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	<title>Erneuerbare Energie Archives</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
	<lastBuildDate>Wed, 28 Feb 2024 18:36:56 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Erneuerbare Energie Archives</title>
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		<title>Entwicklung erneuerbarer Energien in Kasachstan – ein Interview mit Ainur Sospanova</title>
		<link>https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/entwicklung-erneuerbarer-energien-in-kasachstan-ein-interview-mit-ainur-sospanova/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Feb 2024 17:41:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt & Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Ainur Sospanova]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Erneuerbare Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>NACHHALTIGES ZENTRALASIEN. Ainur Sospanova von der Qazaq Green Association spricht &#xFC;ber erneuerbare Energien in einem Land, dessen Wirtschaft lange fast ausschlie&#xDF;lich auf die &#xD6;l- und Erdgasindustrie setzte. Kasachstan war das erste Land in Zentralasien, das erneuerbare Energiequellen entwickelte. Seitdem sind mehr als zehn Jahre vergangen. Welche Errungenschaften Kasachstans in Bezug auf die Entwicklung erneuerbarer Energien [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>NACHHALTIGES ZENTRALASIEN</strong>. <strong>Ainur Sospanova von der Qazaq Green Association spricht über erneuerbare Energien in einem Land, dessen Wirtschaft lange fast ausschließlich auf die Öl- und Erdgasindustrie setzte.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kasachstan war das erste Land in Zentralasien, das erneuerbare Energiequellen entwickelte. Seitdem sind mehr als zehn Jahre vergangen. Welche Errungenschaften Kasachstans in Bezug auf die Entwicklung erneuerbarer Energien in diesen Jahren würden Sie als besonders wichtig bezeichnen?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Als wichtigste Errungenschaft betrachte ich die Verabschiedung des Gesetzes „Über die Unterstützung der Nutzung erneuerbarer Energiequellen“ im Jahr 2009, das die Grundlage für die Entwicklung der erneuerbaren Energien gelegt und den Sektor grundlegend verändert hat. Damals gab es weder ein Verständnis für die wirtschaftlichen Aspekte des Modells noch der Auswirkungen auf Energie und Umwelt. Heute haben wir ein Gesetz über erneuerbare Energien, Verträge und ein System für den Kauf und Verkauf von Strom, einen einzigen Abnehmer und vor allem Tarife, zu denen Strom aus erneuerbaren Energien gekauft wird. Diese werden jährlich indexiert, was für Investierende sehr wichtig ist. Mit anderen Worten, es gibt ein System, das von den großen Finanzinstituten wie auch von den Investierenden akzeptiert wird.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus haben wir bis Ende 2020 unser Ziel erreicht: einen Anteil von drei Prozent erneuerbarer Energien an der Gesamtenergiebilanz des Landes. Wir haben Investoren gezeigt, dass alle Prozesse in Kasachstan transparent und nachvollziehbar sind, das Korruptions- und die großen Investitionsrisiken wurden reduziert. Der zweite Punkt ist, dass mit der erfolgreichen Umsetzung von Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien mehr und mehr Investoren Kasachstan als attraktives Ziel für ihre Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien betrachten. Große Unternehmen wie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/TotalEnergies">Total</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/ACWA_Power">ACWA Power</a>, <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Masdar">Masdar</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/China_Power_International_Development">China Power</a> wären nicht nach Kasachstan gekommen, wenn der Markt noch nicht ausgereift wäre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch für mich persönlich als Expertin ist der Einstieg von Ölgesellschaften in den EE-Sektor in Kasachstan ein Erfolg. In den Jahren 2013 und 2014 gab es kein Interesse an erneuerbaren Energien. Heute konzentrieren sich alle großen Öl- und Gasunternehmen in Kasachstan, darunter <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/North_Caspian_Operating_Company">NCOC</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/KazMunayGas">KazMunayGaz</a>, Total, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Eni_(Unternehmen)">Eni</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Chevron_Corporation">Chevron</a>, auf die Umsetzung einer kohlenstoffarmen Strategie. Einige haben bereits Portfolios mit erfolgreich umgesetzten Projekten – zum Beispiel Eni und Total. Andere schmieden Pläne für die Zukunft. Das ist ein großer Schritt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vor welchen Herausforderungen steht Kasachstan derzeit in der weiteren Entwicklung erneuerbarer Energien und der Dekarbonisierung der Wirtschaft im Allgemeinen?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Als die Strategie zur Erreichung der Kohlenstoffneutralität bis 2060 entwickelt wurde, war ich als Expertin Teil der Arbeitsgruppe. Natürlich ist die Tatsache, dass es ein solches Dokument gibt, bereits ein großer Erfolg für Kasachstan. Doch leider enthält das verabschiedete Dokument keine Indikatoren. Meiner Meinung nach muss die Strategie für jeden der Sektoren verfeinert und Wege zur Dekarbonisierung der Wirtschaft gefunden werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/die-rolle-erneuerbarer-energien-in-zentralasien/">Die Rolle erneuerbarer Energien in Zentralasien</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Einer der wirksamen Mechanismen ist, die direkte Verbrennung von Kohlenwasserstoffen in der Industrie zu reduzieren und die Prozesse wo möglich zu elektrifizieren. Und natürlich sind neue Technologien wichtig – wie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Carbon_Capture_and_Utilization">CCU</a>s, die Wasserstoff als alternativen Kraftstoff nutzen. Aber ich würde sagen, dass die Wirtschaftlichkeit der grünen Wasserstoffproduktion in Kasachstan noch unklar ist. Dies gilt etwa für die Verfügbarkeit von Wasser für die Elektrolyse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die kommenden Jahrzehnte in Kasachstan werden von großen Veränderungen im Energiesektor geprägt sein, ob wir das wollen oder nicht. Nicht nur die Technologie wird sich ändern, sondern auch der Markt. Der Ausgleichsstrommarkt, der in Kasachstan am 1. Juli 2023 eingeführt wurde, wird sich auf die Strominfrastruktur auswirken, insbesondere im Hinblick auf den wachsenden Anteil der erneuerbaren Energien. Ja, die Verbrauchertarife werden unweigerlich steigen, aber es ist unmöglich, die Tarife ständig unter Kontrolle zu halten, ohne die bestehende Infrastruktur zu modernisieren. Wenn sich das Energiesystem Kasachstans entwickeln und an die neuen Herausforderungen anpassen soll, führt an einer Erhöhung der Verbrauchertarife kein Weg vorbei.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sie stehen am Anfang der Entwicklung der erneuerbaren Energien in Kasachstan. Welche Faktoren können Ihrer Meinung nach dazu beitragen, die Unterstützung für die Energiewende sowohl in der breiten Öffentlichkeit als auch im Energiesektor zu stärken? Können Sie Beispiele aus Ihrer eigenen Erfahrung nennen?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich arbeite seit 2009 im Bereich der erneuerbaren Energien. Meiner Meinung nach hat sich die Einstellung gegenüber erneuerbaren Energien und der Energiewende in den letzten 14 Jahren deutlich verbessert. Früher haben die Entscheidungstragenden die Bedeutung der erneuerbaren Energiequellen nicht verstanden und waren manchmal sogar gegen ihre Entwicklung. Heute gibt es viele öffentliche Vereinigungen, die sich für eine grüne Zukunft einsetzen. Studierende und Schulkinder sind sich des Klimawandels bereits bewusst und fördern diese Ideen in ihren Familien. Es ist klar, dass das vor allem in den Großstädten ein Thema ist. Aber ich denke, dass die Menschen in ländlichen Gebieten, wo Anlagen für erneuerbare Energien entwickelt werden, konkrete Vorteile für sich selbst sehen. Das öffentliche Bewusstsein ändert sich also allmählich, und dieser Prozess wird sich noch verstärken – vielleicht nicht so rasch wie in Europa, aber trotzdem.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="590" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2024/02/The_Yryskeldi_Qazhy_Mosque_in_Kazakhtan_s_capital_Astana_is_almost_energy_self-sufficient-1024x590.jpg" alt="" class="wp-image-38503" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2024/02/The_Yryskeldi_Qazhy_Mosque_in_Kazakhtan_s_capital_Astana_is_almost_energy_self-sufficient-1024x590.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2024/02/The_Yryskeldi_Qazhy_Mosque_in_Kazakhtan_s_capital_Astana_is_almost_energy_self-sufficient-300x173.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2024/02/The_Yryskeldi_Qazhy_Mosque_in_Kazakhtan_s_capital_Astana_is_almost_energy_self-sufficient-768x443.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2024/02/The_Yryskeldi_Qazhy_Mosque_in_Kazakhtan_s_capital_Astana_is_almost_energy_self-sufficient.jpg 1444w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Yryskeldi Qajy Moschee in Kasachstans Hauptstadt Astana ist in Sachen Energie fast autark</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der zweite Punkt ist die Neuausrichtung des Fachwissens. Ich denke, dass Berufe im Zusammenhang mit Kohlenwasserstoffen weniger werden, da sich immer mehr Menschen für nachhaltige, „grüne“ Berufe entscheiden werden. Es gibt bereits positive Entwicklungen. In Aktau wird etwa gemeinsam mit Deutschland eine technische Universität eröffnet. Die Öluniversität in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Atyrau">Atyrau</a>, die traditionell Ölfachleute ausbildete, bietet nun Masterstudiengänge für nachhaltige Entwicklung an. Universitäten, die sich bisher mit reiner Energietechnik befasst haben, wie die Universität für Energietechnik und Kommunikation in Almaty, die Eurasische Nationale Universität und die Agraruniversität, bilden jetzt Personal für den Bereich erneuerbare Energien aus. Wir sehen eine allmähliche Umorientierung hin zu grünen Berufen. Es ist auch wichtig, dass sowohl kleine und mittelständische Unternehmen und Haushalte Zugang zu Wissen über die Nutzung erneuerbarer Energien für ihren Bedarf haben. Solche Kurse sind im Entstehen. Unser Verband hat kürzlich die Qazaq Green RES-Schule eröffnet. Wir haben bereits die ersten Kurse durchgeführt und sehen Interesse an dem Thema.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist auch wichtig zu bedenken, dass in Kasachstan die Trends von oben gesetzt werden. Unser Präsident (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qassym-Schomart_Toqajew">Qasym-Jomart Toqaev</a>, Anm. d. Red.) unterstützt die grüne Agenda, weshalb sich die Einstellung von <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Akim">Akims</a>, Ministern und anderen Entscheidungstragenden allmählich ändert. Das System zur Förderung erneuerbarer Energien wird verbessert, woran unser Qazaq-Verband große Verdienste trägt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sie haben kürzlich an der Studienreise nach Deutschland zum Thema Living Labs für die Energiewende teilgenommen. Wie groß ist Ihrer Meinung nach dessen Potenzial für die Beschleunigung der Energiewende in Kasachstan und in der gesamten zentralasiatischen Region?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist eine sehr effektive Maßnahme, um den umfassenden deutschen Ansatz zur Energiewende zu demonstrieren. Ich habe den Eindruck, dass sich das ganze Land auf die Energiewende vorbereitet, von Handwerksberufen – Elektrikerinnen, Installateure – bis hin zu den Bundesministerien. Alle begreifen, dass die Energiewende unausweichlich ist und bei allen Aspekten der Arbeit berücksichtigt werden muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/was-bremst-die-entwicklung-der-grunen-energie-in-kasachstan/">Was bremst die Entwicklung der „grünen“ Energie in Kasachstan?</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In unserem Fall müssen wir jedoch diejenigen Berufe schulen, um geeignete Technologien für den Klimawandel nutzen zu können. Ihr Dienstleistungsangebot sollte auch wasser- und energiesparende Technologien umfassen. Wenn unsere Technikleute anfangen umzudenken, werden wir auch Veränderungen auf der Ebene der Haushalte, einzelner Unternehmen und Gemeinden beobachten. Das haben wir in den Living Labs in Deutschland gezeigt. Es ist sehr wichtig, eine gemeinsame Sprache zu finden, nicht nur mit Fachleuten, sondern auch mit normalen Menschen, die daran interessiert sind, weniger für Tarife auszugeben. Wir müssen mit ihnen in einer Sprache sprechen, die sie verstehen, und ihnen erklären, dass man mit teureren, grünen Technologien in Zukunft Geld und Ressourcen sparen kann. Ich glaube, dass der mehrstufige und systematische Ansatz, der uns in den Living Labs vorgestellt wurde, der Schlüssel dazu ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Dieses Interview ist im Rahmen einer Studienreise zentralasiatischer Expertinnen und Experten nach Deutschland&nbsp;im Juni 2023 entstanden. Die Studienreise zum Thema Reallabore der Nachhaltigkeit und Energiewende wurde von der Organisation SPCE Hub und der Intersectoral School of Governance Baden-Württemberg (ISoG BW) durchgeführt. Das Projekt wurde vom Deutschen Akademischen Austausch Dienst (DAAD) mit Mitteln des Auswärtigen Amtes gefördert.</em></strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Das Interview führte Yana Zabanova</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem Englischen von Michèle Häfliger</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Newsletter: Wenn Gesellschaftskritik für Musiker zur Gefahr wird😷</title>
		<link>https://novastan.org/de/newsletter/newsletter-wenn-gesellschaftskritik-fuer-musiker-zur-gefahr-wird%f0%9f%98%b7/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Julius Bauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Sep 2019 16:56:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Newsletter]]></category>
		<category><![CDATA[Baumwolle]]></category>
		<category><![CDATA[Erneuerbare Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaftskritik]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzkonflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserkraft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit Zentralasien durch die Woche &#x2013; herzlich willkommen in unserem w&#xF6;chentlichen Newsletter! Wir vom deutschen Redaktionsteam freuen uns jederzeit &#xFC;ber eure Reklamationen, Artikelideen oder Anregungen an:&#xA0;redaktion@novastan.org&#xA0; Viel Spa&#xDF; beim Lesen! Euer Julius Artikel der Woche &#x201E;Frohe Nachricht&#x201C;: Die S&#xE4;ngerin Zere hat einen neuen Clip ver&#xF6;ffentlicht&#xA0; Am 14. September erschien mit S&#xFC;j&#xFC;ntsch&#xFC; (Kirgisisch f&#xFC;r &#x201E;Gute Nachricht&#x201C;, [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<table cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td class="td1" valign="top">
<p class="p1"><span class="s1"><b>Mit Zentralasien durch die Woche – herzlich willkommen in unserem wöchentlichen Newsletter!</b></span></p>
<p class="p3"><span class="s1">Wir vom deutschen Redaktionsteam freuen uns jederzeit über eure Reklamationen, Artikelideen oder Anregungen an: <a href="mailto:redaktion@novastan.org"><span class="s2">redaktion@novastan.org</span></a></span><span class="s1"> </span></p>
<p class="p4"><span class="s1">Viel Spaß beim Lesen!</span></p>
<p class="p4"><span class="s1">Euer Julius</span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h1>Artikel der Woche</h1>
<p><figure id="attachment_18013" aria-describedby="caption-attachment-18013" style="width: 999px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="size-full wp-image-18013" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/09/Zere-Suyunchu.png" alt="Zere Asylbek Suyunchu" width="999" height="562" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/09/Zere-Suyunchu.png 999w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/09/Zere-Suyunchu-300x169.png 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/09/Zere-Suyunchu-768x432.png 768w" sizes="(max-width: 999px) 100vw, 999px" /><figcaption id="caption-attachment-18013" class="wp-caption-text">Der Videoclip von Süjüntschü spielt eine Gerichtsverhandlung</figcaption></figure></p>
<table cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td class="td1" valign="top">
<p class="p1" style="text-align: center"><strong><span class="s1"><a href="https://novastan.us4.list-manage.com/track/click?u=6a15a2256d412b041fdec39e8&amp;id=557000140a&amp;e=1c35c6346b">„Frohe Nachricht“: Die Sängerin Zere hat einen neuen Clip veröffentlicht</a></span><span class="s2"> </span></strong></p>
<p class="p3" style="text-align: left"><span class="s2">Am 14. September erschien mit <b>Süjüntschü</b> (<b>Kirgisisch für „Gute Nachricht“</b>, bzw. ein Geschenk zum Anlass einer guten Nachricht) das <b>zweite Musikvideo </b>der jungen <b>Bischkeker Sängerin Zere Asylbek</b>. Ein Jahr zuvor hatte Zere mit ihrem ersten<b> Stück „</b><a href="https://novastan.us4.list-manage.com/track/click?u=6a15a2256d412b041fdec39e8&amp;id=1ce312f4ac&amp;e=1c35c6346b"><span class="s3">Kyz</span></a><b>“ (Mädchen)</b> für <b>Aufsehen</b> gesorgt und eine gesellschaftliche Debatte über die <b>Ungleichheit</b> von <b>Männern und Frauen</b> ausgelöst.</span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-18076" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/09/Politik-Small.jpg" alt="" width="800" height="100" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/09/Politik-Small.jpg 800w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/09/Politik-Small-300x38.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/09/Politik-Small-768x96.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></p>
<table cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td class="td1" valign="top">
<p class="p1" style="text-align: center"><span class="s1"><a href="https://novastan.us4.list-manage.com/track/click?u=6a15a2256d412b041fdec39e8&amp;id=07e9e1a16e&amp;e=1c35c6346b"><b>Warum die Konflikte an der tadschikisch-kirgisischen Grenze kein Ende nehmen</b></a></span></p>
<p class="p3" style="text-align: left"><span class="s2">Obwohl die <b>Präsidenten Tadschikistans und Kirgistans</b> <b>bereit</b> sind, die <b>Grenzstreitigkeiten</b> zwischen ihren Ländern <b>mit diplomatischen Mitteln</b> zu <b>lösen</b>, forderte der Konflikt <b>zuletzt wieder vier Tote</b>.</span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-17767" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/07/Wirtschaft-Small.jpg" alt="" width="800" height="100" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/07/Wirtschaft-Small.jpg 800w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/07/Wirtschaft-Small-300x38.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/07/Wirtschaft-Small-768x96.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<table cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td class="td1" valign="top">
<p class="p1" style="text-align: center"><strong><span class="s1"><a href="https://novastan.us4.list-manage.com/track/click?u=6a15a2256d412b041fdec39e8&amp;id=5990207c8f&amp;e=1c35c6346b">Tadschikistan: Die zweite Turbine des Rogun-Wasserkraftwerks geht ans Netz</a></span></strong></p>
<p class="p3" style="text-align: left"><span class="s2">Fast <b>ein Jahr nach</b> der <b>Inbetriebnahme</b> seiner <b>ersten Turbine</b> und mit fünf Monaten Verspätung verfügt das <b>Rogun-Wasserkraftwerk</b> über eine <b>zweite funktionsbereite Turbine</b>. Nach seiner Fertigstellung soll Rogun über den <b>höchsten Staudamm der Welt</b> verfügen und das <b>leistungsstärkste Wasserkraftwerk</b> in <b>Zentralasien</b> sein.</span></p>
<p class="p4" style="text-align: center"><strong><span class="s1"><a href="https://novastan.us4.list-manage.com/track/click?u=6a15a2256d412b041fdec39e8&amp;id=25a4bd9fad&amp;e=1c35c6346b">Der Iran nähert sich Usbekistan an</a></span></strong></p>
<p class="p3" style="text-align: left"><span class="s2">Der <b>Iran</b> wurde <b>2018</b> zum <b>größten Importeur usbekischer Baumwollfasern</b>. Doch auch in <b>anderen Bereichen nähert</b> sich die Islamische Republik an die <b>zentralasiatischen Staaten an</b>.</span></p>
<p class="p4" style="text-align: center"><span class="s1"><a href="https://novastan.us4.list-manage.com/track/click?u=6a15a2256d412b041fdec39e8&amp;id=44e0f5f8c1&amp;e=1c35c6346b"><b>Samarkand: Anzahl an Pensionen vervierfacht sich innerhalb eines halben Jahres</b></a></span></p>
<p class="p3" style="text-align: left"><span class="s2">Laut Angaben des <b>Departments für Tourismusentwicklung </b>des Gebiets <b>Samarkand</b> ist die <b>Anzahl an Pensionen</b> in der alten Seidenstraßen-Stadt in der <b>ersten Jahreshälfte um das 4-fache gestiegen</b>.</span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-18077" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/09/Kultur-Small.jpg" alt="" width="800" height="100" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/09/Kultur-Small.jpg 800w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/09/Kultur-Small-300x38.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/09/Kultur-Small-768x96.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></p>
<table cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td class="td1" valign="top">
<p class="p1" style="text-align: center"><span class="s1"><a href="https://novastan.us4.list-manage.com/track/click?u=6a15a2256d412b041fdec39e8&amp;id=30e960fbd6&amp;e=1c35c6346b"><b>Architekten über die unbeliebtesten Gebäude in Almaty</b></a></span></p>
<p class="p3" style="text-align: left"><span class="s2">Ein<b> Stück Kreml</b>, der rekonstruierte <b>Palast der Republik</b> und die <b>McDonald’s-Filiale</b> auf dem Gelände eines Kinos… <a href="https://novastan.us4.list-manage.com/track/click?u=6a15a2256d412b041fdec39e8&amp;id=c69590bb06&amp;e=1c35c6346b"><span class="s3">The Village</span></a> sprach mit Architekten und Einwohnern über die <b>unbeliebtesten Gebäude Almatys</b>.</span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-17579" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/07/Presse-Small.jpg" alt="" width="800" height="100" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/07/Presse-Small.jpg 800w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/07/Presse-Small-300x38.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/07/Presse-Small-768x96.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></p>
<p class="p1"><span class="s1"><a href="https://novastan.us4.list-manage.com/track/click?u=6a15a2256d412b041fdec39e8&amp;id=d4b69dd551&amp;e=1c35c6346b">deutschlandfunk.de</a></span><span class="s2">  und die <a href="https://novastan.us4.list-manage.com/track/click?u=6a15a2256d412b041fdec39e8&amp;id=528b202136&amp;e=1c35c6346b"><span class="s1">Neue Zürcher Zeitung</span></a> berichten über ein von <b>Russland</b> in <b>Zentralasien</b> mit <b>130.000 Soldaten</b> abgehaltenes <b>Militärmanöver</b>.</span></p>
<p class="p3"><span class="s2">Auch <a href="https://novastan.us4.list-manage.com/track/click?u=6a15a2256d412b041fdec39e8&amp;id=146309e807&amp;e=1c35c6346b"><span class="s1">orf.at</span></a> sowie die <a href="https://novastan.us4.list-manage.com/track/click?u=6a15a2256d412b041fdec39e8&amp;id=025e1c861e&amp;e=1c35c6346b"><span class="s1">Saarbrücker Zeitung </span></a>berichte über den <b>Grenzkonflikt</b> zwischen <b>Tadschikistan</b> und <b>Kirgistan</b>, der jüngst <b>4 Menschen</b> das <b>Leben gekostet</b> hat.</span></p>
<p class="p3"><span class="s2">Die <b>Ringerin Anna Schell </b>konnte sich bei der WM im Ringen in <b>Kasachstan</b> für die <b>Olympischen Spiele</b> in <b>Tokio</b> nächstes Jahr <b>qualifizieren</b>, schreibt <a href="https://novastan.us4.list-manage.com/track/click?u=6a15a2256d412b041fdec39e8&amp;id=c1d898e27b&amp;e=1c35c6346b"><span class="s1">Spiegel Online</span></a>.</span></p>
<p class="p3"><span class="s2">Die <a href="https://novastan.us4.list-manage.com/track/click?u=6a15a2256d412b041fdec39e8&amp;id=a4662a33b0&amp;e=1c35c6346b"><span class="s1">Berner Zeitung</span></a> mit einem ausführlichen Artikel über <b>Usbekistans</b> <b>Entwicklung der letzten Jahre</b>.</span></p>
<p><strong><span class="s1">Für den Newsletter per Mail könnt ihr Euch <a href="https://novastan.us4.list-manage.com/track/click?u=6a15a2256d412b041fdec39e8&amp;id=7d3ab0b513&amp;e=fae1c46b4f"><span class="s2">hier </span></a>anmelden. Den bekommt ihr dann jede Woche zugesandt. </span></strong></p>
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		<title>Unter der usbekischen Sonne: Wie Usbekistan versucht, alternative Energiequellen zu entwickeln</title>
		<link>https://novastan.org/de/usbekistan/unter-der-usbekischen-sonne-wie-usbekistan-versucht-alternative-energiequellen-zu-entwickeln/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Annkatrin Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Mar 2018 17:41:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Erneuerbare Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit seiner gro&#xDF;en Sonneneinstrahlung k&#xF6;nnte Usbekistan eine zentrale Rolle in der Solarenergie und erneuerbaren Energien im Allgemeinen spielen. Doch trotz der offiziell bekundeten politischen Bereitschaft gibt es bisher nur wenig konkrete Projekte und das Land bleibt weiterhin stark abh&#xE4;ngig von Erdgas. Novastan analysiert die usbekischen Ziele im Bereich der erneuerbaren Energien auf der Grundlage eines [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Mit seiner großen Sonneneinstrahlung könnte Usbekistan eine zentrale Rolle in der Solarenergie und erneuerbaren Energien im Allgemeinen spielen. Doch trotz der offiziell bekundeten politischen Bereitschaft gibt es bisher nur wenig konkrete Projekte und das Land bleibt weiterhin stark abhängig von Erdgas. </strong></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Novastan analysiert die usbekischen Ziele im Bereich der erneuerbaren Energien auf der Grundlage eines Artikels von <a href="http://caa-network.org/archives/7061">Central Asian Analytical Network</a>.</strong></p>
<p style="text-align: justify">Usbekistan strebt ernsthaft den Ausbau von alternativen Energiequellen an. Derzeit beträgt der Anteil an Erdgas an der gesamten <a href="https://www.globallegalinsights.com/practice-areas/energy-laws-and-regulations/uzbekistan">Energieproduktion </a>des Landes 88,5%, die übrigen 11,5% entfallen auf Wasserkraft. Oberstes Ziel ist es, eine größere Vielfalt an Stromerzeugungsquellen zu schaffen. Das Land verliert Geld, indem es Gas verbraucht, das es ebenso nach China oder Russland exportieren könnte, um notwendige Devisen zu bekommen, die die zweitgrößte Wirtschaft Zentralasiens benötigt.</p>
<p style="text-align: justify">Bis 2030 soll die Nachfrage an Elektrizität bei konstantem Wirtschaftswachstum um 25% steigen. Das bedeutet, dass eine deutliche Steigerung der Produktionsleistung notwendig ist.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Offen bekundeter politischer Wille, erneuerbare Energien voranzutreiben<br />
</strong>Die Versuche der usbekischen Regierung, die Entwicklung erneuerbarer Energien voranzutreiben, fügen sich in einen Kontext der notwendigen Diversifikation von Energiequellen ein. Der ehemalige usbekische Präsident, Islam Karimow, bekräftigte bereits 2013 beim asiatischen Gipfel zu Solarenergie sein Bestreben, Usbekistan in Richtung des Ausbaus der erneuerbaren Energien zu führen.<strong><br />
</strong></p>
<p><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/die-rolle-erneuerbarer-energien-in-zentralasien/">Die Rolle erneuerbarer Energien in Zentralasien</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Anfang April 2017 eröffnete Usbekistan ein Solarkraftwerk – das größte der gesamten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinschaft_Unabh%C3%A4ngiger_Staaten">Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS)</a>. Die Anlage mit einer Leistung von 1,2 MW wurde mit Hilfe der Firma „Enesol“ aus den Vereinigten Arabischen Emiraten gebaut. Das neue Kraftwerk soll Strom <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Kandym%E2%80%93Khausak%E2%80%93Shady%E2%80%93Kungrad_project">für ein Erdgasfeld und für die Infrastruktur</a> der russischen Firma Lukoil liefern, die sich im Gebiet Kandym in der Region <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Buxoro">Buchara </a>befinden – einem Gebiet, weit abgelegen vom Stromnetz. „<em>Die Leistung des Solarkraftwerks reicht, um ein Gebiet von 15.000 Einwohner*innen ohne Unterbrechungen mit Strom zu versorgen</em>“, betonte die Firma „Enesol“ gegenüber usbekischen Medien. Dennoch ist dieses Projekt eine Ausnahme: Die Nutzung alternativer Energiequellen in Usbekistan ist momentan noch zu vernachlässigen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Usbekistan – ein großes Potenzial für erneuerbare Energien<br />
</strong>Die jährlichen Kapazitäten an Solarenergie in Usbekistan, wo es jährlich mehr als 320 Sonnentage gibt, belaufen sich auf über 51 Milliarden Tonnen Öleinheiten (MTEP). Das würde den Einsatz von Solarenergie in größerem Maßstab und mit unterschiedlichen Verwendungszwecken ermöglichen: Strom, Warmwasser, Beheizung, Entsalzung von Wasser und Betrieb von Brunnen, Trocknung von Früchten und Gemüse und vieles mehr.</p>
<p style="text-align: justify">Außer seinem Reichtum an natürlichen Ressourcen verfügt Usbekistan auch gleichzeitig über ein großes menschliches Potenzial, mit wissenschaftlichem und technischem Personal, das sich um weitere Experimente bemüht und bereits seit Sowjetzeiten über Erfahrung im Ingenieurswesen und in der Nutzbarmachung von Solarenergie verfügt.</p>
<p><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/usbekistan-wie-zulfija-mamadaliew-ihre-stadt-mit-energie-versorgt/">Usbekistan: Wie Zulfija Mamadaliew ihre Stadt mit Energie versorgt</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Bereits in den 1980er Jahren wurde von der Akademie der Wissenschaften der Republik Usbekistan nicht weit von Taschkent ein Zentrum für experimentelle Forschung und Produktion eingerichtet – das sogenannte &#8222;Physik der Sonne&#8220;. Es verfügt über einen <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Solar_furnace_of_Uzbekistan">Sonnenofen </a>und ein thermodynamisches Sonnenkraftwerk mit einer Leistung von 1 MW, das die Verarbeitung von reinen Materialien für die Weltraumindustrie, die Durchführung von Forschungsvorhaben und von thermischen Versuchen ermöglicht.</p>
<p style="text-align: justify">Auf dieser Grundlage wurde <a href="https://www.adb.org/news/adb-helps-uzbekistan-establish-solar-energy-institute">in Kooperation mit der Asiatischen Entwicklungsbank</a> 2003 das <a href="http://www.isei.uz/?lang=en">Internationale Zentrum für Solarenergie Taschkent</a> gegründet. Diese wissenschaftliche Institution hat es sich zum Ziel gemacht, die Technologie im Bereich der Solarenergie weiterzuentwickeln und aus Usbekistan ein Wissenszentrum in diesem Bereich zu machen. Tatsächlich sind die usbekischen Behörden nicht nur darauf bedacht, in den Ausbau der Kapazitäten der Solarproduktion zu investieren, sondern vor allem, diesen Wirtschaftszweig im Allgemeinen auszubauen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Zahlreiche Versuche, ausländische Investoren in diesem Sektor anzulocken<br />
</strong>Usbekistan versucht gleichzeitig, Investments für die Herstellung von Teilen für die Herstellung von Solar-Photovoltaik-Panels anzuziehen. 2012 nahm <a href="http://www.interpv.net/company/company_view.asp?code=239&amp;page=1&amp;part_code=04">die südkoreanische Firma „Neoplant“</a> ein <a href="https://www.uzdaily.com/articles-id-9252.htm">Werk zur Herstellung von Silizium</a> mit einer Kapazität von 12.000 Tonnen pro Jahr in Betrieb. Der Bau einer zweiten Maschine zur Silizium-Herstellung mit einer Kapazität von 5.000 Tonnen pro Jahr wurde ebenfalls bereits begonnen – in einem speziellen Industriegebiet in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Angren_(Usbekistan)">Angren</a>, im Osten des Landes, mit Beteiligung der südkoreanischen Firma „Shindong Enerkom“. Diese Maschine beschränkt sich allerdings vor allem auf den Abbau und die Raffination von Silizium, das anschließend exportiert wird.</p>
<p style="text-align: justify">2013 erklärte die chinesische Firma „<a href="https://www.timesca.com/index.php/news/10678-chinas-suntech-power-to-set-up-solar-panel-production-in-uzbekistan">China Suntech Power Holding Co</a>“ den Beginn der Produktion von Photovoltaik-Panels in der Wirtschafts- und Industrieregion Navoi im Zentrum des Landes. Im gleichen Jahr wurden in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jizzax">Jizzax</a> von einem Joint Venture zwischen China und Usbekistan die <a href="https://en.trend.az/business/economy/2308952.html">Grundsteine für ein Werk zur Herstellung von Wärme-Sonnenkollektoren</a> mit einer jährlichen Kapazität von 50 Millionen Einheiten gelegt. Diese Initiativen scheinen allerdings keine großen wirtschaftlichen Absatzgebiete zu haben. Seit ihren Inbetriebsetzungen gibt es keine Informationen mehr über ihre Aktivitäten.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Große öffentliche Projekte (noch) ohne Erfolg<br />
</strong>Dem Bau eines Photovoltaik-Kraftwerks mit einer Kapazität von 100 MW in der Region Samarkand wurde 2013 dank eines Kredits der Asiatischen Entwicklungsbank zugestimmt. Eigentlich könnte es das Vorzeigeprojekt in der Verwirklichung der Regierungsstrategie im Bereich der Solarenergie sein. Doch seine Durchführung scheint immer noch an einem toten Punkt zu stehen und macht so die Schwierigkeiten deutlich, über die politischen Ansagen hinauszugehen, um die Bedingungen für die tatsächliche Produktion von Energie zu schaffen.</p>
<p style="text-align: justify">Sonnen- und Windkraftwerke mit vergleichbaren Kapazitäten von bis zu 100 MW sollten bis 2020 auch in den Regionen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Provinz_Surxondaryo">Surxondaryo</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Provinz_Namangan">Namangan</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Provinz_Navoiy">Navoiy</a> entstehen, dank der Finanzierungen von internationalen Finanzinstitutionen nach dem <a href="http://central.asia-news.com/en_GB/articles/cnmi_ca/features/2017/06/13/feature-01">letzten Präsidialdekret im Juni 2017</a>.</p>
<p><figure id="attachment_13139" aria-describedby="caption-attachment-13139" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-13139" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/03/unnamed-1-1024x768.jpg" alt="Sonnen, Energie, Usbekistan" width="1024" height="768" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/03/unnamed-1-1024x768.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/03/unnamed-1-300x225.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/03/unnamed-1-768x576.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/03/unnamed-1-800x600.jpg 800w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/03/unnamed-1-1300x975.jpg 1300w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-13139" class="wp-caption-text">Das Schild weist auf den (nicht realisierten) Bau eines Photovoltaik-Kraftwerks mit einer Leistung von 100 MW in Samarkand durch die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) hin.</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify">Parallel zur Schaffung neuer Kapazitäten plant die Regierung, die potentielle Nutzung von erneuerbaren Energien weiterzuentwickeln. Dementsprechend ist der serienmäßige Bau von Öko-Energiehäusern, die Solarenergie nutzen, in den ländlichen Regionen geplant, ebenso wie die Ausstattung von Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen mit Sonnenkollektoren. In den kommenden Jahren sieht sie usbekisch Regierung vor, 1300 Schulen, vor allem in abgelegenen Regionen, mit Sonnenkollektoren auszustatten. Mehr als 600 Gesundheitseinrichtungen in ländlichen Regionen sollen mit Photovoltaik-Panels und Solarboilern ausgestattet werden.</p>
<p style="text-align: justify">Der „Strategie für kohlenstoffarme Entwicklung der Republik Usbekistan“ zufolge sollen die Kapazitäten der Sonnenkraftwerke im Land bis 2030 zwei Gigawatt (GW) betragen, was die Produktion von 5 Milliarden Kilowattstunden (KWh) elektrischer Energie sichern soll. Außerdem plant der Staat, die Leistung von Wasserkraft, die Biogasanlagen und Windanlagen zu vermehren. 2015 stimmte die Regierung einem Programm für die Entwicklung von Wasserkraft für den Zeitraum von 2016 bis 2020 zu, das mit 889,4 Millionen Dollar finanziert wird und 2017 quasi identisch erneuert wurde. In Anbetracht der besorgniserregenden Abnutzung der existierenden Energieinfrastruktur konzentriert man sich nun auf ihre Modernisierung.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Strukturelle Probleme bleiben ungelöst<br />
</strong>Roman Zakhidov, Forscher im Labors des Instituts für Energie und Mechanik an der usbekischen Akademie der Wissenschaften, zufolge macht die Vorherrschaft von Gas im Energiemix das Land verwundbar. „<em>Wir müssen Prinzipien einführen, die helfen, die energetische Unabhängigkeit unseres Langes zu festigen. Diese Prinzipien sind sehr einfach: Diversifizierung der Energiequellen, Steigerung des Anteils an Kohle, hydroenergetischen Ressourcen und erneuerbaren Energien, und die Weichen für eine energieeffiziente Wirtschaft stellen</em>“.</p>
<p style="text-align: justify">Um seine Elektrizität zu erzeugen benutzt Usbekistan weiterhin die traditionellen Wasser- und Heizkraftwerke, die noch aus Sowjetzeiten stammen. Obwohl die Regierung früher behauptete, 90% des Landes seien elektrifiziert und es gebe keine Stromlücken, hat Präsident <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/wer-ist-der-neue-praesident-usbekistans/">Schawkat Mirsijojew</a> seit seinem <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/usbekische-praesidentschaftswahlen-mirsijojew-mit-8861-der-stimmen-gewaehlt/">Amtsantritt </a>2016 eingeräumt, dass es <a href="https://www.gazeta.uz/ru/2018/01/09/energy/">selbst in der Region Taschkent</a> Stromengpässe gibt. In den Regionen. vor allem im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ferghanatal">Ferghanatal</a>, in den Regionen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Provinz_Qashqadaryo">Qashqadaryo</a>, Surxondaryo, Samarkand und Buchara, sind viele Familien von regelmäßigen Stromausfällen betroffen. Diese Stromausfälle sind ein ernsthaftes Problem für die usbekische Wirtschaft. Die Stromerzeugung kommt nicht hinterher, obwohl sie von Jahr zu Jahr <a href="https://www.gazeta.uz/ru/2018/01/12/energy/">steigt</a>.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>15 bis 20% Energieverlust<br />
</strong>Momentan wird Solarenergie in Usbekistan hauptsächlich für den industriellen Bedarf verwendet, nicht für den häuslichen Gebrauch. Somit scheint eine allgemeine Einrichtung von alternativen Energien auf dem gesamten Staatsgebiet trotz großen Potenzials und politischer Bereitschaft noch weit entfernt.</p>
<p><figure id="attachment_13140" aria-describedby="caption-attachment-13140" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-13140" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/03/IMG_0825-1024x768.jpg" alt="Sonnen, Energie, Usbekistan" width="1024" height="768" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/03/IMG_0825.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/03/IMG_0825-300x225.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/03/IMG_0825-768x576.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/03/IMG_0825-800x600.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-13140" class="wp-caption-text">Dieser Sonnenofen wurde in Zeiten der Sowjetunion entworfen, funktioniert aber auch heute noch.</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify">Trotz der Energieintensität des BIP von Usbekistan, entweder der totale Energieverbrauch pro BIP-Einheit oder mehr als 0,98 bis 0,48 Tonnen Erdöl pro Million Dollar (tep/M$) seit 2000, sie übersteigt das zwei- oder dreifache den weltweiten Mittelwert von 0,2 tep/M$. Daher ist eines der Hauptziele der usbekischen Wirtschaftsreform, die Effizient der Nutzung von fossilen Energieressourcen zu erhöhen.</p>
<p style="text-align: justify">Tatsächlich verkündete Schawkat Mirsijojew im Dezember 2017, dass er vor dem Ausbau der erneuerbaren Energien das Problem der überholten Infrastrukturen im Energiesektor lösen wolle, gerade in Hinblick auf die Stromversorgungsnetze, die <a href="http://www.press-service.uz/ru/lists/view/1371">15 bis 20% des Verlusts</a> von produzierter Energie verursachen. Die Verluste im Laufe des gesamten Prozesses, von der Stromerzeugung zum Endverbraucher, lägen insgesamt ungefähr bei 27% der Energie, die von Uzbekenergo, der nationalen Produktions- und Distributionsfirma, produziert wird. Würden diese Verluste reduziert, bräuchte man bis 2030 keine neuen Produktionsmöglichkeiten.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Die mühsame Reform des Energiesektors<br />
</strong>Trotz der Ankündigungen von Reformen und Projekten finden zurzeit keine konkreten Veränderungen statt, die für eine Änderung der Rechtsvorschriften notwendig wären. Der Entwurf für ein Gesetz zu alternativen Energiequellen wurde noch nicht angenommen, ebenso wenig wie ein langfristiger Plan zur Entwicklung von alternativen Energien, der das Fundament für dieses Gesetzt bilden soll.</p>
<p style="text-align: justify">2016 erklärte der Akademiker Roman Zakhidov in einer Rede, dass die Abgeordneten des nationalen Parlaments zögern, das Gesetzt „Zu den erneuerbaren Energien“ anzunehmen. „<em>Dieses Gesetz fault schon viel zu lange in der hintersten Ecke des Parlaments vor sich hin. Ich verstehe diese Trägheit nicht. Viele Länder haben bereits zwei oder drei Gesetze und viele Änderungsanträge zu diesem Thema verabschiedet, beispielsweise unsere kasachischen Nachbarn.</em>“ Kasachstan hat gerade erst einen Vertrag mit einem französischen Unternehmen unterzeichnet, um das <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/ein-franzosisches-unternehmen-baut-solaranlagen-in-kasachstan/">erste Photovoltaik-Kraftwerk</a> im Land und in ganz Zentralasien zu bauen.</p>
<p style="text-align: justify">Doch neben der Gesetzgebung zu erneuerbaren Energien wird auch der gesamte Energiesektor reformiert werden, wie Schawkat Mirsijojev am 22. Dezember <a href="http://www.press-service.uz/ru/lists/view/1371">in seiner Rede</a> an das Parlament verkündete. Der Präsident möchte eine konkrete Strategie entwickeln, ineffiziente und nicht rentable Unternehmen privatisieren, das Monopol von Uzbekenergo durchbrechen, ein wettbewerbsfreudiges Umfeld im Energiebereich schaffen, die Nutzung von erneuerbaren Energien fördern und nicht zuletzt zu Mechanismen zur Finanzierung durch den Produktionsmarkt mit einer großen Beteiligung des privaten Sektors übergehen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Ein besonders reglemenierter Sektor<br />
</strong>Doch um diese Ziele erreich zu können, müssten zunächst vor allem die Regulationen vereinfacht werden, die bis heute ein großes Hindernis für die Entwicklung des Sektors durch die Marktmechanismen darstellt. Es gibt derzeit vier Rechtsverordnungen, zwanzig Präsidialdekrete und vierzig Ministerkabinettsbeschlüsse, die den Elektrizitätssektor in Usbekistan regulieren. Die Komplexität dieser Regulationen und ihrer Strukturen hängt mit dem Fehlen von Transparenz in Hinblick auf die Mechanismen von Verkauf, Transmission und Kauf von Elektrizität zusammen, zumal nicht einmal der Kodex des Stromnetzes öffentlich einsehbar ist.</p>
<p style="text-align: justify">Obwohl der Präsident ebenfalls den Aufbau eines Portals für Investments im Internet angekündigt hat, das lokalen und ausländischen Investoren die notwendigen statistischen Daten liefern soll und die lokalen Bedingungen für Investitionen erläutern soll, bleibt das System momentan sehr verschlossen und intransparent, was nicht dazu beiträgt, ausländische Investoren für einen so kapitalintensiven Sektor wie den Energiesektor anzuwerben.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Ist Uzbekenergo geschwächt?<br />
</strong>Uzbekenergo ist ein staatliches Unternehmen und besitzt das Monopol auf die Produktion, die Transmission und die Distribution von Strom in Usbekistan seit seiner Unabhängigkeit. Internationalen Geldgebern zufolge soll Uzbekenergo zahlungsunfähig sein, so groß sollen die Schulden des Unternehmens sein. Diese Situation ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Strompreise nicht einmal die laufenden Kosten des Unternehmens abdecken können, obwohl sie <a href="https://www.gazeta.uz/ru/2018/01/11/tariffs/">seit 1. April 2018</a> gestiegen sind. Uzbekenergo steht außerdem unter Druck, in Projekte zu investieren, die wenig rentabel sind, wie der Präsident letzten Januar in Bezug auf den Bau des Heizkraftwerks in Navoiy betonte. Das Heizkraftwerk produzierte viel zu billigen Strom und senkte dadurch den Gewinn des staatlichen Unternehmens, das wiederum das Darlehen an das japanische Unternehmen Mitsubishi zurückzahlen musste, das das Kraftwerk gebaut hatte.</p>
<p style="text-align: justify">Das Ziel des Präsidenten ist es, Uzbekenergo abzusägen. <a href="https://energyjobslist.com/index.php/en/energy-industry-news/hydro-energy-news/3651-uzbekistan-s-hydropower-development-program-plans-to-build-42-power-plants">Bereits im Mai 2017</a> wurde mit der Gründung des Unternehmens <a href="https://en.trend.az/casia/uzbekistan/2757080.html">UzbekHydroEnergo</a>, das die gesamten Wasserkraftanlagen des Landes besitzt, damit begonnen. Uzbekenergo ist vor allem ein Koloss, der mehr als 20 Branchen und Filialen besitzt, die gegensätzliche Funktionen vereinen, die des Regulators und die des Marktteilnehmers.</p>
<p><figure id="attachment_13141" aria-describedby="caption-attachment-13141" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-13141" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/03/3552548786_d7d6987b45_o-1024x683.jpg" alt="Sonnen, Energie" width="1024" height="683" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/03/3552548786_d7d6987b45_o-1024x683.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/03/3552548786_d7d6987b45_o-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/03/3552548786_d7d6987b45_o-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/03/3552548786_d7d6987b45_o-1300x866.jpg 1300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/03/3552548786_d7d6987b45_o-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-13141" class="wp-caption-text">Eingang zu einem Erdöl- und Gasförderungsunternehmen in Buchara in Usbekistan.</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify">Das staatliche Unternehmen scheint mehr damit beschäftigt zu sein, das veraltete sowjetische System aufrecht zu erhalten, als zu versuchen, rationale und für das Unternehmen rentable Maßnahmen zu ergreifen. Das zeigt sich auch durch den Mangel an qualifiziertem und jungem Personal, was insbesondere auf sehr niedrige Löhne zurückzuführen ist. Die Standards, was Buchhaltung und Statistik angehet, sind ebenfalls ein großes Problem, das ein klares Bild von Zustand des Unternehmens verhindert, verbunden mit einer Kultur von Geheimnissen in einem Sektor, der als strategisch angesehen wird.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Uzbekenergo – Opfer einer Schuldenspirale<br />
</strong>Die unbezahlten Stromrechnungen der großen öffentlichen usbekischen Unternehmen stehen gleichermaßen am Anfang der Zahlungsunfähigkeit von Uzbekenergo, gemeinsam mit dem Phänomen einer Schuldenspirale Uzbekenergo konnte oft seine Lieferanten nicht bezahlen (UzbekUgol, UzbekNeftgaz), diese können im Umkehrschluss nicht den Strom bezahlen, den ihnen Uzbekenergo für ihre Produktion in Rechnung stellt.</p>
<p style="text-align: justify">Diese Situation führt im Endeffekt zu einem System von Preisnachlässen bei den Strom-, Kohle- oder Gaskosten, was den Komplex noch verschuldeter und fragil werden lässt. Heutzutage nimmt Uzbekenergo keine Geldanleihen mehr von internationalen Geldgebern an und muss infolge dessen alle Projekte auf Eis legen, die eventuell zu Lösungen für die Probleme der Nachwuchsakquise, der Verluste der Transmissionen und Distributionen sowie der Weiterentwicklung der erneuerbaren Energien führen könnten.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Eher nuklear als solar?<br />
</strong>Die Aussichten für die Entwicklung der erneuerbaren Energien in Usbekistan bleiben weiterhin sehr unsicher. Trotz eines großen Potenzials in Hinblick auf die Ressourcen ist der Sektor noch nicht hinreichend strukturiert und reformiert.</p>
<p style="text-align: justify">Paradoxerweise könnte sich in diesem Kontext die Kernenergie schneller entwickeln als die erneuerbare Energie. So kündigte Schawkat Mirsijojew im Januar 2018 seine Unterzeichnung eines <a href="http://www.podrobno.uz/cat/uzbekistan-i-rossiya-dialog-partnerov-/rossiya-planiruet-postroit-v-uzbekistane-atomnuyu-elektrostantsiyu/">Rahmenabkommens mit der russischen Firma Rosatom</a> für den Bau eines Atomkraftwerks in Usbekistan an. Damit zeigt er, dass die oberste Priorität nicht der Ausbau von erneuerbaren Energien ist, sondern vielmehr die Vermehrung und Diversifizierung der Quellen der Energieerzeugung des Landes – das darüber hinaus auch wichtige Uranvorkommen besitzt.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Die französische Novastan-Redaktion, auf Grundlage eines Artikels von <a href="http://caa-network.org/archives/7061">Central Asian Analytical Network</a>, übersetzt von Clémentine Vignaud</strong></p>
<p style="text-align: right"><b>Aus dem Französischen von Annkatrin Müller </b></p>
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