{"id":840,"date":"2016-01-20T12:00:00","date_gmt":"2016-01-20T11:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/novastan.org\/de\/?p=840"},"modified":"2016-10-06T06:24:11","modified_gmt":"2016-10-06T04:24:11","slug":"ich-komme-aus-xinjiang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/novastan.org\/de\/uigurische-region\/ich-komme-aus-xinjiang\/","title":{"rendered":"Ich komme aus Xinjiang"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><strong>Kurbanjan Semet ist ein uigurischer Kameramann aus Xinjiang, der uigurischen Region im Nordwesten der Volksrepublik China, die zum zentralasiatischen Kulturbereicht z&#xE4;hlt. Vorwiegend muslimisch gepr&#xE4;gt und ethnisch au&#xDF;erhalb der&#xA0;chinesischen Mehrheit, f&#xE4;llt die Region h&#xE4;ufig Verfolgungen der chinesischen Beh&#xF6;rden zum Opfer. Nicht zuletzt deshalb leidet Xinjiang unter dem Ruf, ein gef&#xE4;hrliches Gebiet&#xA0;zu sein. In Zusammenarbeit mit der franz&#xF6;sischen Zeitschrift <em><a href=\"http:\/\/oghouz.org\/accueil.html\">Regard sur les Ouighour-e-s<\/a><\/em> (Blick auf die UigurInnen), ver&#xF6;ffentlicht Novastan diesen sehr pers&#xF6;nlichen Text von Kurbanjan Semet, der&#xA0;den pers&#xF6;nlichen Kampf der Uiguren f&#xFC;r Ver&#xE4;nderungen in seiner Heimat dokumentiert.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Xinjiang liegt im Westen Chinas, sein Gebiet macht ein Sechstel der Gesamtfl&#xE4;che des Landes aus. Zwanzig Millionen Menschen leben dort, darunter dreizehn ethnische Minderheiten, die alle nach ihren eigenen Traditionen, ihrer eigenen Kultur leben. In diesem Land, wo&#xA0;verschiedenen Einwohner nebeneinander leben&#xA0;und sich teilweise&#xA0;einander angleichen, entstand eine neue Zivilisation, deren Seele sich klar von der der anderen chinesischen Regionen unterscheidet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Es ist eines der wenigen Gebiete in China, die es geschafft haben, das geographische Bild der Vergangenheit zu erhalten. F&#xFC;r die meisten Bewohner Zentralchinas bleibt Xinjiang dennoch mysteri&#xF6;s und unbekannt. Die Medien vermitteln zahlreiche Klischees &#x2013; W&#xFC;ste, Armut, aber auch saftige Fr&#xFC;chte, Gesang und T&#xE4;nze. In Wirklichkeit ist nur sehr wenig &#xFC;ber die Menschen dieser Region bekannt &#x2013; vor allem, da die Presse in den letzten Jahren vorwiegend &#xFC;ber eine kleine Anzahl von Terroranschl&#xE4;gen berichtete.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Eine dunkle Wahrheit, die ein schlechtes Bild dieser Provinz zeichnete und ihren Ruf schw&#xE4;chte. Mittlerweile ruft&#xA0;die Nennung des Namens der uighurischen Region&#xA0;Angst in der &#xD6;ffentlichkeit hervor&#xA0;und&#xA0;deren Einwohner werden gemieden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Die Uiguren, Botschafter ihrer Kultur in China<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die uigurischen Einwohner f&#xFC;hlen sich&#xA0;als Vertreter dieser Region, wenn sie sie verlassen, denn au&#xDF;erhalb Xinjiangs werden sie pl&#xF6;tzlich zur &#x201E;Minderheit&#x201C;. In der Region ist es jedem m&#xF6;glich, man&#xA0;selbst zu sein und sein Leben zu leben. Doch sobald die Bewohner ihre heimische Region verlassen und sich in anderen Provinzen niederlassen werden sie automatisch zu Vertretern ihrer Volksgruppe und Region und beginnen damit, einer echten Minderheit zu &#xE4;hneln: ein Volk, das &#x201E;eigen&#x201C; ist im Bezug auf den Ph&#xE4;notyp, die Sprache, die Lebensweise und die religi&#xF6;se &#xDC;berzeugung, zieht viele Probleme auf sich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Der Mensch ist ein Produkt der Gesellschaft, in der er lebt: einerseits ist er nicht in der Lage, die Zw&#xE4;nge dieser Gesellschaft zu &#xFC;berwinden, andererseits ist er aktiv an ihrer Entwicklung beteiligt. Dieser Prozess f&#xFC;hrt stets zu Problemen, aber nur wenige Menschen werden davon zu Extremen getrieben &#x2013; die meisten reagieren mit Solidarit&#xE4;tsbeweisen. Es gibt aus der uigurischen Region stammende Menschen, die trotz der symbolhaften Entfremdung aus ihrem Geburtsland weder die Flucht, noch den Extremismus w&#xE4;hlten. Stets in einem pers&#xF6;nlichen Kampf lieben sie weiterhin das Leben und bleiben ihrem Beruf und ihrer Position treu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img decoding=\"async\" style=\"height: 400px;width: 600px\" src=\"\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/old\/img\/1085\/1ahmatjan.jpeg\" alt=\"Ich bin Uigure\"\/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Sie k&#xF6;nnen auch ein gewisses Gef&#xFC;hl von Erfolg erreichen, und einige werden sogar Pioniere auf ihrem Gebiet. Doch auch wenn sie lange au&#xDF;erhalb der uigurischen Region leben, k&#xF6;nnen sich die Ureinwohner der Provinz nie vollst&#xE4;ndig von ihr losl&#xF6;sen. Der Geist, die Seele dieser Region hinterlie&#xDF; einen bleibenden Eindruck: Sie gab ihnen einen distinkten, eigenen Charakter und eine einzigartige Lebenserfahrung. Die Uiguren-Region erweiterte au&#xDF;erdem den Horizont ihrer Bewohner auf einzigartige Weise. Jeder Einwohner ist ein Pinselstrich im Bild des Xinjiang. Auch beim Verlassen der Region h&#xF6;rt niemand damit auf, an sie zu denken und zu sorgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>&#x201E;Mein Name ist Kurbandschan Semet, ich komme aus Xinjiang und ich bin 32 Jahre alt&#x201C;<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Mein Name ist Kurbanjan Semet, ich komme aus Xinjiang und bin 32 Jahre alt. Seit acht Jahren lebe ich in Peking. Ich bin Kameramann f&#xFC;r China Central Television (CCTV) und arbeite gleichzeitig als freiberuflicher Fotograf. Ich komme aus <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hotan_(Stadt)\">der Stadt Hotan<\/a> in Xinjiang. Mein Vater ist schon seit 30 Jahren Jadeh&#xE4;ndler. Was er uns, seinen vier Kindern, beigebracht hat, ist die Wichtigkeit, uns zu bilden und zu reisen. Vor 1998 verstand ich kaum Chinesisch. Als ich an einer berufsbildenden Schule im chinesischen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bortala_(Stadt)\">Bezirk Bortala<\/a> studierte, um die Sprache zu lernen, bat ich darum, mit Han-Studenten zu wohnen &#x2013; die ethnische Mehrheit in China.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">W&#xE4;hrend des Studiums kaufte ich mir eine Kamera als Geburtstagsgeschenk. Das war der Moment, in dem ich begann, mich f&#xFC;r die Fotografie zu interessieren. Am Anfang schoss ich Portr&#xE4;ts von Studenten an meiner Schule. W&#xE4;hrend der Ferien kehrte ich entweder nach Hotan zur&#xFC;ck oder bereiste Xinjiang und fotografierte dort verschiedene Landschaften. Sp&#xE4;ter sah ich, dass meine Bilder vielen Menschen gefielen und beschloss, noch bessere Fotos zu machen, um sie meinem Umfeld zu zeigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Nach meinem Studium war mein Vater pl&#xF6;tzlich gezwungen, unser Haus zu verlassen, da sein Gesch&#xE4;ft sich in ernsten Schwierigkeiten befand. W&#xE4;hrend seiner Abwesenheit, die vier Jahre dauern sollte, k&#xFC;mmerte ich mich um die Familie. Ich schickte meinen kleinen Bruder und meine kleine Schwester jeden Tag in die Schule. W&#xE4;hrend dieser Zeit verkaufte ich Jade und anderes auf der Stra&#xDF;e, ja, ich verkaufte sogar Kebabs, h&#xF6;rte aber nie damit auf, nach meinem Vater zu suchen. In dieser Zeit traf ich ein Han-P&#xE4;rchen, Meng Xiaocheng und Li Xiaodong: Beide machten Dokumentarfilme f&#xFC;r CCTV und w&#xFC;rden meine zuk&#xFC;nftige Karriere entscheidend beeinflussen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Mein Pate, der Dokumentarfilmer <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Meng Xiaocheng liebte Jade, ich gab ihm oft sch&#xF6;ne Steine. Er wusste, dass ich die Fotografie liebte, also brachte auch er mir regelm&#xE4;&#xDF;ig eine Schachtel Film. Wir hatten eine tiefe Zuneigung f&#xFC;reinander, &#xE4;hnlich derer, die einen Sohn an seinen Vater bindet. Als er von der Situation meiner Familie erfuhr, half er mir sehr. Nach vier Jahren erhielten mein kleiner Bruder und meine kleine Schwester ihr Abschlusszeugnis und wurden unabh&#xE4;ngig. Zur gleichen Zeit fand ich endlich meinen Vater, wenn auch in einem Zustand gro&#xDF;er Bedr&#xE4;ngnis, und brachte ihn nach Hause. So konnten wir das Vertrauen in unsere Familie und unsere Existenz wiederfinden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Nachdem ich ihm deutlich erkl&#xE4;rt hatte, was w&#xE4;hrend seiner Abwesenheit zu Hause und auch au&#xDF;erhalb passiert war, er&#xF6;ffnete ich ihm, dass ich Fotografie studieren und Dokumentarfilme drehen wollte. Seit diesem Tag danke ich Allah, dass er die Ruhe und den Frieden meines Vaters segne. Ich empfinde so viel Bewunderung und Dankbarkeit f&#xFC;r ihn, vor allem auch daf&#xFC;r, dass er mich dazu ermutigte, die Hoffnung im Leben nicht zu verlieren. Es war seine Offenheit meiner Wahl gegen&#xFC;ber die mir am meisten Respekt gebietet. Als er mich mit dem P&#xE4;rchen Meng Xiaocheng losziehen lie&#xDF;, sagte er: &#x201E;Behandle Herrn Meng so, wie du deinen Vater behandelst&#x201C;. So wurde Meng Xiaocheng mein Pate.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Die Liebe zu Xinjiang in Filmen und Fotos<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Im Jahr 2005 folgte ich meinem Paten und seiner Frau zur Herstellung eines Dokumentarfilms &#x2013; <em><a href=\"http:\/\/www.bundpic.com\/2008\/01\/2543.shtml\">Der Gesang der W&#xE4;lder<\/a><\/em>. &#xA0;Mehr als ein Jahr lang lebte und a&#xDF; ich mit den beiden, und beide beeindruckten mich zutiefst. Dank einer Empfehlung von Meng Xiaocheng konnte ich 2006 mein Studium in Beijing, an der Universit&#xE4;t f&#xFC;r Kommunikation beginnen. Ich war nur ein freier Zuh&#xF6;rer, aber ich wollte unbedingt diese gro&#xDF;artige Chance nutzen, die mich von morgens bis abends jeden Tag besch&#xE4;ftigte. W&#xE4;hrend dieser Zeit machte ich die Bekanntschaft von fast allen Professoren, da ich alle ihre Kurse besuchte, und oft sogar mehrmals denselben Kurs belegte. In einer fortschrittlichen Universit&#xE4;t verhindert die Herkunft eines Studenten nicht sein Studium &#x2013; und so eine Universit&#xE4;t war die Universit&#xE4;t f&#xFC;r Kommunikation Chinas, die alle meine Bem&#xFC;hungen und Studienleistungen anerkannte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img decoding=\"async\" style=\"height: 400px;width: 600px\" src=\"\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/old\/img\/1085\/14shayidon.jpeg\" alt=\"Ich bin Uigure 4\"\/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">W&#xE4;hrend des zweiten Semesters, das im Winter stattfand, organisierte ich eine Reise und f&#xFC;hrte sechs Han-Studenten nach Qara Tagh, einem Ortsteil von Hotan. Es ist eines der am schwierigsten zug&#xE4;nglichen D&#xF6;rfer der uigurischen Region: Um es zu erreichen, mussten wir 12 Stunden auf dem R&#xFC;cken eines Esels in Kauf nehmen. Es gibt dort weder Trinkwasser noch Strom. Keiner der tausend Einwohner von Qara Tagh spricht oder versteht Chinesisch, aber meine sechs Kameraden verstanden sich trotzdem sehr gut mit ihnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ich erkannte, dass Sprache manchmal kein Hindernis darstellt, und dass ein L&#xE4;cheln den Abstand zwischen Menschen verringern kann. Meine Kameraden und ich drehten einen Dokumentarfilm namens <em><a href=\"http:\/\/www.tudou.com\/programs\/view\/V_0latOSEpc\/\">Qara Tagh Xatirisi (Erinnerung an Qara Tagh)<\/a><\/em> auf der Grundlage unserer Erfahrungen. Dieser Film gewann mehrere Auszeichnungen in verschiedenen nationalen Wettbewerben. Danach zeigte ich meine Fotografien vom Xinjiang an den Universit&#xE4;ten von Tsinghua und von Peking, sowie an der Chinesischen Volksuniversit&#xE4;t. Durch diese Ausstellungen erfuhren viele Menschen &#xFC;ber die Region und konnten dadurch auch die Uiguren besser verstehen. Dar&#xFC;ber hinaus inspirierten meine Fotos viele meiner Freunde zu einer anhaltenden Liebe zur Region.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>2009 &#x2013; eine unerkl&#xE4;rliche Wende f&#xFC;r Xinjiang<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Mir scheint, dass Konflikte nicht aus Fehlverhalten, sondern aus Missverst&#xE4;ndnissen entstehen. Seit unserer Reise spendeten mehr als 27 chinesische Universit&#xE4;ten B&#xFC;cher an das Dorf Qara Tagh. Ein Internet-User schenkte Qara Tagh einen Solargenerator, nachdem er unseren Film sah; Studenten aus anderen Regionen Chinas schickten Kleidung, Taschen und &#xE4;hnliches. Es ist unvorstellbar, dass nur ein Jahr sp&#xE4;ter ein Ereignis wie jenes am <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/July_2009_%C3%9Cr%C3%BCmqi_riots\">5. Juli 2009<\/a> in Xinjiang passieren konnte! Es scheint, dass alles &#xFC;ber Nacht passierte. Die Menschen sprechen von Xinjiang jetzt mit Angst in ihrer Stimme. Freunde, die damals mit Ungeduld eine Reise in die Region planten, scheinen jetzt nicht mehr fahren zu wollen. Ich versuche immer noch, den Grund f&#xFC;r diese &#xC4;nderung in der Einstellung der Chinesen zu verstehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">2009 trat ich dem Team des CCTV bei und arbeitete als Kameramann f&#xFC;r die Sendung &#x201E;<em>Zeugnis<\/em>&#x201C;. Damals begann ich auch, eine Fotoausstellung Beijing zu planen. 2011 fand meine Ausstellung schlie&#xDF;lich im Pekinger Nationalmuseum statt, unter dem Titel &#x201E;<em>Am Fu&#xDF;e des Kundun: Umwerfendes Hotan&#x201C;<\/em>. In den sieben Tagen der Ausstellung kamen mehr als 15.000 Besucher, jeden Tag kamen begeisterte G&#xE4;ste. Ich erinnere mich an eine Frau, die an drei aufeinanderfolgenden Tagen kam &#x2013; sie brachte mir Lagman (ein Traditionelles Nudelgericht der uigurischen Region, Anm. d. Red.) und sagte: &#x201E;Junger Mann, Sie haben gute Arbeit geleistet!&#x201C; Ich war sehr ber&#xFC;hrt. Ich begann zu denken, dass dieses Mal meine Bem&#xFC;hungen den Menschen helfen w&#xFC;rden, ihre Meinung &#xFC;ber Xinjiang zu &#xE4;ndern &#x2013; aber das, was gleich darauf <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/2011_Hotan_attack\">in Hotan passierte<\/a>, reduzierte meine Hoffnungen auf ein Nichts.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Das Individuum gegen die Vorurteile <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ich war wie erschlagen von diesem beklagenswerten Ereignis, das alle meine Bem&#xFC;hungen vergeblich zu machen schien. Bis 2013, vom <em>Gesang der W&#xE4;lder<\/em> abgesehen, arbeitete ich an mehreren dokumentarischen Dreharbeiten, einschlie&#xDF;lich der <em>Olympischen Spiele in Peking, Wenchuan<\/em>: <em>&#xDC;berlebende nach einem Jahr<\/em>, <em>Die Seidenstra&#xDF;e: Eine wiederholte Reise,<\/em> die zweite Staffel der kulinarischen Dokumentation <em>China &#xFC;ber den Pal&#xE4;sten<\/em>,&#xA0; <em>Die Welt der Mode<\/em>, usw. Ich denke, meine Arbeit gut gemacht zu haben, und w&#xE4;hrend dieser Zeit brachten mich wertvolle Lernm&#xF6;glichkeiten zum nachdenken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img decoding=\"async\" style=\"height: 600px;width: 600px\" src=\"\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/old\/img\/1085\/6nafisa2.jpeg\" alt=\"Ich bin Uigure 2\"\/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ich filmte eine Menge sch&#xF6;ner Landschaften, sowie die Br&#xE4;uche in Xinjiang. Allerdings machte ich auch schlechte Erfahrungen w&#xE4;hrend der Arbeit an diesen Panoramen und Traditionen, die den Menschen ein gutes Bild dieser Region vermitteln sollen. Letztes Jahr, bei einem Besuch in New York, sah ich eine gro&#xDF;e Anzahl von Ausstellungen und bemerkte, dass das, was uns am meisten ber&#xFC;hrt, allt&#xE4;gliche Menschen und einfache Gegenst&#xE4;nde des Alltags sind. Es passiert oft, dass ein Ereignis Vorurteile gegen&#xFC;ber einer bestimmten Gruppe verursacht. Um diese Vorurteile richtigzustellen, kann man sich nicht nur auf typische Objekte st&#xFC;tzen, die eine Kultur vertreten sollen &#x2013; es ben&#xF6;tigt auch etwas intimeres. Die saftigen Fr&#xFC;chte Xinjiangs, die Ges&#xE4;nge und die T&#xE4;nze der Einwohner bieten nur einen zerbrechlichen Eindruck und ziehen die Blicke nur f&#xFC;r einen kurzen Moment auf sich. Wenn sich jedoch ein Mitglied einer ethnischen Gruppe, einer traditionellen Kultur, als deren Vertreter pr&#xE4;sentiert &#x2013; das kann andere bewegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das Individuum ist nicht schwach: Wie ein Schmetterlingseffekt kann eine individuelle Tat einen m&#xE4;chtigen Strom erzeugen und es ist genau das, um was ich mich zu k&#xFC;mmern habe. Dar&#xFC;ber sollte ich Dokumentationen erschaffen. Wenn das Verhalten einer kleinen Gruppe von Personen reicht, ein Bild der Gesellschaft, aus der sie stammt, zu schaffen, kann eine positive Handlung der Mehrheit dieser Gesellschaft logischerweise dieses Bild erheblich verbessern. Heute sind jene Leute, die aus dem Xinjiang stammen und im Rest Chinas arbeiten am ehesten dazu f&#xE4;hig, die vorherrschende Meinung &#xFC;ber die Menschen dieser Region zu ver&#xE4;ndern. Wir m&#xFC;ssen unseren Ruf mit Gewissenhaftigkeit &#xE4;ndern. Diese Gedanken haben mich sehr ermutigt und ich begann Ende letzten Jahres die Arbeit am Projekt <em><a href=\"http:\/\/german.people.com.cn\/209051\/8594814.html\">Ich komme aus Xinjiang<\/a><\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Die Gewalt verstehen und Konflikte l&#xF6;sen <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">W&#xE4;hrend der Vorbereitung auf dieses Foto-Essay und der Forschungen dazu kam es zu weiteren gewaltt&#xE4;tigen Ereignissen oder sogar Terrorakten in China. Jedes Mal, wenn ein solches Ereignis eintritt, verurteile ich die widerlichen Taten und teile mein Beileid mit den Familien der Opfer &#x2013; unabh&#xE4;ngig von der Herkunft oder dem Glauben des Kriminellen. Das Thema der Sicherheit betrifft mich als gew&#xF6;hnlicher B&#xFC;rger, vor allem nach den <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Massaker_im_Bahnhof_Kunming\">Geschehnissen in Kunming<\/a>, die mir gro&#xDF;e Angst machten. F&#xFC;r mich ist es wichtig zu verstehen, warum Gewalt auftrifft und wie Konflikte gel&#xF6;st werden k&#xF6;nnen &#x2013; was auch immer das Ziel des T&#xE4;ters sein mag. Die Verantwortung liegt bei der Gesellschaft als Ganzes und nicht bei einer bestimmten Gruppe, die den Taten alleine gegen&#xFC;berstehen muss.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img decoding=\"async\" style=\"height: 400px;width: 600px\" src=\"\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/old\/img\/1085\/11.jpeg\" alt=\"Ich bin Uigure 3\"\/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Seit zwei Jahren sehe ich in vielen Kommentaren im Internet, dass die Menschen sich nicht mehr um die Sch&#xF6;nheit der Landschaften in Xinjiang k&#xFC;mmern. Sie haben angefangen, sich &#xFC;ber die Region zu informieren, &#xFC;ber die Menschen, die dort leben, und dar&#xFC;ber, was sie tun. Sie versuchen vielleicht zu verstehen, welche Probleme einige Einzelpersonen zur Gewalt gef&#xFC;hrt haben k&#xF6;nnten. F&#xFC;r junge Uiguren ist es schwierig, Arbeit zu finden: Sie f&#xFC;hlen sich ihrer M&#xF6;glichkeiten beraubt. Einige wurden materialistisch, andere extrem abh&#xE4;ngig von ihren Eltern. So wurden junge Menschen passiv und viele von ihnen sind dazu verdammt, die geistige Leere, an der sie leiden, mit extremistischen religi&#xF6;sen Ideen zu f&#xFC;llen. Sie sind nicht mehr dazu bereit, sich viel M&#xFC;he zu machen oder hart zu arbeiten. Cyber-Gewalt, wenn auch nutzlos und virtuell, erm&#xF6;glicht es ihnen, sich ohne Einschr&#xE4;nkungen auszudr&#xFC;cken und stellt eine Art von indirekter Best&#xE4;tigung ihrer selbst dar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>&#x201E;Ich komme aus Xinjiang&#x201C;, ein umfassendes Thema<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Pl&#xF6;tzlich wurde mir klar, dass das Thema &#x201E;Ich komme aus Xinjiang&#x201C; sowohl Einzelpersonen als auch die Gesellschaft, die sie formen, begeistern k&#xF6;nnte. Diese Reportage tr&#xE4;gt keine religi&#xF6;se oder politische Botschaft mit sich: Sie erz&#xE4;hlt ganz einfach von den banalen, bescheidenen und bewegenden Dingen der Einwohner aus Ost-Turkestan. Ich entschied mich f&#xFC;r eine einfache und realistische Kameraeinstellung, sodass das Publikum die kraftvolle Energie, die direkt und best&#xE4;ndig vom Bild und der Lebensgeschichte des Helden oder der Heldin ausgeht, sp&#xFC;ren kann. Ich setze mich hiermit bescheiden gegen die negativen Konnotation des Ausdrucks &#x201E;die Menschen aus Xinjiang&#x201C; ein. Ich m&#xF6;chte gerne m&#xF6;glichst vielen erm&#xF6;glichen, ein ehrliches und auch der Wirklichkeit entsprechendes Wissen &#xFC;ber die Region aufzubauen. Am wichtigsten ist es meiner Meinung nach, dass sich die Leser von der Geschichte inspirieren und dar&#xFC;ber nachdenken, welcher der beste Weg w&#xE4;re, andere zu verstehen, mit Menschen zu kommunizieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Menschheit braucht universelle Liebe f&#xFC;r den Fortschritt. Was ich mir w&#xFC;nsche ist, diese m&#xE4;chtige universelle Liebe in die Herzen der Leute zu bringen. Bevor ich an dem Projekt &#x201E;Ich komme aus Xinjiang&#x201C; zu arbeiten begann, hatte ich schon ein Dutzend Leute fotografiert. Danach beschleunigte ich meine Suche nach Zeugen, die an meinem Projekt teilnehmen k&#xF6;nnten. Ich suchte nach Personen, die im chinesischen Inland wohnen und aus der uigurischen Region stammen. Als ich mit ihnen redete und ihr Leben und ihre Arbeit entdeckte, schien es mir, als w&#xE4;re ich ebenfalls gerade dabei, eine Bestandsaufnahme meiner eigenen Erfahrungen zu erstellen. Als ich ihnen zuh&#xF6;rte, wie sie ihre Vergangenheit, ihre Gegenwart und ihre Tr&#xE4;ume f&#xFC;r die Zukunft beschrieben, begann auch ich damit, &#xFC;ber mein Leben nachzudenken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>&#xDC;ber hundert Fotoserien<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ich nahm &#xFC;ber hundert Fotoserien auf und schrieb ebenso viele Lebensgeschichten aus Xinjiang nieder. Die Teilnehmer leben und arbeiten in verschiedenen Bereichen, haben nichts gemeinsam, au&#xDF;er dieses Label: Es sind &#x201E;Leute aus Xinjiang&#x201C;. Unter ihnen: Ayim Eziz, eine Uigurin, und ihre Tochter Arzig&#xFC;l; ein anderes uigurisches Kind, Irfan, das in &#xA0;Beijing geboren wurde und 8 Jahre alt ist; der Besitzer eines der ersten Restaurants, das begann, die uigurische K&#xFC;che der Region in andere chinesisches Provinzen zu exportieren und somit eine echte Sparte schuf. Qurbanjan erbte derweil das Familiengesch&#xE4;ft im Jadehandel; Alimjan ist ein Gesch&#xE4;ftsmann in Peking; Nefise ist Rechtsanw&#xE4;ltin, urspr&#xFC;nglich aus Shanghai, und studierte in den Vereinigten Staaten; Toxtixan verkauft Toast in der Niujie Stra&#xDF;e; Ehmetjan Mutellip ist Angestellter in einem sehr bekannten, gro&#xDF;en Unternehmen. Dann sind da noch Adil und Ershat, die bald mit der Universit&#xE4;t abschlie&#xDF;en werden und vor gro&#xDF;en Schwierigkeiten in der Jobsuche in Xinjiang stehen, und Perhat, der seinen Doktortitel erwarb, anerkannte K&#xFC;nstler auf nationaler und internationaler Ebene, Designer, eine Bar-S&#xE4;ngerin, eine Spezialistin arabischer T&#xE4;nze&#x2026; Sie alle kommen aus verschiedenen ethnischen Gruppen in Xinjiang.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img decoding=\"async\" style=\"height: 400px;width: 600px\" src=\"\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/old\/img\/1085\/16bostaniya.jpeg\" alt=\"Ich bin Uigure 6\"\/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Es gibt auch eine junge Uigurin, die in einer Han-Familie aufwuchs; ein Han-Chinese, der von einer uigurischen Familie aufgezogen wurde; ein Uguiren-Offizier und seine Frau, urspr&#xFC;nglich aus Shanghai, die immer noch ihre gro&#xDF;e Liebe ausleben (40 Jahre Ehe schienen f&#xFC;r sie nur einen Tag gedauert zu haben); und dann noch ein junges M&#xE4;dchen, halb uigurisch, halb Han, die von ihrem Geliebten spricht &#x2013; einem Han.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">W&#xE4;hrend ich mit jedem und jeder sprach, ihnen und ihren Tr&#xE4;umen von einem Leben in China zuh&#xF6;rte, begann ich pl&#xF6;tzlich zu denken, dass das Thema &#x201E;Ich komme aus Xinjiang&#x201C; einen tiefergr&#xFC;ndigen Inhalt offenbaren k&#xF6;nnte als ich zuvor angenommen hatte, einen Inhalt, den ich jetzt als eine der besten Ausdrucksformen des Menschlichen anerkenne, ein Ausdruck, der weder durch religi&#xF6;se, noch durch rassistische Vorurteile verf&#xE4;lscht wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Bewegende Geschichten <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Kraft, die durch die Geschichten dieser Helden und Heldinnen verbreitet wird, w&#xFC;hlte mich auf. Als ich den Erz&#xE4;hlungen zuh&#xF6;rte hatte ich den Eindruck, mich mit jeder Person zu identifizieren. Die Menschlichkeit, die aus den Herzen eines jeden und einer jeden derer, die ich fotografieren durfte, str&#xF6;mte, f&#xFC;hrte mich dazu, zuzugeben, dass ich selbst noch sehr weit von meinem Ziel entfernt bin. Alle erinnerten mich an meine 30 Jahre Gl&#xFC;ck und auch an harte Zeiten. Diese Erfahrung vertiefte meine Liebe zur Fotografie: ich bin jetzt noch entschlossener, mich zu verbessern, zu perfektionieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das Erlebnis brachte mich auch dazu, meine Heimatstadt, mein Volk und meine Heimat zu lieben. Die eindrucksvolle Menschlichkeit der Befragten machte mich nicht zu zuversichtlich, was die Wahl des Themas der Fotoreportage betrifft, sondern stimulierte und ermutigte mich auch, diese Untersuchung weiter zu vertiefen und zu verfolgen. Ich selbst habe auch einen Traum: dass meine Fotoserie &#x201E;Ich komme aus Xinjiang&#x201C; Aufmerksamkeit auf sich zieht und es den Menschen erm&#xF6;glicht, ihre Beziehungen zueinander zu &#xFC;berdenken. Ich hoffe, dass mein Buch &#x201E;Ich komme aus Xinjiang&#x201C; erfolgreich ver&#xF6;ffentlicht wird. Ich w&#xFC;rde au&#xDF;erdem gerne einen Dokumentarfilm drehen, wof&#xFC;r mir vor allem noch die n&#xF6;tige Finanzierung fehlt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img decoding=\"async\" style=\"height: 400px;width: 600px\" src=\"\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/old\/img\/1085\/15ezherjan_2.jpeg\" alt=\"Ich bin Uigure 5\"\/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Im April 2014 wurde das Thema meiner Fotoreportage auf mehreren Webseiten verbreitet und erhielt eine sehr enthusiastische Reaktion des Publikums. Eine wachsende Zahl von Menschen ist am Projekt interessiert und unterst&#xFC;tzt es, vor allem meine Landsleute aus Xinjiang, die jetzt im Rest Chinas leben. Einige haben mich kontaktiert, nachdem sie von dem Projekt im Internet erfuhren, damit auch ihre Lebensgeschichten in China verbreitet werden. Diese Geschichten sind so aussagekr&#xE4;ftig, und die fotografierten Personen erwiesen mir ein solches Vertrauen, dass es mich inspirierte und ermutigte, weiterzumachen. K&#xFC;rzlich trat das Projekt in seine letzte Phase ein: Ich lie&#xDF; alles stehen und liegen, um mich ganz dieser Arbeit zu widmen. Drei Monate lang reiste ich in zwanzig St&#xE4;dte, kontaktierte und besuchte mehr als f&#xFC;nfhundert Personen, und sammelte schlie&#xDF;lich mehr als hundert Interviews. Ich gab alle meine Ersparnisse daf&#xFC;r aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Xinjiang besser verstehen &#x2013; durch individuelle Geschichten<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ich muss daher meine Fotoreportage bald beenden. &#x201E;Ich komme aus Xinjiang&#x201C; zielt nur auf das allgemeine Interesse, ich arbeite ohne wirtschaftliches Ziel. Auch wenn das Budget sehr begrenzt ist, werde ich es nie aufgeben. Ich bin st&#xE4;ndig bem&#xFC;ht, mich anzustrengen und alle meine Hoffnungen in die Durchf&#xFC;hrung dieses Projekts zu stecken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Diese Fotoreportage beabsichtig nicht, aus den fotografierten Personen Stars zu machen. Ich hoffe jedoch, dass Sie durch diese Geschichten von einfachen Menschen aus Xinjiang das Volk dieser Region besser verstehen lernen. Ich w&#xFC;nsche mir, dass die Menschen ihre Beziehungen zueinander &#xFC;berdenken und die harmonische Entwicklung der Gesellschaft f&#xF6;rdern. Ich m&#xF6;chte, dass die Kraft der Beispiele derer, die daf&#xFC;r k&#xE4;mpfen, ihre Ziele zu erreichen, alle Jungen inspiriert, insbesondere jene aus Xinjiang. Ich m&#xF6;chte die Jugend gerne dazu ermutigen, sich nicht zu beklagen, nicht nachzulassen, Extreme zu verweigern, ihnen Mut zusprechen, es zu wagen, ihre Grenzen zu testen. Mehr Aufwand erlaubt auch mehr M&#xF6;glichkeit: Habt den Mut zur Ver&#xE4;nderung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>F&#xFC;r eine angenehmere Leseerfahrung empfehlen wir Euch, die Bilder im Vollbildmodus zu betrachten, indem Sie auf den Button oben rechts klicken:<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right\"><strong>Kurbanjan Semet<br>\nIskandar Ding et Muhammed Ali Abdurusul<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: right\"><strong>Aus dem franz&#xF6;sischen &#xDC;bersetzt von Vanessa Graf<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: right\">\n<\/p><p style=\"text-align: justify\">Die Fotoreportage von Kurbanjan Semet, die hier teilweise pr&#xE4;sentiert wird, wurde in China als Buch ver&#xF6;ffentlich: Heute wird es als Stimme der Uiguren in China angesehen und mit F&#xF6;rderung der chinesischen Beh&#xF6;rden stark mediatisiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Aber der Ruf der Reihe &#x201E;Ich komme aus Xinjiang&#x201C; hat die chinesischen Grenzen bei weitem &#xFC;berschritten. In den USA, wo diese Fotoreportage gro&#xDF;en Einfluss erlangte, erschien nicht nur eine Ausgabe des Buchs in &#xFC;bersetzter Fassung (Mai 2015), sondern Kurbanjan Semet wurde auch vom ehemaligen US-Pr&#xE4;sidenten Jimmy Carter empfangen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein sehr pers&#xF6;nlicher Text von Kurbanjan Semet, der den Kampf der Uiguren f&#xFC;r Ver&#xE4;nderung dokumentiert.<\/p>\n","protected":false},"author":316,"featured_media":841,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[1197,1198,744,1307,1196,1308,1195],"coauthors":[1149],"class_list":{"0":"post-840","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","6":"hentry","7":"category-uigurische-region","8":"tag-identitat","9":"tag-kultur","11":"tag-taschkent","12":"tag-uigurische-region","13":"tag-wahlen","14":"tag-xinjiang"},"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/840","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/316"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=840"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/840\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/841"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=840"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=840"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=840"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/coauthors?post=840"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}