{"id":26437,"date":"2021-04-25T15:16:51","date_gmt":"2021-04-25T13:16:51","guid":{"rendered":"https:\/\/novastan.org\/de\/?p=26437"},"modified":"2021-08-11T20:30:53","modified_gmt":"2021-08-11T18:30:53","slug":"zentralasien-auf-der-kinokarte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/novastan.org\/de\/kasachstan\/zentralasien-auf-der-kinokarte\/","title":{"rendered":"Zentralasien auf der Kinokarte"},"content":{"rendered":"<p><strong>Das GoEast Filmfestival schaut dieses Jahr nach Zentralasien. Neben zahlreichen Filmen aus der Region war auch ein dreit&#xE4;giges Symposium zwischen dem 22. und dem 24. April der Filmkunst in der Region gewidmet. Filmschaffende, -wissenschaftlerInnen und ExpertInnen lieferten dabei einen ausf&#xFC;hrlichen &#xDC;berblick &#xFC;ber Vergangenheit und Gegenwart des zentralasiatischen Kinos.&#xA0;&#xA0;&#xA0;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>&#x201C;Zentralasien enth&#xFC;llen&#x201D;, ist dieses Jahr ein zentrales Motto beim <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kasachstan\/das-goeast-filmfestival-schaut-dieses-jahr-nach-zentralasien\/\">GoEast Filmfestival<\/a> in Wiesbaden, das dieses Jahr aber weitgehend Online stattfindet. Zum Anlass von 30 Jahren Unabh&#xE4;ngigkeiten in der Region zeigt die Festivalorganisation zahlreiche historische und aktuelle Filme aus Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan, zus&#xE4;tzlich zum <a href=\"https:\/\/www.filmfestival-goeast.de\/de\/sektionen\/Wettbewerb\/?land=&amp;spielstaette=&amp;datum=&amp;sektionx=%2Fde%2Fsektionen%2FWettbewerb%2F\">Hauptwettbewerb<\/a> und weiteren Programmteilen.&#xA0;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Kinokunst in Zentralasien war auch das dreit&#xE4;gige Symposium gewidmet, das zwischen dem 22. und dem 24. April WissenschaftlerInnen, Filmschaffende und ExpertInnen versammelte. Somit &#x201E;er&#xF6;ffnet das Festival ein Fenster in eine Filmlandschaft, die bisher zwar bei goEast vertreten war, doch nie im Mittelpunkt stand&#x201D;, hei&#xDF;t es in der entsprechenden <a href=\"https:\/\/www.filmfestival-goeast.de\/de\/presse\/2021\/PM_Feb01_2021_de.php\">Pressemitteilung<\/a>. So leitet auch die usbekische Regisseurin und K&#xFC;nstlerin <a href=\"https:\/\/www.berliner-kuenstlerprogramm.de\/en\/gast.php?id=955&amp;p=1\">Saodat Ismailova<\/a> dieses Jahr die Festivaljury.&#xA0;<\/p>\n\n\n<p style=\"background-color: #d4d4d4;\"><span style=\"color: #000000;\">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin &#xFC;ber Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/novastan-ev\/werde-unser-mitglied-werde-novastan\/\"><strong>Dank eurer Teilnahme<\/strong><\/a>. Wir sind <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/novastan-ev\/unser-projekt\/\">unabh&#xE4;ngig<\/a> und wollen es bleiben, daf&#xFC;r brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/novastan-ev\/spenden\/\">Spende<\/a><\/strong> helft ihr uns, weiter ein realit&#xE4;tsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p>In insgesamt 13 Vortr&#xE4;gen und Gespr&#xE4;chsrunden bot das Symposium ausf&#xFC;hrliche Einblicke in die Geschichte, Produktion, Verbreitung und Rezeption von Filmen aus den f&#xFC;nf zentralasiatischen L&#xE4;ndern. Aufgrund von wirtschaftlichen und politischen Unterschieden sind diese dabei nicht ganz gleichm&#xE4;&#xDF;ig vertreten, entsprechend der nationalen Kinoindustrien .&#xA0;&#xA0;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Unterschiedliche Filmindustrien<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>W&#xE4;hrend Kasachstan die zentralasiatische Filmproduktion bei weitem anf&#xFC;hrt &#x2013; und auch als einziges zentralasiatisches Land mit zwei Filmen im Hauptwettbewerb vertreten ist &#x2013; gibt es so gut wie keinen aktuellen Film aus Turkmenistan zu zeigen, erl&#xE4;uterte die Slawistin und Filmforscherin Prof. Dr. Birgit Beumers in der <a href=\"https:\/\/www.filmfestival-goeast.de\/de\/film\/8151\/Zentralasien%20auf%20der%20Weltkarte%20des%20Films.\">Auftaktdiskussion<\/a>. Zusammen mit Jo&#xEB;l Chapron, der mitunter die ehemaligen Sowjetstaaten bei den <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Internationale_Filmfestspiele_von_Cannes\">internationalen Filmfestspielen von Cannes<\/a> vertritt, kuratierte sie das Symposium.&#xA0;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"654\" height=\"430\" src=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/04\/The_First_Teacher_Andrei_Konchalovsky.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-26439\" srcset=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/04\/The_First_Teacher_Andrei_Konchalovsky.jpeg 654w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/04\/The_First_Teacher_Andrei_Konchalovsky-300x197.jpeg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 654px) 100vw, 654px\"\/><figcaption>Der in Kirgistan nach der Erz&#xE4;hlung von Tschyngyz Aitmatow gedrehte Film &#x201E;Der erste Lehrer&#x201C; des russischen Regisseurs Andrei Kontschalowski (1965) wurde auf der Biennale in Venedig ausgezeichnet (Quelle: GoEast Filmfestival) <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Unterschiede zwischen den L&#xE4;ndern wirken sich auch auf ihre Vertretung bei gro&#xDF;en Filmfestivals wie Cannes, der Berlinale und der Biennale in Venedig aus. Von den 60 zentralasiatischen Filmen, die insgesamt auf den drei Festivals gezeigt wurden, kommen 34 aus Kasachstan, so Chapron. In den letzten f&#xFC;nf Jahre hatten aus der Region nur Kasachstan und Kirgistan dort Filme auf der Leinwand, zwei L&#xE4;nder, die auch am aktivsten ihre Kinokunst im Ausland bewerben.&#xA0;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch bei Novastan: Rezensionen zu Filmen aus Zentralasien <\/strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/tag\/cinestan\/\"><strong>in unserer Reihe &#x201C;Cinestan&#x201D;&#xA0;<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>In Cannes wurden 1954 erstmals Bilder aus Zentralasien gezeigt: Der Kurzfilm &#x201C;Pik Druschby&#x201D; (Freundschaftsgipfel) von Iliya Gutman (1953) erz&#xE4;hlt die Geschichte einer Expedition in die Berge des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tian_Shan\">Tienschan<\/a>. Einige weitere Festivalfilme wie &#x201C;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Twenty_Days_Without_War\">Zwanzig Tage ohne Krieg<\/a>&#x201D; (1976) oder &#x201C;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Der_letzte_Schu%C3%9F_(1956)\">Der letzte Schuss<\/a>&#x201D; (1956) wurden zwar in Zentralasien gedreht, jedoch von russischen Filmemachern.&#xA0;&#xA0;&#xA0;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Entstehung des Kinos in der Region&#xA0;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Tats&#xE4;chlich ist es auch f&#xFC;r FilmwissenschaftlerInnen schwer zu definieren, ab wann man von &#x201C;nationalem Kino&#x201D; sprechen kann, betonten die Kuratoren. Das gilt gerade in Zentralasien, wo die Entwicklung der Filmproduktion aktiv von den Sowjetbeh&#xF6;rden angetrieben wurde. Somit startete die Kinoproduktion in Zentralasien bereits in den 1920ern mit sogenannten &#x201C;Kulturfilmen&#x201D; der Gesellschaft &#x201C;Vostokkino&#x201D; (Ostkino). In der Zeit starteten auch erste lokale Kinostudios, allen voran &#x201C;Bukh-Kino&#x201D; (sp&#xE4;ter <a href=\"http:\/\/www.uzbekfilm.uz\/en\/index\">Uzbekfilm<\/a>). Mit der Gr&#xFC;ndung von Kyrgyzfilm im Jahr 1941 hatte jede der f&#xFC;nf zentralasiatischen Republiken ihre eigene Filmgesellschaft.&#xA0;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Evakuierung der gro&#xDF;en sowjetischen Filmstudios nach Zentralasien w&#xE4;hrend des Zweiten Weltkriegs war ironischerweise ein wichtiger Moment in der Entwicklung des zentralasiatischen Kinos. Durch den Austausch und die Arbeit mit f&#xFC;hrenden sowjetischen Regisseuren wie <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sergei_Michailowitsch_Eisenstein\">Sergei Eisenstein<\/a> (der zwischen 1942 und 1944 den ersten Teil von seinem Film <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Iwan_der_Schreckliche_I_(Film)\">Iwan der Schreckliche<\/a> in Kasachstan drehte) und das eingef&#xFC;hrte Material gewannen Filmschaffende vor Ort wertvolle Erfahrung. So war Alma-Ata (heute Almaty) eine Zeit lang das Herz des sowjetischen Kinos, erz&#xE4;hlte die franz&#xF6;sische Historikerin Gabrielle Chomentowski in <a href=\"https:\/\/www.filmfestival-goeast.de\/de\/film\/8163\/Wie%20wird%20man%20Filmarbeiter:in?%20Eine%20historische%20Perspektive%20auf%20die%20Ausbildung%20von%20zuk%C3%BCnftigen%20Filmschaffenden%20in%20Zentralasien%20im%2020.%20Jahrhundert\">ihrem Beitrag<\/a> &#xFC;ber die Ausbildung von Filmschaffenden in Zentralasien im 20. Jahrhundert.&#xA0;<\/p>\n\n\n\n<p>Das sowjetische Kino Zentralasiens war, wie Gulnara Abikayeva, Vorsitzende des Filmkritikerverbandes von Kasachstan und Dozentin an der Turan-Universit&#xE4;t in Almaty, betont, von sowjetischer Propaganda durchzogen. Die Filme folgten der Formel: &#x201C;Nationalistisch in der Form, sowjetisch im Inhalt&#x201D;, wie Abikayeva erkl&#xE4;rt. Besonders Kom&#xF6;dien sollten, jeweils an den regionalen Hintergrund angepasst, die Illusion von Wohlstand, Gl&#xFC;ckseligkeit der einfachen Bev&#xF6;lkerung und interethnischer Freundschaft aufrechterhalten. Besonders die Beziehung zum &#x201C;gro&#xDF;en Bruder&#x201D; Russland wird in den Filmen gerne betont, etwa in der Kom&#xF6;die &#x201C;<a href=\"https:\/\/ru.wikipedia.org\/wiki\/%D0%9D%D0%B0%D1%88_%D0%BC%D0%B8%D0%BB%D1%8B%D0%B9_%D0%B4%D0%BE%D0%BA%D1%82%D0%BE%D1%80\">Unser Lieber Doktor<\/a>&#x201D; aus dem Jahr 1957. Auch weibliche Emanzipation spielte eine wichtige Rolle: Viele kasachische Filmproduktionen handeln von starken und unabh&#xE4;ngigen weiblichen Protagonistinnen und tragen dementsprechend ihre Namen, beispielsweise im Film &#x201C;Reyhana&#x201D;.&#xA0;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch bei Novastan: <\/strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/tadschikistan\/weibliches-kino-aus-zentralasien\/\"><strong>Weibliches Kino aus Zentralasien<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Laut Chomentowski wuchs vor allem nach 1953 eine bedeutende Generation von Filmschaffenden in Zentralasien heran, die das Moskauer Filminstitut <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gerassimow-Institut_f%C3%BCr_Kinematographie\">WGIK<\/a> besucht hatten. Darunter finden sich zum Beispiel Regisseure wie <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bolotbek_Schamschijew\">Bolot Schamschijew<\/a> (Kirgistan), <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ali_Chamrajew\">Ali Hamroyev<\/a> (Usbekistan) und <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Khodzhakuli_Narliev\">Hojakuli Narly&#xFD;ew<\/a>, dessen &#x201C;<a href=\"https:\/\/www.filmfestival-goeast.de\/de\/film\/8022\/WENN%20EINE%20FRAU%20DAS%20PFERD%20SATTELT\">Wenn eine Frau das Pferd sattelt<\/a>&#x201D; (1974) der einzige turkmenische Film im GoEast-Programm ist. &#x201C;<em>Die emotionale Erfahrung der Ausbildung in Moskau und der Austausch in Masterskajas<\/em> (&#x201C;Ateliers&#x201D;) <em>mit f&#xFC;hrenden Filmemachern hatten einen starken Einfluss auf das Arbeitsbild dieser jungen Leute aus Zentralasien<\/em>&#x201D;, erl&#xE4;uterte Chomentowski.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"867\" src=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/04\/WHEN_A_WOMAN_SADDLES_A_HORSE_Khodzhakuli_Narliev-1024x867.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-26440\" srcset=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/04\/WHEN_A_WOMAN_SADDLES_A_HORSE_Khodzhakuli_Narliev-1024x867.jpeg 1024w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/04\/WHEN_A_WOMAN_SADDLES_A_HORSE_Khodzhakuli_Narliev-300x254.jpeg 300w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/04\/WHEN_A_WOMAN_SADDLES_A_HORSE_Khodzhakuli_Narliev-768x651.jpeg 768w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/04\/WHEN_A_WOMAN_SADDLES_A_HORSE_Khodzhakuli_Narliev-1536x1301.jpeg 1536w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/04\/WHEN_A_WOMAN_SADDLES_A_HORSE_Khodzhakuli_Narliev-2048x1735.jpeg 2048w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/04\/WHEN_A_WOMAN_SADDLES_A_HORSE_Khodzhakuli_Narliev-1300x1101.jpeg 1300w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\"\/><figcaption>Bild aus &#x201E;Wenn eine Frau das Pferd sattelt&#x201C; (Quelle: GoEast Filmfestival)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Das WGIK war auch ein guter Ort, um Filme zu sehen, die ansonsten in der Sowjetunion verboten waren oder kaum gezeigt wurden. In seiner Masterskaja mit Filmstudierenden aus Kasachstan in den fr&#xFC;hen 1980ern zeigte der Regisseur <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sergei_Alexandrowitsch_Solowjow_(Regisseur)\">Sergei Solowjow<\/a> vorzugsweise Filme der franz&#xF6;sischen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nouvelle_Vague\">Neuen Welle<\/a> und des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Italienischer_Neorealismus\">italienischen Neorealismus<\/a> und ermutigte seine Studierenden, ihr &#x201C;Innenleben&#x201D; auf die Leinwand zu bringen, statt sich an Konventionen zu orientieren. Das Ergebnis war eine als &#x201C;Kasachische Neue Welle&#x201D; bekannte Kinobewegung in den sp&#xE4;ten 1980ern und fr&#xFC;hen 1990ern, der <a href=\"https:\/\/www.filmfestival-goeast.de\/de\/film\/8165\/Die%20kasachische%20Neue%20Welle\">ein Vortrag<\/a> der franz&#xF6;sischen Filmwissenschaftlerin Eug&#xE9;nie Zvonkine gewidmet war. Der bekannteste Film dieser Bewegung ist Raschid Nugmanows &#x201C;<a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kasachstan\/igla-mit-viktor-tsoi-durchs-kasachstan-der-perestroika\/\">Igla<\/a>&#x201D; (Die Nadel, 1988).<\/p>\n\n\n\n<p>Neben der Filmausbildung spielen auch Festivals eine gro&#xDF;e Rolle f&#xFC;r die Entwicklung lokaler Kinosprachen. So zum Beispiel das <a href=\"https:\/\/eurasianet.org\/south-by-soviet-east-uzbekistans-rule-breaking-feast-of-film\">Internationale Filmfestival der L&#xE4;nder Asiens, Afrikas und S&#xFC;damerikas<\/a>, das zwischen 1968 und 1988 in Taschkent abgehalten wurde. Das Festival wurde durch Filmvorstellungen in ganz Zentralasien begleitet und bot eine &#x201C;filmische Kontaktzone&#x201D; und viel Ausdrucksfreiheit f&#xFC;r Filmschaffende, die sich sonst kaum begegnen konnten, so Chomentowski. Sp&#xE4;ter entwickelte sich das 1998 gegr&#xFC;ndete <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Eurasia_International_Film_Festival\">Eurasia International Film Festival<\/a>, das seitdem insgesamt 14 Mal organisiert wurde, zu einem wichtigen Treffpunkt f&#xFC;r die regionale Filmindustrie.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Widerstandskino in Kasachstan<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach der Unabh&#xE4;ngigkeit der zentralasiatischen L&#xE4;nder musste sich auch die zentralasiatische Filmszene neu orientieren: Die zuvor staatlich von Moskau aus organisierte Filmproduktion brach quasi weg, private Finanzierung von Filmvorhaben war nur schwer m&#xF6;glich. Doch nach und nach investieren die neu gegr&#xFC;ndeten Staaten und auch Privatpersonen wieder in die Filmindustrie: In Kasachstan produzierte Kazakhfilm in den 2000ern gro&#xDF;e und aufwendige historischen Epen wie &#x201C;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nomad_%E2%80%93_The_Warrior\">Nomad<\/a>&#x201D; oder &#x201C;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Myn_Bala_%E2%80%93_Krieger_der_Steppe\">Myn Bala &#x2013; Krieger der Steppe<\/a>&#x201D;. <a href=\"https:\/\/staff.lincoln.ac.uk\/dcf9aead-e4c8-4f89-a686-f700201cfd1d\">Rico Isaacs<\/a>, Professor f&#xFC;r Politik an der Lincoln University, <a href=\"https:\/\/www.filmfestival-goeast.de\/de\/film\/8166\/Zwischen%20erfundenen%20Welten%20und%20politischen%20Realit%C3%A4ten:%20Widerstandskino%20in%20Kasachstan\">erkl&#xE4;rt<\/a> das mit der Suche der zentralasiatischen Staaten nach einer neuen nationalen Identit&#xE4;t. Doch einige kasachische Filmemacher kritisierten diese Entwicklung: Das kasachische Kino wiederhole so nur sowjetische Muster und die Mythologisierung des Landes, der Nation und der Bev&#xF6;lkerung.&#xA0;&#xA0;&#xA0;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch bei Novastan: <\/strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kasachstan\/a-dark-dark-man-ein-korrupter-polizist-stellt-sich-der-ungerechtigkeit-entgegen\/\"><strong>&#x201C;A Dark, Dark Man&#x201D;: Ein korrupter Polizist stellt sich der Ungerechtigkeit entgegen<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Aus dieser Kritik entwickelte sich in Kasachstan die Bewegung &#x201C;Partisanen-Kino&#x201D; um den Regisseur &#xC1;dilhan Erjanov. 2014 ver&#xF6;ffentlichten sie ein <a href=\"https:\/\/brod.kz\/blogs\/partizanskoe-kino-jdat-terpet-borotsya\/\">Manifest<\/a>, in dem sie sich f&#xFC;r ein Kino aussprachen, das die soziale Realit&#xE4;t widerspiegelt und sich von alten Formen abgrenzt. Die Filme dieser Str&#xF6;mung, insbesondere von Erjanov, aber auch beispielsweise von Janna Isabaeva, thematisieren, so Isaacs, das Ringen mit lokalen Beh&#xF6;rden und B&#xFC;rokratie, Korruption, Fragen der Zugeh&#xF6;rigkeit sowie von Gender und Klasse. Sie bilden damit eine k&#xFC;nstlerische Form des Widerstands gegen die politischen und gesellschaftlichen Strukturen und den noch immer starken Personenkult um den fr&#xFC;heren Pr&#xE4;sidenten Nazarbaev. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"goEast 2021 &#x2013; ULBOLSYN &#x2013; Trailer (OmeU)\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/4txj7stsPZg?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Erjanovs neuster Film &#x201C;<a href=\"https:\/\/www.filmfestival-goeast.de\/de\/film\/8020\/ULBOLSIN\">Ulbolsyn<\/a>&#x201D; startet beim goEast-Festival dieses Jahr im Wettbewerb und wird bereits hoch gelobt. Der Film handelt von der jungen kasachischen Schauspielerin Ulbolsyn, die versucht, ihre Schwester vor ihrer Verheiratung zu retten und die patriarchalen Strukturen ihres Dorfes zu &#xFC;berwinden (der Film kann noch bis zum 28. April <a href=\"https:\/\/online.filmfestival-goeast.de\/de\/movies\/dde8174a-b49a-481a-b4e3-17ede50b78c0\">online ausgeliehen<\/a> werden).&#xA0;&#xA0;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zwischen Tradition und Moderne&#xA0;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ulbolsyn trifft damit den Kern der aktuellen Debatte um zentralasiatisches Kino, die sich zwischen Tradition und Moderne bewegt. Wie stark dieser Konflikt auch heute noch die zentralasiatische Filmlandschaft pr&#xE4;gt, zeigt die Abschlussdiskussion des goEast-Symposiums, bei der junge Regisseurinnen und Regisseure aus Usbekistan, Kasachstan und Kirgistan zu Wort kommen. F&#xFC;r Filme, die eher Szenen des allt&#xE4;glichen Lebens beleuchten, finden sich nur schwer Finanzierungsm&#xF6;glichkeiten, da sie den Beh&#xF6;rden oft r&#xFC;ckw&#xE4;rts gewandt erscheinen. Staatlich oder durch Stiftungen werden eher Filme subventioniert, die die Modernit&#xE4;t der zentralasiatischen Gesellschaften verdeutlichen.&#xA0;<\/p>\n\n\n\n<p>Dante Rustav, Regisseur aus Taschkent, dessen Kurzfilm &#x201C;<a href=\"https:\/\/www.filmfestival-goeast.de\/de\/film\/7970\/INVASION\">Invasion<\/a>&#x201D; bei goEast l&#xE4;uft, muss sich seinen n&#xE4;chsten Film daher selbst finanzieren: Ab Mai dreht er einen Dokumentarfilm &#xFC;ber Roma in Usbekistan. &#x201C;<em>Hier hat niemand ein gro&#xDF;es Interesse daran, derartige Themen zu beleuchten<\/em>&#x201D;, erkl&#xE4;rt er &#x2013; dabei habe sich der Status von Filmschaffenden seit dem Regierungswechsel in Usbekistan 2016 bereits deutlich verbessert. Auch Elisaweta Stischowa und Elnura Osmonalijewa, beide aus Kirgistan, halten eine weitere Modernisierung der kirgisischen Filmlandschaft f&#xFC;r unabdingbar. &#x201C;<em>Mit bestimmten Themen kann man sich einfach nicht um eine staatliche F&#xF6;rderung bewerben &#x2013; weder in Moskau, noch in Bischkek<\/em>&#x201D;, so Osmonalieva, die zwischen Kirgistan und Russland arbeitet und bei goEast ihren Kurzfilm &#x201C;<a href=\"https:\/\/www.filmfestival-goeast.de\/de\/film\/7998\/SEIDE\">Seide<\/a>&#x201D; zeigt. Etwas leichter hat es da der kasachische Filmemacher Ashat K&#xFA;shensherekov. Seine Filme wurden bereits mehrfach international ausgezeichnet &#x2013; als Schauspieler spielte er etwa in &#x201C;<a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kasachstan\/tulpan-wie-man-die-liebe-findet-um-hirte-zu-werden\/\">Tulpan<\/a>&#x201D; mit, der 2008 in Cannes pr&#xE4;miert wurde. Beim preisgekr&#xF6;nten Film &#x201C;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ayka\">Ayka<\/a>&#x201D; fungierte Kichincherikov als Assistent. Durch die Preisgelder hat er eine gewisse finanzielle Unabh&#xE4;ngigkeit erlangt. Sein Kurzfilm &#x201C;<a href=\"https:\/\/www.filmfestival-goeast.de\/de\/film\/7954\/DER%20TANK%20IST%20LEER\">Der Tank ist leer<\/a>&#x201D; ist ebenfalls bei goEast zu sehen.&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Von der lokalen Szene auf die internationale B&#xFC;hne<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine gro&#xDF;e St&#xFC;tze f&#xFC;r die jungen Filmschaffenden ist ihr Netzwerk, das in Zentralasien stetig w&#xE4;chst. In Taschkent gibt es beispielsweise erst seit Kurzem mit der <a href=\"https:\/\/focusgroup.uz\/en\">Focus-School<\/a> wieder eine eigene Filmschule, die Filmszene w&#xE4;chst. Gerade in der Kurzfilm-Szene unterst&#xFC;tzen sich die Filmschaffenden gegenseitig. Die Produktion von Langfilmen bleibt f&#xFC;r die jungen Regisseurinnen und Regisseure allerdings weiterhin eine Herausforderung. Kurzfilme &#x2013; das best&#xE4;tigen alle Podiumsg&#xE4;ste &#x2013; werden hingegen mittlerweile in allen zentralasiatischen L&#xE4;ndern gef&#xF6;rdert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/04\/THE_INVASION_Dante_Rustav-1024x576.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-26442\" srcset=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/04\/THE_INVASION_Dante_Rustav-1024x576.jpeg 1024w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/04\/THE_INVASION_Dante_Rustav-300x169.jpeg 300w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/04\/THE_INVASION_Dante_Rustav-768x432.jpeg 768w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/04\/THE_INVASION_Dante_Rustav-1536x864.jpeg 1536w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/04\/THE_INVASION_Dante_Rustav-1300x731.jpeg 1300w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/04\/THE_INVASION_Dante_Rustav.jpeg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\"\/><figcaption>Ausschnitt aus Dante Rustavs Kurzfilm &#x201E;Die Invasion&#x201C; (Quelle: GoEast Filmfestival)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Trotzdem bleibt die Frage, was von der Filmkunst bei der lokalen Bev&#xF6;lkerung ankommt. Die zentralasiatischen Arthouse-Filme, die beispielsweise im Programm des goEast-Festivals laufen, sprechen oft eher ein internationales als ein lokales Publikum an. Rico Isaacs erkl&#xE4;rt, oft seien die Filme, etwa die vom kasachischen Regisseur &#xC1;dilhan Erjanov, zwar f&#xFC;r ein lokales Publikum gemacht, spielen auf lokale Traditionen und Begebenheiten an. &#x201C;<em>Das Publikum daf&#xFC;r in Kasachstan ist jedoch begrenzt<\/em>&#x201D;, so Isaacs. Bei internationalen Filmfestivals hingegen ist ein derartiges Programm beliebt.&#xA0;&#xA0;&#xA0;<\/p>\n\n\n<p style=\"background-color: #d4d4d4;\"><span style=\"color: #000000;\">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen w&#xF6;chentlichen Newsletter <strong><span style=\"text-decoration: underline;\"><a href=\"https:\/\/2ff41361.sibforms.com\/serve\/MUIFAD3kOVgHRZMEzVL0tQuvV__Lm5slYuTqY-DEgdyDpH9WazOpCwYD2CLbIZdPKxyD_Mnaw2SKMY78StG6vCfPNIE1HcIumNXgnjsKyqsb8MuZ5Ng1jN3cNsBhf4SSp2VDJAgy_38b6jiUL7aU6Y-RaIAVhUpNqW1tNwmWOB-8YcNp9LBWEk57rUlkszlx_tQ8qxYED63Sz6UU\">mit einem Klick.<\/a><\/span><\/strong><\/span><\/p>\n\n\n\n<p>Ob als Archiv aus der sowjetischen Vergangenheit, als k&#xFC;nstlerische Netzwerke und Bewegungen, als Ausdrucksform oder als kommerziell ausgerichtete Industrie: zu einem gewissen Grad ist die Kinokunst in Zentralasien stets ein Spiegel ihrer Zeit. &#x201C;<em>Wir sind es gewohnt, &#xFC;ber W&#xF6;rter zu kommunizieren. Aber ich denke, die Kraft von Bild und Ton geht tiefer. Sie ist indirekter, aber kann dich wirklich mit dem vereinnahmen, was sie mitteilen will<\/em>&#x201D;, kommentierte die Jurypr&#xE4;sidentin Saodat Ismailova ihren Film &#x201C;<a href=\"https:\/\/www.filmfestival-goeast.de\/de\/film\/7934\/40%20TAGE%20SCHWEIGEN\">40 Tage schweigen<\/a>&#x201D; (2014). &#x201C;<em>Kino ist die beste Art, Zeit zu erfassen!<\/em>&#x201D;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Novastan ist 2021 Medienpartner von <\/em><a href=\"https:\/\/www.filmfestival-goeast.de\/de\/\"><em>goEast &#x2013; Festival des mittel- und osteurop&#xE4;ischen Films.<\/em><\/a><em> Das Festival zeigt noch bis zum 26. April zeitgen&#xF6;ssische und historische Filme aus Osteuropa, Russland und Zentralasien.&#xA0;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Annkatrin M&uuml;ller, Florian Coppenrath &amp; Veronika Haluch<br>Novastan.org<\/strong><\/p>\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kan&#xE4;len, schaut mal vorbei bei <\/span><a href=\"https:\/\/twitter.com\/novastan_de\"><span style=\"font-weight: 400;\">Twitter<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Novastan.org\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Facebook<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><a href=\"https:\/\/telegram.me\/novastan\"><span style=\"font-weight: 400;\">Telegram<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/company\/novastan\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Linkedin<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> oder <\/span><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/novastanorg\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Instagram<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">. F&#xFC;r Zentralasien direkt in eurer Mailbox k&#xF6;nnt ihr euch auch zu unserem <\/span><a href=\"http:\/\/eepurl.com\/O0Qub\"><span style=\"font-weight: 400;\">w&#xF6;chentlichen Newsletter anmelden<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">. <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das GoEast Filmfestival schaut dieses Jahr nach Zentralasien. Neben zahlreichen Filmen aus der Region war auch ein dreit&#xE4;giges Symposium zwischen dem 22. und dem 24. April der Filmkunst in der Region gewidmet. Filmschaffende, -wissenschaftlerInnen und ExpertInnen lieferten dabei einen ausf&#xFC;hrlichen &#xDC;berblick &#xFC;ber Vergangenheit und Gegenwart des zentralasiatischen Kinos.&#xA0;&#xA0;&#xA0; &#x201C;Zentralasien enth&#xFC;llen&#x201D;, ist dieses Jahr ein zentrales [&#x2026;]<\/p>\n","protected":false},"author":491,"featured_media":26438,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4357,4,3,6,7,5],"tags":[3197,744,1211],"coauthors":[2636,2828,1143],"class_list":["post-26437","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-gesellschaft-und-kultur","category-kasachstan","category-kirgistan","category-tadschikistan","category-turkmenistan","category-usbekistan","tag-goeast-fimfestival","tag-kultur","tag-zentralasien"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26437","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/491"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=26437"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26437\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":37383,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26437\/revisions\/37383"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/26438"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=26437"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=26437"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=26437"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/coauthors?post=26437"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}