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	<title>Museum Archives</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
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	<title>Museum Archives</title>
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		<title>Was es im Museum für Zeitgenössische Kunst in Urgentsch zu sehen gibt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gazeta.uz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 21:34:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit einigen Jahren &#xF6;ffnet sich Usbekistan zunehmend f&#xFC;r den internationalen Tourismus. Parallel dazu entstehen und etablieren sich lokale Museen, die sowohl ein internationales als auch ein einheimisches Publikum anziehen sollen. Eines dieser sehenswerten H&#xE4;user befindet sich in Urgentsch und ist in einem ehemaligen Postamt untergebracht. Seine Geschichte reicht jedoch deutlich weiter zur&#xFC;ck und kn&#xFC;pft an [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Seit einigen Jahren öffnet sich Usbekistan zunehmend für den internationalen Tourismus. Parallel dazu entstehen und etablieren sich lokale Museen, die sowohl ein internationales als auch ein einheimisches Publikum anziehen sollen. Eines dieser sehenswerten Häuser befindet sich in Urgentsch und ist in einem ehemaligen Postamt untergebracht. Seine Geschichte reicht jedoch deutlich weiter zurück und knüpft an eigene gewachsene Traditionen an. Im Gespräch mit der Museumsdirektorin ergeben sich Einblicke in die Sammlung und die Exponate.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur wenige wissen, dass sich in der Region <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Choresmien">Choresmien</a> nicht nur die alte Geschichte Usbekistans entdecken lässt, sondern auch seine Gegenwart in der Kunst. Im Museum für Zeitgenössische Kunst Usbekistans (CAMUZ) in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Urganch">Urgentsch</a> sind mehr als 3000 Werke versammelt. Es ist eine Sammlung, die überrascht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Museum vereint nicht nur die 115-jährige Geschichte seines Gebäudes mit dem reichen kulturellen Erbe von Choresmien, sondern auch mit jenem ganz Usbekistans. Die Sammlung umfasst Gemälde, Fotografien, Skulpturen sowie Objekte des Kunsthandwerks. Gleichzeitig versteht sich das Haus als Plattform für internationale Projekte und Bildungsprogramme.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2026/04/Direktorin-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-44441" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2026/04/Direktorin-1024x683.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2026/04/Direktorin-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2026/04/Direktorin-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2026/04/Direktorin-1536x1025.jpg 1536w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2026/04/Direktorin.jpg 1680w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Direktorin Schirin Taschewa erzählt von den Anfängen, prägenden Projekten und den Ambitionen, die das Museum heute zu einem kulturellen Zentrum der Stadt machen, Foto: Gazeta.uz.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h2 class="wp-block-heading">Vom Postamt zum Museum</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gebäude, in dem sich heute das Museum befindet, gehört zu den ältesten in Urgentsch und steht unter Denkmalschutz. Errichtet wurde es 1910 als zentrales Postamt. Damals handelte es sich um ein wichtiges Gebäude für die Kommunikation zwischen Choresmien und dem Russischen Imperium, unter dessen Protektorat es stand. Architektonisch folgt das Gebäude der traditionellen orientalischen Bauweise: gelber Backstein, fein geschnitzte Säulen und ein offener Ajwan-Bereich prägen das Erscheinungsbild. Auch zu Sowjetzeiten blieb die Post in Betrieb, bis sie 1967 geschlossen wurde. Danach stand das Haus jahrelang leer.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:%D0%9E%D1%82%D0%BA%D1%80%D1%8B%D1%82%D1%8B%D0%B9_%D0%90%D0%B9%D0%B2%D0%B0%D0%BD_%D0%B2%D0%BE_%D0%B4%D0%B2%D0%BE%D1%80%D0%B5_%D0%BC%D1%83%D0%B7%D0%B5%D1%8F_%D1%81%D0%BE%D0%B2%D1%80%D0%B5%D0%BC%D0%B5%D0%BD%D0%BD%D0%BE%D0%B3%D0%BE_%D0%B8%D1%81%D0%BA%D1%83%D1%81%D1%81%D1%82%D0%B2%D0%B0_%D0%A3%D0%B7%D0%B1%D0%B5%D0%BA%D0%B8%D1%81%D1%82%D0%B0%D0%BD%D0%B0_CAMUZ_%D0%B2_%D0%A3%D1%80%D0%B3%D0%B5%D0%BD%D1%87%D0%B5.jpg"><img decoding="async" width="768" height="1024" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2026/04/Ajwan-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-44442" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2026/04/Ajwan-768x1024.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2026/04/Ajwan-225x300.jpg 225w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2026/04/Ajwan-1152x1536.jpg 1152w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2026/04/Ajwan.jpg 1387w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Aktuelle Fotografie des Ajwan, Foto: Gazeta.uz</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">In den 1980er Jahren wurde das Gebäude wiederbelebt. Eine Gruppe von Künstler:innen und Aktivist:innen schlug vor, in Urgentsch eine dauerhafte Galerie einzurichten. Das ehemalige Postgebäude überzeugte sie. Es war zentral gelegen und räumlich großzügig. 1982 wurde hier schließlich die städtische Galerie eröffnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst blieb die Galerie jedoch weitgehend unbekannt und erfreute sich nur wenigen Besuchenden. 2008, als die Direktorin Schirin Taschewa ihr Amt antrat, legte das Museum allmählich an Bekanntheit zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Als ich anfing, war das Museum praktisch leer“, erinnert sie sich. „Also habe ich selbst Flyer gedruckt, Schulen und Universitäten besucht und die Menschen eingeladen. Nach und nach kamen sie.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Erfolg beigetragen hat womöglich eine ihrer Ideen: Sie führte Einzelausstellungen für lokale Künstler:innen ein, denen die Galerie kostenlos Räume zur Verfügung stellte. Neben organisatorischer Unterstützung servierte sie zur Eröffnung jeweils das traditionelle Gericht <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pilaw">Plow</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Offenheit veränderte die Atmosphäre grundlegend. Künstler:innen begannen, die Galerie als Treffpunkt zu begreifen, die Stadtbewohner als zugänglichen Kulturort. Aus einem stillen Haus wurde ein lebendiger Raum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2017 erlebte das Museum einen neuen Wendepunkt seiner Geschichte, indem es seinen heutigen Namen erhielt: „Museum für Zeitgenössische Kunst in Usbekistan“. Mit der neuen Namensgebung kam auch die Öffnung hin zur internationalen Zusammenarbeit.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Sammlung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Heute umfasst die Sammlung mehr als 3000 Exponate: Malerei, Grafik, Fotografie, Skulptur, Keramik, kunsthandwerkliche Objekte, traditionelle Kleidung und Alltagsgegenstände. Sie ist über die Jahre durch Ankäufe, Atelierbesuche und Schenkungen gewachsen. Eine ursprüngliche Tradition hat bis heute Bestand: Nach einer Einzelausstellung bleibt mindestens ein Werk im Museum. Allein in den vergangenen vier Jahren kamen über 30 Arbeiten durch staatliche Kulturinstitutionen hinzu. Aus diesem Grund sind heute bis zu 200 Künstler:innen vertreten, darunter bekannte Namen der Region ebenso wie etablierte Vertreter der usbekischen aber auch internationalen Kunstszene.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Sammlung ist stilistisch sehr vielfältig – vom Impressionismus und Pointillismus bis hin zu Kubismus, Abstraktion und Konzeptkunst“, sagt Taschewa. „Gerade diese Vielfalt macht das Museum interessant – für Fachleute ebenso wie für ein breites Publikum.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Dauerausstellung verteilt sich auf zwei Säle. Der größere widmet sich der Kunst Choresmiens – ein Bereich, der zeigt, wie eigenständig und lebendig die lokale Kunstszene ist. Der kleinere Raum ist der Grafik vorbehalten: feine Linien, präzise Kompositionen, Arbeiten aus <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Taschkent">Taschkent</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Buxoro">Buchara</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Samarqand">Samarkand</a> und Choresmien. Ein dritter Saal bleibt bewusst flexibel. Hier finden wechselnde Ausstellungen und internationale Projekte statt. Es ist das Rezept, das das Museum in Bewegung hält.</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><a href="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2026/04/Praktikantin.jpg"><img decoding="async" width="960" height="720" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2026/04/Praktikantin.jpg" alt="" class="wp-image-44443" style="width:960px;height:auto" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2026/04/Praktikantin.jpg 960w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2026/04/Praktikantin-300x225.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2026/04/Praktikantin-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Eine Museumspraktikantin, Foto: Gazeta.uz</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein sozialer Raum</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Heute ist CAMUZ längst mehr als ein klassischer Ausstellungsort: Das Haus hat sich zu einem lebendigen Treffpunkt entwickelt, an dem Kunst nicht nur gezeigt, sondern gemeinsam erlebt wird. Unterschiedlichste Formate bringen Menschen zusammen und machen das Museum zu einem offenen Raum für Austausch und neue Perspektiven. Internationale Projekte prägen dabei zunehmend das Profil und öffnen den Blick über die Region hinaus, während Kooperationen und wachsende Netzwerke die Dynamik weiter verstärken. Ein weiteres Herzstück ist die Bibliothek des Museums. Sie entstand durch Schenkungen von Bürger:innen, Künstler:innen und Organisationen und umfasst heute rund 14.000 Bände – von Literatur bis hin zu kunsthistorischen Werken und Ausstellungskatalogen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Blick nach vorn</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die kommenden Jahre sind ehrgeizig geplant: Acht internationale Projekte stehen an, darunter Ausstellungen aus Großbritannien und Japan. Parallel dazu baut das Museum seine Bildungsprogramme aus. Gleichzeitig steht das Gebäude vor einer grundlegenden Sanierung. Tragstrukturen, Technik und Fassade müssen erneuert werden, die Ausstellungsräume modernisiert. Ebenso steht eine Restaurierung an. Geplant ist zudem ein Auktionsraum, in dem Werke während Ausstellungen verkauft werden können. Davon erhofft sich Taschewa einen Impuls für den lokalen Kunstmarkt und die finanzielle Unterstützung der lokalen Künstler:innen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das Museum möchte in erster Linie vom Publikum geliebt werden. Seine gesamte Tätigkeit richtet sich an die Bewohner der Stadt, und uns ist wichtig, diese Zuneigung zu erwidern. Unsere Mission ist es, durch kulturelle Veranstaltungen gute Stimmung und Wärme zu vermitteln und einen Raum für den Austausch aller gesellschaftlichen Gruppen zu schaffen. Kunst soll Menschen verbinden, für jeden zugänglich sein und immer in der Nähe derjenigen bleiben, die sie zu schätzen wissen“, schließt Schirin Taschewa.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Farzona Chamidowa für Gazeta.uz</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Gekürzt aus dem Russischen von <a href="https://novastan.org/de/author/bzeller/">Berenika Zeller</a></strong></p>
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		<title>Museum für bildende Künste Gapar Aitijew</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Sep 2024 05:23:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bild des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Bischkek]]></category>
		<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
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		<category><![CDATA[Sowjetische Architektur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Kunstmuseum Gapar Aitijew in Bischkek stellt Kunstsammlungen (Gem&#xE4;lde, Skulpturen) aus Sammlungen der ehemaligen Sowjetunion sowie zahlreiche dekorative kirgisische Kunstgegenst&#xE4;nde aus. Im Jahr 2019 hatte das Museum mit der Ausstellung &#x201E;Feminnale&#x201C; eine Kontroverse ausgel&#xF6;st, die zum R&#xFC;cktritt der Museumsdirektorin f&#xFC;hrte. Foto : Ilima Termirgalieva (Kirgistan)</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Das <strong><a href="https://www.instagram.com/explore/locations/286963697/gapar-aitiev-kyrgyz-national-museum-of-fine-arts/">Kunstmuseum Gapar Aitijew</a></strong> in Bischkek stellt Kunstsammlungen (Gemälde, Skulpturen) aus Sammlungen der ehemaligen Sowjetunion sowie zahlreiche dekorative <strong><a href="https://voicesoncentralasia.org/the-ethnographic-collection-of-the-gaspar-aitiev-kyrgyz-national-museum-of-fine-arts/">kirgisische Kunstgegenstände</a></strong> aus. Im Jahr 2019 hatte das Museum mit der Ausstellung &#8222;Feminnale&#8220; eine Kontroverse ausgelöst, die zum Rücktritt der Museumsdirektorin führte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Foto : Ilima Termirgalieva </strong>(Kirgistan)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><p><a style="color: #f57d20; text-decoration: underline;" href="https://www.novastan.org/de/cat/bild-des-tages/">Hier</a> geht’s zu mehr Bildern des Tages. Sie können einige davon kaufen und zu Hause empfangen: <span style="color: #ff6600;"><a style="color: #ff6600;" href="https://novastan.org/de/novastan-ev/du-kannst-das-bild-des-tages-von-novastan-auch-kaufen/">hier ist die Liste</a></span>! Wenn Sie Ihr Bild nicht in der Liste finden, schicken Sie uns eine E-Mail an <span style="text-decoration: underline;"><a href="mailto:photo@novastan.org">photo@novastan.org</a></span>.</p></p>
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		<title>Ahmed Yasavi Museum</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jul 2024 09:52:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Museum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Stadt T&#xFC;rkistan, Kasachstan, hat sich durch die umfangreichen Arbeiten, die durchgef&#xFC;hrt wurden, um Pilger in religi&#xF6;se Touristen zu verwandeln, ver&#xE4;ndert. W&#xE4;hrend die wundersch&#xF6;ne Anlage des Mausoleums von Hodscha Ahmed Yesevi immer mehr Menschen anzieht, hat das Museum, das dem Sufi-Mystiker gewidmet ist, Schwierigkeiten, sein Publikum zu finden. Foto : Die redaction</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Stadt <span style="text-decoration: underline"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Türkistan">Türkistan</a></span>, Kasachstan, hat sich durch die umfangreichen Arbeiten, die durchgeführt wurden, um Pilger in religiöse Touristen zu verwandeln, verändert. Während die wunderschöne Anlage des Mausoleums von<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ahmed_Yesevi"> <span style="text-decoration: underline">Hodscha Ahmed Yesevi </span></a> immer mehr Menschen anzieht, hat das Museum, das dem Sufi-Mystiker gewidmet ist, Schwierigkeiten, sein Publikum zu finden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Foto : Die redaction</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><p><a style="color: #f57d20; text-decoration: underline;" href="https://www.novastan.org/de/cat/bild-des-tages/">Hier</a> geht’s zu mehr Bildern des Tages. Sie können einige davon kaufen und zu Hause empfangen: <span style="color: #ff6600;"><a style="color: #ff6600;" href="https://novastan.org/de/novastan-ev/du-kannst-das-bild-des-tages-von-novastan-auch-kaufen/">hier ist die Liste</a></span>! Wenn Sie Ihr Bild nicht in der Liste finden, schicken Sie uns eine E-Mail an <span style="text-decoration: underline;"><a href="mailto:photo@novastan.org">photo@novastan.org</a></span>.</p></p>
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		<title>Das historische Museum in Bischkek nach fünf Jahren wieder geöffnet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Paulinon Vanackère]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Nov 2021 17:20:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Bischkek]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach f&#xFC;nf Jahren Schlie&#xDF;ung und mehreren Skandalen hat das Nationale Geschichtsmuseum in Bischkek wieder seine T&#xFC;ren ge&#xF6;ffnet. Es bietet einen Streifzug durch die Geschichte Kirgistans von der Steinzeit bis zur Gegenwart. Am 19. November wurde das Nationale Geschichtsmuseum in Bischkek in Anwesenheit offizieller Pers&#xF6;nlichkeiten, darunter der Kulturminister Asamat Dschamankulow, mit gro&#xDF;em Pomp wiederer&#xF6;ffnet. Die breite [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nach fünf Jahren Schließung und mehreren Skandalen hat das Nationale Geschichtsmuseum in Bischkek wieder seine Türen geöffnet. Es bietet einen Streifzug durch die Geschichte Kirgistans von der Steinzeit bis zur Gegenwart.</strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 19. November wurde das Nationale Geschichtsmuseum in Bischkek in Anwesenheit offizieller Persönlichkeiten, darunter der Kulturminister <a href="https://ru.sputnik.kg/spravka/20181113/1041976635/biografiya-azamat-zhamankulov.html">Asamat Dschamankulow</a>, mit großem Pomp wiedereröffnet. Die breite Öffentlichkeit hatte bereits ab dem folgenden Tag Zugang, wie vom Kulturministerium <a href="https://www.facebook.com/minculturegovkg/posts/195858566039241">angekündigt</a>. </p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">

Die Einwohner der kirgisischen Hauptstadt mussten lange auf diese Wiedereröffnung des Museums warten: Es wurde 2016 für eine Renovierung geschlossen, die ursprünglich nur eineinhalb Jahre dauern sollte, wie das kirgisische Medium <a href="https://kloop.kg/blog/2021/11/18/dozhdalis-istoricheskij-muzej-v-bishkeke-otkroetsya-20-noyabrya/">Kloop</a> berichtete. Die Regierung hatte mehrmals ein Datum für die Eröffnung genannt, das jedoch immer wieder verschoben wurde.

Während der fünf Jahre, in denen das Museum geschlossen war, machte es jedoch immer wieder Schlagzeilen: ein Brand, verschwundene Gegenstände, das <a href="https://eurasianet.org/kyrgyzstan-and-the-mummys-curse">umstrittene Begräbnis</a> einer wertvollen Mumie, angehäufte Schulden und ein Korruptionsskandal, für den der einstige Premierminister <a href="https://www.novastan.org/de/kirgistan/sapar-isakow-neuer-premierminister-kirgistans/">Sapar Isakov</a> (2017-2018) beschuldigt wurde.
</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Eine Anhäufung von Skandalen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">
Acht Monate, nachdem das Museum wegen Renovierungsarbeiten geschlossen worden war, brannte es bereits &#8211; den Behörden zufolge nur oberflächlich. Journalisten von Kloop und dem <a href="https://www.occrp.org/en/37-ccblog/ccblog/14431-forsaken-heritage-how-mismanagement-and-secrecy-led-to-the-destruction-of-kyrgyz-historical-treasures">Organized crime and corruption reporting project</a> (OCCRP) berichteten jedoch, dass mindestens 18 Objekte des Museums betroffen waren.

</p>



<figure class="wp-block-image alignnone size-full wp-image-28331"><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="1707" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0987-scaled-1.jpg" alt="Besucher Museum" class="wp-image-28331" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0987-scaled-1.jpg 2560w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0987-scaled-1-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0987-scaled-1-1024x683.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0987-scaled-1-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0987-scaled-1-1536x1024.jpg 1536w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0987-scaled-1-2048x1366.jpg 2048w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0987-scaled-1-1300x867.jpg 1300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0987-scaled-1-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /><figcaption class="wp-element-caption">Am ersten Öffnungstag kamen zahlreiche Besucher ins Museum</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image alignnone size-full wp-image-28333"><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="1707" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0992-scaled-1.jpg" alt="Historisches Museum Bischkek" class="wp-image-28333" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0992-scaled-1.jpg 2560w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0992-scaled-1-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0992-scaled-1-1024x683.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0992-scaled-1-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0992-scaled-1-1536x1024.jpg 1536w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0992-scaled-1-2048x1366.jpg 2048w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0992-scaled-1-1300x867.jpg 1300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0992-scaled-1-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein Raum auf der ersten Etage</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"> Im Jahr 2018 waren die horrenden Preise einiger neuer Museumsstücke bekannt geworden, wie das russische Auslandsmedium <a href="https://www.youtube.com/watch?v=ajdPK4nCjak">Sputnik</a> berichtete. So hatten beispielsweise Pferdestatuen 17.000 Euro und jeder Sitzplatz im Museumscafé zwischen 1.000 und 1.200 Euro gekostet. Der in ähnliche Korruptionsfälle verwickelte Premierminister Sapar Isakow wurde zu 18 Jahren Haft und einer Geldstrafe verurteilt, weil er die für den Wiederaufbau des Museums im Juni 2020 bereitgestellten Haushaltsmittel unrechtmäßig verwendet hatte, so das kirgisische Medium <a href="https://kaktus.media/doc/414720_remont_istoricheskogo_myzeia._sapara_isakova_prigovorili_k_18_godam_i_ogromnomy_shtrafy.html">Kaktus.</a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Infolge der <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/zwischen-nationalpopulismus-und-neoliberalismus-die-aktuellen-entwicklungen-in-kirgistan-aus-sicht-globaler-politischer-trends/">politischen Umbrüche</a> im Herbst 2020 wurde er aber wieder freigelassen. Die Wiedereröffnung des Museums wurde zuletzt auch durch Schulden in Höhe von 225.000 Euro bei der deutschen Firma <a href="http://www.reier.de/Home.html">Vitrinen und Glasbau Reier</a> verzögert, wie <a href="https://kloop.kg/blog/2021/11/02/rekonstruktsiya-istoricheskogo-muzeya-dolg-vyplatili-no-data-otkrytiya-neizvestna/">Kloop</a> weiter berichtete. Die Firma war im Wesentlichen an der Gestaltung des Museums beteiligt. Am 1. November hatte das Kulturministerium der kirgisischen Nachrichtenagentur <a href="https://culture.akipress.org/news:1740761/?telegram">AKIpress</a> mitgeteilt, dass es diese Schulden beglichen habe. Danach konnte das Museum wieder eröffnet werden. </p>



<figure class="wp-block-image alignnone size-full wp-image-28335"><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="1707" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0998-scaled-1.jpg" alt="Pferdestatuen Museum" class="wp-image-28335" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0998-scaled-1.jpg 2560w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0998-scaled-1-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0998-scaled-1-1024x683.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0998-scaled-1-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0998-scaled-1-1536x1024.jpg 1536w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0998-scaled-1-2048x1366.jpg 2048w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0998-scaled-1-1300x867.jpg 1300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0998-scaled-1-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die teuer erstandenen Pferdestatuen</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">

In den ersten Tagen kamen zahlreiche Einwohner von Bischkek, um das neue Museum gleich nach seiner Eröffnung zu besuchen. Und dieses Interesse ließ in den ersten Tagen nicht nach. Dies führte zu einer langen Wartezeit für den Einlass wie Novastan feststellen konnte.
</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Von der Steinzeit bis heute</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">
Trotz seiner mitunter bewegten jüngsten Geschichte bietet das Museum nun angenehm gestaltete Räume, in denen die kirgisische Geschichte und Kultur auf Kirgisisch, Russisch und Englisch erzählt wird.

Der Rundgang beginnt mit den ersten Artefakten, die auf dem Gebiet des heutigen Kirgistans gefunden wurden, aus der frühen Altsteinzeit, 800.000 bis 500.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung. Es folgt eine Ausstellung über die ersten Nomaden der Region.

</p>



<figure class="wp-block-image alignnone size-full wp-image-28332"><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="1707" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0990-scaled-1.jpg" alt="Burana und Ösgön" class="wp-image-28332" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0990-scaled-1.jpg 2560w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0990-scaled-1-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0990-scaled-1-1024x683.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0990-scaled-1-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0990-scaled-1-1536x1024.jpg 1536w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0990-scaled-1-2048x1366.jpg 2048w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0990-scaled-1-1300x867.jpg 1300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0990-scaled-1-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /><figcaption class="wp-element-caption">Nachbildungen des Burana-Turms und des Minaretts von Ösgön</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image alignnone size-full wp-image-28334"><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="1707" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0995-scaled-1.jpg" alt="Ösgön Mausoleum" class="wp-image-28334" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0995-scaled-1.jpg 2560w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0995-scaled-1-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0995-scaled-1-1024x683.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0995-scaled-1-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0995-scaled-1-1536x1024.jpg 1536w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0995-scaled-1-2048x1366.jpg 2048w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0995-scaled-1-1300x867.jpg 1300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF0995-scaled-1-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /><figcaption class="wp-element-caption">Eine Nachbildung des Mausoleums von Ösgön</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">

Im ersten Stock sind außerdem Modelle von architektonischen Monumenten aus der Zeit der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Karachaniden">Karachaniden</a> zu sehen, darunter der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Burana-Turm">Burana-Turm</a> sowie das Minarett und das Mausoleum von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96sg%C3%B6n">Ösgön</a> oder das <a href="https://novastan.org/de/bild-des-tages/grab-des-manas/">Mausoleum von Manas</a>, ein wichtiger Ort rund um die <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/manas-kulturelles-erbe-zwischen-china-und-kirgistan/">historische Figur</a> des unabhängigen Kirgistans. Zur selben Zeit, zwischen dem 10. und 12. Jahrhundert, blühte die Architektur ebenso wie das Kunsthandwerk. Die ersten türkischsprachigen Denker und Wissenschaftler traten damals auf dem Gebiet Kirgistans in Erscheinung.

Die zweite Etage ist fast vollständig dem traditionellen kirgisischen Leben gewidmet, zeigt die Migrationsbewegungen und erklärt den Ursprung dieses Volkes und seine Aufteilung in Clans. Eine ganze Reihe von Alltagsgegenständen ist hier ausgestellt, darunter traditionelle Musikinstrumente und sogar eine Jurte.

</p>



<figure class="wp-block-image alignnone size-full wp-image-28337"><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="1707" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF1023-scaled-1.jpg" alt="Komus Museum" class="wp-image-28337" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF1023-scaled-1.jpg 2560w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF1023-scaled-1-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF1023-scaled-1-1024x683.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF1023-scaled-1-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF1023-scaled-1-1536x1024.jpg 1536w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF1023-scaled-1-2048x1366.jpg 2048w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF1023-scaled-1-1300x867.jpg 1300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF1023-scaled-1-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /><figcaption class="wp-element-caption">Traditionelle Instrumente, darunter das Saiteninstrument Komus</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image alignnone size-full wp-image-28327"><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="1707" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/chyrdak-1-1-1-1-scaled-1.jpg" alt="Schyrdaks" class="wp-image-28327" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/chyrdak-1-1-1-1-scaled-1.jpg 2560w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/chyrdak-1-1-1-1-scaled-1-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/chyrdak-1-1-1-1-scaled-1-1024x683.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/chyrdak-1-1-1-1-scaled-1-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/chyrdak-1-1-1-1-scaled-1-1536x1024.jpg 1536w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/chyrdak-1-1-1-1-scaled-1-2048x1366.jpg 2048w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/chyrdak-1-1-1-1-scaled-1-1300x867.jpg 1300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/chyrdak-1-1-1-1-scaled-1-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /><figcaption class="wp-element-caption">Schyrdaks</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image alignnone size-full wp-image-28336"><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="1707" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF1009-scaled-1.jpg" alt="Eine Jurte im Museum" class="wp-image-28336" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF1009-scaled-1.jpg 2560w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF1009-scaled-1-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF1009-scaled-1-1024x683.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF1009-scaled-1-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF1009-scaled-1-1536x1024.jpg 1536w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF1009-scaled-1-2048x1366.jpg 2048w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF1009-scaled-1-1300x867.jpg 1300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF1009-scaled-1-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /><figcaption class="wp-element-caption">Eine Jurte im Museum</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">

Die materielle Kultur der Kirgisen im 19. und 20. Jahrhundert findet eines ihrer Symbole im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Shyrdak">Schyrdak</a>, einem Filzteppich in oft leuchtenden Farben, von dem viele Beispiele im Museum ausgestellt sind.
</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Revolution von 2010 wird praktisch ausgeblendet</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">
Der Rundgang endet mit der jüngeren Geschichte Kirgistans: zunächst der Anschluss an das Russische Reich und das Porträt herausragender Persönlichkeiten wie <a href="https://www.google.com/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=2ahUKEwj-24O0-rL0AhXPCewKHXbcA20QFnoECAcQAQ&amp;url=https%3A%2F%2Fde.wikipedia.org%2Fwiki%2FKurmanjan_Datka&amp;usg=AOvVaw3ALaTV05wcSaRYhM8U2oek">Kurmandschan Datka</a>, der <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/sie-flohen-vor-den-pistolenkugeln-und-starben-am-widrigen-klima/">Aufstand von 1916</a> gegen die zaristische Herrschaft. Es folgt ein ausführlicher Teil über die sowjetische Zeit, von den stalinistischen Repressionen zu Kultur und Alltagsleben in den 1970ern und 80ern.

</p>



<figure class="wp-block-image alignnone size-full wp-image-28339"><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="1707" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF1027-1-scaled-1.jpg" alt="Kurmandschan Datka" class="wp-image-28339" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF1027-1-scaled-1.jpg 2560w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF1027-1-scaled-1-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF1027-1-scaled-1-1024x683.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF1027-1-scaled-1-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF1027-1-scaled-1-1536x1024.jpg 1536w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF1027-1-scaled-1-2048x1366.jpg 2048w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF1027-1-scaled-1-1300x867.jpg 1300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF1027-1-scaled-1-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kurmandschan Datka (1811-1907), eine prägende Frau der kirgisischen Geschichte</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image alignnone size-full wp-image-28338"><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="1707" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF1024-scaled-1.jpg" alt="Manas Bücher" class="wp-image-28338" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF1024-scaled-1.jpg 2560w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF1024-scaled-1-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF1024-scaled-1-1024x683.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF1024-scaled-1-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF1024-scaled-1-1536x1024.jpg 1536w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF1024-scaled-1-2048x1366.jpg 2048w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF1024-scaled-1-1300x867.jpg 1300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/DSCF1024-scaled-1-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die kirgisische immaterielle Kultur wird auch durch das Epos von Manas repräsentiert, von dem verschiedene Ausgaben gezeigt werden.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"> Schließlich geht es um die Unabhängigkeit von 1991. Die jüngsten Ereignisse in der jungen Republik Kirgistan werden jedoch weniger ausführlich erläutert, meist nur auf Kirgisisch und zum Teil auch auf Russisch. Bereits am ersten Tag der Eröffnung zeigte der Journalist der kirgisischen Nachrichtenagentur 24.kg Kanat Kanimetow in einem <a href="https://www.youtube.com/watch?v=hep3I_wuQXI">Video</a>, dass der größte Teil der Ausstellung über <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Regierungswechsel_in_Kirgisistan_2010">die Revolution vom 7. April 2010</a> fehlte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zu diesem Zeitpunkt anwesende Museumswärterin erklärte ihm daraufhin, dass diese Teile am Vortag entfernt worden seien. In der Tat werden die Ereignisse vom April 2010 kaum behandelt. Im Museum gibt es nur einige Fotografien und Bücher zu diesem Thema. Dazu kommen Dokumente, die praktisch ohne Erklärungen präsentiert werden, und eine Reproduktion des Dekrets der provisorischen Regierung. Der Aufstand forderte mehr als 80 Todesopfer und zog weitere Krisen nach sich, darunter eine Welle <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/nach-zehn-jahren-neun-fragen-zu-den-unruhen-in-osch/">interethnischer Gewalt</a> in <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/die-grenzstadt-osch/">Osch</a> im Süden des Landes. </p>


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<p class="wp-block-paragraph">

Am Montag, dem 22. November, dem Tag, an dem das Museum wöchentlich geschlossen war, versammelte sich ein kleines Dutzend Einwohner vor dem Gebäude auf dem zentralen Platz Ala Too, um ihren Unmut über das, was sie als &#8222;Versuch, die Geschichte auszulöschen&#8220; betrachteten, zum Ausdruck zu bringen. Diese Bürger wollten zeigen, dass sie die Opfer des 7. April nicht vergessen, deren Erinnerung noch immer schmerzhaft ist. Einer von ihnen sagte: „<em>Diese Ereignisse sind Teil der Geschichte und gehören daher in das Geschichtsmuseum von Bischkek</em>“.

</p>



<figure class="wp-block-image alignnone size-full wp-image-28341"><img loading="lazy" decoding="async" width="959" height="878" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/photo_2021-11-25_08-17-11.jpg" alt="Dschaparow Museum" class="wp-image-28341" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/photo_2021-11-25_08-17-11.jpg 959w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/photo_2021-11-25_08-17-11-300x275.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/11/photo_2021-11-25_08-17-11-768x703.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 959px) 100vw, 959px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bilder des amtierenden Präsidenten Dschaparow mit Staats- und Regierungschefs aus der Welt</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"> Wie <a href="https://kloop.kg/blog/2021/11/23/bishkek-rodstvenniki-zhertv-aprelskih-sobytij-trebuyut-ubrat-foto-kurmanbeka-bakieva-iz-istoricheskogo-muzeya/">Kloop.kg</a> berichtete, richtete sich auch Protest gegen eine Wand mit Fotos aller sechs kirgisischen Präsidenten, inklusive dem damals gestürzten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kurmanbek_Bakijew">Kurmanbek Bakijew</a> (2005-2010). „<em>Wenn euch der politische Wille fehlt, das Foto des Mörders Bakijew zu entfernen, fordern wir, dass unter seinem Bild geschrieben wird, dass er den Platz mit dem Blut seines Volkes besudelt und fast 400 Menschen getötet hat</em>“, kommentierte eine Vertreterin einer Vereinigung von Angehörigen der Opfer vom April 2010. Auch der seit kaum einem Jahr amtierende Präsident <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/sadyr-dschaparow-der-volksfluesterer/">Sadyr Dschaparow</a> hat bereits einen Platz im Museum eingenommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine weitere Fotowand zeigt ihn zusammen mit einer Reihe von Politikern aus aller Welt, darunter auch die Bundeskanzlerin Angela Merkel. Das Bild mit ihr entstand nur wenige Woche vor der Eröffnung des Museums, im Rahmen der UN-Klimakonferenz in Glasgow 2021. <em>Das Museum ist täglich außer montags von 9:00 bis 18:00 Uhr geöffnet und der Besuch ist bis zum 30. November dieses Jahres kostenlos. Aufzüge und Rampen gewährleisten den Zugang für Menschen mit Behinderungen.</em></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Paulinon Vanackère
für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem Französischen und Ergänzungen von Florian Coppenrath</strong> </p>



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		<title>Heißer Job</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julius Bauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Jul 2017 03:25:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bild des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Bauarbeiten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Diese Bauarbeiter trotzen der Hitze in Samarkand und tragen bei &#xFC;ber 40 Grad sichtlich gut gelaunt ein Ger&#xFC;st mit sich. Pause bei der Mittagshitze ist auch nicht angesagt: schlie&#xDF;lich soll das Museum des ersten Pr&#xE4;sidenten Islam Karimow so schnell wie m&#xF6;glich vollendet werden. Foto: Julius Bauer Hier findet ihr alle unsere Bilder des Tages.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify">Diese Bauarbeiter trotzen der Hitze in Samarkand und tragen bei über 40 Grad sichtlich gut gelaunt ein Gerüst mit sich. Pause bei der Mittagshitze ist auch nicht angesagt: schließlich soll das Museum des ersten Präsidenten <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/islam-karimow-vom-waisenkind-zum-vater-der-nation/">Islam Karimow</a> so schnell wie möglich vollendet werden.</p>
<p><strong>Foto: Julius Bauer</strong></p>
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