{"id":26547,"date":"2021-05-05T09:07:11","date_gmt":"2021-05-05T07:07:11","guid":{"rendered":"https:\/\/novastan.org\/de\/?p=26547"},"modified":"2023-09-06T13:19:38","modified_gmt":"2023-09-06T11:19:38","slug":"was-sind-die-gruende-fuer-die-toedlichen-zusammenstoesse-an-der-kirgisisch-tadschikischen-grenze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/novastan.org\/de\/kirgistan\/was-sind-die-gruende-fuer-die-toedlichen-zusammenstoesse-an-der-kirgisisch-tadschikischen-grenze\/","title":{"rendered":"Was sind die Gr\u00fcnde f\u00fcr die t\u00f6dlichen Zusammenst\u00f6\u00dfe an der kirgisisch-tadschikischen Grenze?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mindestens 55 Menschen wurden get&#xF6;tet und &#xFC;ber 27.000 evakuiert. Dies ist die Bilanz der gewaltsamen Zusammenst&#xF6;&#xDF;e an der kirgisisch-tadschikischen Grenze, nachdem ein Streit um Wasser eskaliert war. Novastan sprach mit dem Politikwissenschaftler<\/strong> <strong>Parwiz Mullodschonow, um die Gr&#xFC;nde f&#xFC;r die Grenzstreitigkeiten in der Region zu verstehen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ende April haben Tadschikistan und Kirgistan die gewaltt&#xE4;tigsten Grenzk&#xE4;mpfe seit der Unabh&#xE4;ngigkeit beider Staaten gef&#xFC;hrt. Der Verlauf der Ereignisse wird je nach Quelle unterschiedlich beschrieben, <a href=\"https:\/\/eurasianet.org\/tempers-flaring-as-kyrgyzstan-tajikistan-come-to-deadly-blows\">Ausl&#xF6;ser<\/a> scheint aber ein Streit um die Nutzung einer Wasserversorgungsanlage zu sein. Diese befindet sich auf kirgisischem Gebiet entlang der Stra&#xDF;e, die die tadschikische Exklave <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Woruch\">Woruch<\/a> mit dem Rest des Landes verbindet.<\/p>\n\n\n<p style=\"background-color: #d4d4d4;\"><span style=\"color: #000000;\">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin &#xFC;ber Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/novastan-ev\/werde-unser-mitglied-werde-novastan\/\"><strong>Dank eurer Teilnahme<\/strong><\/a>. Wir sind <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/novastan-ev\/unser-projekt\/\">unabh&#xE4;ngig<\/a> und wollen es bleiben, daf&#xFC;r brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/novastan-ev\/spenden\/\">Spende<\/a><\/strong> helft ihr uns, weiter ein realit&#xE4;tsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p>Was am 28. April wie in anderen F&#xE4;llen zu Scharm&#xFC;tzeln zwischen lokalen Gemeinschaften f&#xFC;hrte, wurde am n&#xE4;chsten Tag zu einem gro&#xDF;en Konflikt zwischen den Streitkr&#xE4;ften beider L&#xE4;nder. Die kirgisischen Beh&#xF6;rden <a href=\"https:\/\/kloop.kg\/blog\/2021\/04\/29\/konflikt-na-granitse-36-kyrgyzstantsev-pogibli-189-postradali\/\">berichten<\/a> von 36 Toten, darunter ein 12-j&#xE4;hriges M&#xE4;dchen, und 189 Verletzten. Mehr als 44.000 Menschen wurden ins Regionszentrum <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Batken\">Batken<\/a> evakuiert. Tadschikistan, ein geschlossener autorit&#xE4;rer Staat, hat offiziell keine Todesopfer gemeldet, aber <a href=\"https:\/\/asiaplustj.info\/ru\/news\/tajikistan\/security\/20210504\/istochnik-v-konflikte-na-tadzhiksko-kirgizskoi-granitse-pogibli-19-chelovek-raneni-88\">lokale Medien<\/a> berichten von 19 Toten. Nach einem erfolglosen ersten Waffenstillstand einigten sich beide Seiten darauf, die Grenze am Sonntagabend zu demarkieren, ohne jedoch Details zu ver&#xF6;ffentlichen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <\/strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kirgistan\/ueber-40-tote-bei-zusammenstoessen-an-der-kirgisisch-tadschikischen-grenze\/\"><strong>&#xDC;ber 40 Tote bei Zusammenst&#xF6;&#xDF;en an der kirgisisch-tadschikischen Grenze<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>In einem am 30. April gef&#xFC;hrten Interview mit dem Politikwissenschaftler Parwiz Mullodschonow er&#xF6;rtert Novastan die Gr&#xFC;nde f&#xFC;r diese Zusammenst&#xF6;&#xDF;e, die zwar in der Region h&#xE4;ufig sind, aber bisher nie eine solche Intensit&#xE4;t erreicht hatten. Mullodschonow ist Forscher an der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/&#xC9;cole_des_hautes_&#xE9;tudes_en_sciences_sociales\">EHESS<\/a> in Paris und hat regelm&#xE4;&#xDF;ig f&#xFC;r das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen und die auf Friedenskonsolidierung spezialisierte Nichtregierungsorganisation <a href=\"https:\/\/www.international-alert.org\/\">International Alert<\/a> an der Beilegung von Grenzstreitigkeiten in der Region gearbeitet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Novastan: Im <\/strong><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ferghanatal\"><strong>Ferganatal<\/strong><\/a><strong> sind die Grenzen seit langem umstritten, nur zwei Drittel der 971 Kilometer langen tadschikisch-kirgisischen Grenze sind demarkiert. Was ist das Problem in dem Abschnitt, wo die Zusammenst&#xF6;&#xDF;e begannen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Parwiz Mullodschonow: Das Problem ist, dass sich die demografische Situation &#xE4;ndert, aber die Karten diesen &#xC4;nderungen seit den 1920er Jahren nicht mehr folgen. Die Tadschiken folgen der Karte von 1924-1929, als es keine Enklave Woruch gab. Die zwischen der Enklave und Tadschikistan lebende nomadische kirgisische Bev&#xF6;lkerung wurde angesiedelt. Daher wurde Woruch de facto eine Enklave mit tadschikischer Bev&#xF6;lkerung. Der Besitz von Wasser- und Landressourcen wurde von den sowjetischen Beh&#xF6;rden geregelt und es gab keinen signifikanten Unterschied. Das System der Wasserversorgung ber&#xFC;cksichtigte nicht die territoriale Aufteilung der ethnischen Gruppen. W&#xE4;hrend der Sowjetunion war dies zun&#xE4;chst kein Problem, aber aufgrund der wachsenden Bev&#xF6;lkerung auf beiden Seiten, insbesondere auf der tadschikischen Seite, wurden die Land- und Wasserressourcen zu einer Spannungsquelle.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Haben die Zusammenst&#xF6;&#xDF;e nach dem Zusammenbruch der UdSSR begonnen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es gab bereits w&#xE4;hrend der Sowjetzeit Zusammenst&#xF6;&#xDF;e. Der erste Konflikt begann 1989 noch in der Sowjetunion. Danach begannen die sowjetischen Beh&#xF6;rden, dem Problem ihre Aufmerksamkeit zu widmen. Es wurden viele Kommissionen eingerichtet, aber es wurde nicht gel&#xF6;st. Danach existierte der Konflikt fast 23 Jahre in latenter Form. Es gab die ganze Zeit Zusammenst&#xF6;&#xDF;e, und es war nie eine ganz friedliche Situation. Die Bev&#xF6;lkerung lebt seit Jahrzehnten mit den Konflikten, wobei auf beiden Seiten regelm&#xE4;&#xDF;ig Menschen festgenommen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotzdem gab es vor 2014 nur Konflikte zwischen der ans&#xE4;ssigen Bev&#xF6;lkerung, ohne Intervention der Streitkr&#xE4;fte. 2014 waren erstmals Grenzschutzbeamte beider Seiten beteiligt, und die Schusswechsel begannen. Das war bereits eine neue Stufe, als diese Zusammenst&#xF6;&#xDF;e nicht nur zwischen den Gemeinden, sondern auch zwischen den Milit&#xE4;rs ausgetragen wurden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie hat der Konflikt diesmal begonnen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Vor einigen Tagen begann das Problem mit einer Wasserstelle, die von beiden Seiten genutzt wird. Sie befindet sich an der Stra&#xDF;e, die die Exklave Woruch mit dem Rest des Landes verbindet. Es gab eine Vereinbarung zwischen Tadschikistan und Kirgistan: W&#xE4;hrend der Wintermonate bis zum April nutzt die kirgisische Seite diese Wasserstelle, von April bis September wird sie hingegen von Tadschiken genutzt. Im Sommer nutzte die kirgisische Seite das Tortkul-Wasserreservoir (etwa 20 Kilometer weiter nord&#xF6;stlich, Anm. d. Red.) und die Tadschiken die Wasserstelle.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <\/strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kirgistan\/die-funf-wichtigsten-wasserkonflikte-in-zentralasien\/\"><strong>Die f&#xFC;nf wichtigsten Wasserkonflikte in Zentralasien<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Jahr gibt es im Tortkul-Wasserreservoir zu wenig Wasser, so dass die Kirgisen immer mehr aus der Wasserstelle holten, auch wenn sie nicht das Recht dazu hatten. Die tadschikische Seite war dagegen und vermutete, dass Kirgisen nachts das Wasser stehlen. Daher versuchten sie, eine &#xDC;berwachungskamera zu installieren, was zu einem neuen Konflikt f&#xFC;hrte. Seit vielen Jahren h&#xE4;ufen sich Probleme, und dieser Vorfall war nur der Ausl&#xF6;ser.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Region wird jedes Jahr von schweren D&#xFC;rreperioden getroffen und Zentralasien ist im Allgemeinen eine der am st&#xE4;rksten vom Klimawandel betroffenen Regionen. K&#xF6;nnte dies das Problem verst&#xE4;rkt haben?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Klimawandel spielt hier wahrscheinlich eine Rolle, da dieses Jahr weniger Wasser im Tortkul-Stausee vorhanden ist. Das Problem mit dem Wasser besteht aber seit Jahren, da der Wasserbedarf mit dem Bev&#xF6;lkerungswachstum w&#xE4;chst. Au&#xDF;erdem begann die Bev&#xF6;lkerung Reis anzubauen. Der ist rentabler, braucht aber mehr Wasser. Zu guter Letzt ist das sowjetische Bew&#xE4;sserungssystem nicht sehr effizient und erfordert dauerhafte Investitionen. Es w&#xE4;re m&#xF6;glich, dieses Bew&#xE4;sserungsproblem durch den Bau einer neuen und effizienten Infrastruktur zu l&#xF6;sen, aber das w&#xE4;re sehr teuer. Einige internationale Organisationen versuchen, die Probleme mit umstrittenem Land durch die Finanzierung neuer Infrastrukturen zu l&#xF6;sen. Sie verf&#xFC;gten jedoch nicht &#xFC;ber gen&#xFC;gend Mittel, um dies entlang der ganzen Grenze zu tun. Es w&#xE4;re das Beste, aber es gibt weder Mittel daf&#xFC;r noch politischen Willen auf beiden Seiten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dieser gro&#xDF; angelegte Konflikt war lange von Experten bef&#xFC;rchtet worden. Warum haben die Regierungen beider L&#xE4;nder nicht schon fr&#xFC;her versucht, dieses Ressourcenproblem zu l&#xF6;sen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Keine der Regierungen hatte nach dem Zerfall der Sowjetunion Zeit daf&#xFC;r. In Tadschikistan gab es einen B&#xFC;rgerkrieg und dann eine Post-Konflikt-Situation. Und in Kirgistan gab es drei Revolutionen. Andererseits ist die Frage schwer zu l&#xF6;sen, da es sich um eine so komplexe Situation handelt. Auf Gemeindeebene sind beide Seiten nicht dazu bereit, Kompromisse einzugehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die kirgisischen Beh&#xF6;rden waren seit der Macht&#xFC;bernahme von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sadyr_Dschaparow\">Sadyr Dschaparow<\/a> bereit, Grenzstreitigkeiten zu l&#xF6;sen. Es wurde sogar eine Vereinbarung mit Usbekistan gefunden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eigentlich begann die ganze Geschichte vor einigen Wochen, als die neue kirgisische Regierung das Problem anging, um bessere Umfragewerte zu erhalten. Sie schloss ein Abkommen mit Usbekistan, das von kirgisischen Einheimischen abgelehnt wurde. Man versuchte auf &#xE4;hnliche Weise, den tadschikisch-kirgisischen Streit zu l&#xF6;sen, und begann milit&#xE4;rische Man&#xF6;ver an der Grenze durchzuf&#xFC;hren, um Druck auszu&#xFC;ben. Das verursachte eine v&#xF6;llig entgegengesetzte Reaktion und erh&#xF6;hte die Spannungen. Die kirgisische Regierung wollte keinen neuen Konflikt, sie wollte nur Druck aus&#xFC;ben und das Problem l&#xF6;sen. Aber die tadschikische Regierung konnte ihren Vorschlag nicht annehmen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>K&#xF6;nnte es einen Gebietsaustausch geben?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das wurde vom kirgisischen Pr&#xE4;sidenten vorgeschlagen, aber es war ein sehr grober Vorschlag, der f&#xFC;r Duschanbe nicht akzeptabel war. Selbst wenn es zu einem Gebietsaustausch kommen w&#xFC;rde, m&#xFC;ssen die Leute aus Woruch die gleiche Infrastruktur oder zumindest eine angemessene Entsch&#xE4;digung erhalten. Es geht nicht nur um Geb&#xE4;ude, sondern auch um G&#xE4;rten, Weiden, B&#xE4;ume, Landwirtschaft. Es ist eine Bev&#xF6;lkerung von Bauern und H&#xE4;ndlern, die das Land seit Jahrhunderten kultiviert haben. Es ist f&#xFC;r sie fast unm&#xF6;glich, in ein anderes Gebiet zu ziehen, weil ihr ganzes Leben und ihr Lebensunterhalt von diesem Land abh&#xE4;ngen. Dar&#xFC;ber hinaus sieht der Bischkeker Vorschlag keine Entsch&#xE4;digungen vor.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wird es einen Krieg geben?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich denke nicht, dass es einen gro&#xDF;en Krieg geben wird, da keine Seite &#xFC;ber die wirtschaftlichen Ressourcen daf&#xFC;r verf&#xFC;gt, insbesondere angesichts der Pandemie. Meiner Meinung nach werden sowohl Bischkek als auch Duschanbe versuchen, den Konflikt erneut einzufrieren, m&#xF6;glicherweise mithilfe eines internationalen Vermittlers wie Russland oder Usbekistan. Usbekistan war bereits in Verhandlungen verwickelt. Es hat Angst vor einem gro&#xDF;en Konflikt in der Region, da in Kirgistan eine usbekische Minderheit lebt.<\/p>\n\n\n<p style=\"background-color: #d4d4d4;\"><span style=\"color: #000000;\">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? 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Tadschikistan hat bessere Erfolgschancen, weil es ein Zentralstaat mit einer starken Regierung ist. Kirgistan hat nach den Revolutionen eine aktivere Gesellschaft. F&#xFC;r die neue Regierung wird es nicht einfach werden, diese Bewegungen zu kontrollieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Das Interview f&#xFC;hrte Clara Marchaud<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Aus dem <\/strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/en\/tajikistan\/what-are-the-underlying-reasons-for-the-deadly-kyrgyz-tajik-border-clashes\/\"><strong>Englischen<\/strong><\/a><strong> von Robin Roth<\/strong><\/p>\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kan&#xE4;len, schaut mal vorbei bei <\/span><a href=\"https:\/\/twitter.com\/novastan_de\"><span style=\"font-weight: 400;\">Twitter<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Novastan.org\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Facebook<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><a href=\"https:\/\/telegram.me\/novastan\"><span style=\"font-weight: 400;\">Telegram<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/company\/novastan\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Linkedin<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> oder <\/span><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/novastanorg\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Instagram<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">. 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