{"id":40695,"date":"2024-11-06T20:09:04","date_gmt":"2024-11-06T19:09:04","guid":{"rendered":"https:\/\/novastan.org\/de\/?p=40695"},"modified":"2025-03-20T06:15:06","modified_gmt":"2025-03-20T05:15:06","slug":"an-der-front-in-der-ukraine-sterben-weiterhin-zentralasiaten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/novastan.org\/de\/politik-und-wirtschaft\/an-der-front-in-der-ukraine-sterben-weiterhin-zentralasiaten\/","title":{"rendered":"An der Front in der Ukraine sterben weiterhin Zentralasiaten"},"content":{"rendered":"<p><strong>Als Gegenleistung f&#xFC;r Geld und die Staatsb&#xFC;rgerschaft schickt Russland weiterhin Migranten aus Zentralasien an die Front. Ihre genaue Zahl ist unbekannt. Seit Februar 2022 sind aber laut einer Umfrage der BBC schon mindestens 124 von ihnen gestorben.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>124 M&#xE4;nner aus zentralasiatischen L&#xE4;ndern sind seit Februar 2022 in den Reihen der russischen Streitkr&#xE4;fte in der Ukraine gestorben. Dies dokumentiert eine <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/russian\/articles\/c74jg9ejnlwo\">Umfrage<\/a> des russischsprachigen Dienstes der BBC. Die Umfrage war in Zusammenarbeit mit dem russischen Medium <a href=\"https:\/\/zona.media\/\">Mediazona<\/a> durchgef&#xFC;hrt und in diesem September ver&#xF6;ffentlicht worden. Die Daten basieren auf offen zug&#xE4;nglichen Quellen, wie zum Beispiel Nachrufe in den lokalen Medien bei der R&#xFC;ckf&#xFC;hrung der Leichen oder Nachrichten von den Angeh&#xF6;rigen der Soldaten in sozialen Netzwerken. Unter den 265 ausl&#xE4;ndischen Toten auf der russischen Seite, waren 51 Tadschiken, 47 Usbeken und 26 Kirgisen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine fr&#xFC;here Untersuchung der BBC berichtete im Juni 2023, dass mindestens 93 zentralasiatische Staatsangeh&#xF6;rige in der Ukraine ihr Leben verloren hatten: Darunter waren 40 Tadschiken, 34 Usbeken und 19 Kirgisen, wie <a href=\"https:\/\/asiaplustj.info\/en\/news\/world\/20230615\/at-least-93-citizens-of-central-asian-countries-were-killed-in-russias-war-in-ukraine\">Asia-Plus<\/a> berichtete. Die ersten Todesf&#xE4;lle zentralasiatischer Staatsangeh&#xF6;riger unter russischen Streitkr&#xE4;ften in der Ukraine <a href=\"https:\/\/www.rferl.org\/a\/tajiks-killed-fighting-ukraine\/31767197.html\">ereigneten sich<\/a> schon im M&#xE4;rz 2022.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"flex flex-col md:flex-row justify-evenly items-center bg-yellow-100 my-20 p-10 space-y-10 subscribe\">\n\t<div class=\"container flex flex-col lg:flex-row justify-between\">\n\t\t<div class=\"flex flex-col w-full lg:w-3\/5 pb-4\">\n\t\t\t<h2 class=\"text-3xl text-secondary font-bold mb-4 text-[#749D02]\">\n\t\t\t\t\t\t\t\tUnterst&#xFC;tzt Novastan &#x2013; das europ&#xE4;ische Zentralasien-Magazin \n\t\t\t<\/h2>\n\t\t\t\tAls vereinsgetragene, unabh&#xE4;ngige Plattform lebt Novastan vom Enthusiasmus seiner ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen &#x2013; und von eurer Unterst&#xFC;tzung! \n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"flex flex-col w-full lg:w-2\/5 justify-items-center justify-center pb-4\">\n\t\t\t<div class=\"rounded-md bg-accent-500 px-10 py-5 text-center w-72 mx-auto\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<a class=\"block rounded bg-white p-2 mt-4 font-bold\" href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/novastan-ev\/spenden\/\">Novastan unterst&#xFC;tzen<\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Die russischen Beh&#xF6;rden bieten seit Beginn des Krieges immer mehr Anreize f&#xFC;r Migranten aus Zentralasien, sich der ukrainischen Front anzuschlie&#xDF;en: Sie versprechen ihnen Geld und die russische Staatsb&#xFC;rgerschaft (und wenn man sie in Gef&#xE4;ngnissen rekrutiert &#x2013; die anschlie&#xDF;ende Freilassung). Daf&#xFC;r gehen diese Menschen, haupts&#xE4;chlich Tadschiken, Usbeken und Kirgisen, in die Ukraine. Dort m&#xFC;ssen sie Wiederaufbauarbeiten leisten, Sch&#xFC;tzengr&#xE4;ben ausheben, aber auch k&#xE4;mpfen.<\/p>\n\n\n\n<p>An der Front in der Ukraine mangelt es immer mehr an Soldaten; die Lage von Migranten aus Zentralasien in Russland hat sich in den letzten Monaten verschlechtert, insbesondere <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/politik-und-wirtschaft\/nach-terroranschlag-massive-anfeindungen-gegen-tadschikinnen-in-russland\/?noredirect=de-DE\">seit dem Anschlag auf die Crocus City Hall<\/a> im M&#xE4;rz. Das Land hat seine Gesetze versch&#xE4;rft und Abschiebungen erleichtert: Russland hat laut <a href=\"https:\/\/asiaplustj.info\/en\/news\/tajikistan\/society\/20240807\/more-than-17000-tajik-citizens-deported-from-russia-in-h1-this-year-says-tajik-labor-minister\">Asia-Plus<\/a> zwischen Januar und Juni dieses Jahres mehr als 17.000 Tadschiken abgeschoben, haupts&#xE4;chlich wegen Verst&#xF6;&#xDF;en gegen die Aufenthaltsbestimmungen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Abschiebung oder Front?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die russischen Beh&#xF6;rden verbergen ihre Absichten nicht. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Alexander_Iwanowitsch_Bastrykin\">Alexander Bastrykin<\/a>, Leiter des Untersuchungsausschusses der Russischen F&#xF6;deration, <a href=\"https:\/\/www.currenttime.tv\/a\/rossiya-ukraina-migranty-bastrykin\/33011827.html\">erkl&#xE4;rte<\/a> im Juni auf dem Internationalen Rechtsforum in St. Petersburg, dass die Beh&#xF6;rden mehr als 30.000 Migranten, die die russische Staatsb&#xFC;rgerschaft angenommen hatten, <em>&#x201E;gefasst&#x201C;<\/em> haben. 10.000 davon habe man schon in die Ukraine geschickt.<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#x201E;Wir haben einen Trick gefunden, der dazu f&#xFC;hrte, dass nun die Migranten die Russische F&#xF6;deration nach und nach verlassen. M&#xF6;chten Sie wissen, welcher das ist? Nun, wir haben Gesetze eingeleitet, nach denen Personen, die die Staatsb&#xFC;rgerschaft erhalten, sich zum Milit&#xE4;rdienst anmelden m&#xFC;ssen und, wenn n&#xF6;tig, an der SVO (milit&#xE4;rische Sonderoperation, Anm.d.Red.) teilnehmen m&#xFC;ssen&#x201C;<\/em>, so Bastrykin laut <a href=\"https:\/\/www.currenttime.tv\/a\/rossiya-ukraina-migranty-bastrykin\/33011827.html\">Current Time<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <\/strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/politik-und-wirtschaft\/russlands-armee-braucht-tadschikische-migranten-mehr-denn-je\/\"><strong>Russlands Armee braucht tadschikische Migranten mehr denn je<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Im Juli verabschiedete die russische Duma ein spezielles Gesetz dazu: Dies koppelt die Verleihung der russischen Staatsb&#xFC;rgerschaft an der Registrierung beim Milit&#xE4;r. Die russischen Abgeordneten behaupten, es sei <em>&#x201E;allgemein bekannt&#x201C;<\/em>, dass neu eingeb&#xFC;rgerte Ausl&#xE4;nder sich dieser Registrierung entziehen. Das neue Gesetz zwingt sie dazu: Wer sich weigert, verliert automatisch seine neue Staatsb&#xFC;rgerschaft. Wie das kirgisische Medium <a href=\"https:\/\/kaktus.media\/doc\/506300_novyy_zakon_o_voinskom_ychete_v_rossii_napravlen_na_vyhodcev_iz_centralnoy_azii.html\">Kaktus<\/a> anmerkt, richtet sich diese Regelung anscheinend vor allem gegen Migranten aus Zentralasien.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>&#x201E;Es stellt sich heraus, dass es der Weg in den Tod ist&#x201C;<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Im Juli unterzeichnete der B&#xFC;rgermeister von Moskau, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sergei_Semjonowitsch_Sobjanin\">Sergej Sobjanin<\/a>, einen Erlass: Wer ab dem 23. Juli in Moskau einen Vertrag mit dem russischen Verteidigungsministerium unterschreibt, erh&#xE4;lt einmalig 1,9 Millionen Rubel (ca. 18.000 Euro). Anschlie&#xDF;end wurde die Ank&#xFC;ndigung &#xFC;ber soziale Netzwerke, die viele Migranten aus Zentralasien nutzen, weit verbreitet.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/rus.azattyk.org\/a\/33054973.html\">Radio Azattyk<\/a>, der kirgisische Zweig von Radio Free Europe, sprach mit einem Vermittler: Er rekrutiert Freiwillige f&#xFC;r die russische Armee und wirbt proaktiv in den Netzwerken f&#xFC;r die Initiative. <em>&#x201E;Die Leute, die zu mir kommen, haben viele Schulden und Kredite. Sie brauchen dringend Geld. Ich werbe sie an. Es gibt viele solcher Unternehmen. Wir werben und rekrutieren. Wir sorgen daf&#xFC;r, dass jeder seine Zahlung erh&#xE4;lt&#x201C;<\/em>, erkl&#xE4;rt er.<\/p>\n\n\n\n<p>Radio Azattyk hatte im Juli den Bericht von Aman ver&#xF6;ffentlicht: Er ist als Sohn kasachischer Eltern in Russland geboren, besitzt die doppelte Staatsb&#xFC;rgerschaft und war bei den russischen Streitkr&#xE4;ften in der Region Donezk. <em>&#x201E;Es stellte sich heraus, dass es der Weg in den Tod ist&#x201C;<\/em>, fasst Aman zusammen. <em>&#x201E;Ich habe einen Vertrag mit dem Verteidigungsministerium unterzeichnet. Nach einer zweimonatigen Ausbildung, in der ich gelernt habe, wie man ein Maschinengewehr h&#xE4;lt, bin hierhergekommen. Ich habe viele Kasachen, Tadschiken und Kirgisen kennengelernt&#x201C;.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Novastan: <\/strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/gesellschaft-und-kultur\/kein-herz-fuer-russische-kuenstler\/\"><strong>Kein Herz f&#xFC;r russische K&#xFC;nstler<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<p><em>&#x201E;Ich habe neulich mit einem Tadschiken gesprochen, der hier verwundet wurde und nach der Behandlung im Krankenhaus auf das Schlachtfeld zur&#xFC;ckgekehrt ist. [&#x2026;] Er prahlte damit, dass er mit dem Geld, das er erhalten hatte, eine Wohnung in Russland kaufen konnte. Er sagte, seine Mutter suche M&#xF6;bel aus. Er scherzte: wenn er wieder verletzt werde, k&#xF6;nne er sie kaufen, diese M&#xF6;bel.&#x201C;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>&#x201E;Wir sind alle zu Sklaven des Geldes geworden. Die Russen zahlen, was sie versprochen haben, aber der Preis ist zu hoch. Wie viele sind hier begraben? Ihre Angeh&#xF6;rigen suchen nach ihnen, warten und denken, dass sie noch leben. Aber sie sind hier, irgendwo begraben&#x201C;<\/em>, stellt er fest.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Aufrufe zur R&#xFC;ckkehr in die Heimat<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Im September, nach der R&#xFC;ckf&#xFC;hrung aus der Ukraine der sterblichen &#xDC;berreste von zwei Tadschiken, haben die Beh&#xF6;rden des Bezirks Ischkoschim in der autonomen Provinz <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Berg-Badachschan\">Berg-Badachschan<\/a> eine Erkl&#xE4;rung ver&#xF6;ffentlicht: Dort warnten sie die Einwohner davor, sich an ausl&#xE4;ndischen Konflikten zu beteiligen, berichtete <a href=\"https:\/\/asiaplustj.info\/en\/news\/tajikistan\/society\/20240920\/cargo-200-from-ukraine-bodies-of-two-tajik-citizens-returned-to-homeland\">Asia-Plus<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#x201E;Einer der Aspekte, die uns in Tadschikistan heute am meisten beunruhigen, ist die Beteiligung unserer Landsleute an Kriegen im Namen fremder Staaten. Die Handlungen dieser Landsleute schaden dem Ruf Tadschikistans und des tadschikischen Volkes auf der internationalen B&#xFC;hne. Dies ist in erster Linie das Ergebnis der Bem&#xFC;hungen interessierter Gruppen in einigen Staaten, die die Naivit&#xE4;t, Unerfahrenheit und Unwissenheit einiger unserer jungen Leute ausnutzen&#x201C;<\/em>, so die Erkl&#xE4;rung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die lokalen Beh&#xF6;rden rufen ihre Staatsangeh&#xF6;rigen in Russland zur R&#xFC;ckkehr in die Heimat. <em>&#x201E;Wir rufen unsere Landsleute dazu auf, nach Hause zur&#xFC;ckzukehren und mit ihren Familien ein friedliches Leben zu f&#xFC;hren. In unserer Region hat der Bau von Anlagen f&#xFC;r den Abbau und die Verarbeitung von Mineralien begonnen. Es gibt Tausende Arbeitspl&#xE4;tze mit L&#xF6;hnen von 250 bis 300 Somoni (21 bis 25 Euro) pro Tag&#x201C;<\/em>, berichtet <a href=\"https:\/\/rus.ozodi.org\/a\/v-tadzhikistan-privezli-tela-esche-dvuh-pogibshih-na-voyne-v-ukraine-grazhdan-ih-zaverbovali-v-rossii\/33127412.html\">Radio Ozodi<\/a>, der tadschikische Zweig von Radio Free Europe. Die kirgistanischen Beh&#xF6;rden hatten im vergangenen September einen <a href=\"https:\/\/kaktus.media\/doc\/509264_administraciia_prezidenta_prizvala_kyrgyzstancev_rabotaushih_v_rossii_vernytsia_na_rodiny.html\">&#xE4;hnlichen Aufruf<\/a> an ihre Staatsangeh&#xF6;rigen in Russland gerichtet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Asyl in Russland beantragt<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Beh&#xF6;rden der zentralasiatischen L&#xE4;nder versch&#xE4;rfen den Ton gegen&#xFC;ber Personen, die an den K&#xE4;mpfen in der Ukraine teilgenommen haben und verh&#xE4;ngen immer h&#xE4;ufiger Urteile wegen S&#xF6;ldnert&#xE4;tigkeit. Erst im vergangenen Oktober berichtete das usbekische Nachrichtenportal <a href=\"https:\/\/kun.uz\/ru\/news\/2024\/10\/17\/perevozil-tela-pogibshix-soldat-prigovoren-yeshche-odin-zaverbovannyy-v-rossiyskuyu-armiyu-uzbekistanets\">Kun<\/a> &#xFC;ber die Verurteilung eines 56-j&#xE4;hrigen Usbeken: Zwischen August und Oktober 2023 hatte er an den K&#xE4;mpfen in den Regionen Donezk und Lugansk teilgenommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Mann hatte seit 2005 in Russland als Elektriker gearbeitet. Wegen administrativer Schwierigkeiten in seinem Beruf hatte er die russische Staatsb&#xFC;rgerschaft beantragt. Nach einer einmonatigen Ausbildung wurde er in die Ukraine geschickt. Er wurde verletzt und dann in einem Krankenhaus in Russland behandelt. Schlie&#xDF;lich kehrte er in die Heimat zur&#xFC;ck. Dort wurde er gem&#xE4;&#xDF; Artikel 154 des Strafgesetzbuchs der Republik Usbekistan wegen S&#xF6;ldnertum zu drei Jahren Haft verurteilt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <\/strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kirgistan\/kirgistan-wegen-umgehung-der-sanktionen-gegen-russland-am-pranger\/\"><strong>Kirgistan wegen Umgehung der Sanktionen gegen Russland am Pranger<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Im Juni berichtete <a href=\"https:\/\/rus.azattyq.org\/a\/33005566.html\">Radio Azattyk<\/a> von einer weiteren Geschichte: Kirgistan verurteilte einen 31-j&#xE4;hrigen Mann wegen der Teilnahme an den K&#xE4;mpfen in der Ukraine. Askar Kubanytschbek Uulu hatte sich bei der Wagner-Miliz verpflichtet, im November 2022 trat er aber aus der Einheit aus und kehrte nach Kirgistan zur&#xFC;ck. Dort wurde er urspr&#xFC;nglich zu einer zehnj&#xE4;hrigen Haftstrafe verurteilt. Der Oberste Gerichtshof der Kirgisischen Republik hatte seine Strafe jedoch aufgehoben und den Fall an die Justiz zur&#xFC;ckverwiesen.&#xA0;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Januar 2024 wurde der Mann schlie&#xDF;lich zu sieben Jahren Haft auf Bew&#xE4;hrung verurteilt und auf freien Fu&#xDF; gesetzt, er durfte das Land aber nicht verlassen. Trotzdem reiste er im Fr&#xFC;hjahr &#xFC;ber Kasachstan nach Russland, stellte dort einen Antrag auf vor&#xFC;bergehendes Asyl und beantragte die russische Staatsb&#xFC;rgerschaft. Daraufhin verl&#xE4;ngerte er seinen Vertrag mit dem russischen Verteidigungsministerium.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Zentralasiaten in den ukrainischen Reihen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Im April 2023 berichtete <a href=\"https:\/\/www.currenttime.tv\/a\/urozhenets-turkmenistana-srazhaetsya-za-ukrainu-voyuem-protiv-diktatorskogo-rezhima-putina-\/32367111.html\">Current Time<\/a> &#xFC;ber einen Freiwilligen in den ukrainischen Reihen. Der 44-j&#xE4;hrige Abu Yunus stammte aus Turkmenistan und lebte seit 2018 in der Ukraine. Im Februar 2022 schloss er sich als Scharfsch&#xFC;tze dem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Scheich-Mansur-Bataillon\">Scheich-Mansur-Bataillon<\/a> an. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Scheich_Mansur\">Scheich Mansur<\/a> war der erste Kaukasus-Imam und ein tschetschenischer Anf&#xFC;hrer im Freiheitskampf gegen die russische Besatzung im 18. Jahrhundert. Das Bataillon besteht haupts&#xE4;chlich aus Menschen aus dem Nordkaukasus und Zentralasien.<\/p>\n\n\n\n<p>Abu Yunus ist sich der juristischen Konsequenzen bewusst, die ihm in seiner Heimat wegen seiner Teilnahme an den K&#xE4;mpfen in der Ukraine drohen. Er &#xE4;u&#xDF;ert allerdings sein Unverst&#xE4;ndnis &#xFC;ber zentralasiatische Migranten, die sich den russischen Streitkr&#xE4;ften anschlie&#xDF;en. In den Mittelpunkt seines Engagements stellt er seinen muslimischen Glauben. Diese Ansicht teilen die religi&#xF6;sen Autorit&#xE4;ten dieser L&#xE4;nder nicht: Dagegen versuchen diese mit zahlreichen <a href=\"https:\/\/kun.uz\/en\/79808161\">Reden<\/a>, ihre B&#xFC;rger davon abzuhalten, sich an einem Krieg mit der oder gegen die ehemalige Schutzmacht (Russland) zu beteiligen, die fast 3.000 Kilometer von Zentralasien entfernt liegt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>El&#xE9;onore Darasse f&#xFC;r Novastan<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Aus dem <\/strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/fr\/societe-et-culture\/sur-le-front-en-ukraine-des-centrasiatiques-continuent-de-mourir\/\"><strong>Franz&#xF6;sischen<\/strong><\/a><strong> von Giulia Manca<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background\"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kan&#xE4;len: Schaut mal vorbei bei <a href=\"https:\/\/twitter.com\/novastan_de\">Twitter<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Novastan.org\/\">Facebook<\/a>, <a href=\"https:\/\/telegram.me\/novastan\">Telegram<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/company\/novastan\/\">Linkedin<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/novastanorg\/\">Instagram<\/a>. 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