{"id":44387,"date":"2026-04-03T09:22:09","date_gmt":"2026-04-03T07:22:09","guid":{"rendered":"https:\/\/novastan.org\/de\/?p=44387"},"modified":"2026-04-03T19:45:23","modified_gmt":"2026-04-03T17:45:23","slug":"der-vorwand-sind-kopftuch-bart-und-predigten-auf-dem-handy-migrantinnen-aus-zentralasien-berichten-ueber-islamophobie-in-russland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/novastan.org\/de\/gesellschaft-und-kultur\/der-vorwand-sind-kopftuch-bart-und-predigten-auf-dem-handy-migrantinnen-aus-zentralasien-berichten-ueber-islamophobie-in-russland\/","title":{"rendered":"Kopftuch und Bart \u2013 Migrant:innen aus Zentralasien \u00fcber Islamophobie in Russland"},"content":{"rendered":"<p>Tausende von Zentralasiat:innen erhalten Einreiseverbote nach Russland, nachdem sie ihre Heimatl&#xE4;nder besucht haben. Sie f&#xFC;hren dies auf ihre Religion zur&#xFC;ck. Die russischen Beh&#xF6;rden s&#xE4;hen in praktizierenden Muslimen pauschal eine Gefahr.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>&#x201E;Wir wurden gezwungen, das Kopftuch abzunehmen.&#x201C;<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Kirgistanerin Adschar (Name ge&#xE4;ndert) kehrte im vergangenen Jahr in ihre Heimat zur&#xFC;ck, nachdem sie zehn Jahre in Russland gearbeitet hatte. Sie tr&#xE4;gt aus religi&#xF6;sen Gr&#xFC;nden ein Kopftuch. W&#xE4;hrend ihrer Zeit in Russland war ihr Aussehen des &#xD6;fteren Anlass f&#xFC;r Polizeikontrollen, erinnert sich Adschar.<\/p>\n\n\n\n<p>&#x201E;Als ich einmal von der Arbeit nach Hause ging, wurde ich in der Metro von Polizisten herausgezogen. Sie kontrollierten mein Handy. Darauf hatte ich Fotos von Hidschab tragenden Frauen sowie von mir. Ich wurde auf das &#xF6;rtliche Polizeirevier gebracht. Dort wurden andere und ich eingesch&#xFC;chtert, indem uns mit der Ausweisung aus Russland gedroht wurde. Uns wurde alles Geld, das wir bei uns hatten, abgenommen. Man nannte uns eine Kontoverbindung und sagte uns: &#x201E;&#xDC;berweist hier das Geld hin&#x201C;. Dann wurden uns P&#xE4;sse und Dokumente abgenommen und wir wurden zum Geldautomaten geschickt. Die, die kein Geld hatten, liehen sich welches von Bekannten. Wir &#xFC;berwiesen es und brachten die Quittungen zu den Polizisten. Neben mir ist das noch weiteren Frauen aus Kirgistan passiert&#x201C;, erz&#xE4;hlt Adschar.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"flex flex-col md:flex-row justify-evenly items-center bg-yellow-100 my-20 p-10 space-y-10 subscribe\">\n\t<div class=\"container flex flex-col lg:flex-row justify-between\">\n\t\t<div class=\"flex flex-col w-full lg:w-3\/5 pb-4\">\n\t\t\t<h2 class=\"text-3xl text-secondary font-bold mb-4 text-[#749D02]\">\n\t\t\t\t\t\t\t\tUnterst&#xFC;tzt Novastan &#x2013; das europ&#xE4;ische Zentralasien-Magazin \n\t\t\t<\/h2>\n\t\t\t\tAls vereinsgetragene, unabh&#xE4;ngige Plattform lebt Novastan vom Enthusiasmus seiner ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen &#x2013; und von eurer Unterst&#xFC;tzung! \n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"flex flex-col w-full lg:w-2\/5 justify-items-center justify-center pb-4\">\n\t\t\t<div class=\"rounded-md bg-accent-500 px-10 py-5 text-center w-72 mx-auto\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<a class=\"block rounded bg-white p-2 mt-4 font-bold\" href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/novastan-ev\/spenden\/\">Novastan unterst&#xFC;tzen<\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Auch am Arbeitsplatz wurde wegen des Kopftuchs Druck ausge&#xFC;bt, berichtet Adschar. Die Kirgistanerin war in einer Konditorei angestellt. Die Chefs drohten, den Lohn nicht zu bezahlen und sie zu entlassen, wenn sie das Kopftuch nicht abnehme. &#x201E;Ich habe das Kopftuch damals abgenommen und bereue es jetzt&#x201C;, sagt Adschar.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch ihre Verwandte, ebenfalls praktizierende Muslime, seien diskriminiert worden. Ihrem Onkel wurde die Einreise am Flughafen untersagt und er wurde zur&#xFC;ckgeschickt.<\/p>\n\n\n\n<p>&#x201E;Er wurde am Flughafen in Gewahrsam genommen und sein Handy wurde durchsucht. Dabei fanden sie Videoaufnahmen des bedeutenden kirgisischen Predigers Tschubak adschy Dschalilov. Aus diesem Grund und wegen seines langen Bartes haben sie ihn abgeschoben. F&#xFC;r meinen Onkel war das nicht angenehm, er hat sich gro&#xDF;e Sorgen gemacht. In Moskau kann man mehr Geld verdienen als zu Hause in Kirgistan&#x201C;, erz&#xE4;hlt Adschar.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan:<\/strong> <strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/tadschikistan\/tadschikistan-und-kirgistan-mit-unterschiedlichen-reaktionen-auf-verschaerfte-lage-von-arbeitsmigrantinnen-in-russland\/\">Tadschikistan und Kirgistan mit unterschiedlichen Reaktionen auf versch&#xE4;rfte Lage von Arbeitsmigrant:innen in Russland<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In Russland hat die Islamophobie seit dem Anschlag auf die Crocus City Hall bei Moskau 2024 zugenommen. Die Beh&#xF6;rden machen Tadschiken f&#xFC;r den blutigen Anschlag verantwortlich, die der IS-Untergruppe &#x201E;Wilajat Korosan&#x201C; angeh&#xF6;ren sollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Anschlag begannen die Sicherheitsbeh&#xF6;rden Razzien in Unternehmen und Hostels, wo Arbeitsmigrant:innen aus Zentralasien arbeiten und leben. Verhaftungen wurden unter Gewaltanwendung und Erniedrigungen vollzogen.<\/p>\n\n\n\n<p>&#x201E;Wir haben eine Umfrage zur Diskriminierung und Rechtsverletzungen gegen&#xFC;ber Migranten durchgef&#xFC;hrt. An ihr nahmen ca. 200 Menschen teil. 80 Prozent von ihnen gaben an, mit Fremdenfeindlichkeit konfrontiert worden zu sein. Dabei geht es um g&#xE4;ngige russische Beleidigungen gegen&#xFC;ber Zentralasiaten, z.B. <em>tschurka<\/em> und <em>tschornyj<\/em> (letzteres bedeutet so viel wie <em>Schwarzer<\/em> &#x2013; Anm. d. &#xDC;bers.), Vorw&#xFC;rfe wie &#x201E;Ihr sprecht kein Russisch&#x201C; und eine generelle Behandlung als Mensch zweiter Klasse. Solche Verunglimpfungen sind ein offenes Geheimnis. So etwas gab es auch fr&#xFC;her schon, aber in letzter Zeit hat es besonders zugenommen&#x201C;, berichtet Rachat Scheraly, Mitarbeiter einer Stiftung, die sich f&#xFC;r die Rechte von zentralasiatischen Arbeitsmigrant:innen in Russland einsetzt. Er unterstreicht, dass insbesondere offen religi&#xF6;se Migrant:innen Druck ausgesetzt seien.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>&#x201E;Viele mussten ihre B&#xE4;rte abschneiden&#x201C;<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Eldijar Esenbek uulu hat zw&#xF6;lf Jahre in Russland gearbeitet. Bei jeder Einreise sei er am Flughafen zu seinen religi&#xF6;sen &#xDC;berzeugungen befragt worden, so der Kirgistaner.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/tadschikistan\/die-schwierige-situation-tadschikischer-arbeitsmigranten-in-russland\/\">Die schwierige Situation tadschikischer Arbeitsmigranten in Russland<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>&#x201E;Wenn du bei der Passkontrolle an der Reihe bist, sagen sie: &#x201E;Warten Sie bitte&#x201C;, dann kommen Beamten in Uniform. Sie werden nicht handgreiflich, aber sie bringen einen in einen gesonderten Raum und stellen unterschiedliche Fragen: &#x201E;H&#xF6;rst du die Predigten von Tschubak adschy?&#x201C;, &#x201E;Welchem Maddhab (Str&#xF6;mung im Islam &#x2013; Anm. d. &#xDC;bers.) geh&#xF6;rst du an?&#x201C;. Ich habe gesagt, dass ich Hanafit bin. Da haben sie mir das Wort verdreht und gefragt &#x201E;Seid ihr nicht Terroristen?&#x201C;. Manchmal wurde ich zwei oder drei Stunden festgehalten. Es kamen verschiedene Beamten, die immer die gleichen Fragen stellten. Am Ende lie&#xDF;en sie mich gehen. Ich gew&#xF6;hnte mich daran&#x201C;, so erz&#xE4;hlt Eldijar.<\/p>\n\n\n\n<p>In den letzten Jahren habe der Druck zugenommen, berichtet er. Die Sicherheitsbeh&#xF6;rden suchten Moscheen und Gebetr&#xE4;ume von Migrant:innen auf.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/politik-und-wirtschaft\/zentralasiatische-arbeitende-nach-streik-in-russland-entlassen\/\">Zentralasiatische Arbeitende nach Streik in Russland entlassen<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>&#x201E;Da gab es so eine Datscha in der Stadt Ljuberzy bei Moskau. Kirgisen und Usbeken sind da zum Freitagsgebet hingegangen. Als wir einmal da waren, wurde das Gel&#xE4;nde von maskierten Polizisten mit Sturmgewehren umstellt. Alle mussten sich in einer Reihe aufstellen. Russl&#xE4;ndische Staatsb&#xFC;rger wurden abgef&#xFC;hrt und von den B&#xFC;rgern der anderen GUS-Staaten separiert. Ich sagte damals einem Moscheediener, dass meine Dokumente nicht in Ordnung seien, und er brachte mich durch den Hintereingang raus&#x201C;, erz&#xE4;hlt er weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>2023 wurde Eldijar verhaftet und ins Migrationszentrum nach Sacharowo bei Moskau gebracht. Dort verbrachte er 29 Tage.<\/p>\n\n\n\n<p>&#x201E;Das ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Gef&#xE4;ngnis. In einer Zelle sind 10 bis 15 Personen. Essen geben sie nicht ausreichend, es wird grammweise abgewogen. Essen von Verwandten wird nicht angenommen. Da gibt es lange Zellenbl&#xF6;cke. In einem Block sind 300 bis 400 Personen untergebracht. Nach drau&#xDF;en f&#xFC;hren sie einen f&#xFC;r eine Stunde am Tag. Als wir dort einsa&#xDF;en, h&#xF6;rten wir von einer Kirgisin, die dort eine Fehlgeburt hatte. Sie wurde nicht ins Krankenhaus gebracht. Man wird dort sehr grob behandelt, beschimpft und geschlagen.&#x201C;<\/p>\n\n\n\n<p>Er gibt an, dass er sich in Sacharowo den Bart abrasieren musste: &#x201E;Dort wurde vielen der Bart abrasiert. Ich habe gesehen, wie sie sie geschlagen haben und die meisten haben Angst bekommen und ihn sich selbst abgeschnitten. Wir wurden tagelang kamera&#xFC;berwacht.&#x201C;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>&#x201E;Ich wurde zur unerw&#xFC;nschten Person erkl&#xE4;rt&#x201C;<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Luisa kam das erste Mal mit 15 Jahren nach Russland. Als sie &#xE4;lter wurde, heiratete sie dort und bekam Kinder. Sie war gemeinsam mit ihren Eltern und ihrer Familie ausgewandert und reiste ab und an nach Kirgistan. Als sie 2023 von Bischkek aus nach Russland flog, wurde ihr am Flughafen mitgeteilt, dass gegen sie ein lebenslanges Einreiseverbot verh&#xE4;ngt worden war.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kirgistan\/auf-der-flucht-kirgisische-gastarbeiter-in-russland\/\">Auf der Flucht &#x2013; Kirgisische Gastarbeiter in Russland<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>&#x201E;Ich wurde zur unerw&#xFC;nschten Person erkl&#xE4;rt. Den Grund nannten sie nicht. Ich war gemeldet und hatte keine Vorstrafen. Als sie mir sagten, dass ich ein lebenslanges Einreiseverbot h&#xE4;tte, war ich wie gel&#xE4;hmt&#x201C;, erz&#xE4;hlt Luisa. &#x201E;Ich las das Dokument wieder und wieder durch. Um mich herum waren andere Leute in der gleichen Situation wie ich. Sie haben geweint. Als ich sie gesehen habe, habe ich meine Kr&#xE4;fte zusammengenommen, mich beruhigt und mir gesagt, dass ich jetzt in mein eigenes Land Kirgistan zur&#xFC;ckfahre. Warum sollte ich weinen. Aber damals schien es mir so, als sei mein Leben pl&#xF6;tzlich stehen geblieben&#x201C;.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/politik-und-wirtschaft\/die-arbeitsgenehmigungen-fuer-migrantinnen-in-russland-koennten-bald-deutlich-teurer-werden\/\">Die Arbeitsgenehmigungen f&#xFC;r Migrant:innen in Russland k&#xF6;nnten bald deutlich teurer werden<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ihre Familienmitglieder standen nicht auf der Liste. Nur Luisa wurde abgeschoben. Ihrem Mann, ihren Eltern und ihrer Tochter wurden keine Beschr&#xE4;nkungen auferlegt:<\/p>\n\n\n\n<p>&#x201E;Manche sagten, dass sei wegen religi&#xF6;ser Videos. Wir wurden dort kontrolliert und befragt. Ich habe alle Videos gel&#xF6;scht. Vielleicht war es, weil ich sie erst vor kurzem gel&#xF6;scht hatte. Vielleicht war der Grund auch ein anderer, ich wei&#xDF; es nicht. Man bekommt den Grund nicht genannt. Da waren noch zwei oder drei andere mit mir. Denen haben sie f&#xFC;nf oder zehn Jahre Einreiseverbot gegeben. Lebenslang nur mir&#x201C;<\/p>\n\n\n\n<p>Zu Hause in Kirgistan hat Luisa sich ein kleines Gesch&#xE4;ft aufgebaut und verkauft Kleidung.<\/p>\n\n\n\n<p>&#x201E;Heute bin ich der Meinung, dass das ein Geschenk Gottes war. Uns wurde eine T&#xFC;r versperrt und eine neue ge&#xF6;ffnet. Jetzt habe ich ein Gesch&#xE4;ft, wenn auch kein gro&#xDF;es, aber ich habe es. Davon leben wir jetzt&#x201C;, fasst sie zusammen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Neue Beschr&#xE4;nkungen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Russland hat seine Einwanderungsgesetze 2024 und 2025 versch&#xE4;rft. Seit Februar 2025 gibt es ein Register, in dem das Innenministerium Ausl&#xE4;nder:innen vermerkt, die gegen die Einwanderungsgesetze versto&#xDF;en und somit ihr Aufenthaltsrecht verloren haben. Wenn man in dem Register landet, darf man automatisch nicht mehr arbeiten und keine Immobilienvertr&#xE4;ge mehr abschlie&#xDF;en, keine Ehe mehr schlie&#xDF;en, kein Konto mehr er&#xF6;ffnen, keinen F&#xFC;hrerschein mehr erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>&#x201E;Jetzt raten wir Menschen, die nach Russland ausreisen wollen, vorher ihre Telefone &#x201E;zu s&#xE4;ubern&#x201C;, d. h. alle Telegramkan&#xE4;le und Chats bei Whatsapp zu l&#xF6;schen und Accounts bei Instagram auf religi&#xF6;se Inhalte hin zu &#xFC;berpr&#xFC;fen und solchen zu entfolgen. &#x201E;Kontrolliert alles noch einmal, bevor ihr nach Russland fahrt.&#x201C; In Russland gibt es immer mehr Razzien und wenn auf einem Handy irgendeine religi&#xF6;se Chatgruppe gefunden wird, wird die betroffene Person sofort in Gewahrsam genommen&#x201C;, berichtet Rachat Scheraly.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kasachstan\/mehr-russische-paesse-weniger-arbeitsmigrantinnen-zentralasiatische-migration-nach-russland-im-jahr-2020\/\">Mehr russische P&#xE4;sse, weniger ArbeitsmigrantInnen: Zentralasiatische Migration nach Russland im Jahr 2020<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Daten des kirgistanischen Arbeitsministeriums zufolge lebten im Dezember 2025 fast 800.000 Kirgistaner:innen im Ausland (was ein deutlicher R&#xFC;ckgang im Vergleich zu 2020 darstellt, als mehr als eine Million im Ausland arbeiteten). Mit 341.000 ist die Gruppe in Russland die gr&#xF6;&#xDF;te. Jedoch arbeiten immer weniger Kirgistaner:innen dort. So lebten dort Ende 2025 37.000 weniger als noch zu Beginn des Jahres.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Versch&#xE4;rfung der russl&#xE4;ndischen Einwanderungspolitik geht w&#xE4;hrenddessen unvermindert weiter. Im Februar 2026 wurde ein Gesetzesentwurf ins Parlament eingebracht, nachdem es in Zukunft verboten sein soll, in Mehrfamilienh&#xE4;usern und nicht daf&#xFC;r ausdr&#xFC;cklich vorgesehenen Nicht-Wohnh&#xE4;usern, Gebete und andere religi&#xF6;se Zeremonien abzuhalten. In der Wohnung &#x201E;den eigenen Glauben praktizieren&#x201C; d&#xFC;rfen nur dort gemeldete Personen. Die Initiator:innen, 67 Abgeordnete, begr&#xFC;nden ihren Vorschlag damit, dass Gebete in Mehrfamilienh&#xE4;usern &#x201E;die Rechte und gesetzlich verankerten Interessen der Nachbarn st&#xF6;ren&#x201C;. Der stellvertretende Parlamentssprecher Pjotr Tolstoj erkl&#xE4;rte zudem, dass Mehrfamilienh&#xE4;user ein &#x201E;Ort der Ruhe&#x201C; seien.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Azattyk Asia<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>&#xDC;bersetzt f&#xFC;r Novastan<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background\"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kan&#xE4;len: Schaut mal vorbei bei <a href=\"https:\/\/twitter.com\/novastan_de\">Twitter<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Novastan.org\/\">Facebook<\/a>, <a href=\"https:\/\/telegram.me\/novastan\">Telegram<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/company\/novastan\/\">Linkedin<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/novastanorg\/\">Instagram<\/a>. 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