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	<title>Erdöl Archives</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
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	<title>Erdöl Archives</title>
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		<title>Verschwiegene Katastrophe: Der Tengiz-Zwischenfall von 1985</title>
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		<dc:creator><![CDATA[hriedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Apr 2020 12:57:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Erdgas]]></category>
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		<category><![CDATA[Umweltkatastrophen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor 30 Jahren ereignete sich in der Region des Kaspischen Meeres, am Bohrloch Nr. 37 des Tengiz-Feldes, eine beispiellose menschengemachte Katastrophe, &#xFC;ber die in jenen Jahren nicht berichtet wurde. Der westliche Teil Kasachstans h&#xE4;tte vom Erdboden getilgt werden k&#xF6;nnen. Die Tengiz-Katastrophe, die nur ein Jahr sp&#xE4;ter heldenhaft behoben werden konnte, wird gar mit der Tschernobyl-Trag&#xF6;die [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Vor 30 Jahren ereignete sich in der Region des Kaspischen Meeres, am Bohrloch Nr. 37 des Tengiz-Feldes, eine beispiellose menschengemachte Katastrophe, über die in jenen Jahren nicht berichtet wurde. Der westliche Teil Kasachstans hätte vom Erdboden getilgt werden können. Die Tengiz-Katastrophe, die nur ein Jahr später heldenhaft behoben werden konnte, wird gar mit der Tschernobyl-Tragödie von 1986 verglichen. Folgender Artikel erschien im russischen Original bei</strong> <a href="https://www.caravan.kz/gazeta/sekretnye-materialy-neftyanojj-chernobyl-na-tengize-83983/"><strong>Caravan</strong></a><strong>, wir übersetzen ihn mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.</strong></p>
<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>
<p style="text-align: justify">Während der Sowjetzeit wurde von Katastrophen solchen Ausmaßes nicht gesprochen. Dieser Devise folgten alle relevanten Organe der UdSSR bis hin zum Staatssicherheitskomitee (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/KGB">KGB</a>) und dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zentralkomitee">Zentralkomitee der Kommunistischen Partei</a>. Erst Jahrzehnte später erzählen uns jene, die an der Liquidation der bis dahin größten Gas- und Ölfontäne in der Geschichte der Welt teilnahmen, mit welchen unglaublichen Schwierigkeiten sie damals konfrontiert waren. Es war unmöglich, sich der riesigen Feuerfackel auch nur zu nähern und sie zu dämpfen &#8211; der Boden brannte buchstäblich unter den Füßen, die Overalls der Feuerwehrleute und die Kleidung der Feuerwehr entzündeten sich. Es entstand ein enormer Schaden für die Umwelt. Abertausende Vögel flogen in das helle Feuer und verbrannten. Riesige Mengen Öl, Gas und Schwefelwasserstoff gelangten in die Umwelt und vergifteten alle Lebewesen in der Umgebung.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kasachstan/die-pocken-in-kasachstan-1971-wie-eine-epidemie-verhindert-wurde/"><strong>Die Pocken in Kasachstan 1971: Wie eine Epidemie verhindert wurde</strong></a></p>
<p style="text-align: justify"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tengiz">Tengiz</a> im Juni 1985.  Ölarbeiter, Geophysiker und Bohrtechniker aus der ganzen Sowjetunion arbeiten an einem Programm, um möglichst schnell tiefe Salzbohrungen zu erproben und mehr Öl zu gewinnen. Die Probebohrung Nr. 37  wurde angelegt, um die geologische Struktur zu klären und die Ölreserven abzuschätzen. Die Spezialisten arbeiteten bei ungewöhnlich hohem Formationsdruck und hohem Schwefelwasserstoffgehalt.</p>
<p style="text-align: justify"><em>„Am 23. Juni 1985 wurden die Bohrungen im Normalbetrieb durchgeführt, es gab keine Abweichungen von den technologischen Vorschriften&#8220;</em>, sagt Wjatscheslaw Ljubin, in jenen Jahren Leiter der Feuerwehr der Region Gurjew (heute <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Atyrau">Atyraý</a>). Er war für das Feuerlöschhauptquartier des Bohrlochs Nr. 37-Tengiz verantwortlich. <em>„Aber um 14 Uhr und 20 Minuten, als bei den Bohrungen der letzten zwei Meter in einer Tiefe von 4.467 Metern Schwierigkeiten auftraten, kam es zur Absorption von Bohrschlamm.“</em></p>
<p style="text-align: justify"><strong>So etwas gab es auf der Welt bisher noch nicht</strong></p>
<p style="text-align: justify">Die Versuche, das Problem zu lösen, waren erfolglos. Um 15.30 Uhr entzündete sich eine unkontrollierte, über zweihundert Meter hohe Öl- und Gasfontäne. Nach weiteren 12 Minuten verformten sich durch die hohe Temperatur die Metallstrukturen der Bohranlage und sie stürzte ein.</p>
<p style="text-align: justify"><em>„Es war sogar in beträchtlicher Entfernung von der brennenden Ölfackel heiß, und alles brannte auf 450-500 Quadratmetern.“</em> fährt Wjatscheslaw Ljubin fort. Die Verantwortlichen standen vor etwas, mit dem sie noch nicht umzugehen wussten. Zu dieser Zeit gab es keine Literatur über Methoden und Taktiken zum Löschen von Öl-Gas-Fontänen mit so komplexen Eigenschaften wie einem hohem Schwefelwasserstoffgehalt und hohem Druck in der Quelle.</p>
<p style="text-align: justify">In diesen Jahren gab es keine spezielle Ausrüstung für die Brandbekämpfung dieser Art. Es wurde klar, dass die Arbeit an dem Bohrloch sehr schwierig und zeitaufwendig sein würde. Für die Entwicklung von Maßnahmen zur Beseitigung der riesigen Feuerfontäne wurde ein Stab geschaffen, dem Vertreter verschiedener Dienste unter der Leitung des Ersten Stellvertretenden Ministers für Ölindustrie der UdSSR Walerij Iserewskij angehörten &#8211; nicht nur ein Beamter, sondern ein berühmter Wissenschaftler, einer der weltweit größten Spezialisten für die Beseitigung der mächtigsten Öl- und Gasfontänen.</p>
<p style="text-align: justify">Anfangs mussten die Feuerwehrleute die Arbeit jener Kräfte sicherstellen, die die Fontäne bekämpften, um dann den Zustand des Bohrlochkopfes zu untersuchen und ihn von Metallstrukturen zu reinigen.</p>
<p><em>„Da der Brand am Bohrloch eine sprühende Form angenommen hatte, konnte die Arbeit der Anti-Fontäne-Einheiten nur erfolgreich sein, wenn die glühenden Metallkonstruktionen gekühlt würden. Eine riesige Menge Wasser war erforderlich, und in der Nähe des Bohrlochs gab es keines“,</em> erklärt Wjatscheslaw Ljubin.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Feuerwehrleute fielen in brennende Gruben</strong></p>
<p style="text-align: justify">Es musste ein 13 Kilometer langer Wasserweg und künstliche Reservoirs gebaut werden. Diejenigen für die Beseitigung der Fontäne verantwortlichen Kräfte arbeiteten unter dem Schutz von Feuerwehrleuten, die ihre Schächte zur Wasserversorgung nutzten, um den Bereich um das Bohrloch und die Stahlkonstruktion zu kühlen. Es kostete große Anstrengungen, Mut und sogar Heldentum. Die Lufttemperatur erreichte 100 Grad! Feuerwehrschläuche mit Wasser entzündeten sich und brannten wie Kerzen.</p>
<p style="text-align: justify">Menschen fielen in die mit kochendem Wasser gefüllten Löcher auf dem Boden und erlitten schwere Verbrennungen. Aufgrund der hohen Temperatur und des hohen Anteils an Mineralsalzen (der Bohrlochkopf wurde mit Salzwasser gekühlt) kristallisierte das Wasser schnell aus und verstopfte die Löcher in den Schächten. Darüber hinaus spürte die Menschen die Auswirkungen der Schwefelsäure, die durch die Wechselwirkung von Wasser mit Verbrennungsprodukten entstand. Es wurde beschlossen, eine weitere Gruppe von Menschen an die Mündung des brennenden Lochs zu leiten, um die Wasserversorgung sicherzustellen. Trotz der Sicherheitsmaßnahmen starb am 29. Oktober 1985 Wolodymyr Bondarenko, der stellvertretende Kommandeur der Abteilung für Anti-Fontänen-Einheiten Poltawa des Ministeriums für Geologie der Ukrainischen SSR.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kasachstan/kann-sich-das-schicksal-des-aralsees-am-balqash-wiederholen/"><strong>Kann sich das Schicksal des Aralsees am Balqash wiederholen?</strong></a></p>
<p>„<em>Im Nachhinein wurde eine Straße in der Schichtarbeiter-Siedlung von Tengiz nach ihm benannt und ein Denkmal wurde in der Nähe von Bohrloch Nr. 37 errichtet“</em>, erinnert sich Wjatscheslaw Ljubin.</p>
<p style="text-align: justify">Die imposante Fackel erleuchtete weiterhin Tag und Nacht die kasachische Steppe. Die Bemühungen der Feuerschutzdienste und Feuerwehrleute, die aus der ganzen Sowjetunion kamen, brachten keine Ergebnisse. Es war klar, dass es aufgrund der hohen Konzentration toxischer Bestandteile und der riesigen Ölreserven schwierig war, den Brand mit traditionellen Methoden und technischen Mitteln zu beseitigen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Feurige Hölle</strong></p>
<p style="text-align: justify">Zum ersten Mal wurde unter den Bedingungen einer Wärmestrahlung mit hohem Gehalt an hochgiftigen Gasen im Öl ein System der Fernsteuerung von Absperrventilen zur Abdichtung der Mündung der brennenden Fontäne entwickelt. Die strategischen Hauptziele wurden festgelegt &#8211; das Erproben von zwei technologischen Schrägbohrungen mit Zugang zum Notfallbohrloch in einer Tiefe von 3.500 Metern mit anschließender Anwendung von Tiefenexplosionen. Eine Rückstoßvorrichtung wurde aus Deutschland und eine Druckrohr-Starteinheit aus Holland geliefert. An der Liquidation des Bohrlochs nahmen Mitarbeiter der militarisierten Einheiten des Ministeriums für Erdölindustrie und des Ministeriums für Geologie der UdSSR, der Feuerlöscheinheiten aus den Gebieten Gurjew, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mangischlak">Mangyschlak</a>, Aktjubinsk (heute <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aqt%C3%B6be">Aqtóbe</a>) und anderen Regionen, des Werks &#8222;Sojusneftemaschremont&#8220; sowie ausländische Spezialisten teil.</p>
<p style="text-align: justify">Unter den Bedingungen des aus dem Bohrloch brennenden Strahls sei es notwendig gewesen, einen zuverlässigen Quellendeckel zu schaffen und darauf die Absperrventile für die nachfolgende Beseitigung des Bohrloches zu platzieren, erklärt Klyshbek Kuandykov, 1985 &#8211; Zugführer der vorderkaspischen paramilitärischen Abteilung der Anti-Fontänen-Einheit. <em>„Die Geräte und Metallstrukturen wurden von Traktoren und Bulldozern unter den schweren Bedingungen einer unvollständigen Ölverbrennung und hoher Temperaturen besprüht“, </em>erläutert er weiter.<em><br />
</em></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/der-aralsee-gestern-heute-morgen/">Der Aralsee: gestern, heute, morgen </a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Die Mitglieder der Anti-Fontänen-Einheit gingen in Spezialanzügen und Gasmasken zum feuerspeienden Bohrschacht. In normaler Kleidung kamen sie einfach nicht näher als 150 Meter an den Brunnen heran. Während der Liquidierung der Gas- und Ölquelle in Tengiz wurde ein neues, wärmereflektierendes Material &#8211; Asbestosofinylgewebe &#8211; getestet. Segmente des Materials wurden an den Stellen möglicher Verbrennungen in der damals vorhandenen Arbeitskleidung der Feuerwehrleute genäht und für die Dauer von drei Minuten in einer Entfernung von 4 Metern zum Bohrlochs überprüft. Das Risiko war zweifellos groß, aber alles lief gut. In der Folge wurden aus diesem Stoff zwei Arten von wärmereflektierenden Anzügen hergestellt &#8211; leichte Anzüge, in denen man bis zu 15 Minuten bei hohen Temperaturen arbeiten konnte, und schwere Anzüge, die an diejenigen von Astronauten erinnern.</p>
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<p style="text-align: justify"><strong>Wie kam ein T-54-Panzer zum Einsatz?</strong></p>
<p style="text-align: justify"><em>„Die Militärausrüstung &#8211; der T-54-Panzer &#8211; trug dazu bei, die Haufen an Metallstrukturen zu zerlegen. Wenn sich die Windrichtung änderte, änderte sich die Situation am Bohrloch, die Versetzung von Menschen und Ausrüstung begann sofort“, </em>fährt Kuandykov fort. Das Verfahren, den Metallhaufen abzuschießen, habe dazu beigetragen, die Öffnung des Bohrloches teilweise freizulegen. In der Quelle befand sich eine Kolonne von Bohrgestängen, fünf Minuten nach den Schüssen begannen sie sich zu drehen und langsam aufzusteigen. Weiter wurden in 15 bis 17 Minuten 3840 Meter Bohrgestänge mit einem Gesamtgewicht von 152 Tonnen in die Luft geworfen.</p>
<p style="text-align: justify">Weder Bagger noch mächtige Bulldozer konnten die geschmolzene Erde und das Stahlbetonfundament an der Mündung aufnehmen. Sprengarbeiten waren erforderlich &#8211; nichts dergleichen wurde unter solchen Bedingungen auf der Welt bisher unternommen. Aber es gab keinen anderen Weg. Vom 1. bis 24. Oktober gab es 12 Explosionen. Die Sprengladungen zertrümmerten den Betonboden der Bohranlage, bildeten Entwässerungstrichter und Gräben. Um nach der Räumung des Geländes  die Zufahrten zur Bohrloch abzukühlen, wurden diese mit 160 Liter Wasser pro Sekunde begossen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/semipalatinsker-testgelaende-das-atomare-erbe-der-sowjetunion-in-kasachstan/">Semipalatinsker Testgelände: Das atomare Erbe der Sowjetunion in Kasachstan</a></strong></p>
<p style="text-align: justify"><em>„Unter dem Schutz dieses Wasserstrahls haben wir tonnenschwere Absperrvorrichtungen vorbereitet. Zunächst scheiterte das Vorhaben, das Bohrloch abzudichten.“</em> sagt Kuandykov. Erst beim dritten Versuch &#8211; am 31. Dezember 1985 um 18.00 Uhr &#8211; setzte sich der „Verschluss“ an die Mündung und um 23.30 Uhr konnte er sicher fixiert werden. Zum ersten Mal überhaupt wurde bei der Liquidation von Ölquellen mit einem hohen Gehalt an Schwefelwasserstoff ein System von Hydrozylindern entwickelt und angewendet. Mit ihrer Hilfe wurden die Antivibrationsgeräte auf den brennenden Brunnen gerichtet. Infolgedessen gingen die Luft- und Bodentemperaturen stark zurück.</p>
<p style="text-align: justify">Im weiteren Verlauf begannen sie mit den Vorbereitungen für die endgültige Zuschüttung und Zementierung des Bohrlochs. Die vollständige Beseitigung der Fontäne konnte jedoch erst 400 Tage nach dem Unfall &#8211; am 27. Juli 1986 &#8211; abgeschlossen werden.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Svetlana Novak für <a href="https://www.caravan.kz/gazeta/sekretnye-materialy-neftyanojj-chernobyl-na-tengize-83983/">Caravan</a></strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Russischen von Hannah Riedler</strong></p>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>Massives Methanleck in Turkmenistan</title>
		<link>https://novastan.org/de/turkmenistan/massives-methanleck-in-turkmenistan/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Arnaud Enderlin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Dec 2019 10:57:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Turkmenistan]]></category>
		<category><![CDATA[Erdöl]]></category>
		<category><![CDATA[Gas]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltverschmutzung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf einem &#xD6;lfeld in Turkmenistan ist von einem kanadischen Satelliten&#xFC;berwachungsunternehmen ein Methanleck entdeckt worden, das den Emissionen einer Million Autos entsprechen soll. Das Missmanagment im turkmenischen &#xD6;l- und Gassektor, selbst durch den turkmenischen Pr&#xE4;sidenten zuletzt kritisiert, k&#xF6;nnte der Grund daf&#xFC;r sein. In einer Ende Oktober publizierten Studie teilte die Firma GHGSat aus Montreal die Entdeckung [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Auf einem Ölfeld in Turkmenistan ist von einem kanadischen Satellitenüberwachungsunternehmen ein Methanleck entdeckt worden, das den Emissionen einer Million Autos entsprechen soll. Das Missmanagment im turkmenischen Öl- und Gassektor, selbst durch den turkmenischen Präsidenten zuletzt kritisiert, könnte der Grund dafür sein.</strong></p>
<p style="text-align: justify">In einer <a href="https://agupubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1029/2019GL083798">Ende Oktober publizierten Studie</a> teilte die Firma GHGSat aus Montreal die Entdeckung einer gigantischen Methanwolke mit. Diese stamme offensichtlich von unabgefackelten Abgasen auf dem Öl- und Gasfeld Korpezhe in der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Balkan_wela%C3%BDaty">Provinz Balkan</a> im Westen Turkmenistans. GHGSat war auf der Suche nach Methanemissionen aus Schlammvulkanen. Diese sind in Turkmenistan, generell um das Kaspische Meer, oft anzutreffen.</p>
<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>
<p style="text-align: justify">Bei der Abfackelung handelt es sich um das Verbrennen von Gasüberresten aus Ölfeldern, womit Methanemissionen vermieden werden. Dieses Gas bewirkt Treibhauseffekte zehn Mal drastischer als CO2. Oft führen starke Winde und Defekte an den Anlagen zum Löschen der Flammen. Dies passierte wahrscheinlich ähnlich auf dem turkmenischen Ölfeld. Die Dauer des Lecks deutet jedoch auf ein Missmanagement der Anlagen im verschlossensten Land Zentralasiens hin.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Leck entspricht den Emissionen von einer Million Autos</strong></p>
<p>Bei seinen Bildaufnahmen beabsichtigte GHGSat, die Satellitenbilder von 144 Quadratkilometern in Zentralasien mit den Bodenmessungen zu vergleichen, damit einher ging das Kalibrieren der Messungen für die  Feststellung von Ausstößen natürlicher Schlammvulkane. Dabei war der Satellit der Firma nicht in der Lage, die kleinen Mengen der Schlammvulkane auszuforschen, entdeckte aber drei unerklärte benachbarte Lichtquellen. Eine zweite Methanquelle, welche die kanadische Firma entdeckte, entstammt offenbar einer Pipeline und soll dem Lösen eines Ventils geschuldet sein.</p>
<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/turkmenistan/rettet-das-gas-turkmenistan-vor-der-krise/">Rettet das Gas Turkmenistan vor der Krise?</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Bei dem Leck, das von Anfang vergangenen Jahres bis Februar 2019 auf Bildern festgehalten wurde, handelt es sich um das erste Mal, dass eine nicht geortete Emission industriellen Methans aus dem All gesichtet wurde, so der Vorstandsvorsitzende von GHGSat Stéphane Germain gegenüber der Nachrichtenagentur <a href="https://www.bloomberg.com/news/articles/2019-11-22/satellite-studying-volcanoes-finds-giant-oilfield-methane-plume">Bloomberg</a>. Laut der zuvor genannten Studie entsprechen diese Emissionen etwa einer Million Autos.</p>
<p style="text-align: justify">Nach der Entdeckung soll das Unternehmen versucht haben, die Öl- und Gasbeförderungskompanie Turkmenistans durch amerikanische, kanadische und europäische diplomatische Kanäle zu informieren, moniert Stéphane Germain am Telefon. Neuere Bilder zeugen davon, dass das Leck erst im Mai behoben wurde.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Problem im Management der turkmenischen Ölförderung?</strong></p>
<p style="text-align: justify">Die Emissionen des Treibhausgases aus Turkmenistan entstammen allesamt einem Onshore-Gebiet im ausschließlich nationalen Förderungsgebiet. Tatsächlich werden lediglich Offshore-Gebiete ausländischen Betreibern zur Verfügung gestellt. Dies zeugt abermals von der schlechten Bilanz des turkmenischen nationalen Betreibers in Sachen Nachhaltigkeit. Weder war dieser in der Lage, ein mehrmonatig anhaltendes Leck zu reparieren, noch reagierte er auf Hinweise dazu.</p>
<p style="text-align: justify">Der Präsident Turkmenistans <a href="https://fr.wikipedia.org/wiki/Gurbanguly_Berdimuhamedow">Gurbanguly Berdimuhamedow</a> kritisierte kürzlich die Manager der Öl- und Gasindustrie des Landes. Ein Bericht über das letzte Meeting am vergangen 19. November ist auf der <a href="http://tdh.gov.tm/news/articles.aspx&amp;article20529&amp;cat11">Website der offiziellen Nachrichtenagentur</a> Turkmenistans verfügbar.</p>
<p style="text-align: justify">Das Ölkonsortium Türkmennebit hat in den ersten zehn Monaten des Jahres den jährlichen Produktionsplan nur zu 88,7 Prozent erfüllt. Arbeiter des Ölsektors waren aufgrund der spärlichen Bohrarbeiten und der Inspektionen der Brunnen nicht in der Lage, den Plan in vollem Umfang umzusetzen. „<em>Außerdem sind die Baumaßnahmen unzureichend, um ausländische Investitionen ins turkmenische Gebiet des Kaspischen Meeres anzuziehen, selbst ein speziell geschaffener Fond kommt nicht zum Einsatz“, </em>ist in einem Kommuniqué der nationaleren Nachrichtenagentur zu lesen. Dies deutet auf mehrere Investitionsprobleme im turkmenischen Ölsektor hin.</p>
<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://2ff41361.sibforms.com/serve/MUIFAD3kOVgHRZMEzVL0tQuvV__Lm5slYuTqY-DEgdyDpH9WazOpCwYD2CLbIZdPKxyD_Mnaw2SKMY78StG6vCfPNIE1HcIumNXgnjsKyqsb8MuZ5Ng1jN3cNsBhf4SSp2VDJAgy_38b6jiUL7aU6Y-RaIAVhUpNqW1tNwmWOB-8YcNp9LBWEk57rUlkszlx_tQ8qxYED63Sz6UU">mit einem Klick.</a></span></strong></span></p>
<p style="text-align: justify">In den ersten zehn Monaten des Jahres 2019 erfüllte der Gaskonzern Türkmengaz seinerseits den Produktionsplan für Gas zu 94,6 Prozent, für Kondensat zu 90,7 Prozent und 98,5 Prozent für Flüssiggas. Bedeutend schlechter ist die Situation der Produktionsprojekte für Polyethylen mit nur 21,2 Prozent, Polypropylen (23,8 Prozent) und ECO-93 (27 Prozent).</p>
<p style="text-align: justify">Gurbanguly Berdimuhamedow wies darauf hin, dass &#8222;<em> [&#8230;]</em> sich <em>in den letzten Jahren die Effizienz des Öl- und Gaskomplexes, insbesondere bei der Förderung von Öl und Gas, trotz Erhöhung der Industriereserven, verringert hat. Die geplanten jährlichen Aufgaben wurden nicht systematisch umgesetzt</em>“. Die Tatsache, dass jene Kritik offiziell veröffentlicht wird, ist in Turkmenistan selten und zeugt von der Bedeutung des Problems, das wirtschaftliche Konsequenzen für Turkmenistan, aber auch ökologische Folgen für den gesamten Planeten hat.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Die Redaktion von Novastan France<br />
</strong><strong>Aus dem Französosichen von Arnaud Enderlin</strong></p>
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		<title>Wegen Steuerhinterziehung: Chinesische Erdölraffinerie in Kirgistan geschlossen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kloop]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Nov 2018 09:07:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Erdöl]]></category>
		<category><![CDATA[Steuerflucht]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Karabalta wurde die chinesische Erd&#xF6;lraffinerie &#x201E;Dschunda&#x201C; geschlossen. Die 2013 er&#xF6;ffnete Raffinerie war in verschiedene Skandale verwickelt, die mit nicht gezahlten Steuern, der Verletzung von Arbeitsrechten und Sch&#xE4;digung der Umwelt verbunden waren. Das Nachrichtenportal Kloop erz&#xE4;hlt die Geschichte der Skandale nach. Wir &#xFC;bersetzen den Artikel mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. Davon, dass die Arbeit der [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>In </strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Karabalta"><strong>Karabalta</strong></a><strong> wurde die chinesische Erdölraffinerie „Dschunda“ geschlossen. Die 2013 eröffnete Raffinerie war in verschiedene Skandale verwickelt, die mit nicht gezahlten Steuern, der Verletzung von Arbeitsrechten und Schädigung der Umwelt verbunden waren. Das Nachrichtenportal </strong><a href="https://kloop.kg/blog/2018/11/08/kitajskij-zavod-po-pererabotke-nefti-ostanovil-svoyu-rabotu-v-kyrgyzstane-iz-za-ukloneniya-ot-nalogov-chto-proishodit/?fbclid=IwAR0oFVsnlkWdtfwPf9E57msR2arH6_ajRbdygs3ejrTF96mNxHsMR3noI5Q"><strong>Kloop</strong></a><strong> erzählt die Geschichte der Skandale nach. Wir übersetzen den Artikel mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.</strong></p>
<p style="text-align: justify">Davon, dass die Arbeit der Erdölraffinerie in Karabalta eingestellt wurde, berichtete Wirtschaftsminister Oleg Pankratow am 6. November im Rahmen einer Regierungssitzung. Nach den Worten des Ministers sei dies mit Klagen wegen Steuerhinterziehung verbunden. „Dschunda“ habe Steuern in Höhe von circa 200 Millionen Som (circa 2,5 Millionen Euro) nicht bezahlt. Pankratow bezeichnete die Situation in der Raffinerie als <em>„recht kritisch“.</em></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/china-vor-russland-wichtigster-handelspartner-fur-kirgistan/">China vor Russland wichtigster Handelspartner für Kirgistan</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Wann die Raffinerie „Dschunda“, die in den fünf Jahren ihrer Existenz schon mehrmals geschlossen wurde, wieder die Arbeit aufnimmt, ist noch unklar. Der Vorsitzende des Parlamentskomitees für den Bereich Energie Koschobek Ryspajew meint, dass die Stilllegung der Fabrik keinen starken Einfluss auf den Brennstoffmarkt Kirgistans haben werde, da der Großteil des Brennstoffs aus Russland komme. <em>„Dschunda stellt keine hochwertigen Brennstoffe her. Hauptsächlich wird dort Gas hergestellt“</em>, sagte der Abgeordnete im Interview mit Kloop.</p>
<p style="text-align: justify">Ulan Kulow, Direktor der Assoziation der Ölhändler, meint hingegen, dass 2017 der Preis für Brennstoffe aufgrund einer vorübergehenden Schließung der chinesischen Fabrik gestiegen sei.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Eine lange Geschichte der Skandale</strong></p>
<p style="text-align: justify">Die chinesische Erdölraffinerie „Dschunda“ nahm 2013 den Betrieb auf. Gemäß den Plänen der Regierung sollte die Fabrik die Abhängigkeit Kirgistans vom Brennstoffimport aus Kasachstan und Russland senken. Bei voller Kapazität sollte die Fabrik 60 Prozent der Nachfrage abdecken. Die kirgisische Führung teilte damals ebenso mit, dass „Dschunda“ jährlich 5 Milliarden Som (62,7 Millionen Euro) Steuern zahlen werde.</p>
<p style="text-align: justify">Aber bei „Dschunda“ begannen die Probleme – zuerst mit den EinwohnerInnen von Karabalta. 2014 beschuldigten diese das Unternehmen der Umwelt Schaden zuzufügen, weswegen die Regierung beschloss, das Werk vorübergehend zu schließen. Die staatliche Umweltagentur überprüfte daraufhin das Unternehmen auf Verstöße gehen die ökologischen Anforderungen, konnte aber nichts Verdächtiges finden.</p>
<p style="text-align: justify">2015 geriet die Raffinerie erstmals ins Interesse der Steuerfahndung, welche aufdeckte, dass Steuern in Höhe von 54 Millionen Som (circa 678 000 Euro) nicht gezahlt wurden und Anzeige gegen den stellvertretenden Direktor und den Hauptbuchhalter der Fabrik erstattete. Im Januar 2016 wurden beide festgenommen und die Raffinerie stellte für einen Monat ihren Betrieb ein.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Warum sich Abgeordnete für die Raffinerie einsetzen</strong></p>
<p style="text-align: justify">Dennoch mischten sich Abgeordnete in das Verfahren ein. Sie kritisierten die Steuerfahndung, der sie vorwarfen ausländische Investoren zu verschrecken. Darauf ließ das Gericht die Inhaftierten unter der Bedingung frei, dass sie das Land nicht verlassen. Der Prozess ist bis heute nicht abgeschlossen.</p>
<p style="text-align: justify"><em> „Die Fabrik Dschunda soll arbeiten. Solche Unternehmen und Investoren muss man unterstützen. Man darf keine Investoren quälen, die auf eigene Kosten Objekte aufgebaut haben“</em>, sagte Koschobek Ryspajew im Zusamenhang mit dem Skandal von 2016. Er fügte hinzu, dass die Raffinerie über keine Rohstoffbasen verfüge und deswegen das Öl auf dem kasachstanischen oder russischen Markt kaufe. <em>„Dies ist auch ein Grund, warum manchmal der Betrieb der Raffinerie eingestellt wird“</em>, so Ryspajew.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/wer-fordert-ol-in-kirgistan/">Wer fördert Öl in Kirgistan?</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Der ehemalige Abgeordnete Turatbek Madylbekow hat diesbezüglich eine andere Meinung. Er vermutet, dass hinter dem Skandal um die nichtbezahlten Steuern hochgestellte Beamte aus dem Regierungs- und Parlamentsapparat stehen könnten.</p>
<p style="text-align: justify"><em>„Heutzutage übertreten ausländische Investoren das Gesetz nur nachdem sie eine „carte blanche“ von hochgestellten Beamten erhalten haben. […] Die von der Steuerfahndung aufgedeckte Hinterziehung von 54 Millionen Som ist nur die Spitze des Eisbergs. Wenn man alles gründlich überprüft, werden noch viele Gesetzesübertretungen ans Licht kommen“</em>, sagte Madylbekow 2016.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Verletzung des Arbeitsrechts</strong></p>
<p style="text-align: justify">Zeitgleich mit dem Verfahren wegen Steuerhinterziehung sieht sich die Leitung von „Dschunda“ mit dem Vorwurf konfrontiert Arbeitsrecht zu verletzen. Laut dem zuständigen Gewerkschaftsvertreter Nurbek Sulajmanow, haben die Mitarbeiter des Unternehmens seit einigen Jahren keine Zuzahlungen für (gesundheits)schädliche Arbeiten erhalten.</p>
<p style="text-align: justify"><em>„Wir fordern schon seit 2-3 Jahren die Einführung von Zusatzzahlungen an die Arbeiter, dafür dass sie unter schädlichen Umständen arbeiten. Außerdem wurden Forderungen nach einer Anpassung der Löhne und nach einer fristgemäßen Bereitstellung von Sicherheitskleidung laut. Aber keine dieser Forderungen wurde erfüllt“,</em> sagt Sulajmanow.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Emil Sultanijew für <a href="https://kloop.kg/blog/2018/11/08/kitajskij-zavod-po-pererabotke-nefti-ostanovil-svoyu-rabotu-v-kyrgyzstane-iz-za-ukloneniya-ot-nalogov-chto-proishodit/?fbclid=IwAR0oFVsnlkWdtfwPf9E57msR2arH6_ajRbdygs3ejrTF96mNxHsMR3noI5Q">Kloop</a></strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Russischen von Robin Roth</strong></p>
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		<title>Das schwere Erbe von Schanaösen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Oct 2018 08:11:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Erdöl]]></category>
		<category><![CDATA[Massaker]]></category>
		<category><![CDATA[Ölarbeiter]]></category>
		<category><![CDATA[Schanaösen]]></category>
		<category><![CDATA[Streik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Ereignisse von Schana&#xF6;sen, als im Dezember 2011 die Polizei auf demonstrierende &#xD6;larbeiter schoss, belasten Kasachstan bis heute. Nachdem Maksat Dosmagambetow, einer der Anf&#xFC;hrer des Streiks, k&#xFC;rzlich verstarb, hat sich die Zahl der Todesopfer auf nunmehr 17 erh&#xF6;ht. Das Online-Magazin Esquire setzt sich damit auseinander, wie in Kasachstan mit dem Massaker umgegangen wird. Wir &#xFC;bersetzen [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Die Ereignisse von </strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schanga%C3%B6sen"><strong>Schanaösen</strong></a><strong>, als im Dezember 2011 die Polizei auf demonstrierende Ölarbeiter schoss, belasten Kasachstan bis heute. Nachdem Maksat Dosmagambetow, einer der Anführer des Streiks, kürzlich verstarb, hat sich die Zahl der Todesopfer auf nunmehr 17 erhöht. Das Online-Magazin </strong><a href="https://esquire.kz/eshte-odna-zhizny-i-smerty-zhanaozena/"><strong>Esquire</strong></a><strong> setzt sich damit auseinander, wie in Kasachstan mit dem Massaker umgegangen wird. Wir übersetzen den Artikel mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Maksat Dosmagambetow war der erste, der vor Gericht erklärte, dass er während des Verhörs gefoltert worden sei. In Polizeigewahrsam hatte man ihm Rippen und Knochen im Gesicht gebrochen. Sechs Monate später bekam er im Gefängnis unerklärliche Kopfschmerzen, gegen die man ihm Aspirin gab. Weitere zwei Jahre später, als man seinen schweren Zustand nicht mehr ignorieren konnte, schickte man ihn zur medizinischen Untersuchung, deren Diagnose „bösartiges Geschwür im Gesichtsknochen“ lautete.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ein siebzehntes Opfer</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Gehen wir die Chronologie noch einmal durch: 2011 zerschlägt man einem Menschen das Gesicht, sechs Monate später beginnen Schmerzen und weitere zwei Jahre später wird ein bösartiges Geschwür diagnostiziert, das 2018 zum Tode führt. Dosmagambetow starb zweifelsohne an den Folgen der Folter. Vor Gericht und später im einzigen Interview nach seiner Haftentlassung erzählte er bei Nennung der Namen der Ermittler gruselige Details darüber, was sich nach Auflösung des Streiks im Polizeirevier von Schanaösen ereignete. Die Polizei weist alle Vorwürfe von sich, aber das Opfer bezahlte mit seinem Leben.</p>
<p style="text-align: justify;">Heute wissen wir genau, dass alles so war, wie er es schilderte<em>: „In einem abgegrenzten Raum jagten sie mir nadeln unter die Nägel und ins Knie, schlugen mich mit der Pistole und dem Schlagstock, tackerten meine Ohren.“ </em>Und journalistische Floskeln wie „gemäß seinen Worten“ oder „Er setzt seine Erkrankung in Verbindung mit der Folter“, die den Reporter vom Objekt distanzieren sollen, klingen hier einfach überflüssig. Womit sonst soll man ein bösartiges Geschwür im Knochen, der einem zerschlagen wurde, verbinden? Diese Verbindung kann man nur bewusst ignorieren, was im Übrigen auch geschieht. Der Tod des Ölarbeiter, der den Streik maßgeblich beeinflusste, fand keinen Wiederhall in den kasachstanischen Medien, abgesehen von „Radio Azattyk“:</p>
<p style="text-align: justify;"><em>„Im Übrigen starb Maksat Dosmagambetow nicht einfach aufgrund der Folter – die letzten Jahre verbrachte er in Krankenhäusern, konnte nachts nicht schlafen. Man nahm ihm den Himmel und den unglückseligen Gesichtsknochen, den ein übereifriger Ermittler ihm zerschlug. Indem er durch die Hölle ging, starb er als Märtyrer.“</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das künstlich geschaffene Schweigen</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die Ereignisse von Schanaösen würden in Kasachstan viel zu viele am liebsten für immer vergessen und aus der Geschichte tilgen. Das künstlich geschaffene Schweigen wurde an der Wurzel getroffen. Ein französischer Journalist, der sich entschloss, einen Film über die Ereignisse von 2011 zu drehen, wurde während eines Interviews festgenommen. Der Ausländer kam mit einer Geldstrafe und dem Schrecken davon, aber wäre die Idee einem kasachstanischen Kollegen gekommen, hätte ihn ein härteres Los getroffen. Zum Beispiel eine Gefängnisstrafe wegen „Anstachelung zum Hass“. Im vergangenen Jahr wurde in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aqtau">Aktau</a> der Hungerstreik von Ölarbeitern zur Unterstützung der Konföderation unabhängiger Gewerkschaften sofort beendet und die Organisatoren verhaftet. Die Entschiedenheit und Gewissenlosigkeit mit der gegen Ruhestörer vorgegangen wird, ist sicherlich Folge der Lektion, die aus Schanaösen gelernt wurde.</p>
<p><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kasachstan/kasachstan-gericht-stoppt-streik-der-minenarbeiter-von-temirtau/"><strong>Gericht stoppt den Streik der Minenarbeiter von Temirtau</strong></a></p>
<p style="text-align: justify;">Man möchte Schnaösen gern vergessen, aber es ist nicht möglich, da die Ereignisse immer wieder auf die eine oder andere Weise ins Gedächtnis gerufen werden. Das Datum verbindet die Auflösung des Ölarbeiter-Streiks vom 16. Dezember 2011 mit der gewaltsamen Auflösung der Studenten-Demonstrationen vom 16. Dezember 1986 (der sogenannten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Scheltoksan-Unruhen">Scheltoksan-Unruhen</a>, derer in Kasachstan feierlich gedacht wird, Anm. d. Ü.) und geben so jeder Festrede an diesem Tag eine Doppeldeutigkeit.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine recht neue humanistische Richtung der Psychotherapie verwendet den Begriff der „nicht versteckten Gestalt“. Die Menschen verstecken sich feige vor schweren Erschütterungen des Lebens und finden nicht die Kraft sie anzunehmen, sie bewusst umzudenken und zu durchleben. Als Resultat zerstört das Vergangene den Menschen, selbst wenn er äußerlich glücklich und stabil wirkt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das Informationstabu und seine Folgen</strong></p>
<p style="text-align: justify;">In Bezug auf die Ereignisse von 2011 herrscht ein Informationstabu. Journalisten recherchieren nicht, um die Wahrheit herauszufinden, Politologen besprechen das Problem nicht auf Konferenzen, Wissenschaftler schreiben keine Dissertationen zu dem Fall, Schriftsteller schreiben keine Bücher und Dichter keine Balladen. Es passiert nichts, was der Gesellschaft helfen könnte zu verstehen, was und warum in Schanaösen geschehen ist. Und niemand bekennt sich selbst vor den Verwandten der unschuldigen zufälligen Opfer, die zum Tag der Unabhängigkeit zu den Feiern auf den Plätzen kommen, als schuldig.</p>
<p style="text-align: justify;">Fragen ohne Antwort, eine Tragödie ohne Bewältigung, ein Verbrechen ohne Strafe und viel Platz für Fantasie. Ich bin immer wieder überrascht, wie verbreitet die Meinung ist, dass es viel mehr Todesopfer gegeben habe, als die Staatsmacht zugibt. Dabei wirkt diese Vorstellung durch offensichtliche Diskrepanzen abwegig: Wo sind die Verwandten der Opfer &#8211; ihre Frauen, Kinder, Brüder und Schwestern? Es gibt keinen einzigen Menschen, der direkt nach den Ereignissen von Schanaösen verschwunden wäre.</p>
<p style="text-align: justify;">Dennoch werden aus Gerüchten Überzeugungen, die selbst in respektablen Kreisen weiterleben und es von Zeit zu Zeit sogar in die ausländische Presse schaffen. Scheinbar ist die öffentliche Meinung, dass sechszehn unbewaffnete unschuldige Menschen, die in Friedenszeiten durch Polizeikugeln starben, zu wenig sind. Die emotionale Schwelle fordert mehr. Doch diesmal muss man nichts hinzudichten: In Shanaösen sind nicht sechszehn Menschen umgekommen, sondern siebzehn. Ein ganzes Leben mehr.</p>
<p style="text-align: right;"><strong>Gulnara Baschkenowa für </strong><a href="https://esquire.kz/eshte-odna-zhizny-i-smerty-zhanaozena/"><strong>Esquire</strong></a></p>
<p style="text-align: right;"><strong>Aus dem Russischen von Robin Roth</strong></p>
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		<title>Erdöl: Tadschikistan kann sich nicht selbst versorgen</title>
		<link>https://novastan.org/de/tadschikistan/erdol-tadschikistan-kann-sich-nicht-selbst-versorgen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Asia Plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Oct 2018 13:33:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Benzin]]></category>
		<category><![CDATA[Brennstoff]]></category>
		<category><![CDATA[Erdöl]]></category>
		<category><![CDATA[Import]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Autofahren ist teurer geworden in Tadschikistan: Die Preise f&#xFC;r Kraftstoffe im Land sind in den vergangenen Monaten stark gestiegen. Dadurch werden auch Lebensmittel teurer, die per LKW angeliefert werden. Die Regierung setzt nun auf Erd&#xF6;lerzeugnisse made in Tadschikistan. Aber die k&#xF6;nnten sogar noch teurer sein als die Import-Produkte. Folgender Artikel erschien im russischen Original bei [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Autofahren ist teurer geworden in Tadschikistan: Die Preise für Kraftstoffe im Land sind in den vergangenen Monaten stark gestiegen. Dadurch werden auch Lebensmittel teurer, die per LKW angeliefert werden. Die Regierung setzt nun auf Erdölerzeugnisse made in Tadschikistan. Aber die könnten sogar noch teurer sein als die Import-Produkte. Folgender Artikel erschien im russischen Original bei </strong><a href="https://news.tj/ru/news/tajikistan/economic/20180723/tseni-na-toplivo-rastut-spasyot-li-situatsiyu-dangarinskii-npz"><strong>Asia-Plus</strong></a><strong>.</strong></p>
<p style="text-align: justify">Der Preis für Flüssiggas ist im Juni in Tadschikistan um fast 50 Prozent gestiegen, Benzin und Diesel sind 15 Prozent teurer geworden. Daraufhin erhöhten private Beförderungsunternehmen die Preise für ihre Dienstleistungen. Deshalb kosten nun auch Lebensmittel, die per LKW geliefert werden, mehr. Die tadschikischen Behörden erklären die Preiserhöhung damit, dass die Preise für Kraftstoff in den Export-Ländern gestiegen sind, insbesondere in Russland und Kasachstan.</p>
<p><strong>Lest auch bei Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/russland-und-china-der-lhebel-zentralasiens/"><strong>Russland und China. Der Ölhebel Zentralasiens</strong></a></p>
<p style="text-align: justify">Im Ministerium für Energie und Wasser wird die Preissteigerung für Erdölprodukte dadurch erklärt, dass <a href="https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/rohstoff-oel-so-teuer-wie-zuletzt-1.3951581">Rohöl auf dem Weltmarkt</a> teurer geworden ist. <em>„Vor einem Jahr kostete ein Barrel Erdöl etwa 40 bis 50 US-Dollar, heute sind es schon mehr als 70 US-Dollar“</em>, heißt es im Industrieministerium.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Der Weltmarkt ist schuld</strong></p>
<p style="text-align: justify">Im Kartellamt gibt man an, dass der Kraftstoffmarkt ständig kontrolliert werde und die Preissteigerung rein sachliche Gründe habe. Den Angaben des Amts zufolge koste eine Tonne Flüssiggas, Benzin oder Diesel die tadschikischen Lieferanten heute fast 100 US-Dollar mehr als noch zu Beginn des Jahres. „Wir können von den Lieferanten nicht verlangen, ihre Produkte billiger zu verkaufen – dann machen sie keinen Gewinn mehr. Und jedes Unternehmen will schließlich Gewinn erwirtschaften. <em>Wenn wir den Lieferanten diesen Gewinn vorenthalten, ist der Markt für sie nicht mehr rentabel und sie verkaufen keine Erdölerzeugnisse mehr. Dann haben wir einen Mangel, der zu einem noch größeren Preisanstieg führt“</em>, sagt der stellvertretende Vorsitzende der Monopolkommission Nasar Odinasoda. Tadschikistan sei ein Kraftstoffimporteur und deshalb gezwungen, den Preisanstieg auf ausländischen Märkten hinzunehmen.</p>
<p><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/kasachstans-abhangigkeit-von-importiertem-benzin-nimmt-zu/">Kasachstans Abhängigkeit von importiertem Benzin nimmt zu</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Im Kartellamt heißt es, die Situation auf dem Kraftstoffmarkt könne nur verbessert werden, wenn heimische Erdölerzeugnisse hergestellt würden. <em>„Die in der Region Dangara errichtete Erdölraffiniere wird sehr bald ihre Produktion aufnehmen. Zunächst werden dort 500.000 Tonnen Erdöl verarbeitet, die Menge wird schrittweise auf 1,2 Millionen Tonnen pro Jahr gesteigert. Dadurch können wir unsere Kunden mit günstigerem Kraftstoff versorgen“</em>, sagt Nasar Odinasoda.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Probleme bei der heimischen Erdölverarbeitung</strong></p>
<p style="text-align: justify">Die Erdölraffinerie in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Danghara">Dangara</a> im Südwesten Tadschikistans wurde schon Ende 2016 fertiggestellt. Errichtet wurde der Betrieb von einem tadschikisch-chinesischen Joint Venture, das aus der chinesischen Firma „Dong Ying heli Investment and Development“ und der tadschikischen Firma „Hasan &amp; Co.“ besteht. Aber die Inbetriebnahme wurde schon mehrfach verschoben. Als Grund gab man im Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Handel an, dass die chinesischen Investoren sich mit ausländischen Lieferanten nicht über die Rohstofflieferungen einigen konnten. Für den reibungslosen Betrieb der Fabrik müsse das notwendige Rohöl vorher in ausreichender Menge besorgt werden.</p>
<p style="text-align: justify">Tadschikistan verbraucht pro Jahr etwa 600.000 bis 700.000 Tonnen Kraftstoff für Autos. Der Bedarf wird je zur Hälfte aus Erdölerzeugnissen und Flüssiggas gedeckt.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/usbekistan/usbekistan-exportiert-20-prozent-des-im-land-geforderten-gases/"><strong>Usbekistan exportiert 20 Prozent des im Land geförderten Gases</strong></a></p>
<p style="text-align: justify">Energieexperten bezweifeln, dass die Erdölraffinerie in Dangara das Problem der hohen Kraftstoffpreise im Land lösen kann. <em>„Die Sache ist die: Solche Fabriken werden in der Regel da gebaut, wo es größere Erdölvorkommen gibt. Je näher zum Rohstoffvorkommen, desto besser. Wenn man sich jetzt aber dazu entschlossen hat, da zu bauen, wo es überhaupt kein Erdölvorkommen gibt, sollte zumindest eine Erdölleitung verlegt werden. Sonst lohnt sich die Produktion nicht. In ganz Tadschikistan gibt es keine größeren </em><em><a href="https://www.dw.com/de/tadschikistan-will-energieproduzent-werden/a-16968201">Erdölvorkommen</a></em><em>. Und eine Erdölleitung aus dem Ausland zu verlegen ist sehr teuer. Deshalb muss der Rohstoff auf dem Landweg angeliefert werden. Das macht die Verarbeitung sehr teuer, wenn man den weiten Transportweg und die hohen Ausfuhrzölle in den Export-Ländern mit einberechnet“</em>, erklärt der unabhängige Energiefachmann Safar Ajubow.</p>
<p style="text-align: justify">Zwar könne die Produktion aufgenommen werden, die Eigenkosten des Betriebs geben ihm aber zu denken, fügte er hinzu. <em>„Ich fürchte, dass die Eigenproduktion am Ende teurer wird, als importierter Brennstoff“</em>, sagt er.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/wer-fordert-ol-in-kirgistan/"><strong>Wer fördert Öl in Kirgistan?</strong></a></p>
<p style="text-align: justify">Laut dem Ökonomen Rustam Saidow seien Steuerermäßigungen für Lieferanten und Händler das Einzige, was die Preise des tadschikischen Brennstoffmarkts stabilisieren könne: <em>„Die Regierung kann die Steuern und Zölle für den Import und die Herstellung der Erdölprodukte senken und sie damit billiger machen.“</em> Jedoch erlaube das die aktuelle Finanzlage den Behörden nicht, weil sie selbst nach Möglichkeiten suchen, das Budget zu füllen, so Saidow.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Pajraw Tschorschanbijew, </strong><a href="https://news.tj/ru/news/tajikistan/economic/20180723/tseni-na-toplivo-rastut-spasyot-li-situatsiyu-dangarinskii-npz"><strong>Asia-Plus</strong></a></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Russischen von Christina Spitzmüller</strong></p>
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		<item>
		<title>Usbekistan exportiert 20 Prozent des im Land geförderten Gases </title>
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		<dc:creator><![CDATA[esaudkasova]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Jun 2018 12:07:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Erdgas]]></category>
		<category><![CDATA[Erdöl]]></category>
		<category><![CDATA[Gazprom]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Uzbekneftegaz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Usbekistan exportiert rund 20 Prozent des im Land produzierten Gases. Das gab am Mittwoch der erste stellvertretende Vorsitzende des staatlichen usbekischen &#xD6;l- und Gas-Unternehmens &#x201E;Uzbekneftegaz&#x201C;&#xA0; &#xA0;Ulugbek Sayyid bekannt. Folgender Artikel erschien zun&#xE4;chst auf der usbekischen Nachrichtenwebseite Podrobno.uz und wurde mit freundlicher Genehmigung der Redaktion von Novastan &#xFC;bersetzt.&#xA0; &#x201E;Unternehmen der &#xD6;l- und Gasindustrie f&#xFC;hren in Usbekistan [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Usbekistan exportiert rund 20 Prozent des im Land produzierten Gases. Das gab am Mittwoch der erste stellvertretende Vorsitzende des staatlichen usbekischen Öl- und Gas-Unternehmens „<a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Uzbekneftegaz">Uzbekneftegaz</a>“   Ulugbek Sayyid bekannt. Folgender Artikel erschien zunächst auf der usbekischen Nachrichtenwebseite <a href="http://podrobno.uz/cat/economic/uzbekistan-otpravlyaet-na-eksport-poryadka-20-vsego-dobyvaemogo-gaza-/">Podrobno.uz</a> und wurde mit freundlicher Genehmigung der Redaktion von Novastan übersetzt. </strong></p>
<p style="text-align: justify">„Unternehmen der Öl- und Gasindustrie führen in Usbekistan umfangreiche geologische Erkundungen, Bohrungen von Erdöl- und Ergasbohrlöchern, und Erdöl- und Erdgasförderungen durch.  Der Eigenbedarf der Republik an Erdgas wird vollständig gedeckt und etwa 20 Prozent des geförderten Volumens wird exportiert.“, merkte Sayyid im Rahmen der Internationalen Ausstellung &#8222;Öl und Gas in Usbekistan &#8211; OGU 2018&#8220; an.</p>
<p><strong>Gas und Öl zentral für die usbekische Wirtschaft</strong></p>
<p style="text-align: justify">Ihm zufolge beträgt der Beitrag der „Uzbekneftegaz“ am Bruttoinlandsprodukt heute etwa 15 Prozent. Circa ein Fünftel der usbekischen Staatseinnahmen gehen auf die Aktivitäten des Unternehmens zurück.</p>
<p style="text-align: justify">Die Kapazitäten der „Uzbekneftegaz“ ermöglichen momentan eine Gewinnung von Erdgas im Umfang von 70 Milliarden Kubikmeter sowie eine Förderung flüssiger Kohlenwasserstoffen im Umfang von 8 Millionen Tonnen pro Jahr.</p>
<p style="text-align: justify">Gleichzeitig ist die Produktion von Kohlenwasserstoffen aufgrund der Ausschöpfung der Reserven und durch technische Verluste in den letzten 15 Jahren deutlich gesunken. Nach offiziellen Statistiken stieg die Gewinnung von Erdgas in Usbekistan um 0,5 Prozent in 2017 im Vergleich zu 2016 auf 56,4 Milliarden Kubikmeter, aber die Gewinnung von Öl fiel um 6,3 Prozent auf 806.000 Tonnen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Russland und China als Hauptexportmärkte</strong></p>
<p style="text-align: justify">Die Hauptexportmärkte für usbekisches Gas bleiben Russland und China. Es werden auch kleinere Ausfuhrlieferungen in die Nachbarländer ausgeführt. Nach Russland fließt der „blaue Brennstoff“ durch die Piplines Bukhara-Ural und Mittelasien-Zentrum.</p>
<p style="text-align: justify">Letztes Jahr unterzeichneten das russische Unternehmen „<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gazprom">Gazprom</a>“ und „Uzbekneftegaz“ einen Vertrag im Wert von 2,5 Milliarden US-Dollar. Dem Dokument zufolge wird Usbekistan jährlich vom Jahr 2018 an im Laufe von fünf Jahren Gazprom mit vier Milliarden Kubikmeter Gas versorgen.</p>
<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/grose-investition-in-usbekistans-ol-und-gasforderung/">Gazprom: Große Investition in Usbekistans Öl- und Gasförderung</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Außerdem möchte Usbekistan den jährlichen Umfang der Gasausfuhrlieferungen nach China in den Jahren 2018 bis 2020 auf zehn Milliarden Kubikmeter erhöhen. So sieht es die mittelfristige Vereinbarung vor, die während des China-Besuches des usbekischen Präsidenten Shawkat Mirsijojew im vergangenen Jahr unterzeichnet wurde. Der Kraftstoff wird über das Pipeline-Netzwerk Zentralasien-China durch drei Gasleitungen zum östlichen Nachbarn  geliefert.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Im russischen Original auf <a href="http://podrobno.uz/cat/economic/uzbekistan-otpravlyaet-na-eksport-poryadka-20-vsego-dobyvaemogo-gaza-/">Podrobno.uz </a></strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Russischen von Esmira Saudkasova</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Kasachstans Abhängigkeit von importiertem Benzin nimmt zu</title>
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		<dc:creator><![CDATA[365info.kz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Jun 2017 17:54:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Benzin]]></category>
		<category><![CDATA[Diesel]]></category>
		<category><![CDATA[Erdöl]]></category>
		<category><![CDATA[Raffinerie]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Treibstoff ist einer der wichtigsten Importartikel Kasachstans. Dennoch berichtet das Energieministerium, dass der Markt f&#xFC;r Brenn- und Schmierstoffe unabh&#xE4;ngig sei. Der Artikel &#xFC;ber dieses Paradoxon erschien auf &#xA0;365info.kz.&#xA0;Wir &#xFC;bersetzen den Artikel mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion. Die offizielle Version lautet: Es ist alles gut. Am 18. April erstattete Energieminister Kanat Bosumbajew Bericht &#xFC;ber den [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><em>Treibstoff ist einer der wichtigsten Importartikel Kasachstans. Dennoch berichtet das Energieministerium, dass der Markt für Brenn- und Schmierstoffe unabhängig sei. Der Artikel über dieses Paradoxon erschien auf  <a href="https://365info.kz/2017/04/pochemu-kazahstan-vse-eshhe-zavisim-ot-rossijskogo-topliva/">365info.kz</a>. Wir übersetzen den Artikel mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion.</em></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die offizielle Version lautet: Es ist alles gut.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Am 18. April erstattete Energieminister Kanat Bosumbajew Bericht über den Ölmarkt. Er teilte mit, dass es zur Zeit der Aussaat kein Treibstoffdefizit im Land geben werde.</p>
<p style="text-align: justify;">„<em>Für die Feldarbeit im Frühling 2017 werden den Agrarunternehmen 375.000 Tonnen zur Verfügung gestellt. […] Entsprechend dem Antrag des Landwirtschaftsministeriums wird der Bedarf an Diesel vollständig gedeckt.</em>“</p>
<p style="text-align: justify;">Außerdem werde laut Bosumbajew „<em>der Binnenmarkt vollständig mit heimischen Brenn- und Schmierstoffen versorgt</em>“. Auf dem Papier sieht alles ausgesprochen gut aus: im ersten Quartal 2017 wurden in Kasachstan 810.300 Tonnen Benzin hergestellt, was 18,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum entspricht. Die Dieselproduktion stieg noch stärker an: um 28,8 Prozent auf 1,1 Millionen Tonnen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Statistiken sagen: Es ist alles schlecht</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Entsprechend der Daten des Statistik-Komitees sieht die Situation anders aus. In den ersten beiden Monaten des Jahres wurden 237.000 Tonnen Benzin und 59.900 Tonnen Diesel nach Kasachstan eingeführt. Das sind 60,3 und 77,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Anteil ausländischen (also russischen) Benzins auf dem kasachstanischen Markt betrug im Januar und Februar 29,6 Prozent, jener von Diesel 7,6 Prozent.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Land importiert nicht nur mehr Treibstoff, sondern zahlt dafür auch noch einen höheren Preis: Der durchschnittliche Benzinpreis stieg um 59,4 Prozent an, der Dieselpreis um 47,1 Prozent. In Geldwert umgerechnet wuchs der Import also um das 2,6-fache: 104 beziehungsweise 28,6 Millionen Dollar.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/wer-fordert-ol-in-kirgistan/">Wer fördert Öl in Kirgistan?</a></strong></p>
<p style="text-align: justify;">In den ersten zwei Monaten 2017 befand sich Treibstoff unter den Top 4 der kasachstanischen Importgüter (direkt hinter Öl, Medikamenten und Dünger).</p>
<p style="text-align: justify;">Heute macht Benzin 3,3 Prozent des nationalen Imports aus, wobei der Anteil sich innerhalb eines Jahres verdoppelt hat. Zum Vergleich: Kleidung und sonstige Textilprodukte wurden halb so viel eingeführt wie Diesel und Benzin.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Es gibt nicht mehr eigenes Benzin</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Damit der Markt für Brenn- und Schmierstoffe unabhängig wird, muss Kasachstan die Ölverarbeitung auf 17,5 Millionen Tonnen pro Jahr erhöhen.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Parlamentsabgeordnete Jerlan Barlybajew teilte mit, dass die drei größten Raffinerien des Landes (in Pawlodar, Atyrau und Schymkent) nach einer sich hinziehenden Modernisierung 14,5 Millionen Tonnen verarbeiten können. Aber es gibt im Land noch 32 weitere Fabriken, die zusammen über eine Kapazität von 6,5 Millionen Tonnen verfügen. Und diese Kapazität liegt derzeit brach.</p>
<p style="text-align: justify;">Im April 2016 wurde das „<a href="http://fliphtml5.com/rpnm/sbfh/basic">Gesetz zur Regulierung des Umschlags von Erdölprodukten</a>“ verabschiedet, das es Fabriken mit einer geringeren Kapazität als 800.000 Tonnen pro Jahr verbietet, sogenannte „Verarbeitungsprodukte“ zu verkaufen. Dies führte zur Stilllegung der Fabriken. Auf dieses Problem wiesen die Abgeordneten der Partei „AK Zhol“ hin.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die zukünftige Ölversorgung: abhängig von Russland</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Allerdings kann es sein, dass es nicht ausreichend Rohstoff für diese Fabriken gibt. Saken Schakirow, stellvertretender Direktor des Ressorts für fossile Brennstoffe im Energieministerium teilte mit, dass bis zum Jahr 2020 die Förderung aus kleinen und mittleren Lagerstätten, die im Wesentlichen den Binnenmarkt versorgen, aus verschiedenen Gründen um 3 Millionen Tonnen zurückgehen wird. Einen Ausbau der Förderung wird es hingegen in exportorientierten Projekten geben: Kaschagan, Tengiz und Karatschaganak (große Ölfelder in Westkasachstan, Anm. d. Red.). Scharikow ließ schon verlautbaren, dass dies möglicherweise zu einem Rückgang der Brenn- und Schmierstoffproduktion führen könnte.</p>
<p style="text-align: justify;">Solange Kasachstan den exportorientierten Projekten die Priorität einräumt, ist es unwichtig, wie viel Öl Kasachstan fördert, über welche Kapazitäten die Raffinerien verfügen, inwieweit sich der Bedarf an Treibstoff ändert und welche Gesetzte in der Republik gelten. Kasachstan kauft Benzin und Diesel in Russland und wird diese Praxis auch auf absehbare Zeit beibehalten.</p>
<p style="text-align: right;"><strong>Alexej Nikonorov</strong></p>
<p style="text-align: right;"><strong><a href="https://365info.kz/2017/04/pochemu-kazahstan-vse-eshhe-zavisim-ot-rossijskogo-topliva/">365info.kz</a></strong></p>
<p style="text-align: right;"><strong>Aus</strong><strong> dem Russ</strong><strong>is</strong><strong>chen von Robin Roth</strong></p>
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		<title>Wer fördert Öl in Kirgistan?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Coppenrath]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Feb 2017 08:00:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Erdgas]]></category>
		<category><![CDATA[Erdöl]]></category>
		<category><![CDATA[Ressourcen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kirgistan ist nicht gerade f&#xFC;r seinen Erd&#xF6;lreichtum bekannt. Die Vorkommen des Landes werden auf 100 Millionen Tonnen, gegen 3,9 Milliarden im benachbahrten Kasachstan. Nichtsdestoweniger teilen sich mehrere Firmen das kirgisiche &#x201E;schwarze Gold&#x201C;. Eldijar Arykbajew und Sajkal Toktogulowa von Kloop.kg liefern einen &#xDC;berblick &#xFC;ber den kirgisischen Erd&#xF6;lmarkt. Wir &#xFC;bersetzen ihn mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion. [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><em><strong>Kirgistan ist nicht gerade für seinen Erdölreichtum bekannt. Die Vorkommen des Landes werden auf 100 Millionen Tonnen, gegen 3,9 Milliarden im benachbahrten Kasachstan. Nichtsdestoweniger teilen sich mehrere Firmen das kirgisiche „schwarze Gold“. <a href="http://kloop.kg/blog/author/eldiyararykbaev/">Eldijar Arykbajew</a> und Sajkal Toktogulowa von Kloop.kg <a href="http://kloop.kg/blog/2016/02/04/kto-dobyvaet-neft-v-kyrgyzstane/">liefern einen Überblick</a> über den kirgisischen Erdölmarkt. Wir übersetzen ihn mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion.</strong></em></p>
<p style="text-align: justify">Die Erdölvorkommen in Kirgistan befinden sich vor allem im Süden des Landes: Im Süden der Dschalalabat-Region und  im Norden der Batken-Region. Insgesamt wird an 17 Stellen Erdöl gewonnen, davon in sechs auch Erdgas.</p>
<p style="text-align: justify">Fast alle Öl- und Gasvorkommen gelten als klein, umfassen also weniger als fünf Millionen Tonnen oder 36 Millionen Barrel. Nur eines, das „<a href="http://www.gazprom.com/about/production/projects/deposits/kyrgyzstan/">Majlisu IV – Ost Isbaskent</a>“-Vorkommen im Süden der Dschalalabat-Region gilt als mittelgroß, mit bis zu 30 Millionen Tonnen Erdöl.</p>
<p style="text-align: justify"><em><strong>Lest auch bei Novastan.org: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/russland-und-china-der-lhebel-zentralasiens/">Russland und China. Der Ölhebel Zentralasiens.</a> </strong></em></p>
<p style="text-align: justify">Laut der staatlichen Agentur für Geologie und Mineralressourcen umfassten Ende 2014 die erforschten Erdölreserven Kirgistans 100 Millionen Tonnen. Im benachbarten Kasachstan, das zu den 20 größten Erdölproduzenten weltweit gehört, sind es über 3,9 Milliarden Tonnen. Fünf Gesellschaften arbeiten an der Ölförderung in Kirgistan. Davon gehören drei zu chinesischen Firmen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>OAO „Kyrgyzneftegas“</strong></p>
<p style="text-align: justify">Die offene Aktiengesellschaft (OAO) <a href="http://www.bloomberg.com/research/stocks/private/snapshot.asp?privcapId=54074038">„Kyrgyzneftegas“</a> ist das größte Öl- und Gasunternehmen in Kirgistan. Es fördert jährlich zwischen 75 und 80 000 Tonnen Erdöl. Über 85 Prozent der Anteile am Unternehmen gehören der kirgisischen Regierung. Die restlichen Aktien gehören über 2000 verschiedenen Aktionären, fast alle juristische Personen, also Privatgesellschaften.</p>
<p style="text-align: justify">„Kyrgyzneftegas“ besitzt die Lizensen zur Ölgewinnung an elf Vorkommen und drei Lizensen, die es zu Explorationsarbeiten befugt. Die meisten seiner Ölvorkommen befinden sich im Lejlek-Bezirk der Region Batken und im Nookensk-Bezirk der Region Dschalalabat. Es bohrt nach weiteren Ölquellen im Suusamyr-Tal (Region Tschüj) und im Toktogul-Tal (Region Dschalalabat), weiter im Norden des Landes.</p>
<p style="text-align: justify">Im Herbst 2012 bemerkten die kirgisischen Behörden, dass „Kyrgyzneftegas“ seinen Ertrag seit 2009 stark ehöht hatte: Von 18 auf 330 Millionen Tonnen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>ZAO „Textonik“</strong></p>
<p style="text-align: justify">Die geschlossene Aktiengesellschaft (ZAO) „<a href="https://professionali.ru/Enterprise/zao-tekstonik/">Textonik</a>“ ist seit 2001 im Bereich der Erdölförderung in Kirgistan tätig. Das Unternehmen gewinnt Öl und Gas aus Teilen der zentralen und östlichen Vorkommen Majlisu-II und aus Teilen des Tscharwak-Tschangyrtasch Vorkommens im Süden der Region Dschalalabat. Diese beiden Vorkommen sind zusammen 927 ha groß, also circa 9 km². Das Ausmaß ihrer Reserven ist unbekannt.</p>
<p style="text-align: justify">Die ZAO „Textonik“ gehört seit 2012 der chinesischen „San‘ Shan‘ Juan‘“ GmbH, nachdem sie der kanadischen „<a href="http://www.bloomberg.com/research/stocks/private/snapshot.asp?privcapid=217751484">Textonic Consulting Ltd</a>“ abgekauft wurde. Der Hauptsitz der Firma befindet sich in Kotschkor-Ata, in der Region Dschalalabat und wird von einem Chinesen, Tschschan Zse geleitet.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>„Juschnyj Derrik“ GmbH </strong></p>
<p style="text-align: justify">Die « Juschnyj Derrik » GmbH produziert seit 2010 Öl und Gas. Sie besitzt nur die Lizens für ein Vorkommen: Majlisu-III, das sich über 851 ha oder 8,51 km² erstreckt.</p>
<p style="text-align: justify">Juschnyj Derrik wird ebenfalls von der „San‘ Shan‘ Juan‘“ GmbH kontrolliert, nachdem diese nach einer Vereinbarung mit der australischen „<a href="http://www.bloomberg.com/research/stocks/private/snapshot.asp?privcapId=26630399">Derrick Pty Ltd</a>“ im Jahr 2012 70 Prozent der Aktion gekauft hat. Der restliche Anteil der Firma gehört „Kyrgyzneftegas“. <em>„Juschnyj Derrik“ teilt sich den Hauptsitz und den Direktor mit „Textonik“</em>.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>OAO „Batkenneftegas“</strong></p>
<p style="text-align: justify">„<a href="http://www.bloomberg.com/research/stocks/private/snapshot.asp?privcapId=39351283">Batkenneftegas</a>“ ist seit 2008 in Kirgistan tätig. Das Unternehmen hält bis 2028 die Lizens zur Öl und Gasförderung aus drei Vorkommen des Kadamdschaj-Bezirks (Region Batken): Nord- und Südrischtan (Öl und Gas), Sarykamysch-Sarytok (Gas) und Tschaur-Jarkutan (Öl). Zusammen umfassen die drei Vorkommen 6200 ha oder 62 km².</p>
<p style="text-align: justify">„Batkenneftegas“ war früher Staatseigentum, nun gehört das Unternehmen der chinesischen „Tschschunnen Öl und Gas“ GmbH. Ihr Hauptsitz befindet sich in der Stadt Kadamdschaj in der Region Batken und wird von Lju Wenjin geleitet.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>ZAO „Glawneftegas“  </strong></p>
<p style="text-align: justify">„Glawneftegas“ fördert seit 2012 Öl und Gas. Die Verteilung der Aktien der Firma ist nicht bekannt. „Glawneftegas“ besitzt die Lizens für zwei Vorkommen im Kadamdschaj Bezirk:  Tschongara-Galjtscha und nördlicher-Soch. Ersteres ist fast ausgeschöpft. Beide Vorkommen erstrecken sich über 5354 ha oder 53,5 km². Die Lizensen des Unternehmens sind bis 2032 gültig. Vor 2012 wurden die Vorkommen von der usbekischen Staatsfirma „<a href="http://www.uzneftegaz.uz/">Usbekneftegas</a>“ betrieben.</p>
<p style="text-align: right"><strong>El’dijar Arykbajew und Sajkal Toktogulowa</strong><br />
<strong> Kloop.kg</strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Russischen übersetzt von Florian Coppenrath</strong></p>
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