{"id":31545,"date":"2023-03-19T09:55:47","date_gmt":"2023-03-19T08:55:47","guid":{"rendered":"https:\/\/novastan.org\/de\/?p=31545"},"modified":"2023-03-30T19:48:44","modified_gmt":"2023-03-30T17:48:44","slug":"die-geheimnisse-der-seen-im-pamir","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/novastan.org\/de\/panorama\/die-geheimnisse-der-seen-im-pamir\/","title":{"rendered":"Die Geheimnisse der Seen im Pamir"},"content":{"rendered":"<p><strong>In einem von ihnen soll ein gigantisches Wesen leben &#x2013; entweder ein Fisch oder eine Riesenschlange oder eine geh&#xF6;rnte Kreatur mit einem Stierkopf: Es schwimmt am Ufer entlang und wirbelt das Wasser auf. <\/strong><a href=\"https:\/\/www.asiaplustj.info\/ru\/news\/tajikistan\/20230129\/zagadki-i-monstri-pamirskih-ozyor\"><strong>Asia-Plus<\/strong><\/a><strong> stellt die wichtigsten Seen des Pamirgebirges sowie die Geheimnisse und Legenden vor, die sie umranken. Wir &#xFC;bersetzen den Artikel mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pamir_%28Gebirge%29\">Pamir<\/a> ist reich an malerischen Seen, die sich in Farbe, Zusammensetzung des Wassers und Art der Entstehung unterscheiden. Einige Seen werden von Schmelz- und Quellwasser gespeist und enthalten erhebliche Mengen an S&#xFC;&#xDF;wasser, andere werden nur durch Niederschl&#xE4;ge und geschmolzenes Eis gespeist, sind salzhaltig und &#xE4;ndern h&#xE4;ufig ihre Form. <\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt nur wenige gro&#xDF;e Seen im Pamir, aber einige von ihnen verdienen besondere Aufmerksamkeit. Sie sind nicht f&#xFC;r ihre Gr&#xF6;&#xDF;e bekannt, sondern f&#xFC;r ihre Einzigartigkeit, Sch&#xF6;nheit und die Anzahl von Legenden und Ph&#xE4;nomenen, die die Aufmerksamkeit von Reisenden, Forscher:innen und Lokalhistoriker:innen auf sich ziehen. F&#xFC;r Einheimische sowie die Flora und Fauna sind diese Orte jedoch Heimat und nat&#xFC;rliche Lebensgrundlage unter extrem rauen klimatischen Bedingungen. <\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Karakul<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>\nNahe der Grenze zu China, im trockenen, fast menschenleeren Teil des nord&#xF6;stlichen Pamir, wo wenig Niederschlag f&#xE4;llt, befindet sich auf einer H&#xF6;he von etwa 3.995 Metern &#xFC;ber dem Meeresspiegel der gr&#xF6;&#xDF;te See Tadschikistans: Der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Karakul_(Tadschikistan)\">Karakul<\/a> (&#x201E;Schwarzer See&#x201C;).\n\nDie Wasseroberfl&#xE4;che des Sees schimmert in blaugr&#xFC;nen Farbt&#xF6;nen. Er wird nur bei starkem Wind schwarz, wenn er feine Sand- und Aluminiumoxidpartikel an seine Oberfl&#xE4;che tr&#xE4;gt. Sein kristallklares Wasser ist salzig und hat eine erh&#xF6;hte Dichte. Bei gutem Wetter kann man 9 Meter tief sehen.\n\n<\/p>\n\n\n<p style=\"background-color: #d4d4d4;\"><span style=\"color: #000000;\">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin &#xFC;ber Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/novastan-ev\/werde-unser-mitglied-werde-novastan\/\"><strong>Dank eurer Teilnahme<\/strong><\/a>. Wir sind <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/novastan-ev\/unser-projekt\/\">unabh&#xE4;ngig<\/a> und wollen es bleiben, daf&#xFC;r brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/novastan-ev\/spenden\/\">Spende<\/a><\/strong> helft ihr uns, weiter ein realit&#xE4;tsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p>Seine Fl&#xE4;che betr&#xE4;gt 380 Quadratkilometer. Die maximale L&#xE4;nge betr&#xE4;gt 33 und die maximale Breite 24 Kilometer. Die maximale Tiefe bel&#xE4;uft sich auf 236 Meter. Auf der Westseite erheben sich in der N&#xE4;he des Sees felsige Berge. Das Alter der j&#xFC;ngsten Felsen betr&#xE4;gt 230-190 Millionen Jahre. Laut aktuellem Stand der Wissenschaft entstand der Karakul vor etwa 25 Millionen Jahren durch den Einschlag eines gro&#xDF;en Meteoriten. Diese Schlussfolgerung wird auf der Grundlage moderner Bilder aus dem Weltraum gezogen, aber nicht jede:r stimmt damit &#xFC;berein. <\/p>\n\n\n\n<p>Einige Wissenschaftler:innen glauben, dass der See das Ergebnis tektonischer Prozesse ist. Die Ufer des Sees sind das ganze Jahr &#xFC;ber mit Eis bedeckt, auch am Grund. Die Eisdicke erreicht im Winter knapp einen Meter und aufgrund aktiver Schmelzprozesse &#xE4;ndern sich Form und Gr&#xF6;&#xDF;e des Sees st&#xE4;ndig. Bisher gibt es unter Wissenschaftler:innen keinen Konsens &#xFC;ber die Herkunft dieses Eises. Es ist m&#xF6;glich, dass es die &#xDC;berreste einer Eisdecke sind, die das Becken w&#xE4;hrend der letzten Eiszeit gef&#xFC;llt hat. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/tadschikistan\/eine-der-schoensten-strassen-der-welt-der-pamir-highway-wird-80\/\">Eine der sch&#xF6;nsten Stra&#xDF;en der Welt: Der Pamir-Highway wird 80<\/a><\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>In den See m&#xFC;nden die Fl&#xFC;sse Muskol, Karadschilga, Akdschilga und Kararat. Fische werden im Frischwasser in der N&#xE4;he Einm&#xFC;ndungen gefunden. Die Flora an den Ufern besteht aus W&#xFC;stengr&#xE4;sern und Dornenstr&#xE4;uchern. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Seggen\">Segge<\/a>, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wermutkraut\">Wermut<\/a> und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Salzkr&#xE4;uter\">Salzkraut<\/a> sind weniger verbreitet. Die Fauna wird durch G&#xE4;nse- und M&#xF6;wenkolonien auf den Inseln repr&#xE4;sentiert. Andere saisonale Vertreter sind <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Europ&#xE4;ische_Schwarze_Witwe\">Schwarze Witwen<\/a> und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Asiatische_Riesenhornisse\">Riesenhornissen<\/a>. <\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt auch ein Ger&#xFC;cht &#xFC;ber eine fisch&#xE4;hnliche Kreatur von gro&#xDF;er L&#xE4;nge, die angeblich mehrmals von Grenzschutzbeamten durch ein Fernglas beobachtet wurde. Das Monster trieb am Ufer entlang, wirbelte Schaum auf dem Wasser auf und gab nach dem Tauchen ein seltsames leises Ger&#xE4;usch von sich, das in einem Umkreis von Hunderten von Metern zu h&#xF6;ren war. <\/p>\n\n\n\n<p>In der N&#xE4;he des Ostufers gibt es ein Dorf mit 500-600 Einwohner:innen. Im Sommer lassen sie ihr Vieh weiden, und im Herbst wird ein Teil des Viehs geschlachtet, da es unm&#xF6;glich ist, Futter f&#xFC;r den Winter zu lagern. Einige Hirten, die ihre Herden in der N&#xE4;he des Sees weiden, sprechen auch von einem Lebewesen, das im See lebt. Angeblich schwimmt es manchmal am Ufer entlang und beobachtet neugierig die Menschen. Tatsache ist, dass die Beschreibungen voneinander abweichen. Einige haben einen riesigen Fisch gesehen, andere behaupten, es sei eine riesige Schlange. Wieder andere sprechen von einer geh&#xF6;rnten Kreatur mit einem Kopf wie dem eines Stieres. In einem sind sich ihre Aussagen allerdings einig: Wenn es auftaucht, sind seltsame Ger&#xE4;usche zu h&#xF6;ren, die an ein tieffrequentes Dr&#xF6;hnen erinnern. <\/p>\n\n\n\n<p>Eine spezielle Suche nach der Kreatur wurde nie durchgef&#xFC;hrt, es gibt noch keine aufgezeichneten Beweise f&#xFC;r dieses Ph&#xE4;nomen. Einen Kilometer vom Dorf entfernt, befindet sich &#xFC;brigens ein alter architektonischer Komplex, der Mitte des 1. Jahrtausends n. Chr. erbaut wurde. Er besteht aus einem Observatorium und einem Heiligtum, das zu Ehren von Tieren errichtet wurde. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/tadschikistan\/langar-steinzeitliche-petroglyphen-im-pamir\/\">Langar &#x2013; steinzeitliche Petroglyphen im Pamir<\/a><\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Und ein paar Kilometer n&#xF6;rdlich des Sees, im v&#xF6;llig leblosen, mit gro&#xDF;en Kieselsteinen bedeckten Tal des Flusses Markansu, wurde im Rahmen von Expeditionen Oschkon &#x2013; eine ber&#xFC;hmte St&#xE4;tte der Mittelsteinzeit entdeckt, die vermutlich aus dem 7. Jahrtausend v Chr. stammt. &#xC4;hnliche St&#xE4;tten wurden in einer solchen H&#xF6;he noch nicht gefunden. Dank der Ausgrabungen wurde deutlich, dass die Lebensgrundlage dieser Ur-Menschen das saisonale Jagen und Sammeln war. <\/p>\n\n\n\n<p>Anscheinend war das Klima der Region zu dieser Zeit nicht so streng. Nachfolgende &#xC4;nderungen k&#xF6;nnen das Ergebnis globaler geophysikalischer Prozesse oder der nat&#xFC;rlichen Anhebung der tektonischen Platte sein. Es ist jedoch offensichtlich, dass das Pamir-Plateau einst von riesigen Seen und gr&#xFC;nen T&#xE4;lern mit einer reichen Flora und Fauna bedeckt war. <\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Sares<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Am 18. Februar 1911 st&#xFC;rzte gegen Mitternacht der Fu&#xDF; des Muskol-Kamms an der engsten Stelle des Murghob-Flusstals augenblicklich ein. Ein kolossaler Erdrutsch bedeckte das an dieser Stelle gelegene Dorf Usoj vollst&#xE4;ndig und zerst&#xF6;rte alles Leben. Der Erdrutsch blockierte den Lauf des Flusses <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Murgab_(Bartang)\">Murghob<\/a> und des in ihn m&#xFC;ndenden Schadaudarja. Die Wucht des Einsturzes war so gro&#xDF;, dass kleine Steine &#x200B;&#x200B;10-15 Kilometer weit verstreut und riesige Bl&#xF6;cke mit einem Gewicht von mehreren Tonnen 3-4 Kilometer weit geschleudert wurden. Der durch den Bergsturz entstandene Damm ma&#xDF; eine Breite von 3,2 Kilometern und eine H&#xF6;he von 567 Metern. Hinter dem abgerutschten Ger&#xF6;ll begann sich Wasser anzusammeln. Der Pegel stieg schnell und Ende des Jahres hatte das Wasser bereits das oberhalb liegende Dorf Sares erreicht. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Bewohner:innen waren gezwungen, ihre H&#xE4;user zu verlassen und in die benachbarten T&#xE4;ler zu ziehen. Als im Sommer 1913 eine Expedition den See besuchte, betrug seine L&#xE4;nge 28 Kilometer und die Tiefe 280 Meter. Im Jahr 1914 bemerkte der Anwohner Kabul Kurbonbekow, der von Expeditionsleiter Schpilko beauftragt wurde, den See zu beobachten, dass Quellwasser durch den kilometerdicken Damm zu sickern begann. Dieses Wasser, das 150 m unter dem Seespiegel herauskam, verwandelte sich schnell in einen turbulenten Strom, der eine riesige Menge gro&#xDF;er Steine &#x200B;&#x200B;&#x200B;&#x200B;mit sich f&#xFC;hrte. Es drohte ein Dammbruch, der eine beispiellose Flut nach sich ziehen w&#xFC;rde. Aber die Natur erwies sich als gn&#xE4;dig und zerst&#xF6;rte nichts. Der Wasserspiegel steig weiter an, bis er sich bis 1960 bei etwa 500 Metern bei einem Volumen von 16-18 Kubikkilometern stabilisierte. Die L&#xE4;nge des Sees entlang der Schlucht variierte in verschiedenen Jahren zwischen 65 und 75 Kilometern. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/tadschikistan\/willkommen-auf-dem-mars-die-region-murghab-in-tadschikistan\/\">Willkommen auf dem Mars: Die Region Murghab in Tadschikistan<\/a><\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Prognosen aus dem Jahr 1948, dass der Damm in 20 Jahren vollst&#xE4;ndig ausgewaschen sein w&#xFC;rde, bewahrheiteten sich nicht. Anfang der 1970er Jahre wurde mit der Entwicklung eines Plans f&#xFC;r den Bau eines Umleitungstunnels zur Errichtung eines Wasserkraftwerks begonnen. Der Wasserspiegel im See sollte um 100 Meter gesenkt werden, was die M&#xF6;glichkeit eines Durchbruchs ausschloss. Das Kraftwerk sollte Strom f&#xFC;r den Ausbau der Infrastruktur des Pamirs liefern und der See ein Frischwasserreservoir f&#xFC;r Zentralasien darstellen. &#xDC;ber die Ursachen der Katastrophe wurde in der Welt der Wissenschaft fast ein halbes Jahrhundert gestritten. Alle interessierten sich f&#xFC;r die Frage: Was hat den Bergsturz verursacht? Einige glaubten, dass die Ursache die Instabilit&#xE4;t des Hanges war, dessen riesige Massen beim Aufprall auf den Boden seismische Aktivit&#xE4;ten verursachten. Andere waren sich sicher, dass der Einsturz auf ein starkes Erdbeben zur&#xFC;ckzuf&#xFC;hren war. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Frage wurde gekl&#xE4;rt, als Daten des Seismografen des Pulkowo-Observatoriums auftauchten, der die Echos eines gro&#xDF;en Erdbebens mit einer Intensit&#xE4;t von 9 auf der Richter-Skala und mit einer Bodenverschiebung von 100 Mikrometern aufzeichnete. Zeug:innen der Katastrophe gab es keine, alle waren unter Schutt begraben. Die ersten Menschen konnten erst einen Monat sp&#xE4;ter an die Ungl&#xFC;cksstelle gelangen. Und die erste Untersuchung wurde fast ein Jahr nach dem Vorfall von dem deutschen Geologen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Arved_von_Schultz\">Arved Schultz<\/a> durchgef&#xFC;hrt. Tats&#xE4;chlich war es seine Untersuchung, die das Studium des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Saressee\">Sares<\/a> und die Hypothesen &#xFC;ber die Ursache der Katastrophe einleitete. Jetzt liegt der See Sares auf einer H&#xF6;he von 3.239 Metern &#xFC;ber dem Meeresspiegel. Seine Fl&#xE4;che betr&#xE4;gt 86,5 Quadratkilometer, die maximale Tiefe sind 500 Meter und er ist 3-4 Kilometer breit. Das S&#xFC;&#xDF;wasservolumen betr&#xE4;gt 17 Kubikkilometer und zeichnet sich durch au&#xDF;ergew&#xF6;hnliche Reinheit und Transparenz aus. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/tadschikistan\/wie-ein-russischer-bergsteiger-neue-pamir-gebirgszuege-entdeckt\/\">Wie ein russischer Bergsteiger neue Pamir-Gebirgsz&#xFC;ge entdeckt<\/a><\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Der See ist m&#xE4;rchenhaft sch&#xF6;n, die Seiten des Tals und die schneebedeckten Gipfel des Muskol-Kamms spiegeln sich in seiner Oberfl&#xE4;che. Die Ufer bilden steile Klippen oder Ger&#xF6;llhalden, die direkt ins Wasser &#xFC;bergehen. Es ist unm&#xF6;glich, sich auf dem Landweg entlang des Sees zu bewegen. Die Navigation auf dem Wasser wird durch einen konstanten Westwind und Wellen eingeschr&#xE4;nkt. Die H&#xE4;ufigkeit von Erdbeben mit einer St&#xE4;rke von 8-9 ist in dieser seismisch aktiven Zone ist sehr hoch: Ein Mal in 250 Jahren, nach anderen Quellen ein Mal in 2000 Jahren. <\/p>\n\n\n\n<p>Seit Beginn der Studie neigen die meisten Expert:innen zu der Annahme, dass der Damm stabil ist und ohne &#xE4;u&#xDF;ere Einfl&#xFC;sse mehr als tausend Jahre bestehen wird. Aber es gab im Laufe der Zeit auch immer wieder Wissenschaftler:innen, die Bedenken &#xE4;u&#xDF;erten, dass die St&#xE4;rke des Damms zu hoch eingesch&#xE4;tzt wird. Gleichzeitig ist mit Sicherheit bekannt, dass der Bergsturz von 1911 nicht die erste seebildende Blockade in diesem Tal ist: Die vorherigen 9 D&#xE4;mme, die w&#xE4;hrend des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Quart&#xE4;r_(Geologie)\">Quart&#xE4;rs<\/a> entstanden sind, wurden zerst&#xF6;rt. Wichtig ist aber etwas anderes: Das Vorhandensein dieser Blockaden in einem begrenzten Gebiet spricht f&#xFC;r andauernde tektonische Prozesse und das sehr turbulente Leben des Muskol-Kamms seit mehreren Tausend Jahren. <\/p>\n\n\n\n<p>Im Falle einer weiteren Katastrophe k&#xF6;nnte der Damm zusammenbrechen, was zu einer kolossalen Flut f&#xFC;hren wird, die alle Siedlungen und Infrastrukturen im Einzugsgebiet des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Amudarja\">Amudarja<\/a> auf einer Fl&#xE4;che von mehr als 2.000 km zerst&#xF6;ren w&#xFC;rde. 1994 stieg der gesch&#xE4;tzte Wasserstand im See aufgrund eines Rekordhochwassers um 3 Meter, aber die Natur erwies sich auch diesmal als gn&#xE4;dig. <\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Jaschilkul<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p> 40 Kilometer s&#xFC;dlich des Sares, im Tal des Flusses <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gunt\">Alitschor<\/a>, welches von einem alten Gletscher zerkratzt wird, liegt auf einer H&#xF6;he von 3.734 Metern &#xFC;ber dem Meeresspiegel der malerische, vom Alitschor durchflossene See <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jaschilkul\">Jaschilkul<\/a> (&#x201E;Gr&#xFC;ner See&#x201C;). Seine L&#xE4;nge betr&#xE4;gt 18,6 Kilometer und die Breite 1 bis 4 Kilometer, die maximale Tiefe liegt bei 52 Metern. Das Wasser im See ist frisch und klar, die Temperatur &#xFC;bersteigt nie 14 Grad. Die Ufer des Sees sind teilweise sumpfig und mit Seggen bewachsen. Im seichten Wasser wachsen Algensprossen zwischen den Steinen. Es gibt viele kleine Buchten und halbgeschlossene Lagunen mit Sandboden. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/tadschikistan\/alitschor-ein-fotofilm-ueber-das-leben-in-einem-tadschikischen-bergdorf\/\">&#x201E;Alitschor&#x201C; &#x2013; ein Fotofilm &#xFC;ber das Leben in einem tadschikischen Bergdorf<\/a><\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Der See erschien erstmals 1760 auf geografischen Karten. Aber es ist ziemlich offensichtlich, dass er vor dieser Zeit existierte. Laut Wissenschaftler:innen entstand er in pr&#xE4;historischer Zeit als Folge eines Felssturzes am linken Flussufer. Die Sperre mit einer M&#xE4;chtigkeit von 110 Metern erstreckte sich &#xFC;ber mehr als 4 Kilometer &#xFC;ber das Tal. Die Wahrscheinlichkeit eines Dammbruchs ist gering, da sein Boden fest verschlammt ist. Das Wasser flie&#xDF;t &#xFC;ber den s&#xFC;dlichen Rand des Damms, passiert viele kleine Wasserf&#xE4;lle und sammelt sich allm&#xE4;hlich in einem Kanal und bildet den Fluss <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gunt\">Gunt<\/a>. <\/p>\n\n\n\n<p>In der N&#xE4;he des Sees befindet sich der Fluss Akdschar, der mit gelben Sandkieselh&#xFC;geln und Granitfragmenten bedeckt ist. Einst wurden diese vom Alitschor-Gletscher aus dem Ober- und Mittellauf des heutigen Flusses gebracht. Wasser und Wind verwandelten Granitfelsen und -bl&#xF6;cke in Steinskulpturen und gaben ihnen bizarre zoomorphe Gestalten. Der Raum zwischen den H&#xFC;geln ist mit zahlreichen Seen gef&#xFC;llt. Sie ern&#xE4;hren sich von Schmelzwasser und Niederschl&#xE4;gen und trocknen im Sommer aus. Das Wasser in den meisten von ihnen ist salzig. Besonders hervorzuheben sind die beiden Seen Tuskul (&#x201E;Salziger See&#x201C;) und Sasykkul (&#x201E;Fauliger See&#x201C;). <\/p>\n\n\n\n<p> Aber es gibt auch den kleinen S&#xFC;&#xDF;wassersee <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bulunkul\">Bulunkul<\/a>, der etwas s&#xFC;dlich der M&#xFC;ndung des Jaschilkul liegt und mit diesem durch einen schmalen Kanal verbunden ist. Es gibt viele Wasserpflanzen im Bulunkul, ebenso Enten, G&#xE4;nse und huschende M&#xF6;wenschw&#xE4;rme. Zu finden sind dort auch die Fischarten <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Diptychus\">Diptychus<\/a> und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schizothorax\">Schizothorax<\/a>. In der N&#xE4;he liegen ein Friedhof der Pamir-Kirgis:innen und das einzige Dorf im Bezirk &#x2013; Bulunkul. Hier befand sich einst die einzige <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sowchos\">Sowchose<\/a> zur Zucht von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Yak\">Yaks<\/a>. Von der Sowchose, in der noch immer Viehz&#xFC;chter:innen leben, sind nur noch zwei Dutzend H&#xFC;tten und k&#xFC;mmerliche Ruinen &#xFC;brig. Die Region verzeichnet die niedrigste in Zentralasien gemessene Temperatur &#x2013; minus 63 Grad Celsius. <\/p>\n\n\n\n<p>Von Norden her reichen die Granith&#xE4;nge des Basardar-Kammes an den Jaschilkul heran und lassen nur einen schmalen Uferstreifen von wenigen Metern Breite f&#xFC;r die Stra&#xDF;e frei. Geologen entdeckten hier einen 10 mal 4 Meter gro&#xDF;en Granitblock mit arabischen Inschriften. Die Inschrift hat ungef&#xE4;hr folgenden Inhalt: <em>&#x201E;&#x2026; zu Ehren des Allm&#xE4;chtigen wurde die Stra&#xDF;e von Emir Ahmed, dem Sohn von Sultan Tekin, im <\/em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Islamischer_Kalender\"><em>Jahr 509<\/em><\/a><em> der Auswanderung des Gesandten Allahs gebaut, Friede sei mit ihm.&#x201C;<\/em> Gem&#xE4;&#xDF; dem modernen Kalender stammt die Inschrift aus den Jahren 1193-1194 n. Chr. Dass die Jaschilkul-Region seit langem von Menschen besucht wird, beweist auch ein heiliger Ort, der sich in der N&#xE4;he der M&#xFC;ndung des Alitschur befindet und von verfallenen Mausoleen umgeben ist: die hei&#xDF;e Schwefelwasserstoffquelle Yssykbulak. Deren Wassertemperatur betr&#xE4;gt 71 Grad Celsius und sie besteht aus vier Armen, die am Fu&#xDF; des Granitmassivs verstreut sind. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/tadschikistan\/in-den-heissen-quellen-des-pamirs\/\">In den hei&#xDF;en Quellen des Pamirs<\/a><\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Der ber&#xFC;hmte Geograph <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nikolai_Leopoldowitsch_Korschenewski\">Nikolaj Korschenewskij<\/a>, der diese Orte 1923 besuchte, schrieb eine sehr merkw&#xFC;rdige Legende nieder, die er von Anwohner:innen geh&#xF6;rt hatte. Diese ist mit Kampirchik, einer kleinen, hakenf&#xF6;rmigen Halbinsel am Nordufer des Jaschilkul verbunden. <em>&#x201E;Vor 300 Jahren gab es an der Stelle des heutigen Sees ein gro&#xDF;es und reiches Dorf. Eines Abends kam ein m&#xFC;der Wanderer dorthin und bat um Unterkunft und Nahrung. Aber egal, wie viele H&#xF6;fe er ansteuerte, niemand lie&#xDF; ihn herein.Schlie&#xDF;lich klopfte er an die T&#xFC;r des letzten, &#xE4;rmsten Hauses. Hier wurde er von einer einsamen alten Frau beherbergt und versorgt, die ihr letztes Huhn f&#xFC;r ihn kochte. Fr&#xFC;h am Morgen stand der Wanderer auf und sagte zu ihr: &#x201E;Kampirchik, geh sofort von hier zum Berg.&#x201C;Sie gehorchte und tat, was er sagte. Kaum hatte sie die Felsen erklommen, bebte die Erde f&#xFC;rchterlich und Wasser str&#xF6;mte heraus und verschlang das Dorf mit seiner gesamten Bev&#xF6;lkerung.&#x201C;<\/em><\/p>\n\n\n\t\t\t<div class=\"hp-newsletter col-span-3 lg:col-span-1 flex flex-col bg-primary-100 border-t-8 border-secondary-500 rounded-lg justify-center items-center lg:items-stretch px-6 py-6 gap-4 box-border\">\n\t\t\t<div class=\"flex\">\n\t\t\t\t<div class=\"enveloppe\">\n\t\t\t\t\t<i class=\"far fa-envelope text-5xl text-secondary-300\"><\/i>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"formulaire_nl\">\n\t\t\t\t\t<p>\n\t\t\t\t\t\t<span class=\"font-bold text-xl block\">Ganz Zentralasien in deiner Mailbox<\/span>\n\t\t\t\t\t\tAbonniert unseren w&#xF6;chentlichen Newsletter\t\t\t\t\t<\/p>\n\t\t\t\t\t<form class=\"flex w-3\/4 lg:w-full\" action=\"https:\/\/us4.list-manage.com\/subscribe?u=6a15a2256d412b041fdec39e8&amp;id=d479236523\" method=\"post\" id=\"mc-embedded-subscribe-form\" name=\"mc-embedded-subscribe-form\" target=\"_blank\" novalidate=\"\">\n\t\t\t\t\t\t<input class=\"flex-grow py-2 px-3 border border-primary-300 rounded-l\" type=\"email\" placeholder=\"Email\" name=\"EMAIL\" id=\"mce-EMAIL\">\n\t\t\t\t\t\t<button class=\"bg-secondary-500 py-2 px-3 text-white rounded-r-md border border-secondary-500\" type=\"submit\" value=\"\" name=\"subscribe\">Registrieren<\/button>\n\t\t\t\t\t<\/form>\n\n\t\t\t\t\t<a href=\"#\" class=\"underline text-secondary-700\">Entdeckt die neueste Ausgabe<\/a>\n\t\t\t\t<\/div>\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div><!-- newsletter -->\n\t\t\n\n\n\n<p>Erw&#xE4;hnenswert ist eine weitere weit verbreitete Legende, laut der im See ein riesiges Tier lebt, das von den Kirgisen T&#xFC;ja-su &#x2013; &#x201E;Wasserkamel&#x201C; genannt wird. Wir finden diese Information sowohl beim chinesischen Reisenden <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Xuanzang\">Xuanzang<\/a> aus dem 7. Jahrhundert n. Chr., als auch bei Ethnographen unserer Zeit. Die &#xDC;berpr&#xFC;fung solcher Informationen erfordert jedoch einen vollst&#xE4;ndigen 3D-Scan des Bodens. So ein Scan w&#xFC;rde aber eher Sinn machen, wenn man ihn im Bereich von gef&#xE4;hrlichen nat&#xFC;rlichen D&#xE4;mmen durchf&#xFC;hrt, um tragische &#xDC;berschwemmungen vorherzusagen. Lassen wir die reinsten Seen des Pamirs lieber die Augen der Menschen erfreuen. Im Zeitalter der Hochtechnologien werden neue Generationen die M&#xF6;glichkeit haben, zuverl&#xE4;ssigen Schutz zu organisieren und die Seen vor Verschmutzung zu sch&#xFC;tzen. <em>Weitere Bilder findet ihr im Originalbeitrag.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Wildan Jusupow f&#xFC;r Asia-Plus<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Aus dem <\/strong><a href=\"https:\/\/www.asiaplustj.info\/ru\/news\/tajikistan\/20230129\/zagadki-i-monstri-pamirskih-ozyor\"><strong>Rusischen<\/strong><\/a><strong> (gek&#xFC;rzt) von Robin Roth<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><\/p><p><span style=\"font-weight: 400;\">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kan&#xE4;len, schaut mal vorbei bei <\/span><a href=\"https:\/\/twitter.com\/novastan_de\"><span style=\"font-weight: 400;\">Twitter<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Novastan.org\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Facebook<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><a href=\"https:\/\/telegram.me\/novastan\"><span style=\"font-weight: 400;\">Telegram<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/company\/novastan\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Linkedin<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> oder <\/span><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/novastanorg\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Instagram<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">. 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