{"id":7159,"date":"2017-01-21T13:19:38","date_gmt":"2017-01-21T12:19:38","guid":{"rendered":"https:\/\/novastan.org\/de\/?p=7159"},"modified":"2023-08-20T16:38:52","modified_gmt":"2023-08-20T14:38:52","slug":"die-geschichte-des-ersten-designers-der-kirgisischen-ssr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/novastan.org\/de\/kirgistan\/die-geschichte-des-ersten-designers-der-kirgisischen-ssr\/","title":{"rendered":"Die Geschichte des ersten Designers der kirgisischen SSR"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><strong><em>Wladimir Krugman, Kirgistans erster Designer, kam in den 1960ern ins Land und verbrachte ganze 18 Jahre dort. Genug Zeit, um mit seiner Arbeit verschiedene Orte der damaligen Sojwetrepublik Kirgisien zu pr&#xE4;gen. Das Internetmagazin Kloop.kg hat den K&#xFC;nstler in Deutschland, wo er heute wohnt, getroffen. Wir <a href=\"http:\/\/kloop.kg\/blog\/2017\/01\/08\/kak-kirgizskaya-ssr-poluchila-svoego-pervogo-dizajnera-a-potom-poteryala\/\">&#xFC;bersetzen das Gespr&#xE4;ch<\/a> mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion. <\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">In der Sowjetunion kam der Begriff &#x201E;Designer&#x201C; erst w&#xE4;hrend der Tauwetter-Periode unter Chruschtschow in den Gebrauch. Wladimir Krugman war der erste Designer, der in der Kirgisischen sozialistischen Sowjetrepublik (SSR, hier auch Kirgisien) arbeitete. Der Absolvent der Kunstakademie kam Ende der 1960er aus Leningrad (heute Sankt Petersburg, Anm. d. Red.) nach Kirgistan.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Krugman arbeitete am Au&#xDF;enaspekt und der Einrichtung der damals modernsten Caf&#xE9;s und Hotels Kirgistans. Sein ber&#xFC;hmtestes Werk ist der bischkeker Springbrunnen &#x201E;Sonnenfische&#x201C;.<\/p>\n<figure id=\"attachment_7166\" aria-describedby=\"caption-attachment-7166\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-7166\" src=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/01\/028-ok-1024x658.jpg\" alt=\"Springbrunnen Sonnenfische Bischkek\" width=\"1024\" height=\"658\" srcset=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/01\/028-ok.jpg 1024w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/01\/028-ok-300x193.jpg 300w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/01\/028-ok-768x494.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\"\/><figcaption id=\"caption-attachment-7166\" class=\"wp-caption-text\">Der Springbrunnen &#x201E;Sonnenflische&#x201C; in seinen besten Jahren<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify\">Das Leben hat Krugman viel Interessantes gebracht: Er wurde zum KGB zitiert, sp&#xE4;ter vom K&#xFC;nstlerverband wegen seiner zu gewagten Ideen ge&#xE4;chtet ehe er schlie&#xDF;lich nach Deutschland auswanderte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Wladimir Michajlowitsch, erz&#xE4;hlen Sie kurz &#xFC;ber sich: Wo sind Sie aufgewachsen, wo haben sie Studiert? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ich bin in Belarus geboren, in Jelsk, einer Kreisstadt der Region Homel. Ich war vier, als der Zweite Weltkrieg begann. Mein Vater zog an die Front, ich wurde mit meiner Mutter in die Region Kurgansk evakuiert. Dort erfuhren wir auch, dass mein Vater gefallen war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Nach dem Krieg kehrten wir nach Jelsk zur&#xFC;ck. Ich schloss die Schule ab und wurde zum Milit&#xE4;rdienst eingezogen: Ich habe in der Marine gedient, als Bootselektriker. Nach meinem Dienst zog ich nach Leningrad und wurde Student der Energie-Fachhochschule.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ich wollte dort aber keinen Abschluss machen, so kam ich in die Leningrader Fachhochschule f&#xFC;r Kunst und Industrie namens Muchina. Zweieinhalb Jahre sp&#xE4;ter schloss ich dort mit Auszeichnung ab, wurde zum Graveur und konnte in die Kunsthochschule eintreten. Dort w&#xE4;hlte ich den Lehrstuhl f&#xFC;r Design, schaffte die Pr&#xFC;fung und wurde Student der <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Saint_Petersburg_Art_and_Industry_Academy\">&#x201E;Muchinka&#x201C; Akademie<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Wie kamen Sie nach Kirgisien? Wieviel Zeit verbrachten Sie dort? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ich absolvierte mein Studium an der &#x201E;Muchinka&#x201C; im Jahr 1967, w&#xE4;hrend der sogenannten &#x201E;Tauwetter-Periode&#x201C;. Den sowjetischen B&#xFC;rgern wurden damals einige Freiheiten zugestanden und es entstand Raum f&#xFC;r Kritik. Hinter verschlossenen T&#xFC;ren lasen wir Studenten die Verbotenen Werke Solschenitsins, h&#xF6;rten westliche Musik und besuchten das neu ge&#xF6;ffnete Caf&#xE9;-Saigon auf dem Newskij-Prospekt, wo sich die Jugend traf und Ideen austauschte. Zu waghalsige Ideen f&#xFC;r die damalige Zeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Es endete damit, dass das &#x201E;Tauwetter&#x201C; einfach wieder eingefroren wurde. Wir wurden nach und nach zum KGB bestellt, in das als &#x201E;gro&#xDF;es Haus auf dem Litejn&#x201C; bekannten Geb&#xE4;ude, und ausf&#xFC;hrlich ausgefragt. Das h&#xE4;tte schlecht enden k&#xF6;nnen und ich entschloss mich, Leningrad f&#xFC;r ein paar Jahre zu verlassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kirgistan\/103-jhrige-bischkekerin-im-interview\/\">103-J&#xE4;hrige blickt auf ein bewegtes Jahrhundert zur&#xFC;ck<\/a><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Universit&#xE4;t bot zwei Optionen an: Entweder die kleine usbekische Stadt Urgentsch oder die kirgisische Hauptstadt, in der ich als Lehrer des Kunstakademie arbeiten k&#xF6;nnte. Ich w&#xE4;hlte Frunse (der damalige Name der kirgisischen Hauptstadt Bischkek, Anm. d. Red.). Erst dachte ich, ich w&#xFC;rde ein paar Jahre dort verbringen. Es wurden volle 18 Jahre.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Wie bleiben ihnen die Jahre an der Akademie in Erinnerung?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ich arbeitete nach dem Prinzip, dass ich f&#xFC;r die Studenten ein &#xE4;lterer Kollege bin und mit ihnen Wissen und Erfahrungen austausche. Ich hielt keine Lehrstunden, sondern es gab ein gemeinsames k&#xFC;nstlerisches Leben, das sich auch au&#xDF;erhalb der Klassenr&#xE4;ume abspielte. Wir hingen die Werke der Studenten an die W&#xE4;nde der Akademie, sie waren ja auch K&#xFC;nstler und sollten sich zeigen. Und die W&#xE4;nde, die davor g&#xE4;hnend leer waren, fingen an, zu leben!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Au&#xDF;erdem lehrte ich den Studenten die k&#xFC;nstlerischen Eigenschaften von Kies, Seilen und von Ulmen; ich brachte ihnen bei, in diesen einfachen Objekten Kunstwerke mit ihrer Form, Farbe und Struktur zu sehen. Sie lernten, au&#xDF;ergew&#xF6;hnliche Kompositionen aus gew&#xF6;hnlichem Material zu schaffen. Dabei verga&#xDF;en sie so oft die Zeit, dass manche M&#xFC;tter extra in die Akademie kamen, um den komischen Lehrer zu sehen, der ihr Kind zur Kunst hinri&#xDF;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>In den Augen der K&#xFC;nstlerkollegen traditionellerer Formen wird der Designer oft wie ein Dahergekommener gesehen. Man weiss nicht, was man von ihm erwarten soll. Haben sie ein solches Verh&#xE4;ltnis gesp&#xFC;rt?&#xA0; <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das habe ich, und zwar ziemlich direkt. Nachdem die Zeitung &#x201E;Kirgisischer Komsomolets&#x201C; geschrieben hatte, dass ein Designer in der Stadt sei, wurde ich zu verschiedenen Firmen eingeladen, um &#xFC;ber die Konzeption des Designs zu erz&#xE4;hlen. Bei diesen Treffen &#xE4;u&#xDF;erte ich Ansichten &#xFC;ber die &#xC4;sthetik der Umgebung, die f&#xFC;r viele ungew&#xF6;hnlich waren. Ich sagte, dass man nichts dekorieren soll, sondern gleich sch&#xF6;n schaffen soll.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Dadurch sto&#xDF; ich auf die Feindseligkeit des kirgisischen K&#xFC;nstlerverbandes, denn der von ihm abh&#xE4;ngige &#xA0;Kunstfonds besch&#xE4;ftigte sich vor allem mit Dekoration. Sie wirkten angespannt auf mich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Als ich damals f&#xFC;r ein paar Tage nach Leningrad flog und dort meine alte Kunstakademie &#x201E;Michunka&#x201C; besuchte, griff mich mein ehemaliger Lehrstuhlleiter am &#xC4;rmel, zog mich in sein B&#xFC;ro und fragte: &#x201E;Was passiert da in Kirgisien mit dir? Ich erhalten Briefe von&#xA0; dort, sie wollen wissen, ob Du wirklich hier studiert hast. H&#xF6;r auf meinen Rat: Komm schnell weg von dort.&#x201C;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Doch ich flog zur&#xFC;ck und arbeitete weiter.&#xA0;Ich wagte es sogar, die Werke meiner Studenten auszustellen. Zum gro&#xDF;en Missfallen des K&#xFC;nstlerverbandes: Sie meinten, dass nur ihre Mitglieder ein Anrecht darauf hatten, im Haus der K&#xFC;nstler oder im Museum f&#xFC;r bildende Kunst auszustellen. Aber &#xA0;die Studenten der Akademie stellten ihre Originalwerke direkt im Laden oder im Foyer des Dramatheaters aus!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Gemeinsam mit den Studenten richteten wir auch das Interieur eines studentischen Club-Caf&#xE9;s ein. Dort wurde alles, von den T&#xFC;ren bis zu den W&#xE4;nden, von den Studenten realisiert. Die Materialien daf&#xFC;r fanden sie in der Natur: Steine, Wurzeln, usw. Das Caf&#xE9; wurde gleich nach seiner Er&#xF6;ffnung zur st&#xE4;dtischen Sensation. Es kamen Schauspieler, Schriftsteller, Kinoregisseure und erz&#xE4;hlten den Studenten &#xFC;ber sich und &#xFC;ber ihre Kunst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Letztendlich bat mich die Leitung des K&#xFC;nstlerverbands (der, wie gesagt, nicht die beste Beziehung zu mir pflegte) ein ebensolches Caf&#xE9; am Eingang eines Wohnhauses einzurichten. Wir arbeiteten mit den Studenten ganz kostenlos, aus reinem Enthusiasmus. Die jungen Leute hatten ein absolut nicht-kommerzielles Verst&#xE4;ndnis der k&#xFC;nstlerichen Arbeit. Es war f&#xFC;r sie eine M&#xF6;glichkeit, sich auszuprobieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Auch das zweite Caf&#xE9; wurde von der Er&#xF6;ffnung an von K&#xFC;ntlerkreisen besucht. Es schien so, als w&#xE4;re das Eis gefroren und als w&#xFC;rde sich mein Verh&#xE4;ltnis zum K&#xFC;nstlerverband bessern. Fehlanzeige: Weder ich noch meine Studenten wurden zur Er&#xF6;ffnung des Caf&#xE9;s eingeladen. Eine solche Ehre wurde uns nicht erteilt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ich habe viele solche Schl&#xE4;ge erlitten. Als Antwort blieb ich Zielstrebig und zeigte, dass ich mich in Kirgisien realisieren kann. Ich war anfangs f&#xFC;r ein paar Jahre gekommen, blieb dann noch ein Jahr und noch eins und nach und nach wuchs mein Freundes- und Bekanntenkreis und ich lebte mich in der Stadt ein. So verliefen 18 Jahre.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Wie viele Jahre lehrten sie an der Akademie?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ganze f&#xFC;nf. In der Zeit schaffte ich es, zusammen mit meinen Studenten und ebenfalls praktisch auf ehrenamtlicher Basis, das Caf&#xE9;, das Restaurant und die Bar des k&#xFC;rzlich gebauten Hotel &#x201E;Kyrgyzstan&#x201C; einzurichten (Heute befindet sich in dem entsprechenden Geb&#xE4;ude das Luxushotel &#x201E;Hyatt&#x201C;, Anm. d. Red.).<\/p>\n<figure id=\"attachment_7167\" aria-describedby=\"caption-attachment-7167\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-7167\" src=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/01\/1362558039_1-14.jpg\" alt=\"Hotel Kyrgyzstan Frunse\" width=\"1000\" height=\"751\" srcset=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/01\/1362558039_1-14.jpg 1000w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/01\/1362558039_1-14-300x225.jpg 300w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/01\/1362558039_1-14-768x577.jpg 768w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/01\/1362558039_1-14-800x600.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\"\/><figcaption id=\"caption-attachment-7167\" class=\"wp-caption-text\">Das Hotel Kyrgyzstan im Jahr 1974<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify\">F&#xFC;r eine so gro&#xDF;e und komplizierte Arbeit h&#xE4;tte der K&#xFC;nstlerfonds sehr viel Geld verlangt, was die Stadt aber nicht hatte. Nach einer Anordnung des stellevertretenden Vorsitzenden des Ministerrates Mojisejew wurden meine Studenten und ich geschickt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">In der Zeit baute ich auch meine Beziehungen zum&#xA0; republikanischen Architektenverband auf. Beim skizzieren neuer Geb&#xE4;ude wussten die Architekten: Wenn Krugman da rein geht, f&#xFC;llt er die leeren W&#xE4;nde mit neuem Inhalt. So fing ich an, in der Projektabteilung eines gro&#xDF;en Bauunternehmens zu arbeiten. Zwei Jahre sp&#xE4;ter wurde mir angeboten, der leitende K&#xFC;nstler der Stadt zu werden. Ich stimmte zu, wusste aber noch nicht, dass das eine Stelle f&#xFC;r Pr&#xFC;gelknaben war, ohne klare Rechte und Pflichten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Es ging so weit, dass der Instruktor des Gebietskomitees von mir fordern konnte, dass ich ihm Skizzen f&#xFC;r irgendeines ihrer Propagandaereignisse male. Ich wollte aber neue k&#xFC;nstlerische Konzeptionen erarbeiten, mit den Mitteln des modernen Designs das Lebensumfeld der Menschen neu schaffen: In der Stadt sch&#xF6;ne B&#xE4;nke aufstellen (in Frunse mangelte es an B&#xE4;nken, auch an unsch&#xF6;nen), mich um die Stra&#xDF;enbeleuchtung k&#xFC;mmern, Ladenvitrinen einrichten, an kleinen Formaten arbeiten. Ich war wie in St&#xFC;cke gerissen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ich muss sagen, dass ich von den Stadtbeh&#xF6;rden fast immer unterst&#xFC;tzt wurde, nur unter den K&#xFC;ntlerkollegen traf ich auf vollkommenes Unverst&#xE4;ndnis. In meiner Erinnerung ist der K&#xFC;nstlerverband eine verschlossene Organisation, dessen Mitglieder von gut bezahlten Auftr&#xE4;gen leben. Sie konnten sich mit mir, dessen k&#xFC;nstlerische Konzeptionen aus dem Rahmen ihres Verst&#xE4;ndnisses von Rolle und Platz des K&#xFC;nsters in der Gesellschaft fiel, abfinden. Der Konflikt mit ihnen war f&#xFC;r mich unl&#xF6;sbar. Ich verlie&#xDF; also meinen &#x201E;hohen&#x201C; Posten und musste mein Brot wieder selber verdienen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Lassen sie uns &#xFC;ber den Springbrunnen &#x201E;Sonnenfische&#x201C; reden. Warum wurde es ein Springbrunnen und nicht zum Beispiel ein sch&#xF6;nes Schild an einer Fassade, was damals zeitgen&#xF6;&#xDF;ig und g&#xFC;nstiger war? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Der Springbrunnen war nicht mein erstes Werk in Kirgisien. In der Stadt Osch wurde unter der Br&#xFC;cke &#xFC;ber den Fluss Ak-Buura eine Bierschenke gebaut, dessen Interieur ganz von mir erdacht war: Die Fassade bedeckte ich mit Kies, so dass es aussah, wie ein steinerner kirgisischer &#x201E;Ala-Kijis&#x201C; Teppich; Die M&#xF6;bel, die Lampen, die Untergestelle, sogar die Bierkr&#xFC;ge, alles wurde nach meinen Skizzen realisiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Mir wurde in Osch auch angeboten, eine Kymys-Bar einzurichten. Die Idee an sich war gut, die sch&#xF6;ne Architektur des Geb&#xE4;udes gefiel mir auch und ich schaffte es, es entsprechend zu entwerfen, innen wie au&#xDF;en. Es gab viele weitere Objekte dieser Art, nicht nur in der Stadt, sondern auch in abgelegenen D&#xF6;rfern: In Pokrowka im S&#xFC;den des Issikk&#xF6;ls, im Dorf Lenin-Dschol in der oscher Umgebung&#x2026;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Im Prinzip sollte eine solche Arbeit ja gut bezahlt sein&#x2026; <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Genauer: Sie h&#xE4;tte gut bezahlt sein sollen. Aber nicht in meinem Fall. Ich war eben kein Mitglied des K&#xFC;nstlerverbands Kirgisiens. Ich versuchte ein paar Mal, Mitglied zu werden, wurde aber jedes Mal abgewiesen. Dann mischte sich Moskau ein und nahm mich &#xFC;ber Kirgisien hinweg in den K&#xFC;nstlerverband der UdSSR auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ich war auch kein Mitglied des K&#xFC;ntlerfonds, &#xFC;ber den alle entgeltlichen Auftr&#xE4;ge liefen. Bei dem Objekt in Osch und auch bei ein paar weiteren wurde ich deshalb als Arbeiter gez&#xE4;hlt und dementsprechend bezahlt. Doch das k&#xFC;mmerte mich nicht allzu sehr, ich wollte meine k&#xFC;nstlerichen Gedanken, derer ich damals voll war, realisiert sehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">F&#xFC;r ebendiesen Arbeitergehalt entwarf ich in einem Geb&#xE4;ude im Zentrum von Osch eine bunte Mosaik im Relief, die eine Taube darstellt. Es wurde sp&#xE4;ter &#x201E;Gl&#xFC;cksvogel&#x201C; genannt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_7168\" aria-describedby=\"caption-attachment-7168\" style=\"width: 668px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-7168\" src=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/01\/13043685_10208671182992755_2556600098767424423_n.jpg\" alt=\"Gl&#xFC;cksvogel Osch\" width=\"668\" height=\"736\" srcset=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/01\/13043685_10208671182992755_2556600098767424423_n.jpg 668w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/01\/13043685_10208671182992755_2556600098767424423_n-272x300.jpg 272w\" sizes=\"auto, (max-width: 668px) 100vw, 668px\"\/><figcaption id=\"caption-attachment-7168\" class=\"wp-caption-text\">Der &#x201E;Gl&#xFC;cksvogel&#x201C; in Osch heute<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify\">Vor kurzem fand ich im Internet ein Farbfoto von diesem Werk und freute mich: Meine Taube lebt, sie wurde auf ihre Art zu einem Symbol, so wie auch der Springbrunnen &#x201E;Sonnenfische&#x201C; in Frunse zum Symbol werden konnte. &#xDC;brigens: Der Springbrunnen in Frunse wurde mit bunter Smalte gemacht, die Taube in Osch aber mit bunten Fliesen, die ich selber in der Porzellanfabrik in Kuwasaj vorbereitete.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Gehen wir zum Springbrunnen &#xFC;ber. Wie entstand die Idee seiner Realisierung und wie wurde der Bauort ausgew&#xE4;hlt?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">In Frunse arbeitete damals der herausragende Architekt Askar Isajew, dem das neun-Etagen Wohnhaus an der Sowjetskajastra&#xDF;e zu verdanken ist. Ich bot ihm an, vor diesem Geb&#xE4;ude einen Springbrunnen zu bauen und er willigte ein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Der Ort ist sonnig, wie die Stadt, und bot sich gut an, um ein Mikroklima zu schaffen, in dem sich Kinder und Erwachsene wohlf&#xFC;hlen konnten. Unter den Bauarbeitern waren zwei meiner ehemaligen Studenten. Ich war der Autor des Projektes und der Skizzen und stach selbst auch die Smalte aus und klebte sie an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Auch das Projekt lief auch nicht ohne Konflikte. Der k&#xFC;nstleriche Rat des K&#xFC;nstlerverbands konnte nicht akzeptieren, dass ein Dritter (in ihren Augen war ich f&#xFC;r immer so einer) von der Stadt einen solchen Auftrag erh&#xE4;lt. Uns wurden Hindernisse aller Art in den Weg gestellt, sie versuchten uns die auch so schon knappen Mittel zu streichen. Bei dem Versuch, mich mit den Kollegen des K&#xFC;nstlerverbands zu einigen, lud ich sie dazu ein, sich meine Werke anzusehen: Der Springbrunnen, das Caf&#xE9; &#x201E;Dolon&#x201C;, das Kindercaf&#xE9;. Aber als Antwort kam nur sp&#xF6;ttisches L&#xE4;cheln und Sarkasmus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>War das der Grund daf&#xFC;r, dass sie Kirgisien verlie&#xDF;en?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">In gewisser Hinsicht, ja. Den entscheidenden Schlag dazu steckte ich im Jahr 1986 ein, als ich 50 wurde. Der K&#xFC;nstlerverband Kirgisiens hat dieses Datum einfach ignoriert, sie haben mir, der immerhin 18 Jahre in der Republik als ihr Kollege gelebt und gearbeitet hatte, noch nicht einmal einen offiziellen Gl&#xFC;ckwunsch geschickt. Nachdem ich verstanden hatte, dass ich meine k&#xFC;nstlerichen Ideen in Kirgisien nicht mehr weiterentwickeln konnte, entschied ich mich, nach Leningrad zur&#xFC;ckzukehren<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Seitdem ist viel Zeit vergangen, aber bis heute sehen viele Einwohner Bischkeks ihren Springbrunnen als Versch&#xF6;nerung der Stadt. Z&#xE4;hlten Sie auf so eine Reaktion, als Sie den Brunnen realisierten?&#xA0; <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Nein, ich&#xA0; z&#xE4;hlte auf die Einwohner, die zu meiner Zeit dort waren. Als ich dann viele Jahre sp&#xE4;ter, bereits in Deutschland, h&#xF6;rte, dass der Springbrunnen von Dreck bedeckt herumsteht, dass ihn anscheinend niemand mehr braucht. Danach habe ich ganz mich bem&#xFC;ht, ihn zu vergessen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Heute, in der H&#xF6;he meines Alters (ich bin schon &#xFC;ber 80), freue ich mich, dass einige B&#xFC;rger Bischkek den Springbrunnen nicht gleichg&#xFC;ltig sehen und den neuen B&#xFC;rgermeister (ein junger Mann, wie ich h&#xF6;rte) dazu aufgefordert haben, ihn wieder zum Leben zu erwecken. Und er hat auf sie geh&#xF6;rt. Mir wurde ein Video geschickt, in dem Arbeiter den Springbrunnen zur Restaurierung vorbereiten und reinigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Smalte ist an manchen stellen abgefallen, sie muss wiederhergestellt werden. Ich weiss nicht, wo sie neue finden werden aber mir scheint, dass das heute nicht so schwer ist, wie zu meiner Zeit. Ich bin den Stadtbeh&#xF6;rden sehr dankbar daf&#xFC;r, dass sie den Springbrunnen reparieren und restaurieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Zu ihrem Leben in Deutschland: Warum zogen sie dorthin und was machen sie dort&#xA0;? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Hier habe ich als Maler eine zweite k&#xFC;nstlerische Laufbahn begonnen. W&#xE4;hrend der Perestrojka, als das Land auseinanderfiel, war es nicht mehr m&#xF6;glich, an Interieurs und &#xE4;sthetischen R&#xE4;umen zu arbeiten. Ich musste irgendwie Geld verdienen und wandt mich so der Malerei zu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ich stellte meine kubistischen Bilder &#xFC;ber die gorbatschjower Perestrojka in dem einziger Leningrader Kunstsalon und in der Galerie &#x201E;Zerkalo&#x201C; (&#x201E;Spiegel&#x201C;) aus. Der Direktor der Galerie war der ber&#xFC;hmte Kunstexperte Jurij Modestowitsch Gogolitsyn. Er nahm meine Bilder sehr enthusiastisch an und verkaufte sie gut. Es stelle sich heraus, dass die meisten meiner Arbeiten von Touristen aus 37 verschiedenen L&#xE4;ndern aufgekauft wurden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Nachdem ich mit einer Austellung meiner Werke in Genua einen gro&#xDF;en Erfolg erzielte, bot man mir an, in Italien zu arbeiten. Aber ich zog ein Angebot aus Deutschland vor: Ein deutscher Bauherr und M&#xE4;zen sah meine kirgisischen Interieurs auf Bildern und lud mich nach N&#xFC;rnberg ein. Dort atmete ich zum ersten Mal vollen Herzens die Luft der Freiheit. Ich sp&#xFC;rte ein ganz anderes Verh&#xE4;ltnis mir gegen&#xFC;ber.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Deutschland ist ein sauberes, gepflegtes, elegantes, unheimlich sch&#xF6;nes Land. Ich lebe nun schon 22 Jahre in dem wundersch&#xF6;nen kleinen St&#xE4;dtchen F&#xFC;rth. Die Stadt hat etwas mehr als 100 000 Einwohner aber daf&#xFC;r jedes Jahr bis zu 200 Kunstaustellungen (damals in Frunse gab es f&#xFC;r eine halbe Million Einwohner kaum zehn Austellungen pro Jahr).<\/p>\n<figure id=\"attachment_7162\" aria-describedby=\"caption-attachment-7162\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-7162\" src=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/01\/Krugman-7-1-1024x683.jpg\" alt=\"Wladimir Krugman\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/01\/Krugman-7-1-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/01\/Krugman-7-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/01\/Krugman-7-1-768x512.jpg 768w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/01\/Krugman-7-1-128x86.jpg 128w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/01\/Krugman-7-1.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\"\/><figcaption id=\"caption-attachment-7162\" class=\"wp-caption-text\">Wladimir Krugman<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify\">Hier bin ich ein freier K&#xFC;nstler: Ich habe ein eigenes Atelier und genie&#xDF;e den Respekt und die Anerkennung meiner K&#xFC;nstlerkollegen. Auch meine Werke finden Anerkennung und haben sich bisher in &#xFC;ber 40 L&#xE4;nder verkauft. Ich in ganz Deutschland ausgestellt, von F&#xFC;rth bis Berlin, au&#xDF;erdem in Z&#xFC;rich, in Paris, Br&#xFC;ssel und Salzburg. Daf&#xFC;r muss ich st&#xE4;ndig experimentieren, immer etwas Neues in mir entdecken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Stellen wir uns mal vor ich bin K&#xFC;nstler und finde mich in h&#xF6;herem Alter in einem Fremden Land auf. Kann ich hier erfolgreich werden? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Es geht, wenn sie sich in die neue Kultur integrieren k&#xF6;nnen. Es ist egal, in welchen Land sie landen, solange sie ein russischer, kirgisischer, ukrainischer oder anderer K&#xFC;nstler bleiben kann man ihnen vielleicht etwas abkaufen, aber f&#xFC;r das westliche Auge bleiben sie ein exotisches Element.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Wie sie nat&#xFC;rlich wissen gab es in der UdSSR ein System verschiedener Titel: Volksk&#xFC;nstler oder &#x2013;dichter, Volks- oder ausgezeichneter Schauspieler. Mit einem solchen Titel war einem ein guter Platz in der Gesellschaft sicher, man brauchte sich nicht besonders um seine k&#xFC;nstlerische Reife zu sorgen. Hier ist so etwas nicht m&#xF6;glich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die meisten Zuschauer im Westen sind &#xE4;sthetisch gut gebildet. Wenn ein K&#xFC;nstler nicht neue Wege sucht, sich von alten Dingen befreit, findet er kaum Erfolg.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>W&#xFC;rden sie gerne das heutige Bischkek mit eigenen Augen sehen&#xA0;? Und sind sie um ihre kirgisische Zeit nicht mehr nostalgisch&#xA0;? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Manchmal tr&#xE4;ume ich von Bischkek, oder vom ehemligen Frunse, genauer gesagt. Ebenso wie das ganze Kirgisien. Die Tr&#xE4;ume sind unterschiedlich: Einmal gind ich durch die Bischkeker Stra&#xDF;en, suchte die Krasnooktjabrsaja-Stra&#xDF;e (&#x201E;Roter Oktober&#x201C;) ohne sie zu finden, erkannte die Stadt nicht mehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ich bereue nicht, einen Teil meines Lebens dort verbracht zu haben. Das ist ein Teil meines k&#xFC;nstlerischen Schicksals. Was dort passiert ist, wie es passiert ist, das ist alles Vergangenheit. Aber ich habe in dem Land Freundschaften geschlossen, wenn auch wenige. &#xDC;ber sie kann ich mit Puschkin sagen: Manche sind fort und andere fern (&#x201E;&#x438;&#x43D;&#x44B;&#x445; &#x443;&#x436; &#x43D;&#x435;&#x442;, &#x430; &#x442;&#x435; &#x434;&#x430;&#x43B;&#x435;&#x447;&#x435;&#x201C; im Original, aus Eugen Onegin, Anm. d. Red.).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Es gab dort herausragende Leute: Die Journalisten Leonid Djadjutschenko und Wilora Aktschurina, die Architekten Gennadij Kutateladze und Rafkat Machamadijew, die K&#xFC;nstler Lidija Iljinoj, Gapar Ajtijew und Ewgenij Kusowkin (diese drei Mitglieder des kirgisischen K&#xFC;nstlerverbands gaben mir schriftliche Empfehlungen zum Eintritt in den Verband, aber ihre Unterst&#xFC;tzung war nicht ausreichend).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Gesund und munter, wenn auch fern sind meine zwei alten Frunser Freunde Walerij Sandler und Alexandr Barschaj, beide Journalisten. Der erste ist schon lange in Amerika, der zweite in Israel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Nach Bischkek fliegen? Das w&#xE4;re nicht schlecht, aber in meinem Alter ist das nicht ganz einfach. Fr&#xFC;her reiste ich relativ aktiv, aber mein Gesundheitszustand macht Langstreckenfl&#xFC;ge problematisch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Meine Antwort auf die Frage zur Nostalgie wird kurz: Ich war fr&#xFC;her nicht nostalgisch und auch nicht heute. Denn ich bin hier in meiner Kunst, in meiner Arbeit erf&#xFC;llt und st&#xE4;ndig gefordert.<\/p>\n<p style=\"text-align: right\"><strong>Walerij Sandler und Metin Dschumagulow<br>\nf&#xFC;r Kloop.kg<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: right\"><strong>Aus dem Russischen &#xFC;bersetzt von Florian Coppenrath<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wladimir Krugman, Kirgistans erster Designer, kam in den 1960ern ins Land und verbrachte ganze 18 Jahre dort. Genug Zeit, um mit seiner Arbeit verschiedene Orte der damaligen Sojwetrepublik Kirgisien zu pr&#xE4;gen. Das Internetmagazin Kloop.kg hat den K&#xFC;nstler in Deutschland, wo er heute wohnt, getroffen. Wir &#xFC;bersetzen das Gespr&#xE4;ch mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion. In [&#x2026;]<\/p>\n","protected":false},"author":88,"featured_media":7161,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[1428,1476,1413,1648,690,1198,1299,1233,1644],"coauthors":[4959],"class_list":["post-7159","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kirgistan","tag-bischkek","tag-design","tag-geschichte","tag-interview","tag-kirgistan","tag-kultur","tag-kunst","tag-sowjetunion","tag-udssr"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7159","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/88"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7159"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7159\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":34045,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7159\/revisions\/34045"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7161"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7159"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7159"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7159"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/coauthors?post=7159"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}