{"id":37552,"date":"2023-12-07T18:54:15","date_gmt":"2023-12-07T17:54:15","guid":{"rendered":"https:\/\/novastan.org\/de\/?p=37552"},"modified":"2025-03-05T19:21:37","modified_gmt":"2025-03-05T18:21:37","slug":"loest-sich-zentralasien-von-russland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/novastan.org\/de\/politik-und-wirtschaft\/loest-sich-zentralasien-von-russland\/","title":{"rendered":"L\u00f6st sich Zentralasien von Russland?"},"content":{"rendered":"<p><strong>W&#xE4;hrend der Krieg in der Ukraine weitergeht und Russland weiterhin unter strengen internationalen Sanktionen steht, heben seine politischen Verb&#xFC;ndeten, Wirtschaftspartner und geografischen und kulturellen Nachbarn in Zentralasien ihr diplomatisches Spiel auf ein neues Niveau. Das wachsende internationale Interesse bietet eine neue Zukunftsaussicht f&#xFC;r diese Staaten &#x2013; m&#xF6;glicherweise mit weitaus geringerer Abh&#xE4;ngigkeit von Russland. Doch l&#xF6;st sich Zentralasien tats&#xE4;chlich von ihrer ehemaligen Metropole? Und wie sehen die Perspektiven f&#xFC;r die zentralasiatischen Staaten aus? Dr. Johan Engvall vom Schwedischen Zentrum f&#xFC;r Osteuropastudien (SCEEUS) versucht, auf diese Fragen zu antworten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Krieg in der Ukraine hat einiges in Eurasien ver&#xE4;ndert. F&#xFC;r Zentralasien stellt er eine ernsthafte Herausforderung in Hinsicht auf Sicherheit, Wirtschaft, Verkehr, Handel, Arbeitsmigration und nat&#xFC;rlich Geopolitik dar. Wie ver&#xE4;ndern sich unter diesem Blickwinkel die Beziehungen dieser Staaten zu Russland und in welchen Bereichen? Sind diese Ver&#xE4;nderungen vor&#xFC;bergehend oder langfristig?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die zentralasiatischen Staaten bewegen sich auf einem schmalen Grat, wenn sie sich von Russlands Handeln distanzieren wollen. Sie alle stehen unter starkem Druck aus Moskau und die Beziehungen zwischen Russland und Zentralasien sind sehr eng. Die milit&#xE4;rischen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Bindungen haben sich &#xFC;ber einen langen Zeitraum entwickelt und werden nicht &#xFC;ber Nacht verschwinden.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Zentralasien wird f&#xFC;r Russland immer wichtiger &#x2013; nicht zuletzt in wirtschaftlicher Hinsicht, da gewisse Handelswege neu ausgerichtet wurden. Putin, der sich seit 2022 in zunehmender politischer Isolation befindet, hat die Hoffnung nicht aufgegeben, die Region in seinem Bann zu halten. Deswegen h&#xE4;lt er zahlreiche Treffen mit nationalen F&#xFC;hrern ab, um die L&#xE4;nder offensichtlich enger an Russland zu binden. Die f&#xFC;hrenden Politiker der Region versuchen ihrerseits, aus der politischen und wirtschaftlichen Isolation Russlands und der neu gewonnenen internationalen Aufmerksamkeit f&#xFC;r die Region Kapital zu schlagen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig hat Russland definitiv an Attraktivit&#xE4;t in der Region verloren: Die Eurasische Wirtschaftsunion (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eurasische_Wirtschaftsunion\">EAWU<\/a>) wird unter den Mitgliedsl&#xE4;ndern immer unbeliebter und f&#xFC;r potenzielle Mitglieder wie Usbekistan und Tadschikistan zunehmend unattraktiv. Putins privilegierte Stellung in Zentralasien wird nun von anderen Staaten in Frage gestellt, vor allem von China und der T&#xFC;rkei.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Debatten um Kolonialismus und Identit&#xE4;t begannen in Zentralasien lange vor dem Krieg &#x2013; vielleicht waren sie einer der Gr&#xFC;nde f&#xFC;r den Zusammenbruch der Sowjetunion. So er&#xF6;ffnete Kasachstans Pr&#xE4;sident <\/strong><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Qassym-Schomart_Toqajew\"><strong>Qasym-Jomart Toqaev<\/strong><\/a><strong> vor kurzem eine gemeinsame Konferenz mit Putin in kasachischer Sprache. Gleichzeitig verpflichtete sich Toqaev, die russische Sprache in Zentralasien zu unterst&#xFC;tzen. Wie wirken Entkolonialisierungsprozesse und die &#x201E;<\/strong><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Russki_Mir\"><strong>russische Welt<\/strong><\/a><strong>&#x201C; in Zentralasien zusammen? K&#xF6;nnen sie koexistieren?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt mehrere komplement&#xE4;re Prozesse, die zur allm&#xE4;hlichen Aufhebung des kolonialen Jochs in Zentralasien beitragen. Erstens haben diese Staaten in den mehr als 30 Jahren Unabh&#xE4;ngigkeit eine eigene nationale Identit&#xE4;t entwickelt und verteidigen ihre Souver&#xE4;nit&#xE4;t.<\/p>\n\n\n\n<p>Zweitens haben die Aggressionen Russlands und seine Weigerung, das Recht der Ukraine auf Unabh&#xE4;ngigkeit anzuerkennen, auch eine Neubewertung des kolonialen Erbes in Zentralasien ausgel&#xF6;st. In Kasachstan und Kirgistan blickt eine breitere &#xD6;ffentlichkeit kritischer auf die Vergangenheit &#x2013; in diesen L&#xE4;ndern wurde die Unabh&#xE4;ngigkeit nie auf einer antikolonialen Grundlage durchgesetzt. Und Usbekistans Pr&#xE4;sident <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Shavkat_Mirziyoyev\">Shavkat Mirziyoyev<\/a> zeigt sich zunehmend selbstbewusster gegen&#xFC;ber dem Unrecht, das w&#xE4;hrend der Sowjet&#xE4;ra von Moskau aus gegen die Usbekische SSR ver&#xFC;bt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <\/strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/politik-und-wirtschaft\/der-gipfel-zentralasien-usa-ein-geopolitisch-bedeutsames-treffen\/\"><strong>Der Gipfel Zentralasien &#x2013; USA, ein geopolitisch bedeutsames Treffen<\/strong><\/a><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Drittens: Der rote Faden, der sich durch diese Transformationsprozesse zieht, ist die Kluft zwischen den Generationen. Zentralasien durchl&#xE4;uft einen raschen sozialen und demografischen Wandel, der sich auf die Identit&#xE4;tsbildung auswirkt. Mehr als 70 Prozent der Bev&#xF6;lkerung in der Region sind unter 40 Jahre alt. Diese postsowjetische Generation, die keine pers&#xF6;nliche Erfahrung mit dem Leben in der Sowjetunion hat, tritt nun in den Vordergrund und ver&#xE4;ndert die L&#xE4;nder der Region sowohl politisch als auch kulturell. F&#xFC;r diese Generation ist die Anziehungskraft Russlands nicht so sehr ideologischer und sentimentaler Natur, sondern h&#xE4;ngt mit dem Status Russlands als Quelle von Arbeitspl&#xE4;tzen und materiellen M&#xF6;glichkeiten zusammen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"flex flex-col md:flex-row justify-evenly items-center bg-yellow-100 my-20 p-10 space-y-10 subscribe\">\n\t<div class=\"container flex flex-col lg:flex-row justify-between\">\n\t\t<div class=\"flex flex-col w-full lg:w-3\/5 pb-4\">\n\t\t\t<h2 class=\"text-3xl text-secondary font-bold mb-4 text-[#749D02]\">\n\t\t\t\t\t\t\t\tUnterst&#xFC;tzt Novastan &#x2013; das europ&#xE4;ische Zentralasien-Magazin \n\t\t\t<\/h2>\n\t\t\t\tAls vereinsgetragene, unabh&#xE4;ngige Plattform lebt Novastan vom Enthusiasmus seiner ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen &#x2013; und von eurer Unterst&#xFC;tzung! \n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"flex flex-col w-full lg:w-2\/5 justify-items-center justify-center pb-4\">\n\t\t\t<div class=\"rounded-md bg-accent-500 px-10 py-5 text-center w-72 mx-auto\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<a class=\"block rounded bg-white p-2 mt-4 font-bold\" href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/novastan-ev\/spenden\/\">Novastan unterst&#xFC;tzen<\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Russland reagiert &#xFC;berempfindlich auf diese Entwicklungen und versucht unerm&#xFC;dlich, sie umzukehren. Die russische Propaganda stellt die zentralasiatischen L&#xE4;nder als br&#xFC;derliche Staaten zu Russland dar, als Erweiterungen der &#x201E;russischen Welt&#x201C;, in denen die Bev&#xF6;lkerung die russischen Werte und Normen teilt. Da die anhaltende Rolle der russischen Sprache den Einfluss Russlands in der Region st&#xE4;rkt, wird jeder Versuch, das Russische herabzusetzen, als feindlicher Akt empfunden. Moskau lehnt auch fieberhaft jeden Versuch ab, nationale Traumata zu erforschen und Aspekte der sowjetischen Kolonialherrschaft kritisch zu untersuchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dementsprechend ergibt sich ein zunehmend unruhiges Bild: auf der einen Seite Befreiung und die R&#xFC;ckkehr der Vergangenheit, auf der anderen Seite fortgesetzte Unterwerfung und das Gef&#xFC;hl einer unaufl&#xF6;sbaren historischen Verbindung. Auf einen Schritt in die eine Richtung folgt meist ein korrigierender Schritt in die andere. Langfristig besteht jedoch kein Zweifel daran, dass der Einfluss Russlands auf Zentralasien abnimmt. Dieser Prozess ist zudem kaum umkehrbar; stattdessen ist Moskau gezwungen, verst&#xE4;rkt auf Angstmacherei zu setzen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>In Zentralasien ist das Gerede vom &#x201E;<\/strong><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/The_Great_Game\"><strong>Great Game<\/strong><\/a><strong>&#x201C; &#xFC;berhaupt nicht gerne gesehen. Aber es wird unweigerlich wiederholt, vor allem im aktuellen Kontext, in dem Zentralasien als Energieressource und Transitraum in der Welt wieder an Bedeutung gewinnt. In diesem Jahr besuchten mehrere europ&#xE4;ische Staats- und Regierungschefs Zentralasien. Wie ist die geopolitische Bedeutung Zentralasiens und der au&#xDF;enpolitische Handlungsspielraum der L&#xE4;nder einzusch&#xE4;tzen? Konnten die zentralasiatischen Staaten die Au&#xDF;enpolitik der letzten drei Jahrzehnte zur St&#xE4;rkung ihrer Unabh&#xE4;ngigkeit nutzen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Alle zentralasiatischen Staaten sind sich der Risiken bewusst, die entstehen, wenn sie das Schicksal ihrer Wirtschaft, nationalen Sicherheit und Souver&#xE4;nit&#xE4;t in die H&#xE4;nde eines unzuverl&#xE4;ssigen und revisionistischen Russlands legen. Diese L&#xE4;nder versuchen, verschiedene Initiativen in den Bereichen Handel und Verkehr zu schaffen oder wiederzubeleben, und sind auf der Suche nach alternativen Sicherheitspartnerschaften. Daher waren die europ&#xE4;ischen Staats- und Regierungschefs in der Region wahrscheinlich noch nie so willkommen wie in diesem Jahr.<\/p>\n\n\n\n<p>Die L&#xE4;nder Zentralasiens bauen ihre wirtschaftlichen Beziehungen zu China weiter aus, gleichzeitig macht sich die wachsende Abh&#xE4;ngigkeit Russlands von China bemerkbar. Unterdessen st&#xE4;rkt die T&#xFC;rkei im Rahmen der Organisation der Turkstaaten (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Organisation_der_Turkstaaten\">OTS<\/a>) die Zusammenarbeit mit Zentralasien, welches sich auch um Investitionen aus den Golfstaaten bem&#xFC;ht. Um schlie&#xDF;lich die Sicherheit und Stabilit&#xE4;t von innen heraus zu verbessern, bem&#xFC;hen sich Kasachstan und Usbekistan um eine weitere St&#xE4;rkung der regionalen Zusammenarbeit.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <\/strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/politik-und-wirtschaft\/10-gipfeltreffen-der-organisation-der-turkstaaten-neue-wege-der-zusammenarbeit-sind-gefragt\/\"><strong>10. Gipfeltreffen der Organisation der Turkstaaten: Neue Wege der Zusammenarbeit sind gefragt<\/strong><\/a><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt also eine Reihe von Ma&#xDF;nahmen, die auf ein Gleichgewicht in den Au&#xDF;enbeziehungen hindeuten. Die zentralasiatischen Staaten versuchen, aus Russlands Schw&#xE4;che Kapital zu schlagen, indem sie ihre Bem&#xFC;hungen um den Aufbau alternativer diplomatischer Allianzen verst&#xE4;rken. Dies hat in Zentralasien einen gewissen Handlungsspielraum in einer sehr komplexen geopolitischen Situation geschaffen und w&#xE4;re nicht m&#xF6;glich gewesen, w&#xE4;ren sie russische Satelliten gewesen, wie sie in den westlichen Medien oft f&#xE4;lschlicherweise dargestellt werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Religion ist ein weiteres Identit&#xE4;tsmerkmal, dessen Bedeutung in der Region stetig zunimmt. Was wird passieren, wenn eine neue Generation an die Macht kommt: Wird sie die Trennung zwischen Politik und Religion aufrechterhalten?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zentralasien ist eine Ausnahme in der muslimischen Welt und widersetzt sich dem Trend, Religion und Politik zu vermischen. Das Wiedererstarken der Religion seit der Unabh&#xE4;ngigkeit stellt jedoch eine Herausforderung f&#xFC;r ihre s&#xE4;kularen Regierungssysteme dar. Indem die Gesellschaften religi&#xF6;ser werden, nimmt die Rolle des Islam &#x2013; als Faktor politischer Legitimation und als Mittel zur Mobilisierung und Gewinnung von W&#xE4;hlenden &#x2013; zu. In Kirgistan werden etwa Moscheen nicht mehr durch ausl&#xE4;ndisches Sponsoring gebaut, sondern von lokalen Gesch&#xE4;ftsleuten, die in die Politik involviert sind. Ein weiterer Trend ist die Vertiefung der Beziehungen zwischen Politik und Geistlichen, wobei die Politik die Unterst&#xFC;tzung der Geistlichen nutzen, um ihre lokale W&#xE4;hlerbasis zu st&#xE4;rken. S&#xE4;kulare Staatlichkeit sollte daher nicht als selbstverst&#xE4;ndlich angesehen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zukunft des S&#xE4;kularismus in Zentralasien wird wahrscheinlich von mehreren Faktoren abh&#xE4;ngen. Einer davon ist die Entwicklung religi&#xF6;ser Ideen in der &#xFC;brigen muslimischen Welt. Aus regionaler Sicht wird sie aber auch von der Politik abh&#xE4;ngen, die die Regierungen der L&#xE4;nder in den kommenden Jahren verfolgen werden. In Zukunft wird es entscheidend sein, st&#xE4;rkere Bindungen zwischen Staat und Gesellschaft aufzubauen. Korrupte Regierungen, die als ungerecht empfunden werden und die Erwartungen der Gesellschaft nicht erf&#xFC;llen, werden wahrscheinlich das Risiko erh&#xF6;hen, dass religi&#xF6;se Bewegungen aus der Frustration der Menschen Kapital schlagen und eine ganz andere Art von sozialer und politischer Ordnung fordern.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie lautet Ihre Prognose f&#xFC;r Zentralasien im Hinblick auf den Krieg in der Ukraine? Wird eine der Folgen dieses Krieges &#x2013; die Umsiedlung von Russinnen und Russen, die Verringerung der Arbeitsmigration aus Zentralasien oder andere soziale Ver&#xE4;nderungen, die derzeit stattfinden &#x2013; dauerhafte Auswirkungen haben?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Einzige, dessen wir uns sicher sein k&#xF6;nnen, ist, dass es unvorhergesehene Ver&#xE4;nderungen geben wird. Als etwa der Krieg ausbrach und westliche Sanktionen gegen die russische Wirtschaft verh&#xE4;ngt wurden, wurde vorausgesagt, dass viele Arbeitsmigrierte aus Zentralasien in ihre Heimat zur&#xFC;ckkehren m&#xFC;ssten. Dies w&#xFC;rde die Gefahr steigender Arbeitslosigkeit, geringerer Geld&#xFC;berweisungen und einer allgemeinen Destabilisierung der Gesellschaft mit sich bringen. Doch trotz der wachsenden Probleme kommen weiterhin Arbeitsmigrierende aus Zentralasien nach Russland, um die dort herrschende L&#xFC;cke an russischen Arbeitskr&#xE4;ften zu schlie&#xDF;en.<\/p>\n\n\n\n<p>Der russische Angriffskrieg stellt einen Wendepunkt dar, der wahrscheinlich eine neue geopolitische Landschaft schaffen wird. W&#xE4;hrend die regionalen politischen Ver&#xE4;nderungen in Form von neuen und erneuerten Initiativen sichtbar sind, bleibt die volle Tragweite dieser Ereignisse abzuwarten. Letztlich h&#xE4;ngt viel vom Ausgang des Krieges ab. Verliert Russland in der Ukraine, k&#xF6;nnte dies auch in Zentralasien eine seismische Verschiebung ausl&#xF6;sen. Doch die Politikerinnen und Politiker der Region halten sich zur&#xFC;ck. Tats&#xE4;chlich k&#xF6;nnen sich viele in der Region nicht vorstellen, dass Russland verlieren k&#xF6;nnte; deshalb m&#xFC;ssen sie so gut wie m&#xF6;glich auf einen russischen Sieg vorbereitet sein. Unabh&#xE4;ngig davon wird es keine R&#xFC;ckkehr zum Vor-Kriegs-Zustand geben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Central Asian Analytical Network<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Aus dem <a href=\"https:\/\/www.caa-network.org\/archives\/25018\/czentralnaya-aziya-vyhodit-za-ramki-rossii\">Russischen<\/a> von Mich&#xE8;le H&#xE4;fliger<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background\"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kan&#xE4;len: Schaut mal vorbei bei <a href=\"https:\/\/twitter.com\/novastan_de\">Twitter<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Novastan.org\/\">Facebook<\/a>, <a href=\"https:\/\/telegram.me\/novastan\">Telegram<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/company\/novastan\/\">Linkedin<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/novastanorg\/\">Instagram<\/a>. 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