{"id":31129,"date":"2023-01-12T20:37:29","date_gmt":"2023-01-12T19:37:29","guid":{"rendered":"https:\/\/novastan.org\/de\/?p=31129"},"modified":"2023-04-02T19:31:43","modified_gmt":"2023-04-02T17:31:43","slug":"zwischen-aralsee-und-kaspischem-meer-geschichte-und-archaeologie-turkmenistans","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/novastan.org\/de\/panorama\/zwischen-aralsee-und-kaspischem-meer-geschichte-und-archaeologie-turkmenistans\/","title":{"rendered":"Zwischen Aralsee und Kaspischem Meer: Geschichte und Arch\u00e4ologie Turkmenistans"},"content":{"rendered":"<p><strong>Vor der Ankunft turkmenischer St&#xE4;mme erlebte das Gebiet zwischen dem heute fast ausgetrockneten Aralsee und dem Kaspischen Meer bereits verschiedene nomadische und sesshafte Bev&#xF6;lkerungsgruppen, mehrere Gro&#xDF;reiche und unz&#xE4;hlige Einfl&#xFC;sse verschiedener Hochkulturen. Auf den Spuren von Choresmien, Hyrkanien, Margiana und Parthien finden sich zahlreiche arch&#xE4;ologisch relevante Funde auf dem Territorium des heutigen Turkmenistans. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Region um die W&#xFC;ste <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Karakum\">Karakum<\/a> war zu verschiedenen Zeiten Teil unterschiedlicher Reiche der antiken und mittelalterlichen Welt, die ihre Unabh&#xE4;ngigkeit gewannen und verloren. Tats&#xE4;chlich handelte es sich dabei um kleine Oasen, umgeben von scheinbar endlosen W&#xFC;sten. <\/p>\n\n\n\n<p>Welche Spuren haben sie innerhalb der Grenzen des heutigen Turkmenistans hinterlassen? Obwohl es davon viele gibt, sind sie au&#xDF;erhalb eines engen Kreises von Spezialist:innen wenig bekannt. Nur drei arch&#xE4;ologische Parks erlangten eine gewisse Bekanntheit und wurden in die Liste des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/UNESCO-Welterbe\">UNESCO-Welterbes<\/a> aufgenommen. Einige arch&#xE4;ologische Perlen stellen wir euch hier vor. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Merw: Antike Oasenstadt mit politischer Gegenwart<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Der in der Antike noch viel wasserreichere <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Murgab_(Karakum)\">Murgap<\/a>, der vom <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hindukusch\">Hindukusch<\/a> Richtung Karakum flie&#xDF;t, lie&#xDF; in seinem Flussdelta seit dem 3. Jahrtausend v. Chr. Oasen entstehen. Zu verschiedenen Zeiten wurden diese unterschiedlich benannt, besa&#xDF;en aber stets denselben Wortstamm: Mowru\/Margush im Altpersischen, <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Margiana\">Margiana<\/a> im Altgriechischen, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Merw\">Merw<\/a> im Arabischen und Mary im Turkmenischen. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Zentrum dieser kleinen Reiche war vermutlich <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gonur_Depe\">Gonur Depe<\/a> (dt. &#x201E;Grauer H&#xFC;gel&#x201C;), unabdingbar f&#xFC;r die arch&#xE4;ologische Geschichte Zentralasiens. Nicht weit davon entfernt befindet sich heute eine der gr&#xF6;&#xDF;ten St&#xE4;dte Turkmenistans, nach dem alten Reich ebenfalls <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mary_(Turkmenistan)\">Mary<\/a> genannt. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/gesellschaft-und-kultur\/vier-zentralasiatische-kulturpraktiken-neuerdings-immaterielles-kulturerbe-der-unesco\/\">Vier zentralasiatische Kulturpraktiken ins immaterielle Kulturerbe der UNESCO aufgenommen <\/a><\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Bei Gonur Depe handelt es sich um die gr&#xF6;&#xDF;te von &#xFC;ber dreihundert identifizierten bronzezeitlichen St&#xE4;tten im alten Murgap-Delta. Auf den Reichtum der Oasenstadt weisen die gefundenen kostbaren Grabbeigaben hin, welche etwa aus Stein, Metall, Elfenbein und Ton gefertigt waren. Im Laufe der Zeit wurde die Oase unter anderem von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Parther\">Parthern<\/a>, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sassanidenreich\">Sassaniden<\/a> und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Seldschuken#:~:text=Die%20Seldschuken%20waren%20ein%20Zweig,des%20oghusischen%20Stammes%20der%20K%C4%B1n%C4%B1k.\">Seldschuken<\/a> beherrscht und stellte stets ein wichtiges kulturelles, wissenschaftliches und Handels-Zentrum dar. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Flusstal, in dem es vor viertausend Jahren von st&#xE4;dtischem Leben wimmelte, ist heute eine W&#xFC;ste. Die von Arch&#xE4;olog:innen entdeckten antiken Siedlungen werden langsam vom Sand verschluckt oder von der &#xF6;rtlichen Landwirtschaft mit schweren Maschinen eingeebnet, um neue Bew&#xE4;sserungssysteme zu bauen. Diese Vergehen gegen arch&#xE4;ologisch wertvolle Zeugnisse bleiben unbestraft. So verschwindet Geschichte von unsch&#xE4;tzbarem Wert oft bevor sie &#xFC;berhaupt in die Wissenschaft eingegangen ist. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/usbekistan\/samarkand-wie-die-nekropole-shohizinda-durch-restaurierung-zerstoert-wird\/\">Samarkand: Wie die Nekropole Shohizinda durch &#x201E;Restaurierung&#x201C; zerst&#xF6;rt wird <\/a><\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Vor dem Hintergrund der sp&#xE4;rlichen schriftlichen &#xDC;berlieferung wird die Bewahrung des antiken Erbes in Turkmenistan zu einem Problem nationalen Ausma&#xDF;es. Das antike Merw, das 1988 zu einem &#x201E;historischen und kulturellen Naturschutzgebiet&#x201C; erkl&#xE4;rt wurde und seit 1999 auf der Liste des UNESCO-Welterbes steht, ist ein Beispiel daf&#xFC;r, wie Denkmalschutzverb&#xE4;nde versuchen, sich der Gier der Unternehmenden und der Gleichg&#xFC;ltigkeit lokaler Beh&#xF6;rden zu stellen. <\/p>\n\n\n\n<p>Unterst&#xFC;tzt durch internationale Organisationen und ausl&#xE4;ndische Forschungszentren f&#xFC;hren turkmenische Fachleute Projekte zur Erforschung und Erhaltung ausgew&#xE4;hlter antiker Bauwerke durch und arbeiten systematisch am &#xF6;ffentlichen Schutz derselben. Dies hat nichts gemein mit den aufdringlichen Kampagnen der sp&#xE4;ten Sowjetjahre, wie zum Beispiel die Feierlichkeiten zum 2500-j&#xE4;hrigen Bestehen von Merw, einem rein fiktiven Jahrestag, der sp&#xE4;ter verschoben und nie abgehalten wurde. <\/p>\n\n\n\n<p>Diese willk&#xFC;rlichen Auslegungen von Geschichte sind besonders charakteristisch f&#xFC;r nationalistische Ideologien und entbehren jeder ernsthaften wissenschaftlichen Grundlage. Weder Arch&#xE4;ologinnen noch Altorientalisten wagen eine genaue Aussage dar&#xFC;ber, wann Merw entstanden ist. Hinweisen zufolge bestanden bronzezeitliche Siedlungen um das 7. Jahrhundert v. Chr., doch sollten sich diese erst im Laufe der Zeit zu einem wichtigen politischen Zentrum entwickeln. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Parther-Festungen von Nisa<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p> Nisa, das vor etwa 2200 Jahren als k&#xF6;nigliches Heiligtum des Parther-Reiches entstand, liegt heute am westlichen Stadtrand von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/A%C5%9Fgabat\">Aschgabat<\/a>. Die Anlage besteht aus zwei beeindruckenden Festungen, Alt- und Neu-Nisa, erbaut auf den steilen Felsen des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kopet-Dag\">K&#xF6;petdag<\/a>. In Nisa herrschten verschiedene Bev&#xF6;lkerungsgruppen und Religionen vor, viele Geb&#xE4;ude weisen etwa auf zoroastrische Kulthandlungen hin. Das Leben von Nisa war jedoch nicht auf den Einfluss des Zoroastrismus und die Parther-Zeit beschr&#xE4;nkt. <\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 651 wurden die Festungen Teil des arabischen Kalifats und Nisa war von da an eng mit der Gr&#xFC;ndung und Verbreitung des Islam verbunden. Nach einer zweiten Bl&#xFC;tezeit wurde die Stadt, wie auch andere Metropolen Zentralasiens, von den Truppen Dschingis Khans belagert und zerst&#xF6;rt. <\/p>\n\n\n<p style=\"background-color: #d4d4d4;\"><span style=\"color: #000000;\">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin &#xFC;ber Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/novastan-ev\/werde-unser-mitglied-werde-novastan\/\"><strong>Dank eurer Teilnahme<\/strong><\/a>. Wir sind <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/novastan-ev\/unser-projekt\/\">unabh&#xE4;ngig<\/a> und wollen es bleiben, daf&#xFC;r brauchen wir euch! 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Die nat&#xFC;rliche und historische Umgebung der Denkmalzone zu erhalten, ist angesichts der N&#xE4;he zu den Wohngebieten und landwirtschaftlich bebauten Fl&#xE4;chen kein einfaches Unterfangen.\n<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>K&#xF6;ne&#xFC;rgen&#xE7;<\/strong><strong>: Die Stadt des Meisterhandwerks<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p> Ganz im Norden des heutigen Turkmenistans befindet sich die geschichtstr&#xE4;chtigen Ruinen von Gurgandsch, heute im Turkmenischen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/K%C3%B6ne%C3%BCrgen%C3%A7\">K&#xF6;ne&#xFC;rgen&#xE7;<\/a> genannt. Nach einer ereignisvollen Geschichte zwang die Wasserknappheit die Bev&#xF6;lkerung im 17. Jahrhundert, die Stadt zu verlassen und sich etwas weiter &#xF6;stlich niederzulassen. Dadurch entstand das heutige <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Urganch\">Urganch<\/a> in Usbekistan. Wie bei vielen antiken St&#xE4;dten kann die Chronologie von K&#xF6;ne&#xFC;rgen&#xE7; nur anhand arch&#xE4;ologischer Funde rekonstruiert werden. <\/p>\n\n\n\n<p>W&#xE4;hrend &#xFC;ber das antike und fr&#xFC;hmittelalterliche Gurgandsch kaum etwas bekannt ist, konnte die muslimische Periode ab dem 8. Jahrhundert dank schriftlicher Zeugnisse in arabischer und persischer Sprache weitgehend aufgearbeitet werden. Die Stadt gewann an politischem Einfluss und wurde zu Beginn des 11. Jahrhunderts zur Hauptstadt <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Choresmien\">Choresmiens<\/a> erkl&#xE4;rt. Allerdings blieb auch Gurgandsch nicht von der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mongolensturm\">mongolischen Invasion<\/a> verschont und verlor danach an Bedeutung. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kasachstan\/archaeologen-finden-fuenf-neue-unterirdische-moscheen-in-kasachstan\/\">Arch&#xE4;ologen finden f&#xFC;nf neue unterirdische Moscheen in Kasachstan <\/a><\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Die Stadt durchlief mehrere Zyklen des Wohlstands, des Niedergangs und der Zerst&#xF6;rung, gepr&#xE4;gt von verschiedenen wirtschaftlichen und kulturellen Bl&#xFC;tezeiten. Demzufolge finden sich in K&#xF6;ne&#xFC;rgen&#xE7; die &#xDC;berreste des h&#xF6;chsten Minaretts in Zentralasien sowie vier Mausoleen von gro&#xDF;em arch&#xE4;ologischem Wert. Nicht ohne Grund ist die Ruinenstadt seit 2005 Teil des UNESCO-Welterbes: Die &#xDC;berreste von K&#xF6;ne&#xFC;rgen&#xE7; zeugen von einer beeindruckenden Vielfalt an Techniken islamischer Architektur in Zentralasien. <\/p>\n\n\n\n<p>Die f&#xFC;r die damalige Bauwerkskunst typischen mit blau-wei&#xDF;en Fliesen verzierten Geb&#xE4;ude werden erg&#xE4;nzt durch Mauern aus rohen und gebrannten Ziegeln, Kuppelbauten und floralen Ornamenten. Die eigent&#xFC;mliche Bauwerkskunst ist nicht nur typisch f&#xFC;r K&#xF6;ne&#xFC;rgen&#xE7;. Bauherren orientierten sich noch Jahrzehnte sp&#xE4;ter an dieser Architektur, weshalb viele ber&#xFC;hmte Monumente in <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Samarqand\">Samarkand<\/a>, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Shahrisabz\">Shahrisabz<\/a>, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Isfahan\">Isfahan<\/a>, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Herat\">Herat<\/a> oder <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Xiva\">Xiva<\/a> im &#xE4;hnlichen Stil gehalten sind. Gewisse architektonische Elemente finden sich gar in der Wolga-Region, im Kaukasus, in der T&#xFC;rkei oder in Indien. Sehr nah am architektonischen Stil von K&#xF6;ne&#xFC;rgen&#xE7; ist die Stadt Dehistan im S&#xFC;dwesten Turkmenistans mit ihren monumentalen Ruinen. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Dehistan als k&#xFC;nftiges Weltkulturerbe?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>\nDie weite Misrian-Hochebene, heute ein W&#xFC;stengebiet zwischen Kaspischem Meer und den westlichen Ausl&#xE4;ufern des K&#xF6;petdag, war von der Antike bis zum 13. Jahrhundert eine &#xFC;ppige, bev&#xF6;lkerungsreiche Oase mit vielen befestigten St&#xE4;dten und D&#xF6;rfern inmitten von Weizenfeldern. Deren Spuren im Gel&#xE4;nde sind noch heute auf Google Earth erkennbar. Die Bev&#xF6;lkerung dieser Region, von Griechen und Parthern <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hyrkanien\">Hyrkanien<\/a> und von den Persern <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dehistan\">Dehistan<\/a> (&#x201E;Land der D&#xF6;rfer&#x201C;) genannt, legte bereits damals ein ausgedehntes Bew&#xE4;sserungssystem an. Solange dieses funktionierte, florierte die Landwirtschaft.\n\n<\/p>\n\n\n\t\t\t<div class=\"hp-newsletter col-span-3 lg:col-span-1 flex flex-col bg-primary-100 border-t-8 border-secondary-500 rounded-lg justify-center items-center lg:items-stretch px-6 py-6 gap-4 box-border\">\n\t\t\t<div class=\"flex\">\n\t\t\t\t<div class=\"enveloppe\">\n\t\t\t\t\t<i class=\"far fa-envelope text-5xl text-secondary-300\"><\/i>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"formulaire_nl\">\n\t\t\t\t\t<p>\n\t\t\t\t\t\t<span class=\"font-bold text-xl block\">Ganz Zentralasien in deiner Mailbox<\/span>\n\t\t\t\t\t\tAbonniert unseren w&#xF6;chentlichen Newsletter\t\t\t\t\t<\/p>\n\t\t\t\t\t<form class=\"flex w-3\/4 lg:w-full\" action=\"https:\/\/us4.list-manage.com\/subscribe?u=6a15a2256d412b041fdec39e8&amp;id=d479236523\" method=\"post\" id=\"mc-embedded-subscribe-form\" name=\"mc-embedded-subscribe-form\" target=\"_blank\" novalidate=\"\">\n\t\t\t\t\t\t<input class=\"flex-grow py-2 px-3 border border-primary-300 rounded-l\" type=\"email\" placeholder=\"Email\" name=\"EMAIL\" id=\"mce-EMAIL\">\n\t\t\t\t\t\t<button class=\"bg-secondary-500 py-2 px-3 text-white rounded-r-md border border-secondary-500\" type=\"submit\" value=\"\" name=\"subscribe\">Registrieren<\/button>\n\t\t\t\t\t<\/form>\n\n\t\t\t\t\t<a href=\"#\" class=\"underline text-secondary-700\">Entdeckt die neueste Ausgabe<\/a>\n\t\t\t\t<\/div>\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div><!-- newsletter -->\n\t\t\n\n\n\n<p> Das Zentrum Dehistans war die gleichnamige Stadt, auch Mashad-e-Misrian oder einfach Misrian genannt. Dazu geh&#xF6;rte ein ausgedehntes Vorstadtgebiet mit Handwerksvierteln, G&#xE4;rten, Marktpl&#xE4;tze und Moscheen. Wasserversorgungs- und Abwassersysteme, &#xF6;ffentliche B&#xE4;der und Ziegelsteinpflaster weisen auf den hohen Entwicklungsstand der st&#xE4;dtischen Kultur hin. Von dieser Architektur sind jedoch blo&#xDF; einige beeindruckende Ruinen &#xFC;briggeblieben. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Denkm&#xE4;ler von Dehistan stehen noch nicht auf der Liste des Weltkulturerbes; dies ist aber nur eine Frage der Zeit. In Bezug auf ihren architektonischen Wert, ihre historische Einzigartigkeit und ihren guten Zustand erf&#xFC;llen sie alle grundlegenden Kriterien. Schlie&#xDF;lich besitzen sie vielleicht das Wichtigste: die Authentizit&#xE4;t, die die Ruinen nicht in k&#xFC;nstliche, die Antike zu imitieren versuchende Kulissen verwandeln. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Ruslan Muradov f&#xFC;r Central Asian Analytical Network<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Aus dem <a href=\"https:\/\/www.caa-network.org\/archives\/24475\/mezhdu-aralom-i-kaspiem-ob-istorii-i-arheologii-turkmenistana\">Russischen<\/a> (gek&#xFC;rzt) von Mich&#xE8;le H&#xE4;fliger<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><\/p><p><span style=\"font-weight: 400;\">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kan&#xE4;len, schaut mal vorbei bei <\/span><a href=\"https:\/\/twitter.com\/novastan_de\"><span style=\"font-weight: 400;\">Twitter<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Novastan.org\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Facebook<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><a href=\"https:\/\/telegram.me\/novastan\"><span style=\"font-weight: 400;\">Telegram<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/company\/novastan\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Linkedin<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> oder <\/span><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/novastanorg\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Instagram<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">. 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