{"id":42156,"date":"2025-04-28T23:54:16","date_gmt":"2025-04-28T21:54:16","guid":{"rendered":"https:\/\/novastan.org\/de\/?p=42156"},"modified":"2025-04-29T08:23:55","modified_gmt":"2025-04-29T06:23:55","slug":"der-schriftsteller-und-geograf-cedric-gras-auf-den-strassen-des-durstes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/novastan.org\/de\/umwelt-und-technologie\/der-schriftsteller-und-geograf-cedric-gras-auf-den-strassen-des-durstes\/","title":{"rendered":"Der Schriftsteller und Geograf C\u00e9dric Gras auf den\u00a0Stra\u00dfen\u00a0des Durstes"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der Aralsee, das Symbol einer Umweltkatastrophe, dessen Becken von den zentralasiatischen Republiken ausgebeutet wird, hat sein Wasser in etwa 60 Jahren um fast 90 Prozent schrumpfen sehen. Der Geograf und Schriftsteller C&#xE9;dric Gras begibt sich auf die Spuren der Zufl&#xFC;sse dieses Salzwassersees. Das Buch des sachkundigen Abenteurers &#x201E;Auf den Stra&#xDF;en des Durstes&#x201C; schildert die extremen Bedingungen, unter denen den Quellen des Aralsees die Luft ausgeht.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.beck-shop.de\/cedric-gras\/creator\/576905154\">C&#xE9;dric Gras<\/a>, franz&#xF6;sischer Geograf und Schriftsteller, ver&#xF6;ffentlichte im Januar seinen Reisebericht &#xFC;ber die Reise eines W&#xFC;nschelruteng&#xE4;ngers.<em>&#xA0;<\/em>Der bislang noch nicht &#xFC;bersetzte Titel&#xA0;<em>&#x201E;Auf den Stra&#xDF;en des Durstes&#x201C;,&#xA0;<\/em>im&#xA0;<em>Original &#x201E;Sur les routes de la soif&#x201C;,&#xA0;<\/em>ist im Franz&#xF6;sischen ein Wortspiel aus&#xA0;<em>soif <\/em>(Durst) und&#xA0;<em>soie&#xA0;<\/em>(Seide). An der Seite des Journalisten und Filmemachers Christophe Raylat durchquert der Autor Zentralasien, vom Aralsee &#xFC;ber die Uferroute des&#xA0;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Amudarja\">Amudarja<\/a>&#xA0;bis hin zur Quelle des Gew&#xE4;ssers, dem&#xA0;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fedtschenko-Gletscher\">Fedtschenko-Gletscher.<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Ausgangspunkt ihrer Unternehmung ist der Aralsee, eigentlich ein Salzwassersee. Er teilt sich in zwei ungleiche Becken, den kleineren&#xA0;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/N%C3%B6rdlicher_Aralsee\">&#x201E;N&#xF6;rdlichen Aralsee&#x201C;<\/a>&#xA0;im s&#xFC;dlichen Zentralkasachstan und den &#x201E;Gro&#xDF;en See&#x201C; im Nordwesten Usbekistans.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"flex flex-col md:flex-row justify-evenly items-center bg-yellow-100 my-20 p-10 space-y-10 subscribe\">\n\t<div class=\"container flex flex-col lg:flex-row justify-between\">\n\t\t<div class=\"flex flex-col w-full lg:w-3\/5 pb-4\">\n\t\t\t<h2 class=\"text-3xl text-secondary font-bold mb-4 text-[#749D02]\">\n\t\t\t\t\t\t\t\tUnterst&#xFC;tzt Novastan &#x2013; das europ&#xE4;ische Zentralasien-Magazin \n\t\t\t<\/h2>\n\t\t\t\tAls vereinsgetragene, unabh&#xE4;ngige Plattform lebt Novastan vom Enthusiasmus seiner ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen &#x2013; und von eurer Unterst&#xFC;tzung! \n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"flex flex-col w-full lg:w-2\/5 justify-items-center justify-center pb-4\">\n\t\t\t<div class=\"rounded-md bg-accent-500 px-10 py-5 text-center w-72 mx-auto\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<a class=\"block rounded bg-white p-2 mt-4 font-bold\" href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/novastan-ev\/spenden\/\">Novastan unterst&#xFC;tzen<\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Seine Gew&#xE4;sser werden vom Fluss&#xA0;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Syrdarja\">Syrdarja<\/a>, der im kirgisischen&#xA0;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tian_Shan\">Tian-Shan-Gebirge<\/a>&#xA0;entspringt, und vom Amudarja, der aus dem Pamir-Gebirge, wo sich der Fedtschenko-Gletscher befindet, gespeist.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Autor, der seine Geografiekenntnisse mit seinem Schreibstil in Einklang zu bringen wei&#xDF;, beschreibt seine Suche nach dem &#x201E;Ursprung des Wassers, das alle Stan-L&#xE4;nder versorgt&#x201C; und den Kampf des Amudarja gegen seine &#xDC;bernutzung. Gemeinsam mit Christoph Raylat hat er eine Arte-Reportage ver&#xF6;ffentlicht &#x2013; der Zweiteiler&#xA0;&#x201E;<em><a href=\"https:\/\/www.arte.tv\/de\/videos\/RC-026343\/aralsee-wo-ist-das-wasser-hin\/\">Aralsee &#x2013; Wo ist das Wasser hin?<\/a>&#x201C;&#xA0;<\/em>gibt dem Buch eine audiovisuelle Untermalung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>&#x201E;Das Tschernobyl Zentralasiens&#x201C;<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>&#x201E;Der Planet durchlebt seine Metamorphosen im Galopp. Der Aralsee begann seine Ebbe in den 1960er Jahren, quasi gestern. Heute sprechen die Usbeken von Aralkum, der Aralw&#xFC;ste&#x201C;,&#xA0;sagt C&#xE9;dric Gras.<\/p>\n\n\n\n<p>Einst war er der viertgr&#xF6;&#xDF;te See der Erde: Noch in den 1960er Jahren erstreckte er sich &#xFC;ber rund 68.000 Quadratkilometer. Heute ist er auf weniger als 7.000 Quadratkilometer geschrumpft. Das Wasser ist verdunstet und hat den Salzgehalt dadurch verzehnfacht. Die Folge: Zig Millionen Tonnen freigesetztes Salz und giftiger Staub. Eine Katastrophe, die der Autor beim Namen nennt: &#x201E;das Tschernobyl Zentralasiens&#x201C;.<\/p>\n\n\n\n<p>Begonnen hat C&#xE9;dric Gras seine Reise im s&#xFC;dlichen Zentrum Kasachstans, wo das Wasser des N&#xF6;rdlichen Aralsees fortbesteht, gest&#xFC;tzt durch den&#xA0;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kokaral-Damm\">Kokaral-Damm<\/a>, der 2005 fertiggestellt wurde.&#xA0;<em>&#x201E;Ein wenige Kilometer langer Staudamm, der das Wasser des Flusses Syrdarja enth&#xE4;lt. [&#x2026;] Nicht genug, um gestrandete&#xA0;<\/em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Trawler\"><em>Trawler<\/em><\/a><em>&#xA0;zu untersp&#xFC;len, <em>[<\/em>&#x2026;] aber genug, um den Salzgehalt zu senken und einige Arten wieder anzusiedeln<\/em>&#x201E;, erkl&#xE4;rt der Autor.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Ufer des Sees versinkt er in dichtem Schlamm, der einst mal luftiger Sand war. Er geht &#xFC;ber Br&#xFC;cken, unter denen nichts als W&#xFC;ste ist, und kommt schlie&#xDF;lich nach&#xA0;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mo%CA%BBynoq\">Mo&#x2018;ynok.<\/a>&#xA0;In der im Norden&#xA0;<a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/tag\/karakalpakstan\/\">Karakalpakstans<\/a> gelegenen Stadt findet er die letzten gestrandeten Fischtrawler, die nun als&#xA0;<em>&#x201E;apokalyptische Kulisse f&#xFC;r Anfl&#xFC;ge digitaler Selbstbezogenheit&#x201C;<\/em>&#xA0;herhalten. Hier beschreibt der Autor den Aral als&#xA0;<em>&#x201E;ausgetrocknet, so weit das Auge reicht, niemand anderem ausgeliefert als dem Nichts<\/em>&#x201C;.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ein gesegneter Fluss, der ausblutet wie kein anderer<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>C&#xE9;dric Gras erz&#xE4;hlt von seiner Reise flussaufw&#xE4;rts des Amudarja, zwischen&#xA0;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kysylkum\">Kyzylkum<\/a>&#x2013; und&#xA0;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Karakum\">Karakum<\/a>-W&#xFC;ste, von&#xA0;<em>&#x201E;seinem M&#xE4;andern durch die W&#xFC;sten, in denen er sich verliert, bis zu seinen Anf&#xE4;ngen, die hoch oben in den T&#xE4;lern eingebettet liegen&#x201C;.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Bevor der Fluss in den Aral m&#xFC;ndet, legt er 2540 Kilometer zur&#xFC;ck und windet sich durch Usbekistan, Turkmenistan und Afghanistan, bis er in den H&#xF6;hen Tadschikistans seinen Durst l&#xF6;scht. Da die zentralasiatischen L&#xE4;nder nicht auf Meerwasser zur&#xFC;ckgreifen k&#xF6;nnen, begehren sie den Amudarja umso mehr, was zu Spannungen f&#xFC;hrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Autor n&#xE4;hert sich den Rinnen des Flusses und damit seinem wunden Punkt. Turkmenistan auf der einen Seite, und Usbekistan auf der anderen, beschuldigen sich gegenseitig, f&#xFC;r den immer niedrigeren Wasserstand des Flusses verantwortlich zu sein. Den Wettlauf um den Baumwollanbau bremst das nicht im Geringsten aus, und so beansprucht die Bew&#xE4;sserung der Felder den Amudarja immer weiter &#xFC;ber alle Ma&#xDF;e hinaus.<\/p>\n\n\n\n<p>C&#xE9;dric Gras beobachtet einen Fluss, der&#xA0;<em>&#x201E;bis aufs letzte Schl&#xFC;ckchen ausgetrunken&#x201C;<\/em>&#xA0;wird. Er sagt:&#xA0;<em>&#x201E;Wir wissen, was er erleidet, und wir haben ihn im tiefsten Karakalpakstan sterben sehen, wie einen alten Elefanten.&#x201C;<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Von seinem letzten M&#xE4;ander bis zu seinem ersten Tropfen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Der Fedtschenko-Gletscher, der in den H&#xF6;hen des Pamir-Gebirges in Tadschikistan Zuflucht gefunden hat, ist der verdiente Lohn der Reise. Au&#xDF;erhalb der Polarregionen ist der Fedtschenko, benannt nach dem russischen Abenteurer und Naturforscher Alexej Fedtschenko, das l&#xE4;ngste Gletscherplateau der Welt. Allein ein Achtel der Wasserreserven des Pamir stammen von ihm.<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#x201E;Eine 77 Kilometer lange Zunge, die ein riesiges Becken von Zufl&#xFC;ssen speist, von bis zu 7500 Meter hohen Gipfeln flie&#xDF;t und deren gesamtes Schmelzwasser fr&#xFC;her oder sp&#xE4;ter in den Amudarja flie&#xDF;t&#x201C;,<\/em>&#xA0;erkl&#xE4;rt der Autor.<\/p>\n\n\n\n<p>F&#xFC;r die Durchf&#xFC;hrung der Expedition engagieren C&#xE9;dric Gras und Christophe Raylat den einheimischen Reisef&#xFC;hrer Anatoli Scharipow sowie den als &#x201E;Polarabenteurer&#x201C; geltenden Matthieu Tordeur. Er hat als j&#xFC;ngster Mensch der Welt den S&#xFC;dpol im Alleingang auf Skiern und ohne Vorr&#xE4;te erreicht. Bei der Besteigung des Gletschers ist er mit von der Partie.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Oberlauf folgen sie &#xFC;ber mehrere hundert Kilometer dem rei&#xDF;enden Fluss&#xA0;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pandsch\">Pandsch<\/a>. Neben dem&#xA0;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wachsch\">Wachsch<\/a> geh&#xF6;rt er zu den wichtigsten Nebenfl&#xFC;ssen des Amudarja. Bevor die Gletscherschmelze in den Amudarja m&#xFC;ndet, flie&#xDF;t sie in Gebirgsb&#xE4;che und von dort in die beiden Fl&#xFC;ssen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der Zapfhahn Tadschikistans<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Auf ihrem Weg zum Fedtschenko passierten die Abenteurer den&#xA0;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nurek-Staudamm\">Nurek-Staudamm<\/a>, der am Fluss&#xA0;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wachsch\">Wachsch<\/a> errichtet wurde. Der 304 Meter hohe Bau aus Stein und Erde, der zwischen 1961 und 1980 errichtet wurde, ist nicht nur einer der gr&#xF6;&#xDF;ten Staud&#xE4;mme der Welt: Er deckt auch&#xA0;<em>&#x201E;die H&#xE4;lfte des Strombedarfs [und] versorgt die Aluminiumindustrie&#x201C;,<\/em>&#xA0;berichtet der Autor.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan:&#xA0;<\/strong>&#xA0;<a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/usbekistan\/der-aralsee-gestern-heute-morgen\/\">Der Aralsee: gestern, heute, morgen<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Damals hatte die Sowjetunion den Staudamm in die Kategorie ihrer wichtigsten und vorrangigen Infrastrukturprojekte aufgenommen. Bei einem Besuch am 1. September 1970 sprach der sowjetische Staatschef&#xA0;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Leonid_Iljitsch_Breschnew\">Leonid Iljitsch Breschnew<\/a>&#xA0;zu den Monteuren, Maurern und Bohrtechnikern, den Maschinisten und Fahrern:&#xA0;<em>&#x201E;Als Ingenieur wei&#xDF; ich einzusch&#xE4;tzen, wie schwierig die Anordnung der verschiedenen Teile des Bauwerks ist, aber ihr habt es geschafft, diese Aufgabe zu bew&#xE4;ltigen. Ich gratuliere euch, den Einwohnern von Nurek, ihr seid wahre Helden und eure Arbeit ist bemerkenswert&#x201C;.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>C&#xE9;dric Gras betont, dass das Ende der UdSSR auch die Solidarit&#xE4;t zwischen den zentralasiatischen Republiken gebremst hat, und f&#xFC;gt hinzu, dass jedes Land seine eigenen Interessen in den Vordergrund stellt und versucht, aus seinen Ressourcen Profit zu schlagen. Dabei beschreibt er den Staudamm als einen Zapfhahn, der sich nach auf Willen Tadschikistans &#xF6;ffnet und schlie&#xDF;t.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ein Krieg, der mit der F&#xFC;hrung des Flusses korreliert?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>In&#xA0;&#x201E;<em>Auf den Stra&#xDF;en des Durstes&#x201C;<strong>&#xA0;<\/strong><\/em>fragt sich der Autor:&#xA0;<em>&#x201E;&#xDC;berbew&#xE4;sserung, schwindelerregende Staud&#xE4;mme, Umleitungskan&#xE4;le und Bev&#xF6;lkerungsexplosion &#x2013; sind das die Vorboten eines Wasserkriegs zwischen diesen oft despotischen Ex-Sowjetrepubliken auf der ehemaligen Seidenstra&#xDF;e?&#x201C;.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>W&#xE4;hrend Usbekistan und Turkmenistan gef&#xE4;hrlich nahe an die Schwelle des Wasserdefizits geraten, nutzt Tadschikistan sein hydroelektrisches Potenzial, indem es die Wasserf&#xFC;hrung seiner Fl&#xFC;sse reguliert. Der Autor f&#xFC;gt hinzu, dass Tadschikistan im Sommer, wenn die usbekischen und turkmenischen Feldfr&#xFC;chte bew&#xE4;ssert werden m&#xFC;ssen, die Schleusen seiner Infrastruktur schlie&#xDF;t, um Wasser zu speichern und im Winter Energie zu erzeugen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Autor bezeichnet diese &#xC4;nderung des Abflussregimes des Flusses als einen echten Nutzungskonflikt, der die bestehenden Spannungen aufdeckt, die zwischen den zentralasiatischen L&#xE4;ndern um die Kontrolle der Wasserressourcen herrschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der afghanische Bau eines neuen Kanals am Oberlauf des Amu-Darja-Flusses im M&#xE4;rz 2023 brachte die Wasserwirtschaftspolitik in Zentralasien erneut in Bedr&#xE4;ngnis.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Marianne Bultel f&#xFC;r Novastan<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Aus dem&#xA0;<a href=\"https:\/\/novastan.org\/fr\/environnement\/ecrivain-geographe-cedric-gras-routes-soif\/\">Franz&#xF6;sischen<\/a>&#xA0;von Arthur Siavash Klischat<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background\"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kan&#xE4;len: Schaut mal vorbei bei <a href=\"https:\/\/twitter.com\/novastan_de\">Twitter<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Novastan.org\/\">Facebook<\/a>, <a href=\"https:\/\/telegram.me\/novastan\">Telegram<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/company\/novastan\/\">Linkedin<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/novastanorg\/\">Instagram<\/a>. 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