{"id":38752,"date":"2024-03-28T11:53:45","date_gmt":"2024-03-28T10:53:45","guid":{"rendered":"https:\/\/novastan.org\/de\/?p=38752"},"modified":"2024-03-28T11:53:52","modified_gmt":"2024-03-28T10:53:52","slug":"kirgistan-queeres-leben-unter-druck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/novastan.org\/de\/kirgistan\/kirgistan-queeres-leben-unter-druck\/","title":{"rendered":"Kirgistan: Queeres Leben unter Druck"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Situation queerer Menschen in Kirgistan hat sich in den letzten Jahren verschlechtert. Repressive Gesetze und negative Darstellungen in den Medien setzen die Community zunehmend unter Druck. Gleichzeitig gibt es immer noch Nischen, in denen queeres Leben gedeihen kann.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Je feindseliger eine Gesellschaft gegen&#xFC;ber queeren Menschen ist, desto wichtiger ist es, sichere R&#xE4;ume zu haben, in denen LGBTQ-Personen sie selbst sein k&#xF6;nnen. Die einzige queere Bar Kirgistans ist einer dieser sicheren Orte. Bei Google ist sie nicht zu finden &#x2013; wo die &#x201E;G.&#x201C;-Bar sich befindet, wissen nur Insider:innen. Seit acht Jahren bietet die Bar in Bischkek, die eigentlich eher ein Nachtclub ist, einen sicheren Raum nicht nur f&#xFC;r Mitglieder der queeren Community, sondern auch f&#xFC;r Frauen unabh&#xE4;ngig von ihrer sexuellen Orientierung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die gro&#xDF;e Tanzfl&#xE4;che und die g&#xFC;nstigen Getr&#xE4;nke seien bei jungen Leuten beliebt, am Wochenende k&#xE4;men bis zu 600 G&#xE4;ste, sagt Zhenya, der Besitzer der Bar. Unter der Woche ist es ruhiger, aber die Bar ist jeden Tag ge&#xF6;ffnet, denn einen Safe-Space kann man immer brauchen: <em>&#x201E;Die Leute wollen irgendwo hingehen. Nicht &#xFC;berall ist es sicher, dem Partner seine Zuneigung zu zeigen oder mit jemandem zu flirten. Also kommen sie zu uns.&#x201C;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Bar ist nach dem G-Punkt benannt. <em>&#x201E;Ein Ort, an dem es sich gut anf&#xFC;hlt, der aber nicht leicht zu finden ist&#x201C;<\/em>, sagt Zhenya lachend. Die Tatsache, dass die Adresse nicht &#xF6;ffentlich bekannt ist und es kein Schild an der T&#xFC;r gibt, hat mit Sicherheit zu tun. Doch trotz Sicherheitsma&#xDF;nahmen wurde die Bar schon mit Steinen beworfen, ein Nachbar griff G&#xE4;ste an und Passant:innen riefen die Polizei, als ihnen klar wurde, dass sie auf eine queere Bar gesto&#xDF;en waren. <em>&#x201E;Die Polizei hat uns vom ersten Tag an Stress gemacht&#x201C;<\/em>, sagt Zhenya, aber die Bar sei nicht ernsthaft bedroht.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"flex flex-col md:flex-row justify-evenly items-center bg-yellow-100 my-20 p-10 space-y-10 subscribe\">\n\t<div class=\"container flex flex-col lg:flex-row justify-between\">\n\t\t<div class=\"flex flex-col w-full lg:w-3\/5 pb-4\">\n\t\t\t<h2 class=\"text-3xl text-secondary font-bold mb-4 text-[#749D02]\">\n\t\t\t\t\t\t\t\tUnterst&#xFC;tzt Novastan &#x2013; das europ&#xE4;ische Zentralasien-Magazin \n\t\t\t<\/h2>\n\t\t\t\tAls vereinsgetragene, unabh&#xE4;ngige Plattform lebt Novastan vom Enthusiasmus seiner ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen &#x2013; und von eurer Unterst&#xFC;tzung! \n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"flex flex-col w-full lg:w-2\/5 justify-items-center justify-center pb-4\">\n\t\t\t<div class=\"rounded-md bg-accent-500 px-10 py-5 text-center w-72 mx-auto\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<a class=\"block rounded bg-white p-2 mt-4 font-bold\" href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/novastan-ev\/spenden\/\">Novastan unterst&#xFC;tzen<\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Neben &#x201E;G.&#x201C; gibt es noch weitere sichere R&#xE4;ume in Bischkek, etwa die Community Center der LGBTQ-Organisationen Kyrgyz Indigo und Labrys, in denen verschiedene Veranstaltungen stattfinden, von englischsprachigen Clubs &#xFC;ber Bastel-Workshops bis hin zu Informationsabenden zu Gesundheitsthemen. Und sichere R&#xE4;ume m&#xFC;ssen keine physischen R&#xE4;ume sein, sie sind auch im Internet zu finden, beispielsweise im Online-Medium &#x201E;QueerQyz&#x201C;.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Aktivist:innen Artur und Akbermet produzieren lustige und informative Videos, in denen queere Menschen aus ihrem Leben erz&#xE4;hlen. <em>&#x201E;Wir haben in Zentralasien nur wenige Medien mit queerer Repr&#xE4;sentation. Wir halten es f&#xFC;r wichtig zu zeigen, dass es in Kirgistan viele queere Menschen gibt&#x201C;<\/em>, sagt Artur. QueerQyz ist ein Medium von queeren Menschen f&#xFC;r queere Menschen. Ziel ist es nicht, Hetero-cis-Menschen Dinge zu erkl&#xE4;ren, sondern queeren Menschen die M&#xF6;glichkeit zu geben, sich repr&#xE4;sentiert zu f&#xFC;hlen und zu erkennen, dass andere &#xE4;hnliche Erfahrungen machen wie sie.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ablehnung und Gewalt<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>In Kirgistan halten viele queere Menschen ihre Identit&#xE4;t geheim, um sich vor Gewalt und Diskriminierung zu sch&#xFC;tzen. Filmen und Fotografieren sind daher in der &#x201E;G.&#x201C;-Bar verboten. Denn Outings &#x2013; das unfreiwillige Offenlegen der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentit&#xE4;t einer Person &#x2013; k&#xF6;nnen schwerwiegende Folgen haben: Von der Ablehnung durch die eigene Familie &#xFC;ber Mobbing durch Kolleg:innen und Klassenkamerad:innen bis hin zum Verlust des Arbeitsplatzes und k&#xF6;rperlicher Gewalt.<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#x201E;Meine Familie akzeptiert mich nicht. Ich lebe bei der Familie meiner Freundin. Sie akzeptieren uns als Paar. Unsere Freiheit endet bei ihrem Haus. Wir k&#xF6;nnen nirgendwo anders ein Paar sein. Nicht bei der Arbeit, nicht unter Freunden.&#x201C;<\/em> So zitiert eine Studie der NGO Labrys eine lesbische Frau aus dem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gebiet_Tsch&#xFC;i\">Gebiet Tsch&#xFC;i<\/a>. Eine andere Frau &#xE4;u&#xDF;ert sich &#xE4;hnlich: <em>&#x201E;Ich habe es wirklich satt, mich zu verstecken. Meine Freundin und ich sind seit sieben Jahren zusammen. Wir sind nur in unserem Schlafzimmer zusammen. An allen anderen Orten sind wir nicht zusammen. Auf der Stra&#xDF;e sind wir nicht zusammen. Wir k&#xF6;nnen nicht zusammen ausgehen.&#x201C;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <\/strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/gesellschaft-und-kultur\/der-schwierige-kampf-der-lgbt-aktivistinnen-in-kasachstan-und-kirgistan\/\"><strong>Der schwierige Kampf der LGBT+-Aktivist:innen in Kasachstan und Kirgistan<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Sichtbar queere Menschen berichten, dass sie auf der Stra&#xDF;e mit unangemessenen Fragen bel&#xE4;stigt werden, etwa, warum sie ihre N&#xE4;gel lackieren oder wie ein M&#xE4;dchen aussehen w&#xFC;rden. In konservativen Familien gibt es h&#xE4;ufig Versuche, queere Familienmitglieder mithilfe von Psychiater:innen oder religi&#xF6;sen Autorit&#xE4;ten zu &#x201E;heilen&#x201C;.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt aber auch Eltern, die ihre Kinder akzeptieren und unterst&#xFC;tzen. Es existiert sogar eine Elterngruppe, die sich regelm&#xE4;&#xDF;ig in Bischkek trifft und &#xFC;ber ihre Erfahrungen als Eltern queerer Kinder spricht. Generell ist die Situation f&#xFC;r queere Menschen in Bischkek deutlich besser als in den Regionen. In der Hauptstadt gibt es einen besseren Zugang zu Informationen und Unterst&#xFC;tzung, es gibt sichere R&#xE4;ume und es ist wahrscheinlicher, dass man auf offene und nicht queerfeindliche Menschen trifft als in D&#xF6;rfern.<\/p>\n\n\n\n<p>In l&#xE4;ndlicheren Regionen und kleineren St&#xE4;dten gibt es kaum M&#xF6;glichkeiten, als Community zusammenzukommen. <em>&#x201E;Wir kommunizieren nicht miteinander, das ist gef&#xE4;hrlich. Nat&#xFC;rlich wollen wir kommunizieren, aber das Risiko, geoutet zu werden, ist zu hoch. Deshalb verstecken wir uns in kleinen Gruppen&#x201C;<\/em>, sagt ein:e in <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Osch\">Osch<\/a> lebende:r Teilnehmende der Labrys-Studie.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <\/strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kasachstan\/mir-wurde-gesagt-ich-sei-eine-schande-fuer-kasachstan-lgbtq-menschen-ueber-den-druck-der-kasachstanischen-gesetzeshueter\/\"><strong>&#x201E;Mir wurde gesagt, ich sei eine Schande f&#xFC;r Kasachstan&#x201C;: LGBTQ+-Menschen &#xFC;ber den Druck der kasachstanischen Gesetzesh&#xFC;ter<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Wenn die sexuelle Orientierung einer Person bekannt wird, besteht ein hohes Risiko, dass sie Gewalt, Drohungen und Erpressungen ausgesetzt ist. Eine Studie der Organisation ECOM dokumentiert mehrere F&#xE4;lle, in denen Vertreter:innen staatlicher Beh&#xF6;rden queere Menschen zu Fake-Dates lockten und anschlie&#xDF;end Geld von ihnen erpressten, indem sie drohten, die Person gegen&#xFC;ber ihrer Familie zu outen.<\/p>\n\n\n\n<p>In den meisten F&#xE4;llen erstatten LGBTQ-Personen, die Gewalt und Diskriminierung erfahren, keine Anzeige, da sie von den Beh&#xF6;rden keine Hilfe erwarten k&#xF6;nnen. Auf Polizeiwachen werden sie verspottet und bedroht, wenn nicht die Angreifer sogar selbst Polizisten waren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ausschluss aus dem &#xF6;ffentlichen Leben<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Neben HIV-positiven Menschen geh&#xF6;ren trans Personen zu den am st&#xE4;rksten marginalisierten Mitgliedern der kirgisischen LGBTQ-Community. F&#xFC;r sie ist das Risiko, Gewalt zu erleben, besonders hoch. Spott und Ablehnung geh&#xF6;ren zum Alltag. Dar&#xFC;ber hinaus gibt es in Kirgistan keinen Zugang zu hochwertigen Hormonpr&#xE4;paraten, und da die meisten trans Frauen Sexarbeit betreiben, passen die Arbeitszeiten der wenigen verf&#xFC;gbaren Endokrinolog:innen nicht in ihren Zeitplan. Das bedeutet, dass viele trans Frauen keinen Zugang zu Tests und Untersuchungen haben. Seit einer <a href=\"https:\/\/www.tandfonline.com\/doi\/full\/10.1080\/02634937.2023.2261982\">Gesetzes&#xE4;nderung<\/a> im Jahr 2020 ist es auch nicht mehr m&#xF6;glich, das Geschlecht in offiziellen Dokumenten zu &#xE4;ndern.<\/p>\n\n\n\n<p>Situationen, in denen ein Ausweis vorgelegt werden muss, sind f&#xFC;r trans Personen besonders heikel. Oftmals entstehen Probleme, wenn das Aussehen der Person nicht als mit dem angegebenen Geschlecht &#xFC;bereinstimmend betrachtet wird. Viele trans Personen vermeiden daher den Gang zu &#xC4;rzt:innen, die Anzeige von Straftaten oder gar die Er&#xF6;ffnung eines Bankkontos, berichtet Anelya, Koordinatorin der Initiative MyrzAiym, die trans Personen in Kirgistan unterst&#xFC;tzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Anelya spricht &#xFC;ber ihre eigenen Erfahrungen mit &#xC4;rzt:innen: : <em>&#x201E;Vor drei oder vier Jahren landete ich im Krankenhaus. Ich musste mich einer Notoperation unterziehen. Der Arzt, der mich operieren sollte, kam zu mir, sah mich, sah meine Papiere und sagte: Solche Leute operiere ich nicht.&#x201C;<\/em> Nur mit gro&#xDF;er M&#xFC;he gelang es einer ehemaligen Kollegin, die Anelya ins Krankenhaus begleitet hatte, einen jungen Arzt zu finden, der bereit war, die Operation durchzuf&#xFC;hren. Trans Personen k&#xF6;nnen sich nicht auf medizinische Versorgung verlassen. Deshalb greifen viele zur Selbstmedikation.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <\/strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/gesellschaft-und-kultur\/wie-transfrauen-in-tadschikistan-diskriminiert-werden\/\"><strong>Wie Transfrauen in Tadschikistan diskriminiert werden<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Au&#xDF;erdem gibt es f&#xFC;r trans Personen kaum M&#xF6;glichkeiten, einer regul&#xE4;ren Arbeit nachzugehen oder Zugang zu h&#xF6;herer Bildung zu erhalten. In einer Studie der Organisation Kyrgyz Indigo sagt eine trans Frau: <em>&#x201E;Ich wollte Medizin studieren, aber aufgrund meiner Geschlechtsidentit&#xE4;t erlauben sie es mir nicht. Ich habe mich 2021 f&#xFC;r ein Studium beworben, wurde aber nicht angenommen.&#x201C;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Das &#xF6;ffentliche Leben bleibt vielen trans Personen verschlossen und Angst ist eine allt&#xE4;gliche Erfahrung. Eine andere Studie zitiert eine trans Person aus Bischkek: <em>&#x201E;Ich habe Angst, auf der Stra&#xDF;e meinen Mund aufzumachen. Weil ich eine M&#xE4;nnerstimme habe. Ich stehe da wie eine Stumme. Denn wenn ich spreche, ist klar, dass ich trans bin. Was dann passieren w&#xFC;rde, k&#xF6;nnen Sie sich vorstellen. Deshalb verhalte ich mich auf der Stra&#xDF;e immer ruhig. Es ist besonders frustrierend, wenn Leute auf mich zukommen und mich etwas fragen. Ich m&#xF6;chte helfen, aber ich gehe wie ein erstarrter Mensch, weil ich Angst habe, dass sie merken, dass ich trans bin.&#x201C;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Umso wichtiger sind sichere R&#xE4;ume f&#xFC;r trans Personen und gegenseitige Unterst&#xFC;tzung innerhalb der Community: Anelya hat deshalb eine WhatsApp-Gruppe eingerichtet, in der sich Menschen melden k&#xF6;nnen, wenn sie Hilfe ben&#xF6;tigen. Die Initiative MyrzAiym bietet au&#xDF;erdem regelm&#xE4;&#xDF;ig Freizeitaktivit&#xE4;ten wie Volleyball oder Schwimmen in einer sicheren Umgebung an. So erm&#xF6;glicht sie trans Personen die Aus&#xFC;bung von Hobbys, denen sie in der &#xD6;ffentlichkeit nicht nachgehen k&#xF6;nnen, weil sie sich zum Beispiel nicht im Badeanzug oder in der Umkleide im Sportclub zeigen k&#xF6;nnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der Kampf um &#x201E;traditionelle Werte&#x201C;<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>W&#xE4;hrend die Akzeptanz queerer Menschen in der kirgisischen Gesellschaft nie besonders hoch war, hat sich ihre Situation seit Beginn der Pr&#xE4;sidentschaft von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sadyr_Dschaparow\">Sadyr Dschaparow<\/a> im Jahr 2020 weiter verschlechtert. Dschaparow, der dabei ist, das Land durch zahlreiche Gesetzes&#xE4;nderungen <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/politik-und-wirtschaft\/kirgistan-abschied-von-der-demokratie-und-uebergang-zu-einem-autoritaeren-staat\/\">in einen autorit&#xE4;ren Staat zu verwandeln<\/a>, treibt das Narrativ der &#x201E;traditionellen Werte&#x201C; Kirgistans voran und stellt Fragen der Moral und der nationalen Identit&#xE4;t in den Mittelpunkt seiner Kampagnen. &#xC4;hnlich wie die staatliche Propaganda in Russland haben die kirgisischen Mainstream-Medien in den letzten Jahren h&#xE4;ufig einen zersetzenden westlichen Einfluss propagiert. Homosexualit&#xE4;t gilt als westlicher &#x201E;Import&#x201C;, der das Land und seine Werte destabilisiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Um eine Oppositionspartei zu diskreditieren, wurde w&#xE4;hrend des Wahlkampfs 2020 in den sozialen Medien ein heimlich aufgenommenes Video verbreitet, das zwei M&#xE4;nner beim Sex zeigt. <em>&#x201E;Diese Kirgisen geh&#xF6;rten &#xFC;berhaupt keiner politischen Partei an, aber in der Hoffnung auf eine homophobe Reaktion nutzten kirgisische Politiktechnologen sie aus, um die politischen Interessen anderer zu f&#xF6;rdern&#x201C;<\/em>, berichtet das unabh&#xE4;ngige Nachrichtenportal <a href=\"https:\/\/kloop.kg\/blog\/2021\/01\/23\/nenavist-rasprava-i-prodvizhenie-politicheskih-interesov-na-fone-gomofobii-kak-lgbt-upominayut-v-smi-i-sotssetyah-kyrgyzstana\/\">Kloop<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <\/strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/usbekistan\/homophobe-an-der-macht-ueber-die-situation-von-lgbtiq-in-usbekistan\/\"><strong>Homophobe an der Macht &#x2013; &#xFC;ber die Situation von LGBT*IQ in Usbekistan<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Derart kritische Berichte in den kirgisischen Medien sind jedoch selten. Nach einem Monitoring zwischen Oktober 2022 und Juni 2023 kam die NGO Kyrgyz Indigo zu folgendem Ergebnis: <em>&#x201E;Wir haben mehr als 200 Geschichten analysiert, die die queere Community hervorhoben. Fast 80 Prozent der Nachrichten waren Geschichten, in denen es hie&#xDF;, dass die Existenz von LGBT+-Menschen zur Zerst&#xF6;rung der nationalen Identit&#xE4;t, Moral und Familienwerte f&#xFC;hre.&#x201C;<\/em> In den Nachrichten wurden auch NGOs diskreditiert, die Gelder aus dem Ausland erhalten. In vielen Artikeln wurde argumentiert, dass sie westlichen Interessen dienten und auf die Schw&#xE4;chung traditioneller kirgisischer Werte hinarbeiten w&#xFC;rden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Queere Traditionen: ein Gegennarrativ<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>LGBTQ-Aktivist:innen versuchen, den Behauptungen entgegenzuwirken, dass Homosexualit&#xE4;t und Queerness im Widerspruch zur kirgisischen Identit&#xE4;t und Tradition st&#xFC;nden. Sie zeigen, dass Queerness schon immer Teil der kirgisischen Geschichte war und auch in Folklore und Traditionen zu finden ist. Beispielsweise bezieht sich der Name des Mediums QueerQyz auf den historischen Namen Kirgistans, der sich aus den W&#xF6;rtern &#x201E;kyrk&#x201C; (vierzig) und &#x201E;qyz&#x201C; (M&#xE4;dchen) zusammensetzt. <em>&#x201E;Es gibt eine Legende, die besagt, dass unsere Nation von 40 M&#xE4;dchen gegr&#xFC;ndet wurde, was ein bisschen queer ist&#x201C;<\/em>, sagt Akbermet, eine der Gr&#xFC;nder:innen von QueerQyz. <\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings rufen solche Versuche, Tradition und Folklore mit Queerness zu assoziieren, bei konservativen B&#xFC;rger:innen besonders negative Reaktionen hervor. Akbermet spricht &#xFC;ber Illustrationen, die sie f&#xFC;r die Instagram-Seite von QueerQyz erstellt hat: <em>&#x201E;Ich habe unsere Jurte mit einem Regenbogen und zwei sich k&#xFC;ssende M&#xE4;dchen gezeichnet, die unsere nationale Kleidung tragen, was nat&#xFC;rlich viel Hass hervorgerufen hat.&#x201C;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Unter dem Beitrag gab es viele Hasskommentare, die die von der Regierung und den Mainstream-Medien verbreitete Propagandaerz&#xE4;hlung widerspiegeln. <em>&#x201E;Bitte verwenden Sie keine nationalen Themen. Unser Volk ist nicht so verdorben, wenn es darum [Homosexualit&#xE4;t] geht. In Europa ist es in Ordnung, aber in unserem Land ist es nicht willkommen&#x201C;<\/em>, hei&#xDF;t es in einem der Kommentare. Viele andere klingen sehr &#xE4;hnlich.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gesetze nach russischem Vorbild<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Anti-Queer-Propaganda f&#xE4;llt bei vielen B&#xFC;rger:innen auf fruchtbaren Boden. Die Regierung nutzt die queerfeindliche Stimmung auch, um restriktive Gesetze einzuf&#xFC;hren. Seit August 2023 ist es <a href=\"https:\/\/www.currenttime.tv\/a\/v-kyrgyzstane-zapretili-propagandu-lgbt\/32547715.html\">illegal<\/a>, Material unter Minderj&#xE4;hrigen zu verbreiten, das traditionelle und famili&#xE4;re Werte leugnet und <em>&#x201E;nicht-traditionelle sexuelle Beziehungen&#x201C;<\/em> bef&#xFC;rwortet. Das Gesetz ist dem russischen Gesetz von 2013 sehr &#xE4;hnlich, welches ebenfalls sogenannte <em>&#x201E;homosexuelle Propaganda&#x201C;<\/em> unter Minderj&#xE4;hrigen verbot (mittlerweile wurde dieses Gesetz durch ein restriktiveres ersetzt, das alle queeren Inhalte in Russland verbietet).<\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings ist das kirgisische Gesetz weniger klar formuliert als das russische, sodass nicht klar ist, in welchen F&#xE4;llen gegen das Gesetz versto&#xDF;en wird und in welchen nicht. In Russland war es beispielsweise m&#xF6;glich, queere Inhalte mit dem Warnhinweis &#x201E;18+&#x201C; zu verbreiten. Es ist unklar, ob solche Warnhinweise ausreichen, um vor einer Strafverfolgung in Kirgistan zu sch&#xFC;tzen. Derart vage formulierten Gesetze sind ein Freibrief f&#xFC;r Repression, da sie von den Beh&#xF6;rden und Gerichten beliebig ausgelegt werden k&#xF6;nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Queere Organisationen und Medien gehen unterschiedlich mit dem neuen Gesetz um. Einige posten kaum noch in den sozialen Medien und organisieren keine Veranstaltungen mehr, w&#xE4;hrend andere weiterhin zu Veranstaltungen einladen und Informationen ver&#xF6;ffentlichen &#x2013; allerdings mit &#x201E;18+&#x201C;-Warnhinweisen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch f&#xFC;r NGOs, die sich f&#xFC;r die Rechte von LGBTQ-Menschen einsetzen, ist grunds&#xE4;tzlich unklar, ob und wie sie ihre Arbeit fortsetzen k&#xF6;nnen. Im Oktober wurde in erster Lesung ein Gesetzesentwurf vom Parlament <a href=\"https:\/\/thediplomat.com\/2023\/10\/bill-to-label-foreign-representatives-in-kyrgyzstan-moves-forward\/\">verabschiedet<\/a>, der dem russischen Gesetz &#xFC;ber &#x201E;ausl&#xE4;ndische Agenten&#x201C; sehr &#xE4;hnelt und sich gegen NGOs richtet, die Gelder aus dem Ausland erhalten. Ohne Geld aus dem Ausland k&#xF6;nnten LGBTQ-Organisationen in aber Kirgistan nicht existieren. Sollte das Gesetz in Kraft treten, m&#xFC;ssen sich die betroffenen NGOs als &#x201E;ausl&#xE4;ndische Agenten&#x201C; registrieren und w&#xFC;rden strengen Kontrollen unterliegen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <\/strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kirgistan\/kirgistan-ngos-verurteilen-gesetzentwurf-zu-auslaendischen-agenten\/\"><strong>Kirgistan: NGOs verurteilen Gesetzentwurf zu ausl&#xE4;ndischen Agenten<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Au&#xDF;erdem soll ein neuer Artikel in das Strafgesetzbuch aufgenommen werden. Darin hei&#xDF;t es, dass jemand, der eine NGO gr&#xFC;ndet oder mit ihr zusammenarbeitet, <em>&#x201E;die die Pers&#xF6;nlichkeit oder Rechte von B&#xFC;rgern verletzt&#x201C;<\/em>, mit einer Gef&#xE4;ngnisstrafe von bis zu zehn Jahren rechnen muss. Was genau es bedeutet, die <em>&#x201E;Pers&#xF6;nlichkeit oder Rechte von B&#xFC;rgern&#x201C;<\/em> zu verletzen, ist nicht definiert. Das Gesetz kann also gegen unliebsame Aktivist:innen eingesetzt werden, die ohnehin h&#xE4;ufig der Gefahr von &#xDC;bergriffen und Outings ausgesetzt sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Die restriktiven Gesetze und queerfeindlichen Narrative in den regierungsnahen Medien f&#xFC;hren auch dazu, dass sich homophobe B&#xFC;rger:innen in ihren Ressentiments best&#xE4;tigt f&#xFC;hlen und sich auf der richtigen Seite sehen, wenn sie queere Menschen angreifen. <em>&#x201E;Die Menschen f&#xFC;hlen sich sicher, dass sie queeren Menschen Schaden zuf&#xFC;gen k&#xF6;nnen. Sie tun es einfach, weil sie wissen, dass die Regierung uns nicht besch&#xFC;tzen wird&#x201C;<\/em>, sagt Akbermet, die selbst bedroht und vor ihrer Familie geoutet wurde.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Den Status quo verteidigen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Eine Aktivistin der Organisation Labrys spricht angesichts dieser Entwicklungen von <em>&#x201E;dunklen Zeiten&#x201C;<\/em>. In der queeren Community herrscht ein Gef&#xFC;hl der Unsicherheit, da unklar ist, was als n&#xE4;chstes passieren wird, womit man davonkommt und womit nicht. Diese Unklarheit sei zerm&#xFC;rbend, sagt &#x201E;G.&#x201C;-Bar-Betreiberin Zhenya. <em>&#x201E;Sp&#xFC;ren wir die Auswirkungen, was die Gesetzesentw&#xFC;rfe betrifft? Noch nicht. Aber es ist sehr wahrscheinlich, dass wir sie sp&#xFC;ren werden. Ich wei&#xDF; nicht, ob es uns &#xFC;berhaupt betreffen wird. Aber<\/em> <em>wir leben die ganze Zeit in Angst, was betroffen sein wird.&#x201C; <\/em>Das Medium QueerQyz hat seine Inhalte auf Instagram unsichtbar gemacht, bis klar ist, wie genau das Gesetz funktioniert.<\/p>\n\n\n\n<p>Aktivist:in Meena (Pseudonym) von Kyrgyz Indigo f&#xFC;gt hinzu: <em>&#x201E;Wir sind alle sehr ersch&#xF6;pft. Wir k&#xF6;nnen uns nicht einmal vorstellen, was uns erwartet, und wir k&#xF6;nnen nicht einmal ahnen, was passieren kann. Wir bewegen uns einfach wie fr&#xFC;her und versuchen, unser normales Leben zu f&#xFC;hren. Aber im Hinterkopf verstehen wir, dass es nicht mehr so ist wie fr&#xFC;her. Wir wissen nicht, wie wir uns in der neuen Realit&#xE4;t verhalten sollen. Es stresst uns.&#x201C;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <\/strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/tadschikistan\/homosexuelle-in-tadschikistan-es-ist-leichter-drogenabhaengig-zu-sein-als-schwul\/\"><strong>Homosexuelle in Tadschikistan: Es ist leichter drogenabh&#xE4;ngig zu sein, als schwul<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Viele Aktivist:innen scheinen sich darin einig zu sein, dass es nicht die richtige Zeit ist, um laut zu sein und f&#xFC;r mehr Sichtbarkeit zu k&#xE4;mpfen, sondern um die Gemeinschaft zu sch&#xFC;tzen und das bereits Erreichte zu verteidigen. <em>&#x201E;Ich denke, was wir jetzt tun m&#xFC;ssen, ist, f&#xFC;r Sicherheit zu sorgen. Unser Ziel ist es, das bereits Erreichte zu erhalten, denn es wurde<\/em> <em>schon <em>viel Arbeit geleistet. Ich pers&#xF6;nlich denke, dass es nicht die Zeit f&#xFC;r Wachstum ist. Vielleicht nur<\/em><\/em> <em>f&#xFC;r Schutz&#x201C;, <\/em>sagt Meena, f&#xFC;gt dann aber hinzu: <em>&#x201E;Aber historisch gesehen sind Krisen die beste Zeit f&#xFC;r einen Durchbruch.&#x201C;<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Hoffnung und Widerstand<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die queere Community in Kirgistan hat in den letzten Jahren viel erreicht. Sie hat sich aktiv f&#xFC;r ihre Rechte eingesetzt und erfolgreiche Kampagnen organisiert, die das Bewusstsein f&#xFC;r Antidiskriminierungsthemen gest&#xE4;rkt haben. Es wurden sichere R&#xE4;ume und aktive Netzwerke geschaffen und in mehreren NGOs finden queere Menschen medizinische, rechtliche und psychologische Hilfe. LGBTQ-K&#xFC;nstler:innen und -Aktivist:innen haben sich erfolgreich Symbole und Narrative angeeignet und diese neu interpretiert &#x2013; Symbole und Narrative, die viele konservative, queerfeindliche und nationalistische B&#xFC;rger:innen f&#xFC;r sich beanspruchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Immer wieder hat die Gemeinschaft unter widrigen Umst&#xE4;nden ihre St&#xE4;rke und Entschlossenheit unter Beweis gestellt, das Erreichte zu verteidigen und trotz allem weiterzumachen. Und so geht das queere Leben in Kirgistan trotz der schwierigen Situation weiter: Ende Oktober wurde im Zentrum von Bischkek eine gro&#xDF;e queere Halloween-Party mit Drag-Show und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vogue_(Tanz)\">Vogue<\/a> auf der B&#xFC;hne gefeiert, und im November er&#xF6;ffnete die Initiative Fem Museum eine gro&#xDF;e Ausstellung queerer Kunst.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <\/strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/tadschikistan\/doku-film-lgbt-alltag-tadschikistan\/\"><strong>&#x201E;Ohrenbet&#xE4;ubende Stille&#x201C;: Doku-Film thematisiert erstmals LGBTI-Alltag in Tadschikistan<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>All das ist noch m&#xF6;glich. Doch ob das so bleibt und wie die Zukunft in Kirgistan aussieht, bleibt ungewiss. Es gibt wenig Grund zum Optimismus, aber die Community scheint entschlossen, die noch vorhandenen Freiheiten weiterhin zu nutzen und daf&#xFC;r zu k&#xE4;mpfen, dass sich die Situation nicht weiter verschlechtert. <em>&#x201E;In einer solchen Situation ist es sehr schwierig, die Hoffnung nicht zu verlieren&#x201C;<\/em>, sagt Artur von QueerQyz. <em>&#x201E;Aber ich habe immer Hoffnung.&#x201C;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Norma Schneider f&#xFC;r Novastan<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Aus dem <\/strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/en\/economics\/queer-life-under-pressure-in-kyrgyzstan\/\"><strong>Englischen<\/strong><\/a><strong> von Robin Roth<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background\"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kan&#xE4;len: Schaut mal vorbei bei <a href=\"https:\/\/twitter.com\/novastan_de\">Twitter<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Novastan.org\/\">Facebook<\/a>, <a href=\"https:\/\/telegram.me\/novastan\">Telegram<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/company\/novastan\/\">Linkedin<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/novastanorg\/\">Instagram<\/a>. 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Je feindseliger eine Gesellschaft gegen&#xFC;ber queeren Menschen ist, desto wichtiger ist es, sichere R&#xE4;ume zu haben, [&#x2026;]<\/p>\n","protected":false},"author":2010,"featured_media":38763,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4357,3],"tags":[5197,690,4022,4047,4764,5198],"coauthors":[5107],"class_list":["post-38752","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-gesellschaft-und-kultur","category-kirgistan","tag-freiraeume","tag-kirgistan","tag-lgbtiq-2","tag-queer","tag-repression","tag-verfolgung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38752","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2010"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=38752"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38752\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":38769,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38752\/revisions\/38769"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/38763"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=38752"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=38752"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=38752"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/coauthors?post=38752"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}