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	<title>Gemeinschaft unabhängiger Staaten Archives</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
	<lastBuildDate>Thu, 23 Oct 2025 22:00:14 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Gemeinschaft unabhängiger Staaten Archives</title>
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		<title>Gipfel in Duschanbe: Zentralasiens Staatschefs treffen Wladimir Putin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Oct 2025 22:00:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Gemeinschaft Unabh&#xE4;ngiger Staaten (GUS) ist am 9. und 10. Oktober zum Gipfeltreffen in Duschanbe zusammengekommen. Direkt davor traf Wladimir Putin seine zentralasiatischen Amtskollegen im 5+1-Format. Angesichts des anhaltenden Krieges in der Ukraine bem&#xFC;ht sich der russische Pr&#xE4;sident um die uneingeschr&#xE4;nkte Zusammenarbeit der ehemaligen Sowjetrepubliken Zentralasiens. Letztere sind jedoch vorsichtig. Eine &#xFC;ppige Obstausstellung war angerichtet, [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) ist am 9. und 10. Oktober zum Gipfeltreffen in Duschanbe zusammengekommen. Direkt davor traf Wladimir Putin seine zentralasiatischen Amtskollegen im 5+1-Format. Angesichts des anhaltenden Krieges in der Ukraine bemüht sich der russische Präsident um die uneingeschränkte Zusammenarbeit der ehemaligen Sowjetrepubliken Zentralasiens. Letztere sind jedoch vorsichtig.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine üppige Obstausstellung war angerichtet, als die Staatsoberhäupter der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinschaft_Unabh%C3%A4ngiger_Staaten">Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS)</a> im <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Somon_Palace">Somon-Palast</a> in Tadschikistans Hauptstadt Duschanbe zusammenkamen, um am 25. Gipfeltreffen der Organisation teilzunehmen. Die GUS vereint neun der fünfzehn Staaten der ehemaligen UdSSR. Und so präsentierte sich Tadschikistans Präsident <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Emomalij_Rahmon">Emomali Rahmon</a> nicht nur neben Granatäpfeln und Wassermelonen, sondern auch mit seinen Amtskollegen, darunter Russlands Präsident Wladimir Putin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies ist keine Selbstverständlichkeit. Schließlich liegt gegen den russischen Präsidenten ein <a href="https://www.icc-cpi.int/news/situation-ukraine-icc-judges-issue-arrest-warrants-against-vladimir-vladimirovich-putin-and">Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH)</a> vor, dessen Mitglied Tadschikistan ist. Darüber hinaus haben die Beziehungen beider Staaten in letzter Zeit eine Phase diplomatischer Kälte erlebt, nachdem bei den <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/der-terroranschlag-bei-moskau-stellt-tadschikistan-vor-schwierige-entscheidungen/">Anschlägen in der Crocus City Hall</a> im März 2024 aus Tadschikistan stammende Terroristen 149 Menschen getötet und viele weitere verletzt hatten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/nach-terroranschlag-massive-anfeindungen-gegen-tadschikinnen-in-russland/"><strong>Nach Terroranschlag: Massive Anfeindungen gegen Tadschik:innen in Russland</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Folge kam es zu einem Anstieg der Gewalt gegen Migrant:innen aus Tadschikistan. Allerdings probiert das Land, die Spannungen abzubauen: Die Überweisungen, die tadschikische Arbeitskräfte aus Russland in die Heimat tätigen, sind für die tadschikische Wirtschaft von entscheidender Bedeutung. <a href="https://eurasianet.org/restrictions-discrimination-do-not-significantly-stem-tajik-migration-flow-to-russia">Fast die Hälfte des Bruttoinlandsprodukts (BIP)</a> hängt von diesen finanziellen Erträgen ab.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Russland stellt Bedingungen, ohne sie durchzusetzen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die scheinbare Gleichheit der neun GUS-Staaten (Russland, Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Kasachstan, Kirgistan, Usbekistan, Turkmenistan und Tadschikistan) sollte nicht täuschen. Alle sind ehemalige Sowjetrepubliken, und Moskau hat im Kaukasus und in Zentralasien seit langem einen starken Einfluss. Der Krieg in der Ukraine und die daraus resultierende internationale Isolation haben Russland jedoch stärker von seinen zentralasiatischen Nachbarn abhängig gemacht. Diese wiederum versuchen, sich zu entwickeln, ohne übermäßig von ihrem russischen Nachbarn abhängig zu sein.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Diese unterschiedlichen Perspektiven wurden während des Russland-Zentralasien-Gipfels, der am 9. Oktober unmittelbar vor dem GUS-Gipfeltreffen stattfand, ausgetauscht. Hierbei konnten die betroffenen Staaten ihre Handelsbilanzen und Zukunftsaussichten erörtern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wladimir Putin eröffnete das Treffen mit der Forderung nach einer stärkeren wirtschaftlichen Zusammenarbeit und wies darauf hin, dass die Handelsbilanz mit den zentralasiatischen Ländern im vergangenen Jahr 45 Milliarden US-Dollar erreicht habe. Ein <em>„gutes Ergebnis“</em>, das jedoch noch verbessert werden müsse, <a href="http://kremlin.ru/events/president/news/78180">so der russische Präsident</a>. Er wies darauf hin, dass der Handel mit Belarus im gleichen Zeitraum 50 Milliarden US-Dollar überschritten habe, obwohl das Land weniger bevölkerungsreich als die fünf zentralasiatischen Staaten sei.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Initiativen aus und für Zentralasien</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die zentralasiatischen Länder waren diesbezüglich eher zurückhaltend und stellten jeweils ihre eigenen Visionen und Initiativen vor. Kasachstan präsentierte Zahlen, die von denen Wladimir Putins abwichen. <a href="https://qazinform.com/news/kazakh-president-says-trade-with-russia-reaches-28bn-last-year-d8463e">Laut kasachstanischen Angaben</a> habe der Handel zwischen Russland und Zentralasien 50 Milliarden US-Dollar überschritten. Das Land schlägt deswegen ein Investitions- und Infrastrukturprojekt zur Stärkung des Nord-Süd-Korridors zwischen Russland und Kasachstan vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Usbekistans Präsident <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Shavkat_Mirziyoyev">Shavkat Mirziyoyev</a> regte hingegen die Einrichtung eines „<a href="https://www.uzdaily.uz/en/mirziyoyev-presents-comprehensive-initiative-package-to-strengthen-cooperation-between-central-asia-and-russia/">Koordinationsrates</a>“ auf Ebene der stellvertretenden Ministerpräsidenten der am Russland-Zentralasien-Gipfel beteiligten Länder an. Außerdem schlug er die Einrichtung eines <a href="https://daryo.uz/en/2025/10/10/uzbekistan-calls-for-deeper-practical-cooperation-as-cis-leaders-sign-agreements-in-dushanbe/">Zentrums für Industrietechnik</a> in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Buxoro">Buchara</a> vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/zweiter-china-zentralasien-gipfel-ein-reigen-an-handelsabkommen/"><strong>Zweiter China – Zentralasien – Gipfel: Ein Reigen an Handelsabkommen</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Was die GUS betrifft, einigten sich die Mitgliedsstaaten auf die Einrichtung eines „GUS+“-Formats. Die Einzelheiten zu dem von Kasachstan angeregten Format sind unklar, allerdings scheint der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Shanghaier_Organisation_für_Zusammenarbeit">Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit</a> ein Beobachterstatus gewährt zu werden. Die Tage des Austauschs endeten mit lächelnden Fotos und herzlichen Händedrücken zwischen den Staatschefs: Trotz aller Differenzen und Streitigkeiten bleibt Russland ein wichtiger Partner für diese Region.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Gaspart Barthélémy für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://novastan.org/fr/decryptage/a-douchanbe-vladimir-poutine-et-les-pays-dasie-centrale-ont-pose-leur-marques/"><strong>Französischen</strong></a><strong> (und überarbeitet) von Robin Roth</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
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		<title>Die unerwartete Rede des tadschikischen Präsidenten in Astana</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Nov 2022 18:29:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>W&#xE4;hrend des Gipfeltreffens der Gemeinschaft Unabh&#xE4;ngiger Staaten (GUS) kam es zum Eklat: Tadschikistans Staatspr&#xE4;sident Emomali Rahmon verurteilte den Umgang Russlands mit den L&#xE4;ndern Zentralasiens. Rahmons Rede markiert einen Paradigmenwechsel. Noch vor wenigen Jahren w&#xE4;re das unvorstellbar gewesen: Ein zentralasiatischer Regierungschef &#xFC;bt &#xF6;ffentlich Kritik an der Politik Wladimir Putins. Mit der Rede, die der tadschikische Staatspr&#xE4;sident [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Während des Gipfeltreffens der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinschaft_Unabh%C3%A4ngiger_Staaten" target="_blank" rel="noopener">Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS)</a> kam es zum Eklat: Tadschikistans Staatspräsident Emomali Rahmon verurteilte den Umgang Russlands mit den Ländern Zentralasiens. Rahmons Rede markiert einen Paradigmenwechsel.</strong>

Noch vor wenigen Jahren wäre das unvorstellbar gewesen: Ein zentralasiatischer Regierungschef übt öffentlich Kritik an der Politik Wladimir Putins. Mit der Rede, die der tadschikische Staatspräsident Emomali Rahmon am 14. Oktober während des Gipfeltreffens der GUS in der kasachstanischen Hauptstadt Astana gehalten hat, beginnt ein neues Kapitel in den Beziehungen zwischen Russland und Zentralasien.

Während seiner <a href="https://www.youtube.com/watch?v=k0plRt5-eUE&amp;ab_channel=AKIpressnews">Rede</a> wandte sich Rahmon direkt an Putin und beschuldigte ihn, die Interessen der zentralasiatischen Staaten außer Acht zu lassen: „<em>Ich war im Kongresspalast [des Kremls] als die Sowjetunion zusammengebrochen ist […]. Damals wie heute wurde den kleinen Republiken, den kleinen Staaten nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt</em>“. Die Ausnutzung der zentralasiatischen Länder als bloße Rohstoffquelle sei eine der Hauptursachen für den Zerfall der Sowjetunion gewesen, so Rahmon.

<strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/zentralasien-und-russland-eine-beziehung-im-wandel/">Zentralasien und Russland: Eine Beziehung im Wandel</a></strong>

Rahmons Rede wurde vom Wunsch nach Anerkennung und Respekt geleitet. Darüber hinaus lässt sie aber auch eine Sicht auf die Sowjetunion erkennen, die sich so gar nicht mit Putins nostalgischer Haltung deckt, für den das Ende der Sowjetunion in erster Linie eine Katastrophe darstellt. Rahmon kritisiert die historische Kontinuität: Am Verhältnis Russlands zu den zentralasiatischen Ländern habe sich seit dem Ende der Sowjetunion im Grunde nichts verändert. Tatsächlich wurden sie lange Zeit als Hinterhof Russlands betrachtet. Der Einfluss Russlands auf die lokalen Volkswirtschaften der Region war und ist immer noch sehr groß. Die engen Beziehungen führten dazu, dass sich die ehemaligen Sowjetrepubliken meist damit begnügten, den Vorgaben Moskaus Folge zu leisten.

</p>


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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Der Krieg in der Ukraine als Wendepunkt </strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Da die zentralasiatischen Staaten in vielerlei Hinsicht von Russland abhängig sind, haben sie stets eine vorsichtige Außenpolitik betrieben. Projekte, die den russischen Interessen zuwiderliefen, wurden meist vermieden, auch wenn die Zahl der Investitions- und Partnerschaftsangebote in der Region mit dem Auftreten von Akteuren wie China, Indien, der Türkei oder dem Iran stetig zunehmen. Selbst Vorhaben, die mit China im Rahmen der Neuen Seidenstraße ausgehandelt werden, müssen von Moskau gebilligt werden.

<strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/china-profitiert-in-zentralasien-von-der-isolation-russlands/">China profitiert in Zentralasien von der Isolation Russlands</a></strong>

Mit dem russischen Überfall auf die Ukraine vom 24. Februar dieses Jahres hat sich die Situation grundlegend verändert. Die taktischen und strategischen Niederlagen, die sich Russland mit seinem Angriffskrieg eingehandelt hat, lassen Zweifel an den Fähigkeiten des Landes aufkommen, in den nächsten Jahren großangelegte Projekte in Zentralasien durchführen zu können.
</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Die Abhängigkeit der zentralasiatischen Volkswirtschaften </strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Ökonomisch gesehen haben die Sanktionen, die gegen Russland wegen seiner Aggression in der Ukraine verhängt wurden, schwerwiegende Konsequenzen auch für die Volkswirtschaften Zentralasiens. Das Geld, das die rund vier Millionen zentralasiatischen Arbeitsmigranten aus Russland in ihre Heimatländer zurückschicken, macht nämlich einen erheblichen Anteil des lokalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus, wie die <a href="https://rovienna.iom.int/news/sanctions-russia-already-hitting-remittance-dependent-countries-central-asia">Internationale Organisation für Migration</a> (IOM) erläutert. Das gilt insbesondere für Kirgistan, Tadschikistan und Usbekistan, wo diese Zahlungen im Jahr 2020 31,1 Prozent, 26,7 Prozent beziehungsweise 11,6 Prozent des BIP betrugen.

</p>


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<p class="wp-block-paragraph">

Da es sich meist um unsichere Beschäftigungsverhältnisse handelt, sind die zentralasiatischen Arbeitsmigranten in Russland die ersten, die ihre Jobs verlieren. Laut IOM sind mit der Rückkehr von ungefähr 60.000 Tadschik:innen und 133.000 Usbek:innen in ihre Heimatländer im ersten Quartal des Jahres 2022, die wirtschaftlichen Folgen der Invasion bereits spürbar.

<strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/die-schwierige-situation-tadschikischer-arbeitsmigranten-in-russland/">Die schwierige Situation tadschikischer Arbeitsmigrant:innen in Russland&nbsp;</a></strong>

In den ökonomischen Folgen des Kriegs in der Ukraine für die tadschikische Wirtschaft ist somit eine der Hauptursachen für Rahmons Kritik an Putin zu sehen. Wenn er sagt: „<em>Wir haben immer die Interessen unseres wichtigsten strategischen Partners </em>[Russland] <em>respektiert. Wir wollen, dass man auch uns mit Respekt begegnet“</em>, dann prangert er die eigenmächtige Entscheidung Russlands an, die Ukraine überfallen zu haben, ohne sich Gedanken über die negativen Auswirkungen einer solchen Entscheidung auf die tadschikische Volkswirtschaft zu machen, obwohl es sich bei Tadschikistan doch angeblich um einen wichtigen Partner und Freund Moskaus handelt. <em>&nbsp;</em></p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Schrittweise Ablösung</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Die Rede Rahmons bereitet die Loslösung Tadschikistans von der russischen Wirtschaft vor. Indem der tadschikische Staatspräsident Distanz zu Putin schafft, gibt er der Welt zugleich zu verstehen, dass sein Land auf der Suche nach neuen strategischen Partnern und Geldgebern ist: „<em>Es ist nicht nötig, viel Geld </em>[in Tadschikistan] <em>zu investieren. Wladimir Wladimirowitsch </em>[Putin], <em>ich bitte Sie, sich gegenüber den Ländern Zentralasiens nicht so zu verhalten, als wären sie noch Teil der Sowjetunion.</em>“

Die Rede Rahmons ist dabei nur der Höhepunkt einer zunehmenden Distanzierung der zentralasiatischen Staaten angesichts der derzeitigen Schwäche Russlands – eine Tendenz, die vor allem bei Kasachstan seit Beginn des Kriegs in der Ukraine zu beobachten ist.

<strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/kasachstans-schrittweise-entfernung-von-russland/">Kasachstans schrittweise Entfernung von Russland</a></strong>

Andere Akteure in der Region profitieren von der neuen Situation. <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/china-profitiert-in-zentralasien-von-der-isolation-russlands/">China versucht</a> bereits, die aktuellen Ereignisse zu nutzen, um sich tiefer in Zentralasien zu verankern. Damit gefährdet es aber die langjährige Freundschaft zu Russland.

Man sollte nicht vergessen, dass diese Dynamiken das geopolitische Gleichgewicht in der Region stören und zu neuen Konflikten führen können. Zentralasien befindet sich in einer entscheidenden Phase: Noch ist unklar, wie das geopolitische Umfeld der Region in den kommenden Jahren aussehen wird und wer den Platz einnimmt, den Russland verlässt.
</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Maxime Delaye</strong><strong>, Redakteur für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://novastan.org/fr/tadjikistan/au-sommet-dastana-le-discours-choc-du-president-tadjik-emomali-rahmon/">Französischen</a> von <a href="https://novastan.org/de/author/lkuehne/">Lucas Kühne</a></strong></p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph"><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
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