Teheran-Szenario“</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://nightingale-int.com/sobir-kurbanov/">Sobir Kurbanov</a>, Ökonom und Experte für internationale Entwicklung sowie Mitautor der Studie, beschreibt im Gespräch mit Asia-Plus das sogenannte&nbsp;<a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Tehran_water_shortage#:~:text=Iran%20faces%20a%20severe%20water,southern%20districts%20of%20the%20city">&#8222;Teheran-Szenario&#8220;</a>: einen drastischen Rückgang der Frischwasserversorgung in Städten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Dieses Szenario entsteht durch das Zusammenwirken mehrerer Faktoren – erschöpfte Wasserquellen, sinkende Zuflüsse in Stauseen, nicht nachhaltiger Verbrauch, marode Infrastruktur, hohe Verluste und eine rasante Urbanisierung ohne ausreichende Investitionen“,</em>&nbsp;erklärt Kurbanov.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch herrschen in Städten wie&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Taschkent">Taschkent</a>,&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bischkek">Bischkek</a>&nbsp;oder&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Duschanbe">Duschanbe</a>&nbsp;keine formellen Wasserengpässe. Doch die Kombination aus wachsender Nachfrage und maroder Infrastruktur macht sie anfällig für Störungen. In Duschanbe seien bereits viele Merkmale des „Teheran-Szenarios“ erkennbar, warnt der Experte.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Marode Netze, hohe Verluste</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Großteil der städtischen Wasserversorgungssysteme stammt noch aus der Sowjetzeit und wurde seitdem vor allem notdürftig repariert. Die Folge sind hohe Wasserverluste, häufige Rohrbrüche und eine ungleichmäßige Versorgung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Duschanbe äußert sich dies laut Kurbanov in sinkendem Wasserdruck, zunehmenden Störungen, schlechterer Wasserqualität und einer wachsenden Abhängigkeit einzelner Stadtteile von Wasserlieferungen per Lkw oder privaten Brunnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommt der hohe Verbrauch: In Taschkent liegt der tägliche Pro-Kopf-Verbrauch bei 230 bis 270 Litern, in Spitzenzeiten sogar bei bis zu 400 Litern. In europäischen Städten mit vergleichbarem Lebensstandard sind es im Schnitt 140 bis 150 Liter.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan:&nbsp;<a href="https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/tadschikistans-doerfer-sammeln-schmelzwasser/">Tadschikistans Dörfer sammeln Schmelzwasser</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig gehen in Tadschikistan schätzungsweise 20 bis 38 Prozent des Wassers bereits während der Verteilung verloren – möglicherweise sogar mehr, da verlässliche Messsysteme fehlen. Zum Vergleich: In Europa gelten 25 Prozent als Durchschnitt, Spitzenwerte liegen bei 10 bis 12 Prozent.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Management statt Mangel</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Studie kommt zu dem Schluss, dass technische Verluste und hoher Verbrauch Symptome eines tiefer liegenden Problems sind: eines ineffizienten Wassermanagements. Das bestehende System basiert weitgehend auf sowjetischen Strukturen, die für stabile klimatische Bedingungen und zentrale Planung konzipiert waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute sind die Wasserbehörden dauerhaft unterfinanziert, Tarife decken die tatsächlichen Kosten nicht, Investitionen bleiben aus. Daneben fehlt es an umfassender Kontrolle über Wasserentnahmen und Verluste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Tadschikistan bewegt sich auf eine Krise zu, selbst ohne formale Reduzierung der Wasserressourcen“, sagt Kurbanov. Ursache seien hohe Verluste, mangelhafte Zählersysteme, fehlende Sparanreize und eine unzureichende Koordination zwischen Wasser-, Energie- und Stadtentwicklungspolitik.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Landwirtschaft als Hauptverbraucher</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich werden die Defizite in der Landwirtschaft, die 80 bis 90 Prozent der Wasserentnahmen in Zentralasien ausmacht. Noch immer dominieren offene Kanäle und Schwerkraftsysteme, bei denen bis zu 40 Prozent des Wassers durch Versickerung und Verdunstung verloren gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Folgen sind sinkende Grundwasserspiegel, Bodenversalzung und geschädigte Ökosysteme – Prozesse, die bereits im&nbsp;<a href="https://nationalgeographic.de/umwelt/2017/11/zentralasien-es-war-einmal-ein-see/">Aralseebecken</a>&nbsp;sichtbar sind und langfristig auch Städte betreffen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Tadschikistan zeigt sich Wasserknappheit vor allem im ländlichen Alltag. Jede Verringerung des Bewässerungswassers wirkt sich unmittelbar auf Einkommen, Stromversorgung und Lebensbedingungen aus.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan:&nbsp;<a href="https://novastan.org/de/kasachstan/zentralasien-im-fluss-das-neue-themenheft-der-zeitschrift-osteuropa/">Zentralasien im Fluss: Das neue Themenheft der Zeitschrift „Osteuropa“</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Lage an den Quellgebieten wichtiger Flüsse verschafft Tadschikistan laut Kurbanov das Potenzial, eine führende Rolle im regionalen Wassermanagement zu übernehmen – vorausgesetzt, es gelingt eine koordinierte Steuerung von Wasser-, Energie- und Bewässerungssystemen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Abwanderung aus ländlichen Regionen&nbsp;</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Studie warnt zudem vor den sozialen Folgen der Wasserknappheit. Sinkende Erträge und Einkommen führen zu einer schleichenden Abwanderung aus ländlichen Regionen – zunächst saisonal, später dauerhaft. Der Druck auf die Städte wächst dadurch weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Beispiel ist der&nbsp;<a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Asht_District">Bezirk Ascht</a>&nbsp;in der&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sughd">Region Sughd</a>, bekannt für seine Aprikosenplantagen. Dort hat der Mangel an Bewässerungswasser bereits existenzielle Folgen. Der Rückgang des Wasserflusses im Fergana-Kanal sowie marode Pumpanlagen aus Sowjetzeiten verschärfen die Lage.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wasser und Strom – ein doppeltes Risiko</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr als 80 Prozent des Stroms in Tadschikistan stammen aus Wasserkraft. Sinkende Wasserstände wirken sich daher direkt auf die Energieversorgung aus. Schneearme Winter führen zu Stromrationierungen, da Wasser in Stauseen zurückgehalten werden muss. „Wasser, Strom, Bewässerung und Trinkwasserversorgung hängen alle von derselben hydrologischen Basis ab“, betont Kurbanov.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Spannungen mit Anrainerstaaten&nbsp;</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzliche Unsicherheit bringt der Bau des&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kusch-Tepa-Kanal">Kosh-Tepa-Kanals</a>&nbsp;in&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Afghanistan">Afghanistan</a>, der künftig bis zu zehn Kubikkilometer Wasser jährlich aus dem Amudarja ableiten könnte. Dies entspricht rund einem Drittel seines aktuellen Abflusses und verschärft die Spannungen zwischen den Anrainerstaaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Usbekistan">Usbekistan</a>&nbsp;könnte betroffen sein, dessen Bewässerungssysteme stark vom Amudarja abhängen. Für Tadschikistan liegen die Risiken laut Kurbanov weniger in der Wassermenge als in politischen und systemischen Folgen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Noch ist es nicht zu spät</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Autoren der Studie betonen: Das „Teheran-Szenario“ ist kein Schicksal, sondern das Resultat von Untätigkeit. Notwendig seien Investitionen in Infrastruktur, die Reduzierung von Verlusten, Reformen in der Landwirtschaft und eine faire Wasserökonomie mit klaren Tarifen und Verantwortlichkeiten. Ob Zentralasien den vorherigen Kurs noch korrigieren kann, hängt davon ab, wie schnell Worten konkrete Maßnahmen folgen.&nbsp;</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aliya Khamidullina für Asia-Plus</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://asiaplustj.info/news/tajikistan/security/20260119/vodnie-resursi-v-tsentralnoi-azii-istotshayutsya-chto-budet-kogda-pridet-chas-h">Russischen</a> von Margaret Bullich</strong></p>
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		<title>Usbekistan will das Aydar-Arnasay-Seensystem nachhaltig schützen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Indira Ramírez]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 May 2022 16:10:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Umwelt & Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Aydar-Arnasay-Seensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Aydarsee]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
		<category><![CDATA[Wassermanagement]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Aydar-Arnasay-Seensystem, das unter anderem den gr&#xF6;&#xDF;ten See Usbekistans umfasst, ist durch zunehmende Verschmutzung und einen sinkenden Pegel bedroht. Um dem zu begegnen, hat die usbekische Regierung eine Resolution unterzeichnet, die darauf abzielt, das &#xDC;berleben des einst k&#xFC;nstlich erschaffenen Seensystems zu garantieren. Usbekistans gr&#xF6;&#xDF;tes Seensystem ist zur Regierungssache geworden. Um die Zerst&#xF6;rung des k&#xFC;nstlich erschaffenen [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Aydar-Arnasay-Seensystem, das unter anderem den größten See Usbekistans umfasst, ist durch zunehmende Verschmutzung und einen sinkenden Pegel bedroht. Um dem zu begegnen, hat die usbekische Regierung eine Resolution unterzeichnet, die darauf abzielt, das Überleben des einst künstlich erschaffenen Seensystems zu garantieren.</strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Usbekistans größtes Seensystem ist zur Regierungssache geworden. Um die Zerstörung des künstlich erschaffenen Aydar-Arnasay-Seensystems zu verhindern, wurde am 26. März eine <a href="https://static.norma.uz/doc/doc_5/136%20(1).pdf">Resolution</a> zum Schutz seiner Wasserressourcen beschlossen. </p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">

Das Aydar-Arnasay-Seensystems mit seiner Gesamtfläche von 4.000 Quadratkilometern umfasst den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aydarsee">Aydarsee</a>, den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tuzkansee">Tuzkonsee</a> und den Arnasaysee. Das 1969 angelegte Seensystem leidet in den letzten Jahren unter instabilen Zuflussmengen und dem damit einhergehenden Verlust seines Volumens sowie unter fortschreitender Verschmutzung und Versalzung.
</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Maßnahmen zur Entwicklung</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"> Neben der Resolution verabschiedete die Regierung einen Fahrplan für zusätzliche Maßnahmen, um das Management des Seensystems zu organisieren. Diese umfassen Untersuchungen zur effizienten Wassernutzung und zur Identifizierung möglicher Verschmutzungsquellen sowie die Schaffung von geschützten Wäldern und Rettungs-, Strand- und Erholungsgebieten rund um den See. Außerdem soll der Zufluss aus dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schardara-Talsperre">Shardara-Stausee</a> in Kasachstan erhöht und eine biometrische Beobachtung und Messung des Pegels eingeführt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/ueber-die-masse-wie-usbekistan-und-turkmenistan-ihre-wasserressourcen-ueberstrapazieren/"><strong>Über die Maße: Wie Usbekistan und Turkmenistan ihre Wasserressourcen überstrapazieren </strong></a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig sehen die Maßnahmen die Entwicklung der Fischerei im Seensystem durch „Aidar-Arnasay System of Lakes LLC“ vor – einem Unternehmen, das im Januar durch ein Präsidialdekret gegründet wurde. Wie das usbekische Nachrichtenportal <a href="https://www.uzdaily.uz/en/post/71588">UzDaily</a> berichtet, besteht die Mission des Unternehmens darin, auf dem Gebiet des Seensystems im Hinblick auf die Wiederauffüllung der Stauseen eine intensive Fischzucht zu entwickeln. Die Regierung hat außerdem ein einjähriges Fischereimoratorium erlassen. Um das touristische Potenzial des Seensystems zu entwickeln, wird außerdem vorgeschlagen, Gebiete zum Radfahren, Reiten und Wandern zu schaffen sowie den Ökotourismus zu fördern. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Der Senat schlägt Alarm</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Bereits im Vorfeld hatte sich der usbekische Senat über den angeblich alarmierenden Zustand des Seensystems, fahrlässiges Management und die Bedrohung der öffentlichen Gesundheit durch die Verschmutzung des Sees alarmiert gezeigt. Auch die Unsicherheit, ob das Seensystem noch in Zukunft Bestand haben werde, wurde vom Oberhaus des usbekischen Parlaments bemängelt.

Wie die Onlinezeitung <a href="https://www.gazeta.uz/ru/2021/12/17/lakes/">Gazeta.uz</a> berichtete, hatte am 16. Dezember 2021 Riskul Siddikov, stellvertretender Vorsitzender des Senatsausschusses für Agrarmanagement, Wasser und Ökologie, die Regierung gewarnt, das Becken könnte ein ähnliches Schicksal erleiden wie den zur Wüste gewordenen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aralsee">Aralsee</a>.

</p>


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<p class="wp-block-paragraph">

Siddikov erklärte, der Rückgang des Wasserspiegels sei darauf zurückzuführen, dass zwischen 2013 und 2020 kein Süßwasser aus dem Shardara-Stausee in das Aydar-Arnasay-Seensystem eingeleitet wurde. Dadurch habe sich die Wassermenge um 37,7 Milliarden Kubikmeter verringert.
</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Ein bedrohtes Ökosystem</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"> Tatsächlich sind die Probleme des Seensystems nicht neu. Bereits 2018 <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/warum-der-aralsee-nicht-das-einzige-umweltproblem-usbekistans-ist/">warnte</a> Vadim Sokolov, Leiter der Agentur für die Umsetzung von Projekten des Internationalen Fonds zur Rettung des Aralsees, vor mehreren Problemen im Zusammenhang mit unzureichenden Wasserressourcen. Er schätzte, dass 90 Prozent der Probleme des Landes mit Wasser zusammenhängen und dass verhindert werden müsse, dass das Aydar-Arnasay-Seensystem austrocknet und zur Wüste wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/usbekistan/warum-der-aralsee-nicht-das-einzige-umweltproblem-usbekistans-ist/"><strong>Warum der Aralsee nicht das einzige Umweltproblem Usbekistans ist </strong></a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das zwischen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Syrdarja">Syrdarja</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kysylkum">Kysylkum</a> gelegene Aydar-Arnasay-Seensystem ist das größte Wasserreservoir Usbekistans und Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten. Darüber hinaus ist es für das Mikroklima der Region und die Entwicklung von Landwirtschaft und Fischzucht von Bedeutung. Das Seensystem ist außerdem Durchreise- oder Winterquartier für mehr als 100 beobachtete Zugvogelarten. Der Salz- und Mineraliengehalt des Wassers, insbesondere in Dürrezeiten und infolge schlechten Wassermanagement, stellt eine Bedrohung für das Reservoir dar, weswegen nun die dringend notwendigen Rettungsmaßnahmen eingeleitet wurden. </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Indira Ramirez, Redakteurin für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://novastan.org/fr/environnement/louzbekistan-veut-proteger-durablement-le-bassin-aidar-arnassai/"><strong>Französischen</strong></a><strong> von Robin Roth</strong> </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Über die Maße: Wie Usbekistan und Turkmenistan ihre Wasserressourcen überstrapazieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nerphalone Saint-Rival]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Sep 2021 10:40:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Turkmenistan]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt & Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[FAO]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
		<category><![CDATA[Wassermanagement]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Ern&#xE4;hrungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) beschreibt in zwei Berichten die &#xFC;berm&#xE4;&#xDF;ige Nutzung von Wasserressourcen in Usbekistan und Turkmenistan. Der Wasserverbrauch der beiden L&#xE4;nder &#xFC;bersteigt die Reserven um 69 beziehungsweise 44 Prozent. Der Druck auf die Wasserressourcen in Usbekistan und Turkmenistan w&#xE4;chst. Wie das usbekische Nachrichtenportal The Tashkent Times berichtet, hat die Ern&#xE4;hrungs- [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) beschreibt in zwei Berichten die übermäßige Nutzung von Wasserressourcen in Usbekistan und Turkmenistan. Der Wasserverbrauch der beiden Länder übersteigt die Reserven um 69 beziehungsweise 44 Prozent.</strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Druck auf die Wasserressourcen in Usbekistan und Turkmenistan wächst. Wie das usbekische Nachrichtenportal <a href="https://tashkenttimes.uz/national/7493-water-consumption-in-uzbekistan-at-69-over-the-top-of-reserves">The Tashkent Times</a> berichtet, hat die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ernährungs-_und_Landwirtschaftsorganisation_der_Vereinten_Nationen">Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO)</a> Ende August während der <a href="http://www.fao.org/land-water/news-archive/news-detail/en/c/1416944/">Weltwasserwoche</a> in Stockholm zwei Berichte veröffentlicht, aus denen hervorgeht, dass Usbekistan 169 Prozent und Turkmenistan 144 Prozent seiner Wasserreserven verbrauchen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/usbekistan/die-duerre-wird-bis-zum-ende-des-jahrhunderts-dauern-ein-gespraech-ueber-wasserprobleme-in-usbekistan/"><strong>„Die Dürre wird bis zum Ende des Jahrhunderts dauern“ – ein Gespräch über Wasserprobleme in Usbekistan </strong></a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Berichte machen politische Entscheidungsträger:innen darauf aufmerksam, dass schnelles Handeln dringend notwendig ist. Während der <a href="http://www.fao.org/3/cb6413en/cb6413en.pdf">eine Bericht</a> die Effizienz von Wassernutzung beleuchtet, behandelt der <a href="http://www.fao.org/3/cb6241en/cb6241en.pdf">andere</a> das Ausmaß des Wasserstresses. Um den Grad der Wasserknappheit zu messen, nutzen die Expert:innen der FAO als Indikator den sogenannten <a href="https://www.umweltbundesamt.de/tags/wasserstress">Wasserstress</a> und berechnen den Wasserverbrauch im Verhältnis zu den Reserven von einzelnen Ländern und Regionen. Usbekistan und Turkmenistan weisen in der Kategorie Binnen-Entwicklungsländer den größten Wasserstress auf. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Wasser – essenziell für die wirtschaftliche Entwicklung</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Wasser ist die Essenz des Lebens und das Herzstück der Agrar- und Ernährungssysteme“</em>, erklärt FAO-Generaldirektor <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qu_Dongyu">Qu Dongyu</a> im Vorwort zu den Berichten. Und tatsächlich ist Wasser ein unverzichtbares Element für das Wirtschaftswachstum und die Ernährungssicherheit in Usbekistan und Turkmenistan. Die Berichte zeigen, dass mehr als 90 Prozent des Wasserverbrauchs beider Länder auf Kosten der Landwirtschaft erfolgt. Dies erklärt den steigenden Wasserbedarf und die damit einhergehende Verknappung.

</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">

Laut FAO könnten in den kommenden Jahrzehnten mehr Länder und Regionen von Wasserknappheit betroffen sein. Den Berichten zufolge werden Megapolen wie Peking, London, Mumbai und Tokio wahrscheinlich bis 2050 eine Krise in Bezug auf ihre Wasserversorgung erleben.
</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Hin zu einem besseren Wassermanagement</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"> Der Wassermangel für Landwirtschaft und Privatverbrauch beunruhigen die zentralasiatischen Behörden in verstärktem Maße. Die wirtschaftliche Zukunft von Usbekistan und Turkmenistan hängt zunehmend davon ab, ob es gelingt, eine neue Wasserpolitik zu erfinden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/turkmenistan/duerre-in-turkmenistan/"><strong>Dürre in Turkmenistan </strong></a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Wasserstress-Bericht zeigen die Expert:innen die dringende Notwendigkeit auf, widerstandsfähige Wassermanagementsysteme zu entwickeln, insbesondere für Landwirtschaft. <em>„Die Wassersicherheit ist eine wichtige globale Herausforderung. Sie hat Auswirkungen auf die Landwirtschaft, die Energieerzeugung, die Grundbedürfnisse der Bevölkerung und die Ökosysteme“</em>, erklärte die stellvertretende FAO-Generaldirektorin <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Maria_Helena_Semedo">Maria Helena Semedo</a> im Rahmen der Weltwasserwoche. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Beständige Wasserprobleme</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Usbekistan und Turkmenistan sind nicht die einzigen zentralasiatischen Länder, die eine Wasserknappheit befürchten müssen. So liegen in Kirgistan und Kasachstan die Indikatoren für den Süßwasserverbrauch ebenfalls über dem weltweiten Durchschnitt von 18,4 Prozent. Laut dem Wasserstress-Bericht verbrauchten die beiden Länder im Jahr 2018 50 beziehungsweise 33 Prozent ihrer Reserven.

</p>


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<p class="wp-block-paragraph"> Mit der Wasserknappheit in der Region entsteht auch eine Gefahr für die Stromversorgung. Laut <a href="https://rus.azattyk.org/a/31454187.html">Radio Azattyk</a>, dem kirgisischen Dienst von Radio Free Europe, schätzte Kirgistans nationale Energieversorgungsgesellschaft am 10. September, dass der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Toktogul-Talsperre">Toktogul-Stausee</a> im Frühjahr 2022 trockenfallen könnte. Allein dieser Stausee erzeugt 30 Prozent des Stroms im Land. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/die-funf-wichtigsten-wasserkonflikte-in-zentralasien/"><strong>Die fünf wichtigsten Wasserkonflikte in Zentralasien</strong></a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Tadschikistan ist betroffen, obwohl es laut Angaben des tadschikischen Nachrichtenportal <a href="https://asiaplustj.info/ru/news/tajikistan/society/20210302/uzbekistan-ozhidaet-ostrii-defitsit-polivnoi-vodi-v-tadzhikistane-opyat-budet-defitsit-elektroenergii?tg_rhash=59df260525b319">Asia-Plus</a> nur 17 bis 20 Prozent des von seinem Territorium ausgehenden Wassers selbst verwendet, während der Rest im an den Unterläufen der Flüsse gelegenen Usbekistan verbraucht wird. Eine schwere Wasserknappheit in Usbekistan könnte sich auch auf die Stromproduktion in Tadschikistan auswirken. </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Nerphalone Saint-Rival, Redakteurin für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://novastan.org/fr/environnement/louzbekistan-et-le-turkmenistan-surconsomment-leurs-ressources-en-eau/"><strong>Französischen</strong></a><strong> von Robin Roth</strong> </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
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		<title>Warum Breschnew Millionen in den Nurek-Staudamm in Tadschikistan investierte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Asia Plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Oct 2020 14:42:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Baustelle]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Leonid Breschnew]]></category>
		<category><![CDATA[Nurek Staudamm]]></category>
		<category><![CDATA[Sowjetunion]]></category>
		<category><![CDATA[Wassermanagement]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Nurek-Staudamm in Tadschikistan ist mit 300 Metern eine der zwei h&#xF6;chsten Talsperren der Welt. In den 1980ern trug er noch den Namen Leonid Breschnews, der sich einst f&#xFC;r Bau und Ort stark machte. Die tadschikische Onlinezeitung Asia Plus schildert, wie der damalige Staatschef der Sowjetunion einst die Baustelle des Wasserkraftwerks besuchte. Folgender Artikel erschien [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Nurek-Staudamm in Tadschikistan ist mit 300 Metern eine der zwei höchsten Talsperren der Welt. In den 1980ern trug er noch den Namen Leonid Breschnews, der sich einst für Bau und Ort stark machte. Die tadschikische Onlinezeitung Asia Plus schildert, wie der damalige Staatschef der Sowjetunion einst die Baustelle des Wasserkraftwerks besuchte. Folgender Artikel erschien im <a href="https://asiaplustj.info/ru/news/tajikistan/society/20200901/zavetshanie-brezhneva-kak-gensek-sssr-v-nurek-million-privez?tg_rhash=4ad06923c19fc6">russischen Original</a> am 1. September 2020.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Besuch von <a href="https://www.dekoder.org/de/gnose/leonid-breshnew">Leonid Iljitsch Breschnew</a> war erst drei Tage vor seiner Ankunft in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Norak">Norak</a> (russisch „Nurek“), im Südwesten der tadschikischen Sowjetrepublik, gemeldet worden. Am Morgen des 1. September 1970 wurde die Stadt mit roten Bannern dekoriert. Norak brummte wie ein Bienenstock. Man fragte sich, wann Breschnew ankommen und wie lange er bleiben würde, welche Objekte er besichtigen und ob er das Haus der Kultur, Geschäfte, Kindergärten, Schulen besuchen würde.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es war ein sonniger, heißer Tag. Am Stadteingang versammelten sich der Bauleiter und der Leiter der Hauptenergieabteilung der Republik, W. I. Ljultschak, der Vorsitzende des Exekutivkomitees der Stadt, B. Schukurow, der Leiter der Industriegruppe „Tadschikgydroelektostroj“, G. I. Tichonow, und Bauleiter Ju. K. Sewenard.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/das-schaufenster-des-sowjetischen-ostens-ueber-die-diplomatie-sharaf-rashidovs/">Das Schaufenster des sowjetischen Ostens – Über die Diplomatie Sharof Rashidovs</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">An der Straßenbiegung erschien eine Autokolonne aus mehreren <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/GAZ-13_Tschaika">Tschajkas</a>. Die Autos fuhren in die Stadt, tausende Einwohner begrüßten Breschnew. Die Kolonne fuhr weiter zum Bauhauptquartier. Das gesamte Team der Baustelle versammelte sich hier und berichtete dem Staatschef über den Fortschritt beim Bau des Energieriesen auf dem Fluss <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wachsch">Wachsch,</a> der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nurek-Staudamm">Nurek-Talsperre</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Gespräch brachte man den Generalsekretär der Kommunistischen Partei zum Staudamm, zeigte ihm dessen zentralen Teil. Währenddessen strömten die Arbeiter von überall her auf die Baustelle. Als Breschnew das bemerkte, ging er zu den Arbeitern hinunter. Sogleich wurde er von allen Seiten von Installateuren, Betonarbeitern, Platinenlegern, Maschinisten, Fahrern umringt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Meine Genossen, ich habe viele große Baustellen in unserem Land besucht, bereits viele Länder und erstaunliche Gebäude gesehen. Aber was ich in Nurek gesehen habe, ist nichts im Vergleich zu dem, was ich bisher sehen durfte!</em>“, erklärte Breschnew. „<em>Ihr baut ein Wasserkraftwerk unter unglaublich schwierigen bergbaulichen und klimatischen Bedingungen.</em> […] <em>Als Ingenieur kann ich euch sagen, wie kompliziert und gleichzeitig erfolgreich die Anordnung der Komponenten der Struktur ist. Ihr Nureker seid gut, wahre Helden, und eure Arbeit ist wunderbar!</em>“&nbsp; &nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>„Nurek ist die Projektion zukünftiger großer Bauprojekte“</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Danach folgte ein offenes Gespräch. Die Arbeiterinnen und Arbeiter thematisierten auch Mängel, sprachen einfach und ernsthaft, beklagten, dass es nicht genügend Wohnungen gäbe. Breschnew wandte sich an das Staatsoberhaupt der Tadschikischen Sowjetrepublik, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dschabar_Rassulowitsch_Rassulow">Dschabbor Rasulow</a>: „<em>Wie viel Geld wird in diesem Jahr für den Wohnungsbau benötigt?</em>“ Rasulow antwortete: &#8222;<em>Eine Million Rubel mit Material</em>&#8222;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Das staatliche Planungskomitee wird Ihnen diese Million zuteilen</em>“, versprach Breschnew den Arbeitern, „<em>wir werden euch mit Metall und Zement helfen!</em>“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Arbeitnehmer beklagten sich darüber, dass es unmöglich sei, internationale Sportwettkämpfe in Nurek zu verfolgen, da es keinen Sender gebe. Daraufhin Breschnew wieder: „<em>In sehr naher Zukunft wird ein Sender installiert werden</em>.&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und Breschnew erfüllte seine Versprechen: Das Geld für den Bau von Wohnungen für Nurek wurde bereitgestellt und der Sender am Tschomasak-Pass installiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bald spürte jeder in Nurek, wie zentrale Ministerien und Abteilungen, Werke und Fabriken, von denen der Bau des Wasserkraftwerks abhing, ihre Einstellung zum Projekt änderten. Nurek war nun eines der wichtigsten und vorrangigen Bauprojekte in der Sowjetunion geworden.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://2ff41361.sibforms.com/serve/MUIFAD3kOVgHRZMEzVL0tQuvV__Lm5slYuTqY-DEgdyDpH9WazOpCwYD2CLbIZdPKxyD_Mnaw2SKMY78StG6vCfPNIE1HcIumNXgnjsKyqsb8MuZ5Ng1jN3cNsBhf4SSp2VDJAgy_38b6jiUL7aU6Y-RaIAVhUpNqW1tNwmWOB-8YcNp9LBWEk57rUlkszlx_tQ8qxYED63Sz6UU">mit einem Klick.</a></span></strong></span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Breschnew hat für den Wohlstand Tadschikistans so viel getan, wie kein sowjetischer Staatsmann vor oder nach ihm. Unter ihm wurden regionale Industriestätten wie die <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Tajik_Aluminium_Company">tadschikische Aluminiumfabrik</a>, das Chemiekombinat <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jowon">Jowon</a>, die Stickstoff- und Brennstoffanlage Wachsch errichtet. Alle Baustellen in Tadschikistan wurden mit dem Nötigsten ausgestattet. Breschnew schickte die besten Spezialisten nach Tadschikistan, die ihre Arbeit mit der Ausbildung einheimischer Mitarbeiter kombinierten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/tadschikistan-erlaubt-die-privatisierung-des-aluminiumkonzerns-talco-und-des-rogun-wasserkraftwerks/">Tadschikistan erlaubt die Privatisierung des Aluminiumkonzerns TALCO und des Rogun-Wasserkraftwerks</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 1978 schrieb Breschnew dann einen Brief an die Erbauer des Wasserkraftwerks Nurek, der in der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Prawda">Prawda</a> am 11. Februar 1978 erschien: „<em>Bald werden die letzten Bauarbeiter das Gelände des Wasserkraftwerks Nurek verlassen. Sie gehen weiter ihres Wegs, nach Rogun, zu neuen Baustellen, die vielleicht gerade erst in den Umrissen staatlicher Pläne und den ersten Pflöcken auf unbewohntem Land existieren</em>“, so der Generalsekretär. „<em>Aber es ist ganz klar, dass das Gesamtergebnis von Nurek bei weitem nicht nur darin besteht, dass in zwei Jahrzehnten Bauzeit am Ufer des Wachsch-Flusses eine neue Stadt, ein künstlicher See und ein Wasserkraftwerk entstanden sind</em> <em>[…]. Nurek ist die Projektion zukünftiger grandioser Konstruktionen</em>&#8222;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heutzutage klingt das Pathos dieser Zeilen prophetisch, wie eine Ankündigung dessen, dass auch das <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/tadschikistan-die-zweite-turbine-des-rogun-wasserkraftwerks-geht-ans-netz/">Wasserkraftwerk Rogun</a> fertiggestellt werden soll. Unmittelbar nach dem Tod von Breschnew wurde das Wasserkraftwerk Nurek auf Wunsch der Bevölkerung nach ihm benannt. Es trug diesen Namen bis 1988.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Gafur Schermatow<br><a href="https://asiaplustj.info/ru/news/tajikistan/society/20200901/zavetshanie-brezhneva-kak-gensek-sssr-v-nurek-million-privez?tg_rhash=4ad06923c19fc6">Asia Plus</a></strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem Russischen von Florian Coppenrath</strong></p>


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			</item>
		<item>
		<title>Warum der Aralsee nicht das einzige Umweltproblem Usbekistans ist</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Phillip Schroeder]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Mar 2020 06:09:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Aydarsee]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
		<category><![CDATA[Wassermanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Wassermangel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Zentralasien sind 90 Prozent der Umweltprobleme mit Wasser verbunden. Hiervon berichtet Wadim Sokolow, Leiter der Agentur zur Realisierung von Projekten des internationalen Fonds f&#xFC;r die Rettung des Aralsees. Mit ihm sprach Anhor.uz &#xFC;ber das Aydar-Arnasay-Seensystem und seine Problematik. Wir &#xFC;bersetzen den Artikel mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. Tats&#xE4;chlich gibt es in Usbekistan nicht nur [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>In Zentralasien sind 90 Prozent der Umweltprobleme mit Wasser verbunden. Hiervon berichtet Wadim Sokolow, Leiter der Agentur zur Realisierung von Projekten des internationalen Fonds für die Rettung des Aralsees. Mit ihm sprach </strong><a href="https://anhor.uz/ekologiya/pochemu-aral-ne-edinstvennaya-ekoproblema-uzbekistana"><strong>Anhor.uz</strong></a><strong> über das Aydar-Arnasay-Seensystem und seine Problematik. Wir übersetzen den Artikel mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.</strong></p>
<p style="text-align: justify">Tatsächlich gibt es in Usbekistan nicht nur das Problem des Aralsees. Es gibt auch in anderen Regionen Umweltprobleme; wie das des Aydar-Arnasay-Seensystems, das sich über die  Regionen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Provinz_Jizzax">Jizzax</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Provinz_Navoiy">Navoiy</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Provinz_Samarqand">Samarkand</a> erstreckt. Auch im Süden des Landes gibt es große Umweltprobleme, zum Beispiel in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Provinz_Qashqadaryo">Qashqadaryo</a> oder <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Surxondaryo">Surxondaryo</a>, wo ein ständigen Wassermangel herrscht. Jeder zusätzliche Tropfen Wasser kann dabei helfen diese Umweltprobleme zu lösen.</p>
<p><p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Was genau ist das Problem des Aydar-Arnasay-Seensystems?</strong></p>
<p style="text-align: justify">Der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aydarsee">Aydarsee</a> (usbekisch Haydarko´l) ist ein natürlicher See, der vor allem durch Grundwasser Zufluss erhielt. 1969 gab es eine große Überschwemmung durch den Fluss <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Syrdarja">Syrdarja</a>. In dieser Periode wurde entschieden, fast den gesamten jährlichen Abfluss des Syrdarja in diese Senke zu leiten, um die Bevölkerung am unteren Flusslauf zu retten – besonders in Kasachstan. So bildete sich das berühmte Aydar-Arnasay- Seensystem. Dort befinden sich nun etwa 30-40 Kubikkilometer Wasser. Nur ist es praktisch unmöglich dieses Wasser zu nutzen. Um dies zu ermöglichen, müsste ein Pumpwerk gebaut werden. Das Wasser dort ist kein Süßwasser, sondern eher salzhaltig. Daher ist es schwierig, es für wirtschaftliche Zwecke zu nutzen. Es formierte sich dort ein eigenes Ökosystem: Der Ort zog Fische und Vögel an.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/zentralasien-2030-wie-steht-es-um-das-wassermanagement/"><strong>Zentralasien 2030: Wie steht es um das Wassermanagement?</strong></a></p>
<p style="text-align: justify">Im ursprünglichen Teil des Seensystems, das in Nachbarschaft mit dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schardara-Talsperre">Schardara-Stausee</a> (in Kasachstan, Anm. d. Red.) liegt, gibt es außerdem etwas Süßwasser. Vor zehn Jahren baute Usbekistan dort eine Pumpstation, um es bei Wassermangel für die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Provinz_Sirdaryo">Region Sirdaryo</a> abzupumpen. Dieses Süßwasser lässt sich zur Herstellung von Getränken und zur Bewässerung nutzen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Wie steht es heute um das Seensystem?</strong></p>
<p style="text-align: justify">Heute gibt es zwei Aufgaben – man darf den See nicht sterben und damit an seiner Stelle erneut eine salzhaltige Wüste entstehen lassen. Dieses natürliche Objekt zur Revitalisierung hat eine besondere wirtschaftliche Bedeutung, weil es dort eine große Zahl an Fischen gibt.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/usbekistan/usbekistans-feuchte-ambitionen/"><strong>Usbekistans feuchte Ambitionen</strong></a></p>
<p style="text-align: justify">In den letzten Jahren wurden ziemlich angespannte Gespräche mit den kasachischen Kollegen geführt. Kasachstan hat ein großes Projekt zur Verbesserung der Strömung im unteren Syrdarja-Delta realisiert. Kasachstan ist deshalb nicht bereit, Wasser in den Aranasay fließen zu lassen und möchte es stattdessen ausschließlich zu sich selbst leiten. Es gab Verhandlungen und im letzten Jahr wurde sich über folgenden Punkt verständigt: Kasachstan stimmte zu, zu besonders wasserreichen Zeiten 1,5 Kubikkilometer Wasser im Jahr aus dem Schardara-Stausee ausfließen zu lassen, um mithilfe dieses Wassers den See selbst zu unterstützen.</p>
<p><p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://2ff41361.sibforms.com/serve/MUIFAD3kOVgHRZMEzVL0tQuvV__Lm5slYuTqY-DEgdyDpH9WazOpCwYD2CLbIZdPKxyD_Mnaw2SKMY78StG6vCfPNIE1HcIumNXgnjsKyqsb8MuZ5Ng1jN3cNsBhf4SSp2VDJAgy_38b6jiUL7aU6Y-RaIAVhUpNqW1tNwmWOB-8YcNp9LBWEk57rUlkszlx_tQ8qxYED63Sz6UU">mit einem Klick.</a></span></strong></span></p></p>
<p style="text-align: justify">Von usbekischer Seite wird vor allem Abwasser in den See geleitet. Wenn dieses nicht verdünnt wird, werden wir wieder einmal ein totes Meer auffinden. Das ist ebenfalls eines der größten Probleme für Usbekistan, das wir zu lösen versuchen und dabei unsere Nachbarn, Freunde und Partner hinzuziehen.</p>
<p style="text-align: right"><strong><a href="https://anhor.uz/ekologiya/pochemu-aral-ne-edinstvennaya-ekoproblema-uzbekistana">Anhor.uz</a></strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Russischen von Phillip Schroeder</strong></p>
<p><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/warum-der-aralsee-nicht-das-einzige-umweltproblem-usbekistans-ist/">Warum der Aralsee nicht das einzige Umweltproblem Usbekistans ist</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
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		<title>Visafreiheit und Wasserkraft &#8211; Duschanbe und Taschkent einigen sich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Asia Plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Jan 2018 15:25:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Visafreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wassermanagement]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Tadschikistan und Usbekistan haben bez&#xFC;glich Visa und der strittigsten Staatsgrenze am Staudamm des Farhad-Wasserkraftwerks geeinigt. Folgender Artikel wurde von Novastan &#xFC;bersetzt und erschien im Original auf ASIA-Plus. Usbekistan und Tadschikistan unterschreiben bald neues Abkommen &#x201E;&#xFC;ber gegenseitige Reisen von B&#xFC;rgern&#x201C;.&#xA0; B&#xFC;rger beider Republiken werden sich bis zu einem Monat ohne Visum auf dem Territorium des jeweils [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Tadschikistan und Usbekistan haben bezüglich Visa und der strittigsten Staatsgrenze am Staudamm des Farhad-Wasserkraftwerks geeinigt. Folgender Artikel wurde von Novastan übersetzt und erschien im Original auf </strong><a href="https://news.tj/ru/news/tajikistan/politics/20180111/dushanbe-i-tashkent-dogovorilis-i-po-vize-i-po-granitse"><strong>ASIA-Plus</strong></a><strong>.</strong></p>
<p style="text-align: justify">Usbekistan und Tadschikistan unterschreiben bald neues Abkommen „über gegenseitige Reisen von Bürgern“.  Bürger beider Republiken werden sich bis zu einem Monat ohne Visum auf dem Territorium des jeweils anderen Staates aufhalten können.</p>
<p style="text-align: justify">Auch die Eröffnung neuer Bus- und Zuglinien zwischen den Ländern werden geplant. An der Grenze werden neue Kontrollpunkte geöffnet.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest außerdem auf Novastan</strong>:  <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/neue-fluglinie-zwischen-taschkent-und-duschanbe/">Neue Fluglinie zwischen Taschkent und Duschanbe</a></p>
<p style="text-align: justify">Bezüglich der Grenze an der sich das Wasserkraftwerk Farhad befindet, vereinbarten die Seiten, dass dieses Gebiet als tadschikisches Territorium und das Kraftwerk als usbekisches Eigentum anerkannt wird. Für die Sicherheit der Anlage ist die tadschikische Seite verantwortlich, Usbekistan übernimmt die technische Versorgung.</p>
<p style="text-align: justify">Am 10. Januar traf sich in Duschanbe eine zwischenstaatliche Kommission für Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Tadschikistan und Usbekistan und die tadschikisch-usbekische zwischenstaatliche Kommission für die Delimitierung und Demarkierung der Staatsgrenze. Das Treffen war effektiv und vielversprechend. Die Teilnehmer bespreachen viele wichtige Fragen und Perspektiven für die Entwicklung der zwischenstaatlichen Beziehungen.</p>
<p style="text-align: justify">Das Treffen in Duschanbe zwischen den zuständigen Ministerien und Behörden beider Länder endete mit der Anweisung, sich auf die Vereinbarungen zwischen Tadschikistan und Usbekistan über die Zusammenarbeit in den Bereichen Verkehr, Kommunikation, Handel, Wirtschaft, Grenzen vorzubereiten.</p>
<p style="text-align: justify">Die Vereinbarungen über die Zusammenarbeit in den oben genannten Bereichen werden während des Besuches des usbekischen Präsidenten in Duschanbe im Frühling unterzeichnet.</p>
<p style="text-align: justify">Seit 25 Jahren sind die Versuche beider Staaten, zusammenzuarbeiten, wegen Uneinigkeit der Interessen regelmäßig gescheitert. Duschanbe warf der Nachbarrepublik wiederholt vor, Eisenbahnen und Straßen zu blockieren. Tashkent war  gegen den Bau des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rogun-Staudamm">Rogun-Staudamms</a> in Tadschikistan, der eine Bedrohung für die usbekische Landwirtschaft in der Region ist. Im Jahr 2001 hatte zuerst Usbekistan und dann Tadschikistan eine Visa-Regelung zwischen den beiden Staaten eingeführt.</p>
<p><strong>Lest außerdem auf Novastan</strong>: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/die-funf-wichtigsten-wasserkonflikte-in-zentralasien/"><strong>Die fünf wichtigsten Wasserkonflikte in Zentralasien</strong></a></p>
<p style="text-align: justify">Der neue Präsident der Republik Usbekistan, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Shavkat_Mirziyoyev">Schawkat Mirsijojew</a>, hat seit seinem Amtsantritt 2016 einen „Neustart“ in den Beziehungen zu den Nachbarländern durchgeführt, insbesondere im Bezug auf Tadschikistan.</p>
<p style="text-align: right"><strong><a href="https://news.tj/ru/news/search?search=%D0%90%D0%B2%D0%B0%D0%B7+%D0%AE%D0%BB%D0%B4%D0%B0%D1%88%D0%B5%D0%B2">Awas Juldaschew</a>,  </strong><a href="https://news.tj/ru/news/tajikistan/20180113/vashi-ozhidaniya-ot-vizita-prezidenta-uzbekistana"><strong>ASIA-Plus</strong></a></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Russischen von Sobira Majidova</strong></p>
<p style="text-align: justify">Noch mehr Zentralasien findet Ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company-beta/5246815/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in Eurer Mailbox könnt ihr Euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</p>
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			</item>
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		<title>Die fünf wichtigsten Wasserkonflikte in Zentralasien</title>
		<link>https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/die-funf-wichtigsten-wasserkonflikte-in-zentralasien/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[openasia]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Dec 2017 12:23:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt & Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserkonflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Wassermanagement]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Innerhalb weniger Jahre k&#xF6;nnten in Zentralasien kriegerische Handlungen um Wasser ausbrechen. Das sagen zumindest einige unheilverk&#xFC;ndende Analysen voraus. An derartigen Konflikten haben weder die L&#xE4;nder Zentralasiens noch andere Staaten, die in der Region aktiv sind, ein Interesse. Zentralasien versucht daher, sich bez&#xFC;glich des Wassers zu einigen. OpenAsia stellt die wichtigsten Streitpunkte in der Region vor. [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Innerhalb weniger Jahre könnten in Zentralasien kriegerische Handlungen um Wasser ausbrechen. </strong><strong>Das sagen zumindest einige unheilverkündende Analysen voraus. An derartigen Konflikten haben weder die Länder Zentralasiens noch andere Staaten, die in der Region aktiv sind, ein Interesse. Zentralasien versucht daher, sich bezüglich des Wassers zu einigen. <a href="http://theopenasia.net/articles/detail/5-vodnykh-sporov-tsentralnoy-azii-i-kak-oni-reshayutsya/">OpenAsia</a> stellt die wichtigsten Streitpunkte in der Region vor. Den Artikel übersetzen und veröffentlichen wir mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">In Zentralasien gibt es zwei Arten von Ländern: Jene an den Oberläufen der Flüsse und jene an den Unterläufen. Zu den ersten zählen Tadschikistan und Kirgistan, deren Hochgebirgsgletscher die Hauptwasseradern der Region speisen. Diese Staaten sind sehr wasserreich, womit auch ein großes Potential für Energiegewinnung aus Wasserkraft einhergeht.</p>
<p><figure id="attachment_11882" aria-describedby="caption-attachment-11882" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-large wp-image-11882" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/12/Toktogul-Stausee-1024x624.jpg" alt="Toktogul Stausee Kirgistan" width="1024" height="624" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/12/Toktogul-Stausee.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/12/Toktogul-Stausee-300x183.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/12/Toktogul-Stausee-768x468.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-11882" class="wp-caption-text">Der Toktogul Stausee in Kirgistan.</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify;">Zu den Ländern an den Unterläufen gehören Kasachstan, Usbekistan und Turkmenistan. Diese Staaten sind reich an fossilen Brennstoffen, verfügen aber kaum über eigene Wasserressourcen. Das in diesen Ländern verbrauchte Wasser hat seinen Ursprung größtenteils im Ausland – hauptsächlich in Kirgistan und Tadschikistan. Im Falle Kasachstans betrifft dies 42 Prozent des Wassers, in Usbekistan 77 Prozent und in Turkmenistan 94 Prozent. Jedwedes Eingreifen in den Lauf der Flüsse, beispielsweise durch den Bau von Wasserkraftwerken, birgt also Konfliktpotential.</p>
<p><strong>Lest auch bei Novastan:<a href="https://novastan.org/de/kirgistan/zentralasien-2030-wie-steht-es-um-das-wassermanagement/"> Zentralasien 2030: Wie steht es um das Wassermanagement?</a></strong></p>
<p><strong>Strom im Sommer, fossile Brennstoffe im Winter</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Zu Sowjetzeiten wurde ein System errichtet, das für alle Seiten vorteilhaft war. Im Sommer wurde an den Oberläufen mittels der Wasserkraftwerke viel Strom produziert, von dem auch Kasachstan und Usbekistan profitierten. In diesem Prozess wurde Wasser aus den Stauseen gelassen, das für die Landwirtschaft aller zentralasiatischen Republiken genügte. Im Winter, wenn die Flüsse wenig Wasser führen, erhielten Tadschikistan und Kirgistan Brennstoffe aus den anderen Republiken, um das eigene Energiedefizit zu decken. So konnten sie Wasser für den Sommer speichern.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach dem Ende der Sowjetunion zerfiel dieses System und es entstanden Konflikte, die bis letztes Jahr anhielten. Dann begann Usbekistan, sich für energiepolitische Zusammenarbeit in Zentralasien stark zu machen und es konnten einige Probleme gelöst werden.</p>
<p><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/usbekistans-feuchte-ambitionen/">Usbekistans feuchte Ambitionen</a></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das Rogun</strong><strong>-Wasserkraftwerk (Tadschikistan): Der höchte Staudamm der Welt</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Der bedeutendste Streitpunkt in der Region sind die Bauarbeiten am <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rogun-Staudamm">Rogun-Wasserkraftwerk</a>. Tadschikistan braucht das Kraftwerk dringend, da es an Energiemangel leidet und davon träumt, eines Tages Elektrizität zu exportieren. Usbekistan hingegen fürchtet um die Wasserversorgung der eigenen Landwirtschaft. Das Land warnt außerdem vor den Folgen einer Katastrophe, die sich ereignen würde, sollte der riesige Staudamm (er soll mit 335 Meter der höchste der Welt werden, Anm. d. Red.) brechen. Das Rogun-Wasserkraftwerk soll am Fluss <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wachsch">Wachsch </a>errichtet werden. Dieser speist den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Amudarja">Amudarja</a>, der größte Fluss in Usbekistan. Daher rührt der ganze Konflikt.</p>
<p><figure id="attachment_11880" aria-describedby="caption-attachment-11880" style="width: 800px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="size-full wp-image-11880" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/12/Wachsch-Fluss.jpg" alt="Wachsch Fluss Tadschikistan" width="800" height="536" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/12/Wachsch-Fluss.jpg 800w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/12/Wachsch-Fluss-300x201.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/12/Wachsch-Fluss-768x515.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/12/Wachsch-Fluss-128x86.jpg 128w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-11880" class="wp-caption-text">Der Wachsch in Tadschikistan.</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify;">Seitdem in Usbekistan 2016 mit Schwakat Mirsojojew ein neuer Präsident an die Macht kam, haben sich die Wogen geglättet. Die Eurasische Entwicklungsbank prognostiziert mittlerweile, dass bis Ende 2018 der erste Bauabschnitt des Damms abgeschlossen werden könnte. Die usbekische Seite kommentierte diese Mitteilung nicht. Sie hatte aber bereits zuvor angekündigt, sich nicht gegen das Kraftwerk einzusetzen, wobei aber „bei seinem Bau die nationalen Interessens Usbekistans miteinbezogen werden müssen.“</p>
<p style="text-align: justify;">Eine kürzlich veröffentliche Studie des Regionalen Ökologiezentrums für Zentralasien (CAREC) besagt, dass das tadschikisch-usbekische Verhältnis aufgrund der Wasserfrage nach wie vor angespannt ist: „<em>Dies wird besonders deutlich an den Positionen der Länder in Bezug auf den geplanten Bau des Rogun-Staudamms</em>.“</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das Daschtidschum-Wasserkraftwerk (Tadschikistan): Wasser für Afghanistan</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Dabei ist der Rogun-Staudamm nicht einmal das größte Kraftwerksprojekt in Tadschikistan, sondern das <a href="https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%94%D0%B0%D1%88%D1%82%D0%B8%D0%B4%D0%B6%D1%83%D0%BC%D1%81%D0%BA%D0%B0%D1%8F_%D0%93%D0%AD%D0%A1">Daschtidschum-Wasserkraftwerk</a>, das am Fluss <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pandsch">Pjandsch</a> gebaut werden soll. Das Projekt bedarf aber der Zusammenarbeit mit Afghanistan, da der gigantische Stausee im Pjandsch-Tal beiderseits der Grenze entstehen soll. Dabei ist die Daschtidschum-Talsperre <a href="http://zentralasien.ahk.de/news/einzelansicht-nachrichten/artikel/tadschikistan-plant-mehr-als-30-neue-wasserkraftwerke/?cHash=77f1e836081192b250810362badd9d0a">nur das erste von 14 geplanten Projekten</a>, die die Wasserkraft des Pjandsch in Tadschikistan nutzbar machen sollen.</p>
<p><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/uber-den-fluss-pandsch/">Über den Fluss Pandsch</a></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Das Kraftwerk soll vier Milliarden Dollar kosten und jährlich mehr als 15,6 Milliarden Kilowattstunden günstigen Strom erzeugen. Damit soll es das Rogun-Kraftwerk übertreffen. Die amerikanische AES Corporation war an dem Projekt interessiert, ist aber mittlerweile abgesprungen.</p>
<p><figure id="attachment_11881" aria-describedby="caption-attachment-11881" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="size-large wp-image-11881" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/12/Pandsch-Fluss-1024x524.jpg" alt="Tadschikistan Pandsch Fluss" width="1024" height="524" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/12/Pandsch-Fluss.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/12/Pandsch-Fluss-300x154.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/12/Pandsch-Fluss-768x393.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-11881" class="wp-caption-text">Der Pandsch in Tadschikistan.</figcaption></figure></p>
<p><strong>Präsident Rahmon verspricht Millionen Arbeitsplätze </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Der tadschikische Präsident Emomalii Rahmon bringt dieses Projekt immer wieder ins Gespräch und erinnert daran, dass das Daschtidschum-Wasserkraftwerk nicht nur die Energieversorgung Afghanistans sicherstellen würde. Außerdem würden anderthalb Millionen Hektar afghanisches Land mit Wasser versorgt werden, was drei Millionen Arbeitsplätze schaffen würde.</p>
<p style="text-align: justify;">Kritik kommt auch bei diesem Projekt von usbekischer Spezialisten, die betonen, dass Wasserkraftwerke mittlerer Größe die Energieprobleme Tadschikistans schneller und günstiger lösen würden. Des Weiteren betonen sie, dass die Kontrolle des Staudamms sowohl bei Tadschikistan als auch bei Afghanistan liegen würde, was angesichts der instabilen Lage dort keine beruhigende Perspektive sei.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Der Orto-Tokoi-Stausee (Kirgistan): Eigentumsfrage endlich geklärt</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ortotokoi-Talsperre">Orto-Tokoi-Stausee</a> liegt auf kirgisischem Territorium, aber bis Oktober 2017 sorgte Usbekistan für seinen Erhalt. Das Kraftwerk wurde zu Sowjetzeiten gebaut. Damals stellte Kirgistan zwar das Territorium zur Verfügung, erbaut wurde der Staudamm aber auf Kosten der Usbekischen SSR (es wird auch gesagt, dass der Bau aus Mitteln der UdSSR finanziert wurde).</p>
<p style="text-align: justify;">Gemäß einem Vertrag zwischen Kirgistan und Usbekistan aus dem Jahr 1991 sollte der Stausee komplett an Kirgistan übergehen, was aber nicht umgesetzt wurde. Usbekistan nutzte ihn für seine Landwirtschaft und begründete sein Recht darauf damit, dass der Damm aus usbekischen Mitteln gebaut wurde.</p>
<p style="text-align: justify;">Am 6. Oktober diesen Jahres wurde im Rahmen eines Staatsbesuchs des damaligen kirgisischen Präsidenten Almasbek Atambajew in Usbekistan eine Vereinbarung zwischen den beiden Staaten unterschrieben, die eine beidseitige Nutzung des Orto-Tokoi-Stausees vorsieht und ihn der Kontrolle Kirgistans unterstellt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das Wasserkraftwerk Kambar-Ata-1 (Kirgistan): Ambitionen am Naryn</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Was für Tadschikistan Rogun ist, ist für Kirgistan <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kambar-Ata-Talsperre">Kambar-Ata-1</a>. Mit dieser Talsperre soll der Fluss <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Naryn_(Fluss)">Naryn</a> gestaut werden. Es ist ebenfalls ein äußerst ambitioniertes Projekt und ebenfalls nicht im Sinne Usbekistans. Viele Jahre trat Taschkent offen gegen den Bau dieses Kraftwerks ein. Wie im Fall des Rogun-Staudamms betonte Usbekistan, dass Kirgistan nicht alleine über die Wasserressourcen Zentralasiens verfügen könne und sich bei der Entscheidung solcher Fragen mit den Nachbarn abstimmen müsse. Außerdem erinnerte der ehemalige Präsident Usbekistans Islam Karimow mehrmals daran, dass sowohl Kirgistan als auch Tadschikistan hohe Staudämme in Erdbebengebiet bauen.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch im Oktober 2017 einigten sich die Präsidenten von Kirgistan und Usbekistan über eine Kooperation beim Bau des Wasserkraftwerks Kambar-Ata-1. Anschließend unterschrieben das usbekische Unternehmen „Uzbekgidroenergo“ und die nationale Energie-Holding Kirgistans ein Memorandum über die Zusammenarbeit bei diesem Projekt. Außerdem schlossen sie einen Vertrag über Stromlieferungen aus Kirgistan nach Usbekistan in den Jahren 2017-2018 ab.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Der Toktogul-Stausee (Kirgistan): Kopfschmerzen für Kasachstan</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Toktogul-Talsperre">Toktogul-Stausee</a> in Kirgistan bereitet hingegen Kasachstan Kopfschmerzen. Zu Sowjetzeiten diente er in erster Linie der Bewässerung, heute verwendet Kirgistan ihn vor allem für Stromgewinnung. Im Winter wird deshalb besonders viel Wasser abgelassen, im Sommer wird es dagegen gestaut. Kasachstan benötigt jedoch gerade im Sommer Wasser für die Landwirtschaft.</p>
<p><figure id="attachment_11879" aria-describedby="caption-attachment-11879" style="width: 800px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-11879" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/12/800px-Плотина_Токтогульской_ГЭС.jpg" alt="Toktogul Talsperre Kraftwerk Kirgistan" width="800" height="600" /><figcaption id="caption-attachment-11879" class="wp-caption-text">Die Toktogul Talsperre.</figcaption></figure></p>
<p><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/das-wasser-fehlt-kirgistan-vor-der-energiekrise/">Das Wasser fehlt – Kirgistan vor der Energiekrise</a></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Damit Kirgistan das benötigte Wasser ablässt, musste Kasachstan in den letzten Jahren Strom beim Nachbarn kaufen. Dieses Jahr weigerte sich Kasachstan erstmals. Der ehemalige Leiter des Toktugul-Wasserkraftwerks Bolot Imanalijew sagte im Interview mit  der Nachrichtenseite Sputnik Kirgistan: „<em>Dieses Jahr ist der Zufluss hoch und für die Nachbarn bestand keine Notwendigkeit, kirgisischen Strom zu kaufen, weswegen sie sich geweigert haben. Im Übrigen kann Kirgistan seine Elektroenergie auch so verkaufen. Mit Usbekistan wurde ein Vertrag über den Export von 1,25 Kilowattstunden geschlossen.</em>“</p>
<p style="text-align: justify;">Wie Kasachstan seine Wasserprobleme lösen wird, wenn der Zufluss in den Toktogul-Stausee nicht so hoch ist, wie in diesem Jahr, wird sich zeigen.</p>
<p style="text-align: right;"><strong><a href="http://theopenasia.net/author/?id=155">Lilija Gajsina</a>, <a href="http://theopenasia.net/articles/detail/5-vodnykh-sporov-tsentralnoy-azii-i-kak-oni-reshayutsya/">The Open Asia</a></strong></p>
<p style="text-align: right;"><strong>Aus dem Russischen von Robin Roth</strong></p>
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		<title>Usbekistans feuchte Ambitionen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[agnes]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Aug 2017 16:21:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Aralsee]]></category>
		<category><![CDATA[UNO]]></category>
		<category><![CDATA[Wassermanagement]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die UNO hat k&#xFC;rzlich einen Vertragsentwurf vorgestellt, der einen Rechtsrahmen f&#xFC;r das Wassermanagement in Zentralasien festlegt. Der Text zielt darauf ab, eine tats&#xE4;chliche Zusammenarbeit zwischen den L&#xE4;ndern der Region aufzubauen und so Konflikte zu vermeiden. Offiziell unterst&#xFC;tzt Usbekistan momentan dieses Projekt. Dieser Artikel bezieht sich inhaltlich auf einen bei Sputnik Tadschikistan erschienenen Artikel. Am 18. [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Die UNO hat kürzlich einen Vertragsentwurf vorgestellt, der einen Rechtsrahmen für das Wassermanagement in Zentralasien festlegt. Der Text zielt darauf ab, eine tatsächliche Zusammenarbeit zwischen den Ländern der Region aufzubauen und so Konflikte zu vermeiden. Offiziell unterstützt Usbekistan momentan dieses Projekt. Dieser Artikel bezieht sich inhaltlich auf einen bei Sputnik Tadschikistan erschienenen <a href="http://ru.sputnik-tj.com/asia/20170618/1022603382/uzbekistan-tsentralnaya-aziay-oon-voda.html">Artikel</a>.</strong></p>
<p style="text-align: justify">Am 18. Juni erklärte der Vize-Außenminister Usbekistans, Anwar Nassyrow, die usbekische Regierung unterstütze den Vertragsentwurf der UNO hinsichtlich der Nutzung der Wasserressourcen der zwei großen Flüsse Zentralasiens <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Amudarja">Amudarja</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Syrdarja">Syrdarja</a> und dass das Land bereit sei, sich in Diskussionen auf internationaler Ebene zu diesem Thema zu engagieren.</p>
<p><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/usbekistan-unterzeichnet-den-klima-vertrag-von-paris/">Usbekistan unterzeichnet den Klima-Vertrag von Paris</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">In Zentralasien führt die ungleiche Verteilung der Wasserressourcen zu einem Interessenskonflikt zwischen den Gebieten mit den größten Wasserressourcen, Tadschikistan und Kirgistan, sowie den größten Verbrauchern Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan.</p>
<p style="text-align: justify">Die Vereinbarungen, an denen die UNO arbeitet, zielen darauf ab, einen rechtlichen Rahmen für eine konstruktive Kooperation im Wassermanagement der Länder der Region zu erschaffen. Anwar Nassyrow zeigte sich enthusiastisch: <em>„Usbekistan unterstützt die Initiativen der UNO und ist bereit, an Verhandlungen teilzunehmen.“</em></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Der Fall Aralsee</strong></p>
<p style="text-align: justify">Der Vize-Außenminister versicherte ebenfalls, dass sich seit dem Besuch des Generalsekretärs der UNO, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ant%C3%B3nio_Guterres">António Guterres</a>, am 13. Juni in Usbekistan die Kommunikation zwischen der UNO und der usbekischen Regierung rund um die Koordinierung der Maßnahmen intensiviert hat. Diese Maßnahmen sollen vor allem die Auswirkungen mindern, die das Austrocken des Aralsees mit sich bringen.</p>
<p style="text-align: justify"><em>„Beim Treffen mit den Bewohnern von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mo%CA%BBynoq">Moʻynoq</a>,</em><em> einer Stadt am einztigen Ufer des Aralsees, erkannte der UNO-Generalsekretär die Notwendigkeit, die bestehenden Probleme schnell zu lösen. Er erklärte, dass alles für die Mobilisierung der Ressourcen des Geberlandes, internationaler Organisationen und der Finanzierung getan werde, um dieses Ziel zu erreichen“, </em>teilte der usbekische Vizeminister mit.</p>
<p style="text-align: justify">An der Grenze zwischen Kasachstan und Usbekistan gelegen, war der Aralsee bis 1960 der viertgrößte See der Welt. 50 Jahre später hat sich die Fläche des Aralsees um fast mehr als die Hälfte verkleinert, der Wasserstand ist um 29 Meter gesunken, die Wassermenge hat sich 15 mal verringert, die Salzkonzentration ist gestiegen und die Fische sind verschwunden.</p>
<p style="text-align: justify"><b>Lest auch auf Novastan: </b><a href="https://novastan.org/de/kasachstan/die-vielen-gesichter-des-aralsees/"><strong>Die vielen Gesichter des Aralsees</strong></a></p>
<p style="text-align: justify">Nach seiner Ankunft in Samarkand tauschte sich António Guterres mit dem usbekischen Präsidenten Schawkat Miszijojew aus. Die Gespräche befassten sich insbesondere mit der Frage wie die ökologische Katastrophe des austrocknenden Aralsees abgemildert werden kann. Guterres sieht in der Situation eine „<em>Mahnung an die gesamte Menschheit</em>“ und ein typisches Beispiel dafür, wie der Mensch den Planeten zerstören kann.</p>
<p style="text-align: justify"><em>„Das Verschwinden des Aralsees ist nicht die Folge des Klimawandels, sondern eines menschlichen Missmanagements der Wasserressourcen</em>“, unterstrich der Chef der UN, nach einem Helikopterflug über er die Überbleibsel dieses einst viertgrößten Sees der Welt.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Französischen von Agnes Lüdicke</strong></p>
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		<title>Zentralasien 2030: Wie steht es um das Wassermanagement?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[zentralasien2030]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Jun 2017 13:43:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
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		<category><![CDATA[Deutsch Kasachische Universität]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Barbara Janusz-Pawletta]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wasser ist in Zentralasien ungleich aufgeteilt. Manche L&#xE4;nder brauchen es f&#xFC;r ihre Wasserkraftwerke, andere f&#xFC;r die Irrigation. Wie die Menschen in Almaty und welche Initiativen es f&#xFC;r ein besseres Wassermanagement gibt erfahrt ihr im dritten Teil der Podcast-Reihe &#x201E;Zentralasien 2030&#x201C;, in der sich StudentInnen aus Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan un Usbekistan in Radiobeitr&#xE4;gen mit der Zukunft [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong><em>Wasser ist in Zentralasien ungleich aufgeteilt. Manche Länder brauchen es für ihre Wasserkraftwerke, andere für die Irrigation. Wie die Menschen in Almaty und welche Initiativen es für ein besseres Wassermanagement gibt erfahrt ihr im dritten Teil der Podcast-Reihe „<a href="https://novastan.org/de/novastan/podcast-workshop-zentralasien-2030-in-almaty/">Zentralasien 2030</a>“, in der </em><em>sich StudentInnen aus Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan un Usbekistan in Radiobeiträgen mit der Zukunft ihrer Region befassen.</em></strong></p>
<p style="text-align: justify">Wasser ist ein wichtiges und aktuelles Thema in Zentralasien. Die Wasserressourcen sind zwischen den zentralasiatischen Ländern ungleich verteilt und werden unterschiedlich verbraucht. Außerdem wird das Wasser von Jahr zu Jahr knapper.</p>
<p style="text-align: justify">[soundcloud url=&#8220;https://api.soundcloud.com/tracks/322550674&#8243; params=&#8220;auto_play=false&amp;hide_related=false&amp;show_comments=true&amp;show_user=true&amp;show_reposts=false&amp;visual=true&#8220; width=&#8220;100%&#8220; height=&#8220;450&#8243; iframe=&#8220;true&#8220; /]</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Ein Bewusstsein für Wasserknappheit</strong></p>
<p style="text-align: justify">Das Thema Wasserverbrauch bringt auch die Menschen vor Ort zum Nachdenken, wie eine Umfrage in Almaty zeigt:</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Ich versuche immer, Wasser zu sparen. Wenn ich dusche, lasse ich den Wasserhahn nicht an, damit das Wasser nicht umsonst fließt.</em>“</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Ehrlich gesagt habe ich mir bisher keine Gedanken darüber gemacht.</em>“</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Wasser zu sparen ist für mich sehr wichtig. Da ich internationale Beziehungen studiere, bin ich mir der Wasserproblematik in Zentralasien bewusst.</em>“</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Ich weiss, dass diese Ressource sehr wertvoll ist, deshalb versuche ich immer, sparsam damit umzugehen beim spülen, duschen und zähneputzen.</em>“</p>
<p style="text-align: justify">Offensichtlich gehen viele Menschen schon verantwortungsvoll mit dem Wasser um, obwohl es sehr wenig kostet. Das wird in Zukunft auch immer wichtiger, weil die Wasserressourcen in den zentralasiatischen Ländern ungleich verteilt sind. Einige Länder haben sehr große Wasserreserven, andere haben kaum Wasser.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Internationale Quoten</strong></p>
<p style="text-align: justify">Jedes Land hat dabei bestimmte Quoten für die Nutzung des Wassers. Um diese zu definieren, wurde schon in den 1990er Jahren eine Organisation gegründet, wie Dr. Barbara Janusz-Pawletta erklärt. Sie ist Professorin für Wassermanagement an der <a href="http://de.dku.kz/index.php?title=Lehrkr%C3%A4fte_der_DKU">Deutsch-Kasachischen Universität</a> in Almaty:</p>
<p style="text-align: justify">„Die Organisation heißt International <em>Fund for saving the Aral see</em> (<a href="http://centralasiawaterfuture.org/team/international-fund-for-saving-the-aral-sea/">IFAS</a>). Innerhalb von dieser Organisation gibt e seine Struktur namens <em>Intergovernmental Commission for water cooperation</em>. Die Teilnehmer, also alle fünf Länder der Region, treffen sich alle drei Monate und bestimmen genaue Quoten.“</p>
<p style="text-align: justify">Neben der Arbeit der lokalen Akteure sind auch viele internationale Organisationen in Zentralasien tätig. Deutschland ist im Bereich Wasserverteilung und Wassermanagement besonders aktiv:</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Es gibt den sogenannten <a href="http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Infoservice/Presse/Meldungen/2015/150907-Konferenz-Wasser-Zentralasien.html">Berliner Prozess</a>, der schon seit 2008 läuft und aus drei Gruppen besteht. Einerseits bietet er eine institutionelle Unterstützung für die Länder und für regionale Organisationen wie IFAS. Die zweite Säule ist Central Asian Water (<a href="http://www.cawa-project.net/">CAWa</a>), also geowissenschaftliche Untersuchungen und ein Monitoring der Wasserressourcen. Die dritte Säule sind Weiterbildungen, wie zum Beispiel die, die wir hier an der Deutsch-Kasachischen Universität machen</em>“, erklärt Janusz-Pawletta.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/welche-folgen-hat-der-klimawandel-fuer-kirgistan/">Welche Folgen hat der Klimawandel für Kirgistan?</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Trotzdem will jedes Land das Wasser nach seinen eigenen Bedürfnissen nutzen. Kirgistan und Tadschikistan brauchen das Wasser für ihre Energiegewinnung und Usbekistan für seine Landwirtschaft.</p>
<p><figure id="attachment_6219" aria-describedby="caption-attachment-6219" style="width: 940px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-6219" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2016/11/2016-06-11.jpg" alt="CAFacts2 Wasser Zentralasien Kirgistan Tadschikistan" width="940" height="788" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2016/11/2016-06-11.jpg 940w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2016/11/2016-06-11-300x251.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2016/11/2016-06-11-768x644.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 940px) 100vw, 940px" /><figcaption id="caption-attachment-6219" class="wp-caption-text">Kirgistan und Tadschikistan sind überwiegend gebirgige Länder</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Wasserkonflikte oder einfache Konkurrenz</strong></p>
<p style="text-align: justify">Dadurch gibt es Konflikte zwischen diesen Ländern. Aber sind es überhaupt richtige Konflikte? Janusz-Pawletta äußert ihre Zweifel daran :</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Ich würde es keinen Konflikt nennen. Es ist ja eine schwierigere Sache, aus einem Konflikt hinaus zu kommen, als einfach eine Konkurrenzsituation zu lösen. Es gibt auf jeden Fall eine Konkurrenz, weil die oberhalb gelegenen Länder das Wasser für Energienutzung gewinnen wollen und ddie Unterlieger für Irrigation.</em>“</p>
<p style="text-align: justify">Auf jeden Fall kann man aufkommende Missverständnisse immer noch auf traditionelle Weise vermeiden. Davon ist Professorin Janusz-Pawletta überzeugt:</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Die muss man einfach einmal mit juristischen Methoden lösen, aber vor allem mit politischen. Also es muss Verständigung zwischen den Ländern geben: Wir wollen uns gegenseitig respektieren, und deshalb suchen wir nach einer Lösung, die für alle annehmbar ist</em>“, schließt sie ab.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Ehrom Dodoboev und Akmal Kholmuminov<br />
<a href="https://soundcloud.com/zentralasien2030/">Zentralasien 2030</a></strong></p>
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