{"id":29648,"date":"2022-05-15T09:32:35","date_gmt":"2022-05-15T07:32:35","guid":{"rendered":"https:\/\/novastan.org\/de\/?p=29648"},"modified":"2023-07-30T12:19:33","modified_gmt":"2023-07-30T10:19:33","slug":"kirgistan-kumtoer-goldmine-verstaatlicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/novastan.org\/de\/politik-und-wirtschaft\/kirgistan-kumtoer-goldmine-verstaatlicht\/","title":{"rendered":"Kirgistan: Kumt\u00f6r-Goldmine verstaatlicht"},"content":{"rendered":"<p><strong>Nach einem Jahr juristischem Konflikt geht die Kumt&#xF6;r-Goldmine vollst&#xE4;ndig in den Besitz des kirgisischen Staats. Die unabh&#xE4;ngige kirgisische <a href=\"https:\/\/kloop.kg\/blog\/2022\/05\/04\/kyrgyzstan-teper-polnostyu-otvetstvenen-za-kumtor-kakie-vygody-i-riski-mozhet-poluchit-strana-posle-soglasheniya-s-centerra\/\">Medienplattform Kloop.kg<\/a> beschreibt m&#xF6;gliche Nachteile und Vorteile, die Kirgistan nach der Unterzeichnung des entsprechenden Abkommens mit dem bisherigen Eigent&#xFC;mer Centerra Gold entstehen k&#xF6;nnten.<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Am Abend des 4. April 2022 verk&#xFC;ndete Kirgistans Pr&#xE4;sident <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kirgistan\/sadyr-dschaparow-der-volksfluesterer\/\">Sadyr Dschaparow<\/a> die Unterzeichnung eines vorl&#xE4;ufigen Abkommens zwischen dem Ministerkabinett und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Centerra_Gold\">Centerra Gold Inc.<\/a> zur Beilegung des Streits um die Verwaltung von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kumtor-Mine\">Kumt&#xF6;r<\/a>, der gr&#xF6;&#xDF;ten Goldmine Kirgistans. &#x201E;<em>Die Kumt&#xF6;r-Lagerst&#xE4;tte wurde vollst&#xE4;ndig und unwiderruflich an Kirgistan zur&#xFC;ckgegeben<\/em>&#x201C;, <a href=\"http:\/\/www.president.kg\/ru\/sobytiya\/novosti\/22187_prezident_sadir_ghaparov_mestoroghdenie_kumtor_polnostyu_i_bespovorotno_vozvrasheno_kirgizstanu\">erkl&#xE4;rte<\/a> er. Die Bedingungen der Vereinbarung bieten jedoch viel Spielraum f&#xFC;r Interpretation. Die Beh&#xF6;rden in Kirgistan argumentieren, das Abkommen sei &#x201E;<em>angesichts der aktuellen globalen Krise und der Lage Kirgistans optimal und vorteilhaft f&#xFC;r die nationalen Interessen des Landes<\/em>&#x201C;. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-primary-800-color has-accent-500-background-color has-text-color has-background\">A<strong>ls vereinsgetragene, <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/novastan-ev\/unser-projekt\/\">unabh&#xE4;ngige<\/a> Plattform lebt Novastan vom Enthusiasmus seiner ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen &#x2013; und von eurer Unterst&#xFC;tzung! Durch jede noch so kleine <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/novastan-ev\/spenden\/\">Spende<\/a> helft ihr uns, weiter ein realit&#xE4;tsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Ministerkabinett und Centerra Gold gehen davon aus, dass das Gesch&#xE4;ft sp&#xE4;testens 90 Tage nach Unterzeichnung der Vereinbarung abgeschlossen sein wird. Es muss noch von den Aktion&#xE4;ren des kanadischen Unternehmens genehmigt werden, aber f&#xFC;r die kirgisischen Beh&#xF6;rden bestehen <a href=\"https:\/\/youtu.be\/dIrzAI8lUD8?t=957\">keine Zweifel<\/a> daran, dass das Gesch&#xE4;ft zustande kommt. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch bei Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kirgistan\/kirgistan-zukunft-der-kumtor-mine-weiterhin-ungewiss\/\">Kirgistan: Zukunft der Kumtor-Mine weiterhin ungewiss<\/a><\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Fall w&#xE4;re Kirgistan erstmals seit seiner Unabh&#xE4;ngigkeit selbst f&#xFC;r den Minenbetrieb von Kumt&#xF6;r zust&#xE4;ndig und w&#xFC;rde einer 30-j&#xE4;hrigen Partnerschaft mit kanadischen Unternehmen rund um diese Lagerst&#xE4;tte ein Ende setzen. Das bedeutet, so die Regierung, eine bessere Kontrolle &#xFC;ber das Goldeinkommen. Es birgt aber auch zahlreiche Risiken. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Umweltrisiken<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>In Centerras <a href=\"https:\/\/s3.amazonaws.com\/centerragold\/news\/April2022\/4JKsVMFjFhdweBO118L4.pdf\">Erkl&#xE4;rung<\/a> vom 4. April hei&#xDF;t es, Kirgistan &#xFC;bernehme die &#x201E;volle Verantwortung&#x201C; f&#xFC;r Kumt&#xF6;r und seine Rekultivierung. Die amtierenden Beh&#xF6;rden, vom Pr&#xE4;sidenten bis zum ehemaligen Gesch&#xE4;ftsf&#xFC;hrer von Kumt&#xF6;r Tengiz Bolturuk, haben Centerra in der Vergangenheit <a href=\"https:\/\/youtu.be\/o0q2rarUTik?t=232\">beschuldigt<\/a>, gegen Umweltvorschriften zu versto&#xDF;en und die nahegelegenen Gletscher zu zerst&#xF6;ren. Auch fr&#xFC;here Regierungen von Kirgistan hatten solche Verst&#xF6;&#xDF;e beklagt. Ein weiteres Problem bieten die Absetzbecken von Kumt&#xF6;r. Dort lagern rund zwei Millionen Tonnen giftiger Bergbauabf&#xE4;lle. <\/p>\n\n\n\n<p>&#x201E;<em>Laut den Inspektionen durch Experten, Bergleute und die &#xD6;kotechnische Aufsichtsbeh&#xF6;rde ist die Lage<\/em> [dieser D&#xE4;mme] <em>gef&#xE4;hrlich. Es gibt eine horizontale Scherung. An der s&#xFC;d&#xF6;stlichen Seite der Grube befindet sich eine Bruchlinie. Dar&#xFC;ber hinaus gibt es so viele Probleme, die zu einer gro&#xDF;en Umweltkatastrophe f&#xFC;hren k&#xF6;nnten. Trotz dieser Probleme sagen<\/em> [die Beh&#xF6;rden]<em>: &#x201A;Lasst uns Gold produzieren, dann bekommen wir 500 Millionen Dollar&#x2018;. Nat&#xFC;rlich m&#xF6;chte ich das glauben. Aber ich mache mir um die Umweltproblematik Sorgen. Die Gletscher werden weiterhin zerst&#xF6;rt<\/em>&#x201E;, <a href=\"https:\/\/rus.azattyk.org\/a\/31786348.html\">erkl&#xE4;rte<\/a> die ehemalige Abgeordnete Erkingul Imankodschojewa, die sich seit langem mit dem Kumt&#xF6;r-Problem befasst. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Beh&#xF6;rden hingegen <a href=\"https:\/\/youtu.be\/dIrzAI8lUD8?t=771\">behaupten<\/a>, dass sie &#x201E;<em>damit zurechtkommen<\/em>&#x201C; und das Bergwerk im Interesse des Staates selbst ausbauen k&#xF6;nnen. &#x201E;<em>Wir sind<\/em> [jetzt] <em>f&#xFC;r all das verantwortlich<\/em> [&#x2026;] <em>Um das Abschmelzen der Gletscher zu stoppen, <\/em>[soll erneut auf Untertagebau umgestellt werden]. <em>Sogar die Abf&#xE4;lle im Absetzbecken<\/em> [k&#xF6;nnen recycelt werden]. <em>Nachdem<\/em> [Kumt&#xF6;r] <em>in unseren Besitz &#xFC;bergegangen ist, werden die kirgisischen Beh&#xF6;rden und die Bev&#xF6;lkerung<\/em> [das Bergwerk<em>] im nationalen Interesse entwickeln<\/em>&#x201C;, sagte der stellvertretende Premierminister <a href=\"https:\/\/twitter.com\/baisalov\">Edil Baisalov<\/a> in der Sendung &#x201E;Expert Taldayt&#x201C; (kirg.: &#x201E;der Experte analysiert&#x201C;) von Radio Azattyk, dem lokalen Dienst der amerikanischen Medienholding Radio Free Europe. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch bei Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/umwelt-und-technologie\/klagen-ueber-umweltschaeden-durch-goldgewinnung-in-tadschikistan\/\">Klagen &#xFC;ber Umweltsch&#xE4;den durch Goldgewinnung in Tadschikistan<\/a><\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Jedes Bergbauunternehmen sollte einen Rekultivierungsfonds einrichten. Auch in Kumt&#xF6;r gibt es einen solchen Fonds. Diese Gelder wurden auf einem Treuhandkonto bei einer Londoner Bank verwahrt. Der Pr&#xE4;sident erkl&#xE4;rte jedoch am 4. April, dass diese Summe &#x2013; 53 Millionen US-Dollar (knapp 51 Millionen Euro) &#x2013; unter die Kontrolle des Staates gebracht werde. Nach <a href=\"https:\/\/rus.azattyk.org\/a\/31786260.html\">Angaben<\/a> des Vorsitzenden des Ministerkabinetts, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Akylbek_Dschaparow\">Akylbek Dschaparow<\/a>, werden diese Mittel &#x201E;<em>in Form von Einlagen bei den staatlichen Banken des Landes angelegt, um unserer Wirtschaft einen starken Impuls zu verleihen<\/em>&#x201C;. <\/p>\n\n\n\n<p>&#x201E;<em>Meine Bef&#xFC;rchtung ist, dass wir dieses Geld sp&#xE4;ter nicht mehr auffinden werden. Diese Mittel d&#xFC;rfen nicht angetastet werden. Gold ist Gold, aber niemand wei&#xDF;, was mit der Umwelt passieren wird. Weder Akylbek Dschaparow noch Sadyr Dschaparow wissen dies. Niemand kann garantieren, dass es nicht zu einer Umweltkatastrophe kommen wird. Deshalb m&#xFC;ssen Sie diese 53 Millionen Dollar behalten und in die Beseitigung der Folgen investieren, falls etwas passiert. Akylbek Dschaparow h&#xE4;tte diese Fragen dem Volk schriftlich beantworten m&#xFC;ssen<\/em>&#x201C;, so Imankodschojewa. <\/p>\n\n\n\n<p>Der Analyst Ruslan Akmatbek &#xE4;u&#xDF;erte die Bef&#xFC;rchtung, Kirgistan k&#xF6;nne im Falle einer Umweltkatastrophe in der Mine nicht in der Lage sein, Anspr&#xFC;che geltend zu machen. &#x201E;<em>Jetzt hat man das Gef&#xFC;hl, dass Centerra mit diesen Forderungen sehr glimpflich davongekommen ist<\/em> (<em>Im Mai 2021 verurteilte ein Bischkeker Bezirksgericht das Unternehmen zur Zahlung von circa 2 Milliarden Euro, Anm. d. Red.<\/em>), <em>obwohl es gar nicht so einfach war, einen Vergleich zu schlie&#xDF;en. Es ging um wichtige Umwelt- und Sicherheitsfragen. Schlie&#xDF;lich hie&#xDF; es, dass der <\/em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Petrowgletscher\"><em>Petrow<\/em><\/a><em>-See, der sich in der N&#xE4;he der Sonderm&#xFC;lldeponie befindet, bersten und den gesamten Giftm&#xFC;ll wegsp&#xFC;len k&#xF6;nnte, wenn nichts unternommen wird. Eine Umweltkatastrophe ist dann unausweichlich. Und es stellt sich heraus, dass die Verantwortung f&#xFC;r all dies weggefallen ist, so dass Kirgistan keine Anspr&#xFC;che mehr stellen kann. Und es gibt keine detaillierten Informationen dar&#xFC;ber<\/em>&#x201E;, <a href=\"https:\/\/rus.azattyk.org\/a\/31788001.html\">so Akmatbek<\/a>. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Hat Kumt&#xF6;r noch Potenzial?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p> Bei der Bekanntgabe der Vereinbarung mit Centerra <a href=\"http:\/\/www.president.kg\/ru\/sobytiya\/novosti\/22187_prezident_sadir_ghaparov_mestoroghdenie_kumtor_polnostyu_i_bespovorotno_vozvrasheno_kirgizstanu\">sagte<\/a> der Pr&#xE4;sident, die Mine habe &#x201E;<em>ein sehr gro&#xDF;es Potenzial, und Kumt&#xF6;r wird weiterhin unserem Volk dienen<\/em>&#x201C;. Im Jahr 2019 schloss die damalige Regierung eine strategische <a href=\"https:\/\/ru.sputnik.kg\/economy\/20190830\/1045571819\/kumtor-soglashenie-podrobnosti-summy.html\">Vereinbarung<\/a> mit Centerra. Sie verl&#xE4;ngerte den Betrieb der Kumt&#xF6;r-Mine bis 2031. &#x201E;<em>Die Kumt&#xF6;r-Lagerst&#xE4;tte wird jetzt mit einer konservativen Sch&#xE4;tzung auf drei Milliarden Dollar<\/em> (2,9 Milliarden Euro) <em>bewertet. Experten gehen davon aus, dass wir in den n&#xE4;chsten zehn Jahren mit der Produktion von 160-200 Tonnen Gold 5Milliarden US-Dollar<\/em> (4,8 Milliarden Euro) <em>Gewinn durch Kumt&#xF6;r erzielen werden. Dies ist ein direkter Vorteil und eine gro&#xDF;e Unterst&#xFC;tzung f&#xFC;r den Haushalt. Dies sind nur best&#xE4;tigte und garantierte Reserven. Aber es gibt dort noch viele andere M&#xF6;glichkeiten<\/em>&#x201C;, sagte Dschaparow am 4. April. Zum Vergleich: das Bruttoinlandsprodukt von Kirgistan lag 2020 laut Weltbank bei ca. 7,7 Milliarden US-Dollar (7,4 Milliarden Euro). <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch bei Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kirgistan\/zwischen-nationalpopulismus-und-neoliberalismus-die-aktuellen-entwicklungen-in-kirgistan-aus-sicht-globaler-politischer-trends\/\">Zwischen Nationalpopulismus und Neoliberalismus &#x2013; Die aktuellen Entwicklungen in Kirgistan aus Sicht globaler politischer Trends<\/a><\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Im Oktober 2020 <a href=\"https:\/\/rus.azattyk.org\/a\/30886095.html\">argumentierte<\/a> Dschaparow als Kandidat f&#xFC;r das Amt des Ministerpr&#xE4;sidenten noch, es gebe kein Gold mehr in der Lagerst&#xE4;tte und eine Verstaatlichung habe keinen Sinn. &#x201E;<em>Das Richtige ist jetzt, Centerra die Arbeit beenden zu lassen, damit sie anschlie&#xDF;end die Rekultivierung durchzuf&#xFC;hren und alles in Ordnung zu bringen. An eine Verstaatlichung des Bergwerks ist derzeit nicht zu denken, aber wir werden sie auf jeden Fall einladen und sie zwingen, in den Interessen des Staats zu arbeiten<\/em>&#x201C;, sagte er damals. Kumt&#xF6;r wurde 1997 in Betrieb genommen. Zu diesem Zeitpunkt wurden die Goldreserven auf insgesamt 716 Tonnen <a href=\"https:\/\/rus.azattyk.org\/a\/31003358.html\">gesch&#xE4;tzt<\/a>. In den fast 24 Betriebsjahren hat Kumt&#xF6;r nach Angaben des Unternehmens etwa 400 Tonnen Gold produziert. Insgesamt <a href=\"https:\/\/rus.azattyk.org\/a\/31786260.html\">erwarten<\/a> die derzeitigen Beh&#xF6;rden, dass sie im Jahr 2022 zus&#xE4;tzlich zu den Steuern etwa 500 Millionen US-Dollar (knapp 490 Millionen Euro) aus Kumt&#xF6;r erhalten werden. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Verzicht auf Forderungen und Anteile<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Ein weiterer wichtiger Punkt des Abkommens war, dass beide Seiten auf gegenseitige Anspr&#xFC;che verzichten und alle Gerichtsverfahren gegeneinander einstellen. &#x201E;<em>Ich m&#xF6;chte versichern, dass die Bedingungen des abgeschlossenen Abkommens in Anbetracht der aktuellen globalen Krise und der Lage Kirgistans optimal und vorteilhaft f&#xFC;r die staatlichen Interessen des Landes sind. Wie Sie wissen, k&#xF6;nnen sich Gerichtsverfahren und internationale Schiedsverfahren sehr lange hinziehen. In dem Versuch, noch g&#xFC;nstigere Bedingungen zu erreichen, k&#xF6;nnten wir mindestens f&#xFC;nf oder sogar sieben oder acht Jahre und Dutzende von Millionen von Geldern aufwenden. Und eine positive Entscheidung zu unseren Gunsten war keineswegs garantiert. Wir h&#xE4;tten noch mehr Geld und unsch&#xE4;tzbare Zeit verlieren k&#xF6;nnen<\/em>&#x201C;, so der Pr&#xE4;sident Kirgistans. <\/p>\n\n\n\n<p>In einem <a href=\"https:\/\/kabar.kg\/news\/ekskliuzivnoe-interv-iu-prezidenta-sadyra-zhaparova-knia-kabar\/\">Interview<\/a> mit der Nachrichtenagentur Kabar am 25. April bekr&#xE4;ftigte Dschaparow, dass das Abkommen &#x201E;<em>zu 99 Prozent f&#xFC;r das kirgisische Volk vorteilhaft<\/em>&#x201C; sei, und versprach, Einzelheiten sp&#xE4;ter bekannt zu geben. &#x201E;<em>Ich werde vorerst nicht auf Fragen zu Kumt&#xF6;r antworten, bitte verstehen Sie mich richtig. Denn das Abkommen, das wir k&#xFC;rzlich unterzeichnet haben, wird in drei Monaten in Kraft treten. Danach werde ich die &#xD6;ffentlichkeit selbst &#xFC;ber die Einzelheiten informieren und alle Fragen beantworten. Wir haben nichts zu verbergen<\/em> [&#x2026;]. <em>Ich h&#xF6;re auch verschiedene Vortr&#xE4;ge zu diesem Thema, lasst diese Plaudertaschen vorerst weiterreden. Und dann sollen sie sich f&#xFC;r ihre Worte sch&#xE4;men, wenn ich alle Geheimnisse enth&#xFC;lle. Es sei denn, sie sind dickh&#xE4;utig, versteht sich. Aber wer wei&#xDF;. Solche Leute kennen keine Scham<\/em>&#x201E;, sagte er. <\/p>\n\n\n\n<p>Dar&#xFC;ber hinaus gibt Kirgistan seine 26,1-prozentige Beteiligung an Centerra auf, die am 4. April einen Gesamtwert von mehr als 978 Millionen kanadischen Dollar (725 Millionen Euro) hatte. Die Beh&#xF6;rden argumentieren, Kirgistan habe nur &#x201E;<em>symbolische Betr&#xE4;ge an Dividenden<\/em>&#x201C; erhalten, obwohl es den gr&#xF6;&#xDF;ten Anteil besitzt. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch bei Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/usbekistan\/usbekische-behoerden-kaempfen-um-die-kontrolle-der-goldminen\/\">Usbekische Beh&#xF6;rden k&#xE4;mpfen um die Kontrolle der Goldminen<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.kommersant.ru\/doc\/5064580\">Laut<\/a> Akylbek Dschaparow hat Kirgistan in den Jahren des Centerra-Betriebs nur 74 Millionen US-Dollar (71 Millionen Euro) an Dividenden erhalten. In seiner Rede am 4. April sagte der Pr&#xE4;sident, dass das Land in sieben Monaten externer Verwaltung (ab dem 15. Mai 2021) 323 Millionen US-Dollar (310 Millionen Euro) mit der Mine verdient hat. Centerra hat diese Mittel als Eigentum Kirgistans anerkannt. Auf der Grundlage der getroffenen Vereinbarung wird Centerra elf Millionen US-Dollar (10,5 Millionen Euro) als Dividende f&#xFC;r die letzten drei Quartale des Jahres sowie eine einmalige Entsch&#xE4;digung in H&#xF6;he von 50 Millionen US-Dollar (48 Millionen Euro) zahlen. Das kanadische Unternehmen verzichtet au&#xDF;erdem auf seine Forderung in H&#xF6;he von 29 Millionen US-Dollar (27,9 Millionen Euro) f&#xFC;r die im Mai 2021 realisierte Goldlieferung. <\/p>\n\n\n\n<p>Einige <a href=\"https:\/\/kloop.kg\/blog\/2022\/01\/08\/centerra-vydvinula-usloviya-kyrgyzstanu-dlya-mirovogo-soglasheniya-po-voprosu-kumtora-razbiraemsya-chto-oni-oznachayut\/\">B&#xFC;rgerrechtler<\/a> haben sich jedoch zuvor gegen den Aktienverzicht ausgesprochen und darauf hingewiesen, dass Centerra Gold &#x201E;<em>ein multinationales Unternehmen mit Anlagen in allen Teilen der Welt<\/em>&#x201C; sei. &#x201E;<em>Diese Aktien werden jetzt auf etwa 700 Millionen US-Dollar gesch&#xE4;tzt, und jetzt k&#xF6;nnte das alles wegfallen. Ich dachte, diese Aktien w&#xFC;rden verschwinden, und das tun sie auch. Zweitens gibt es Minen, die [Centerra] mit den Gewinnen aus Kumt&#xF6;r gekauft hat. Es gibt Goldminen in der Mongolei, in <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tuwa\">Tuwa<\/a>, in der T&#xFC;rkei und in Kanada. Diese Minen wurden zu einem sehr hohen Preis gekauft. Wenn wir die Anteile aufgeben, verlieren wir nicht nur sie, sondern auch die Minen<\/em>&#x201C;, <a href=\"https:\/\/rus.azattyk.org\/a\/31638834.html\">sagte<\/a> der ehemalige stellvertretende Parlamentspr&#xE4;sident Kubanytschbek Isabekow Anfang Januar gegen&#xFC;ber Azattyk. <\/p>\n\n\n\n<p>Der Wirtschaftswissenschaftler Azamat Akenejew <a href=\"https:\/\/kloop.kg\/blog\/2022\/01\/08\/centerra-vydvinula-usloviya-kyrgyzstanu-dlya-mirovogo-soglasheniya-po-voprosu-kumtora-razbiraemsya-chto-oni-oznachayut\/\">erkl&#xE4;rte<\/a> gegen&#xFC;ber Kloop, dass Kirgistan im Falle einer Einigung wirtschaftlich &#x201E;<em>etwas verlieren<\/em>&#x201C; w&#xFC;rde, bezeichnete ein solches Ergebnis jedoch als &#x201E;<em>ideal<\/em>&#x201C; f&#xFC;r das Land, gegeben die derzeitige Situation um Kumt&#xF6;r. Seiner Meinung nach war die Einf&#xFC;hrung eines externen Managements in Kumt&#xF6;r (im Mai 2021, Anm. d. &#xDC;.) ein gro&#xDF;er Fehler, da es in den Augen internationaler Unternehmen und ausl&#xE4;ndischer Botschaften wie eine &#x201E;<em>Beschlagnahmung des Eigentums von Investoren<\/em>&#x201C; aussah. Er sagte, wenn Kirgistan zu einer Einigung k&#xE4;me, w&#xFC;rden die negativen Folgen der Geschehnisse &#x201E;<em>etwas gemildert<\/em>&#x201C;. Kurz nach der Bekanntgabe der Vereinbarung zwischen Kirgistan und Centerra <a href=\"https:\/\/mfa.gov.kg\/ru\/osnovnoe-menyu\/press-sluzhba\/novosti\/oon-prokommentirovala-podpisanie-mirnogo-soglasheniya-mezhdu-kyrgyzskoy-respublikoy-i-Centerra-Gold-Inc-po-rudniku-kumtor\">erkl&#xE4;rten<\/a> die Vereinten Nationen, dass sie die Vereinbarung &#x201E;<em>zur Kenntnis genommen<\/em>&#x201C; h&#xE4;tten. Bei einem Treffen mit dem Kabinettschef am 15. April <a href=\"https:\/\/www.gov.kg\/ru\/post\/s\/21190-akylbek-zhaparov-erob-ba-bashkaruuchu-direktoru-zhuzhanna-khargitay-menen-biznes-zhana-zhashyl-ekonomika-chyrsndg-dolboorlordu-talkuulady\">begl&#xFC;ckw&#xFC;nschte<\/a> die gesch&#xE4;ftsf&#xFC;hrende Zentralasien-Direktorin der Europ&#xE4;ischen Bank f&#xFC;r Wiederaufbau und Entwicklung, <a href=\"https:\/\/www.google.com\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=2ahUKEwjV3cLmxd73AhVni_0HHddSDrUQFnoECBAQAw&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.ebrd.com%2Fsites%2FSatellite%3Fc%3DContent%26cid%3D1395298356084%26pagename%3DEBRD%252FContent%252FContentLayout&amp;usg=AOvVaw1Nyet5CyzFDz4iPOfaJs-I\">Zsuzsanna Hargitai<\/a>, die kirgisische Seite zur Einigung &#xFC;ber Kumt&#xF6;r. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Geschichte der Kumt&#xF6;r-Mine <\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p> Kumt&#xF6;r ist die gr&#xF6;&#xDF;te Goldmine in Zentralasien. Sie liegt in Kirgistan im &#xF6;stlichen Teil des Mittleren <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tian_Shan\">Tienschan<\/a> auf einer H&#xF6;he von &#xFC;ber 4.000 Metern &#xFC;ber dem Meeresspiegel, in der Permafrostzone. Das Feld wurde 1978 zu Sowjetzeiten <a href=\"https:\/\/www.kumtor.kg\/ru\/deposit\/history\/#:~:text=%D0%97%D0%BE%D0%BB%D0%BE%D1%82%D0%BE%D1%80%D1%83%D0%B4%D0%BD%D0%BE%D0%B5%20%D0%BC%D0%B5%D1%81%D1%82%D0%BE%D1%80%D0%BE%D0%B6%D0%B4%D0%B5%D0%BD%D0%B8%D0%B5%20%D0%9A%D1%83%D0%BC%D1%82%D0%BE%D1%80%20%D0%B1%D1%8B%D0%BB%D0%BE%20%D0%BE%D1%82%D0%BA%D1%80%D1%8B%D1%82%D0%BE,%D0%BC%D0%B8%D0%BD%D0%B8%D1%81%D1%82%D1%80%D0%BE%D0%B2%20%D0%A1%D0%A1%D0%A1%D0%A0%20%D0%B2%201989%20%D0%B3.\">entdeckt<\/a>, aber seine Erschlie&#xDF;ung wurde wegen der drohenden Zerst&#xF6;rung des einzigartigen &#xD6;kosystems der Region zun&#xE4;chst auf Eis gelegt. Die kirgisischen Beh&#xF6;rden und die kanadische Cameco Corporation <a href=\"https:\/\/rus.azattyk.org\/a\/31256412.html\">unterzeichneten<\/a> 1992 einen Vertrag zur Erschlie&#xDF;ung des Feldes. Damit wurde erst 1997 begonnen. Urspr&#xFC;nglich besa&#xDF; Kirgistan &#xFC;ber das staatliche Unternehmen Kyrgyzaltyn fast 66,67 Prozent der Anteile am Kumt&#xF6;r-Projekt, und Cameco 33,33 Prozent. <\/p>\n\n\n\n<p>Im Mai 1998 ereignete sich der bisher gr&#xF6;&#xDF;te Zwischenfall rund um Kumt&#xF6;r. Damals st&#xFC;rzte ein mit 1.740 Kilogramm Zyanid beladener Lastwagen in den Fluss Barskoon. Etwa 2000 Menschen erlitten unmittelbare Folgesch&#xE4;den, und 17.000 Anwohner suchten medizinische Hilfe. Der Oberste Gerichtshof <a href=\"https:\/\/kloop.kg\/blog\/2021\/01\/20\/kumtor-barskoon-tsianid-verhovnyj-sud-vynes-reshenie-investor-dolzhen-vyplatit-kompensatsii-postradavshim\/\">verurteilte<\/a> Kumt&#xF6;r daraufhin zur Zahlung von 400 000 Som an lediglich 17 Kl&#xE4;ger. &#x201E;<em>Erst nach dem Zyanid-Vorfall hat Kumt&#xF6;r Aufbereitungsanlagen gebaut. Dank ihnen wird das Wasser nach der Verwendung in der Produktion gereinigt und gelangt erst dann in den Fluss, w&#xE4;hrend die giftigen R&#xFC;ckst&#xE4;nde im Absetzbecken verbleiben<\/em>&#x201C;, so die Umweltsch&#xFC;tzerin <a href=\"https:\/\/mediazona.ca\/article\/2021\/07\/23\/kumtorgold\">Kaliya Moldogasijewa<\/a>. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Umstrukturierung und B&#xF6;rsengang <\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Infolge des Umweltskandals beschloss Cameco eine Umstrukturierung. Im Jahr 2004 wurde ein entsprechendes Abkommen f&#xFC;r das Kumt&#xF6;r-Projekt unterzeichnet. Infolgedessen wurden alle kirgisischen und Cameco-Aktien von dem kanadischen Unternehmen Centerra Gold Inc. &#x2013; einer Tochtergesellschaft von Cameco &#x2013; &#xFC;bernommen. Kirgistan erhielt anschlie&#xDF;end 33 Prozent der Anteile von Centerra, w&#xE4;hrend der Anteil von Cameco auf 67 Prozent anstieg. Die kirgisischen Beh&#xF6;rden <a href=\"http:\/\/cbd.minjust.gov.kg\/act\/view\/ru-ru\/94130\/10?cl=ru-ru\">bezeichneten<\/a> dieses Abkommen zehn Jahre sp&#xE4;ter als das &#x201E;<em>ung&#xFC;nstigste aller Zeiten<\/em>&#x201C; und stellten fest, dass &#x201E;<em>die kirgisische Seite ihre Rechte bei der Verwaltung des Kumt&#xF6;r-Projekts erheblich eingeschr&#xE4;nkt hat<\/em>&#x201C;. <\/p>\n\n\n\n<p>Im selben Jahr, 2004, ging Centerra Gold Inc. an die B&#xF6;rse von Toronto. Danach ging der Anteil Kirgistans an dem kanadischen Unternehmen wieder zur&#xFC;ck. Die Beh&#xF6;rden des Landes verkauften 17 Prozent der Aktien f&#xFC;r 84 Millionen US-Dollar. Der damalige Pr&#xE4;sident <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Askar_Akajew\">Askar Akajew<\/a><a href=\"https:\/\/rus.azattyk.org\/a\/31256412.html\">erkl&#xE4;rte<\/a>, das Geld sei in einen Sonderfonds f&#xFC;r soziale Probleme der Bev&#xF6;lkerung geflossen. Infolgedessen verw&#xE4;sserte sich der Anteil von Kyrgyzaltyn an Centerra Gold auf 15,66 Prozent und der Anteil von Cameco &#x2013; auf 52,68 Prozent. Die restlichen 31,66 Prozent wurden von anderen Aktion&#xE4;ren gehalten. &#x201E;<em>Die kirgisische Seite hat faktisch die Kontrolle &#xFC;ber das Kumt&#xF6;r-Projekt verloren. Die Staatskommission geht davon aus, dass der Abschluss solch ung&#xFC;nstiger Vereinbarungen zur Umstrukturierung des Kumt&#xF6;r-Projekts auf das pers&#xF6;nliche Eigeninteresse der damals in Kirgistan verantwortlichen Personen zur&#xFC;ckzuf&#xFC;hren ist<\/em>&#x201C;, <a href=\"http:\/\/cbd.minjust.gov.kg\/act\/view\/ru-ru\/94130\/10?cl=ru-ru\">schrieb<\/a> die staatliche Kumt&#xF6;r-Kommission 2013 in ihrem Bericht. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Weitere Vereinbarungen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Nach der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tulpenrevolution\">Revolution von 2005<\/a> arbeiteten die neuen kirgisischen Beh&#xF6;rden mehrere Jahre lang an der Neuverhandlung des Kumt&#xF6;r-Abkommens. Im April 2009 wurde eine neue Vereinbarung zwischen der kirgisischen Regierung und Centerra Gold unterzeichnet. Die damaligen kirgisischen Beh&#xF6;rden erkl&#xE4;rten, es sei ihnen gelungen, den Anteil Kirgistans von 16 Prozent auf 32,75 Prozent zu erh&#xF6;hen. Die parlamentarische Kommission zu Kumt&#xF6;r aus dem Jahr 2012 stellte jedoch fest, die zus&#xE4;tzlichen Anteile seien zum Preis von zus&#xE4;tzlichen 16.330 Hektar Land f&#xFC;r die Golderschlie&#xDF;ung erstanden wurden. Dies wurde auch von der staatlichen Kommission 2013 <a href=\"http:\/\/cbd.minjust.gov.kg\/act\/view\/ru-ru\/94130\/10?cl=ru-ru\">best&#xE4;tigt<\/a>. <\/p>\n\n\n\n<p>Ebenfalls im Jahr 2012 wurde die Entscheidung &#xFC;ber die Zuweisung der zus&#xE4;tzlichen Fl&#xE4;chen <a href=\"https:\/\/kabar.kg\/news\/kakie-16-tys-gektarov-zemli-vernut-kumtoru-rasskazali-v-gkpen\/\">r&#xFC;ckg&#xE4;ngig gemacht<\/a>. Im Jahr 2016, als Centerra Gold das Bergbauunternehmen Thompson Creek kaufte, <a href=\"https:\/\/rus.azattyk.org\/a\/28629990.html\">sank<\/a> der Anteil Kirgistans an dem kanadischen Unternehmen wieder auf 26,6 Prozent. Im Jahr 2017 unterzeichnete die Regierung des damaligen Premierministers <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kirgistan\/sapar-isakow-neuer-premierminister-kirgistans\/\">Sapar Isakow<\/a> nach langen Verhandlungen und Rechtsstreitigkeiten eine strategische Vereinbarung mit Centerra Gold. Demnach ist die Vereinbarung von 2009 nicht ausgelaufen und die Parteien haben auf ihre gegenseitigen Anspr&#xFC;che verzichtet. Mitunter erkl&#xE4;rte die Kirgisische Republik sich bereit, ihre Anspr&#xFC;che wegen Umweltverst&#xF6;&#xDF;en zur&#xFC;ckzuziehen. Centerra Gold hingegen sollte seine j&#xE4;hrlichen Zahlungen f&#xFC;r den Umweltschutz von 310.000 US-Dollar auf drei Millionen US-Dollar (von 298 000 auf 2,9 Millionen Euro) zu erh&#xF6;hen, 50 Milionen US-Dollar (48 Millionen Euro) in den Umweltschutzfonds einzuzahlen und 10 Millionen US-Dollar (9,6 Millionen Euro) f&#xFC;r ein Onkologiezentrum zu spenden. <\/p>\n\n\n\n<p>Aufgrund des <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kirgistan\/kirgistan-regierung-von-preminierminsiter-sapar-isakow-abgesetzt\/\">R&#xFC;cktritts<\/a> von Isakow trat die Vereinbarung jedoch nicht in Kraft, und die Folgeregierung von Muchammetkalyj Abylgasijew nahm neue Verhandlungen mit Centerra Gold auf, da die vorherige Vereinbarung &#x201E;<em>nicht im Interesse des Staates war<\/em>&#x201C;. Im Jahr 2019 <a href=\"https:\/\/ru.sputnik.kg\/economy\/20190830\/1045571819\/kumtor-soglashenie-podrobnosti-summy.html\">unterzeichnete<\/a> Abylgasijew eine &#xFC;berarbeitete strategische Vereinbarung mit dem kanadischen Unternehmen. Au&#xDF;erdem blieb das Abkommen von 2009 in Kraft, und die kirgisische Seite verzichtete auf Umweltklagen gegen das kanadische Unternehmen. Gem&#xE4;&#xDF; dieser Vereinbarung war Centerra Gold berechtigt, die 16 Tausend Hektar Land abzubauen, die in der Vereinbarung von 2009 festgelegt waren. Das kanadische Unternehmen reagierte mit der Zusage, die Zahlungen an verschiedene soziale und &#xF6;kologische Fonds zu erh&#xF6;hen. Nach der Macht&#xFC;bernahme von Sadyr Dschaparow in Kirgistan Ende 2020 wurde die Frage rund um den Status der Kumt&#xF6;r-Goldmine &#x2013; ein <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kirgistan\/sadyr-dschaparow-der-volksfluesterer\/\">langj&#xE4;hriges Steckenpferd<\/a> des Politikers &#x2013; wieder aufgegriffen. Im Mai 2021 wurde sie von der Regierung einer externen F&#xFC;hrung unterworfen und war bis zuletzt Objekt von juristischen Konflikten mit Centerra Gold. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Munduzbek Kalykow\n<a href=\"https:\/\/kloop.kg\/blog\/2022\/05\/04\/kyrgyzstan-teper-polnostyu-otvetstvenen-za-kumtor-kakie-vygody-i-riski-mozhet-poluchit-strana-posle-soglasheniya-s-centerra\/\">Kloop.kg<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Aus dem Russischen und Erg&#xE4;nzungen (letzter Absatz) von Florian Coppenrath<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background\"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kan&#xE4;len: Schaut mal vorbei bei <a href=\"https:\/\/twitter.com\/novastan_de\">Twitter<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Novastan.org\/\">Facebook<\/a>, <a href=\"https:\/\/telegram.me\/novastan\">Telegram<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/company\/novastan\/\">Linkedin<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/novastanorg\/\">Instagram<\/a>. 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