{"id":30938,"date":"2022-12-04T15:29:29","date_gmt":"2022-12-04T14:29:29","guid":{"rendered":"https:\/\/novastan.org\/de\/?p=30938"},"modified":"2026-03-04T11:45:42","modified_gmt":"2026-03-04T10:45:42","slug":"die-karakalpakische-diaspora-in-kasachstan-ueber-proteste-und-verhaftungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/novastan.org\/de\/kasachstan\/die-karakalpakische-diaspora-in-kasachstan-ueber-proteste-und-verhaftungen\/","title":{"rendered":"Die karakalpakische Diaspora in Kasachstan: \u00dcber Proteste und Verhaftungen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Im Juli begannen in der autonomen Republik Karakalpakstan <\/strong><strong>Proteste gegen Verfassungs&#xE4;nderungen<\/strong><strong>, nachdem den Einwohner:innen der Republik das Recht genommen werden sollte, sich per Referendum von Usbekistan abzuspalten. Im Zusammenhang mit den Protesten geriet auch die karakalpakische Diaspora in Kasachstan unter Druck und es kam zu zahlreichen Festnahmen. Almas Ka&#x131;sar sprach f&#xFC;r <a href=\"https:\/\/vlast.kz\/politika\/52154-ih-cel-zakryt-vse-karakalpakskie-obedinenia.html\">Vlast<\/a> mit Angeh&#xF6;rigen der Inhaftierten und mit Aktivist:innen der karakalpakischen Diaspora. Wir &#xFC;bersetzen den Artikel mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.<\/strong>\n\nAm 13. September wurden die karakalpakischen Aktivisten Koshkarbay Toremuratov und Jangeldy Jaksymbetov in Almaty festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, gegen die verfassungsm&#xE4;&#xDF;ige Ordnung der Republik Usbekistan versto&#xDF;en sowie Material hergestellt und verbreitet zu haben, das die &#xF6;ffentliche Sicherheit und Ordnung bedroht. Jaksymbetov wurde an seinem Arbeitsplatz verhaftet, Toremuratov nachts bei sich zuhause festgehalten.\n\nAm Abend des 16. September wurde eine weitere karakalpakische Aktivistin, Raisa Hudaybergenova, in einem Vorort von Almaty festgenommen. Die Verhaftung fand in einem Krankenhaus statt, in dem sie als Kardiologin arbeitet. Auch ihr wird ein Versto&#xDF; gegen die verfassungsm&#xE4;&#xDF;ige Ordnung der Republik Usbekistan vorgeworfen. Am 4. Oktober wurde dann die karakalpakische Aktivistin Ziuar Mirmanbetova an ihrem Arbeitsplatz in Almaty festgenommen &#x2013; unter demselben Vorwand.\n\n<\/p>\n\n\n<p style=\"background-color: #d4d4d4;\"><span style=\"color: #000000;\">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin &#xFC;ber Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/novastan-ev\/werde-unser-mitglied-werde-novastan\/\"><strong>Dank eurer Teilnahme<\/strong><\/a>. Wir sind <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/novastan-ev\/unser-projekt\/\">unabh&#xE4;ngig<\/a> und wollen es bleiben, daf&#xFC;r brauchen wir euch! 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Oktober setzte Usbekistan den Vorsitzenden der ethnokulturellen Vereinigung der Karakalpak:innen im <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mangghystau_(Gebiet)\">Gebiet Ma&#x144;&#x123;ysta&#xFD;<\/a>, Nietba&#x131; Urazbaev, &#xA0;wegen eines Angriffs auf die verfassungsm&#xE4;&#xDF;ige Ordnung der Republik im Zusammenhang mit den <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/politik-und-wirtschaft\/verfassungsreform-in-usbekistan-karakalpakstan-protestiert-fuer-erhalt-der-autonomie\/\">Protesten in Karakalpakstan im Juli<\/a> auf die internationale Fahndungsliste. Urazbaev ist kasachstanischer Staatsangeh&#xF6;riger.\n<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Von Karakalpakstan nach Kasachstan und zur&#xFC;ck<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>\nGali&#x131;a Mangibaeva wurde in Karakalpakstan geboren, wo sie als Lehrerin arbeitete. Bei einem der regelm&#xE4;&#xDF;ig stattfindenden Treffen der Jugendorganisation Kamalat traf sie deren damaligen Vorsitzenden Koshkarbay Toremuratov. Mangibaeva beschloss kurz darauf, nach Kasachstan zu ziehen, um n&#xE4;her bei ihren Verwandten zu sein. Sp&#xE4;ter zog auch Toremuratov dorthin. Die beiden sind seit 2009 verheiratet und haben zwei Kinder.\n\nMangibaeva erz&#xE4;hlt: <em>&#x201E;Zwar lebe ich in der N&#xE4;he meiner Verwandten, doch die wirtschaftliche Situation erschwert das Leben. Wir sind hierhergezogen und haben eine Familie gegr&#xFC;ndet. Ich habe dann als Lehrerin gearbeitet und die kasachstanische Staatsb&#xFC;rgerschaft erhalten, da ich ethnische Kasachin bin. Als wir die Staatsb&#xFC;rgerschaft f&#xFC;r meinen Mann beantragen wollten, sagte man uns, er m&#xFC;sse 4 Millionen Tenge [circa 8047 Euro] auf seinem Konto haben. Wir haben versucht, diesen Betrag aufzutreiben. Doch wir mussten ein Haus bauen, wir hatten eine Familie zu ern&#xE4;hren. Und mein Mann arbeitete als Bauarbeiter.&#x201C;<\/em><strong>Lest auch auf Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/politik-und-wirtschaft\/proteste-in-karakalpakstan-taschkent-schafft-ordnung-durch-gewalt\/\">Proteste in Karakalpakstan: Taschkent schafft Ordnung durch Gewalt <\/a><\/strong>\n\nToremuratov habe sich schon immer f&#xFC;r die Kultur und Geschichte seines Volkes interessiert. Damit ihre Traditionen und ihre Sprache nicht verloren gingen, tat er sich mit einem anderen Diaspora-Aktivisten, Akylbek Muratov, zusammen und sie begannen, in Almaty nach anderen Karakalpak:innen zu suchen.\n\n<em>&#x201E;Darauf begannen die usbekischen Sicherheitsdienste, ihn zu verfolgen. Er erz&#xE4;hlte mir nat&#xFC;rlich nicht viel davon, er wollte mir keine Angst machen. Im Jahr 2014 rief man mich aus seinem Dorf an, um mich &#xFC;ber den kritischen Gesundheitszustand seiner Mutter zu informieren. Doch seine kasachstanische Aufenthaltsgenehmigung war zu diesem Zeitpunkt bereits abgelaufen, sie war auf drei Monate befristet. Er lie&#xDF; alles stehen und liegen und ging. Wer w&#xFC;rde nicht alles f&#xFC;r seine Mutter geben?&#x201C;<\/em> meint sie.\n\nBeim Haus seiner Mutter wurde Toremuratov festgenommen und wegen illegalen Grenz&#xFC;bertritts angeklagt. Seine Frau ist sich jedoch sicher, dass das Motiv ein ganz anderes war: Die usbekischen Beh&#xF6;rden wollen keine Vereinigung von Karakalpak:innen. Nach seiner Inhaftierung wurde Toremuratov gefoltert und misshandelt. Der vom Staat zur Verf&#xFC;gung gestellte Anwalt unternahm nichts. Und seine Ehefrau konnte als Staatsb&#xFC;rgerin Kasachstans ebenfalls keinen Einfluss nehmen.\n<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Verst&#xE4;rkter Druck durch die Proteste<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>\nNach den Protesten in Karakalpakstan im Juli wurde verst&#xE4;rkt Druck auf Toremuratov ausge&#xFC;bt und kasachstanische Polizeibeamte nahmen ihn zum Verh&#xF6;r mit. Mangibaeva sieht folgenden Zusammenhang: <em>&#x201E;Er hat seinen eigenen Youtube-Kanal, auf dem er &#xFC;ber Geschichte, Kultur und Traditionen spricht. Er ist selbst Historiker. Manchmal &#xE4;u&#xDF;erte er sich zu bestimmten Entscheidungen. Als Usbekistan beispielsweise einen biometrischen Reisepass ausstellte, in dem die Nationalit&#xE4;t nicht angegeben war, &#xE4;u&#xDF;erte er in seinem Blog seinen Unmut. Aber er hatte nichts mit den Kundgebungen zu tun. Nach dem Verh&#xF6;r wurde er bedroht. Sie sagten, er w&#xFC;rde verhaftet werden, wenn er weitere Videos machen w&#xFC;rde. Er hat ihnen gesagt, dass er alles im Rahmen des Gesetzes tut.&#x201C;<\/em>\n\nIm September kamen erneut Polizeibeamte zu ihm nach Hause. Ohne irgendwelche Dokumente vorzulegen, nahmen sie Toremuratov mit und versicherten, ihn nach einem kurzen Gespr&#xE4;ch wieder gehen zu lassen. Seitdem steht er unter Arrest.\n\n<strong>Lest auch auf Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/politik-und-wirtschaft\/verfassungsreform-in-usbekistan-karakalpakstan-protestiert-fuer-erhalt-der-autonomie\/\">Verfassungsreform in Usbekistan: Karakalpakstan protestiert f&#xFC;r Erhalt der Autonomie <\/a><\/strong>\n\nSeiner Frau zufolge wird Toremuratov wegen Herstellung, Verbreitung und Zurschaustellung von Materialien angeklagt, die die &#xF6;ffentliche Sicherheit und Ordnung gef&#xE4;hrden. Die Staatsanwaltschaft bezieht sich auf ein Video aus dem Jahr 2020, das etwa 20 Personen mit dem Plakat &#x201E;Alga, Karakalpakstan!&#x201C; (&#x201E;Komm schon, Karakalpakstan!&#x201C;) zeigt. Einer der Teilnehmenden schickte das Video an Toremuratov und dieser ver&#xF6;ffentlichte es auf seinem Kanal.\n\n<em>&#x201E;Weder sagt er was, noch ist er im Video zu sehen. Es war Pandemie, er war in Almaty, die Grenzen waren geschlossen. Wir haben alle Beweise. Jetzt d&#xFC;rfen wir ihn nicht mehr besuchen, wir k&#xF6;nnen nur noch &#xFC;ber einen Anwalt kommunizieren&#x201C;<\/em>, entr&#xFC;stet sich Mangibaeva.\n\nToremuratov beantragt nun politisches Asyl in Kasachstan, weil seine Frau und seine Kinder dort sind. Mangibaeva vermutet jedoch, dass ihr Ehemann festgehalten wird, damit er nicht &#xF6;ffentlich &#xFC;ber die Situation in Karakalpakstan sprechen kann. Au&#xDF;erdem erschwerte seine Verhaftung die finanzielle Situation der Familie. Sie hatten einen Autokredit aufgenommen, damit Toremuratov in seiner Freizeit als Taxifahrer Geld verdienen konnte. Aber jetzt wei&#xDF; Mangibaeva nicht, ob sie <em>&#x201E;den Kredit bezahlen oder die Kinder ern&#xE4;hren&#x201C;<\/em> soll.\n<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Verhaftung und Folter<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>\nGulnar Mirmanbetova wurde wie ihre Schwester Ziuar in Karakalpakstan geboren. Sie verbrachte dort ihre Kindheit und Schulzeit, zog dann nach Kasachstan, erhielt die kasachstanische Staatsb&#xFC;rgerschaft und gr&#xFC;ndete eine Familie. Ziuar zog wenig sp&#xE4;ter ebenfalls nach Kasachstan und heiratete. Sie wurde in Almaty festgenommen und am 4. Oktober zu 40 Tagen Haft verurteilt.\n\nIm Januar war Ziuar nach Karakalpakstan gereist. Auf dem Heimweg zu ihrer Mutter wurde sie von der &#xF6;rtlichen Polizei festgehalten und anschlie&#xDF;end geschlagen und gefoltert: <em>&#x201E;Sie folterten sie mit Strom und zogen sie an den Haaren. Sie sah sich gezwungen, eine Videobotschaft gegen andere Aktivist:innen zu verfassen, in der sie behauptete, diese h&#xE4;tten Unrecht, wenn sie die Unabh&#xE4;ngigkeit Karakalpakstans forderten. Sie verbrachte mehr als drei Tage ohne Nahrung und Wasser. Die Spuren der Folter tr&#xE4;gt sie noch immer.&#x201C;<\/em><strong>Lest auch auf Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/politik-und-wirtschaft\/klarer-himmel-rote-pfuetzen\/\">Klarer Himmel, rote Pf&#xFC;tzen: Politische Entwicklungen in Usbekistan nach den Protesten in Karakalpakstan <\/a><\/strong>\n\nW&#xE4;hrend der Proteste in Karakalpakstan war Ziuar in Kasachstan: <em>&#x201E;Damals schaute die ganze Welt zu. Mehrere karakalpakische Aktivist:innen riefen dazu auf. Auch Ziuar &#xE4;u&#xDF;erte ihre Meinung&#x201C;<\/em>, f&#xFC;gt Mirmanbetova hinzu. Jetzt steht Ziuar unter Arrest und wird beschuldigt, die verfassungsm&#xE4;&#xDF;ige Ordnung Usbekistans verletzt zu haben.\n<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der karakalpakische Verein &#x201E;Allayar Joly&#x201C; in Ma&#x144;&#x123;ysta&#xFD;<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>\nNietba&#x131; Urazbaev wurde ebenfalls in Karakalpakstan geboren, machte dort sein Abitur und ging dann zum Studium nach Belarus. Nach seinem Dienst in der sowjetischen Armee studierte er an der Universit&#xE4;t f&#xFC;r Architektur und Bauwesen im russischen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pensa\">Pensa<\/a>. Seit Mitte der 1990er-Jahre lebte er in seiner Heimat und arbeitete f&#xFC;r das Architektur- und Baukomitee Karakalpakstans, als Praktikant beim Ministerrat und als Leiter der Kommunalabteilung in Karakalpakstans Hauptstadt <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nukus\">Nukus<\/a>.\n\nUrazbaev erz&#xE4;hlt: <em>&#x201E;Nach einiger Zeit an der Pr&#xE4;sidentenakademie in Taschkent musste ich mein Diplom ratifizieren. In diesem Zusammenhang bin ich nach Kasachstan gezogen. Im Jahr 2006 kam ich nach <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Aqtau\">Aqta&#xFD;<\/a>, und 2009 zog ich mit meiner Familie nach Ma&#x144;&#x123;ysta&#xFD;. Hier war ich Mitglied des ethnisch-kulturellen Vereins &#x201E;Allayar Joly&#x201C;. In den letzten f&#xFC;nf Jahren war ich der Vorsitzende.&#x201C;<\/em>\n\nDas Hauptanliegen des Vereins ist es, die karakalpakische Sprache zu bewahren und den Menschen im Gebiet Ma&#x144;&#x123;ysta&#xFD; die karakalpakische Kultur und Geschichte durch verschiedene kulturelle Veranstaltungen n&#xE4;her zu bringen.\n<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Druck aus der usbekischen Politik<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>\nGem&#xE4;&#xDF; Urazbaev begann der Druck auf den Verein im Jahr 2013. Zu dieser Zeit bereiteten sich einige seiner Verwandten in Karakalpakstan darauf vor, hohe Verwaltungsposten im Land zu &#xFC;bernehmen. Vertreter des &#x201E;Joqar&#x1F5;i Ke&#x144;es&#x201C;, des karakalpakischen Parlaments, forderten ihn auf, das ethnokulturelle Zentrum zu schlie&#xDF;en, ebenso die Accounts in sozialen Medien. Man drohte ihm, dass seine Verwandten die Posten ansonsten nicht bekommen w&#xFC;rden.\n\n<strong>Lest auch auf Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/politik-und-wirtschaft\/proteste-in-karakalpakstan-ein-zeuge-berichtet\/\">Proteste in Karakalpakstan: Ein Zeuge berichtet <\/a><\/strong>\n\nTrotz der Drohungen konnte Urazbaev das Zentrum nicht schlie&#xDF;en, nur schon aufgrund der Tatsache, dass er damals noch nicht Vorsitzender war. Au&#xDF;erdem handelte es sich um eine offiziell eingetragene Vereinigung unter der Schirmherrschaft der <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Assembly_of_People_of_Kazakhstan\">Versammlung der V&#xF6;lker Kasachstans<\/a>, was nicht in Zusammenhang mit usbekischer Politik stehen sollte.\n\nIm Jahr 2013 wurde Urazbaev mitgeteilt, dass er nicht nach Karakalpakstan einreisen d&#xFC;rfe. Dies &#xE4;nderte sich mit dem Tod <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Islom_Karimov\">Islom Karimovs<\/a>. Seither hat er das Land mehrmals besucht. Trotzdem kommuniziert er mit seiner Mutter nur per Telefon: <em>&#x201E;Ich kontaktiere meine Freunde, Bekannten und sogar meine eigenen Br&#xFC;der nicht, weil es f&#xFC;r sie gef&#xE4;hrlich ist&#x201C;<\/em>, betont er.\n<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Schlie&#xDF;ung s&#xE4;mtlicher karakalpakischer Vereine als Ziel?<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>\nAls Urazbaev in der Presse von den geplanten Verfassungs&#xE4;nderungen las, nahm er in seinem Haus eine Videobotschaft auf, in der er sich dagegen aussprach. <em>&#x201E;Ich habe nichts weiter unternommen. Trotzdem riefen mich Polizei und andere Beh&#xF6;rden an. Sie baten mich, auf die karakalpakische Gemeinschaft einzuwirken und meine Nachricht von Instagram zu l&#xF6;schen. Ich habe sie gel&#xF6;scht&#x201C;<\/em>, erz&#xE4;hlt er.\n\nTrotzdem wurde Urazbaev zur Vernehmung bei der Polizei vorgeladen. Anwesend waren Mitglieder der Abteilung f&#xFC;r Extremismus- und Terrorismusbek&#xE4;mpfung, im benachbarten B&#xFC;ro sa&#xDF;en usbekische Strafverfolgungsbeamte: <em>&#x201E;Sie sagten, da ich kasachstanischer Staatsb&#xFC;rger sei, w&#xFC;rde mir nichts geschehen. Sie h&#xE4;tten eine Anfrage aus Usbekistan mit 38 Namen erhalten. Usbekische Geheimdienstbeamte verh&#xF6;rten usbekische Staatsb&#xFC;rger in Kasachstan und sie boten mir ebenfalls an, mit ihnen zu sprechen, doch ich lehnte ab. Es schien vorbei zu sein.&#x201C;<\/em>\n\nEinige Tage sp&#xE4;ter erhielt Urazbaev jedoch einen Anruf von der &#xF6;rtlichen Polizei, dass auf Anordnung des Gerichts in Karakalpakstan nach ihm gefahndet werde. Als Leiter von &#x201E;Allayar Joly&#x201C; f&#xFC;hre er eine Kampagne gegen die usbekischen Beh&#xF6;rden, zudem stehe er in Kontakt mit karakalpakischen Aktivist:innen wie Dauletmurat Tajimuratov, einem karakalpakischen Sportler namens Azamat Turdanov und einer anderen Person, die er nicht einmal kenne &#x2013; die beiden anderen zumindest aus dem Internet.\n\nUrazbaev glaubt, dass der Zweck dieser Schikanen darin besteht, alle Organisationen, die Karakalpak:innen vereinen, auszuschalten: <em>&#x201E;Sie haben bereits Aktivist:innen, Staatsb&#xFC;rger:innen Usbekistans, in Almaty verhaftet. Jetzt sehen sie mich als eine Art potenzielle Bedrohung. Ihr Ziel ist es im Allgemeinen, die karakalpakischen Verb&#xE4;nde in Astana, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Atyrau\">Atyra&#xFD;<\/a>, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schymkent\">Shymkent<\/a> und Almaty unter Druck zu setzen und zu schlie&#xDF;en.&#x201C;<\/em><\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>&#x201E;Da ist eine gro&#xDF;e Kluft zwischen uns allen&#x201C;&#x2026;<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>\nAkylbek Muratov ist Aktivist in der karakalpakischen Diaspora in Almaty. Seit Beginn der Verhaftungen von karakalpakischen Aktivist:innen in Kasachstan hat er sich an die Medien und Menschenrechtsorganisationen gewandt, um sicherzustellen, dass die ganze Sache von der &#xD6;ffentlichkeit nicht unbemerkt bleibt.\n\nEr selbst war noch nie in Karakalpakstan. Er stammt urspr&#xFC;nglich aus der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Provinz_Navoiy\">Provinz Navoyi<\/a> [in Usbekistan], wo seiner Aussage nach viele ethnisch kasachische und karakalpakische Familien leben. Zuhause habe er kaum Karakalpakisch gelernt, weil die Familiensprache Kasachisch war und es kaum karakalpakische Schulen in der Region gab.\n\nObwohl Muratov in vielen verschiedenen St&#xE4;dten gesehen hat, wie Menschen verschiedener Ethnien zusammenkommen und sich gegenseitig unterst&#xFC;tzen, fand er keinen Kontakt zu anderen Karakalpak:innen. Als er 2010 nach Almaty kam, suchte er aktiv nach der karakalpakischen Diaspora und lernte so Koshkarbay Toremuratov kennen.\n\n<strong>Lest auch auf Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/politik-und-wirtschaft\/unser-karakalpakstan\/\">Unser Karakalpakstan <\/a><\/strong>\n\nDie beiden versuchten zun&#xE4;chst erfolglos, karakalpakische Treffen in Almaty zu organisieren. Also sammelten sie zun&#xE4;chst Wissen zu karakalpakischer Geschichte, Sprache und Kultur, welches sie auf einer Webseite f&#xFC;r eine breite &#xD6;ffentlichkeit zug&#xE4;nglich machten. Dennoch wollten sie die Menschen physisch zusammenbringen. Also schlug Toremuratov vor, ein <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nouruz\">Nauryz-Fest<\/a> zu veranstalten: <em>&#x201E;Er sagte, das sei der richtige Weg, um die Karakalpak:innen zu vereinen&#x201C;<\/em>, lacht Muratov, <em>&#x201E;Wir haben einige Tische in einem Restaurant gemietet. Wir hatten uns auf 50 Personen geeinigt, doch am Ende kamen 150-170 Personen. Wir haben das ganze Restaurant gef&#xFC;llt. Das war eine gro&#xDF;e Sensation. Und dann kam Bewegung in die Sache.&#x201C;<\/em>\n\nJedoch begann sich der usbekische Geheimdienst besonders unter Karimov f&#xFC;r ihre Aktionen zu interessieren, obwohl sie sich mit kulturellen Aktivit&#xE4;ten besch&#xE4;ftigten. Muratov wei&#xDF; ebenfalls von Toremuratovs Festnahme, scheinbar wegen illegalen Grenz&#xFC;bertritts, zu berichten. Auch er selbst stand unter Beobachtung; seine in Usbekistan lebenden Eltern wurden verh&#xF6;rt und verlangten von ihnen, dass ihr Sohn nach Usbekistan komme, um zu &#x201E;reden.&#x201C; Die Beh&#xF6;rden weigerten sich jedoch, eine offizielle Vorladung auszustellen. Muratov ist sich sicher, dass hinter all diesen Verh&#xF6;ren und Schikanen ein politisches Motiv steckt.\n<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>W&#xE4;hrend der Proteste im Juli<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>\nNach Bekanntwerden der vorgeschlagenen Verfassungs&#xE4;nderungen, kam Bewegung in die karakalpakischen sozialen Medien in Almaty: Junge Leute schlugen Streikposten und Kundgebungen vor der usbekischen Botschaft und dem Konsulat vor. Muratov setzte sich f&#xFC;r eine mildere Form des Protests ein und wollte stattdessen Unterschriften sammeln und diese anschlie&#xDF;end nach Taschkent und Nukus schicken. Bereits kurz nach dem anf&#xE4;nglichen Erfolg der Unterschriftensammlung begannen die kasachstanischen Strafverfolgungsbeh&#xF6;rden, sich daf&#xFC;r zu interessieren. Sie teilten ihm mit, dass <em>&#x201E;diese Situation die zwischenstaatlichen Beziehungen beeintr&#xE4;chtigen kann&#x201C;<\/em> und luden ihn in den Akimat (regionales Exekutivorgan in Kasachstan) ein.\n\nMuratov, Toremuratov und weitere Aktivist:innen kamen zu diesem Treffen. Dort verlangen die Beh&#xF6;rden, dass B&#xFC;rger:innen Kasachstans nicht in ihre Aktionen einbezogen w&#xFC;rden. Sie verboten ihnen, Unterschriftensammlungen im gro&#xDF;en Stil durchzuf&#xFC;hren oder Videoaufrufe zu verbreiten.\n\nMit dieser Forderung war man nat&#xFC;rlich nicht einverstanden und Muratov bat darum, im Konsulat drei Stunden t&#xE4;glich ein Fenster zu &#xF6;ffnen, um Briefe mit abweichenden Meinungen zu den Verfassungs&#xE4;nderungen entgegenzunehmen. Zwar ging das Konsulat auf diese Forderung ein, untersagte jedoch das Informieren via Massenmail &#xFC;ber eine solche Gelegenheit. Dann begannen die Proteste in Karakalpakstan.\n\n<strong>Lest auch auf Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/usbekistan\/unabhaengigkeit-wie-lebt-das-autonome-karakalpakistan\/\">(Un)abh&#xE4;ngigkeit: Wie lebt das autonome Karakalpakistan? <\/a><\/strong>\n\nIn der karakalpakischen Diaspora in Almaty war alles andere als klar, was vor sich ging. Man versuchte zu helfen, doch wusste nicht wie. Schlie&#xDF;lich erhielt Muratov einen Anruf vom usbekischen Konsulat, dass vier Vertreter des karakalpakischen Parlaments aus Nukus eingetroffen seien und die Situation mit der &#xF6;rtlichen Diaspora besprechen wollten. Diese war an den Gespr&#xE4;chen allerdings nicht sehr interessiert und wollte lieber Spenden f&#xFC;r humanit&#xE4;re Hilfe sammeln. Die Parlamentsvertreter wiesen diese Idee jedoch zur&#xFC;ck und erkl&#xE4;rten, dass in Nukus &#x201E;alles in Ordnung&#x201C; sei.\n\nAm folgenden Tag wurde Muratov zur &#xF6;rtlichen Polizeidienststelle vorgeladen. Vertreter des nationalen Sicherheitskomitees aus Usbekistan waren anwesend. Er wurde mehrere Stunden verh&#xF6;rt und sein Handy wurde durchsucht. Doch anstatt ihm zu drohen, wollte man Muratov dazu bringen, andere aus der Diaspora zu beeinflussen und sich ruhig gegen&#xFC;ber den Protesten zu verhalten.\n\nEs folgten Druck auf und Verhaftungen von Aktivist:innen der karakalpakischen Diaspora in Kasachstan, wobei die Anschuldigungen absurd seien, meint Muratov. Ein Beispiel sei Raisa Hudaybergenova, nach welcher gefahndet wurde, weil sie am 2. Juli bei den Demonstrationen in Karakalpakstan in alkoholisiertem Zustand ein Video auf YouTube gestellt haben soll, in dem sie die verfassungsm&#xE4;&#xDF;ige Ordnung Usbekistans angreife. Dabei konnten mehrere Leute bezeugen, dass sie am besagten Tag ihrer T&#xE4;tigkeit als &#xC4;rztin in einer Privatklinik in Almaty nachging.\n<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>&#x201E;Ein Prozess der Herausbildung einer nationalen Identit&#xE4;t ist nicht absehbar&#x201C;<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>\nJalgasbek Urazymbetov wurde in Turkmenistan geboren und lebte ab seinem sechsten Lebensjahr in einer Stadt nahe Nukus. Nach seinem Schulabschluss studierte Urazymbetov Astronomie in Taschkent. Da sein Beruf beim Zusammenbruch der Sowjetunion nicht besonders gefragt war, wurde er Unternehmer.\n\nIn seiner Kindheit f&#xFC;hrte der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Amudarja\">Amudarya<\/a> um einiges mehr Wasser als heutzutage; durch die intensive Landwirtschaft nimmt der Wasserpegel des Flusses st&#xE4;ndig ab. Wegen des Wassermangels kommt es wiederum zu Konflikten zwischen Bauern. Dieses Problems wollte sich Urazymbetov annehmen.\n\nIm Jahr 2010 zog er nach Kasachstan und investierte in ortsans&#xE4;ssige Unternehmen. Eines seiner Projekte widmete sich Wasseraufbereitungsanlagen mit dem Ziel, Menschen in seiner Heimat Karakalpakstan zu helfen. Er besucht auch regelm&#xE4;&#xDF;ig sein B&#xFC;ro in Nukus: <em>&#x201E;Mein Vater, mein Bruder und meine Schwester sind dort. Trotz aller Schwierigkeiten halten die Menschen durch, weil sie diesen inneren Stolz haben. Es ist der Stolz ihrer Republik, ihre Flagge und ihr Wappen. Wenn jemand sie kriegen wollte, war es nur nat&#xFC;rlich, dass sich die Leute wehrten.&#x201C;<\/em> Als ethnischer Karakalpake wolle er mit seinen Landsleuten kommunizieren, erz&#xE4;hlt Urazymbetov.\n\n<\/p>\n\n\n\t\t\t<div class=\"hp-newsletter col-span-3 lg:col-span-1 flex flex-col bg-primary-100 border-t-8 border-secondary-500 rounded-lg justify-center items-center lg:items-stretch px-6 py-6 gap-4 box-border\">\n\t\t\t<div class=\"flex\">\n\t\t\t\t<div class=\"enveloppe\">\n\t\t\t\t\t<i class=\"far fa-envelope text-5xl text-secondary-300\"><\/i>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"formulaire_nl\">\n\t\t\t\t\t<p>\n\t\t\t\t\t\t<span class=\"font-bold text-xl block\">Ganz Zentralasien in deiner Mailbox<\/span>\n\t\t\t\t\t\tAbonniert unseren w&#xF6;chentlichen Newsletter\t\t\t\t\t<\/p>\n\t\t\t\t\t<form class=\"flex w-3\/4 lg:w-full\" action=\"https:\/\/us4.list-manage.com\/subscribe?u=6a15a2256d412b041fdec39e8&amp;id=d479236523\" method=\"post\" id=\"mc-embedded-subscribe-form\" name=\"mc-embedded-subscribe-form\" target=\"_blank\" novalidate=\"\">\n\t\t\t\t\t\t<input class=\"flex-grow py-2 px-3 border border-primary-300 rounded-l\" type=\"email\" placeholder=\"Email\" name=\"EMAIL\" id=\"mce-EMAIL\">\n\t\t\t\t\t\t<button class=\"bg-secondary-500 py-2 px-3 text-white rounded-r-md border border-secondary-500\" type=\"submit\" value=\"\" name=\"subscribe\">Registrieren<\/button>\n\t\t\t\t\t<\/form>\n\n\t\t\t\t\t<a href=\"#\" class=\"underline text-secondary-700\">Entdeckt die neueste Ausgabe<\/a>\n\t\t\t\t<\/div>\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div><!-- newsletter -->\n\t\t\n\n\n\n<p>\n\nSo schloss er sich in Almaty einer Gruppe von Menschen aus Karakalpakstan an, mit denen er bis heute in Kontakt ist: <em>&#x201E;Unsere Aufgabe ist es, Kultur und Sprache zu bewahren. Wenn Leute aus Karakalpakstan nach Kasachstan kommen, wechseln sie rasch zur kasachischen Sprache, weil sie dem Karakalpakischen sehr &#xE4;hnlich ist. Ich sage ihnen dann, sie sollen Karakalpakisch zusammen sprechen, daf&#xFC;r w&#xFC;rde man sie nicht umbringen. Wir, die Diaspora in Almaty, sind nicht gegen die kasachische Sprache. Wir wollen einfach nur in unserer Sprache miteinander kommunizieren. Das hat dazu gef&#xFC;hrt, dass die Karakalpak:innen, die hier sind, nicht z&#xF6;gern, auf Karakalpakisch zu kommunizieren. Keiner verbietet es.&#x201C;<\/em>\n\nSchweren Herzens erinnert sich Urazymbetov an die Juli-Ereignisse in Karakalpakstan: <em>&#x201E;Es waren schwierige Tage. Doch das ist Politik; ich versuche, mich da nicht einzumischen. Im August war ich dort, keine interethnischen Spannungen. Karakalpakstan ist ein multiethnisches Land und dort leben gew&#xF6;hnliche Menschen wie bisher. Aber jeder hat verstanden, dass die Souver&#xE4;nit&#xE4;t der Republik nicht aufgehoben werden darf; das w&#xFC;rde die Einheimischen sehr treffen&#x201C;<\/em>, sagte er. Doch die Verhaftungen von Aktivist:innen in Almaty beunruhigen auch Urazymbetov.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Almas Ka&#x131;sar f&#xFC;r <\/strong><strong><a href=\"https:\/\/vlast.kz\/politika\/52154-ih-cel-zakryt-vse-karakalpakskie-obedinenia.html\">Vlast<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Aus dem <a href=\"https:\/\/vlast.kz\/politika\/52154-ih-cel-zakryt-vse-karakalpakskie-obedinenia.html\">Russischen<\/a> (gek&#xFC;rzt) von Mich&#xE8;le H&#xE4;fliger<\/strong> <\/p><p><span style=\"font-weight: 400;\">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kan&#xE4;len, schaut mal vorbei bei <\/span><a href=\"https:\/\/twitter.com\/novastan_de\"><span style=\"font-weight: 400;\">Twitter<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Novastan.org\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Facebook<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><a href=\"https:\/\/telegram.me\/novastan\"><span style=\"font-weight: 400;\">Telegram<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/company\/novastan\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Linkedin<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> oder <\/span><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/novastanorg\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Instagram<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">. 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Almas Ka&#x131;sar sprach f&#xFC;r Vlast mit Angeh&#xF6;rigen der [&#x2026;]<\/p>\n","protected":false},"author":1940,"featured_media":30939,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4,4353,5],"tags":[2462,4763,1331,3434,693,3125,4764,1289],"coauthors":[4963],"class_list":["post-30938","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kasachstan","category-politik-und-wirtschaft","category-usbekistan","tag-diaspora","tag-karakalpaken","tag-karakalpakistan","tag-karakalpakstan","tag-kasachstan","tag-proteste","tag-repression","tag-usbekistan"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30938","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1940"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=30938"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30938\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":44185,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30938\/revisions\/44185"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/30939"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=30938"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=30938"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=30938"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/coauthors?post=30938"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}