{"id":9546,"date":"2017-06-29T12:26:53","date_gmt":"2017-06-29T10:26:53","guid":{"rendered":"https:\/\/novastan.org\/de\/?p=9546"},"modified":"2023-08-20T16:51:49","modified_gmt":"2023-08-20T14:51:49","slug":"erinnerungen-an-den-tadschikischen-burgerkrieg-das-leben-geht-weiter-so-oder-so-33","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/novastan.org\/de\/tadschikistan\/erinnerungen-an-den-tadschikischen-burgerkrieg-das-leben-geht-weiter-so-oder-so-33\/","title":{"rendered":"Erinnerungen an den tadschikischen B\u00fcrgerkrieg: \u201eDas Leben geht weiter, so oder so&#8230;\u201c  (3\/3)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><em><strong>Das&#xA0;<\/strong><\/em><strong><em><a href=\"https:\/\/news.tj\/ru\/news\/tajikistan\/society\/20170617\/lyudi-grazhdanskoi-voini-chem-nam-zapomnilis-strashnie-90-e\">tadschikische Nachrichtenportal Asia Plus<\/a><\/em><\/strong><em><strong>&#xA0;hat Erz&#xE4;hlungen aus dem Alltag der Tadschiken w&#xE4;hrend des B&#xFC;rgerkriegs gesammelt, der vor 20 Jahren zu Ende ging. Wir &#xFC;bersetzen sie mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>Infolge umstrittener Pr&#xE4;sidentschaftswahlen kam es im Mai 1992 in Tadschikistan zu Ausschreitungen, die in einen&#xA0;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tadschikischer_B%C3%BCrgerkrieg\">B&#xFC;rgerkrieg<\/a>&#xA0;eskalierten. Es stehen sich zwei Lager gegen&#xFC;ber: auf der einen Seite die Kommunisten, die von der Regierung unterst&#xFC;tzt wurden, auf der anderen eine Oppositionskoalition, angef&#xFC;hrt von der Partei der Islamischen Wiedergeburt, die seit 2015 verboten ist.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><em><strong>Lest auch bei Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/tadschikistan\/tadschikistan-der-unvergessliche-horror-des-burgerkriegs\/\">Tadschikistan&#xA0; &#x2013; Der unvergessliche Horror des B&#xFC;rgerkriegs<\/a> <\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>Die Oppositionskoalition bestand haupts&#xE4;chlich aus Tadschiken aus dem Pamir und aus der Gharm-Region, der urspr&#xFC;nglich politische Konflikt bekommt so dar&#xFC;ber hinaus eine starke regionale und ethnische Dimension. Die Friedensvertr&#xE4;ge, die am 27. Juni 1997 unterzeichnet wurden, sahen eine Quote von 30 Prozent innerhalb der Regierung f&#xFC;r die Opposition vor. Noch mehrere Monate nach der Unterzeichnung wurde die Hauptstadt Duschanbe von w&#xE4;hrend des B&#xFC;rgerkriegs gegr&#xFC;ndeten Milizen und Mafias kontrolliert.&#xA0;Der tadschikische B&#xFC;rgerkrieg dauerte von Mai 1992 bis Juni 1997 und forderte 50 bis 100.000 Todesopfer.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>Zwanzig Jahre nach den Friedensvertr&#xE4;gen ver&#xF6;ffentlicht Asia Plus Erz&#xE4;hlungen aus dem Alltag der Menschen, der trotz des Krieges irgendwie weiterging. Diese verschiedenen Erz&#xE4;hlungen liefern ebenso viele Perspektiven auf die Realit&#xE4;t des Krieges.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>In zwei weiteren Teilen erinnerten sich die&#xA0;<a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/tadschikistan\/erinnerungen-an-den-burgerkrieg-die-redakteurin-sebo-tadschibajewa-13\/\">Redakteurinnen Sebo Tadschibajewa<\/a> und <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/tadschikistan\/erinnerungen-an-den-tadschikischen-burgerkrieg-der-krieg-begann-mit-den-containern-23\/\">Lilija Gajsina<\/a>.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Die Korrespondentin Manischa Kurbanowa <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">&#x201E;Ich beendete gerade mein Studium, als der Krieg begann. Lange suchte ich eine Arbeit in einer Redaktion, aber niemand wollte mich einstellen: Viele Zeitungen erschienen nicht mehr. Schlie&#xDF;lich wurde ich Sekret&#xE4;rin im staatlichen Arbeitsamt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_9554\" aria-describedby=\"caption-attachment-9554\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-9554\" src=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/06\/RIAN_archive_466496_Rally_on_Shakhidon_square-1024x685.jpg\" alt=\"Demonstrationen Tadschikistan B&#xFC;rgerkrieg\" width=\"1024\" height=\"685\" srcset=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/06\/RIAN_archive_466496_Rally_on_Shakhidon_square.jpg 1024w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/06\/RIAN_archive_466496_Rally_on_Shakhidon_square-300x201.jpg 300w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/06\/RIAN_archive_466496_Rally_on_Shakhidon_square-768x514.jpg 768w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/06\/RIAN_archive_466496_Rally_on_Shakhidon_square-128x86.jpg 128w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\"\/><figcaption id=\"caption-attachment-9554\" class=\"wp-caption-text\">Demonstrationen in Duschanbe in Mai 1992<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify\">Ende November trafen die K&#xE4;mpfer von Sangak Safarow in die Stadt ein. In der Vorstadt k&#xE4;mpften die Divisionen von Safarali Kendschajew. Eines morgens kam mir eine Gruppe M&#xE4;nner aus der Nachbarschaft entgegen, als ich gerade aus meiner Wohnung herauskam. Sie waren verwundert, fragten mich, wo ich hinginge. &#x201E;Zur Arbeit&#x201C;, antwortete ich gelassen. Pl&#xF6;tzlich schrie der &#xC4;lteste der Gruppe: &#x201E;Bist du verr&#xFC;ckt geworden, oder was?! Schaust du kein Fernsehen? H&#xF6;rst du nicht, wie dort geschossen wird?&#x201C; Ich &#xE4;rgerte mich dar&#xFC;ber sehr, denn ich durfte auf keinen Fall zu sp&#xE4;t zur Arbeit kommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Wie in einem Film<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Der st&#xE4;dtische Nahverkehr funktionierte nur unregelm&#xE4;&#xDF;ig und ich ging zu Fu&#xDF; zur Arbeit, &#xFC;ber Schleichwege durch die Vorstadtviertel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">In der N&#xE4;he von dort, wo ich wohnte, im Safarschon-Viertel, wurden Wohnungen mit Granatenwerfern zerst&#xF6;rt. Die Jungs unseres Innenhofs stiegen auf die D&#xE4;cher, um das Geschehen gut zu beobachten und uns genau erl&#xE4;utern zu k&#xF6;nnen. Wir gew&#xF6;hnten uns irgendwie an den ganzen L&#xE4;rm.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Einmal beobachtete ich selbst aus dem Fenster in der siebten Etage einen Kampf: Ein Uniformierter rannte vor zwei K&#xE4;mpfern weg, alle schossen. Die Realit&#xE4;t kam uns nicht echt vor, als w&#xFC;rden wir uns einen Film anschauen. Selbst als ich bei den M&#xFC;lleimern beim Haus die Leiche eines Mannes sah, in eine Decke gewickelt und in Telefonkabeln gebunden, konnte ich nicht glauben, dass es echt war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Mein Viertel &#x201E;dem Erdboden gleich gemacht&#x201C;<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Einmal ging ich von der Arbeit zur Karabolo-Haltestelle, der Bus fuhr aber nicht. Eine Menschengruppe ging zu Fu&#xDF; los und ich mit ihnen. Pl&#xF6;tzlich sagte einer: &#x201E;Der Bus 25 f&#xE4;hrt auch nicht, heute wurde das Viertel in der Richtung zerbombt und dem Erdboden gleichgemacht.&#x201C;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Sie hatten also mein Viertel &#x201E;dem Erdboden gleichgemacht&#x201C;. Und mein Mann, der zu der Zeit Doktorand war, war zuhause. Vom M&#xFC;nztelefon aus konnte ich ihn nicht erreichen. Ich lief die Stra&#xDF;e entlang und schrie laut. Zum Gl&#xFC;ck haben sich meine schlimmsten Bef&#xFC;rchtungen nicht best&#xE4;tigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Noch eine Geschichte: Die Gro&#xDF;mutter meines Mannes und zwei seiner Cousinen lebten f&#xFC;r eine gewisse Zeit lang bei uns. Kaum fingen die Schie&#xDF;ereien an, st&#xFC;rzte sie sich auf ein B&#xFC;ndel mit ihren Klamotten anstatt, dass sie ihre Enkel besch&#xFC;tzte. Das hat mich damals sehr &#xFC;berrascht. Als unser Haus ein weiteres Mal von zwei Seiten beschossen wurde, stiegen wir mit der Oma und den M&#xE4;dchen aus der siebten Etage herunter und gingen zu Fu&#xDF; zum Haus an der Perwyj Sowjetskij-Stra&#xDF;e zu unseren Verwandten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Der Weg war lang. Irgendwo beim Busbahnhof, als sogar ein Vorbeifahrender Traktor mit Anh&#xE4;nger keinen Halt machte, um uns aufzunehmen, blieb unsere Oma stehen. Sie konnte ihre Tasche nicht weiter tragen. Ich schimpfte laut, man m&#xFC;sse jetzt ans Leben denken und nicht&#xA0; irgendein Zeug herumtragen. Die Oma antwortete mir unter Tr&#xE4;nen: &#x201E;<em>Doch das sind nicht irgendwelche Klamotten. Das ist mein Leichentuch, sollte ich pl&#xF6;tzlich auf dem Weg sterben.<\/em>&#x201C; Bis heute sch&#xE4;me ich mich vor dieser Frau, die schon nicht mehr von dieser Welt ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ich habe so viele Erinnerungen an den Krieg, dass sich die Bilder in meinem Kopf so aneinanderreihen. Das schrecklichste dabei ist, wie die Ereignisse des Krieges sich auf die Psyche eines Menschen einwirken, wie sie ihn ver&#xE4;ndern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Gef&#xFC;hllos und Herzlos<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ende 1992, als Mengen an Fl&#xFC;chtlingen aus dem S&#xFC;den des Landes in die Hauptstadt flohen, wurde im Arbeitsministerium eine Zentralverwaltung f&#xFC;r Fl&#xFC;chtlinge und Zwangsumgesiedelte gegr&#xFC;ndet. Ich arbeitete dort im Sekretariat des Direktoren Chimat Dawlatow, schrieb und verteilte Bescheinigungen, die Dutzenden Angeh&#xF6;rigen ethnischer Minderheiten, also Russen, Tataren, Deutschen, dabei halfen, das Land zu verlassen und einen Fl&#xFC;chtlingsstatus zu erhalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Es kamen Lastwagen voll mit Fl&#xFC;chtlingen zur neuen Zentrale. &#xDC;berall Tr&#xE4;nen, Gebr&#xFC;ll, Geschiebe&#x2026; und schreckliche Geschichten. Frauen erz&#xE4;hlten, wie sie ihre Kinder in den Fluss schmissen, weil sie keine Kraft mehr hatten, sie zu tragen, und nichts, um sie zu ern&#xE4;hren. Diese Frauen waren vom Krieg zerst&#xF6;rt, sie kamen mit herzlosen, gef&#xFC;hllosen Gesichtern zu uns, konnten weder lachen noch weinen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>&#x201E;Ich sah zum ersten Mal, wie M&#xE4;nner weinen k&#xF6;nnen&#x201C;<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Irgendwann kamen sechs junge Kinder zu uns, deren Schicksal die ganze Zentrale besch&#xE4;ftigte. Ihre Mutter war auf dem Weg gestorben und ihr Vater schon davor verschwunden. Die Kinder wurden aufgeteilt: Manche wurden von Verwandten aufgenommen, andere ins Waisenhaus geschickt. Nur die J&#xFC;ngste, ein sechs Monate altes M&#xE4;dchen, wollte niemand aufnehmen. Eine aserbaidschanische Mitarbeiterin wollte sie unbedingt adoptieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">W&#xE4;hrend die n&#xF6;tigen Dokumente ausgef&#xFC;llt wurden, tauchte der Vater wieder auf. Man hatte ihn fast ein halbes Jahr lang in irgendeiner zerst&#xF6;rten Fabrik festgehalten. Er konnte nur durch ein Wunder fliehen und kam auf der Suche nach seiner Familie nach Duschanbe. Er war am Boden zerst&#xF6;rt, als er vom Schicksal seiner Frau und seiner Kinder erfuhr. Ich sah dort vielleicht zum ersten Mal, wie M&#xE4;nner weinen k&#xF6;nnen: Als man ihm seine Kinder brachte, darunter das j&#xFC;ngste T&#xF6;chterchen, br&#xFC;llte er wie ein verwundetes Tier, umarmte und k&#xFC;sste jedes einzelne.<\/p>\n<figure id=\"attachment_9555\" aria-describedby=\"caption-attachment-9555\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-9555\" src=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/06\/RIAN_archive_466493_Rally_on_Ozodi_square-1024x689.jpg\" alt=\"Frauen Demonstrarion Duschanbe 1992\" width=\"1024\" height=\"689\" srcset=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/06\/RIAN_archive_466493_Rally_on_Ozodi_square.jpg 1024w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/06\/RIAN_archive_466493_Rally_on_Ozodi_square-300x202.jpg 300w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/06\/RIAN_archive_466493_Rally_on_Ozodi_square-768x517.jpg 768w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/06\/RIAN_archive_466493_Rally_on_Ozodi_square-128x86.jpg 128w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\"\/><figcaption id=\"caption-attachment-9555\" class=\"wp-caption-text\">Demonstration auf dem Ozodi-Platz in Duschanbe am 3. Mai 1992<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify\">Der t&#xE4;gliche Kontakt mit der menschlichen Trauer ging auch an mir nicht spurlos vorbei. Auch ich wurde herz- und gef&#xFC;hllos. Als immer neue Fl&#xFC;chtlinge mit ihren tonnenschweren Geschichten kamen, reagierte ich gar nicht mehr. Ich f&#xFC;hrte meine Arbeit ganz mechanisch aus. Und mein guter und barmherziger Chef Chimmat Dawlatowitsch versuchte, jedem wenigstens mit Geld oder Essen zu helfen, w&#xE4;hrend er selbst in einer kleinen Wohnung lebte und eigentlich auch selbst gefl&#xFC;chtet war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Als Chimmat mich eines Tages wegen meiner Herzlosigkeit ausschimpfte, entgegnete ich, dass ich fr&#xFC;her auch eine Andere war. Er gab mir recht: &#x201E;Du hast recht, meine Kleine. Ich bin auch vor Trauer und Tr&#xE4;nen ersch&#xF6;pft. Mir tut auch niemand mehr leid.&#x201C;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Ein Fl&#xE4;mmchen Hoffnung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">&#x2026;Noch eine letzte Zeile. Ende 1992 erfuhr ich, dass ich ein Kind erwarte.&#xA0;Ich hatte eine unheimliche Begierde nach etwas, das es nicht gab: frische Tomaten. Mein Mann ging durch die Gesch&#xE4;fte, konnte aber nirgends welche finden. Die ganze Wohnung war voll mit eingelegten Tomaten, aber ich wollte unbedingt frische.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Im Folgejahr lie&#xDF;en die Menschen im brechend vollen Bus mir mit meinem Bauch ihren Platz frei und mir war das unangenehm. Erst jetzt verstehe ich, dass in den Blicken der Menschen dieser unsteten Zeit, die bei meinem Anblick von ihrem Platz aufsprangen, ein Fl&#xE4;mmchen Hoffnung lag: Das Leben geht weiter, so oder so&#x2026;&#x201C;<\/p>\n<p style=\"text-align: right\"><strong>Manischa Kurbanowa<br>\n<a href=\"https:\/\/news.tj\/ru\/news\/tajikistan\/society\/20170617\/lyudi-grazhdanskoi-voini-chem-nam-zapomnilis-strashnie-90-e\">Asia Plus<\/a><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: right\"><strong>Aus dem Russischen von Florian Coppenrath<\/strong><\/p>\n<p><em>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kan&#xE4;len, schaut mal vorbei bei <a href=\"https:\/\/twitter.com\/novastan_de\">Twitter<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Novastan.org\/\">Facebook<\/a>, <a href=\"https:\/\/telegram.me\/novastan\">Telegram<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/company-beta\/5246815\/\">Linkedin<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/novastanorg\/\">Instagram<\/a>.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das&#xA0;tadschikische Nachrichtenportal Asia Plus&#xA0;hat Erz&#xE4;hlungen aus dem Alltag der Tadschiken w&#xE4;hrend des B&#xFC;rgerkriegs gesammelt, der vor 20 Jahren zu Ende ging. 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