{"id":42503,"date":"2025-06-27T17:33:19","date_gmt":"2025-06-27T15:33:19","guid":{"rendered":"https:\/\/novastan.org\/de\/?p=42503"},"modified":"2025-06-27T17:33:20","modified_gmt":"2025-06-27T15:33:20","slug":"wie-koennen-die-bestaende-der-saiga-in-usbekistan-vor-dem-aussterben-bewahrt-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/novastan.org\/de\/usbekistan\/wie-koennen-die-bestaende-der-saiga-in-usbekistan-vor-dem-aussterben-bewahrt-werden\/","title":{"rendered":"Wie k\u00f6nnen die Best\u00e4nde der Saiga in Usbekistan vor dem Aussterben bewahrt werden?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Artensterben ist ein gro&#xDF;es Problem in Zentralasien. Die Gr&#xFC;nde reichen von den Auswirkungen des Klimawandels bis hin zu Einschnitten ihrer Siedlungsgebiete durch den Menschen. In Usbekistan droht so etwa die Saiga-Antilope auszusterben. Doch Tiersch&#xFC;tzer bem&#xFC;hen sich, die Art zu retten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Saiga\">Saiga<\/a> ist ein paarhufiges S&#xE4;ugetier aus der Unterfamilie der Gazellenartigen, deren Zahl in den vergangenen Jahren stetig abnimmt. In Usbekistan drohen sie wegen des Klimawandels und anthropogener Einfl&#xFC;sse auf ihre Siedlungs- und Migrationsgebiete auszusterben.<\/p>\n\n\n\n<p>Genauer gesagt: Die schrumpfenden Herden haben mit Bedrohungen wie dem Verlust ihres Lebensraumes, Mangel an Nahrung aufgrund menschlicher Einwirkung, Verschmutzung und Austrocknung ihrer Wasserquellen und Hindernisse auf ihren Migrationsrouten zu k&#xE4;mpfen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Zahl der Saiga in Usbekistan<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Auf der ganzen Welt gibt es noch f&#xFC;nf Saiga-Populationen. In Usbekistan konzentriert sich der kleinste Saiga-Bestand, der haupts&#xE4;chlich in Grenzn&#xE4;he zu Kasachstan lebt. In Kasachstan lebt auch der gr&#xF6;&#xDF;te Saiga-Bestand. Daneben sind die Saiga auch in Russland, der Mongolei, in ehemals chinesischen Gebieten und in Turkmenistan beheimatet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kasachstan\/kasachstan-gibt-geschuetzte-saiga-antilopen-zum-abschuss-frei\/\">Kasachstan gibt gesch&#xFC;tzte Saiga-Antilopen zum Abschuss frei<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In Usbekistan stehen die Saiga auf der Roten Liste gef&#xE4;hrdeter Arten und stehen kurz vor dem Aussterben, doch ihrem Schutz wird hier besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Elena Bykova ist Leiterin der Internationen Allianz zur Erhaltung der Saiga in Usbekistan. Laut ihr gibt es derzeit ungef&#xE4;hr 600 Exemplare der Tierart in Usbekistan.<\/p>\n\n\n\n<p>&#x201E;Experten sch&#xE4;tzen die Zahl der nord-ustjurter (der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Karakalpakistan\">karakalpakistane<\/a> Teil des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ustjurt-Plateau\">Ustjurt- Plateaus<\/a>) Gruppe auf 200 bis 400 Individuen&#x201C;, sagt Bykova. &#x201E;100 sind dort heimisch; 100 bis 300 geh&#xF6;ren zu einer migrierenden Gruppe, deren Zahl sich im Laufe des Jahres ver&#xE4;ndert. Es gibt au&#xDF;erdem noch eine Gruppe in Aralkum (der durch die Austrocknung des Aralsees entstandenen W&#xFC;ste, <strong>Amn. des &#xDC;bersetzers<\/strong>), die wir auf etwa 200 Exemplare sch&#xE4;tzen.&#x201C;<\/p>\n\n\n\n<div class=\"flex flex-col md:flex-row justify-evenly items-center bg-yellow-100 my-20 p-10 space-y-10 subscribe\">\n\t<div class=\"container flex flex-col lg:flex-row justify-between\">\n\t\t<div class=\"flex flex-col w-full lg:w-3\/5 pb-4\">\n\t\t\t<h2 class=\"text-3xl text-secondary font-bold mb-4 text-[#749D02]\">\n\t\t\t\t\t\t\t\tUnterst&#xFC;tzt Novastan &#x2013; das europ&#xE4;ische Zentralasien-Magazin \n\t\t\t<\/h2>\n\t\t\t\tAls vereinsgetragene, unabh&#xE4;ngige Plattform lebt Novastan vom Enthusiasmus seiner ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen &#x2013; und von eurer Unterst&#xFC;tzung! \n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"flex flex-col w-full lg:w-2\/5 justify-items-center justify-center pb-4\">\n\t\t\t<div class=\"rounded-md bg-accent-500 px-10 py-5 text-center w-72 mx-auto\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<a class=\"block rounded bg-white p-2 mt-4 font-bold\" href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/novastan-ev\/spenden\/\">Novastan unterst&#xFC;tzen<\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Die genaue Zahl zu bestimmen ist laut Bykova allerdings schwer. Schon zu Sowjetzeiten ma&#xDF; man ihre Anzahl mithilfe von Beobachtungsfl&#xFC;gen in kleinen Antonov-Maschinen. Heute sind die Flugzeuge moderner und die Forscher:innen wenden eine speziell herausgearbeitete Methodik an: Eine bestimmte Route wird j&#xE4;hrlich abgeflogen, wobei die gro&#xDF;en Saiga-Herden aus der Luft erfasst werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Bykova erkl&#xE4;rt: &#x201E;Die Erhebungen werden jedes Jahr Ende April, Anfang Mai durchgef&#xFC;hrt und erfassen alle Saiga-Populationen. In Usbekistan, wo die Population klein ist, nutzen wir die Daten aus diesen Erhebungen aus der Luft, um die allgemeinen Trends zu verstehen. So k&#xF6;nnen wir feststellen, wie sich die Zahl der Saiga-Best&#xE4;nde ver&#xE4;ndert hat, wie viele zum Beispiel nach Kasachstan migriert sind.&#x201C;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Grenzz&#xE4;une gef&#xE4;hrden die Wanderrouten der Tiere<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Aber warum gehen die Saiga-Best&#xE4;nde zur&#xFC;ck? Daf&#xFC;r gibt es mehrere Erkl&#xE4;rungen. So behindern die in den 90er Jahren in Zentralasien gezogenen harten Grenzen die Wanderbewegungen der Tiere. Immer h&#xE4;ufiger sind diese mit Grenzz&#xE4;unen gesichert, die wandernde Tierarten nicht &#xFC;berwinden k&#xF6;nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Saiga sind dabei eine der am st&#xE4;rksten betroffenen Arten, da sie zu den Arten geh&#xF6;ren, die traditionellerweise besonders weite Strecken zur&#xFC;cklegen. &#x201E;Fr&#xFC;her, als die Saiga-Population eine optimale Gr&#xF6;&#xDF;e hatte &#x2013; das war etwa in den 80er und 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts -, migrierten sie aus Kasachstan &#xFC;ber Karakalpakistan, durchquerten Usbekistan bis zum <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sarykamyschsee\">Sarakamysh See<\/a> und kehrten dann auf dem Territorium Turkmenistans ein, wo sie &#xFC;berwinterten&#x201C;, erkl&#xE4;rt Bykova. &#x201E;Heute beobachten wir diese gro&#xDF;en Wanderungen nicht mehr.&#x201C;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kasachstan\/kasachstan-saiga-horner-auf-dem-schwarzmarkt-weiter-begehrt\/\">Kasachstan: Saiga-H&#xF6;rner auf dem Schwarzmarkt weiter begehrt<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das bedeutendste Hindernis f&#xFC;r die Tiere ist die Eisenbahnstrecke Shalkar &#x2013; Beyneu zusammen mit Drahtz&#xE4;unen an der Grenze zwischen Usbekistan und Kasachstan. Spezialisten aus Kasachstan haben dort Videofallen aufgestellt, die die Saiga beim &#xDC;berqueren der Grenze filmen. Allerdings sei ihre Zahl sehr gering, sagt sie.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Das Horn der Saiga ist ein Grund ihrer Ausrottung<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Eine weitere Bedrohung f&#xFC;r die Saiga-Best&#xE4;nde ist die Wilderei. Die gro&#xDF;fl&#xE4;chige Abnahme aller Population auf dem gesamten Verbreitungsgebiet, h&#xE4;ngt vor allem mit der Ausrottung der M&#xE4;nnchen zusammen. Die Saiga-M&#xE4;nnchen wurden aufgrund ihrer H&#xF6;rner gejagt, da diese unter anderem in der traditionellen chinesischen Medizin benutzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Als ganze H&#xF6;rner, Hornsp&#xE4;ne oder fertige Pr&#xE4;parate werden sie nach ganz Asien exportiert. In Singapur zum Beispiel ist das Getr&#xE4;nk &#x201E;Cooling Water&#x201C; beliebt, dem eine immunst&#xE4;rkende Wirkung nachgesagt wird. Dieses Produkt sei sehr gefragt, sagt Elena Bykova, und der Preis des Horns steige auf dem Weg durch die illegale Warenkette von 100 bis 200 Dollar auf 2.000 bis 5.000 Dollar pro Kilogramm.<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenso kommt es vor, dass die Saiga-H&#xF6;rner oder Produkte daraus nach Usbekistan importiert werden. Es gab F&#xE4;lle, in denen H&#xF6;rner aus Kasachstan nach Usbekistan gebracht wurden, um in Taschkent verkauft zu werden. M&#xF6;glicherweise wurden sie dort zur Herstellung von Ziermessern verwendet. Zwar erfolgt der Import laut Bykova in einem weitaus kleineren Ma&#xDF;stab, erfordert aber durch das drohende Aussterben der Saiga besondere Aufmerksamkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Saiga-Jagd ist aufgrund strenger Gesetze und Sicherheitsvorkehrungen selten geworden. In Usbekistan ist die Zahl solcher F&#xE4;lle aufgrund des verbesserten Schutzes und der kleinen Populationen minimal. Auf dem Schwarzmarkt werden jedoch immer noch Souvenirs aus Saiga-Horn angeboten. Auf den Basaren in Taschkent, Buchara und Samarkand werden beispielsweise Messer mit Griffen aus den H&#xF6;rnern von Wildtieren, einschlie&#xDF;lich Saigas, angeboten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kirgistan\/begehrt-gejagt-geschutzt-das-schicksal-der-schneeleoparden\/\">Begehrt, Gejagt, Gesch&#xFC;tzt &#x2013; Das Schicksal der Schneeleoparden<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Und w&#xE4;hrend Tiersch&#xFC;tzer beispielsweise Nash&#xF6;rner absichtlich einfangen und ihnen die H&#xF6;rner abs&#xE4;gen, um sie vor Wilderern zu sch&#xFC;tzen, w&#xFC;rde diese Methode bei Saigas nicht funktionieren. Anders als bei Nash&#xF6;rnern sind die H&#xF6;rner der Saiga Teil des Sch&#xE4;dels und k&#xF6;nnen nicht einfach abges&#xE4;gt werden, ohne das Tier zu verletzen. Wenn die H&#xF6;rner abgetrennt werden, stirbt die Saiga an Schmerzschock und Blutverlust. Au&#xDF;erdem seien Saigas sehr nerv&#xF6;se Tiere mit einem schwachen Herzen, und sie k&#xF6;nnen am Stress des Einfangens sterben, erkl&#xE4;rt Bykova.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wilderer jagen die Saiga allerdings nicht nur wegen ihrer H&#xF6;rner, sagt Bykova: &#x201E;Irgendwann fingen sie an, auch die Weibchen und Jungtiere zu t&#xF6;ten. Das war etwa w&#xE4;hrend der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Perestroika\">Perestrojka-Zeit<\/a>. Es herrschte eine komplette Gesetzlosigkeit, kontrolliert wurde kaum. Die Resultate waren schrecklich: Die Population der Saiga sank damals um 95 Prozent.&#x201C;<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei spielte das Fleisch der Tiere eine gro&#xDF;e Rolle &#x2013; vor allem f&#xFC;r die einheimische Bev&#xF6;lkerung Usbekistans. Als die Population noch gro&#xDF; war, wurde das Fleisch wenig gesch&#xE4;tzt. Die Kadaver sind n&#xE4;mlich schwer und m&#xFC;hsam zu transportieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Als die Saiga-Best&#xE4;nde jedoch zur&#xFC;ckgingen, wurde das Fleisch immer begehrter, vor allem in den D&#xF6;rfern der Umgebung. Es ist g&#xFC;nstiger als Rindfleisch und war besonders zu Sowjetzeiten gefragt. In der postsowjetischen &#xC4;ra wurde Saiga-Fleisch auf den lokalen M&#xE4;rkten meist zu einem niedrigeren Preis als Hammel- oder Rindfleisch verkauft.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Situation der Saiga-Best&#xE4;nde verbessert sich, aber es gibt immer noch Probleme<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Es gibt allerdings Grund zur Hoffnung. Die Aufnahme der Saiga auf die Rote Liste der bedrohten Tierarten in Usbekistan und anderen L&#xE4;ndern zeigt langsam ihre Wirkung. Die Saiga-Populationen erholen sich in allen Verbreitungsgebieten. Die staatlichen Kontrollen funktionieren dort mittlerweile deutlich besser und in den D&#xF6;rfern nahe der Saiga-Siedlungsgebiete herrscht ein st&#xE4;rkeres Bewusstsein daf&#xFC;r, die Saiga vor dem Aussterben zu bewahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Dar&#xFC;ber hinaus wurde ein spezielles komplexes Landschaftsschutzgebiet geschaffen: das Saiga-Reservat in Karakalpakistan. Sein Hauptzweck ist der Schutz der Brutgebiete der Saigas und ihrer Wanderrouten. Au&#xDF;erdem wurde fast das gesamte Saiga-Gebiet in Usbekistan im Jahr 2023 in die UNESCO-Liste des Naturerbes aufgenommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotzdem muss noch viel gemacht werden. Bykova sagt, dass die Verbote und Gesetze trotz eines guten rechtlichen Rahmens in der Praxis nicht immer gut funktionieren. Die Inspektoren, die die Einhaltung der Gesetze zum Schutz der Saiga durchsetzen sollen, fehlt es oft an Personal und sie haben h&#xE4;ufig mit logistischen Problemen zu k&#xE4;mpfen. &#x201E;In der Praxis stehen wir vor objektiven Problemen wie dem Mangel an finanziellen Mitteln. Der Staat hat m&#xF6;glicherweise nicht genug Geld, um Naturschutzprogramme wirksam umzusetzen&#x201C;, sagt Bykova.<\/p>\n\n\n\n<p>&#x201E;Das <a href=\"https:\/\/www.international-climate-initiative.com\/iki-medien\/publikation\/the_saigachy_reserve_in_uzbekistan_as_a_case_study_of_the_introduction_of_a_fauna_and_flora_monitoring_system\/\">Saigachy Reservat<\/a> zum Beispiel umfasst etwa eine Million Hektar, allerdings gebe es dort nur elf Inspektoren.&#x201C; Dass ein so kleines Team ein so gro&#xDF;es Gebiet wirksam sch&#xFC;tzen k&#xF6;nne, so Bykova, sei unrealistisch. &#x201E;In den neueren Naturschutzgebieten ist die Situation etwas besser, da es dort mehr Inspektoren gibt. Der 2022 gegr&#xFC;ndete Nationalpark <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Aralkum\">Aralkum<\/a> beispielsweise hat 40 Inspektoren, aber nur zwei Fahrzeuge, von denen eines alt ist und oft kaputt geht.&#x201C;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Grenz&#xFC;berschreitende Schutzgebiete sind notwendig<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Theoretisch sind in Usbekistan alle Voraussetzungen gegeben, um die Saiga-Populationen zu beheimaten und die Wilderei zu verhindern. Zumindest auf der rechtlichen Seite steht der Errichtung von Schutzgebieten nichts im Weg.<\/p>\n\n\n\n<p>&#x201E;Das erste grenz&#xFC;berschreitende Gebiet, in dem Saigas wieder angesiedelt werden m&#xFC;ssen, soll in S&#xFC;d-Ustjurt liegen. Es gibt auch Pl&#xE4;ne, ein grenz&#xFC;berschreitendes Gebiet zum Schutz der Saigas im Aralseegebiet einzurichten&#x201C;, sagte die Tiersch&#xFC;tzerin. &#x201E;Das ist vorerst nur eine Idee. Um sie umzusetzen, m&#xFC;ssen wir einen Dialog mit Kasachstan f&#xFC;hren, um herauszufinden, inwieweit das Land bereit ist, diese Initiative zu unterst&#xFC;tzen.&#x201C;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kasachstan\/kasachstan-350-bedrohte-saiga-antilopen-durch-blitzschlag-getoetet\/\">Kasachstan: 350 bedrohte Saiga-Antilopen durch Blitzschlag get&#xF6;tet<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dar&#xFC;ber hinaus gibt es Pl&#xE4;ne, auch gemeinsam mit Tadschikistan weitere solche Schutzgebiete einzurichten. Eines davon ist beispielsweise im Gebiet Samarkand im Tal des Flusses <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Serafschan\">Zerafshan<\/a> vorgesehen, wo auch der Buchara-Hirsch lebt.<\/p>\n\n\n\n<p>Schutzgebiete sind laut Bykova der beste Weg, um nat&#xFC;rliche &#xD6;kosysteme in ihrem intakten Zustand und ihrer urspr&#xFC;nglichen Komplexit&#xE4;t zu erhalten. &#x201E;Solche Schutzgebiete sind unser &#x201A;gr&#xFC;ner G&#xFC;rtel&#x2018;. Es gibt nicht viele davon, und es sollten viel mehr sein. Der Klimawandel verst&#xE4;rkt den Bedarf an solchen Gebieten. Wenn nat&#xFC;rliche Gebiete mehr Raum einnehmen w&#xFC;rden, w&#xFC;rden wir die negativen Auswirkungen der Erw&#xE4;rmung und der Umweltverschmutzung nicht so stark sp&#xFC;ren. Nat&#xFC;rliche &#xD6;kosysteme k&#xF6;nnen dank der Pflanzen die Staubentwicklung und die Ausbreitung von Schadstoffen verringern und so einen g&#xFC;nstigen Lebensraum f&#xFC;r Tiere und Menschen schaffen&#x201C;, sagt die Tiersch&#xFC;tzerin.<\/p>\n\n\n\n<p>&#x201E;Wenn wir wirklich wollen, dass der Naturschutz funktioniert, m&#xFC;ssen wir in ihn investieren und ihm Priorit&#xE4;t einr&#xE4;umen, anstatt nur seine Bedeutung zu verk&#xFC;nden. Leider hat der Naturschutz im Gegensatz zu Fragen der menschlichen Entwicklung nicht immer echte Priorit&#xE4;t&#x201C;, sagt Elena Bykova.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Diyora Kosimova und Elina Beknazarova f&#xFC;r Cabar<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Aus dem <\/strong><a href=\"https:\/\/cabar.asia\/ru\/kak-sohranit-chislennost-sajgakov-v-uzbekistane\"><strong>Russischen<\/strong><\/a><strong> von Heinrich Jakunin<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background\"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kan&#xE4;len: Schaut mal vorbei bei <a href=\"https:\/\/twitter.com\/novastan_de\">Twitter<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Novastan.org\/\">Facebook<\/a>, <a href=\"https:\/\/telegram.me\/novastan\">Telegram<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/company\/novastan\/\">Linkedin<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/novastanorg\/\">Instagram<\/a>. 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