{"id":26381,"date":"2021-04-22T18:28:28","date_gmt":"2021-04-22T16:28:28","guid":{"rendered":"https:\/\/novastan.org\/de\/?p=26381"},"modified":"2023-04-22T22:03:37","modified_gmt":"2023-04-22T20:03:37","slug":"frueher-war-hier-mal-ein-fluss-wie-die-austrocknung-des-urals-das-leben-der-menschen-an-seinem-ufer-veraendert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/novastan.org\/de\/umwelt-und-technologie\/frueher-war-hier-mal-ein-fluss-wie-die-austrocknung-des-urals-das-leben-der-menschen-an-seinem-ufer-veraendert\/","title":{"rendered":"Fr\u00fcher war hier mal ein Fluss \u2013 Wie die Austrocknung des Urals das Leben der Menschen an seinem Ufer ver\u00e4ndert"},"content":{"rendered":"<p><strong>FLUSSGESCHICHTEN. Dass der Ural immer seichter wird, ist bereits nicht mehr zu verbergen. Der drittl&#xE4;ngste Fluss Europas wird seit zehn Jahren immer flacher, was sich vor allem in den letzten drei Jahren besonders bemerkbar gemacht hat. Um zu verstehen, wie die Verflachung des Urals das Leben entlang des Flusses ver&#xE4;ndert, haben die Journalisten Lukpan Akhmed&#x131;arov und Raul Uporov Menschen getroffen, die an seinen Ufern leben und von diesem Fluss abh&#xE4;ngig sind. Die folgende Reportage erschien am 27. Januar 2021 auf <\/strong><a href=\"https:\/\/vlast.kz\/story\/43543-ranse-byla-reka.html\"><strong>Vlast<\/strong><\/a><strong>. Wir &#xFC;bersetzen sie mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem gesamten Abschnitt des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ural_%28Fluss%29\">Urals<\/a>, die er durch das <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Westkasachstan\">Gebiet Westkasachstan<\/a> flie&#xDF;t, sind die Ufer des Flusses durch drei Br&#xFC;cken und vier F&#xE4;hren verbunden. Zwar wirken F&#xE4;hren wie aus der Zeit geschlagen, tats&#xE4;chlich transportieren die vier F&#xE4;hrverbindungen in der Region jedoch j&#xE4;hrlich bis zu einer halben Million Menschen w&#xE4;hrend der gesamten Saison. Dank ihnen k&#xF6;nnen die AnwohnerInnen Bekannte besuchen, Hochzeiten feiern, Lebensmittel und notwendige Informationen erhalten oder auch einfachen Handel betreiben. Manchmal m&#xFC;ssen F&#xE4;hrleute sogar Trauerz&#xFC;ge von einem Ufer ans andere bef&#xF6;rdern.<\/p>\n\n\n\n<p>Um uns die Arbeit der F&#xE4;hren anzusehen, machen wir eine kleine Reise mit einer L&#xE4;nge von fast 500 Kilometern. Unser Weg beginnt am europ&#xE4;ischen Ufer des Flusses und f&#xFC;hrt uns zum Dorf Baturino im Bezirk Aqja&#xFD;&#x131;q. Vom Rand des Dorfes verl&#xE4;uft eine unbefestigte Stra&#xDF;e in Richtung Flussauen. Die von vielen R&#xE4;dern ausgefahrene Landstra&#xDF;e ist kaum schlechter als der Asphalt, auf dem wir von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Oral_(Stadt)\">Oral<\/a> nach Baturino kamen. Wir fahren entlang der Auen in Richtung Wald, hinter dem der Fluss flie&#xDF;t. Unterwegs halten wir ein paar entgegenkommende Autos an, um nach dem Weg zur F&#xE4;hre zu fragen.<\/p>\n\n\n<p style=\"background-color: #d4d4d4;\"><span style=\"color: #000000;\">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin &#xFC;ber Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/novastan-ev\/werde-unser-mitglied-werde-novastan\/\"><strong>Dank eurer Teilnahme<\/strong><\/a>. Wir sind <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/novastan-ev\/unser-projekt\/\">unabh&#xE4;ngig<\/a> und wollen es bleiben, daf&#xFC;r brauchen wir euch! 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Vom Waldrand bis nach Baturino wuchs hohes Gras und es gab mehrere Seen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <\/strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kasachstan\/ural-fluss-verschwindet\/\"><strong>Der Ural &#x2013; ein Fluss verschwindet<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<p><em>&#x201E;Fr&#xFC;her kamen nur Angler hierher oder Einheimische gingen in den Wald, um Beeren zu suchen. Und jetzt trocknet alles aus. Die Seen sind ausgetrocknet, das Gras ist nicht mehr das gleiche wie fr&#xFC;her. Man kann schnell fahren, denn man kann weit sehen&#x201C;<\/em>, sagt der Fahrer.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Worte des Fahrers werden durch die Landschaft best&#xE4;tigt &#x2013; die seltenen Haine bestehen aus zerbrechlichen jungen B&#xE4;umen mit einer trockenen Spitze. Hier und da sind dicke St&#xE4;mme von ausgetrockneten und umgest&#xFC;rzten B&#xE4;umen sichtbar. Da die D&#xF6;rfer auf dieser Flussseite mit Gas versorgt werden, ist lange Zeit niemand mehr in den Wald gegangen, um Brennholz zu holen. Auf dem Weg zum Wald, kommen wir an drei oder vier ausgetrockneten Seen vorbei. Weiden und trockenes Schilf weisen darauf hin, dass es hier einmal Wasser gab.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die F&#xE4;hre<\/h2>\n\n\n\n<p>Schlie&#xDF;lich durchqueren wir den Wald und erreichen nach ein paar hundert Metern das Flussufer. Direkt am Ufer befinden sich zwei Holzbretter, ein altes Metallbett und ein tief in den Boden eingegrabenes Rohr, von dem aus ein Metallkabel zum gegen&#xFC;berliegenden Ufer f&#xFC;hrt. Das Ufer, an dem wir stehen, ist sanft, das gegen&#xFC;berliegende ist steil. Auf der anderen Seite liegt die F&#xE4;hre am Ufer fest &#x2013; zwei in L&#xE4;ngsrichtung geschnittene Metallf&#xE4;sser, darauf das aus Brettern gefertigte Deck mit Gel&#xE4;ndern.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Mann kommt aus dem H&#xE4;uschen und fragt uns: <em>&#x201E;F&#xE4;hre?&#x201C;<\/em> Wir bejahen. <em>&#x201E;Sofort.&#x201C;<\/em>&#x2013; antwortet der Mann, w&#xE4;hrend er sich in Richtung H&#xE4;uschen dreht und scheinbar mit jemandem redet. Ein zweiter Mann kommt heraus, beide steigen zum Wasser hinab und beginnen, die F&#xE4;hre entlang des Kabels zu unserem Ufer zu ziehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die F&#xE4;hre landet nach wenigen Minuten an. Da wir den gesamten Vorgang mit der Kamera filmen, fragen sie, wer wir sind und warum wir filmen. Wir erkl&#xE4;ren, dass wir Journalisten sind und Material &#xFC;ber den Ural und die Menschen an seinen Ufern zusammenstellen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#x201E;Ihr kamt zu sp&#xE4;t auf die Idee, dar&#xFC;ber zu berichten. Der Fluss ist nicht mehr da. Wenn er weiter so verflacht, wird in ein oder zwei Jahren keine F&#xE4;hre mehr ben&#xF6;tigt&#x201C;<\/em>, antwortet einer der F&#xE4;hrleute.<\/p>\n\n\n\n<p>Der zweite bildet aus den Holzbrettern eine Rampe zur F&#xE4;hre und zeigt mir, wie ich das Auto auf die F&#xE4;hre fahren soll. Jetzt stelle ich vorsichtige Fragen. Werden die Rampen dem Gewicht des Autos standhalten? Werden wir mitten im Fluss sinken? Und wie f&#xE4;hrt man auf diese Konstruktion?<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#x201E;Keine Angst! In der Regel transportieren wir zwei Autos gleichzeitig. Noch hat sich niemand beschwert&#x201C;<\/em>, lacht Q&#xFD;andyq, einer der beiden F&#xE4;hrleute. Vorsichtig fahre ich die Rampe hinauf zum Deck der F&#xE4;hre. Die F&#xE4;hrleute zeigen mir mit ihrer Hand, dass ich bis zum Ende der F&#xE4;hre fahren muss. <em>&#x201E;Langsam fahren, Motor abstellen&#x201C;<\/em>, weist man mich an, w&#xE4;hrend Holzkeile unter die R&#xE4;der des Autos geschoben werden, damit es nicht wegrollt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vlast.kz\/media\/upload\/longrid\/1a8f07708afa1f805caf49bdbe425c76.png\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die M&#xE4;nner nehmen Eisenstangen, klammern sich mit deren verbogenen Ende an das Kabel und beginnen, es zu sich zu ziehen. Obwohl die Konstruktion schwer wirkt, verl&#xE4;sst die F&#xE4;hre das Ufer recht leicht und beginnt, entlang des Kabels zum gegen&#xFC;berliegenden Ufer zu treiben. Q&#xFD;andyq und Ba&#xFD;yrjan arbeiten als Angestellte auf der F&#xE4;hre. Die F&#xE4;hre selbst geh&#xF6;rt einem Anwohner, der offiziell als Einzelunternehmer registriert ist und Steuern zahlt.<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#x201E;Solche F&#xE4;hren gibt es noch flussaufw&#xE4;rts in Mergen und Esensa&#x131; und flussabw&#xE4;rts in Almaly. Sie alle sind selbstgebaut und wurden vor ungef&#xE4;hr 10-15 Jahren in Betrieb genommen, als der Ural flach wurde. Fr&#xFC;her konnten solche F&#xE4;hren nicht genutzt werden, da der Ural jedes Fr&#xFC;hjahr zu Hochwasser f&#xFC;hrte und den Wald und die Auen &#xFC;berflutete. In den letzten 15 Jahren hat der Fluss seine Ufer nicht mehr verlassen. Personen unter 20 Jahren erinnern sich &#xFC;berhaupt nicht daran, dass das Wasser den Wald und die Wiesen &#xFC;berflutet hat. Wenn du ihnen davon erz&#xE4;hlst, glauben sie es nicht&#x201C;<\/em>, erkl&#xE4;rt Ba&#xFD;yrjan.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle F&#xE4;hren sind kostenpflichtig. Laut unseren Gespr&#xE4;chspartnern sind auch die Preise unterschiedlich. Unsere F&#xE4;hrverbindung ist die g&#xFC;nstigste. Die &#xDC;berfahrt kostet 700 Tenge [circa 1,30 Euro, Anm. d. &#xDC;.] pro Auto und Richtung.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vlast.kz\/media\/upload\/longrid\/cef05a3295366dd56273f10bf45b0d52.png\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><em>&#x201E;Fr&#xFC;her war die Arbeit schwieriger. Es gab mehr Wasser im Fluss und die Str&#xF6;mung war st&#xE4;rker. Bei Hochwasser im Fr&#xFC;hjahr haben wir 10-15 Minuten f&#xFC;r eine &#xDC;berfahrt gebraucht. Und jetzt sind es 5-6 Minuten.&#x201C;<\/em> Laut unseren Gespr&#xE4;chspartnern arbeitet die F&#xE4;hre von 8 bis 20 Uhr. Mittagspause ist von eins bis zwei.<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#x201E;Wir transportieren ungef&#xE4;hr 10-15 Autos pro Tag. An Wochenenden, wenn jemand eine Hochzeit, einen Qudalyq [ein kasachischer Brauch zur Vermittlung einer Ehe, Anm. d. &#xDC;.] oder eine Beerdigung im Dorf hat, werden bis zu 30 Autos bef&#xF6;rdert. An Wochentagen ist morgens und abends Sto&#xDF;zeit &#x2013; wenn alle vom Dorf ins Bezirkszentrum oder in die Stadt reisen und abends nach Hause zur&#xFC;ckkehren.&#x201C;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wir fragen, ob die Verflachung des Urals einen starken Einfluss auf ihr Leben hat. <em>&#x201E;Wie kann ich es sagen? Unmerklich. Ich bef&#xFC;rchte blo&#xDF;, dass der Fluss in den kommenden Jahren so flach wird, dass Furten darauf erscheinen und die F&#xE4;hre dann von niemandem mehr ben&#xF6;tigt wird.&#x201C;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>&#x201E;Und in welchem Ausma&#xDF; ist der Fluss flacher geworden?&#x201C;<\/em>, fragen wir. <em>&#x201E;Siehst du die Baumst&#xE4;mme, die am anderen Ufer aus der Klippe herausragen?&#x201C;<\/em> &#x2013; Q&#xFD;andyq zeigt mit seiner Hand auf die modernden Baumst&#xE4;mme, die auf einer H&#xF6;he von 2 bis 2,5 Metern &#xFC;ber dem Wasser aus dem Ufer ragen. <em>&#x201E;2010 war dort der Anleger. Jedes Jahr m&#xFC;ssen wir ihn etwas tiefer legen.&#x201C;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <\/strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kasachstan\/die-letzten-ihrer-zunft-ueber-schiffsmechaniker-und-flusskapitaene-auf-dem-ural\/\"><strong>Die Letzten ihrer Zunft &#x2013; &#xDC;ber Schiffsmechaniker und Flusskapit&#xE4;ne auf dem Ural<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Wir fragen, ob man hier Fische fangen k&#xF6;nne. <em>&#x201E;Fische &#x2013; das ist sein Thema&#x201C;<\/em>, lacht Ba&#xFD;yrjan und nickt in Richtung Q&#xFD;andyq. <em>&#x201E;Manchmal gehe ich angeln. Aber um ehrlich zu sein, es gibt nat&#xFC;rlich nicht mehr solche Fische wie fr&#xFC;her. In den 90er Jahren konnte man 3-4 Kilogramm schwere <\/em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zander\"><em>Zander<\/em><\/a><em> im Fluss fangen. Und in den letzten drei Jahren habe ich keinen einzigen Zander gefangen. Es gibt sie nicht mehr. <\/em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rapfen\"><em>Rapfen<\/em><\/a><em> kommen noch manchmal, sehr selten vor, und wenn, dann sind sie klein &#x2013; ein halbes bis ganzes Kilogramm maximal. Fr&#xFC;her habe ich solch kleine Fische wieder ins Wasser gelassen&#x201C;<\/em>, sagt Q&#xFD;andyq.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir legen an und die F&#xE4;hrleute helfen, das Auto an Land zu rollen. Zu diesem Zeitpunkt wartet bereits ein anderes Auto am gegen&#xFC;berliegenden Ufer und meine Gespr&#xE4;chspartner machen sich auf den Weg, es &#xFC;berzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Fluss als Grenze<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Geschichte der Orte kann anhand der Ortsnamen beiderseits des Urals zur&#xFC;ckverfolgt werden. Wenn man auf die Karte schaut, sieht man am linken Ufer Namen wie Lbischensk, Kolovertnoe, Skvorkino, Yanaikino. Am gegen&#xFC;berliegenden Ufer hei&#xDF;en die D&#xF6;rfer Esensa&#x131;, Qyzyljar, Karasu, Aqja&#xFD;iq. Diese Teilung entlang der Ufer fand vor mehr als 300 Jahren statt, als die Beh&#xF6;rden des Russischen Reiches <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kosaken\">Kosaken<\/a> am linken Ufer ansiedelten. Die SteppenbewohnerInnen erhielten das rechte Ufer. Bis in die 1980er Jahre machte sich dies auch in der ethnischen Zusammensetzung der D&#xF6;rfer bemerkbar. Am linken Ufer lebten haupts&#xE4;chlich RussInnen und Kosaken, am linken Ufer KasachInnen. Von den sp&#xE4;ten 1980er bis 2000er Jahren f&#xFC;hrte die aktive Auswanderung russischsprachiger Menschen aus Kasachstan nach Russland dazu, dass die ehemaligen Kosakend&#xF6;rfer &#xFC;berwiegend kasachisch wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer heute nach Lbischensk oder ins Dorf Kalenoe kommt, wird kaum RussInnen oder Nachkommen der Kosaken finden. Daran, dass sie einst in diesen D&#xF6;rfern lebten, erinnern nur die &#xFC;berwucherten orthodoxen Friedh&#xF6;fe mit ihren Kreuzen oder aber &#x2013; im Dorf Mergenevo &#x2013; die Ruinen einer alten Kirche. Auch aus diesem Grund wurden die F&#xE4;hren erst vor relativ kurzer Zeit eingerichtet. KasachInnen, die jetzt an beiden Ufern des Flusses leben, unterst&#xFC;tzen aktiv die traditionellen sozialen Beziehungen. Sie f&#xFC;hlen sich einem Clan zugeh&#xF6;rig oder besuchen regelm&#xE4;&#xDF;ig die &#x201E;qudalar&#x201C;, die angeheirateten Verwandten.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem wir die erste F&#xE4;hre verlassen haben, fahren wir auf einer unasphaltierten Piste flussaufw&#xE4;rts in das Dorf Esensa&#x131; &#x2013; 30 Kilometer von der Stelle entfernt, an der wir den Fluss &#xFC;berquert haben. Esensai ist einer der &#xE4;ltesten <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Aul\">Aule<\/a> und wurde vor 200 Jahren gegr&#xFC;ndet. Unweit des Auls befindet sich ein Familienfriedhof, auf dem Menschen desselben Clans begraben sind: Qynyq. Die Trasse (wie hier die unaspaltierte Piste genannt wird) f&#xFC;hrt in Richtung Dorf. In einer Kurve steht ein Wegweiser mit dem Namen des Dorfes und ein selbstgemachter Wegweiser mit der lakonischen Inschrift &#x201E;F&#xE4;hre&#x201C;. Die Stra&#xDF;e von Esensa&#x131; zur F&#xE4;hre f&#xFC;hrt auch durch einen Wald. Aber der Wald bei Esensa&#x131; besticht durch seine Sch&#xF6;nheit &#x2013; riesige jahrhundertealte B&#xE4;ume, durchsetzt mit kleinen Seen und ohne verstreuten M&#xFC;ll in Form von Flaschen und allgegenw&#xE4;rtigen Plastikt&#xFC;ten. Die F&#xE4;hre ist nicht schwer zu finden &#x2013; es gibt nur eine Stra&#xDF;e, die durch den Auenwald dorthin f&#xFC;hrt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"600\" src=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/04\/409dacc0d006794ecb6bab5670ab2778_900xauto.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-26383\" srcset=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/04\/409dacc0d006794ecb6bab5670ab2778_900xauto.jpg 900w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/04\/409dacc0d006794ecb6bab5670ab2778_900xauto-300x200.jpg 300w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/04\/409dacc0d006794ecb6bab5670ab2778_900xauto-768x512.jpg 768w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/04\/409dacc0d006794ecb6bab5670ab2778_900xauto-128x86.jpg 128w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Auch diese F&#xE4;hre wird von zwei F&#xE4;hrm&#xE4;nnern betrieben &#x2013; Azamat und Nurbol. Wir fragen sie, warum F&#xE4;hren in diesem Abschnitt des Flusses so gefragt sind. <em>&#x201E;Man kann die Stadt entweder &#xFC;ber eine Piste ohne Asphalt erreichen oder aber man f&#xE4;hrt mit der F&#xE4;hre und ist sofort auf der Trasse Oral &#x2013; <\/em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Atyrau\"><em>Atyra&#xFD;<\/em><\/a><em>. Um zum Bezirkszentrum Chapaevo zu gelangen, muss man 200 Kilometer &#xFC;ber eine Piste nach Oral fahren und von dort aus 120 Kilometer nach Chapaevo. Wenn man den Fluss mit der F&#xE4;hre &#xFC;berquert, ist man bereits nach einer halben Stunde in Chapaevo&#x201C;<\/em>, erkl&#xE4;rt Azamat.<\/p>\n\n\n\n<p>Die F&#xE4;hre unterscheidet sich praktisch nicht von der vorherigen &#x2013; die gleichen geschwei&#xDF;ten Metalltanks und ein &#x201E;Deck&#x201C; aus Brettern. Die F&#xE4;hre wird durch die Kraft der H&#xE4;nde in Bewegung gesetzt, die am Kabel ziehen, welches von Ufer zu Ufer gespannt ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Azamat beschwert sich dar&#xFC;ber, dass der Fluss flach ist: <em>&#x201E;Ich f&#xFC;rchte, wir werden bald den Fluss zu Fu&#xDF; &#xFC;berqueren. Niemand wird mehr eine F&#xE4;hre brauchen.&#x201C; <\/em>Er zeigt auf eine Sandbank, die mit jungem Schilf bewachsen ist. <em>&#x201E;Diese Insel ist letztes Jahr erschienen. In diesem Jahr hat bereits das Schilf begonnen, darauf zu wachsen. Seit letztem Jahr ist sie gr&#xF6;&#xDF;er geworden. Einerseits wird der Fluss flach und andererseits sp&#xFC;lt die Str&#xF6;mung st&#xE4;ndig Sand an. Wenn diese Insel so schnell w&#xE4;chst, m&#xFC;ssen wir leider die F&#xE4;hre versetzen&#x201C;<\/em>, sagt Azamat.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kosaken<\/h2>\n\n\n\n<p>Die F&#xE4;hre landet in der N&#xE4;he des Dorfes Mergenevo an, 80 Kilometer von Chapaevo entfernt. Das ehemalige Kosakendorf war in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts eine Hochburg des Widerstands lokaler Kosaken gegen die Sowjetmacht. Die offizielle Geschichte besagt, dass der ber&#xFC;hmte rote Kommandant <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wassili_Iwanowitsch_Tschapajew\">Vasili Chapaev<\/a> irgendwo stromaufw&#xE4;rts im Ural ertrunken ist. Lokale Kosaken bestanden darauf, dass ihre Gro&#xDF;v&#xE4;ter Chapaev in der N&#xE4;he dieses Dorfes mit S&#xE4;beln t&#xF6;teten. Heute ist kein einziger Nachkomme dieser Kosaken mehr im Dorf. Einer der wenigen, die dieses Dorf Ende der 1980er Jahre verlassen haben, ist der 85-j&#xE4;hrige Gennadi Elov. Er zog nicht weit weg von diesem Ort und lebt derzeit mit seiner Frau Valentina im Dorf T&#xF3;&#x144;keris, 200 Kilometer flussaufw&#xE4;rts am Ural.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz des Wohnortwechsels hat Gennadi Elov hat das wichtigste nicht ge&#xE4;ndert: Er lebt immer noch am Ufer des Urals. Wie viele Generationen seiner Vorfahren lebt der &#xE4;ltere Herr in traditioneller Beziehung zum Fluss. Er angelt, sammelt Pilze und macht im Wald Brennholz. Als wir ihn in T&#xF3;&#x144;keris besuchen, werden wir von seiner Enkelin Dascha empfangen. Sie sagt, ihr Gro&#xDF;vater sei in den Wald gegangen, um Pilze zu suchen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <\/strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kirgistan\/leben-mit-dem-fluss-der-naryn-in-kirgistan\/\"><strong>Leben mit dem Fluss: Der Naryn in Kirgistan<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Das Haus der Elovs belegt, dass Fluss und Wald nah sind &#x2013; auf dem Tisch stehen Gl&#xE4;ser mit eingelegten Pilzen, ein Dutzend getrocknete Fische h&#xE4;ngen an einer Schnur unter der Decke. F&#xFC;r diesen getrockneten Fisch ist Gennadi Elov unter den KneipenbesitzerInnen am Ural bekannt. Sie kommen regelm&#xE4;&#xDF;ig zu ihm und kaufen seinen getrockneten Fisch, der eine besondere Konsistenz hat, die andere nicht hinbekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>So stellt auch Tante Valya [Koseform von Valentina, Anm. d. &#xDC;.] klar, dass Menschen aus Oral und Aqsa&#x131; zu ihnen kommen, um getrockneten Fisch zu kaufen. <em>&#x201E;Es ist immer so &#x2013; wir Frauen kochen und trocknen und die M&#xE4;nner bekommen den ganzen Ruhm. Er ist nicht derjenige, der den Fisch zubereitet. Glaubst du, er salzt und trocknet alles? Er bringt den Fisch, wirft ihn hin, und ich qu&#xE4;le mich. Ich kann mich nicht davor retten. M&#xF6;ge das Eis schneller kommen, damit ich mich etwas ausruhen kann&#x201C;<\/em>, erz&#xE4;hlt die &#xE4;ltere Frau und sortiert die frischen Fische &#x2013; ein paar <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hecht\">Hechte<\/a> und drei <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Brachse\">Brassen<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vlast.kz\/media\/upload\/longrid\/261d501b1660ac7401bb577e72967a4f.png\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Als sie den Grund f&#xFC;r unseren Besuch erf&#xE4;hrt, warnt sie: <em>&#x201E;Es ist unwahrscheinlich, dass er dir hilft. Sein Charakter ist so. Ein kleiner Kosake. Stur. Er hat eine eigene Ecke im Wald am Ufer, wo er fischt. Die Einheimischen nennen diesen Ort &#x201E;Elovs Winkel&#x201C;. Er nimmt niemanden dorthin mit. Verschiedene Leute aus der Stadt sind gekommen und haben gefragt, ihm sogar Geld angeboten. Aber er lehnt allen ab.&#x201C;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Nach einer Weile kommt Gennady Elov auf seinem knatternden Motorrad an. Nachdem er uns kaum zugeh&#xF6;rt hat, lehnt er sofort kategorisch ab: <em>&#x201E;Ihr habt dort nichts verloren! Ich werde euch nicht dorthin bringen.&#x201C;<\/em> Wir machen noch ein paar Versuche, ihn zu &#xFC;berzeugen, aber der alte Mann bleibt hartn&#xE4;ckig: <em>&#x201E;Ich werde es euch nicht zeigen.&#x201C;<\/em> Enkelin Dascha rettet die Situation: <em>&#x201E;Opa, ich m&#xF6;chte in den Wald gehen. Kann ich mit dir mit?&#x201C;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Anscheinend ist die Macht des M&#xE4;dchens &#xFC;ber ihren Gro&#xDF;vater grenzenlos. Er grunzt leise <em>&#x201E;Du rennst einem immer zwischen den Beinen rum&#x201C;<\/em>, stimmt aber zu, mit uns zum Fluss zu fahren. Es stellt sich heraus, dass &#x201E;Elovs Winkel&#x201C; wirklich ein Winkel ist. An einer sanften Flussbiegung des Urals steigt das Ufer steil an. <em>&#x201E;Warum ich keine Fremden hierherbringen will? Sobald Leute auftauchen, wird alles schlimmer. Feuer werden angez&#xFC;ndet, M&#xFC;ll und Flaschen liegen herum. Ich selbst trinke nicht und mag keine betrunkenen Menschen.&#x201C;<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/04\/88d422b28115352d13307e1a0b75cfea_autox1120-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-26382\" srcset=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/04\/88d422b28115352d13307e1a0b75cfea_autox1120-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/04\/88d422b28115352d13307e1a0b75cfea_autox1120-300x200.jpg 300w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/04\/88d422b28115352d13307e1a0b75cfea_autox1120-768x512.jpg 768w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/04\/88d422b28115352d13307e1a0b75cfea_autox1120-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/04\/88d422b28115352d13307e1a0b75cfea_autox1120-1300x867.jpg 1300w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/04\/88d422b28115352d13307e1a0b75cfea_autox1120-128x86.jpg 128w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/04\/88d422b28115352d13307e1a0b75cfea_autox1120.jpg 1680w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Gennadi Elov zeigt auf einen Wald auf der anderen Seite des Flusses. <em>&#x201E;Ein Seeadler-Paar hat dort genistet. Sie lieben Fisch. Wenn diese V&#xF6;gel am Fluss nisten, gibt es Fische im Fluss. Und meine Adler sind seit drei Jahren nicht mehr gekommen. Denn es gibt im Fluss keine Fische mehr. Ich habe hier schon alle Arten von Fischen gefangen! Und jetzt gibt es nur noch miesen Fisch &#x2013; <\/em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rotfeder\"><em>Rotfedern<\/em><\/a><em> und andere kleine Dinger. Vor zehn Jahren habe ich solche Fische zur&#xFC;ck in den Fluss gesetzt. Und heute ist das schon Fisch&#x201C;<\/em>, sagt Gennadi Elov.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber noch mehr Sorgen macht er sich um den Zustand des Waldes. Er f&#xFC;hrt uns von einer Mulde zur n&#xE4;chsten und zeigt uns trockene, grasbewachsene Vertiefungen. <em>&#x201E;Fr&#xFC;her war alles mit Wasser gef&#xFC;llt. Es gab Wasser. Im Fr&#xFC;hjahr kamen <\/em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Karpfen\"><em>Karpfen<\/em><\/a><em> im flachen Wasser hierher, um zu laichen. Und am Ende des Sommers oder im Herbst haben wir sie hier gefangen. Im Sommer fressen sie und werden prall wie Schweine. Im Moment ist das alles wie ein M&#xE4;rchen. Wenn du jemandem davon erz&#xE4;hlst, glaubt er es nicht&#x201C;<\/em>, sagt Gennadi Elov.<\/p>\n\n\n<p style=\"background-color: #d4d4d4;\"><span style=\"color: #000000;\">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen w&#xF6;chentlichen Newsletter <strong><span style=\"text-decoration: underline;\"><a href=\"https:\/\/2ff41361.sibforms.com\/serve\/MUIFAD3kOVgHRZMEzVL0tQuvV__Lm5slYuTqY-DEgdyDpH9WazOpCwYD2CLbIZdPKxyD_Mnaw2SKMY78StG6vCfPNIE1HcIumNXgnjsKyqsb8MuZ5Ng1jN3cNsBhf4SSp2VDJAgy_38b6jiUL7aU6Y-RaIAVhUpNqW1tNwmWOB-8YcNp9LBWEk57rUlkszlx_tQ8qxYED63Sz6UU\">mit einem Klick.<\/a><\/span><\/strong><\/span><\/p>\n\n\n\n<p>Dann f&#xFC;hrt er uns zu einer Waldlichtung, in deren Mitte er uns bittet, zum Waldrand zur&#xFC;ckzublicken. <em>&#x201E;Siehst du die vielen trockenen Wipfel? Kein einziger gesunder Baum. Alles trocknet aus. Es gibt kein Wasser. Fr&#xFC;her bin ich zum Angeln oder in den Wald gegangen und habe kein Wasser mitgenommen. Man konnte graben und etwas Quellwasser trinken. Und jetzt gibt es kein Wasser. Wir im Dorf haben uns irgendwie entschlossen, die Brunnen zu graben. Man brachte Ausr&#xFC;stung und Spezialisten. Wir sind 80 Meter tief gegangen, aber es gibt kein Wasser. Daher trocknet der Wald aus. Ich f&#xFC;rchte, ihre Kinder werden das hier nicht mehr sehen&#x201C;<\/em>, sagt Gennadi und nickt in die Richtung von Enkelin Dascha.<\/p>\n\n\n\n<p>Gennadi Elov meint, dass der fallende Wasserspiegel im Fluss ein &#x201E;Verdienst&#x201C; des Menschen sei. D&#xE4;mme, Kan&#xE4;le und das unkontrollierte F&#xE4;llen von B&#xE4;umen in den sp&#xE4;ten 90er Jahren h&#xE4;tten dazu gef&#xFC;hrt, dass es m&#xF6;glicherweise in Zukunft am Ural einen solchen Auenwald nicht mehr geben wird. Als er jung war, trat im Fr&#xFC;hjahr der Ural derart &#xFC;ber die Ufer, dass es passieren konnte, dass man die andere Seite nicht mehr sah.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Weitere Fotos im Originalartikel auf <\/em><a href=\"https:\/\/vlast.kz\/story\/43543-ranse-byla-reka.html\"><em>Vlast<\/em><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Lukpan Ahmed&#x131;arov und Raul Uporov<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Aus dem Russischen von Robin Roth<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Das Projekt &#x201E;&#x201C;Developing Journalism &#x2013; Exposing Climate Change&#x201D;&#x201C; zielt auf die Identifizierung und L&#xF6;sung von Problemen des fortschreitenden Klimawandel durch die Entwicklung und St&#xE4;rkung unabh&#xE4;ngiger Medien in Zentralasien. ExpertInnen des <\/em><\/strong><a href=\"https:\/\/medialaw.kg\/\"><strong><em>Zentrums f&#xFC;r Medien-Entwicklung<\/em><\/strong><\/a><strong><em> (Kirgistan) sowie der Redaktionen von <\/em><\/strong><a href=\"https:\/\/anhor.uz\/\"><strong><em>Anhor.uz<\/em><\/strong><\/a><strong><em> (Usbekistan), <\/em><\/strong><a href=\"https:\/\/asiaplustj.info\/\"><strong><em>Asia-Plus<\/em><\/strong><\/a><strong><em> (Tadschikistan) und <\/em><\/strong><a href=\"https:\/\/vlast.kz\/\"><strong><em>Vlast<\/em><\/strong><\/a><strong><em> (Kasachstan) leisten Unterst&#xFC;tzung als MentorInnen. Das Projekt wurde von <\/em><\/strong><a href=\"https:\/\/www.n-ost.org\/\"><strong><em>n-ost<\/em><\/strong><\/a><strong><em> (Deutschland) und dem Internationalen Zentrum f&#xFC;r Journalismus <\/em><\/strong><a href=\"https:\/\/medianet.kz\/about-us\/?lang=en\"><strong><em>MediaNet<\/em><\/strong><\/a><strong><em> (Kasachstan) mit Unterst&#xFC;tzung des Bundesministeriums f&#xFC;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) umgesetzt.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kan&#xE4;len, schaut mal vorbei bei <\/span><a href=\"https:\/\/twitter.com\/novastan_de\"><span style=\"font-weight: 400;\">Twitter<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Novastan.org\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Facebook<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><a href=\"https:\/\/telegram.me\/novastan\"><span style=\"font-weight: 400;\">Telegram<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/company\/novastan\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Linkedin<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> oder <\/span><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/novastanorg\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Instagram<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">. F&#xFC;r Zentralasien direkt in eurer Mailbox k&#xF6;nnt ihr euch auch zu unserem <\/span><a href=\"http:\/\/eepurl.com\/O0Qub\"><span style=\"font-weight: 400;\">w&#xF6;chentlichen Newsletter anmelden<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">. <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>FLUSSGESCHICHTEN. Dass der Ural immer seichter wird, ist bereits nicht mehr zu verbergen. Der drittl&#xE4;ngste Fluss Europas wird seit zehn Jahren immer flacher, was sich vor allem in den letzten drei Jahren besonders bemerkbar gemacht hat. Um zu verstehen, wie die Verflachung des Urals das Leben entlang des Flusses ver&#xE4;ndert, haben die Journalisten Lukpan Akhmed&#x131;arov [&#x2026;]<\/p>\n","protected":false},"author":403,"featured_media":26384,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4,4358],"tags":[4217,1691,4193,4099,4202],"coauthors":[4963],"class_list":["post-26381","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kasachstan","category-umwelt-und-technologie","tag-faehre","tag-fluss","tag-flussgeschichten","tag-ural","tag-westkasachstan"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26381","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/403"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=26381"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26381\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/26384"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=26381"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=26381"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=26381"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/coauthors?post=26381"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}