<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Kohle Archives</title>
	<atom:link href="https://novastan.org/de/tag/kohle/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://novastan.org/de/tag/kohle/</link>
	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
	<lastBuildDate>Wed, 27 Aug 2025 16:25:07 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0</generator>

<image>
	<url>https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2020/08/cropped-Logo_2_2000-1700-300DPI-32x32.png</url>
	<title>Kohle Archives</title>
	<link>https://novastan.org/de/tag/kohle/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Klimaneutral bis 2060? Kasachstans große Energie-Vision auf dem Prüfstand</title>
		<link>https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/klimaneutral-bis-2060-kasachstans-grosse-energie-vision-auf-dem-pruefstand/</link>
					<comments>https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/klimaneutral-bis-2060-kasachstans-grosse-energie-vision-auf-dem-pruefstand/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anna Wilhelmi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Aug 2025 16:25:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt & Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Atomkraft]]></category>
		<category><![CDATA[klimaneutral]]></category>
		<category><![CDATA[Klimaneutralität]]></category>
		<category><![CDATA[Kohle]]></category>
		<category><![CDATA[Straßenverkehr]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://novastan.org/de/?p=42765</guid>

					<description><![CDATA[<p>Als Kasachstan mit dem Bau eines neues Atomkraftwerks offiziell beginnt, herrscht &#xFC;ber der Region eine extreme Hitze. Die Erderw&#xE4;rmung ist im kontinentalen Klima umso mehr sp&#xFC;rbar: In einem Land, in dem die Sommerhitze schon 49 Grad Celsius erreichen kann, ist jede Erh&#xF6;hung bedrohlich. Doch die Bem&#xFC;hungen, klimaneutral zu werden, sind mit gro&#xDF;en Schwierigkeiten verbunden. Eine [&#x2026;]</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/klimaneutral-bis-2060-kasachstans-grosse-energie-vision-auf-dem-pruefstand/">Klimaneutral bis 2060? Kasachstans große Energie-Vision auf dem Prüfstand</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Als Kasachstan mit dem Bau eines neues Atomkraftwerks <a href="https://orda.kz/zdes-budet-prekrasnyj-gorod-v-kazahstane-oficialno-nachali-stroit-pervuju-atomnuju-jelektrostanciju-405199/">offiziell beginnt</a>, herrscht über der Region eine extreme Hitze. Die Erderwärmung ist im kontinentalen Klima umso mehr spürbar: In einem Land, in dem die Sommerhitze schon 49 Grad Celsius erreichen kann, ist jede Erhöhung bedrohlich. Doch die Bemühungen, klimaneutral zu werden, sind mit großen Schwierigkeiten verbunden. Eine Entschlüsselung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Temperaturen in Kasachstan – wie auch überall – steigen. Der Winter 2024/25 wurde schon offiziell als <em>„</em>anomal<em>“</em> warm eingestuft, wobei die Temperaturen <a href="https://www.kazhydromet.kz/uploads/files_calendar/8210/file/68149f166eadbokonchatelnyy-prognoz-zpv-2025-god.pdf">die Norm um 2 bis 6 Grad überstiegen.</a> Auch Frühling und Sommer waren extrem heiß: Monatliche Meldungen nennen regionale Temperaturrekorde, die 2025 <a href="https://tengrinews.kz/kazakhstan_news/temperaturnyiy-rekord-83-letney-davnosti-pobit-v-kazahstane-577947/">aufgestellt</a> wurden. In den letzten 75 Jahren hat sich die jährliche Durchschnittstemperatur um 6 Grad Celsius erhöht.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-flourish wp-block-embed-flourish"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted" title="Interactive or visual content" src="https://flo.uri.sh/visualisation/24804826/embed#?secret=rGo7YR8zhK" data-secret="rGo7YR8zhK" frameborder="0" scrolling="no" height="575" width="500"></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Kontext sind die Bemühungen, dem Klimawandel entgegenzuwirken und diesen zumindest abzudämpfen, extrem relevant. Doch der jetzige Ausgangspunkt lässt eine <em>„</em>grüne Zukunft<em>“</em> in weite Ferne rücken.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Rohstoffabhängigkeit im Hintergrund</h2>



<p class="wp-block-paragraph">2023 hat Kasachstans Präsident Qasym-Jomart Toqaev die ambitionierte <a href="https://unfccc.int/sites/default/files/resource/Carbon_Neutrlaity_Strategy_Kazakhstan_Eng_Oct2024.pdf">Strategie zur Erreichung der CO2-Neutralität bis 2060</a> genehmigt. Doch für das zentralasiatische Land, dessen Wirtschaft stark von der Gewinnung, Verarbeitung und dem Export von Rohstoffen wie Öl und Gas geprägt ist, wird die Umstellung auf erneuerbare Energiequellen nicht einfach.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fast während seiner gesamten unabhängigen Geschichte hat Kasachstan die Förderung von Brennstoffen vorangetrieben, indem es Investitionen dadurch angezogen hat, dass die Rechte für die Exploration und Förderung von Gas und Öl an Konzerne wie British Petroleum, Exxon und Shell vergeben werden. Öl macht aktuell <a href="https://kaztag.kz/ru/news/81-mlrd-prevysila-eksportnaya-vyruchka-kazakhstana-v-2024-godu-#:~:text=$81%20%D0%BC%D0%BB%D1%80%D0%B4%20%D0%BF%D1%80%D0%B5%D0%B2%D1%8B%D1%81%D0%B8%D0%BB%D0%B0%20%D1%8D%D0%BA%D1%81%D0%BF%D0%BE%D1%80%D1%82%D0%BD%D0%B0%D1%8F%20%D0%B2%D1%8B%D1%80%D1%83%D1%87%D0%BA%D0%B0%20%D0%9A%D0%B0%D0%B7%D0%B0%D1%85%D1%81%D1%82%D0%B0%D0%BD%D0%B0%20%D0%B2%202024%20%D0%B3%D0%BE%D0%B4%D1%83,-6%20%D0%BC%D0%B0%D1%8F%202025&amp;text=%D0%9A%D1%80%D0%BE%D0%BC%D0%B5%20%D1%82%D0%BE%D0%B3%D0%BE,%20%D1%81%D1%82%D1%80%D0%B0%D0%BD%D0%B0%20%D0%B0%D0%BA%D1%82%D0%B8%D0%B2%D0%BD%D0%BE%20%D0%BF%D0%BE%D1%81%D1%82%D0%B0%D0%B2%D0%BB%D1%8F%D0%BB%D0%B0,%D1%8F%D0%BD%D0%B2%D0%B0%D1%80%D0%B5%20%D0%BF%D1%80%D0%B5%D0%B2%D1%8B%D1%81%D0%B8%D0%BB%20$2,8%20%D0%BC%D0%BB%D1%80%D0%B4.">52,5 Prozent der Exporte</a> des Landes aus und bringt jährlich bis zu 40 Milliarden Euro ein. Während Russland wegen seines Angriffs auf die Ukraine mit Sanktionen belegt ist, suchen westliche Länder nach alternativen Lieferanten, weshalb Kasachstan neue Verträge erhält – vor allem <a href="https://kz.kursiv.media/2025-05-19/svan-exportoil-eu/">für den Ölexport nach Europa</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Geschäft ist also viel zu lukrativ, um darauf zu verzichten oder zumindest die Ölfördermenge zu drosseln. Trotzdem wird es geschehen. Wenn auch nicht aus ökologischen Gründen, dann aus Not. Laut Prognosen reichen die derzeitig bekannten Ölvorräte bei der aktuellen Fördermenge <a href="https://orda.kz/na-skolko-let-hvatit-nefti-v-kazahstane-390561/#:~:text=%D0%A0%D0%B0%D0%B7%D0%B2%D0%B5%D0%B4%D0%B0%D0%BD%D0%BD%D1%8B%D1%85%20%D0%B7%D0%B0%D0%BF%D0%B0%D1%81%D0%BE%D0%B2%20%D0%BD%D0%B5%D1%84%D1%82%D0%B8%20%D0%B2%20%D0%9A%D0%B0%D0%B7%D0%B0%D1%85%D1%81%D1%82%D0%B0%D0%BD%D0%B5,%D0%A7%D0%B8%D1%82%D0%B0%D0%B9%D1%82%D0%B5%20%D1%82%D0%B0%D0%BA%D0%B6%D0%B5:">nur für 30 Jahre</a>. Das kann generell mit den Klimaziele einhergehen, dennoch erforscht der Staat weiterhin aktiv vielversprechende Gebiete für potenzielle neue Lagerstätten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Hauptproblem: Kohle</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Öl ist nur ein Teil des Problems. Der Energiesektor im Allgemeinen ist Kasachstans Quelle Nr. 1 für Treibhausgasemissionen. Obwohl der Energiebedarf der Industrie knapp über ein Fünftel des Endenergieverbrauchs ausmacht, wird mehr als ein Drittel für den Gebäudesektor aufgewendet. Hier kommt die Kohleverarbeitung ins Spiel.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-flourish wp-block-embed-flourish"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted" title="Interactive or visual content" src="https://flo.uri.sh/visualisation/24821811/embed#?secret=oNm4BW1FVC" data-secret="oNm4BW1FVC" frameborder="0" scrolling="no" height="575" width="500"></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Im Land gibt es reichlich Kohle und sie lässt sich sehr kostengünstig fördern. Kasachstans größte Kohlevorkommen liegen nicht tief und sehr dicht. 2023 konnte bei Bergwerken eine Tonne Kohle <a href="https://forbes.kz/news/newsid_307913">für ca. 9.000 Tenge erworben</a> werden – also nach damaligem Wechselkurs für ca. 18 Euro, weit unter den gängigen Preisen am Weltmarkt. Für Endkunden innerhalb des Landes kann sich der Preis aufgrund von Transportkosten verdoppeln, allerdings bleibt dieser Brennstoff immer noch die preiswerteste Quelle für die Energieerzeugung. Durch den Einsatz von Kohle <a href="https://unfccc.int/sites/default/files/resource/Carbon_Neutrlaity_Strategy_Kazakhstan_Eng_Oct2024.pdf">entsteht</a> mehr als die Hälfte der Treibhausgasemissionen in Kasachstan.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/entwicklung-erneuerbarer-energien-in-kasachstan-ein-interview-mit-ainur-sospanova/">Entwicklung erneuerbarer Energien in Kasachstan – ein Interview mit Ainur Sospanova</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Kasachstan nutzt den Großteil der im Land geförderten Kohle für den Eigenbedarf: Dadurch werden vor allem die Wärmekraftwerke versorgt. Kohle ist für 99% der Wärmeerzeugung in Kasachstan verantwortlich; auch mehr als die Hälfte des Stroms wird damit erzeugt. Doch die Kraftwerke sind alt und teilweise marode: Die meisten wurden schon in der Sowjetunion gebaut und haben ihre vorgesehene Betriebsdauer längst überschritten. Die veralteten Technologien entsprechen keinen ökologischen Standards und führen zudem zu hohen Verlusten bei der Energieverteilung.</p>



<div class="flex flex-col md:flex-row justify-evenly items-center bg-yellow-100 my-20 p-10 space-y-10 subscribe">
	<div class="container flex flex-col lg:flex-row justify-between">
		<div class="flex flex-col w-full lg:w-3/5 pb-4">
			<h2 class="text-3xl text-secondary font-bold mb-4 text-[#749D02]">
								Unterstützt Novastan &#8211; das europäische Zentralasien-Magazin 
			</h2>
				Als vereinsgetragene, unabhängige Plattform lebt Novastan vom Enthusiasmus seiner ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen &#8211; und von eurer Unterstützung! 
						</div>
		<div class="flex flex-col w-full lg:w-2/5 justify-items-center justify-center pb-4">
			<div class="rounded-md bg-accent-500 px-10 py-5 text-center w-72 mx-auto">
											<a class="block rounded bg-white p-2 mt-4 font-bold" href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Novastan unterstützen</a>
							</div>
		</div>
	</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bereitschaft, auf Kohle komplett zu verzichten, scheint bei der Regierung auch in der Theorie nicht ausgeprägt zu sein. „<em>Wir leben auf Reichtum. Die Kohleverstromung gilt als die günstigste. Außerdem erm</em><em>öglicht der Bau von Heizkraftwerken auch die Steuerung der Wärmeversorgung. Wie Sie wissen, werden alle unsere Städte durch Heizkraftwerke und eine zentrale Wärmeversorgung versorgt. Diesen Ansatz müssen wir weiterverfolgen</em><em>“,</em> zitiert <a href="https://www.zakon.kz/obshestvo/6475842-otkazhetsya-li-kazakhstan-ot-ugolnoy-generatsii-rasskazali-v-minenergo.html">zakon.kz. </a>Kasachstans Minister für Energie Erlan Aqkenjenov.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Alternative schlägt der Minister vor, die Heizkraftwerke mit modernen Kesseln auszustatten, die es ermöglichen, Kohle <em>„rückstandsfrei</em><em>“</em> zu verbrennen. Bis 2035 solle „<em>jedes Heizkraftwerk schrittweise auf saubere Kohletechnologie</em><em>“</em> umgerüstet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/kasachstans-industriestaedte-leiden-unter-ausserordentlicher-luftverschmutzung/">Kasachstans Industriestädte leiden unter außerordentlicher Luftverschmutzung</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Republik mit ihren kalten Wintermonaten ist <a href="https://orda.kz/bolee-poloviny-semej-v-kazahstane-zhivut-bez-centralnogo-otoplenija-380508/">weniger als die Hälfte </a>der Haushalte an ein Nah- oder Fernwärmenetz angeschlossen. In Einfamilienhäusern ist Kohle oft der primäre Energieträger für die Heizung, was wiederum zu einer Verstärkung des ohnehin schon <a href="https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/50-shades-of-smog-luftverschmutzung-in-zentralasien/">erheblichen Smogs </a>führt, der von Heizkraftwerken in Großstädten wie Almaty verursacht wird. Ein erheblicher Teil der Energie geht außerdem ungenutzt verloren. Der Wohnungsbestand in Kasachstan ist alt, und seine energetische Modernisierung ist teurer als die Preise für Strom oder Heizung, die ins Leere gehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schleppende Dekarbonisierung im Straßenverkehr</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Verkehrswesen, dem zweitgrößten Energieverbraucher im Land, sieht die Situation ähnlich aus. Die Wirtschaftskommission für Europa hat in der Roadmap für SDG7 (Bezahlbare und saubere Energie) Kasachstan <a href="https://unece.org/sites/default/files/2025-04/SDG7%20Roadmap%20for%20Kazakhstan_FinalSigned.pdf">empfohlen</a>, 15% der PKWs bis 2050 zu dekarbonisieren. Stand jetzt sind in der Republik 6,17 Mio. Autos registriert, Elektroautos machen davon <a href="https://forbes.kz/articles/skolko-elektromobiley-zaregistrirovano-v-kazahstane-0edb66">nur 0,003%</a> aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Vierteljahrhundert ist eine lange Zeit – vor 25 Jahren gab es schließlich noch gar keine Elektroautos, so wie man sie heute kennt. Jedoch scheint diese Zeitspanne für Kasachstan optimistisch zu sein: Fast die Hälfte der PKW im Land <a href="https://kz.kursiv.media/2025-04-15/kmlz-starye-mashiny/?utm_source=in_materials">ist</a> älter als 20 Jahre, und ein erheblicher Teil davon besteht aus Autos, die im Ausland keinen TÜV mehr bekommen würden oder ökologischen Standards nicht entsprechen. Obwohl die Regierung Geldstrafen für die Autobesitzer <a href="https://inbusiness.kz/ru/news/pravitelstvo-rassmatrivaet-zapret-ispolzovaniya-vseh-poderzhannyh-avtomobilej-v-kazahstane">plant</a>, deren Fahrzeuge die Abgasnormen überschreiten, ist eine direkte zweckgebundene Finanzierung von Umweltinitiativen mit den Einnahmen nicht vorgesehen. Viele Fahrer wechseln ihre Autos erst dann, wenn die nicht mehr zu fahren sind, und auch dann kommen erstmal der Sekundär- und Tertiärmarkt für PKW infrage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Umsteigen auf ein Elektroauto ist in Kasachstan nicht leicht: Alle Ladestationen befinden sich innerhalb der drei größten Städte: Astana, Almaty und Shymkent und auch dort sind diese nur begrenzt verfügbar. Wegen Brandgefahr ist es zum Beispiel verboten, eine Ladestation auf einem Mehrfamilienhaus-Parkplatz zu installieren. Die Besitzer sind somit auf öffentliche Ladestationen in Parkhäusern und Einkaufszentren angewiesen – die im Übrigen häufig keinen Ökostrom liefern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut interner Recherche eines Autoproduzenten in der Region betrachten mehr als die Hälfte der Autobesitzer die E-Autos nicht als eine Kaufoption, wenn sie über ihren nächsten Autokauf nachdenken. Nach dem Boom im Jahr 2022/2023, als billige E-Autos aus China en masse importiert wurden, ist die Aufregung zurückgegangen. Die Marktlücke scheint gefüllt zu werden. Die städtische Bevölkerung mit überdurchschnittlichen Einkommen, die sich ein E-Auto leisten könnte und wollte, hat es schon erworben, für den Rest ist es viel zu teuer, viel zu unpraktisch, viel zu unbekannt. Die Autohändler <a href="https://kz.kursiv.media/2025-02-28/kmlz-gibridnyi-avtomobil-electromobili/amp/">konzentrieren sich</a> jetzt stattdessen auf Hybridmodelle, die als Übergangslösung dienen könnten – aber auch diese kommen beim jetzigem Stand der Infrastruktur für die Mehrheit nicht infrage.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Saubere Energie: nur ein Bruchteil</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist auch nicht so, dass Kasachstan gar keine saubere Energie produziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass die Wasserkraftwerke eher eine minderwertige Rolle bei der Energieerzeugung spielen, ist durchaus logisch. Diese stammen zum Großteil aus der gleichen Generation wie die Wärmekraftwerke. Außerdem sind die Wasservorräte am Schwinden, und ob es genug Wasser für die Energieerzeugung in den nächsten Jahren geben wird, ist fraglich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/klimawandel-und-wasserressourcen-in-zentralasien-wachsende-unsicherheit/">Klimawandel und Wasserressourcen in Zentralasien: Wachsende Unsicherheit</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch unter Berücksichtigung der günstigen Lage der zentralasiatischen Republik wird Solar- und Windenergie erstaunlich wenig genutzt. Stand 2024 gab es in der Republik 59 Windkraftanlagen und 46 Solarparks, obwohl Kasachstans weite unbewohnte Steppen für diese Energieerzeugung fast ideal wären. In den südlichen Regionen gibt es <a href="https://www.gov.kz/memleket/entities/energo/press/news/details/712088?lang=ru">2200 bis 3000 Sonnenstunden im Jahr</a>, also zwei bis drei mal so viel wie in Deutschland. Auch für Windenergieerzeugung ist das Land eigentlich attraktiv: In der ganzen Republik ist die notwendige Windgeschwindigkeit von 5 &#8211; 6 m/s vorhanden, in erheblichen Teilen des Landes <a href="https://globalwindatlas.info/ru/area/Kazakhstan">erreicht</a> diese 8,27 m/s. Laut Expertenschätzungen beträgt das <a href="https://www.gov.kz/memleket/entities/energo/press/news/details/712088?lang=ru">Energiepotential</a> der Windenergie 920 Mrd. kWh pro Jahr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem wird dieses Potenzial nicht ausreichend genutzt. Dafür gibt es einen einfachen Grund: Für die nichtstaatlichen Investoren ist der Sektor der sauberen Energie auf dem aktuellen Preisniveau unattraktiv. Die sowieso schon teuren Anlagen müssen erst importiert werden, doch der Strom wird an die Endkunden – im Maximaltarif – für sieben Cent pro Kilowattstunde mit Mehrwertsteuer verkauft. Meistens liegen die Preise für die Bevölkerung bei der Hälfte davon. Das deckt kaum <a href="https://orda.kz/tri-ajes-dlja-kazahstana-jeto-mnogo-ili-malo-405118/">die Wartungskosten</a>. Der Anlagehorizont ist in dem Fall viel zu lang; bis die Rendite da ist, sind die Energieanlagen schon veraltet und brauchen neues Kapital für die Modernisierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass die Energiepreise unvermeidbar steigen müssen, um die Modernisierungskosten im Sektor zu decken und die Umstellung auf grüne Energie voranzutreiben, war klar. Auch <a href="https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/kasachstan-stimmt-fuer-atomkraft/">das umstrittene neue Atomkraftwerk</a>, das potentiell auch <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/niemand-hat-die-absicht-ein-oder-zwei-oder-drei-kernkraftwerke-zu-bauen/">nicht das letzte wird</a>, soll sich erst rentieren. Die Experten schätzen, dass in den ersten 15 Jahren der Atomstrompreis bei 12,5 Cent Pro Kilowattstunde liegen wird. Doch die nachhaltige Energie muss zum Marktführer werden. In der idealen Energiebilanz sollen diese mindestens die Hälfte ausmachen, während über Kernkraftwerke mindestens ein Prozentsatz gedeckt werden muss, der sich am weltweiten Anteil an Kernenergie, der bis 2040 12% erreichen sollte, orientiert, so Sergei Agafonov, der Vorsitzender des Kasachischen Verbands der Energieversorgungsunternehmen. <em>„Ja, die erneuerbaren Energien werden in unserer Energiebilanz gegenüber allen anderen Erzeugungsarten dominieren müssen. Die Hauptsache ist, dass wir diesen Wandel sorgfältig vollziehen (…)</em><em>“</em>, sagte Agafonov <a href="https://orda.kz/tri-ajes-dlja-kazahstana-jeto-mnogo-ili-malo-405118/">in einem Interview</a> mit Orda.kz.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zweifel sind angebracht</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Strategie für 2060 enthält weder den Umsetzungsplan noch die Erfolgsindikatoren – und auch keine Sanktionen für das Nichterreichen der gesetzten Ziele. 2017 wurde auf der EXPO in Astana schon <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/was-bremst-die-entwicklung-der-grunen-energie-in-kasachstan/">angekündigt</a>, dass der Anteil der erneuerbaren Energien bis 2030 auf 30% steigen soll. Stand jetzt liegt die Quote bei <a href="https://stat.gov.kz/ru/industries/business-statistics/stat-energy/">nur 6,2%</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist immer noch ein Zuwachs von 4% in den letzten 7 Jahren, doch die Wachstumseinschätzung war eindeutig viel zu optimistisch. Schon vier Jahre später hat sich der Zielwert in offiziellen Aussagen halbiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kirgistan-herausforderungen-auf-dem-weg-hin-zu-mehr-erneuerbaren-energien/">Kirgistan: Herausforderungen auf dem Weg zu mehr erneuerbaren Energien</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Szenario, das auch bei der Strategie-2060 die Ziele verfehlt werden, ist nicht auszuschließen. Auch Climate Action Tracker zeigt Zweifel an der Strategie und bewertet Kasachstans Klimaschutzmaßnahmen als <a href="https://climateactiontracker.org/countries/kazakhstan/">„unzureichend“</a><em>,</em> weil „<em>die Emissionen unter den derzeitigen politischen Rahmenbedingungen (mindestens) bis 2035 weiter steigen werden</em>“. Der politische Wille sowie der Spielraum, um bestehende Herausforderungen effektiv anzugehen, scheint unzureichend zu sein.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Anna Wilhelmi für Novastan</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/klimaneutral-bis-2060-kasachstans-grosse-energie-vision-auf-dem-pruefstand/">Klimaneutral bis 2060? Kasachstans große Energie-Vision auf dem Prüfstand</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/klimaneutral-bis-2060-kasachstans-grosse-energie-vision-auf-dem-pruefstand/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Aus Kohle mach Kohle: Tadschikistan hofft auf Millionengewinne durch Kohlenstoffprojekte</title>
		<link>https://novastan.org/de/tadschikistan/aus-kohle-mach-kohle-bluehen-tadschikistan-bald-millionengewinne-durch-kohlenstoffprojekten/</link>
					<comments>https://novastan.org/de/tadschikistan/aus-kohle-mach-kohle-bluehen-tadschikistan-bald-millionengewinne-durch-kohlenstoffprojekten/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Asia Plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Jul 2025 20:07:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt & Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Emissionen]]></category>
		<category><![CDATA[Erderwärmung]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Kohle]]></category>
		<category><![CDATA[Kohlendioxid]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://novastan.org/de/?p=42659</guid>

					<description><![CDATA[<p>Kann ein Kohlenstoffmarkt Tadschikistan im Kampf gegen Klimawandel und Wasserknappheit helfen? Expert:innen sehen gro&#xDF;es Potenzial, warnen aber vor fehlenden Strukturen und enormen Kosten. Wie realistisch ist dieser Weg f&#xFC;r Tadschikistan? Der Klimawandel macht auch vor Tadschikistan nicht halt: Schmelzende Gletscher und zunehmende Wasserknappheit stellen das Land vor gro&#xDF;e &#xF6;kologische und wirtschaftliche Herausforderungen. Um diesen Entwicklungen [&#x2026;]</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/aus-kohle-mach-kohle-bluehen-tadschikistan-bald-millionengewinne-durch-kohlenstoffprojekten/">Aus Kohle mach Kohle: Tadschikistan hofft auf Millionengewinne durch Kohlenstoffprojekte</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kann ein Kohlenstoffmarkt Tadschikistan im Kampf gegen Klimawandel und Wasserknappheit helfen? Expert:innen sehen großes Potenzial, warnen aber vor fehlenden Strukturen und enormen Kosten. Wie realistisch ist dieser Weg für Tadschikistan? </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Klimawandel macht auch vor Tadschikistan nicht halt: Schmelzende Gletscher und zunehmende Wasserknappheit stellen das Land vor große ökologische und wirtschaftliche Herausforderungen. Um diesen Entwicklungen zu begegnen, rückt ein Instrument zunehmend in den Fokus – der Kohlenstoffmarkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Asia-Plus</em>&nbsp;hat mit den Umweltexpert:innen Vadim Ni, Dr. Muasama Burсhanowa und Astсhine Pasojan über die Chancen und Hürden eines solchen Marktes in Tadschikistan gesprochen. Ihre Einschätzung: Der Aufbau eines solchen Marktes könnte nicht nur beim Klimaschutz helfen, sondern auch dringend benötigte Investitionen ins Land bringen, beispielsweise für Projekte im Bereich erneuerbare Energien oder Ökotourismus. Doch welche Maßnahmen sind erforderlich, um dieses Ziel zu erreichen?</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kohlenstoffmarkt: Ein Hoffnungsträger mit Hürden</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Möglichkeit, über Kohlenstoffmärkte Investitionen anzuziehen, eröffnet Tadschikistan den Zugang zu internationalen Klimainitiativen wie dem „UN Green Energy Programme” oder Projekten der Asiatischen Entwicklungsbank. Solche Programme könnten technische und finanzielle Unterstützung leisten und das Vertrauen internationaler Investoren stärken. Damit würde die Realisierung eines Kohlenstoffmarktes gefördert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig sieht sich das Land mit beträchtlichen Herausforderungen konfrontiert. Die wirtschaftliche Lage Tadschikistans macht deutlich, dass die Umsetzung von Klimaprojekten erhebliche finanzielle Ressourcen erfordert. Laut aktuellen Schätzungen könnten die notwendigen Investitionen sich auf bis zu&nbsp;<a href="https://asiaplustj.info/ru/news/tajikistan/economic/20241113/tadzhikistanu-potrebuetsya-96-mlrd-na-razvitie-v-usloviyah-klimaticheskoi-adaptatsii">bis zu 96 Mrd. USD</a>&nbsp;belaufen. Ein solch ambitioniertes Szenario für die grüne Wirtschaft erfordert laut&nbsp;<a href="https://www.worldbank.org/en/country/tajikistan/publication/ccdr">Tajikistan Country Climate and Development Report</a> Investitionen in Höhe von 34 Mrd. USD im Zeitraum 2025-2030 und weitere 45 Mrd. USD in den Jahren 2031-2050.</p>



<div class="flex flex-col md:flex-row justify-evenly items-center bg-yellow-100 my-20 p-10 space-y-10 subscribe">
	<div class="container flex flex-col lg:flex-row justify-between">
		<div class="flex flex-col w-full lg:w-3/5 pb-4">
			<h2 class="text-3xl text-secondary font-bold mb-4 text-[#749D02]">
								Unterstützt Novastan &#8211; das europäische Zentralasien-Magazin 
			</h2>
				Als vereinsgetragene, unabhängige Plattform lebt Novastan vom Enthusiasmus seiner ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen &#8211; und von eurer Unterstützung! 
						</div>
		<div class="flex flex-col w-full lg:w-2/5 justify-items-center justify-center pb-4">
			<div class="rounded-md bg-accent-500 px-10 py-5 text-center w-72 mx-auto">
											<a class="block rounded bg-white p-2 mt-4 font-bold" href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Novastan unterstützen</a>
							</div>
		</div>
	</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Prognosen werfen unweigerlich die Frage auf, ob Tadschikistan in der Lage sein wird, diese Summen eigenständig aufzubringen. Sollte dies nicht gelingen, wäre die Schaffung eines Kohlenstoffmarktes stark von externer Unterstützung abhängig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit der Kohlenstoffmarkt funktionieren kann, müssen außerdem die Infrastruktur und der Rechtsrahmen entwickelt werden, einschließlich eines Systems zur Zertifizierung von Kohlenstoffgutschriften. Das gibt es in Tadschikistan noch nicht. Darüber hinaus ist es unerlässlich, auch die&nbsp;<a href="https://cabar.asia/ru/ugolnaya-dilemma-tadzhikistana">Bedenken von Experten aus dem Umweltschutz</a>&nbsp;zu berücksichtigen, die auf die negativen Auswirkungen großer Wasserkraftwerke auf die Umwelt hinweisen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Entwicklungsländer brauchen viel mehr Unterstützung bei der Klimafinanzierung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der COP-29-Klimakonferenz in Baku im Jahr 2024 betonte der tadschikistanische Minister für Energie und Wasserressourcen, Daler Dschuma, dass die&nbsp;<a href="https://www.mewr.tj/?p=3889">Klimafinanzierung</a>&nbsp;zur Unterstützung der Entwicklungsländer mindestens vervierfacht werden sollte. Er wies darauf hin, dass die Entscheidung, die finanzielle Unterstützung bis 2035 auf 300 Mrd. USD zu erhöhen, zwar richtig sei, aber nicht ausreiche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vadim Ni, der Leiter des „Sozio-Ökologischen Fonds“ in Kasachstan, betonte im Gespräch mit&nbsp;<em>Asia-Plus</em>, dass die Einführung eines Kohlenstoffmarktes in Tadschikistan klare Emissionsquoten auf Unternehmensebene voraussetzt. Dafür ist jedoch eine ausreichende Anzahl großer Industrieakteure notwendig – und genau hier liegt das Problem. Derzeit könnten Unternehmen wie TALCO sowie die Kraftwerke Duschanbe CHPP-1 und CHPP-2 für eine Quotenvergabe infrage kommen. Laut Ni reicht ihre Zahl jedoch nicht aus, um einen tragfähigen, funktionierenden Markt zu etablieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dr. Muasama Burchanowa, die Direktorin der Stiftung für Umweltinitiativen „Dastgiri-Zentrum“, betrachtet den Handel mit Kohlenstoffgutschriften hingegen als ein wirkungsvolles Instrument zur Emissionsregulierung und somit als einen zentralen Hebel im Kampf gegen den Klimawandel. Solche Gutschriften sind Quoten für die zulässige Emissionsmenge in die Umwelt, die einer Tonne Kohlendioxid entspricht. Gemäß den geltenden Bestimmungen wird jeder staatlichen Einrichtung eine bestimmte Emissionsquote zugeteilt, die anschließend an die entsprechenden Unternehmen weitergegeben wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kohlenstoffmärkte ermöglichen es Regierungen und Unternehmen, mit diesen Zertifikaten zu handeln und ihre Klimaziele auf wirtschaftlich effiziente Weise zu erreichen. Allerdings verfügt Tadschikistan bislang über kein funktionierendes System zur Erfassung, Überwachung und Verifizierung von CO₂-Emissionen. Erste gesetzliche Grundlagen für die CO₂-Regulierung werden frühestens für die Jahre 2025/26 erwartet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Burchanowa hebt zudem die Bedeutung von Forstprojekten hervor: Bäume könnten ein wichtiger Bestandteil des tadschikischen Kohlenstoffmarktes werden. Ihrer Einschätzung zufolge bindet ein einzelner Baum zwischen 21,77 und 31,5 Kilogramm CO₂ pro Jahr. Um eine Tonne CO₂ zu kompensieren, müssten demnach 31 bis 46 Bäume gepflanzt werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Chancen und Risiken eines Kohlenstoffmarktes in Tadschikistan</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Etablierung eines Kohlenstoffmarktes in Tadschikistan könnte ein bedeutender Schritt in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung sein, doch der Prozess ist auch mit Risiken verbunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zunächst zu den Chancen:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Vorteil ist die wachsende Attraktivität des Landes für internationale Investitionen in umweltfreundliche Projekte, beispielsweise im Bereich der erneuerbaren Energien. Dies könnte nicht nur zusätzliche Finanzmittel ins Land bringen, sondern auch zur Energiesicherheit und zur wirksamen Bewältigung des Klimawandels beitragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die Teilnahme am internationalen Emissionshandel würde Tadschikistan Teil eines globalen Systems zur Reduktion von Treibhausgasen werden, was positive Impulse für das Wirtschaftswachstum mit sich brächte. Vor allem das Potenzial im Bereich der Wasserkraft ist vielversprechend: Projekte zur Erzeugung von Emissionsgutschriften könnten zur Diversifizierung des Energiemarkts beitragen und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Risiken</strong>:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Astсhine Pasojan, Direktorin der „Foundation to Save Energy“, weist&nbsp;<a href="https://asiaplustj.info/news/tajikistan/society/20230529/zelenaya-ekonomika-kogda-tadzhikskii-biznes-nachnet-dumat-ob-ekologii">auf das Fehlen</a>&nbsp;einer grundlegenden Infrastruktur zur Überwachung und Überprüfung von CO₂-Emissionen hin. Für einen funktionierenden Kohlenstoffmarkt sei ein transparentes Monitoring-System ebenso unverzichtbar wie klare Standards für die Vergabe von Zertifikaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vadim Ni ergänzt, dass die klimapolitischen Ziele Tadschikistans ohne wirksame Maßnahmen zur Emissionsminderung und ohne die Einführung eines CO₂-Preises kaum erreichbar seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dr. Muasama Burchanowa warnt zudem, dass die fortgesetzte Nutzung von Kohle als dominierende Energiequelle nicht nur die Umwelt weiter belasten, sondern auch erhebliche Gesundheitsrisiken mit sich bringen könnte – etwa durch Luftverschmutzung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich drohen auch wirtschaftliche Belastungen. Die Umstellung auf emissionsärmere Technologien könnte mit steigenden Kosten verbunden sein, insbesondere im Kontext eines wachsenden Energiebedarfs. Diese finanziellen Herausforderungen könnten sich negativ auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung auswirken.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was Tadschikistan von anderen Ländern lernen kann</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Aufbau eines eigenen Kohlenstoffmarktes kann Tadschikistan auf internationale Erfahrungen zurückgreifen, insbesondere auf die von Ländern mit ähnlichen wirtschaftlichen Strukturen. Die Beispiele Kasachstan, Kirgistan und Usbekistan zeigen, dass sich trotz begrenzter Ressourcen Fortschritte in der Klimapolitik erzielen lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kasachstan investiert zunehmend in erneuerbare Energien, beispielsweise in Solar- und Windkraft. Insbesondere der dort entwickelte Rechtsrahmen könnte für Tadschikistan ein Vorbild sein, um grüne Projekte gezielt zu fördern und privates Kapital zu mobilisieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kirgistan konzentriert sich auf nachhaltige Landwirtschaft und neue Technologien im Wasser- und Agrarsektor. Dies sind Bereiche, die auch in Tadschikistan großes Potenzial bergen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Usbekistan wiederum setzt auf Ökotourismus und grüne Wirtschaftsinitiativen. Diese dienen nicht nur dem Umweltschutz, sondern schaffen auch Arbeitsplätze. Ein Modell, das auch für Tadschikistan relevant sein könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie der kasachstanische Experte Vadim Ni betont, ist es entscheidend, dass Tadschikistan seine Emissionsdaten regelmäßig erfasst, überprüft und öffentlich zugänglich macht. Bislang fehlt es jedoch an einem solchen System.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Auch Länder außerhalb der Region bieten wertvolle Anhaltspunkte:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">So arbeitet Vietnam aktuell an einem CO₂-Steuersystem und beteiligt sich aktiv an internationalen Kohlenstoffmärkten. Damit will das Land sowohl Emissionen senken als auch das Wirtschaftswachstum sichern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Indonesien wiederum setzt auf forstwirtschaftliche Projekte – ein Ansatz, der angesichts der waldreichen Regionen Tadschikistans auch dort zukunftsweisend sein könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fazit:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einrichtung eines Kohlenstoffmarktes könnte für Tadschikistan ein wichtiger Schritt in Richtung nachhaltige Entwicklung sein und gleichzeitig internationale Investitionen anziehen. Doch bis es soweit ist, gibt es noch zahlreiche Hürden zu überwinden. So mangelt es an grundlegender Infrastruktur, einem rechtlichen Rahmen, Fachwissen und einem funktionierenden System zur Überwachung von Emissionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Einschätzung von Expert:innen hängt der Erfolg entscheidend von einer klaren Strategie der Regierung ab, insbesondere von der Einführung verbindlicher Emissionsquoten für Großunternehmen und einer engen Zusammenarbeit mit internationalen Partnern. Ohne diese Schritte droht der Kohlenstoffmarkt in Tadschikistan eine ungenutzte Chance zu bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Asia-Plus</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://asiaplustj.info/ru/news/tajikistan/economic/20250515/dengi-iz-vozduha-kak-tadzhikistanu-zarabotat-millioni-na-uglerodnih-proektah">Russischen</a> von Usmon Rakhmonov</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/aus-kohle-mach-kohle-bluehen-tadschikistan-bald-millionengewinne-durch-kohlenstoffprojekten/">Aus Kohle mach Kohle: Tadschikistan hofft auf Millionengewinne durch Kohlenstoffprojekte</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://novastan.org/de/tadschikistan/aus-kohle-mach-kohle-bluehen-tadschikistan-bald-millionengewinne-durch-kohlenstoffprojekten/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Chinas wachsende Integration in Kirgistans Energiesektor</title>
		<link>https://novastan.org/de/kirgistan/chinas-wachsende-integration-in-kirgistans-energiesektor/</link>
					<comments>https://novastan.org/de/kirgistan/chinas-wachsende-integration-in-kirgistans-energiesektor/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[cabarasia]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Nov 2023 09:52:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Energiesektor]]></category>
		<category><![CDATA[Gas]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Kohle]]></category>
		<category><![CDATA[Kredit]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Seidenstraße]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://novastan.org/de/?p=37394</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Entscheidung Chinas, den Bau der Gaspipeline D zwischen Turkmenistan und China, die durch Kirgistan und Tadschikistan verl&#xE4;uft, zu beschleunigen, ist ein wichtiger Schritt zur Ausweitung seines Engagements im zentralasiatischen Energiesektor. China ist seit Langem eng in das Energiesystem der Kirgisischen Republik eingebunden. Praktisch kein gr&#xF6;&#xDF;eres Energieprojekt in Kirgistan wird ohne die Beteiligung der Volksrepublik [&#x2026;]</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/chinas-wachsende-integration-in-kirgistans-energiesektor/">Chinas wachsende Integration in Kirgistans Energiesektor</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Entscheidung Chinas, den Bau der Gaspipeline D zwischen Turkmenistan und China, die durch Kirgistan und Tadschikistan verläuft, zu beschleunigen, ist ein wichtiger Schritt zur Ausweitung seines Engagements im zentralasiatischen Energiesektor. China ist seit Langem eng in das Energiesystem der Kirgisischen Republik eingebunden. Praktisch kein größeres Energieprojekt in Kirgistan wird ohne die Beteiligung der Volksrepublik durchgeführt. Nach jüngsten Angaben des Finanzministeriums belaufen sich die Gesamtschulden der kirgistanischen Energieunternehmen gegenüber China zum 1. Mai 2022 auf eine Milliarde US-Dollar.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der bereits enormen Verpflichtungen gegenüber China bittet Kirgistan sein Nachbarland weiterhin um Geld, um Probleme im Energiesektor zu lösen. Die Zusammenarbeit in diesem Bereich war unter anderem Thema der Gespräche zwischen den Staatschefs Kirgistans und Chinas in Peking, als Präsident Sadyr Dschaparow Anfang Februar 2022 zu einem Arbeitsbesuch in Peking weilte. Damals erklärte die kirgistanische Seite ihre Hoffnung, in den nächsten drei bis vier Jahren Kapitalinvestitionen aus China in den Energiesektor zu ziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinbarungen haben bereits erste Früchte getragen. China wird noch in diesem Jahr einen Windpark in Kirgistan bauen. Der Bau wird im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft erfolgen, und die geschätzten Investitionen der chinesischen Seite belaufen sich auf 100 Millionen Dollar.</p>



<div class="flex flex-col md:flex-row justify-evenly items-center bg-yellow-100 my-20 p-10 space-y-10 subscribe">
	<div class="container flex flex-col lg:flex-row justify-between">
		<div class="flex flex-col w-full lg:w-3/5 pb-4">
			<h2 class="text-3xl text-secondary font-bold mb-4 text-[#749D02]">
								Unterstützt Novastan &#8211; das europäische Zentralasien-Magazin 
			</h2>
				Als vereinsgetragene, unabhängige Plattform lebt Novastan vom Enthusiasmus seiner ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen &#8211; und von eurer Unterstützung! 
						</div>
		<div class="flex flex-col w-full lg:w-2/5 justify-items-center justify-center pb-4">
			<div class="rounded-md bg-accent-500 px-10 py-5 text-center w-72 mx-auto">
											<a class="block rounded bg-white p-2 mt-4 font-bold" href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Novastan unterstützen</a>
							</div>
		</div>
	</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Kritische Stimmen behaupten jedoch, dass Kirgistan kein einziges Kilowatt aus den mit chinesischer Beteiligung gebauten Stromleitungen und Kraftwerken erhalten wird. Immerhin beabsichtigt China, in Kirgistan gewonnenen Strom zu importieren. Ab Mai 2023 ist die Export-Import <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bank_of_China">Bank of China</a> nach Angaben des Finanzministeriums größter Gläubiger Kirgistans. Die Schulden belaufen sich auf 1,78 Milliarden US-Dollar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Ansicht des promovierten Wirtschaftswissenschaftlers Kubatbek Rachimow ist China in erster Linie am kirgistanischen Energiesektor interessiert, da dorthin Kreditmittel mit staatlichen Garantien fließen können: <em>„Der Punkt ist, dass der erste Teil des Einstiegs in den Energiesektor einfach die Kreditvergabe mit staatlichen Garantien ist. Tatsächlich hat China hier nur eine Aufgabe: Kredite ohne Auflagen zu vergeben, mit großzügigen Subventionen und Provisionen. Es stellt sich heraus, dass das Geld verteilt wird, die Bank an den Provisionen verdient und chinesische Unternehmen, die der Zentralbank und der Partei nahestehen, als Lieferanten und Auftragnehmer auftreten. Mit anderen Worten, alle verdienen Geld.“</em></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Interesse an Kohle</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach den jüngsten Statistiken gingen die Gasexporte Kirgistans von Januar bis April 2023 hauptsächlich nach Europa (mit Rumänien als Hauptabnehmer) und Usbekistan. China gehört nicht einmal zu den drei größten Abnehmern, sondern liegt mit 2.400 Tonnen an vierter Stelle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Wachstum der Kohlelieferungen nach China deutet auf eine wachsende Präsenz in diesem Sektor hin. Wie Rachimow feststellt, ist Kohle für China eine sehr wertvolle Ressource, und das Interesse an ihr wird durch die Umweltagenda nicht geschmälert: <em>„Die Kohleverstromung ist für die chinesische Wirtschaft, insbesondere in Xinjiang, äußerst wichtig. Dementsprechend ist Kohle ein wichtiger Rohstoff für die kirgistanisch-chinesischen Beziehungen. Gerade die Förderung bestimmter Arten wertvoller Kohle ist für die chinesische Seite sehr bedeutsam, und was die Braunkohle betrifft, könnten wir das Potenzial der chinesischen Seite optimal nutzen.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/wie-china-seinen-kulturellen-einfluss-in-zentralasien-verstaerkt/">Wie China seinen kulturellen Einfluss in Zentralasien verstärkt</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist wichtig zu erwähnen, dass Kirgistan nicht das einzige Land ist, in dem China aktiv in verschiedene Projekte zur Sicherung von Energieressourcen und zur Ausweitung seines Einflusses auf dem globalen Energiemarkt investiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">China ist an verschiedenen internationalen Kooperationsprojekten im Energiebereich beteiligt und arbeitet mit anderen Ländern und internationalen Organisationen zusammen, um die Energiesicherheit zu erhöhen, saubere Energietechnologien zu fördern und die regionale Energieintegration zu erleichtern. Beispiele hierfür sind die chinesisch-russische Energiekooperation oder die chinesisch-afrikanische Energiepartnerschaft.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Chinesische Investments in ganz Zentralasien und darüber hinaus</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die ehrgeizige <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Seidenstra%C3%9Fe">„One Belt, One Road“-Initiative</a> umfasst zahlreiche Energieinfrastrukturprojekte in Asien, Europa und Afrika, wie etwa Pipelines, Kraftwerke und Übertragungsleitungen. Diese Initiativen erleichtern den Energiehandel, erhöhen die Energiesicherheit und stärken Chinas Einfluss in den betreffenden Regionen. Dies zeigt, dass Chinas Engagement im Energiesektor von einer klar definierten Strategie getragen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig ist der Wirtschaftswissenschaftler Iskender Scharschejew der Ansicht, dass die wachsende wirtschaftliche Präsenz Chinas in Zentralasien nicht gefürchtet werden sollte. Seiner Meinung nach kann sie im Gegenteil den Handel und die regionale Entwicklung der Staaten in der Region anregen: „Eine erhöhte Konsum- und Handelsintensität aufgrund der aktiven Beteiligung Chinas könnte potenziell günstige wirtschaftliche Bedingungen in Kirgistan und in der gesamten Region schaffen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/panorama/china-in-zentralasien-factchecking-um-mit-mythen-aufzuraeumen/">China in Zentralasien – Factchecking, um mit Mythen aufzuräumen</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es bestehen jedoch weiterhin politische Risiken, vor allem in Bezug auf die Fähigkeit der nationalen Eliten, die Interessen ihrer Länder wirksam zu schützen. <em>„Chinas Ansatz bei der Kreditrückzahlung ist besorgniserregend, da er die souveränen Rechte von Staaten, die ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen können, nicht anerkennt. Nationale Eliten müssen sorgfältig verhandeln, um nicht in eine Schuldenfalle zu geraten, die zu wirtschaftlicher und politischer Verwundbarkeit führen kann. Um solche Risiken zu mindern, ist es wichtig, wirtschaftliche Parität herzustellen. Die Beteiligung des Privatsektors an gemeinsamen Projekten schafft eine verlässlichere Grundlage für die Zusammenarbeit“</em>, erklärt Scharschejew weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Analyse der Durchdringung des Energiesektors und des globalen Kontextes können wir Chinas langfristige Strategie und seine konsequenten Bemühungen um eine Vertiefung seines Engagements in der Region beobachten. Da China seine Präsenz weiter ausbaut, ist es für Kirgistan und andere zentralasiatische Länder wichtig, dieses Engagement mit Bedacht anzugehen und für ausgewogene Abkommen und nachhaltige Wirtschaftspartnerschaften zu sorgen, die die eigenen Interessen schützen und von Chinas Integration in den Energiesektor profitieren.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Olga Ruslanova für CABAR</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://cabar.asia/ru/rastushhaya-integratsiya-kitaya-v-energosektor-kyrgyzstana-vozmozhnosti-i-riski">Russischen</a> von Michèle Häfliger</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/chinas-wachsende-integration-in-kirgistans-energiesektor/">Chinas wachsende Integration in Kirgistans Energiesektor</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://novastan.org/de/kirgistan/chinas-wachsende-integration-in-kirgistans-energiesektor/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kohlezug</title>
		<link>https://novastan.org/de/bild-des-tages/kohlezug/</link>
					<comments>https://novastan.org/de/bild-des-tages/kohlezug/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Aug 2021 02:32:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bild des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Bahnhof]]></category>
		<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Kohle]]></category>
		<category><![CDATA[Zug]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://novastan.org/de/?p=27412</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am Bahnhof in Beyneu, Kasachstan, wird frische Kohle auf einen Zug in Richtung Nukus, Usbekistan, geladen. Die kasachische Regierung &#xE4;u&#xDF;erte Pl&#xE4;ne, 2019 die Beheizung der Z&#xFC;ge mit Kohle einzustellen, aber bis jetzt trat diese &#xC4;nderung nicht ein. Die Verbrennung der Kohle wird die Passagiere in Anbetracht der Minusgrade drau&#xDF;en warm halten. Foto:&#xA0;Ashley et Quentin&#xA0;(Frankreich) Findet [&#x2026;]</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/bild-des-tages/kohlezug/">Kohlezug</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><span data-sheets-value="{&quot;1&quot;:2,&quot;2&quot;:&quot;Am Bahnhof in Beyneu, Kasachstan, wird frische Kohle auf einen Zug in Richtung Nukus, Usbekistan, geladen. Die kasachische Regierung äußerte Pläne, 2019 die Beheizung der Züge mit Kohle einzustellen, aber bis jetzt trat diese Änderung nicht ein. Die Verbrennung der Kohle wird die Passagiere in Anbetracht der Minusgrade draußen warm halten.\n &quot;}" data-sheets-userformat="{&quot;2&quot;:771,&quot;3&quot;:{&quot;1&quot;:0},&quot;4&quot;:{&quot;1&quot;:2,&quot;2&quot;:16777215},&quot;11&quot;:4,&quot;12&quot;:0}">Am Bahnhof in Beyneu, Kasachstan, wird frische Kohle auf einen Zug in Richtung Nukus, Usbekistan, geladen. Die kasachische Regierung äußerte Pläne, 2019 die Beheizung der Züge mit Kohle einzustellen, aber bis jetzt trat diese Änderung nicht ein. Die Verbrennung der Kohle wird die Passagiere in Anbetracht der Minusgrade draußen warm halten.
</span><strong>Foto:&nbsp;<a href="https://www.instagram.com/enselle.voyage/">Ashley et Quentin</a>&nbsp;(Frankreich)</strong>

Findet alle unsere Bilder des Tages&nbsp;<a href="https://www.novastan.org/de/cat/bild-des-tages/">hier</a>.

&nbsp;</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/bild-des-tages/kohlezug/">Kohlezug</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://novastan.org/de/bild-des-tages/kohlezug/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kirgistan: Besetzung von Minen im ganzen Land</title>
		<link>https://novastan.org/de/kirgistan/kirgistan-besetzung-von-minen-im-ganzen-land/</link>
					<comments>https://novastan.org/de/kirgistan/kirgistan-besetzung-von-minen-im-ganzen-land/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jana Rapp]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Oct 2020 10:29:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Bergbau]]></category>
		<category><![CDATA[Gold]]></category>
		<category><![CDATA[Kohle]]></category>
		<category><![CDATA[Korruption]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Unruhen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://novastan.org/de/?p=23558</guid>

					<description><![CDATA[<p>W&#xE4;hrend in der Hauptstadt Bischkek im Nachgang der Wahl am 4. Oktober revolution&#xE4;re Aufst&#xE4;nde tobten, fanden auch in den Regionen des Landes Unruhen statt. Im Zentrum der Ereignisse stehen dabei Goldminen und Kohlebauwerke, die besetzt und gepl&#xFC;ndert worden sind. Ein &#xDC;berblick &#xFC;ber die verschiedenen Schaupl&#xE4;tze und die Hintergr&#xFC;nde. Seit der Parlamentswahl am 4. Oktober &#xFC;berschlagen [&#x2026;]</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kirgistan-besetzung-von-minen-im-ganzen-land/">Kirgistan: Besetzung von Minen im ganzen Land</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Während in der Hauptstadt Bischkek im Nachgang der Wahl am 4. Oktober  revolutionäre Aufstände tobten, fanden auch in den Regionen des Landes Unruhen statt. Im Zentrum der Ereignisse stehen dabei Goldminen und Kohlebauwerke, die besetzt und geplündert worden sind. Ein Überblick über die verschiedenen Schauplätze und die Hintergründe.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit der <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kirgistan-regierungspartei-siegt-bei-dreckiger-parlamentswahl/">Parlamentswahl am 4. Oktober</a> überschlagen sich die Ereignisse in Kirgistan: die Demonstrationen in Bischkek, der Sturm des Weißen Hauses, der Sturz der Regierung und letztlich die Annullierung der Wahlen. Auch die Regionen außerhalb der Hauptstadt blieben von den Entwicklungen nicht unberührt, da neun Goldminen, ein Kohlebauwerk und eine Goldraffinerie von bislang unbekannten Personen besetzt worden sind.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">In den meisten Fällen kam es zu Diebstahl, Drohungen gegenüber den Mitarbeitenden und Zerstörungen der Anlagen. Über die Hintergründe der Aufständischen ist bisher zwar wenig bekannt, doch schon in den letzten 20 Jahren ist es immer wieder zu Auseinandersetzungen rund um den Bergbau gekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die betroffenen Minen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den betroffenen Bergwerken gehört unter anderen die zweitgrößte Mine des Landes Dscheruj des Unternehmens Alliance Altyn in der Region <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gebiet_Talas">Talas</a> mit einem geschätzten Goldvorkommen von 84 Tonnen. So berichtete der Sprecher der kommunalen Regierung Kubanytsch Kanybekow gegenüber dem kirgisischen Dienst des US-amerikanischen Mediums <a href="https://rus.azattyk.org/a/30878074.html">RadioFreeEurope/RadioLiberty</a>, dass ein aggressiver Mob das Territorium der Anlage betreten habe solle, vor dem sich die ArbeiterInnen versteckt hätten. Anschließend habe die Gruppe in Büros und Lagerhallen Feuer gelegt, wovon auch verschiedene Videoaufnahmen zeugen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Anschluss erklärte die Pressestelle von Alliance Altyn gegenüber dem kirgisischen Medium <a href="https://24.kg/obschestvo/167836_nadjeruy_vorvalis_neizvestnyie_rabotyi_priostanovlenyi/">24kg</a>, dass der Betrieb vorläufig eingestellt worden sei. „<em>Unsere Arbeitnehmer wurden Gott sei Dank nicht verletzt. Wir können aber noch nicht voraussehen, wann wir den Betrieb wieder aufnehmen</em>“, äußerte sich die Pressesprecherin von Alliance Altyn gegenüber der französischen Nachrichtenagentur AFP. Wie auch viele andere Minen unterliegt das Unternehmen einem ausländischen Mutterunternehmen, was in diesem Falle die russische Russkaja Platina Gruppe darstellt.</p>



<figure class="wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Местные жители устроили мародерство на золотодобывающем месторождении &quot;Джеруй&quot;" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/xJHVcPC_q_0?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<figure class="wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Джеруй" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/VZvXIsmRIGE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">In der Region <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gebiet_Dschalalabat">Dschalal-Abad</a>, das über das höchste Goldvorkommen mit <a href="https://ru.sputnik.kg/infographics/20190812/1045421342/kyrgyzstan-mestorozhdenie-zoloto-poleznye-iskopaemye-karta.html">95 primären Lagerstätten</a> in der kirgisischen Republik verfügt, kam es zu gleich mehreren Vorfällen. Demnach wurde die Mine Ischtamberdi des chinesischen Investors Full Gold Mining von schätzungsweise <a href="https://kaktus.media/doc/422768_zahvacheny_zolotorydnye_mestorojdeniia_kyrgyzstana_gde_byli_inostrannye_investory_spisok.html">300 bis 400 Personen besetzt</a>, sowie die dort angestellten ChinesInnen von Aufständischen vertrieben. Seit 2007 operiert dort das Unternehmen im Rahmen des chinesisch-kirgisischen Projekts »Ressourcen als Gegenleistung für Investitionen«.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein ähnliches Bild zeigte sich in der Mine Dschamgyr des kasachischen Investors Global Dschamgyr Mining, in der AnwohnerInnen der Region in die <a href="https://kaktus.media/doc/422731_mestnye_jiteli_zahvatili_mestorojdenie_jamgyr_i_ygrojaut_rabotnikam.html">Mine eindrangen</a> und versuchten Mitarbeitende festzuhalten. Doch bis auf zwei LabortantInnen konnten alle Beschäftigten fliehen. Weniger eskalativ ging es hingegen in den Minen Bosymtschak, Kitschi-Tschaarat und Terek-Saj zu, wo die Geschäftsführung frühzeitig die Mobilisationskraft der Bevölkerung bemerkte und aufgrund dessen die Produktion einstellte und im Falle der Mine Kitschi-Tschaarat für zusätzliche Überwachung sorgte. Alle diese drei Minen gehören größeren ausländischen Investoren an.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch bei Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kirgistan-vier-tote-bei-unfall-in-kohlebergwerk/"><strong>Vier Tote bei Unfall in Kohlebergwerk</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">In der westlich angrenzenden Region <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gebiet_Naryn">Naryn</a> besetzten 100 unbekannte Personen das Kohlebauwerk Kara-Ketsche des staatlichen Unternehmens Kyrgyskomur. Laut Berichten des kirgisischen Mediums <a href="https://kaktus.media/doc/422782_krimavtoritet_saiak_zahvatil_filial_kyrgyzkomyra_na_mestorojdenii_kara_keche.html">Kaktus Media</a> führte diesen Überfall der Chef einer kriminellen Bande namens Murat Kadyrkulow mit dem Spitznamen Sajak an. Weiter berichtete Kaktus Media davon, dass die Eindringline die Kassen und Einnahmen der Kohleförderung im Wert von einer halben Million Som (5.352 Euro) plünderten, sowie den Direktor und Chefingenieur des Unternehmens zwangen, ihre Posten aufzugeben. Zudem sei jetzt schon absehbar, dass sich der Überfall negativ auf die Energieversorgung von großen Industrien, vom Wärmekraftwerk in Bischkek und von Privathaushalten im bevorstehenden Winter auswirken würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Norden des Landes in der Region <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gebiet_Tsch%C3%BCi">Tschüj</a> ließen sich ebenso zwei Vorfälle verzeichnen. So haben EinwohnerInnen der Stadt <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kant_(Kirgisistan)">Kant</a> einen Tagebau zerstört, in dem Sand, Schotter und Kies gefördert wurde. Laut <a href="https://kaktus.media/doc/422760_v_kante_mestnye_jiteli_razgromili_karer_i_sojgli_tehniky.html">Kaktus Media</a> hielt das Unternehmen für mehrere Dutzend BewohnerInnen Arbeitsplätze bereit.&nbsp; Weiterhin geriet auch die einzig existierende Goldraffinerie Kyrgysaltyn des Landes in der Stadt <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Karabalta">Karabalta</a> ins Visier der Aufständischen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Versuchte Einnahme von Verwaltungsgebäuden der Bergbauunternehmen &nbsp;in Bischkek</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zuvor hatten Demonstrierende in Bischkek versucht, das Bürogebäude des Unternehmens zu besetzten, doch die Sicherheitskräfte hinderte sie an dem Vorhaben. Ähnlich trug es sich in dem Verwaltungsgebäude des größten Goldförderunternehmens in Kirgistan <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kumtor-Mine">Kumtor</a> zu. Augenzeugenberichten gegenüber <a href="https://24.kg/proisshestvija/168033_neizvestnyie_pyitayutsya_zahvatit_ofis_kompanii_kumtor_vbishkeke/">24kg</a> zufolge hätten 20 bis 30 Unbekannte versucht, in die Büroräumlichkeiten einzudringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in der Region <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gebiet_Osch">Osch</a> im Bezirk Ösgön mobilisierten sich AnwohnerInnen, die die Kohlegrube Kara-Dobo besetzen wollten. In einer Sprachaufnahme, die <a href="https://kaktus.media/doc/422823_sobirautsia_zahvatit_ygolnyy_karer_v_oshskoy_oblasti.html">Kaktus Media</a> erreichte, agitiert ein Bewohner des Bezirks dazu, die instabile politische Situation ausnutzen und spricht von sich in der Kohlegrube befindenden Technologien im Wert von 5 Millionen US-Dollar.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bisher keine offiziellen Stellungsnahmen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine offizielle Stellungnahme hat das staatliche Komitee für Industrie, Energie und Untergrundausnutzung bisher noch nicht abgegeben. Für den Moment ist die Lage sehr unübersichtlich und über die Motive der Angreifenden ist noch nichts bekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gewiss ist allerdings, dass insbesondere der Goldabbau für Kirgistan als wichtigstes Exportprodukt mit einem <a href="https://oec.world/en/profile/country/kgz">Exportvolumen von 1,3 Milliarden US-Dollar</a> eine wichtige wirtschaftliche und politische Rolle spielt. Insgesamt verfügt das Land laut Recherchen von <a href="https://ru.sputnik.kg/infographics/20190812/1045421342/kyrgyzstan-mestorozhdenie-zoloto-poleznye-iskopaemye-karta.html">sputnik.kg</a> 302 Stellen mit Goldvorkommen, wovon neun zu den großen Goldproduzenten wie etwa das kanadische Bergbauunternehmen Kumtor zählen. Wenngleich der Kohleabbau nicht eine derartige wirtschaftliche Bedeutung wie die Goldförderung hat, ist die Rolle dessen mit einem jährlichen Exportvolumen von <a href="https://oec.world/en/profile/country/kgz">13,3 Millionen US-Dollar</a> nicht zu unterschätzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Unmut herrscht seit geraumer Zeit</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bergbausektor birgt bereits seit Jahrzehnten ein hohes Konfliktpotenzial zwischen der lokalen, zumeist in Armut lebenden, Bevölkerung, den Bergbauunternehmen und der Politik. Die verschiedenen schwelenden Spannungen sind auf viele Faktoren zurückzuführen. Von Seiten der ansässigen Bevölkerung werden immer wieder Beschwerden darüber laut, dass ausländische InvestorInnen sich an dem hohen Reichtum der Ressourcen bedienen würden, doch der wirtschaftliche Ertrag nicht in die Regionen zurückfließen würde. Hinzu kommen die gravierenden Umweltfolgen und die gefährlichen Arbeitsbedingungen, die mit der Förderung von natürlichen Ressourcen einhergehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Angefangen hat dieser Widerstand mit einem Unfall in der Kumtor-Mine im Jahr 1998, bei dem ein LKW mit 1,7 Tonnen an hochgiftigem Natriumcyanid umstürzte und so das umliegende Dorf Barskoon evakuiert werden musste. In den Folgejahren nahmen die Indizien für die Umweltverschmutzung weiter zu. So litten die Landwirtschaft, Viehzucht und die Gesundheit der AnwohnerInnen an der wirtschaftlichen Intensivierung der Gold- und Kohleförderung, da die Qualität und Quantität der für die Lebensgrundlage kritischen natürlichen Ressourcen gemindert worden sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch bei Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kirgistan-die-leitung-der-umstrittenen-goldmine-solton-sary-wegen-diebstahl-festgenommen/"><strong>Kirgistan: Die Leitung der der umstrittenen Goldmine Solton-Sary wegen Diebstahl festgenommen</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus ist ein weiterer entscheidender Faktor für die Unzufriedenheit der Bevölkerung die grassierende Korruption in dem Sektor. Ab 2010 erlebte diese Thematik einen Aufschwung im Zusammenhang mit den Unruhen gegen den Ex-Präsidenten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kurmanbek_Bakijew">Kurmanbek Bakijew</a>, wo die Verflechtung von politischen und wirtschaftlichen Interessen stark evident wurde. Erst Anfang des Jahres wurde zudem die Geschäftsführung der Mine Solton-Sary in der Region Naryn wegen Diebstahl und Korruption festgenommen. Dementsprechend wir die Konfliktlage durch die unfaire Verteilung von ökonomischem Nutzen und den zu tragenden Umweltkosten weiter vorangetrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den verschiedensten Regionen fanden diesbezüglich seit 2011 verstärkt Demonstrationen und Kundgebungen statt, bei denen die EinwohnerInnen die von ihnen erfahrenen Ungerechtigkeiten anprangerten sowie teilweise den Entzug von Förderlizenzen der ausländischen Unternehmen forderten.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://2ff41361.sibforms.com/serve/MUIFAD3kOVgHRZMEzVL0tQuvV__Lm5slYuTqY-DEgdyDpH9WazOpCwYD2CLbIZdPKxyD_Mnaw2SKMY78StG6vCfPNIE1HcIumNXgnjsKyqsb8MuZ5Ng1jN3cNsBhf4SSp2VDJAgy_38b6jiUL7aU6Y-RaIAVhUpNqW1tNwmWOB-8YcNp9LBWEk57rUlkszlx_tQ8qxYED63Sz6UU">mit einem Klick.</a></span></strong></span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zuge dieser Massenproteste haben die Regierenden wie auch die Unternehmen festgestellt, dass eine reine Vergabe von Lizenzen nicht mehr den Bergbau gegenüber der Bevölkerung legitimieren kann. Im Sinne einer Corporate Social Responsibility wurden entsprechende regionale Entwicklungsfonds angelegt, um etwa die Infrastruktur der Regionen zu verbessern oder Schulen zu erbauen. Doch auch diese Strategie führte nicht zu einer langfristigen Zufriedenstellung der Bevölkerung, da diese Fonds von korrupten BeamtInnen geplündert worden sind wie es etwa bei dem Kumtor Entwicklungsfond der Fall war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt zeichnet sich bereits seit Jahren ein Bild einer desillusionierten Bevölkerung ab, die entweder von Anfang an dem Bergbau kritisch gegenüberstand oder große Hoffnungen von Wohlstand hegte. Dementsprechend sind die jüngsten Ereignisse der letzten zwei Tage in erster Linie als ein Abbild von tief liegenden, strukturellen Problemen zu verstehen. Sicherlich spielt es dabei eine Rolle, dass ökonomische Erträge vornehmlich bei den ausländischen InvestorInnen als Hauptanteilseigner der Minen landen. Dennoch ist die Deutung der Ereignisse als Fremdenfeindlichkeit oder als Ressourcennationalismus zu unterkomplex.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch bei Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/das-chatkal-tal-ein-kirgisisches-klondike-uber-bergbau-isolation-und-korruption/"><strong>Das Chatkal-Tal – ein „kirgisisches Klondike“: Über Bergbau, Isolation und Korruption</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;Zumal sich unter den geplünderten Anlagen auch das staatseigene Unternehmen Kara-Ketsche befand. Schließlich richtet sich ein bedeutender Teil der Unzufriedenheit gegen den Staat, der ähnlich wie die internationalen Bergbauunternehmen durch die Renteneinnahmen von den Erträgen profitiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Anbetracht all dieser Faktoren lässt sich festhalten, dass die Motivation der Aufständischen für die Plünderungen und Zerstörungen durchaus sehr unterschiedlich sein können. So treibt der Frust über die Situation gewiss einige der Menschen an, sowie die Möglichkeit einer Veränderung. Es hat sich seit vielen Jahren wieder die Chance ergeben, Kontrolle über die Ressourcen, die Natur und letztendlich auch die eigene Zukunft wiederzuerlangen. Nicht vernachlässigt werden sollten dabei die willkürlichen Plünderungen durch kriminelle Gangs, die wohl kaum im Sinne der sozialen Gerechtigkeit handeln. Nach wie vor bleibt jedoch abzuwarten, welche Personen an den Besetzungen und Plünderungen teilgenommen haben und mit welchem Interesse.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Jana Rapp und Beril Ocaklı</strong><br><strong>Journalistinnen für Novastan</strong></p>


<p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kirgistan-besetzung-von-minen-im-ganzen-land/">Kirgistan: Besetzung von Minen im ganzen Land</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://novastan.org/de/kirgistan/kirgistan-besetzung-von-minen-im-ganzen-land/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kirgistan: Vier Tote bei Unfall in Kohlebergwerk</title>
		<link>https://novastan.org/de/kirgistan/kirgistan-vier-tote-bei-unfall-in-kohlebergwerk/</link>
					<comments>https://novastan.org/de/kirgistan/kirgistan-vier-tote-bei-unfall-in-kohlebergwerk/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Héloïse Dross]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Jul 2020 16:29:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Bergbau]]></category>
		<category><![CDATA[Kohle]]></category>
		<category><![CDATA[Sülüktü]]></category>
		<category><![CDATA[Unfall]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://novastan.org/de/?p=22477</guid>

					<description><![CDATA[<p>Vier Mitglieder derselben Familie sind in einer Mine in S&#xFC;l&#xFC;kt&#xFC; im S&#xFC;dwesten Kirgistans ums Leben gekommen. Eine Untersuchung des Unfalls ist im Gange, deratige Vorf&#xE4;lle sind aber relativ h&#xE4;ufig in der Region, in der seit Hunderten von Jahren Kohle abgebaut wird. Am 23. Juni berichtete der Pressedienst des Ministeriums f&#xFC;r Notfallsituationen, dass in einer Kohlemine [&#x2026;]</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kirgistan-vier-tote-bei-unfall-in-kohlebergwerk/">Kirgistan: Vier Tote bei Unfall in Kohlebergwerk</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Vier Mitglieder derselben Familie sind in einer Mine in Sülüktü im Südwesten Kirgistans ums Leben gekommen. Eine Untersuchung des Unfalls ist im Gange, deratige </strong><strong>Vorfälle sind aber relativ häufig in der Region, in der seit Hunderten von Jahren Kohle abgebaut wird.</strong></p>
<p style="text-align: justify">Am 23. Juni berichtete der <a href="https://www.facebook.com/mes.gov.kg/posts/991174607978071">Pressedienst des Ministeriums für Notfallsituationen</a>, dass in einer Kohlemine in <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Sulukta">Sülüktü</a>, an der kirgisisch-tadschikischen Grenze, vier Menschen bei einem Unfall ums Leben kamen. Es handele sich um drei Männer und eine Frau zwischen 19 und 73 Jahren.</p>
<p style="text-align: justify">Laut der Onlinezeitung <a href="http://www.turmush.kg/ru/news:1627538/?from=ru_turmush&amp;place=search&amp;sth=b8d2557a8d0e54e6028c83aae3649be0">Turmush</a> waren die Opfer keine Bergarbeiter, sondern Mitglieder einer Familie, die auf der Suche nach ihrem Vieh waren. Als Todesursache wird eine Vergiftung durch Gase vermutet. Dies ist die wahrscheinlichste Version: Denn viele Bergleute haben bereits ihr Leben durch ein Kohlenmonoxid-Lecks verloren.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Grubenunglücke, das Los der Einwohner von Sülüktü<br />
</strong></p>
<p style="text-align: justify">In Sülüktü verlieren jedes Jahr Menschen in den Kohlebergwerken ihr Leben. Im vergangenen Dezember hatte sich zuletzt eine ähnliche Tragödie ereignet: Vier Menschen starben in einem Bergwerk an den Folgen einer Gasvergiftung, wie <a href="https://rus.azattyk.org/a/30319295.html">Radio Azattyk</a>, der kirgisische Zweig der amerikanischen Medien Radio Free Europe, berichtete. Abgesehen von Vergiftungen ereignen sich auch andere Unfälle. So starb <a href="https://rus.azattyk.org/a/29365686.html">im Juli 2018</a> zum Beispiel ein Mann, nachdem seine Stollen in Sülüktü über ihm zusammengebrochen war.</p>
<p><p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p></p>
<p style="text-align: justify">Offiziell sterben jährlich mehr als 50 Menschen in kirgisischen Bergwerken. Und zu dieser Zahl müssen noch die verlorenen Lebensjahre hinzugezählt werden, denn zwischen Arbeitsunfällen und dem ständigen Einatmen von Staub wird der Körper der Arbeiter auf die Probe gestellt.</p>
<p style="text-align: justify">Abgesehen davon, dass es sich um besonders gewaltsame Todesfälle handelte, ist die Trauer für die Familien der Opfer schwierig. Wenn die Abwesenheit eines Angehörigen festgestellt wird, ist oft die Hilfe der Teams des Ministeriums für Notsituationen erforderlich, um die Leichen zu orten, zu identifizieren und zu bergen. Zwischen der Meldung eines Verschwindens und der Erklärung der Todesursachen liegt also eine lange Zeitspanne.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Eine lange Tradition im Kohlebergbau</strong></p>
<p style="text-align: justify">Die Stadt Sülüktü ist seit Hunderten von Jahren auf den Kohlebergbau spezialisiert. Der Beginn des Abbaus geht auf das 10. oder 11. Jahrhundert zurück. In der Mitte des 19. Jahrhunderts, im Jahr 1868, wurde die industrielle Nutzung eingeleitet.</p>
<p style="text-align: justify">Der Kohlebergbau erreichte in der UdSSR seinen Höhepunkt, bevor er mit der Unabhängigkeit zusammenbrach. Die Zahl der Beschäftigten in den Kohlebergwerken sank von mehr als 15.000 im Jahr 1991 auf nur noch 3.000 bis 4.000 im Jahr 2017, wie in einer <a href="https://www.unece.org/fileadmin/DAM/energy/se/pdfs/UNFC/proj/unfc_ca/Report_Class_EMR_KG_Arkady_Rogalsky.pdf">Studie</a> der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaftskommission_f%C3%BCr_Europa">Wirtschaftskommission für Europa</a> vom Mai 2019 berichtet wird.</p>
<p><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/die-rolle-erneuerbarer-energien-in-zentralasien/">Die Rolle erneuerbarer Energien in Zentralasien</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Mehrere Faktoren erklären diesen Rückgang: Bergwerke, deren Betrieb zu heikel ist, um rentabel zu sein, zunehmend veraltete Ausrüstung, mangelnde Effizienz und Kohärenz in der Verwaltung durch den Staat. Es ist ein Teufelskreis entstanden, da der kirgisische Staat zieht es vorzieht, jedes Jahr ein wenig Kohle zu importieren, anstatt die kostspielige Renovierung seiner eigenen Bergwerke einzuleiten. Der Trend geht jedoch nach wie vor zu einer Erhöhung der Kohleproduktion. Im Jahr 2010 waren offiziell 47 Minen in Betrieb, im Vergleich zu 113 im Jahr 2017.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Kohle, ein Schlüsselthema für Kirgistan </strong></p>
<p style="text-align: justify">Kohle hat in Kirgistan immer eine Rolle gespielt, auch wenn sich das Land derzeit nicht selbst damit versorgen kann. Im Jahr 2018 belief sich der Wert seiner Kohleexporte auf <a href="https://oec.world/en/visualize/tree_map/hs92/export/kgz/all/show/2018/">13,3 Millionen US-Dollar</a> (11,8 Millionen Euro), der der Importe auf <a href="https://oec.world/en/visualize/tree_map/hs92/import/kgz/all/show/2018/">19,3 Millionen US-Dollar</a> (17,1 Millionen Euro). Das ist weit entfernt von den Kohleexporten Nachbarlandes Kasachstan, die im selben Jahr auf <a href="https://oec.world/en/visualize/tree_map/hs92/export/kaz/all/show/2018/">540 Millionen US-Dollar</a> (481 Millionen Euro) geschätzt wurden. Und dies trotz der beträchtlichen Kohlevorkommen, insbesondere <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gebiet_Naryn">in Naryn</a> im Zentrum des Landes.</p>
<p><p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://2ff41361.sibforms.com/serve/MUIFAD3kOVgHRZMEzVL0tQuvV__Lm5slYuTqY-DEgdyDpH9WazOpCwYD2CLbIZdPKxyD_Mnaw2SKMY78StG6vCfPNIE1HcIumNXgnjsKyqsb8MuZ5Ng1jN3cNsBhf4SSp2VDJAgy_38b6jiUL7aU6Y-RaIAVhUpNqW1tNwmWOB-8YcNp9LBWEk57rUlkszlx_tQ8qxYED63Sz6UU">mit einem Klick.</a></span></strong></span></p></p>
<p style="text-align: justify">Die kirgisische Kohleproduktion versorgt hauptsächlich das Land selbst, in dem der Übergang von fossilen Brennstoffen zur Elektrizität nicht gut verläuft. Tatsächlich wurde im Jahr 2000 ein <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/der-nebel-ueber-der-stadt-der-smog-in-der-oeffentlichen-debatte-in-bischkek/">Gesetz verabschiedet</a>, das die Verwendung von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dreiphasenwechselstrom">Drehstrom</a> zum Heizen von Häusern verbietet. Einige nach diesem Datum errichtete Gebäude werden daher mit Kohle beheizt. Diese politische Entscheidung wurde getroffen, um die Stromnachfrage während der Engpässe im Winter zu entlasten.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Héloïse Dross</strong><br />
<strong>Journalistin für Novastan </strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Französischen von Florian Coppenrath</strong></p>
<p><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kirgistan-vier-tote-bei-unfall-in-kohlebergwerk/">Kirgistan: Vier Tote bei Unfall in Kohlebergwerk</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://novastan.org/de/kirgistan/kirgistan-vier-tote-bei-unfall-in-kohlebergwerk/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Tadschikistan möchte die Kohleförderung um das Zehnfache erhöhen</title>
		<link>https://novastan.org/de/tadschikistan/tadschikistan-moechte-die-kohlefoerderung-um-das-zehnfache-erhoehen/</link>
					<comments>https://novastan.org/de/tadschikistan/tadschikistan-moechte-die-kohlefoerderung-um-das-zehnfache-erhoehen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Asia Plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Oct 2019 04:48:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Bergbau]]></category>
		<category><![CDATA[Kohle]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://novastan.org/de/?p=18277</guid>

					<description><![CDATA[<p>Tadschikistan plant den Kohleabbau im Land auszubauen. Bis 2040 sollen 15 Millionen Tonnen pro Jahr erreicht werden. Der folgenden Artikel erschien im russischsprachigen Original auf Asia-Plus. Wir &#xFC;bersetzen ihn mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. Laut dem von der tadschikischen Regierung vorgestellten Konzept zur Entwicklung der Kohlebranche soll der Kohleabbau in den n&#xE4;chsten Jahren forciert werden. [&#x2026;]</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/tadschikistan-moechte-die-kohlefoerderung-um-das-zehnfache-erhoehen/">Tadschikistan möchte die Kohleförderung um das Zehnfache erhöhen</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Tadschikistan plant den Kohleabbau im Land auszubauen. Bis 2040 sollen 15 Millionen Tonnen pro Jahr erreicht werden. Der folgenden Artikel erschien im russischsprachigen Original auf </strong><a href="https://asiaplustj.info/ru/news/tajikistan/economic/20190930/v-tadzhikistane-hotyat-uvelichit-dobichu-uglya-v-desyatki-raz-ekologi-prosyat-ne-toropitsya?tg_rhash=59df260525b319"><strong>Asia-Plus</strong></a><strong>. Wir übersetzen ihn mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Laut dem von der tadschikischen Regierung vorgestellten Konzept zur Entwicklung der Kohlebranche soll der Kohleabbau in den nächsten Jahren forciert werden. Erklärtes Ziel ist es, dass Tadschikistan im Jahr 2040 15 Millionen Tonnen fördern soll. Im letzten Jahr belief sich der Kohleabbau auf etwas mehr als 1,9 Tonnen.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>„Um das Erreichen der Zielindikatoren der nationalen Entwicklungsstrategie der Republik Tadschikistan für den Zeitraum bis 2030 zu gewährleisten, wird eine Erhöhung der Kohleproduktion um das 7,6-fache auf 10,4 Millionen Tonnen und in der Folge um das 11-fache auf 15 Millionen Tonnen bis 2040 vorgesehen“</em>, heißt es in dem Konzept.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/trotz-energieknappheit-tadschikistan-nimmt-77-millionen-dollar-durch-stromexporte-ein/">Trotz Energieknappheit: Tadschikistan nimmt 77 Millionen Dollar durch Stromexporte ein</a></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die AutorInnen des Dokuments betonen, dass die Kohleindustrie eine der wichtigsten Strukturen des Brennstoff- und Energiekomplexes des Landes ist. In Tadschikistan sind 21 Lagerstätten registriert, die insgesamt 3,6 Milliarden Tonnen Kohle umfassen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Entwicklung der Branche soll unter anderem dadurch erreicht werden, dass günstige Bedingungen für den Abbau geschaffen werden und indem schrittweise zur Untertageförderung übergegangen wird. Außerdem sollen Probleme wie die Modernisierung der Fördertechnik, der Zufluss von Investitionen, das Finden neuer Lagerstätten oder die Startbedingungen neuer Unternehmen gelöst werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Der Zustand der Kohleindustrie</strong></p>
<p style="text-align: justify;">In dem Konzept heißt es, dass die jährliche Gesamtfördermenge in Tadschikistan zu Sowjetzeiten circa 1 Million Tonnen erreichte, der jährliche Bedarf aber bei 1,5 Million Tonnen lag. Zwischen dem Erlangen der Unabhängigkeit (1991, Anm. d. Red.) und 2001 waren nur die Kohlelagerstätten „Fon-Jagnob“ und „Schurab“ in Betrieb, deren Gesamtausbeute bei durchschnittlich 20 600 Tonnen lag. 2015 wurden an insgesamt sechs Orten bis zu einer Million Tonnen abgebaut.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Zahl der Unternehmen in der Kohleindustrie stieg von zwei auf 18. In die meisten von ihnen flossen in- und ausländische Investitionen von mehr als 50 Millionen US-Dollar.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/das-chatkal-tal-ein-kirgisisches-klondike-uber-bergbau-isolation-und-korruption/">Das Chatkal-Tal – ein „kirgisisches Klondike“: über Bergbau, Isolation und Korruption</a></strong></p>
<p style="text-align: justify;">2018 wurden 1,9 Millionen Tonnen Kohle abgebaut. Dies ist der höchste Wert in der Geschichte der tadschikischen Kohleindustrie. Im Vergleich zum Jahr 2000 erhöhte sich der Gesamtumfang um das 93-fache. Derzeit fördern an den acht Lagerstätten und Kohleschächten des Landes vier staatliche und sechs private Unternehmen im Tagebau und unter Tage.</p>
<p style="text-align: justify;">Gemäß dem neuesten Daten des Industrieministeriums zählen das Heizkraftwerk von Duschanbe (60 Prozent) und Industrieunternehmen (32,1 Prozent) zu den größten Kohleverbrauchern im Land. Die Bevölkerung verbraucht weitere 6 Prozent, staatliche Einrichtungen 1 Prozent. 0,9 Prozent gehen in den Export.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>ÖkologInnen mahnen zu Einhalt</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Tadschikische ÖkologInnen rufen hingegen die Regierung dazu auf, kurzfristige Wirtschaftsprobleme nicht mit Hilfe der Kohle zu lösen.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>„Die Regierung Tadschikistans beabsichtigt, bis 2020 das Niveau der Produktionskapazität in der Kohleindustrie auf ein Niveau zu erhöhen, das nicht nur den inländischen Bedarf deckt, sondern auch den Export von Kohle und Kohleerzeugnissen ins Ausland gewährleistet. Dies bedeutet eine Erhöhung der Kohleförderung um ein Vielfaches“</em>, heißt es in einer zuvor verbreiteten Erklärung verschiedener Umweltorganisationen des Landes.</p>
<p style="text-align: justify;">Die NGO-Netzwerke Tadschikistans erklären in Bezug auf den Klimawandel, dass <em>„Kohle der schmutzigste fossile Brennstoff und die klimaschädlichste Energiequelle“</em> sei. Sie merken an, dass die tadschikische Kohle zwar billig, ihre Qualität aber niedrig sei. Dies verstärke die negativen Folgen, die bei der Verbrennung für die Umwelt entstehen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/tadschikistan-die-zweite-turbine-des-rogun-wasserkraftwerks-geht-ans-netz/">Tadschikistan: Die zweite Turbine des Rogun-Kraftwerks geht ans Netz</a></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Laut den Daten von Umweltorganisationen spürt Tadschikistan schon jetzt die Folgen des Klimawandels. Es liege daher im Interesse der Republik, nicht nur auf strengere Ziele zur Reduzierung der globalen Treibhausgasemissionen zu bestehen, sondern auch alles zu tun, um den Klimawandel auf nationaler Ebene zu bekämpfen.</p>
<p style="text-align: justify;">Timur Idrisow von der Umweltorganisation „Kleine Welt“ meint, dass der Ausbau des Kohlesektors das Entstehen einer „grünen“ Wirtschaft im Land bremse. <em>„Die Republik wird die nächsten 30 bis 40 Jahre auf schmutzigen Brennstoff setzen. Die Kohle wird finanzielle Mittel abziehen, die für Projekte und Programme zur Energieeinsparung, zur Entwicklung alternativer Energiequellen und für andere «grüne» Initiativen eingesetzt werden könnten“</em>, meint der Ökologe abschließend.</p>
<p style="text-align: right;"><strong>Pajraw Tschorschanbajew für </strong><a href="https://asiaplustj.info/ru/news/tajikistan/economic/20190930/v-tadzhikistane-hotyat-uvelichit-dobichu-uglya-v-desyatki-raz-ekologi-prosyat-ne-toropitsya?tg_rhash=59df260525b319"><strong>Asia-Plus</strong></a></p>
<p style="text-align: right;"><strong>Aus dem Russischen von Robin Roth</strong></p>
<p><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/tadschikistan-moechte-die-kohlefoerderung-um-das-zehnfache-erhoehen/">Tadschikistan möchte die Kohleförderung um das Zehnfache erhöhen</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://novastan.org/de/tadschikistan/tadschikistan-moechte-die-kohlefoerderung-um-das-zehnfache-erhoehen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Schachtarbeiter</title>
		<link>https://novastan.org/de/bild-des-tages/schachtarbeiter-2/</link>
					<comments>https://novastan.org/de/bild-des-tages/schachtarbeiter-2/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Elliott Verdier]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Nov 2017 08:03:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bild des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Elliott Verdier]]></category>
		<category><![CDATA[Kohle]]></category>
		<category><![CDATA[Mailuu Suu]]></category>
		<category><![CDATA[Schacht]]></category>
		<category><![CDATA[Schachtarbeiter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://novastan.org/de/?p=11455</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ein Schachtarbeiter in Mailuu Suu, S&#xFC;dkirgistan. Foto: Elliott Verdier Hier geht&#x2019;s zu weiteren Bildern der Reihe. Hier findet ihr unsere Bilder des Tages.</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/bild-des-tages/schachtarbeiter-2/">Schachtarbeiter</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Schachtarbeiter in Mailuu Suu, Südkirgistan.</p>
<p><strong>Foto: <a href="http://elliottverdier.com/">Elliott Verdier</a></strong></p>
<p><a href="https://novastan.org/de/author/everdier/">Hier</a> geht&#8217;s zu weiteren Bildern der Reihe.</p>
<p><a href="https://novastan.org/de/bild-des-tages/">Hier</a> findet ihr unsere Bilder des Tages.</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/bild-des-tages/schachtarbeiter-2/">Schachtarbeiter</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://novastan.org/de/bild-des-tages/schachtarbeiter-2/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kohleladungen</title>
		<link>https://novastan.org/de/bild-des-tages/kohleladungen/</link>
					<comments>https://novastan.org/de/bild-des-tages/kohleladungen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Elliott Verdier]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Oct 2017 04:26:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bild des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Elliott Verdier]]></category>
		<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Kohle]]></category>
		<category><![CDATA[LkW]]></category>
		<category><![CDATA[Mine]]></category>
		<category><![CDATA[Porträt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://novastan.org/de/?p=11284</guid>

					<description><![CDATA[<p>Dieser LKW-Fahrer f&#xE4;hrt jeden Tag mehrere Kohleladungen von der Mine den schlammigen Weg herunter. Er selbst ist auch Schachtarbeiter. Foto: Elliott Verdier Hier geht&#x2019;s zu weiteren Bildern der Reihe. Hier findet ihr unsere Bilder des Tages.</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/bild-des-tages/kohleladungen/">Kohleladungen</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser LKW-Fahrer fährt jeden Tag mehrere Kohleladungen von der Mine den schlammigen Weg herunter. Er selbst ist auch Schachtarbeiter.</p>
<p><strong>Foto: <a href="http://elliottverdier.com/">Elliott Verdier</a></strong></p>
<p><a href="https://novastan.org/de/author/everdier/">Hier</a> geht&#8217;s zu weiteren Bildern der Reihe.</p>
<p><a href="https://novastan.org/de/bild-des-tages/">Hier</a> findet ihr unsere Bilder des Tages.</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/bild-des-tages/kohleladungen/">Kohleladungen</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://novastan.org/de/bild-des-tages/kohleladungen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kohlemine</title>
		<link>https://novastan.org/de/bild-des-tages/kohlemine/</link>
					<comments>https://novastan.org/de/bild-des-tages/kohlemine/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Elliott Verdier]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2017 03:50:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bild des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Elliott Verdier]]></category>
		<category><![CDATA[Kohle]]></category>
		<category><![CDATA[Mine]]></category>
		<category><![CDATA[Taschkömür]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://novastan.org/de/?p=11210</guid>

					<description><![CDATA[<p>Im Kohlevorkommen des s&#xFC;dkirgisischen Taschk&#xF6;m&#xFC;r. Foto: Elliott Verdier Hier geht&#x2019;s zu weiteren Bildern der Reihe. Hier findet ihr unsere Bilder des Tages.</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/bild-des-tages/kohlemine/">Kohlemine</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Kohlevorkommen des südkirgisischen <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Tashk%C3%B6m%C3%BCr">Taschkömür.</a></p>
<p><strong>Foto: <a href="http://elliottverdier.com/">Elliott Verdier</a></strong></p>
<p><a href="https://novastan.org/de/author/everdier/">Hier</a> geht&#8217;s zu weiteren Bildern der Reihe.</p>
<p><a href="https://novastan.org/de/bild-des-tages/">Hier</a> findet ihr unsere Bilder des Tages.</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/bild-des-tages/kohlemine/">Kohlemine</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://novastan.org/de/bild-des-tages/kohlemine/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
