{"id":398,"date":"2016-09-03T12:00:00","date_gmt":"2016-09-03T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/novastan.org\/de\/?p=398"},"modified":"2020-12-20T13:36:39","modified_gmt":"2020-12-20T12:36:39","slug":"neue-hoffnung-turkmenischer-prsident-besucht-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/novastan.org\/de\/turkmenistan\/neue-hoffnung-turkmenischer-prsident-besucht-deutschland\/","title":{"rendered":"Neue Hoffnung? Turkmenischer Pr\u00e4sident besucht Deutschland"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><strong>Ende August besuchte der turkmenische Pr&#xE4;sident, Gurbanguly Berdimuhamedow, Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. Der Besuch war von beiden Seiten mit gro&#xDF;en Hoffnungen erwartet worden. Was war das Ergebnis? Eine Analyse.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Nat&#xFC;rlich war Deutschland bereits 2008 ein &#xFC;berm&#xE4;chtiger Partner f&#xFC;r das zentralasiatische 5-Millionen-Einwohner-Land. Berdimuhamedow betonte nicht ohne Grund die &#x201E;freundschaftlichen Beziehungen&#x201C; beider L&#xE4;nder auf den Prinzipien der <a href=\"http:\/\/www.eurasianet.org\/departments\/insightb\/articles\/eav111708a.shtml\">&#x201E;Gleichheit und des gegenseitigen Respekts.&#x201C;<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die ungleichen Machtverh&#xE4;ltnisse verst&#xE4;rkten sich in diesem Jahr allerdings dramatisch. Die russische Rubelkrise macht sich, wie in allen zentralasiatischen Staaten, auch in Turkmenistan stark bemerkbar. Im Juni k&#xFC;ndigte Berdimuhamedow indirekt an, dass die quasi gratis Versorgung der Bev&#xF6;lkerung mit Strom, Wasser, Gas und Salz bald enden k&#xF6;nnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Lies auch auf Novastan.org: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/articles\/schrittweiser-abbau-der-kostenlosen-grundversorgung-in-turkmenistan\">Abbau der kostenlosen Grundversorgung in Turkmenistan?<\/a><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Aus dieser geschw&#xE4;chten Position heraus schrieb der turkmenische Pr&#xE4;sident Kanzlerin Merkel einen Brief, wie diese bei der Pressekonferenz nach den Konsultationen <a href=\"https:\/\/www.bundeskanzlerin.de\/Content\/DE\/Mitschrift\/Pressekonferenzen\/2016\/08\/2016-08-29-pk-merkel-berdimuhamedow.html\">mitteilt<\/a>. Darin der Vorschlag, das bisher etwa 411 Millionen Euro umfassende Handelsvolumen zwischen den L&#xE4;ndern auszubauen und zu diversifizieren. In dieser asymmetrischen Verhandlungssituation ist es bemerkenswert, welche erste Frage ein mitgereister turkmenischer Journalist an die Bundeskanzlerin Angela Merkel stellte:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>&#x201E;Frau Bundeskanzlerin, in der Europ&#xE4;ischen Union als einer gro&#xDF;en Vereinigung gibt es derzeit recht schwierige Prozesse &#x2011;&#xA0;politisch, wirtschaftlich und sozial betrachtet&#xA0;&#x2011;, insbesondere im Zusammenhang mit dem &#x201E;Brexit&#x201C;-Referendum und mit den gro&#xDF;en Fl&#xFC;chtlingsstr&#xF6;men. Es gibt nat&#xFC;rlich noch eine ganze Reihe anderer schwieriger Fragen. Deshalb ist meine Frage: Wie sehen Sie die zuk&#xFC;nftige Entwicklung der Europ&#xE4;ischen Union?&#x201C;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ein Kniff, um die Machtverh&#xE4;ltnisse ansatzweise zu gl&#xE4;tten? Eines ist klar: Beide Seiten gingen mit konkreten Vorstellungen &#xFC;ber Ergebnisse in die Konsultationen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Was genau sucht Turkmenistan in Deutschland? Was will die Bundesrepublik? Und wer konnte sich durchsetzen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Die Interessen: Turkmenistan<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die turkmenische Presse macht das Ziel der Verhandlungen mehr als deutlich: Business, Business, Business. Vor allem drei Interessen lassen sich aus den <a href=\"http:\/\/www.turkmenistan.gov.tm\/?id=11700\">offiziellen Verlautbarungen<\/a> und dem Verhalten Berdimuhamedows herauslesen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>Erstens <\/em>braucht Turkmenistan dringend Abnehmer f&#xFC;r seinen gr&#xF6;&#xDF;ten Exportzweig, dem Gas. Im August kamen Vertreter aus Russland, Aserbaidschan und dem Iran in Baku zusammen, um eine Kooperation im f&#xFC;r die drei Staaten zentralen Gassektor zu beschlie&#xDF;en. F&#xFC;r Turkmenistan eine wirtschaftliche Katastrophe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Lies auch auf Novastan.org: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/articles\/turkmenistan-von-iran-russland-und-aserbaidschan-isoliert\">Russland, Aserbaidschan und der Iran isolieren Turkmenistan<\/a><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ohne das Transitland Aserbaidschan, mit der neuerlichen Distanzierung und Aggressivit&#xE4;t des gro&#xDF;en Konkurrenten Russlands, der Wiederann&#xE4;herung Russlands mit der T&#xFC;rkei sowie den Unruhen vor allem im t&#xFC;rkischen Osten tendiert die Wahrscheinlichkeit, dass Turkmenistan in naher Zukunft Gas im gr&#xF6;&#xDF;eren Umfang nach Europa liefert, derzeit gegen null.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Da der Iran jetzt auch im indischen Markt mitmischt, bleibt Turkmenistan nur China als Exportland, das die Lage in gnadenlosen Preisverhandlungen f&#xFC;r sich nutzt. F&#xFC;r Unterst&#xFC;tzung um das Megaprojekt TAPI (einer Pipeline durch <strong>T<\/strong>urkmenistan, <strong>A<\/strong>fghanistan, <strong>P<\/strong>akistan nach <strong>I<\/strong>ndien) gibt sich Turkmenistan sogar bereit, Kompromisse beim Thema Menschenrechte einzugehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>Zweitens <\/em>ben&#xF6;tigt das durch die Rubel- und Gaskrisen gebeutelte Land Investoren. Die turkmenische Delegation strebte an, dutzende Vertr&#xE4;ge mit diversen deutschen Wirtschaftsgr&#xF6;&#xDF;en abzuschlie&#xDF;en. <a href=\"http:\/\/www.turkmenistan.gov.tm\/?id=11693\">Erw&#xE4;hnt werden<\/a> die Siemens AG, die bei einer Kooperation um TAPI wohl eine zentrale Rolle einnehmen w&#xFC;rde, der Mobilit&#xE4;tskonzern Daimler, der Traktorenproduzent Claas und der Elektronikkonzern Rohde und Schwarz. Letzterer spezialisert sich unter anderem auf das Feld der Funk&#xFC;berwachung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Turkmenische Regierungspublikationen legen au&#xDF;erdem Verhandlungen mit der Deutschen Bank und der Commerzbank offen. Die Banken sind die turkmenischen Wunschpartner f&#xFC;r m&#xF6;gliche Kredite.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>Drittens<\/em> soll die Bundesrepublik Turkmenistans k&#xFC;rzester Umweg in den Europ&#xE4;ischen Markt sein. Nachdem Verhandlungen mit der EU &#xFC;ber einen Gasimport im gro&#xDF;em Stil wegen ethischer Bedenken auf EU-Seite <a href=\"https:\/\/novastan.org\/articles\/turkmenistan-sein-gas-und-die-eu\">in Stocken gerieten<\/a>,&#xA0; hofft Berdimuhamedow:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>&#x201E;Mit der Europ&#xE4;ischen Kommission haben wir bereits &#xFC;ber die rechtlichen und technischen Aspekte gesprochen. Wir setzen diesbez&#xFC;glich sehr auf Deutschland als ein Land, das viel Respekt in der Europ&#xE4;ischen Union hat und das uns in diesem Prozess auch weiterhin Unterst&#xFC;tzung leisten wird.&#x201C;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Insbesondere wurden aber auch Infrastrukturprojekte als Kooperationsfeld bei der Pressekonferenz am 29. August erw&#xE4;hnt. Diverse europ&#xE4;ische Firmen beteiligten sich an Gespr&#xE4;chen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die luxemburgische Frachtfluggesellschaft Cargolux <a href=\"http:\/\/www.turkmenistan.gov.tm\/?id=11689\">investiert<\/a> intensiv in den turkmenischen Luftverkehrssektor. Die Luxemburger bauen turkmenische Flugh&#xE4;fen &#x2013; unter anderem einen neuen in Aschgabat, zu dessen Er&#xF6;ffnung der Firmenvorstand eingeladen wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Gespr&#xE4;che <a href=\"http:\/\/www.turkmenistan.gov.tm\/?id=11690\">gab es<\/a> auch mit Airbus, was nahelegt, dass Turkmenistan plant, neue Flugzeuge zu bestellen. Mit SAP <a href=\"http:\/\/turkmenistan.gov.tm\/?id=11681\">wurde<\/a> &#xFC;ber die Installation neuer Software am Hafen von Turkmenba&#x15F;i verhandelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">W&#xE4;hrend die breiten wirtschaftlichen Ziele Taschkents erfolgreich scheinen, fragen sich Beobachter, was bei dem Deal f&#xFC;r Deutschland herausspringt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Die Interessen: Deutschland<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Als Berdimuhamedow 2008 zuerst in die USA, dann zu einem ersten Staatsbesuch nach Deutschland kam, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=RNA64DGn0LI\">verkaufte<\/a> er sich als eine Art liberaler Hoffnungstr&#xE4;ger. Der habilitierte Mediziner war als Leibzahnarzt des vor ihm diktatorisch regierenden Saparmyrat Ny&#xFD;azow erst zum stellvertretenden Ministerpr&#xE4;sidenten und nach Ny&#xFD;azows Tod zum zweiten Staats- und Regierungschef Turkmenistans aufgestiegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Kurz danach, im Februar 2007, lehnte das deutsche Kanzleramt einen Besuch Berdimuhamedows noch ab. Doch nur ein Jahr sp&#xE4;ter empfing ihn Bundeskanzlerin Merkel und lobte seine Bereitschaft, in Menschenrechtsfragen zu kooperieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Tats&#xE4;chlich f&#xFC;hrte Berdimuhamedow zum Beispiel die von seinem Vorg&#xE4;nger verbotenen Schulf&#xE4;cher Mathematik und fremde Sprachen wieder ein. Aber bei dem diesj&#xE4;hrigen Besuch ist nicht zu leugnen: So sehr er den Eindruck zu vermitteln versucht &#x2013; Berdimuhamedow ist alles andere als ein Pionier der Rechtsstaatlichkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Lies auch auf Novastan.org: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/articles\/reporter-ohne-grenzen-aufstieg-und-fall-der-region-zentralasien\">Reporter ohne Grenzen: Aufstieg und Fall der Region Zentralasien<\/a><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Forderungen nach einem Schutz f&#xFC;r Menschenrechte sind mit gutem Recht nicht verstummt. Die Organisation <em>Reporter ohne Grenzen<\/em> setzt das zentralasiatische Land auf ihrem Menschenrechtsranking an die drittletzte Position aller untersuchten L&#xE4;nder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Hinter dem Land liegen nur noch Nordkorea und Eritrea. Die drei Schlusslichter werden von der Organisation als &#x201E;infernal trio&#x201C; bezeichnet. Als freier gelten sogar verrufene Staaten wie China, Saudi-Arabien oder Jemen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die US-amerikanische NGO <em>Freedom House<\/em> <a href=\"https:\/\/freedomhouse.org\/report\/freedom-world\/2013\/turkmenistan\">stuft Turkmenistan<\/a> als Teil der zehn unfreiesten L&#xE4;nder der Welt mit jeweils schlechtestm&#xF6;glichen Bewertungen in den untersuchten Bereichen der zivilen und&#xA0; politischen Rechte sowie der allgemeinen b&#xFC;rgerlichen Freiheiten ein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Insbesondere Erkenntnisse &#xFC;ber massiven physischen und psychischen Missbrauch der Gefangenen in dem zu trauriger Ber&#xFC;hmtheit gelangten Gef&#xE4;ngnis Ovadan Depe alarmieren internationale Menschenrechtsorganisationen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Merkels Forderungen zur Verbesserung der Menschenrechtslage und Berdimuhamedows Versicherungen aus dem Jahr 2008 verliefen also ins Nichts. Wohin also soll der diesj&#xE4;hrige Besuch f&#xFC;hren?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die <a href=\"https:\/\/www.bundeskanzlerin.de\/Content\/DE\/Artikel\/2016\/08\/2016-08-29-praesident-turkmenistan-merkel.html\">Pressekonferenz<\/a> nach den Konsultationen der beiden unterschiedlichen Staatschefs gab aufmerksamen Beobachtern einigen Aufschluss.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Es war durchaus bemerkenswert, dass sich die Bundeskanzlerin bei der herrschenden Menschenrechtslage in Turkmenistan bem&#xFC;hte, ausgerechnet die Zusammenarbeit in der OSZE als positiv herauszustellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das turkmenische Verh&#xE4;ltnis zu der Organisation ist, gelinde gesagt, nicht reibungsfrei. 2008 bezeichnete die OSZE Turkmenistan als schlicht <a href=\"http:\/\/www.dw.com\/en\/germanys-courting-of-oil-rich-turkmenistan-prompts-criticism\/a-3794287\">undemokratisch<\/a>. 2012 hatte die OSZE mangels Mandats keine Wahlbeobachter im Land. Doch offizielle turkmenische Medien <a href=\"http:\/\/www.eurasianet.org\/node\/64979\">erfanden diese kurzerhand<\/a> und zitierten sie: Die Wahl w&#xE4;re frei und fair verlaufen. Ein Sprecher der OSZE-Menschenrechtsabteilung, Jens-Hagen Eschenbacher, dementierte postwendend.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Als ein Reporter nun den turkmenischen Pr&#xE4;sidenten nach der Lage der Menschenrechte fragte, namentlich nach einer m&#xF6;glichen &#xD6;ffnung der Gef&#xE4;ngnisse f&#xFC;r Beobachter der UNO und der OSZE, antwortete dieser &#xFC;berraschend ausf&#xFC;hrlich. Auff&#xE4;llig ausf&#xFC;hrlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Anstatt die Frage direkt zu beantworten, erkl&#xE4;rte er, dass Turkmenistan ein eigenst&#xE4;ndiges Modell zum Schutz der Menschenrechte habe. Dieses garantiere verschiedene Rechte und niemand werde <em>&#x201E;in Gender-Fragen oder in religi&#xF6;sen&#x201C;<\/em> benachteiligt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Rasch schwenkte er aber auf die Verbesserung des Wirtschaftsrecht:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>&#x201E;Eines der wichtigsten wirtschaftlichen Rechte ist es, dass man sich mit dem Unternehmertum befassen kann. Das hei&#xDF;t, wir haben ein Klima, ein rechtliches Feld f&#xFC;r private Investitionen, f&#xFC;r die Entwicklung der Konkurrenz und f&#xFC;r sozialen Schutz geschaffen.&#x201C;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Anstatt auf die UNO oder die OSZE einzugehen, betonte er, dass in diesen Fragen eine st&#xE4;rkere Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft f&#xFC;r Internationale Zusammenarbeit (GIZ) lanciert w&#xFC;rde. Anstatt multinational gest&#xFC;tzte Organisationen mit einem Fokus auf Menschenrechte soll die Kontrolle &#xFC;ber turkmenische Verst&#xF6;&#xDF;e also auf eine deutsche Organisation mit auch privatwirtschaftlichen Interessen verlagert werden?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>&#x201E;Kommen Sie zu uns nach Turkmenistan. Schauen Sie sich das mit Ihren eigenen Augen an&#x201C;<\/em>, schloss der turkmenische Staatschef.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Dass in den letzten Jahren kein einziger Vertreter von Human Rights Watch (HRW) , die NGO, welche die Forderungen zur Verbesserung der turkmenischen Menschenrechtslage zuvor <a href=\"https:\/\/www.hrw.org\/de\/news\/2016\/08\/25\/turkmenistan-berlin-soll-auf-ein-ende-des-verschwindenlassens-draengen\">am entschiedensten vertrat<\/a>, ein Visum in das zentralasiatische Land erhielt und &#xFC;berhaupt 2015 weniger als 1.000 Touristenvisa genehmigt wurden, konnte niemand mehr entgegnen. Die Zeit war nach dem langen Monolog Berdimuhamedows abgelaufen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Lies auch bei Novastan.org: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/articles\/turkmenistan-913-genehmigte-visaantrge-in-2015\">Turkmenistan: 913 genehmigte Visaantr&#xE4;ge<\/a><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Zur Frage des Besuchs internationaler Diplomaten in turkmenischen Gef&#xE4;ngnissen wurde deutlich, dass, anders als deutsche Medien berichteten, kein Ergebnis erzielt wurde: <em>&#x201E;Dar&#xFC;ber werden unsere Au&#xDF;enminister sprechen&#x201C;<\/em>, teilte Merkel mit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Dass sich Berdimuhamedow &#xFC;berhaupt &#xFC;ber Menschenrechte &#xE4;u&#xDF;ert, ist vielleicht ein Erfolg. Insbesondere da derzeit eine Verfassungsreform in Turkmenistan erarbeitet wird. So ist zu hoffen, dass in dieser Drucksituation Garantien f&#xFC;r Menschenrechte installiert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Auch die deutsche Privatwirtschaft kann sich freuen. Das neu verhandelte Doppelbesteuerungsabkommen bedeutet letztlich, dass deutsche Firmen weniger Steuern in Turkmenistan zahlen m&#xFC;ssen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Doch die Interessen des in dieser Konstellation eigentlich &#xFC;berm&#xE4;chtigen deutschen Staates beim Thema Menschenrechte werden in eine vage Zukunft verlegt. Die Lage der Menschenrechte in Turkmenistan bleibt desastr&#xF6;s und unkontrolliert. Ein Gasimport scheint unwahrscheinlicher denn je.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Aber Turkmenistan kann offensichtlich die dringend ben&#xF6;tigte Vernetzung zur deutschen Privatwirtschaft, Investoren und Geldgebern etablieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: right\"><strong>Die Redaktion<\/strong><\/p>\n<p><!--End mc_embed_signup--><\/p>\n<p><!-- Begin MailChimp Signup Form --><\/p>\n<p><!-- real people should not fill this in and expect good things - do not remove this or risk form bot signups--><\/p>\n<p><!--End mc_embed_signup--><\/p>\n<p><!-- Begin MailChimp Signup Form --><\/p>\n<p><!--End mc_embed_signup--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ende August besuchte der turkmenische Pr&#xE4;sident, Gurbanguly Berdimuhamedow, Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. Der Besuch war von beiden Seiten mit gro&#xDF;en Hoffnungen erwartet worden. 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