{"id":40402,"date":"2024-10-04T08:18:13","date_gmt":"2024-10-04T06:18:13","guid":{"rendered":"https:\/\/novastan.org\/de\/?p=40402"},"modified":"2024-10-04T08:19:36","modified_gmt":"2024-10-04T06:19:36","slug":"der-aralsee-heute-nur-kleinere-pfuetzen-ein-interview-mit-dem-oekologen-yusup-kamalov","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/novastan.org\/de\/umwelt-und-technologie\/der-aralsee-heute-nur-kleinere-pfuetzen-ein-interview-mit-dem-oekologen-yusup-kamalov\/","title":{"rendered":"Der Aralsee heute: Nur \u201ekleinere Pf\u00fctzen\u201c \u2013 Ein Interview mit dem \u00d6kologen Yusup Kamalov"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der Umweltwissenschaftler Yusup Kamalov widmet bereits seit drei&#xDF;ig Jahren sein Leben der Rettung des Aralsees. Neben der &#xD6;kologie forscht Yusup Kamalov auch zur Aerodynamik und entwirft H&#xE4;ngegleiter, mit denen er die Flugweise von V&#xF6;geln nachahmen will. Das Magazin Hook sprach mit dem karakalpakischen Ingenieur &#xFC;ber sein Aufwachsen in einer Familie, die als &#x201E;Volksfeind&#x201C; galt und sein Engagement zur Rettung des Aralsees.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Ich wurde noch zur Zeit Stalins geboren und vermute, dass man mich nicht grundlos Yusup nannte, sondern dass dies zu Ehren <\/em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Josef_Stalin#:~:text=M%C3%A4rz%201953%20in%20Kunzewo%20bei%20Moskau,%20Sowjetunion,%20heute%20Russische%20F%C3%B6deration)#:~:text=M%C3%A4rz%201953%20in%20Kunzewo%20bei%20Moskau,%20Sowjetunion,%20heute%20Russische%20F%C3%B6deration)\"><em>Iosif Wissarionowitsch Stalins<\/em><\/a><em> geschah. Ich habe einen ganz gew&#xF6;hnlichen Lebenslauf: Schulzeit, und danach ein Studium am <\/em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Moskauer_Energetisches_Institut\"><em>Moskauer Energetischen Institut<\/em><\/a><em>. Nach dem Studienabschluss war ich Energietechniker und wurde zur Arbeit in das Kesselwerk des W&#xE4;rmekraftwerks in <\/em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Taxiatosh\"><em>Taxiatosh<\/em><\/a><em> entsand.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Aufgrund des Zustandes des Aralsees regte mein Vater einen Wechsel zur &#xD6;kologie an. Er war Arch&#xE4;ologe und Historiker und leitete circa 37 Jahre lang das Historische Institut. Nach dem Abgang von Marat Nurmuxamedov<\/em> (Anm. d. Red.: Karakalpakischer Wissenschaftler, erstes karakalpakisches Mitglied der Akademie der Wissenschaften der Usbekischen Sozialistischen Sowjetrepublik) <em>hat mein Vater quasi die Leitung der Akademie &#xFC;bernommen. Mein Vater hat sich ganz dem Schutz des Aralsees verschrieben und hat versucht, so viele wie m&#xF6;glich zum Studium nach Moskau zu entsenden, seien es Mathematiker:innen, &#xD6;kolog:innen oder andere Fachrichtungen. So entstand eine ganze Schar von Anh&#xE4;nger:innen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch bei Novastan: <\/strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/panorama\/die-touristischen-perlen-karakalpakstans\/\"><strong>Die touristischen Perlen Karakalpakstans<\/strong><\/a><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Nach der Er&#xF6;ffnung eines Rechenzentrums in Moskau er&#xF6;ffnete die Karakalpakische Akademie der Wissenschaften 1977 ebenfalls eins. Trotz seiner seltsamen Bezeichnung hat sich das Zentrum einer ganzen Reihe spannender Probleme angenommen, darunter auch der &#xD6;kologie. Ich war Praktikant und Doktorand am Rechenzentrum der Akademie der Wissenschaften der UdSSR in Moskau am Laboratorium f&#xFC;r mathematische &#xD6;kologie. Sp&#xE4;ter wechselte ich in die Abteilung f&#xFC;r Wasserprobleme, wo wir mathematische Modelle f&#xFC;r das Wassermanagement berechneten. Ich schloss meine Dissertation ab, aber durch verschiedene Interessen habe ich sie nie verteidigt. Mein Vater war dar&#xFC;ber nat&#xFC;rlich sehr ver&#xE4;rgert und besonders seine Kolleg:innen machten sich dar&#xFC;ber lustig. Er habe mich zu demokratisch und freiheitlich erzogen, ein anderer Mann w&#xE4;re auf mich losgegangen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div class=\"flex flex-col md:flex-row justify-evenly items-center bg-yellow-100 my-20 p-10 space-y-10 subscribe\">\n\t<div class=\"container flex flex-col lg:flex-row justify-between\">\n\t\t<div class=\"flex flex-col w-full lg:w-3\/5 pb-4\">\n\t\t\t<h2 class=\"text-3xl text-secondary font-bold mb-4 text-[#749D02]\">\n\t\t\t\t\t\t\t\tUnterst&#xFC;tzt Novastan &#x2013; das europ&#xE4;ische Zentralasien-Magazin \n\t\t\t<\/h2>\n\t\t\t\tAls vereinsgetragene, unabh&#xE4;ngige Plattform lebt Novastan vom Enthusiasmus seiner ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen &#x2013; und von eurer Unterst&#xFC;tzung! \n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"flex flex-col w-full lg:w-2\/5 justify-items-center justify-center pb-4\">\n\t\t\t<div class=\"rounded-md bg-accent-500 px-10 py-5 text-center w-72 mx-auto\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<a class=\"block rounded bg-white p-2 mt-4 font-bold\" href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/novastan-ev\/spenden\/\">Novastan unterst&#xFC;tzen<\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><em>Wenn Wissenschaftler:innen ihre Dissertation verteidigen, folgt danach oft eine wissenschaftliche Karriere &#x2013; sie bekommen Leitungsaufgaben. Aber mir gef&#xE4;llt mein Zustand, ich f&#xFC;hle mich viel freier. Mein Vorgesetzter sagt immer: &#x201E;Wozu soll man Direktor:in oder Chef:in sein, wenn man kreativ sein kann?&#x201C;. Ich begann die Flugweise der V&#xF6;gel zu beobachten, baute zwei H&#xE4;ngegleiter und sprang damit unz&#xE4;hlige Male vom <\/em>Shylpyk<em>. Mein letzter Sprung war im Januar 2016, um die Mechanismen nachzuempfinden, die nach meiner Vorstellung einen Vogel zum Fliegen bringen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Aufwachsen in einer Familie von &#x201E;Volksfeinden&#x201C;<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><em>Mein Gro&#xDF;vater m&#xFC;tterlicherseits hie&#xDF; Jali Maxsym<\/em> (Abdijalil Ismetullaev<em>). Er wurde in einer reichen Familie geboren und unterst&#xFC;tze zun&#xE4;chst die sowjetischen Machthabenden. Sp&#xE4;ter traten er und seine Br&#xFC;der jedoch gegen die Zwangskollektivierung ein. Daf&#xFC;r wurden seine beiden Br&#xFC;der vor seinen Augen erschossen und Jali Maxsym wurde nach <\/em><a href=\"https:\/\/de.wiki7.org\/wiki\/%D0%A7%D0%B8%D0%BC%D0%B1%D0%B0%D0%B9_(%D0%B3%D0%BE%D1%80%D0%BE%D0%B4)#:~:text=Sh%C4%B1mbay,%20Shymbay)%20ist%20eine%20Stadt%20(seit%201926)%20in%20Karakalpakstan%20(\"><em>Shymbay<\/em><\/a><em> verbannt. Freund:innen von Jali Maxysm, die sich ebenfalls gegen die sowjetischen Machthabenden gestellt hatten und nach Turkmenistan emigriert waren, erfuhren von seiner Verhaftung und fuhren nach Shymbay, um ihn zu befreien. Sie erkl&#xE4;rten ihn zum letzten gew&#xE4;hlten Khan der Karakalpaken. F&#xFC;r einige Zeit k&#xE4;mpfte mein Gro&#xDF;vater als <\/em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Basmatschi\"><em>Basmatschi<\/em><\/a><em> gegen die Kommunisten, doch schlie&#xDF;lich wurde er verraten und ausgeliefert. Jali Maxsym wurde zusammen mit seinem 14-j&#xE4;hrigen Sohn erschossen und bis heute ist unbekannt, wo sie begraben wurden. &#xDC;ber meinen Gro&#xDF;vater begann man erst nach der Unabh&#xE4;ngigkeit offen zu schreiben und inzwischen sind Informationen &#xFC;ber die <\/em><a href=\"https:\/\/www.hrono.ru\/sobyt\/1900war\/1929kaza.php\"><em>Aufst&#xE4;nde in Shymbay und Taxtakupyr<\/em><\/a><em>, bei denen er eine wichtige Rolle spielte, offen zug&#xE4;nglich.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Meine Mutter wurde von ihrem Gro&#xDF;vater adoptiert und &#xE4;nderte ihren Nachnamen in Esemuratova. Sie wurde Journalistin und erinnerte sich oft daran, wie sie fast jeden Abend f&#xFC;r Befragungen zum KGB musste. Dadurch, dass sie als &#x201E;Tochter eines Volksfeindes&#x201C; abgestempelt wurde, wurden meine Mutter und meine Oma direkt nach meiner Geburt aus ihrer Wohnung geworfen. Zudem haben Krankheiten und ein Unfall ihr Leben gepr&#xE4;gt. Trotz allem ist sie nach wie vor am Leben und inzwischen 94 Jahre alt. Sie ist eine starke Frau, sowas gibt es heute gar nicht mehr.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Vereinigung zum Schutz des Aral und Amudarja<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><em>Auf Initiative des bekannten Schriftstellers Orazbay Abdraxmanov gr&#xFC;ndete eine Gruppe von Intellektuellen am 6. Dezember 1989 die NGO &#x201E;Vereinigung zum Schutz des Aral und des <\/em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Amudarja\"><em>Amudarja<\/em><\/a><em>&#x201C;. Ich trat damals der Organisation durch meinen Vater bei. Anfang der 1990er begannen wir gerade erst mit unseren Aktivit&#xE4;ten und zu unseren Versammlungen kamen um die 300 Personen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Wir hatten damals Freund:innen in Amerika, die quasi unsere Repr&#xE4;sentanz in den USA herstellten und ausbauten. Deshalb haben wir uns 1991 offiziell als internationale Organisation registriert. Anfang der 1990er lebten wir vergleichsweise frei und waren gut aufgestellt. Einschr&#xE4;nkungen waren nicht zu sp&#xFC;ren. Dies blieb jedoch nicht lange so. Das Lebensniveau sank und viele emigrierten. 1994 verlie&#xDF; der Vorsitzende der NGO aus pers&#xF6;nlichen Gr&#xFC;nden seinen Posten und ich &#xFC;bernahm.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>In den 2000ern, nach der <\/em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rosenrevolution\"><em>Revolution in Georgien<\/em><\/a><em> und einer instabilen Weltlage, begannen in Usbekistan Repressionen gegen internationale Organisationen. Die Beschuldigungen waren gegen&#xFC;ber allen dieselben: Versp&#xE4;tungen bei der Einreichung von Berichten an das Justizministerium. Aufgrund dieser Beschuldigungen mussten viele NGOs ihre Arbeit aufgeben, aber dank internationaler Unterst&#xFC;tzung und unserer Stellung konnten wir unsere Unschuld in allen f&#xFC;nf Anklagepunkten vor Gericht beweisen. Trotzdem verloren wir den Status als internationale Organisation und wurden gewisserma&#xDF;en zu einer &#xF6;rtlichen NGO &#x201E;degradiert&#x201C;. Aber das hindert uns nicht daran, uns weiter mit den Problemen des Aralsees zu befassen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <\/strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kasachstan\/der-aralsee-bricht-alle-rekorde-aber-er-lebt-weiter-geo-forscher-im-experten-interview\/\"><strong>&#x201E;Der Aralsee bricht alle Rekorde &#x2013; aber er lebt weiter!&#x201C;<\/strong><\/a><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Wir bekommen oft Kritik von oben: wir wurden beschuldigt, Wasserressourcen kommerzialisieren zu wollen und daf&#xFC;r kritisiert, dass wir einen Marketing-Ansatz verfolgen. Sogar unsere Kolleg:innen aus <\/em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Almaty#:~:text=Almaty%20(kasachisch%20und%20russisch%20%D0%90%D0%BB%D0%BC%D0%B0%D1%82%D1%8B,%20bis%201993%20Alma-Ata)%20ist%20mit\"><em>Almaty<\/em><\/a><em> haben mich f&#xFC;r diese Idee verurteilt. Leider ist bei uns nach wie vor die sowjetische Denkweise vorherrschend und der Wirtschaft gelingt nicht der Schritt weg von den Sowjetzeiten. Unsere Bev&#xF6;lkerung ist es gewohnt zu kritisieren und beispielsweise Angst vor den USA oder der NATO zu haben. Das ist nur ein Stereotyp, dass alles Neue schlecht sei und alles Sowjetische gut. Aber die Mehrheit der Menschen kann man nicht davon abbringen und wir sind in der Minderheit.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Rettung des Aralsees als Ziel<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><em>1994 erarbeiteten wir ein Konzept mit neuen Methoden im Umgang mit Wasserressourcen, um nicht nur auf eine Erholung des Aralsees hinzuwirken, sondern auch f&#xFC;r eine gerechte Verteilung des Wassers zu sorgen. Wir schickten unser Vorhaben an Vertreter:innen der f&#xFC;nf zentralasiatischen L&#xE4;nder, die sich zu einem <\/em><a href=\"https:\/\/ecifas.kz\/en\/\"><em>internationalen Fond zur Rettung<\/em><\/a><em> des Aralsees zusammengeschlossen hatten. Eine Antwort erhielten wir lediglich von einem Berater des Pr&#xE4;sidenten Kirgistans, allerdings eine ablehnende.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Unser Konzept sah vor, die Verwaltung des Amudarja Flusses in neutrale H&#xE4;nde zu geben, aber die Regierungen entschieden, dass eine solche &#xDC;bergabe die Neutralit&#xE4;t der Staaten verletzen w&#xFC;rde. Die Vereinigung organisierte au&#xDF;erdem Vortr&#xE4;ge, ver&#xF6;ffentlichte und nahm an Konferenzen teil. Dadurch, dass das Leben schwerer geworden war, gingen jedoch einige und unser Team schrumpfte auf f&#xFC;nf oder sechs Leute. Viele sind inzwischen auch schon gestorben.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <\/strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/umwelt-und-technologie\/fuenf-oekologische-probleme-zentralasiens\/\"><strong>F&#xFC;nf &#xF6;kologische Probleme Zentralasiens<\/strong><\/a><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Heute ist der Aralsee praktisch verschwunden. Die Fl&#xE4;che des Aralsees betr&#xE4;gt zusammen mit den kasachstanischen und westlichen Teilen weniger als sieben Prozent der urspr&#xFC;nglichen Wasserfl&#xE4;che. Es macht keinen Sinn zu sagen, dass der Aralsee noch existiert. Das sind einfach nur einige Pf&#xFC;tzen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Das westliche Ufer weicht jedes Jahr um 100 Meter zur&#xFC;ck. Wenn man vor circa zehn Jahren auf dem <\/em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ustjurt-Plateau\"><em>Ustjurt-Plateau<\/em><\/a><em> stand und in Richtung des Aralsees schaute, dann konnte man das s&#xFC;dliche und &#xF6;stliche Ufer von dort nicht sehen. Inzwischen sind beide Ufer erkennbar. Im westlichen Teil ist der See vielleicht noch 15 Meter tief. Fr&#xFC;her lag der tiefste Punkt bei mehr als 60 Metern. Im Vergleich etwa zum Baikalsee war der Aralsee schon immer eher flach. Der Baikalsee ist stellenweise mehr als zwei Kilometer tief. Der Aralsee glich einer Pf&#xFC;tze auf hei&#xDF;em Asphalt. Und wenn man dann aus einer Pf&#xFC;tze trinkt, vertrocknet sie innerhalb einer Stunde.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Manche Journalist:innen berichten davon, dass der Aralsee sich erhole, aber davon kann keine Rede sein. Ja, der <\/em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Syrdarja\"><em>Fluss Syrdarja<\/em><\/a><em> speist von Kasachstan aus nach wie vor den Aralsee mit Wasser, aber er ist nur halb so gro&#xDF; wie der Amudarja-Fluss. Die 100 Kubikkilometer Wasser, die den Aralsee jedes Jahr erreichen, verdunsten und so bleibt kein Wasser &#xFC;brig, dass den See wieder auff&#xFC;llt. Inzwischen ist es schon gut, wenn auch nur f&#xFC;nf Kubikkilometer im Aralsee bleiben w&#xFC;rden.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ein &#x201E;Schiffsfriedhof&#x201C; als Denkmal<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><em>Das, was inzwischen als &#x201E;Schiffsfriedhof&#x201C; bekannt ist, ist eigentlich nur eine Ansammlung unterschiedlicher Schiffe: Boote, Lastk&#xE4;hne und Schlepper, die 2010 aus Anlass des Besuchs des damaligen UN-Generalsekret&#xE4;rs <\/em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ban_Ki-moon#:~:text=Ban%20Ki-moon%20ist%20ein%20s%C3%BCdkoreanischer%20Diplomat%20und%20Politiker.%20Er%20war#:~:text=Ban%20Ki-moon%20ist%20ein%20s%C3%BCdkoreanischer%20Diplomat%20und%20Politiker.%20Er%20war\"><em>Ban Ki-moon<\/em><\/a><em> hergebracht wurden. All diese Boote wurden ausgegraben, hierhergebracht und inszeniert. Viele denken, dass der &#x201E;Schiffsfriedhof&#x201C; fr&#xFC;her ein Hafen gewesen sei. Tats&#xE4;chlich konnte sich dort aber kein Hafen befinden &#x2013; der See war zu seicht. Der Hafen war bei <\/em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mo%CA%BBynoq\"><em>Mo&#x2019;ynoq<\/em><\/a><em>, neben der Fischfabrik. Die Schiffe liefen den Hafen an, indem sie die Halbinsel Mo&#x2019;ynoq von Osten und Westen her umrundeten, da das Gew&#xE4;sser dort tiefer war. Die Schiffe fuhren nicht in der N&#xE4;he des heutigen Aral-Schiffs-Denkmals vorbei.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Hoffnung auf eine R&#xFC;ckkehr des Aralsees?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><em>Theoretisch ist eine R&#xFC;ckkehr des Aralsees m&#xF6;glich. Wenn man die Wasserverluste begrenzen kann, k&#xF6;nnte ein Teil des Aralsees zur&#xFC;ckkehren. Nicht auf das fr&#xFC;here Niveau, aber zumindest um den Boden zu befeuchten und die Seen im Delta wieder zu f&#xFC;llen. Das Delta sollte regeneriert werden, denn dort leben Menschen. Wenn wir Wasser sparen, dann h&#xE4;tten wir solche M&#xF6;glichkeiten.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Wir m&#xFC;ssen an mehreren Fronten handeln. Die Kolleg:innen aus Kasachstan haben mich dabei unterst&#xFC;tzt. Die W&#xE4;lder m&#xFC;ssen aufgeforstet werden, das ist die Hauptsache. Au&#xDF;erdem sollte eine Baumwollsorte genutzt werden, die weniger Wasser verbraucht. Die Akademie und ich k&#xF6;nnten alle m&#xF6;glichen ben&#xF6;tigten Kontakte herstellen, wir k&#xF6;nnten dabei helfen, die Produktion der notwendigen Mittel in die Wege zu leiten. Schauen Sie sich die Arabischen Emirate an, dort ist die <\/em><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wissen\/meerwasserentsalzung-wie-dubai-dem-meer-trinkwasser-abringt-1.3630919\"><em>Entsalzung von Meerwasser<\/em><\/a><em> eine gro&#xDF;e Einnahmequelle. Warum schlagen wir nicht diesen Weg ein?<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gro&#xDF;es Problem mit Versickerung von Wasser<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><em>Die Versickerung von Wasser, steigendes Grundwasser und Bodenversalzung sind ein Teufelskreis, den wir durchbrechen m&#xFC;ssen. Eine M&#xF6;glichkeit ist das Ausbetonieren der Flussbetten, was schon in der Sowjetunion ein Thema war, jedoch nicht umgesetzt wurde. Ende 2023 gab Pr&#xE4;sident Mirziyoyev den Erlass heraus, wonach Kan&#xE4;le auf 1500 Kilometern L&#xE4;nge ausbetoniert werden sollen, um dem Versickern von Wasser entgegenzuwirken. Das Wasser versickert im Boden noch bevor es die Felder erreicht &#x2013; aktuell verschwinden 37 Prozent nur durch diese Kan&#xE4;le. Und von den Kan&#xE4;len haben wir hier Tausende, auf einer Strecke von Tausenden von Kilometern in ganz Usbekistan. Stellen Sie sich vor, wie viel Wasser wir verlieren! Dieselbe Situation besteht auch bei denjenigen Wasserreservoirs, die nicht durch Beton oder Schutzfolie umgeben sind. Dadurch verlieren wir j&#xE4;hrlich rund 40 Prozent des Wassers. Am meisten geht jedoch durch Verdunstung verloren.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Wie bew&#xE4;ssern wir die Felder? Wir verwenden Bew&#xE4;sserungsgr&#xE4;ben<\/em> (Anm. d. Red.: In Zentralasien auch &#x201E;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Aryk\">Aryk<\/a>&#x201C; genannt.) <em>und Saatbeete. Wir begie&#xDF;en die Felder einfach mit Wasser. Und dazu werden die Felder noch zwei Mal im Jahr vom Salz gereinigt. So werden mehr als 90 Prozent unseres Wassers zum Bew&#xE4;ssern oder B&#xF6;den reinigen verwendet, bzw. es verdunstet oder versickert.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Stellen Sie sich mal vor, wenn wir es schaffen w&#xFC;rden, auch nur die H&#xE4;lfte dieser Verluste zu verhindern. Was w&#xE4;re dann? Dann w&#xFC;rde der Aralsee sich wieder f&#xFC;llen. Nicht sofort nat&#xFC;rlich, aber uns geht es auch nicht nur um den Aralsee, sondern auch darum, das Delta des Amudarja wiederzubeleben, wo alle W&#xE4;lder und Seen verschwunden sind.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Fr&#xFC;here Zufl&#xFC;sse des Aralsees<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><em>Vor etwa 300 Jahren m&#xFC;ndete noch ein dritter Fluss in den Aralsee &#x2013; der <\/em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Turgai_(Fluss)\"><em>Turgai<\/em><\/a><em>. Den Turgai gibt es nach wie vor, er flie&#xDF;t auf dem Territorium des heutigen Kasachstan. Aber vor 200 Jahren kam der Fluss etwa 100 Kilometer vom Aralsee entfernt zum Stillstand. Warum? Weil begonnen wurde, die W&#xE4;lder entlang des Flusses abzuholzen. Und der Wald und der Fluss, das ist eine Symbiose, sie helfen sich gegenseitig. Je mehr W&#xE4;lder entlang eines Flusses wachsen, desto mehr Wasser f&#xFC;hrt der Fluss. Und umgekehrt, je mehr Wasser im Fluss, desto besser wachsen die W&#xE4;lder. &#xDC;berschwemmungen halten die Wurzeln der B&#xE4;ume feucht. Genauso verhielt es sich mit dem Auwald des Amudarja, aber die W&#xE4;lder wurden abgeholzt und damit nahm die Wassermenge des Flusses nat&#xFC;rlich ab.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Mit dem Fluss <\/em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Serafschan\"><em>Serafschan<\/em><\/a><em> ist es eine &#xE4;hnliche Situation. In der Provinz Buxoro in der <\/em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kysylkum\"><em>W&#xFC;ste Qizilqum <\/em><\/a><em>versickert der Fluss, w&#xE4;hrend er fr&#xFC;her einer der gro&#xDF;en wasserreichen Zufl&#xFC;sse des Amudarja war. Und insbesondere in den Bergen und W&#xFC;sten brauchen die Menschen den Wald. Aber anstatt die W&#xE4;lder aufzuforsten, werden 250 Millionen B&#xE4;ume in den St&#xE4;dten gepflanzt.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was muss getan werden?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><em>Man muss den Grund des Aralsees zumindest ein bisschen befeuchten, anstatt Geld f&#xFC;r die Anpflanzung von <\/em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Saxaul\"><em>Saxaul<\/em><\/a><em>-Str&#xE4;uchern<\/em><em> auszugeben. Denn Saxaul w&#xE4;chst leider nur einzeln. Der n&#xE4;chste Busch sollte in 5-10-50-100 Metern Entfernung wachsen (Anm. d. Red.: abh&#xE4;ngig von den Umweltfaktoren). Lediglich Saxaul anzupflanzen f&#xFC;hrt dazu, dass sich der Staub verbreitet. Zwar h&#xE4;lt der Saxaul Sand zur&#xFC;ck, aber keinen Staub oder Salz. 2018 hielt ich einen Vortrag in einem Hotel. Alle Fenster waren verh&#xE4;ngt, die T&#xFC;ren geschlossen, und trotzdem war der Tisch mit Staub und Salz bedeckt, weil der Staub so feink&#xF6;rnig ist. Und wie sieht es auf dem Ustjurt-Plateau aus? Dort breitet sich das Gras aus, wodurch der Staub nicht vom Wind verweht werden kann.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <\/strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/umwelt-und-technologie\/usbekistan-kampf-gegen-sandstuerme\/\"><strong>Usbekistan: Kampf gegen Sandst&#xFC;rme<\/strong><\/a><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Wenn man den Staub vermeiden m&#xF6;chte, dann muss der Grund des Aralsees befeuchtet werden. Asphaltieren des Bodens ist nutzlos. Stattdessen k&#xF6;nnten mit ein wenig Feuchtigkeit ohne Aussaat Saxaul und Gr&#xE4;ser wachsen. Wenn Sie Surgil passieren, dann sind links davon Felder, auf denen &#xFC;ppige Geb&#xFC;sche wachsen. Warum? Weil der Sudoche-See vor acht Jahren &#xFC;ber die Ufer getreten ist und das Wasser einen Teil des Aralsees bei Surgil &#xFC;berschwemmt hat. Obwohl also in acht Jahren nur einmal die Fl&#xE4;che bew&#xE4;ssert wurde, wachsen dort Str&#xE4;ucher und andere Pflanzen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Es gibt ein ganz einfaches Mittel, die Luftfeuchtigkeit in den St&#xE4;dten zu erh&#xF6;hen: man muss Laubb&#xE4;ume pflanzen, aber wir haben &#xFC;berall Nadelgeh&#xF6;lz. Sie haben eine 10-Mal kleinere Oberfl&#xE4;che als Laubb&#xE4;ume. Auf den Laubb&#xE4;umen setzt sich der Staub ab, aber auf den Nadelb&#xE4;umen kann das nicht im selben Umfang geschehen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Wasserfrage mit den Nachbarstaaten Afghanistan und Kirgistan<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>(Anm. d. Red.: Seit 2022 wird im Norden Afghanistans der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kusch-Tepa-Kanal\">Qo&#x2BB;shtepa kanali<\/a> gebaut. Das Wasser f&#xFC;r ihn soll aus dem Amudarja abgezweigt werden.)<em> Das Besch&#xE4;mendste am Bau des <\/em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kusch-Tepa-Kanal\"><em>Kanals<\/em><\/a><em> ist, dass die Pl&#xE4;ne schon vor 50 Jahren bekannt waren. Damals vereinbarten Afghanistan und die Sowjetunion, j&#xE4;hrlich 10 Kubikkilometer aus dem Amudarja zu entnehmen. Und jetzt geben alle vor, zum ersten Mal davon zu h&#xF6;ren. In den 50 Jahren h&#xE4;tte man sich vorbereiten k&#xF6;nnen, aber alle dachten, dass das Problem sich von selbst l&#xF6;sen w&#xFC;rde. Und jetzt m&#xFC;ssen spontan Ma&#xDF;nahmen ergriffen werden.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Ich habe eine Ahnung, warum die Situation im Land so ist wie sie ist. Wenn man zum Beispiel in die Verwaltung geht, dann sitzen dort zwei Menschen, die sagen, dass sie nicht einmal Zeit zum Nachdenken h&#xE4;tten. Sie sind st&#xE4;ndig besch&#xE4;ftigt. In den Niederlanden ist es zum Beispiel anders, dort wird 25 Jahre im Voraus gedacht. Ich gehe davon aus, dass die Entscheidungstr&#xE4;ger:innen nicht voraus denken. Sie denken vielleicht an die n&#xE4;chsten zwei Stunden, aber nicht an unsere Zukunft.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <\/strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/umwelt-und-technologie\/die-funf-wichtigsten-wasserkonflikte-in-zentralasien\/\"><strong>Die f&#xFC;nf wichtigsten Wasserkonflikte in Zentralasien<\/strong><\/a><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>In Kirgistan wird oft die Frage diskutiert, ob flussabw&#xE4;rts gelegene Staaten f&#xFC;r Wasser zahlen sollten. Ich bin daf&#xFC;r. Denn wenn man nicht zahlt, dann spart man nie. In dem Fall sollte Kirgistan aber f&#xFC;r Qualit&#xE4;t, Wassermenge, P&#xFC;nktlichkeit und Absicherung zust&#xE4;ndig sein. Einige werden sagen: &#x201E;Wieso das denn? Das ist doch eine lebenswichtige Ressource, warum sollte ich daf&#xFC;r zahlen?&#x201C;. Dann sollen sie eben nur f&#xFC;r das Wasser zahlen, das ihnen Gewinn einbringt. Wenn sie etwa Baumwolle anpflanzen oder etwas bauen, dann zahlen sie f&#xFC;r das Wasser. Und wenn es um Wasser f&#xFC;r Hygiene, Trinkwasser, Artenvielfalt und &#xD6;kologie geht, dann sollte es kostenlos sein. Es ist nicht unsere Schuld, dass wir seit Jahrhunderten flussabw&#xE4;rts leben.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Nachwort<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><em>Werden wir unser ganzes Leben lang ein Agrarstaat sein? Werden wir Baumwolle und Reis anbauen? Das ist l&#xE4;cherlich. Kleinere Staaten wie etwa Singapur und Israel haben in dieser Zeit schon so viel mehr erreicht. Und wir, mit unserer Korruption, bleiben zur&#xFC;ck. Wir versuchen aufzuholen, aber wohin? Wenn wir aufholen wollen, m&#xFC;ssen wir ihren Weg gehen. Wie schon Suchow sagte: &#x201E;Ich kann nicht mein ganzes Leben durch diese W&#xFC;ste gehen.&#x201C;<\/em> (Anm. d. Red.: Dabei handelt es sich um ein Zitat des Charakters Suchow aus dem sowjetischen Film-Klassiker &#x201E;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wei%C3%9Fe_Sonne_der_W%C3%BCste\">Wei&#xDF;e Sonne der W&#xFC;ste<\/a>&#x201C;.)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Feride Maxsetova, Yana Modelova, Azamat Matkarimov und Lena f&#xFC;r <a href=\"https:\/\/hook.report\/2024\/05\/yousup-kamalov\/\">Hook Report<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Aus dem Russischen von Marie Schliesser<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background\"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kan&#xE4;len: Schaut mal vorbei bei <a href=\"https:\/\/twitter.com\/novastan_de\">Twitter<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Novastan.org\/\">Facebook<\/a>, <a href=\"https:\/\/telegram.me\/novastan\">Telegram<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/company\/novastan\/\">Linkedin<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/novastanorg\/\">Instagram<\/a>. F&#xFC;r Zentralasien direkt in eurer Mailbox k&#xF6;nnt ihr euch auch zu unserem <a href=\"http:\/\/eepurl.com\/O0Qub\">w&#xF6;chentlichen Newsletter anmelden<\/a>.<\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Umweltwissenschaftler Yusup Kamalov widmet bereits seit drei&#xDF;ig Jahren sein Leben der Rettung des Aralsees. Neben der &#xD6;kologie forscht Yusup Kamalov auch zur Aerodynamik und entwirft H&#xE4;ngegleiter, mit denen er die Flugweise von V&#xF6;geln nachahmen will. Das Magazin Hook sprach mit dem karakalpakischen Ingenieur &#xFC;ber sein Aufwachsen in einer Familie, die als &#x201E;Volksfeind&#x201C; galt und [&#x2026;]<\/p>\n","protected":false},"author":1935,"featured_media":40405,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4358,5],"tags":[3193,1583,1648,3434,3207,5364,1371,1444,5365],"coauthors":[4958],"class_list":["post-40402","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-umwelt-und-technologie","category-usbekistan","tag-amudarja","tag-aralsee","tag-interview","tag-karakalpakstan","tag-salz","tag-turgai","tag-umwelt","tag-wasser","tag-yusup-kamalov"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/40402","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1935"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=40402"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/40402\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":40409,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/40402\/revisions\/40409"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/40405"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=40402"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=40402"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=40402"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/coauthors?post=40402"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}