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	<title>gregoired, Author at Novastan Deutsch</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
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	<title>gregoired, Author at Novastan Deutsch</title>
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		<title>Kirgistan: Das Salz des Lebens in Tschong-Tus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[gregoired]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Apr 2018 05:19:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Fotoreportage]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Salzmine]]></category>
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		<category><![CDATA[Tschong-Tus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Kirgistan, versteckt im tiefsten Inneren des Gebirges, befindet sich ein einzigartiger, unerwarteter Ort: Die Salzmine Tschong-Tus, seit dem Ende der Sowjetunion 1991 in ein Sanatorium umgewandelt. Zuerst biegt man ins Kotchkor-Tal ein, s&#xFC;d&#xF6;stlich von der kirgisischen Hauptstadt Bischkek, dann Richtung Westen, am kleinen Ort K&#xF6;k-Dschar vorbei, bevor man nach S&#xFC;den abbiegt. Dort, am K&#xF6;k-Tu-Pass, [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>In Kirgistan, versteckt im tiefsten Inneren des Gebirges, befindet sich ein einzigartiger, unerwarteter Ort: Die Salzmine Tschong-Tus, seit dem Ende der Sowjetunion 1991 in ein Sanatorium umgewandelt. </strong></p>
<p style="text-align: justify">Zuerst biegt man ins Kotchkor-Tal ein, südöstlich von der kirgisischen Hauptstadt Bischkek, dann Richtung Westen, am kleinen Ort Kök-Dschar vorbei, bevor man nach Süden abbiegt. Dort, am Kök-Tu-Pass, auf 2500 Metern Höhe, erscheinen die Berghänge, weiß und kreidig, als wären sie aus Kalk – nicht etwa wegen plötzlichen Schneefalls, sondern aufgrund von Salzablagerungen.</p>
<p style="text-align: justify">Wir befinden uns am Eingang einer Natriummine, oberhalb des abgelegenen Ortes Tschong-Tus, eröffnet durch die Sowjetregierung Anfang der 1950er Jahre. Der Abbau hat seit 1991 stark abgenommen, auch wenn immer noch punktuelle Förderungen in Höhe von 50 Tonnen pro Jahr stattfinden. Seit 1983 fungiert die Mine deshalb in erster Linie als Sanatorium zur Heilung von Atemwegserkrankungen.</p>
<figure id="attachment_13572" aria-describedby="caption-attachment-13572" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-13572" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image2-2-1024x683.jpg" alt="Billard im Sanatorium der Salzmine von Tschong Tus" width="1024" height="683" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image2-2-1024x683.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image2-2-1024x683-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image2-2-1024x683-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image2-2-1024x683-128x86.jpg 128w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-13572" class="wp-caption-text">Die Salzmine wurde zum Sanatorium gemacht, in dem den Patienten mitunter ein Billard zur Verfügung steht</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify">Man betritt sie durch einen winzigen, in den Berg gehauenen Eingang, bevor man ein Labyrinth von engen Räumen betritt, die noch an die Struktur des Minenkomplexes erinnern. Wir treffen auf drei „Patient*innen“, das Gesicht eingefallen, die in einem Nebenraum Billard spielen. Es ist kalt hier, zwischen acht und sechs Grad Celsius, und die Gänge schlecht beleuchtet. Sie führen zu großräumigen Hohlräumen – alte Nischen von der Salzförderung. Hier beginnt das Sanatorium mit seinen 120 Zimmern, die direkt in die Wände gegraben sind.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Ein Sanatorium in der Salzmine</strong></p>
<p style="text-align: justify">Jedes Jahr – im Frühling und im Sommer – kommen etwa 500 Patient*innen hierher, um verschiedene Krankheiten behandeln zu lassen: Bronchitis, Lungenentzündung, Asthma, Rheuma, Luftröhren- oder Schilddrüsenkrebs sowie verschiedene chronische Atemwegsentzündungen. Die meisten dieser Patient*innen sind ehemalige Minenarbeiter*innen oder Arbeiter*innen aus der gesamten ehemaligen UdSSR.</p>
<figure id="attachment_13573" aria-describedby="caption-attachment-13573" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="size-full wp-image-13573" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image3-1-1024x683.jpg" alt="Zimmer im Sanatorium Tschong Tus in Kirgistan" width="1024" height="683" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image3-1-1024x683.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image3-1-1024x683-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image3-1-1024x683-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image3-1-1024x683-128x86.jpg 128w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-13573" class="wp-caption-text">Ein in das Salz gegrabene Zimmer des Sanatoriums</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify">In den Verwaltungsbüros zeigt man stolz die Übersicht über die Herkunftsorte der Patient*innen des Sanatoriums: Staatsbürger*innen aus Kasachstan, Russland und Tadschikistan, andere aus dem Kaukasus. Diese Menschen haben normalerweise nicht die finanziellen Möglichkeiten, eine langzeitliche medizinische Behandlung zu erhalten. Hier finden sie – dank der Salzminen – natürliche Bedingungen vor, um ihre Erkrankungen zu heilen oder zu lindern. Hier leben, essen, schlafen, unterhalten sie sich, umgeben von jodhaltiger Luft.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-13574" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image4-1-1024x683.jpg" alt="" width="1024" height="683" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image4-1-1024x683.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image4-1-1024x683-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image4-1-1024x683-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image4-1-1024x683-128x86.jpg 128w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p style="text-align: justify">In der Mine kommen auf einen Kubikmeter Luft zwischen 4.000 und 6.000 Ionen Jod – in bestimmten Räumen wie etwa dem Restaurant bis zu 11.000 Ionen. Die Kuren dauern bis zu einem Monat, meist aber etwa zwei Wochen,, unter der Überwachung eines Arztes und drei Pflegekräften, die von „Zimmer“ zu „Zimmer“ gehen.  Das Mineralsalz ist bekannt für seine heilende Wirkung gegen bestimmte Atemwegserkrankungen – es lindert die Symptome, indem es die betroffenen Schleimhäute reinigt, desinfiziert und heilt. Nach nur 15 Minuten in der Mine kann man bereits spüren, wie sich das Salz in den Schleimhäuten des Rachens und der Zunge festsetzt. Die Heilungswahrscheinlichkeit bei Asthma und Bronchitis beträgt um die 90%.</p>
<figure id="attachment_13575" aria-describedby="caption-attachment-13575" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-13575" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image5-1024x683.jpg" alt="Ein Patient im Sanatorium von Tschong-Tus" width="1024" height="683" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image5-1024x683.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image5-1024x683-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image5-1024x683-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image5-1024x683-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-13575" class="wp-caption-text">Ein Patient der Salzmine liest die Zeitung</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify">Demgegenüber hat die jodhaltige Luft keinen Effekt auf Lungenkrankheiten wie Tuberkulose, die in Kirgistan immer noch weit verbreitet sind. Was Verhaltensregeln in der Mine angeht, gibt es nur eine einzige strikte Regel: Parfum oder Deodorant in den Zimmern zu versprühen, ist verboten.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Ein Mikrokosmos unter der Erdoberfläche</strong></p>
<p style="text-align: justify">„Generell ist die Stimmung hier angenehm“, erzählt ein Patient – Asamat, ein Kirgise aus Bischkek, der hierhergekommen ist, um seine chronische Bronchitis zu behandeln. „Man schließt Freundschaften, schaut Filme, spielt Tischtennis, Schach, Karten… Wenn ich wieder gehe, geht es meiner Gesundheit besser, aber wegen der Luftverschmutzung durch Kohle und den Autoverkehr in Bischkek verschlechtert sie sich dann wieder. Ich habe nicht das nötige Geld, um umzuziehen.“ Inmitten der Berge von Tschong-Tus, unter der Erdoberfläche und inmitten der Gänge einer quasi stillgelegten Mine, ist also ein wahrer Mikrokosmos entstanden. Einige Förderwagen hört man noch mühevoll fahren.</p>
<figure id="attachment_13576" aria-describedby="caption-attachment-13576" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-13576" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image6-1024x683.jpg" alt="Tischtennis Platten im Sanatorium Tschong Tus" width="1024" height="683" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image6-1024x683.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image6-1024x683-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image6-1024x683-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image6-1024x683-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-13576" class="wp-caption-text">Tischtennis spielen in salziger Umgebung</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify">Unter den Räumen des Sanatoriums findet man Hohlräume, die in einen Billardraum umgewandelt sind, in einen Tischtennisraum, ein Restaurant, einen Gebetsraum für Muslim*innen und einen „Raum der Geister“ an einer unterirdischen Quelle, wo ein Schamane seine Patient*innen empfängt. Die Überlegung, ein Kino in einer Höhle einzurichten, wird gerade von der Leitung der Salzmine geprüft, die darum bemüht ist, den Ort weiterzuentwickeln.</p>
<figure id="attachment_13577" aria-describedby="caption-attachment-13577" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-13577" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image7-1024x683.jpg" alt="Überreste der Salzmine von Tschong-Tus Kirgistan" width="1024" height="683" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image7-1024x683.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image7-1024x683-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image7-1024x683-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image7-1024x683-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-13577" class="wp-caption-text">Überreste der Salzmine von Tschong-Tus</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify">Die Bewohner*innen  des Tals von Tschong-Tus nennen die Patient*innen “Menschen der Nacht“ – nicht selten sieht man die Jugendlichen aus den Dörfern in der Salzmine am Billard- oder Tischtennistisch. Die Leitung des Sanatoriums versucht, die Natriumkuren im Ausland – in Europa und in den USA – bekannter zu machen und so ein neues Kapitel in der Geschichte der Mine zu schreiben.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Grégoire Domenach<br />
Journalist für Novastan et Schriftsteller</strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Französischen von Annkatrin Müller</strong></p>
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		<title>Der Admiral von Balyktschy</title>
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		<dc:creator><![CDATA[gregoired]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 May 2017 16:45:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bild des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Balyktschy]]></category>
		<category><![CDATA[Boris Wassiljewitsch Tschumakow]]></category>
		<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der 80-j&#xE4;hrige Kapit&#xE4;n Boris Wassiljewitsch Tschumakow empf&#xE4;ngt uns in seiner Uniform am Eingang des Hafens. Er ist eine kleine Ber&#xFC;hmtheit in Balyktschy und wird von den st&#xE4;dtischen Funktion&#xE4;ren gerne &#x201E;der Admiral&#x201C; genannt. Dieser Seeman ist im Jahr 1936 in Kasachstan geboren, also in der schwierigen Zeit der kollektivisierung von Land und Vieh in Zentralasien. Tschumakow [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der 80-jährige Kapitän Boris Wassiljewitsch Tschumakow empfängt uns in seiner Uniform am Eingang des Hafens. Er ist eine kleine Berühmtheit in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Balyktschy">Balyktschy</a> und wird von den städtischen Funktionären gerne &#8222;der Admiral&#8220; genannt.</p>
<p>Dieser Seeman ist im Jahr 1936 in Kasachstan geboren, also in der schwierigen Zeit der kollektivisierung von Land und Vieh in Zentralasien. Tschumakow wurde in die angesehenen Seekriegsakademie von Sankt-Petersburg zugelassen und trat nach seinem Militärdienst in Rostow-am-Don der Handelsmarine bei. Er arbeitete eie Zeit lang als Marineoffizier in Odessa, in der Ukraine, und wurde 1971 nach Balyktschy versetzt.  Seitdem ist er für die Verwaltung des Hafens und der Seefahrt auf dem Issikkölsee verantwortlich und bildet die kirgisischen Matrosen aus.</p>
<p><strong>Foto : <a href="https://www.instagram.com/elliott.verdier/">Elliott Verdier</a></strong></p>
<p><strong>Text : Grégoire Domenach, übersetzt bei Florian Coppenrath</strong></p>
<p>Findet alle unsere Bilder des Tages <a href="https://novastan.org/de/bild-des-tages/">hier</a>.</p>
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		<title>Einweihung der Universität Zentralasiens in Naryn</title>
		<link>https://novastan.org/de/kirgistan/a-naryn-linauguration-de-luniversite-dasie-centrale/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[gregoired]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Oct 2016 04:54:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Naryn]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>
		<category><![CDATA[University of Central Asia]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Er&#xF6;ffnung der Universit&#xE4;t Zentralasiens (UCA) am Mittwoch, den 19. Oktober, in Naryn (Kirgistan) setzte ein starkes Zeichen. Das Datum markiert die Er&#xF6;ffnung des ersten von drei vorgesehenen Campusse auf einem Gel&#xE4;nde von 14 000 Quadratmetern f&#xFC;r die Aufnahme von 150 derzeit eingeschriebenen Studierenden. Die Unterrichtsr&#xE4;ume, Bibliothek, Labor, Studentenwohnheime, B&#xFC;ros f&#xFC;r die Verwaltung: die UCA [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><em><strong>Die Eröffnung der Universität Zentralasiens (UCA) am Mittwoch, den 19. Oktober, in Naryn (Kirgistan) setzte ein starkes Zeichen. Das Datum markiert die Eröffnung des ersten von drei vorgesehenen Campusse auf einem Gelände von 14 000 Quadratmetern für die Aufnahme von 150 derzeit eingeschriebenen Studierenden. Die Unterrichtsräume, Bibliothek, Labor, Studentenwohnheime, Büros für die Verwaltung: die UCA weist alle Merkmale einer ambitionierten Universität auf. </strong></em></p>
<p style="text-align: justify">Anlässlich dieser Veranstaltung erschienen der geistliche Führer der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ismailiten_(Schia)">Ismailiten</a>, <a href="http://www.akdn.org/gallery/his-highness-aga-khan-kyrgyz-republic">Karim Aga Khan IV</a>., sowie der kirgisische Premierminister Sooronbay Jeenbekow und der Gouverneur der Provinz Naryn, Amanbai Kayipov. Zuvor hatte der geistliche Führer der Ismailiten Aga Khan die angesehene Medaille des Ordens der Danaker vom Präsidenten der Kirgisischen Republik erhalten.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Die Zusammenarbeit dreier Länder&#8230;</strong></p>
<p style="text-align: justify">Zunächst zielt der Lehrplan der <a href="http://www.ucentralasia.org/">Universität Zentralasiens </a>darauf ab, Studenten mit unterschiedlichen Hintergründen – Kirgisen, Kasachen, Tadschiken, Afghanen und Pakistani – auszubilden, wobei die englische Sprache dominieren wird. Die Philosophie der Universität ist vor allem darauf ausgerichtet, das Studienniveau für die jungen Zentralasiaten anzuheben und ihnen Abschlüsse von hoher Qualität zu ermöglichen. Auf politischer Ebene gilt es, die drei Bildungsministerien der entsprechenden Trägerländer des Projekts, Kirgistan, Kasachstan und Tadschikistan, zusammenzuführen. Keine einfache Aufgabe, wenn man die Spannungen an den Grenzen sowie die Rivalitäten, die zwischen diesen Ländern bestehen, betrachtet: Gründe, aus denen Usbekistan nicht an diesem akademischen Abenteuer teilnimmt.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>…als Fundament für ein nachbarschaftliches Projekt</strong></p>
<p style="text-align: justify">Der Schlüssel zum Erfolg liegt vor allem in der Fähigkeit des Aga Khan Development Networks (AKDN), eine philanthropische Stiftung, die als vierter Spieler in dem Projekt Zugang zu den verschiedenen Protagonisten im Prozess hat. <em>„Diese Universität ist essenziell für uns</em>&#8222;, teilt Altaaf Hasham, Verantwortlicher des Programms in der Vertretung des AKDN in Bischkek, mit. „<em>Sie symbolisiert, was wir für Zentralasien hinsichtlich Erfahrung, Bildung und sozialen Fortschritts leisten können: eine Universität, die sich dem Ziel widmet, junge Zentralasiaten zu Weltakteuren von morgen zu machen. Bildung stellt eine Priorität des AKDN dar, da wir überzeugt sind, dass eine bessere Zukunft hier nicht ohne mehr Intelligenz, eine bessere Ausbildung, die Entwicklung neuer Kompetenzen und vor allem bessere Kenntnis der Nachbarn möglich ist. An der UCA werden die Studierenden sich mit der Kultur des Nachbarn konfrontiert sehen, und somit auch mit der eigenen.</em></p>
<figure id="attachment_6500" aria-describedby="caption-attachment-6500" style="width: 960px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6500 size-full" src="https://novastan.org/fr/wp-content/uploads/sites/4/2016/10/a.jpg" alt="La première promotion de l'UCA lors de l'inauguration..." width="960" height="720" /><figcaption id="caption-attachment-6500" class="wp-caption-text">Der erste Jahrgang der University of Central Asia</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify"><strong>Ein strategischer und historischer Standort </strong></p>
<p style="text-align: justify">Die Universität Zentralasiens weist über ihre pädagogischen Ambitionen hinaus eine überraschende Originalität aus: ihr Niederlassungsort in Kirgistan. Nicht in Bischkek, der Hauptstadt, sondern in Naryn, einer kleinen Bergstadt der gleichnamigen Oblast (Region), an einer Schnittstelle von Migrationsbewegungen und einer sich im Wandel befindlichen ländlichen Welt. Dies ist auch eine historische Entscheidung, da sich Naryn auf der legendären Seidenstraße befand. Dies folgt der Logik des Aga Khan Development Networks, gegen den Strom zu schwimmen und statt großer urbaner Zentren auf die Qualitäten der Provinz zu setzen.. „<em>Naryn ist eine starke Wahl&#8220; </em>, bestätigt Altaaf Hasham, <em>&#8222;es ist auf eine gewisse Weise ein Glücksspiel. Das Gebirge ist eine Umgebung, die nicht nur in unserer Kultur dominierend ist, aber ebenso auch ein Ort, der fürchterlich geschwächt durch die Klimaerwärmung ist. Wir wollen, dass unsere zukünftigen Studierenden die Bedeutung der Erhaltung unserer Umwelt verstehen, dass sie die Herausforderungen, die an Wasser und Natur gebunden sind, verstehen. Naryn verkörperte einst einen strategischen Ort.“ </em></p>
<p style="text-align: justify">Die UCA will die kulturellen Vorzüge Zentralasiens aus der Perspektive wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung und durch die Ausbildung englischsprachiger Studierender fördern. Sobald die beiden anderen Campusse ins Leben gerufen werden, einer im kasachischen Tekeli, und der andere in Khorog in Tadschikistan, wird die UCA 1200 Studierende ausbilden. Bis dahin präsentiert der Bergcampus – auf mehr als 2000 Höhenmetern gelegen – alle Qualitäten einer Hochschule…</p>
<p style="text-align: right"><em><strong>Grégoire Domenach, Redakteur von Novastan.org</strong></em></p>
<p style="text-align: right"><strong><em>Übersetzt aus dem Französischen von Agnes Lüdicke</em></strong></p>
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