{"id":26919,"date":"2021-06-08T13:12:16","date_gmt":"2021-06-08T11:12:16","guid":{"rendered":"https:\/\/novastan.org\/de\/?p=26919"},"modified":"2023-08-29T19:37:40","modified_gmt":"2023-08-29T17:37:40","slug":"unwirksame-pestizide-bereiten-tadschikischen-bauern-kopfzerbrechen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/novastan.org\/de\/tadschikistan\/unwirksame-pestizide-bereiten-tadschikischen-bauern-kopfzerbrechen\/","title":{"rendered":"Unwirksame Pestizide bereiten tadschikischen Bauern Kopfzerbrechen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Tadschikistan importiert jedes Jahr mehrere tausend Kilogramm Chemikalien f&#xFC;r die Landwirtschaft. In kleinen Dosen haben sie jedoch nicht die gew&#xFC;nschte Wirkung. Bauern sind gezwungen, sie in gro&#xDF;en Dosen zu verwenden, was die Bodenzusammensetzung zerst&#xF6;rt und gro&#xDF;en Schaden f&#xFC;r die Umwelt verursacht.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Jedes Jahr werden in Tadschikistan Dutzende von Tonnen chemischer Pr&#xE4;parate importiert, bestimmt zur Bek&#xE4;mpfung von landwirtschaftlichen Sch&#xE4;dlingen, Insekten und verschiedenen Arten von Pflanzenkrankheiten.&#xA0;<\/p>\n\n\n\n<p>Seit 1995 importieren nur noch Gesch&#xE4;ftsleute unterschiedlichen Ranges Pestizide nach Tadschikistan. Auch besonders umweltsch&#xE4;dliche Chemikalien, die gesetzlich verboten sind, werden oft ins Land geschmuggelt. Es ist also unm&#xF6;glich nachzuvollziehen, wie viele Pestizide genau eingef&#xFC;hrt werden. Bei Anfragen verweist das Landwirtschaftsministerium auf den Zoll, da der Staat selbst keine Pestizide importiert. Doch wie oft gibt der Zollausschuss realit&#xE4;tsferne Zahlen an.&#xA0;&#xA0;&#xA0;<\/p>\n\n\n<p style=\"background-color: #d4d4d4;\"><span style=\"color: #000000;\">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin &#xFC;ber Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/novastan-ev\/werde-unser-mitglied-werde-novastan\/\"><strong>Dank eurer Teilnahme<\/strong><\/a>. Wir sind <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/novastan-ev\/unser-projekt\/\">unabh&#xE4;ngig<\/a> und wollen es bleiben, daf&#xFC;r brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/novastan-ev\/spenden\/\">Spende<\/a><\/strong> helft ihr uns, weiter ein realit&#xE4;tsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p>Landwirte beklagen, der Einsatz von Pestiziden in den in der Gebrauchsanweisung angegebenen Dosierungen habe wenig Wirkung. Daher sehen sie sich gezwungen, die zul&#xE4;ssigen Dosen um ein Vielfaches zu &#xFC;berschreiten, was wiederum zur Zerst&#xF6;rung der Bodenzusammensetzung, zu Qualit&#xE4;tseinbu&#xDF;en bei den angebauten Produkten und zur Verschlechterung der Umwelt f&#xFC;hrt.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wirtschaftliche Schwierigkeiten f&#xFC;r Bauern<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Amir Scharifow, 53, ist der Leiter der &#x201E;Amir&#x201C;-Farm des Bauernverbands namens Firdousi im <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Mastchoh_District\">Bezirk Masttschoh<\/a> in Tadschikistan. Er hat mehr als drei&#xDF;ig Jahre seines Lebens der Landwirtschaft gewidmet. Auf einer Fl&#xE4;che von zwei Hektar baut er Erdn&#xFC;sse an, dazu Mais und Weizen. Er erz&#xE4;hlt wie fr&#xFC;her auf dem Land Baumwolle angebaut wurde, ab den fr&#xFC;hen 1960er Jahren, als es noch Kolchosen gab.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Tadschikistans Unabh&#xE4;ngigkeit im Jahre 1991, wurden mehrere landwirtschaftliche Reformen durchgef&#xFC;hrt. Von diesem Moment an begann die Zeit der wirtschaftlichen Reformen. Vor allem wurden ab 1992 weite L&#xE4;ndereien, die zuvor dem Staat und &#xF6;ffentlichen Kolchosen geh&#xF6;rten, privatisiert. Zuletzt wurde 2012 das &#x201E;Programm f&#xFC;r die Agrarreform der Republik Tadschikistan f&#xFC;r 2012-2020&#x201C; <a href=\"http:\/\/base.mmk.tj\/view_sanadhoview.php?showdetail=&amp;sanadID=451&amp;language=ru\">per Erlass verabschiedet<\/a>, in dessen Rahmen mehr als hundert kleine Einzel- und Familienbauernbetriebe gegr&#xFC;ndet wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Zusammen mit anderen Bauern aus der ehemaligen Kolchose erhielt die Familie von Scharifow drei Hektar Land. In den Anfangsjahren s&#xE4;ten sie Baumwolle aus. Die B&#xF6;den erwiesen sich als ausgelaugt. Au&#xDF;erdem war nicht gen&#xFC;gend Wasser zur Bew&#xE4;sserung vorhanden. Daher erhielt die Familie Scharifow nicht einmal einen minimalen Ertrag aus der Aussaat von Baumwolle. In den folgenden Jahren beschlossen sie, andere Feldfr&#xFC;chte anzubauen, darunter auch Erdn&#xFC;sse.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kasachstan\/steppen-versalzung-und-chromosomen-aktuelle-forschungen-in-zentralasien\/\">Steppen, Versalzung und Chromosomen: Aktuelle Forschungen in Zentralasien<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In ihrer Erdnussplantage erreichten die Keimlinge jedoch nicht einmal eine Handspanne und wurden welk. Verschiedene Arten von Sch&#xE4;dlingen legten in den Wurzeln, St&#xE4;mmen und Bl&#xE4;ttern ihre Nester an. Um sie zu zerst&#xF6;ren, mussten die Landwirte teure importierte Chemikalien verwenden. Sie bereiteten eine L&#xF6;sung nach den vorgegebenen Anweisungen vor. Das vorbereitete Pr&#xE4;parat brachte ihnen jedoch nicht die gew&#xFC;nschte Wirkung.<\/p>\n\n\n\n<p>&#x201E;<em>Wir sind gezwungen, der L&#xF6;sung eine zus&#xE4;tzliche Dosis hinzuzuf&#xFC;gen. Auch eine &#xDC;berdosierung in gro&#xDF;en Mengen hat keine ausreichende Wirkung. Wir verlangten von den Verk&#xE4;ufern unser Geld zur&#xFC;ck, diese beschuldigten uns aber der Inkompetenz und sagten, wir haben die L&#xF6;sung nicht richtig eingesetzt. Als Folge dieser Verwirrungen entstanden uns gro&#xDF;e wirtschaftliche und finanzielle Verluste. Schlie&#xDF;lich deckt die Ernte nicht einmal unsere Ausgaben f&#xFC;r die Aussaat, ganz zu schweigen von Einnahmen<\/em>&#x201C;, beklagt Amir Scharifow.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Pestizide werden oft falsch angewandt<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Laut dem Agragwissenschaftler und au&#xDF;erordentlichen Professor am Polytechnischen Institut der Technischen Universit&#xE4;t in Duschanbe Todschiboi Bojmatow, w&#xE4;hlen die Bauern oft die falschen Pestizide. Zum Beispiel werden Fungizide zur Bek&#xE4;mpfung von Pflanzenkrankheiten verwendet. Die Landwirte behandeln die Pflanzen nicht rechtzeitig. Sie kennen weder die erlaubte Dosierung noch die Applikationsrate. Daher passen sich die Sch&#xE4;dlinge an die Pestizide an und erwerben eine Immunit&#xE4;t.<\/p>\n\n\n\n<p>Andererseits gebe es aber auch Mangel bei der Qualit&#xE4;t der Pestizide. Landwirte kaufen Pr&#xE4;parate oft aus den H&#xE4;nden von Privatpersonen und Zwischenh&#xE4;ndlern, die auf den lokalen M&#xE4;rkten des Landes verkaufen, da es in l&#xE4;ndlichen Gebieten immer noch keine auf den Verkauf von Pestiziden spezialisierten Gesch&#xE4;fte gibt. Beim Kauf von Pestiziden achten Landwirte meist nicht auf das Verfallsdatum, wobei abgelaufene Pflanzenschutzmittel keine richtige Wirkung entfalten. Oft schauen Landwirte auf den Preis und die vorgesehene zubereitete L&#xF6;sung, achten aber nicht auf die zul&#xE4;ssige Dosierung f&#xFC;r ein bestimmtes Gebiet, erkl&#xE4;rt er.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/tadschikistan\/pistazien-markt-tadschikistan-beliebt-warum-teuer\/\">Woher die Pistazien auf Tadschikistans M&#xE4;rkten kommen &#x2013; und warum selbst einheimische so teuer sind<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Maksut Otabekow, Agronom bei der &#xF6;ffentlichen Organisation <a href=\"http:\/\/neksigol.tj\/companies\/oo-neksigol-mushovir\/\">Nexigol-Muschowir<\/a>, ist &#xFC;berzeugt, dass es auf dem Markt f&#xFC;r den Verkauf von Pestiziden verschiedene Arten von Unternehmern gibt, die rein finanzielle Interessen verfolgen. Viele von ihnen sind keine Spezialisten und k&#xF6;nnen den K&#xE4;ufern keinen professionellen Rat bieten. Ihm zufolge sei es an der Zeit, Kurse f&#xFC;r Verk&#xE4;ufer anzubieten, die auf die Lieferung und den Verkauf von Pflanzenschutzmitteln spezialisiert sind und beim Import eine strenge Qualit&#xE4;tskontrolle durchzuf&#xFC;hren. &#xA0;&#xA0;<\/p>\n\n\n\n<p>&#x201E;<em>Ein K&#xE4;ufer sollte beim Kauf von Waren deren Qualit&#xE4;tszertifikat und Garantiekarte anfordern. Es gibt auch Schmuggelwaren auf dem Markt, die zu relativ niedrigen Preisen verkauft werden. Die meisten von ihnen verf&#xFC;gen nicht &#xFC;ber die entsprechenden Zertifikate. Deshalb sollte man von ihnen keine reiche Ernte erwarten<\/em>&#x201C;, erkl&#xE4;rt Otabekow. &#x201E;<em>Ich arbeite zum Beispiel mit einer Firma zusammen, die Chemikalien f&#xFC;r die Landwirtschaft liefert. Ich gebe dem Kunden ein Maximum an Informationen, und er ist mit den angebauten und geernteten Pflanzen zufrieden<\/em>&#x201E;.&#xA0;<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ein Problem mit Geschichte<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Zu Sowjetzeiten war Tadschikistan einer der f&#xFC;hrenden Produzenten des sogenannten &#x201E;wei&#xDF;en Goldes&#x201C;.&#xA0; Mehr als 90 Prozent der bew&#xE4;sserten Fl&#xE4;chen des Landes wurden f&#xFC;r die Aussaat und den Anbau der Monokultur Baumwolle genutzt. Trotz der ausgelaugten B&#xF6;den gab es keine Fruchtfolge, denn der Plan sollte unbedingt erf&#xFC;llt werden. Deshalb wurden Jahr f&#xFC;r Jahr die bestehenden Normen f&#xFC;r den Einsatz von Pestiziden und Minerald&#xFC;ngern erh&#xF6;ht. Im Jahr 1980 meldete Tadschikistan nach Moskau, es produziere und liefere mehr als eine Million Tonnen Rohbaumwolle.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis Anfang der 1990er Jahre wurden die Pestizide zentral &#xFC;ber das Netz der Bezirks- und Provinzb&#xFC;ros des republikanischen Unternehmens &#x201E;Tadschikselchoschimija&#x201C; geliefert. Die Palette der eingesetzten Pestizide umfasste chemische Pr&#xE4;parate, die sp&#xE4;ter als <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Persistente_organische_Schadstoffe\">Persistente organische Schadstoffe<\/a> bezeichnet wurden: Aldrin, Dieldrin, Heptachlor, Endrin, HCB, Toxaphen und DDT.<\/p>\n\n\n\n<p>Laut einem Bericht der Stiftung zur Unterst&#xFC;tzung b&#xFC;rgerlicher Initiativen wurden zwischen 1965 und 1990 j&#xE4;hrlich zwischen sieben und 14 Tonnen dieser Chemikalien nach Tadschikistan geliefert. In den 1960ern waren noch bis zu 95 Prozent davon <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dichlordiphenyltrichlorethan\">DDT<\/a>. Obwohl der Einsatz von DDT in der Landwirtschaft 1970 durch das Gesundheitsministerium der UdSSR verboten wurde, wurde diese Entscheidung in der Praxis ignoriert. Es wurde bis in die fr&#xFC;hen 2000er Jahre des einundzwanzigsten Jahrhunderts verwendet. Laut Berichten der tadschikischen Onlinezeitung <a href=\"https:\/\/www.asiaplustj.info\/ru\/node\/235617\">Asia Plus<\/a> gab es noch 2017 knapp 100 Deponien f&#xFC;r chemische Abf&#xE4;lle aus der Landwirtschaft.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/usbekistan\/baumwolle-in-usbekistan-vom-sezessionskrieg-bis-heute\/\">Baumwolle in Usbekistan vom Sezessionskrieg bis heute<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Derzeit gibt es in Tadschikistan keine Industriebetriebe f&#xFC;r die Produktion von Minerald&#xFC;ngern und Pestiziden. Alle Pflanzenschutzmittel werden importiert. Der Import und die Qualit&#xE4;t von Pestiziden werden formell von &#xDC;berwachungs- und Kontrollorganisationen im Land kontrolliert.&#xA0;&#xA0;<\/p>\n\n\n\n<p>Negmatdschon Tadschibajew widmete mehr als vierzig Jahre seines Lebens dem Agrarsektor. Er arbeitete viele Jahre als leitender Mitarbeiter der staatlichen Abteilung f&#xFC;r Pflanzenschutz und chemischen Schutz der Landwirtschaft im Gebiet <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sughd\">Sughd<\/a>. Im Gespr&#xE4;ch erkl&#xE4;rt er, dass sich diese staatliche Einrichtung haupts&#xE4;chlich nur mit der Sch&#xE4;dlingsbek&#xE4;mpfung in Baumwollfeldern besch&#xE4;ftigt. In gro&#xDF;en Baumwollplantagen breiten sich h&#xE4;ufig Sch&#xE4;dlinge wie die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Reblaus\">Reblaus<\/a> aus. Alle ihre Bem&#xFC;hungen sind auf ihre vollst&#xE4;ndige Ausrottung gerichtet. Jedoch ohne Erfolg: Die Insekten wandern oft auf andere Plantagen, auf denen andere Arten von Nutzpflanzen wie Erdn&#xFC;sse, Mais, Kartoffeln usw. angebaut werden.<\/p>\n\n\n\n<p>&#x201E;<em>Alle Landwirte m&#xFC;ssen diese Sch&#xE4;dlinge parallel, gemeinsam und koordiniert bek&#xE4;mpfen. Auf diese Weise werden alle Ma&#xDF;nahmen zusammen einen positiven Effekt haben. Au&#xDF;erdem spielen rechtzeitiges Pfl&#xFC;gen, Winter- und Fr&#xFC;hjahrsbew&#xE4;sserung eine wichtige Rolle bei der Vernichtung oder Verhinderung der Verbreitung von Insekten<\/em>&#x201E;, so Tadschibajew.&#xA0;<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Auf nat&#xFC;rliche Mittel setzen<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Der erfahrene Agrarwissenschaftler Suchriddin Scharobiddinow sagte, dass der Einsatz von Chemikalien zur Erzeugung gro&#xDF;er Ernten zul&#xE4;ssig ist, wenn die Erde gesund ist. Jeder wei&#xDF;, dass zu Sowjetzeiten das bew&#xE4;sserte Land stark mit Pestiziden vergiftet und die nat&#xFC;rliche Mikroflora des Bodens zerst&#xF6;rt wurde. Mineralstoffe wurden als Doping f&#xFC;r ihre Aktivit&#xE4;t verwendet. Die Bodenmikroflora hat dabei eine gro&#xDF;e Immunit&#xE4;t gegen chemische Substanzen entwickelt. Folglich haben diese Chemikalien in kleinen Dosen keine richtige Wirkung mehr. Der weitere Einsatz von Pestiziden hat nicht nur sch&#xE4;dliche Auswirkungen auf die Bodenzusammensetzung, sondern auch auf alle Lebewesen, einschlie&#xDF;lich des Menschen.&#xA0; Daher m&#xFC;ssen die Landwirte des Landes auf andere Methoden setzen.<\/p>\n\n\n<p style=\"background-color: #d4d4d4;\"><span style=\"color: #000000;\">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? 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Dann erledigt sich die Frage nach der Qualit&#xE4;t von Pestiziden von selbst!<\/em>&#x201C;, beteuert Scharobiddinow. &#xA0;<\/p>\n\n\n\n<p>Laut dem Agrarwissenschaftler Todschiboi Bojmatow sind nat&#xFC;rliche Mittel zur Sch&#xE4;dlingsbek&#xE4;mpfung auch im Hinblick der Kosten eine gute L&#xF6;sung: &#x201E;<em>Bauern in Tadschikistan haben nur sehr begrenzte finanzielle und wirtschaftliche M&#xF6;glichkeiten. Deshalb sollten sie g&#xFC;nstigere L&#xF6;sungen aus nat&#xFC;rlichen Kr&#xE4;utern und Pflanzen wie Tomatengras, Zwiebel, Meerrettich, Durian und Asche verwenden<\/em>&#x201C;. &#xA0;&#xA0;<\/p>\n\n\n\n<p>Tadschikistan ist Mitglied der Welthandelsorganisation, deren Charta vorschreibt, dass alle Produkte den Weltstandards entsprechen und Qualit&#xE4;tszertifikate besitzen m&#xFC;ssen. Im Falle der Entdeckung von &#xFC;berm&#xE4;&#xDF;igen Chemikalien in Produkten, sollte ihr Verkauf verboten und ihre Verbreitung unterbunden werden. &#xA0;<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht zuletzt ist der &#xFC;berm&#xE4;&#xDF;ige Einsatz von Pestiziden auch gef&#xE4;hrlich f&#xFC;r die Gesundheit der B&#xFC;rger, in erster Linie derer, die in der Landwirtschaft arbeiten. Dies wird allm&#xE4;hlich von Landwirten, die landwirtschaftliche Produkte anbauen, erkannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Bisher werden Pestizide oft auf der Stra&#xDF;e und in sch&#xF6;nen Verpackungen und Beh&#xE4;ltern angeboten. Ihre Namen sind am&#xFC;sant und attraktiv: Alatar, BioKill, Purbio-Insektizid, Fitoverm, Fufaron, Nova, Green Belt, Kinmix, Dust Absolute.&#xA0; Auf den Packungen steht &#x201E;Made in Holland&#x201C;, &#x201E;Schweiz&#x201C;, &#x201E;&#xD6;sterreich&#x201C;, &#x201E;Kanada&#x201C;. Aber so richtig glaubt kaum jemand daran. Viele verweisen auf ihre geringe Qualit&#xE4;t und meinen, die Pr&#xE4;parate k&#xE4;men tats&#xE4;chlich aus den Nachbarl&#xE4;ndern oder aus China.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Aziz Rustamow<br>f&#xFC;r Novastan.org <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Aus dem Russischen von Florian Coppenrath<\/strong><\/p>\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kan&#xE4;len, schaut mal vorbei bei <\/span><a href=\"https:\/\/twitter.com\/novastan_de\"><span style=\"font-weight: 400;\">Twitter<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Novastan.org\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Facebook<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><a href=\"https:\/\/telegram.me\/novastan\"><span style=\"font-weight: 400;\">Telegram<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/company\/novastan\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Linkedin<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> oder <\/span><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/novastanorg\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Instagram<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">. 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