{"id":44715,"date":"2026-05-20T18:45:09","date_gmt":"2026-05-20T16:45:09","guid":{"rendered":"https:\/\/novastan.org\/de\/?p=44715"},"modified":"2026-05-20T18:45:11","modified_gmt":"2026-05-20T16:45:11","slug":"die-tschagataiden-brueder-die-die-steppe-zaehmen-wollten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/novastan.org\/de\/panorama\/die-tschagataiden-brueder-die-die-steppe-zaehmen-wollten\/","title":{"rendered":"Die Tschagataiden: Br\u00fcder, die die Steppe z\u00e4hmen wollten"},"content":{"rendered":"<p><strong>&#xDC;ber Jahrhunderte wurde Zentralasien von mongolischen Khanen und deren nomadischer Kultur und Rechtsprechung gepr&#xE4;gt. Eine eigenartige Symbiose mit lokalen Eliten bildete sich heraus und die verschiedenen Seiten pr&#xE4;gen die Menschen und die Kultur in Zentralasien bis heute. Aus dem Reich der Tschagataiden wurde jedoch nie einen vollwertiger Mongolenstaat; auch vor dem islamischen Einfluss war es nicht gefeit und einige Herrscher und ihre Untertaninnen und Untertanen konvertierten teils berechnend zum Islam. Fergana geht der Frage nach, warum die Mongolenherrscher nie einen vollwertigen Nationalstaat in Zentralasien gegr&#xFC;ndet haben.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Gegen Ende des 13. Jahrhunderts hatten sich drei mongolische Gro&#xDF;m&#xE4;chte unter der F&#xFC;hrung der Nachkommen Dschingis Khans zu eigenst&#xE4;ndigen und relativ zentralisierten Staaten entwickelt &#x2013; das <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Yuan-Dynastie\">Yuan-Reich<\/a> in China, das <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ilchane\">Ilchanat<\/a> der Hulaguiden in Vorderasien und die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Goldene_Horde\">Goldene Horde<\/a> mit ihrem Zentrum im unteren Wolga-Gebiet. Nur auf den Gebieten des Tschagatai-Khanats, zu denen der gr&#xF6;&#xDF;te Teil Zentralasiens geh&#xF6;rte, herrschte Chaos. Die Khane wurden nacheinander gest&#xFC;rzt und ermordet, die St&#xE4;dte wurden von Kaufleuten regiert, es gab keine einheitliche W&#xE4;hrung und der nomadische Adel achtete eifers&#xFC;chtig darauf, dass keiner der mongolischen W&#xFC;rdentr&#xE4;ger es wagte, sich auf dem Land niederzulassen und einen Palast zu errichten.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"flex flex-col md:flex-row justify-evenly items-center bg-yellow-100 my-20 p-10 space-y-10 subscribe\">\n\t<div class=\"container flex flex-col lg:flex-row justify-between\">\n\t\t<div class=\"flex flex-col w-full lg:w-3\/5 pb-4\">\n\t\t\t<h2 class=\"text-3xl text-secondary font-bold mb-4 text-[#749D02]\">\n\t\t\t\t\t\t\t\tUnterst&#xFC;tzt Novastan &#x2013; das europ&#xE4;ische Zentralasien-Magazin \n\t\t\t<\/h2>\n\t\t\t\tAls vereinsgetragene, unabh&#xE4;ngige Plattform lebt Novastan vom Enthusiasmus seiner ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen &#x2013; und von eurer Unterst&#xFC;tzung! \n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"flex flex-col w-full lg:w-2\/5 justify-items-center justify-center pb-4\">\n\t\t\t<div class=\"rounded-md bg-accent-500 px-10 py-5 text-center w-72 mx-auto\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<a class=\"block rounded bg-white p-2 mt-4 font-bold\" href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/novastan-ev\/spenden\/\">Novastan unterst&#xFC;tzen<\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Erst zu Beginn des 14. Jahrhunderts versuchte <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Kebek\">Khan Kebek<\/a>, dieses System zu durchbrechen. Er verlegte die Hauptstadt nach <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Transoxanien\">Transoxanien<\/a>, teilte das Land in Bezirke auf und f&#xFC;hrte eine eigene W&#xE4;hrung ein. Sein Bruder <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tarmaschirin\">Tarmaschirin<\/a> ging noch weiter: Er lehnte die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jassa\">Jassa<\/a> [mongolisches Gesetzbuch des 13.\/14. Jahrhunderts, Anm. d. &#xDC;bers.] von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dschingis_Khan\">Dschingis Khan<\/a> zugunsten des Islam ab. Beide bezahlten ihre Reformversuche mit dem Leben. Bald darauf zerfiel das Ulus [Reichsgebiet, Anm. d. &#xDC;bers.], doch auf seinen Tr&#xFC;mmern sollte sp&#xE4;ter das Reich <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Timur\">Amir Temurs<\/a> entstehen &#x2013; der letzte Staat, dem es gelang, die &#x201E;Steppe&#x201C; mit Hochkultur und der administrativen Macht des islamischen Reiches zu vereinen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Ulus, der tats&#xE4;chlich nie zu einem Staat wurde<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Jahr 1224, kurz vor dem Tod Dschingis Khans, wurde das Mongolische Reich unter seinen S&#xF6;hnen in Lehensgebiete (Ulus) aufgeteilt. Die Gebiete Zentralasiens &#x2013; Transoxanien, <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Jetisu\">Jetisu<\/a> und die Karawanenst&#xE4;dte an den Handelswegen, die China, den Iran und Indien verbanden &#x2013; fielen dem zweiten Sohn, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tschagatai_Khan\">Tschagatai<\/a>, zu. Nach mongolischem Brauch ging das Haupterbteil &#x2013; die angestammten mongolischen Gebiete und der gr&#xF6;&#xDF;te Teil der v&#xE4;terlichen Armee &#x2013; an den j&#xFC;ngsten Sohn <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tolui_Khan\">Tolui<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor der Ankunft der Mongolen bl&#xFC;hten Samarkand, Buchara und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Otrar\">Otrar<\/a> dank Handwerk und Handel auf. Doch Tschagatais Hauptlager befand sich in der Steppe, im Tal des Flusses Ili  weit entfernt von den st&#xE4;dtischen Zentren. Die unterworfene Bev&#xF6;lkerung lebte in den meisten F&#xE4;llen nach ihren eigenen Gesetzen, hier und da blieben sogar lokale Dynastien erhalten. Diese Situation kam Tschagatai pers&#xF6;nlich durchaus entgegen: Er blieb ein &#xFC;berzeugter Nomade und strebte keine sesshafte Stadtverwaltung an, sondern bevorzugte die traditionelle Steppenherrschaft.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"744\" height=\"592\" src=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2026\/05\/Karte-des-Tschagataiischen-Ulus-zu-Ende-des-13.-Jahrhunderts.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-44720\" srcset=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2026\/05\/Karte-des-Tschagataiischen-Ulus-zu-Ende-des-13.-Jahrhunderts.png 744w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2026\/05\/Karte-des-Tschagataiischen-Ulus-zu-Ende-des-13.-Jahrhunderts-300x239.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 744px) 100vw, 744px\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Karte des Tschagataiischen Ulus zu Ende des 13. Jahrhunderts<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Trotz Tschagatais Verachtung f&#xFC;r das sesshafte Leben bildeten sich die wichtigsten Steuereinnahmen und Handelsstr&#xF6;me gerade in den St&#xE4;dten und in den D&#xF6;rfern auf dem Land. Um die sesshafte Bev&#xF6;lkerung zu verwalten, &#xFC;bertrugen die Mongolen die Steuererhebung und die Verwaltungsaufgaben an Vertreter der lokalen Wirtschaftselite. Es bildete sich jedoch kein einheitliches politisches Zentrum im Ulus heraus. Im Gegensatz zum Yuan-Reich, wo sich die Mongolen auf die chinesische B&#xFC;rokratie st&#xFC;tzten, oder zum Ilchanat, wo sich der nomadische Adel in die persischen Verwaltungspraktiken integrierte, entwickelte sich in Zentralasien ein besonderes Verwaltungsmodell. Indem sie die St&#xE4;dte an lokale Beamte verpachteten, konzentrierten sich die Mongolen auf die Verwaltung der Steppe.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/zentralasien-und-europa\/joo-yup-lee-the-turkic-peoples-in-world-history-routledge-2024\/\">Turkv&#xF6;lker in der Weltgeschichte<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>W&#xE4;hrend die Nomaden also nach dem Jassa Dschingis Khans lebten, folgte die sesshafte Bev&#xF6;lkerung der islamischen Scharia. Formal durften sich die Mongolen nicht in st&#xE4;dtische Angelegenheiten einmischen, und die Statthalter nicht in die der Steppe. In der Praxis wurde diese Grenze jedoch st&#xE4;ndig &#xFC;berschritten: Die Khane verlangten Geld, die P&#xE4;chter suchten Einfluss am Hof, die Wesire intrigierten gegen die Noyanen [mongolischer Titel f&#xFC;r zivile und milit&#xE4;rische F&#xFC;hrer, meist adliger Abstammung, Anm. d. &#xDC;bers.]. Die beiden Ordnungen prallten regelm&#xE4;&#xDF;ig aufeinander und verursachten Chaos, was zum Hauptleiden des Ulus wurde.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kriege &#xFC;ber Kriege<\/h2>\n\n\n\n<p>Bereits in der zweiten H&#xE4;lfte des 13. Jahrhunderts wurden die Gebiete der Tschagataiden in langwierige Bruderkriege verwickelt. Nach dem Tod von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/M%C3%B6ngke_Khan\">M&#xF6;ngke Khan<\/a> 1259, dem letzten Herrscher des vereinigten mongolischen Reiches, und dem Krieg um die Vorherrschaft von 1260 bis 1264 wurde das ehemalige Reich Dschingis Khans nicht mehr von einem einzigen Zentrum aus regiert, und das Kr&#xE4;fteverh&#xE4;ltnis zwischen den Ulus ver&#xE4;nderte sich drastisch.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Konfrontation zwischen Tschagataiden Tschingisiden versch&#xE4;rfte sich &#x2013; vor allem mit dem Urenkel Dschingis Khans, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Qaidu_Khan\">Qaidu<\/a>, der einen bedeutenden Teil der Steppengebiete kontrollierte und einen langwierigen Kampf um den Einfluss in Zentralasien f&#xFC;hrte. Gleichzeitig versch&#xE4;rften sich an den westlichen und n&#xF6;rdlichen Grenzen die Konflikte mit der Goldenen Horde um die Steppengebiete und Handelswege zum Wolga-Gebiet und nach Westsibirien sowie im S&#xFC;dwesten mit dem Ilchanat um die Kontrolle &#xFC;ber Khorasan und die Grenzst&#xE4;dte sowie die Karawanenrouten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"744\" height=\"727\" src=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2026\/05\/Begraebnis-von-Tschagatai.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-44723\" srcset=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2026\/05\/Begraebnis-von-Tschagatai.jpeg 744w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2026\/05\/Begraebnis-von-Tschagatai-300x293.jpeg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 744px) 100vw, 744px\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Das Begr&#xE4;bnis von Tschagatai, persische Malerei, 14. Jahrhundert<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Ein Krieg folgte dem anderen. Samarkand, Buchara, Herat und andere gro&#xDF;e Zentren wechselten wiederholt den Machthaber und die lokalen Emire waren gezwungen, st&#xE4;ndig ihre Verb&#xFC;ndeten zu wechseln. Innerhalb von f&#xFC;nfzig Jahren wechselten etwa ein Dutzend Khane an der Spitze des Ulus, doch keiner von ihnen konnte die Macht lange genug halten, um alle regionalen Gruppierungen unter seine Kontrolle zu bringen und eine stabile Herrschaft &#xFC;ber die St&#xE4;dte und den Milit&#xE4;radel wiederherzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ibn Battuta, der Mitte des 14. Jahrhunderts Zentralasien bereiste, beschrieb ebenfalls den Verfall und Niedergang, in dem sich die Region nach einem Jahrhundert mongolischer Herrschaft befand: <em>&#x201E;Moscheen, Medresen und Basare liegen in Tr&#xFC;mmern, mit Ausnahme einiger weniger&#x2026; Heute gibt es dort keinen einzigen Menschen, der sich in der Wissenschaft auskennt, und niemanden, der ihr Beachtung schenkt.&#x201C;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Zustand befand sich der Ulus zum Zeitpunkt der Macht&#xFC;bernahme durch Kebek, der als erster Tschagatai-Khan versuchte, das Herrschaftsmodell im Ulus zu &#xE4;ndern.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"711\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2026\/05\/Ibn-Battuta-711x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-44724\" srcset=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2026\/05\/Ibn-Battuta-711x1024.jpeg 711w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2026\/05\/Ibn-Battuta-208x300.jpeg 208w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2026\/05\/Ibn-Battuta.jpeg 744w\" sizes=\"auto, (max-width: 711px) 100vw, 711px\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ibn Battuta, franz&#xF6;sische Malerei, 19. Jahrhundert<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kebek: Feldherr und Reformer<\/h2>\n\n\n\n<p>Kebek war der Urururenkel von Dschingis Khan und Sohn des <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Duwa\">Khans Duwa<\/a>, der den Ulus von 1282 bis 1307 regierte. Er wurde aller Wahrscheinlichkeit nach in der Steppe in einem Nomadenlager geboren und geh&#xF6;rte einem heidnischen Glauben an, sprach jedoch im Gegensatz zu den meisten seiner Vorfahren bereits einen turksprachigen Dialekt. Vermutlich vermischte sich die herrschende Schicht des Tschagatai-Ulus zu Beginn des 14. Jahrhunderts zunehmend mit der einheimischen Bev&#xF6;lkerung.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 1309 wurde Kebek zum Khan ernannt. Doch fast unmittelbar darauf wurde auf Kebeks eigene Initiative hin ein <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kurultai\">Kurultai<\/a> einberufen, der beschloss, die Macht an seinen &#xE4;lteren Bruder Esen-Buke zu &#xFC;bertragen. Kebek f&#xFC;gte sich und befehligte in den folgenden neun Jahren die Armee der Tschagataiden.<\/p>\n\n\n\n<p>In einem Feldzug gegen das Ilchanat &#xFC;berquerte Kebek den <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Amudarja\">Amudarja<\/a>, bezwang am Fluss <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Murgab_(Bartang)\">Murgab<\/a> die Armee des Statthalters von Khorasan und erreichte Herat. Dort sah er, wie das Reich der Hulaguiden organisiert war &#x2013; mit einer einheitlichen Silberm&#xFC;nze, Verwaltungsbezirken und einer funktionierenden B&#xFC;rokratie. Im Tschagatai-Ulus gab es nichts dergleichen. M&#xF6;glicherweise zu diesem Zeitpunkt reifte bei Kebek die Erkenntnis, dass sich im Tschagatai-Ulus etwas &#xE4;ndern musste.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kasachstan\/quryltai-tradition-und-zukunft-der-kasachischen-volksversammlung\/\">Qurylta&#x131; &#x2013; Tradition und Zukunft der kasachischen Volksversammlung<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als er nach dem Tod seines Bruders Esen-Buka im Jahr 1318 erneut an die Macht kam, beschloss er als Erstes, eine vollwertige Hauptstadt zu schaffen. Kebeks Residenz wurde <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Qarshi\">Qarshi<\/a>, das damals den Namen Nasaf trug. Die Wahl des Ortes war bezeichnend: keine Steppe, sondern eine Stadt in Transoxanien, in der N&#xE4;he der Handelswege und der wichtigsten Steuerquellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier errichtete Kebek einen Palast &#x2013; eines der wenigen bekannten Beispiele f&#xFC;r eine feste Khan-Residenz in der Region. Der Palast wurde im Zentrum der &#xF6;rtlichen Festung errichtet und gab der Stadt m&#xF6;glicherweise ihren Namen: In der turksprachigen Tradition bedeutete &#x201E;karshi&#x201C; n&#xE4;mlich &#x201E;Palast&#x201C;. &#xDC;berreste dieses Komplexes wurden in Form von massive Mauern, Fu&#xDF;b&#xF6;den und S&#xE4;ulen gefunden. Die blo&#xDF;e Tatsache, dass ein solches Zentrum entstand, bedeutete einen Wandel der Priorit&#xE4;ten &#x2013; die Macht war nicht mehr nomadisch. Rund um den Palast bildeten sich nach und nach neue Viertel des Adels und Handwerksm&#xE4;rkte, und das Leben des alten Nasaf begann sich in Richtung dieser Residenz zu verlagern. Nach Kebeks Tod verschwand das Geb&#xE4;ude nicht &#x2013; unter Amir Temur wurde es umgebaut und in eine Moschee umgewandelt, die als Odina bekannt ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Kebeks n&#xE4;chster Schritt betraf die Verwaltung der Gebiete. Die L&#xE4;ndereien des Khans wurden in Bezirke mit fest zugewiesenen Beamten aufgeteilt, die f&#xFC;r die Erhebung von Steuern und die Aufrechterhaltung der Ordnung zust&#xE4;ndig waren. Dies erm&#xF6;glichte es, die Willk&#xFC;r vor Ort einzud&#xE4;mmen und zumindest teilweise die Kontrolle &#xFC;ber die Einnahmen zur&#xFC;ckzugewinnen, die zuvor in den Taschen der Emire und Zwischenh&#xE4;ndler gelandet waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die auff&#xE4;lligste Reform des Khans war jedoch die W&#xE4;hrungsreform. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts waren im Tschagatai-Ulus M&#xFC;nzen unterschiedlichen Gewichts und Qualit&#xE4;t im Umlauf, die an verschiedenen Orten gepr&#xE4;gt worden waren. Dies erschwerte den Zahlungsverkehr und bot Raum f&#xFC;r Missbrauch. Kebek f&#xFC;hrte einen einheitlichen Standard f&#xFC;r Silberm&#xFC;nzen ein. Die Pr&#xE4;gung erfolgte nach einem einheitlichen Muster, und die M&#xFC;nzen selbst erhielten den Namen &#x201E;Kebeks&#x201C;. Die Vereinheitlichung des Geldumlaufs vereinfachte den Handel und st&#xE4;rkte die Position der Zentralmacht: Die Kontrolle &#xFC;ber die M&#xFC;nzpr&#xE4;gung bedeutete die Kontrolle &#xFC;ber einen erheblichen Teil der Wirtschaftsstr&#xF6;me.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"744\" height=\"369\" src=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2026\/05\/Muenzen-von-Khan-Kebek.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-44725\" srcset=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2026\/05\/Muenzen-von-Khan-Kebek.jpeg 744w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2026\/05\/Muenzen-von-Khan-Kebek-300x149.jpeg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 744px) 100vw, 744px\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">M&#xFC;nzen von Khan Kebek, ausgegraben in Buchara<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Parallel dazu wurden Ma&#xDF;nahmen zur Belebung der Wirtschaft des Ulus ergriffen. Quellen berichten von der Wiederherstellung der Bew&#xE4;sserungssysteme, der F&#xF6;rderung der Landwirtschaft und den Versuchen, Handwerkszentren wiederzubeleben. F&#xFC;r die Machthaber war dies eine Frage des &#xDC;berlebens: Ohne stabile Einnahmen war es unm&#xF6;glich, das Heer zu unterhalten und die Loyalit&#xE4;t des Adels zu sichern.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch genau hier stie&#xDF;en Kebeks Reformen auf Widerstand. Die verst&#xE4;rkte Kontrolle &#xFC;ber Steuern und M&#xFC;nzwesen schr&#xE4;nkte die Handlungsm&#xF6;glichkeiten derer ein, die es gewohnt waren, eigenst&#xE4;ndig zu agieren. Die nomadische Elite verlor einen Teil ihrer Eink&#xFC;nfte und ihres Einflusses, w&#xE4;hrend die st&#xE4;dtische Oberschicht ihren Handlungsspielraum zwischen den verschiedenen Machtzentren einb&#xFC;&#xDF;te. Die Unterst&#xFC;tzung des Khans blieb situationsabh&#xE4;ngig, und jede Schw&#xE4;chung seiner Position wirkte sich unmittelbar auf die Regierbarkeit der Gebiete aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Kebek behielt den Thron f&#xFC;r einen Herrscher aus der Tschagatai-Dynastie relativ lange &#x2013; ganze acht Jahre. Doch gelang es ihm nicht, das Kr&#xE4;fteverh&#xE4;ltnis innerhalb des Ulus vollst&#xE4;ndig zu ver&#xE4;ndern. Nach seinem Tod blieben viele der eingeleiteten Ma&#xDF;nahmen in Kraft &#x2013; vor allem das W&#xE4;hrungssystem und die Praxis der St&#xFC;tzung auf die St&#xE4;dte. Ein stabiles Machtmodell bildete sich jedoch nie heraus. Die Kontrolle &#xFC;ber die Gebiete hing weiterhin von Vereinbarungen zwischen einflussreichen Adelsgruppen ab und nicht von einer einheitlichen Ordnung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Weg vom Jassa und hin zur Scharia<\/h2>\n\n\n\n<p>Kebek starb im Jahr 1326 &#x2013; einigen Quellen zufolge eines nat&#xFC;rlichen Todes, anderen zufolge fiel er einer Verschw&#xF6;rung mongolischer W&#xFC;rdentr&#xE4;ger zum Opfer. Der Thron ging an seinen Bruder Iltschigidai &#xFC;ber, der Buddhisten und Katholiken sch&#xFC;tzte, jedoch nur sehr kurz regierte und ebenfalls ermordet wurde. Nach der kurzen Regierungszeit eines weiteren Bruders, Durr-Timur, kam schlie&#xDF;lich Tarmaschirin an die Macht, der Kebeks Reformen fortsetzte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"744\" height=\"383\" src=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2026\/05\/Muenzen-Tarmaschirins.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-44726\" srcset=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2026\/05\/Muenzen-Tarmaschirins.jpeg 744w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2026\/05\/Muenzen-Tarmaschirins-300x154.jpeg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 744px) 100vw, 744px\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">M&#xFC;nzen Tarmaschirins, 1331&#x2013;1332<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Unter Tarmashirin wurde das von Kebek eingef&#xFC;hrte W&#xE4;hrungssystem auf das gesamte Gebiet des Ulus ausgeweitet. Neue M&#xFC;nzpr&#xE4;geanstalten wurden in Schangi-Taraz, Otrar und Badachschan er&#xF6;ffnet. Die M&#xFC;nzen wurden mit dem Namen Tarmaschirins und seines Sohnes Sanschar gepr&#xE4;gt. Der unter Kebek eingef&#xFC;hrte einheitliche Standard funktionierte nun &#xFC;berall.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch Tarmaschirins wichtigste Entscheidung betraf nicht die Wirtschaft, sondern die Ideologie: Der Khan konvertierte zum Islam und nahm den muslimischen Namen Ala ad-Din Muhammad und den Titel Sultan al-Azam &#x2013; &#x201E;der Gr&#xF6;&#xDF;te Sultan&#x201C; &#x2013; an. Bereits vor der Thronbesteigung Tarmaschirins bekannte sich wohl ein Teil der nomadisch Lebenden zum Islam. Und als der neue Khan seine Untertanen aufrief, sich dem muslimischen Glauben anzuschlie&#xDF;en, folgte die &#xFC;berwiegende Mehrheit allm&#xE4;hlich diesem Aufruf.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kasachstan\/religioese-koexistenz-im-10-jahrhundert-in-zentralasien\/\">Religi&#xF6;se Koexistenz im 10. Jahrhundert in Zentralasien<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Khan ordnete an, t&#xE4;glich f&#xFC;nf &#xF6;ffentliche Gebete zu verrichten, und verbreitete den Islam in allen seinen Herrschaftsgebieten. Vor allem aber ersetzte er die traditionelle Gesetzgebung des Jassa teilweise durch die Scharia. Tats&#xE4;chlich war die Aufhebung des Jassa strategischer Natur: Ohne diese Gesetzesgrundlage konnte der Khan nicht mehr abgesetzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun lehnte sich der Nomadenadel im &#xF6;stlichen Teil des Ulus auf. Den Aufstand f&#xFC;hrte Tarmaschirins Neffe Buzan an, der von den Feldherren Ostturkestans unterst&#xFC;tzt wurde. Tarmaschirin versuchte, nach <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ghazni\">Ghazni<\/a> im heutigen Afghanistan zu fliehen, wurde 1334 jedoch gefangen genommen und get&#xF6;tet.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Tod Tarmaschirin markierte f&#xFC;r den Tschagatai-Ulus den Punkt, an dem es kein Zur&#xFC;ck mehr gab. Sein westlicher Teil, Transoxanien, blieb unter der Herrschaft des islamisierten Adels. Im Osten, auf dem Gebiet des heutigen Jetisu und Ostturkestans entstand ein neuer Staat &#x2013; Mogulistan (&#x201E;Land der Mogulen&#x201C;). Zwar bildete es sich zun&#xE4;chst als Konf&#xF6;deration nomadischer St&#xE4;mme, die nach dem Jassa lebten, doch schon bald siegten die zum Islam Konvertierten auch hier.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Erbe der Tschagataiden<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Prozesse, die Kebek und Tarmaschirin in Gang gesetzt hatten, waren nicht mehr aufzuhalten. Der Islam fasste allm&#xE4;hlich auch unter der nomadisch lebenden Bev&#xF6;lkerung Fu&#xDF; und die Idee einer einheitlichen W&#xE4;hrung und einer zentralisierten Verwaltung &#xFC;berdauerte ihre Sch&#xF6;pfer. Der Tschagatai-Ulus zerfiel, doch sein Erbe erwies sich als lebensf&#xE4;higer als das anderer mongolischer Reiche. Gerade in der Zeit der Mongolen bildeten sich die Normen der tschagataischen Sprache heraus &#x2013; der literarischen Turksprache, in dem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mir_%CA%BFAli_Schir_Naw%C4%81%CA%BEi\">Alisher Navoiy<\/a> und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Babur\">Babur<\/a> schrieben. Diese Sprache, die lokale Dialekte und persisches Vokabular in sich vereinte, wurde zum direkten Vorl&#xE4;ufer des heutigen Usbekischen und Uigurischen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/panorama\/nawruz-und-der-islam-eine-koexistenz-mit-konflikten\/\">Nawruz und der Islam: Eine Koexistenz mit Konflikten<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Schlie&#xDF;lich entstand auf den Tr&#xFC;mmern des Tschagatai-Ulus jene Regierungsform, die sp&#xE4;ter von Amir Temur genutzt wurde: ein zentralistischer Staat, der den Islam und die st&#xE4;dtische Kultur mit der milit&#xE4;rischen Disziplin und der imperialen Ideologie der Steppeneroberer verband. Die Reformen Kebeks und Tarmaschirins konnten den Ulus nicht retten. Doch ohne ihre Versuche, die Freiheit der Nomaden zu z&#xFC;geln, h&#xE4;tte es wohl weder Amir Temur noch die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schaibaniden\">Schaibaniden<\/a> oder das Zentralasien gegeben, wie wir es heute kennen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Fergana News<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Aus dem <a href=\"https:\/\/fergana.agency\/articles\/146657\/\">Russischen<\/a> (gek&#xFC;rzt) von Mich&#xE8;le H&#xE4;fliger<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background\"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kan&#xE4;len: Schaut mal vorbei bei <a href=\"https:\/\/twitter.com\/novastan_de\">Twitter<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Novastan.org\/\">Facebook<\/a>, <a href=\"https:\/\/telegram.me\/novastan\">Telegram<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/company\/novastan\/\">Linkedin<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/novastanorg\/\">Instagram<\/a>. F&#xFC;r Zentralasien direkt in eurer Mailbox k&#xF6;nnt ihr euch auch zu unserem <a href=\"http:\/\/eepurl.com\/O0Qub\">w&#xF6;chentlichen Newsletter anmelden<\/a>.<\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#xDC;ber Jahrhunderte wurde Zentralasien von mongolischen Khanen und deren nomadischer Kultur und Rechtsprechung gepr&#xE4;gt. Eine eigenartige Symbiose mit lokalen Eliten bildete sich heraus und die verschiedenen Seiten pr&#xE4;gen die Menschen und die Kultur in Zentralasien bis heute. Aus dem Reich der Tschagataiden wurde jedoch nie einen vollwertiger Mongolenstaat; auch vor dem islamischen Einfluss war es [&#x2026;]<\/p>\n","protected":false},"author":1934,"featured_media":44717,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4,3,4359,6,7,8,5],"tags":[3450,1646,5903,5905,1469,5909,5904,1965,4687,5902,5698,1209,5910,5908,5906,5907,5184],"coauthors":[4957],"class_list":["post-44715","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kasachstan","category-kirgistan","category-panorama","category-tadschikistan","category-turkmenistan","category-uigurische-region","category-usbekistan","tag-amir-temur","tag-armee","tag-dschingis-khan","tag-goldene-horde","tag-islam","tag-jassa","tag-kebek","tag-krieg","tag-kurultai","tag-mongolen","tag-nomadenkultur","tag-religion","tag-scharia","tag-schetisu","tag-transoxanien","tag-tschagatai-khanat","tag-vorislamische-religionen"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44715","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1934"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=44715"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44715\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":44746,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44715\/revisions\/44746"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/44717"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=44715"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=44715"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=44715"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/coauthors?post=44715"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}