{"id":25498,"date":"2021-02-27T12:27:01","date_gmt":"2021-02-27T11:27:01","guid":{"rendered":"https:\/\/novastan.org\/de\/?p=25498"},"modified":"2023-04-22T22:13:08","modified_gmt":"2023-04-22T20:13:08","slug":"ural-fluss-verschwindet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/novastan.org\/de\/umwelt-und-technologie\/ural-fluss-verschwindet\/","title":{"rendered":"Der Ural \u2013 ein Fluss verschwindet"},"content":{"rendered":"<p><strong>FLUSSGESCHICHTEN. Mehr als vier Millionen Menschen in Kasachstan und Russland leben im Becken des Urals und k&#xF6;nnen beobachten, wie der Fluss immer seichter wird. Als Hauptursache benennen WissenschaftlerInnen den Menschen. Ist das Schicksal des Urals noch zu retten? Der folgende Artikel erschien im russischsprachigen Original auf <\/strong><a href=\"https:\/\/vlast.kz\/story\/43578-ural-territoria-isceznovenia.html\"><strong>Vlast<\/strong><\/a><strong>. Wir &#xFC;bersetzen ihn mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Alexander <a href=\"https:\/\/ru.wikipedia.org\/wiki\/&#x427;&#x438;&#x431;&#x438;&#x43B;&#x451;&#x432;,_&#x410;&#x43B;&#x435;&#x43A;&#x441;&#x430;&#x43D;&#x434;&#x440;_&#x410;&#x43B;&#x435;&#x43A;&#x441;&#x430;&#x43D;&#x434;&#x440;&#x43E;&#x432;&#x438;&#x447;\">Tschibiljow (rus)<\/a> aus <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Orenburg\">Orenburg<\/a> ist ein einer der anerkanntesten Wissenschaftler und wei&#xDF; alles &#xFC;ber die &#xD6;kologie des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ural_(Fluss)\">Urals<\/a>. Oder fast alles. Seit den 80er Jahren erforscht er den Zustand des Flusses und ist Autor vieler dem Ural gewidmeter, wissenschaftlicher Arbeiten. Dennoch antwortet Tschibiljow auf solche Komplimente: <em>&#x201E;Wenn ich gefragt werde, was zu tun ist, wei&#xDF; ich eher, was nicht zu tun ist, da ich fr&#xFC;here Fehler analysieren kann.&#x201C;<\/em><\/p>\n\n\n<p style=\"background-color: #d4d4d4;\"><span style=\"color: #000000;\">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin &#xFC;ber Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/novastan-ev\/werde-unser-mitglied-werde-novastan\/\"><strong>Dank eurer Teilnahme<\/strong><\/a>. Wir sind <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/novastan-ev\/unser-projekt\/\">unabh&#xE4;ngig<\/a> und wollen es bleiben, daf&#xFC;r brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/novastan-ev\/spenden\/\">Spende<\/a><\/strong> helft ihr uns, weiter ein realit&#xE4;tsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p>Und Fehler gab es laut dem Akademiker einige: Da w&#xE4;re die Urbarmachung von ertragsarmen B&#xF6;den, die jetzt das gesamte Becken des Urals sch&#xE4;digt. Da w&#xE4;re der Iriklinsker Stausee, der rund 100 Kilometer n&#xF6;rdlich der russisch-kasachstanischen Grenze f&#xFC;r ein Wasserkraftwerk angelegt wurde. Und da war der Bau von Industriebetrieben, die sogar nach ihrer Schlie&#xDF;ung weiterhin die Gew&#xE4;sser vergiften.<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#x201E;Niemand hat die m&#xF6;glichen Sch&#xE4;den dieser Eingriffe berechnet. Die Schadstoffe, die in die Gew&#xE4;sser gelangt sind, haben sich in den Sedimenten angesammelt, und wir wissen nicht, wie viele es sind. Dieses Verm&#xE4;chtnis ist eine Zeitbombe. Jetzt ernten wir die Fr&#xFC;chte des menschlichen Handelns im 20. Jahrhundert. Und der &#xF6;kologische Schaden wird von Jahr zu Jahr gr&#xF6;&#xDF;er&#x201C;<\/em>, meint Alexander Tschibiljow.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"944\" height=\"812\" src=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/02\/6765f14fedb5f903c4e83a8b3468ba22.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-25504\" srcset=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/02\/6765f14fedb5f903c4e83a8b3468ba22.png 944w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/02\/6765f14fedb5f903c4e83a8b3468ba22-300x258.png 300w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/02\/6765f14fedb5f903c4e83a8b3468ba22-768x661.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 944px) 100vw, 944px\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Alexander Tschibiljow<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Es gibt nur vorl&#xE4;ufige, sehr ungenaue Berechnungen &#xFC;ber das Ausma&#xDF; der industriellen Verschmutzung am Ural. 2017 ver&#xF6;ffentlichte eine Gruppe kasachstanischer und russischer Wissenschaftler &#x2013; A. Ke&#x144;shimonov und M. Shortanbaev sowie J. Nesterenko und S. Lewykin &#x2013; um Herausgeber S. Achmetow  einen Sonderbericht mit vorl&#xE4;ufigen Forschungsergebnissen. <\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Bericht hei&#xDF;t es: <em>&#x201E;Im Becken des Urals haben sich 20 Milliarden Tonnen (!) Industrieabf&#xE4;lle angesammelt. Die angegebene Menge umfasst auch Abf&#xE4;lle aus Anreicherungsanlagen und Gestein aus <\/em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Aufschluss_(Bergbau)\"><em>Aufschlussarbeiten<\/em><\/a><em>.&#x201C;<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/02\/35cf783f6cb2fd545b8be71b47355b7d-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25503\" srcset=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/02\/35cf783f6cb2fd545b8be71b47355b7d-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/02\/35cf783f6cb2fd545b8be71b47355b7d-300x200.jpg 300w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/02\/35cf783f6cb2fd545b8be71b47355b7d-768x512.jpg 768w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/02\/35cf783f6cb2fd545b8be71b47355b7d-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/02\/35cf783f6cb2fd545b8be71b47355b7d-1300x867.jpg 1300w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/02\/35cf783f6cb2fd545b8be71b47355b7d-128x86.jpg 128w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/02\/35cf783f6cb2fd545b8be71b47355b7d.jpg 1680w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Unter dem Becken des Urals ist dabei das gesamte Einzugsgebiets des Ural und seiner Nebenfl&#xFC;sse zu verstehen. Insgesamt m&#xFC;nden in den Ural 58 Nebenfl&#xFC;sse, von denen die gr&#xF6;&#xDF;ten die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sakmara\">Sakmara<\/a>, der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ilek_(Fluss)\">Ilek<\/a> und der Tschagan sind. Seit dem Bau des Iriklinsker Stausee am Oberlauf des Urals stammen 80 Prozent seines Wassers aus der Sakmara.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Staud&#xE4;mme sind nicht das einzige Problem<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><em>&#x201E;Im Allgemeinen dient der Betrieb von Wasserreservoirs nicht dem Ziel, das &#xD6;kosystem des Flusses zu erhalten. Viele Reservoirs, die im oberen und mittleren Teil des Beckens gebaut werden, werden ineffizient genutzt. Sie m&#xFC;ssen &#xFC;berpr&#xFC;ft werden&#x201C;<\/em>, meint Alexander Tschibiljow.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch beeinflussen D&#xE4;mme und Stauseen wirklich den R&#xFC;ckgang des Wasserspiegels im Fluss? Derzeit sind es vor allem Stauseen im Flussbett des Urals und seiner Nebenfl&#xFC;sse, die als einer der Gr&#xFC;nde f&#xFC;r die Austrocknung des Flusses ausgemacht werden. Nach Angaben Tschibiljows beobachtet man seit den 70er Jahren den sinkenden Ural-Pegel &#x2013; genau seit jener Zeit, als mit dem Bau von Wasserkraftwerken und gro&#xDF;en Stauseen im Oberlauf des Urals begonnen wurde. Heute gibt es neben dem Iriklinsker im Ural-Becken zw&#xF6;lf gro&#xDF;e Stauseen, von denen jeder ein Volumen von mindestens zehn Millionen Kubikmeter Wasser umfasst.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kirgistan\/die-funf-wichtigsten-wasserkonflikte-in-zentralasien\/\">Die f&#xFC;nf wichtigsten Wasserkonflikte in Zentralasien<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>&#x201E;Die bilaterale Kommission f&#xFC;r Probleme an grenz&#xFC;berschreitenden Fl&#xFC;ssen hat die Erhaltung des Flusses zum Ziel erkl&#xE4;rt. Aber wie will man ihn erhalten, wenn wir in <\/em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Baschkortostan\"><em>Baschkirien<\/em><\/a><em> Stauseen bauen, wo sich die Abflussmenge generiert? Die <\/em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wolga\"><em>Wolga<\/em><\/a><em> existiert nicht mehr, stattdessen eine Kaskade von Stauseen. Der obere Abschnitt des Ural ist zu einem Drittel reguliert. Viele Jahre lang hatte der Ural gegen&#xFC;ber allen nach S&#xFC;den flie&#xDF;enden Fl&#xFC;ssen der europ&#xE4;ischen Ebene (<\/em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Don_(Asowsches_Meer)\"><em>Don<\/em><\/a><em>, <\/em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dnepr\"><em>Dnjepr<\/em><\/a><em>, <\/em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dnister\"><em>Dnjestr<\/em><\/a><em>, Wolga) den Vorteil, dass es im unteren und mittleren Lauf keine Stauseen und D&#xE4;mme gab&#x201C;<\/em>, erkl&#xE4;rt Tschibiljow weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Vorschlag zur Rettung des Ural ist, Geld f&#xFC;r die Vertiefung des Flussbettes zuzuweisen. WissenschaftlerInnen aber lehnen dies grunds&#xE4;tzlich ab, nennen die Flussbettvertiefung ein Abenteuer.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"600\" src=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/02\/b92bafdbe28a810e703e1ff62a4ccde0_900xauto.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25502\" srcset=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/02\/b92bafdbe28a810e703e1ff62a4ccde0_900xauto.jpg 900w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/02\/b92bafdbe28a810e703e1ff62a4ccde0_900xauto-300x200.jpg 300w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/02\/b92bafdbe28a810e703e1ff62a4ccde0_900xauto-768x512.jpg 768w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/02\/b92bafdbe28a810e703e1ff62a4ccde0_900xauto-128x86.jpg 128w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><em>&#x201E;Davon, dass wir das Flussbett vertiefen, wird sich die Menge des Wassers nicht &#xE4;ndern. Zur gleichen Zeit gibt es ein Problem mit der Verschmutzung des Flussbetts &#x2013; Baumst&#xE4;mme verursachen Stauungen von Algen und Schlamm. Aber in der Natur, in der nat&#xFC;rlichen Umgebung, gibt es viele Mechanismen, die funktionieren. Ein nat&#xFC;rliches Fr&#xFC;hlingshochwasser sp&#xFC;lt zum Beispiel Stauungen durch umgest&#xFC;rzte B&#xE4;ume weg und verwischt Sandinseln und &#xDC;berl&#xE4;ufe. Eine gro&#xDF;e Anzahl von Blaualgen, deren Auftreten wir Menschen negativ wahrnehmen, reinigt das Wasser tats&#xE4;chlich gut von industriellen Verunreinigungen&#x201C;<\/em>, sagt Serik Hairov, Leiter des wissenschaftlichen und technischen Labors f&#xFC;r Wasserressourcen im Ural-Kaspischen Becken.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Global denken, lokal handeln<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Galidolla Asidullin, Leiter der Ural-Kaspischen Wasserinspektion, ist ebenfalls skeptisch gegen&#xFC;ber der Idee, das Flussbett k&#xFC;nstlich zu s&#xE4;ubern. Seiner Meinung nach sei dies unglaublich teuer und sinnlos.<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#x201E;In der Tat ist es notwendig, die Kan&#xE4;le und Nebenfl&#xFC;sse, die in den Ural flie&#xDF;en, zu s&#xE4;ubern. Wir haben den Ural-Kuschum-Kanal untersucht und das Gesehene ist sehr deprimierend, da zahlreiche Staud&#xE4;mme und Stauseen den Wasserfluss praktisch gestoppt haben. Infolgedessen w&#xE4;chst das Kanalbett mit Schilf und Algen zu. Es flie&#xDF;t kein Wasser ab. Das gleiche geschieht mit Betten kleinerer Fl&#xFC;sse im Ural-Becken &#x2013; Barbastau, Derkul, Gro&#xDF;er und Kleiner Usen. Das hei&#xDF;t, die H&#xE4;lfte dieser kleinen Fl&#xFC;sse bringt ihr Wasser nicht mehr in den Ural. Kein Wunder, dass der Ural-Pegel f&#xE4;llt&#x201C;<\/em>, erkl&#xE4;rt Asidullin.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"943\" height=\"652\" src=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/02\/6b152555babdf645e7c3e13786a44abb.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-25501\" srcset=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/02\/6b152555babdf645e7c3e13786a44abb.png 943w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/02\/6b152555babdf645e7c3e13786a44abb-300x207.png 300w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/02\/6b152555babdf645e7c3e13786a44abb-768x531.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 943px) 100vw, 943px\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Galidolla Asidullin<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Alexander Tschibiljow h&#xE4;lt es f&#xFC;r falsch, die Austrocknung des Ural ausschlie&#xDF;lich mit den Wasserreservoirs zu verbinden. Langj&#xE4;hrige Beobachtungen zeigten, dass es vor dem Bau des Stausees auch Jahre mit viel und wenig Wasser gab. Diese Perioden erfolgten in Zyklen und st&#xE4;nden in enger Beziehung zum Klimawandel, so der Forscher.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiterer Klimafaktor beeinflusst den Ural in einem globaleren Sinne: das Schmelzen der Polarkappen. Nach Ansicht mehrerer WissenschaftlerInnen k&#xFC;hlten Eisberge, die von Polargletschern abfallen, die warmen Meeresstr&#xF6;mungen im Nordatlantik ab, die wiederum das Wetter bis nach Eurasien beeinflussen. Alexander Tschibiljow weist auch darauf hin, dass der globale Klimawandel alle Fl&#xFC;sse in der Mitte Eurasiens beeinflusst.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kasachstan\/kann-sich-das-schicksal-des-aralsees-am-balqash-wiederholen\/\">Kann sich das Schicksal des Aralsees am Balqash wiederholen?<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>&#x201E;Es muss anerkannt werden, dass die wahren Ursachen und das Ausma&#xDF; des globalen Klimawandels trotz zahlreicher Daten und Prognosen schlecht untersucht sind. Eines ist sicher, dass diese Ver&#xE4;nderungen in der mittleren Region Eurasiens, wo sich das Becken des Flusses Ural befindet, besonders empfindlich ist. Der Don, der <\/em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kuban\"><em>Kuban<\/em><\/a><em>, der <\/em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Terek\"><em>Terek<\/em><\/a><em>, die Wolga und der Ural leiden unter Niedrigwasser. Und im <\/em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Altai\"><em>Altai<\/em><\/a><em> und &#xF6;stlich davon, einschlie&#xDF;lich dem <\/em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Amur\"><em>Amur<\/em><\/a><em>-Becken, gibt es katastrophale &#xDC;berschwemmungen. Die klimatischen Ver&#xE4;nderungen sind nicht ausreichend untersucht, auch weil der Gro&#xDF;teil der Oberfl&#xE4;che unseres Planeten vom Ozean mit seinen Str&#xF6;mungen eingenommen wird, welcher viel weniger erforscht ist als das besiedelte Land&#x201C;<\/em>, meint Tschibiljow.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der Ural wird leergetrunken<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Entwicklung am Ural erregen auch deshalb Aufmerksamkeit, weil sie mit blo&#xDF;em Auge sichtbar sind. Laut Statistik leben &#xFC;ber die gesamte L&#xE4;nge des Urals &#x2013; von den Ausl&#xE4;ufern des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ural\">Uralgebirges<\/a> in Baschkirien bis zu seiner M&#xFC;ndung ins Kaspische Meer &#x2013; rund 4,2 Millionen Menschen. Sie sehen nicht nur, was mit dem Fluss passiert, sondern sind auch der Hauptgrund f&#xFC;r die auftretenden Ver&#xE4;nderungen. Sie nutzen den Fluss und verbrauchen Wasser. Offizielle Dokumente benennen Wasserverbrauch und Wassernutzung als st&#xE4;rksten Einfluss des Menschen auf den Ural.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch hinsichtlich des industriellen Wasserverbrauchs aus dem Ural steht es nicht besser. Industrieanlagen, die Wasser aus dem Ural entnehmen, lassen verschmutztes Wasser zur&#xFC;ck in den Fluss flie&#xDF;en. <em>&#x201E;Deshalb m&#xFC;ssen wir heute die Wassernutzung den kleinen Ressourcen anpassen, gro&#xDF;en Wasserverbrauch vermeiden und uns in Zukunft auf Perioden mit &#xE4;u&#xDF;erst wenig Wasser einstellen&#x201C;<\/em>, meint Alexander Tschibiljow.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kasachstan\/kaspisches-meer-niedrigster-wasserstand-seit-30-jahren-gemessen\/\">Kaspisches Meer: Niedrigster Wasserstand seit 30 Jahren gemessen<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Er weist auch darauf hin, dass solche extremen Niedrigwasserperioden sowohl in den 20er Jahren als auch 1954-55 beobachtet wurden. 1942 und 1957 verlie&#xDF; der Ural hingegen seine Ufer und zerst&#xF6;rte sogar mit seiner Str&#xF6;mung Eisenbahnbr&#xFC;cken.<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#x201E;Das Einzige, wovon ich (trotz des allgemeinen Trends) &#xFC;berzeugt bin, ist, dass es auch noch Jahre mit viel Wasser geben und Uralsk <\/em>[die Stadt <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Oral_(Stadt)\">Oral<\/a> in Kasachstan &#x2013; Anm. d. Red.] <em>wieder &#xFC;berflutet wird. Und es wird eine Abk&#xFC;hlung geben. Die Natur auf dem Planeten ver&#xE4;ndert sich st&#xE4;ndig. Deshalb spreche ich immer wieder von notwendiger, wissenschaftlicher Begleitung, langen und regelm&#xE4;&#xDF;igen Forschungen &#xFC;ber das Wiederaufleben des Flusses mit Hilfe der Grundlagenwissenschaft&#x201C;<\/em>, fasst Alexander Tschibiljow zusammen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Vorbild vom Rhein: &#x201E;St&#xF6;r 2050&#x201C; am Ural?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Der Ural wurde bis vor nicht allzu langer Zeit als weltweit wichtigster Lieferant von St&#xF6;r und schwarzem Kaviar angesehen. In den 1970er Jahren machte der schwarze Kaviar aus dem Ural 40 Prozent der Gesamtmenge auf dem Weltmarkt aus. In den 90er Jahren meldeten WissenschaftlerInnen bereits, dass die Zahl der St&#xF6;re im Fluss seit den 70ern um das 40-fache zur&#xFC;ckgegangen sei. Oberhalb von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Atyrau\">Atyra&#xFD;<\/a> gebe es heute &#xFC;berhaupt keine St&#xF6;re mehr. <\/p>\n\n\n\n<p>Alexander Tschibiljow hatte in den 70er Jahren einen Atlas der St&#xF6;r-Laichpl&#xE4;tze im Ural erstellt. Heute r&#xE4;umt er ein, dass dieser Atlas hoffnungslos veraltet ist. Dennoch schl&#xE4;gt er vor, die R&#xFC;ckkehr des St&#xF6;rs als ein klares Kriterium f&#xFC;r die Wiederherstellung des &#xD6;kosystems Ural zu betrachten.<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#x201E;Die Wiederherstellung der St&#xF6;r-Population ist eher ein Orientierungspunkt, vielleicht sogar ein utopisches Ziel. Aber die Anwesenheit des St&#xF6;rs im Fluss ist ein Indikator f&#xFC;r dessen &#xF6;kologischen Zustand. Wenn es im Fluss eine betr&#xE4;chtliche Anzahl von St&#xF6;ren gibt, dann hei&#xDF;t das, dass der Fluss sich erholt. Wie zum Beispiel der Rhein, der in den 1960er Jahren der am meisten verschmutzte Fluss Europas war. Es wurde das Programm &#x201A;Lachs-2000&#x2018; gestartet und der Lachs kehrte zur&#xFC;ck, wenn auch nicht in gewerblichem Ausma&#xDF;&#x201C;<\/em>, meint Alexander Tschibiljow.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/02\/3dcdfa9475484b290e212bfeaab7a412-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25500\" srcset=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/02\/3dcdfa9475484b290e212bfeaab7a412-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/02\/3dcdfa9475484b290e212bfeaab7a412-300x200.jpg 300w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/02\/3dcdfa9475484b290e212bfeaab7a412-768x512.jpg 768w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/02\/3dcdfa9475484b290e212bfeaab7a412-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/02\/3dcdfa9475484b290e212bfeaab7a412-1300x867.jpg 1300w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/02\/3dcdfa9475484b290e212bfeaab7a412-128x86.jpg 128w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/02\/3dcdfa9475484b290e212bfeaab7a412.jpg 1680w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Wissenschaftler schl&#xE4;gt Beh&#xF6;rden in Russland und Kasachstan  konkrete Schritte zur Rettung des Ural vor: <em>&#x201E;Ja, beide Staaten geben riesige Summen f&#xFC;r die Wiederherstellung des Ural aus. Aber es gen&#xFC;gt ein kurzer &#xDC;berblick &#xFC;ber die Ausgaben, um zu verstehen, dass dieses Geld keine Wirkung haben. Wir haben viel Geld f&#xFC;r Konferenzen, Runde Tische und Foren, aber sehr wenig f&#xFC;r konkrete Handlungen ausgegeben. Meiner Meinung nach muss das Potenzial der Beh&#xF6;rden darauf gerichtet werden, dem Ural einen besonderen Status zu verleihen&#x201C;<\/em>, so Tschibiljow weiter.<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#x201E;Der Ural und seine Nebenfl&#xFC;sse tragen eine einzigartige biologische und landschaftlichen Vielfalt. Sie sind Wasser- und Freizeitressourcen und auf dem Abschnitt von Uralsk bis ans Kaspische Meer sind sie fast die einzige Quelle des Lebens. Wir brauchen den besonderen Status eines Naturschutzgebiets. Zumindest f&#xFC;r einig Abschnitte der Fl&#xFC;sse: die Urspr&#xFC;nge des Oberlaufes mit einer F&#xFC;lle von Quellen, die Schluchten mit ihren Bergfl&#xFC;ssen und die T&#xE4;ler mit reichlich Auenw&#xE4;ldern und Seen &#x2013; Lebensr&#xE4;ume seltener Arten, Laichpl&#xE4;tze wertvoller Fischarten und so weiter.&#x201C;<\/em><\/p>\n\n\n<p style=\"background-color: #d4d4d4;\"><span style=\"color: #000000;\">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen w&#xF6;chentlichen Newsletter <strong><span style=\"text-decoration: underline;\"><a href=\"https:\/\/2ff41361.sibforms.com\/serve\/MUIFAD3kOVgHRZMEzVL0tQuvV__Lm5slYuTqY-DEgdyDpH9WazOpCwYD2CLbIZdPKxyD_Mnaw2SKMY78StG6vCfPNIE1HcIumNXgnjsKyqsb8MuZ5Ng1jN3cNsBhf4SSp2VDJAgy_38b6jiUL7aU6Y-RaIAVhUpNqW1tNwmWOB-8YcNp9LBWEk57rUlkszlx_tQ8qxYED63Sz6UU\">mit einem Klick.<\/a><\/span><\/strong><\/span><\/p>\n\n\n\n<p><em>&#x201E;In einigen L&#xE4;ndern gibt es die Kategorie besonders gesch&#xFC;tzter Fl&#xFC;sse. In der Sowjetzeit hatte der Abschnitt des Urals von der M&#xFC;ndung des Barbastau bis zum Kaspischen Meer den Status einer &#x201A;Schutzzone&#x2018;. In den 1980er Jahren hatten wir die Verl&#xE4;ngerung dieser Schutzzone bis zur M&#xFC;ndung des Ilek geplant. An einem besonderen Status unseres Flusses muss auch die russisch-kasachstanische Kommission arbeiten, warum ist sie sonst geschaffen worden?&#x201C;<\/em>, schlie&#xDF;t Tschibiljow.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>Weitere Bilder gibt es im <a href=\"https:\/\/vlast.kz\/story\/43578-ural-territoria-isceznovenia.html\">Originalartikel<\/a> zu sehen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Das Projekt &#x201E;Developing Journalism &#x2013; Exposing Climate Change&#x201C; zielt auf die Identifizierung und L&#xF6;sung von Problemen des fortschreitenden Klimawandel durch die Entwicklung und St&#xE4;rkung unabh&#xE4;ngiger Medien in Zentralasien. ExpertInnen des <\/strong><\/em><a href=\"https:\/\/medialaw.kg\/\"><strong><em>Zentrums f&#xFC;r Medien-Entwicklung<\/em><\/strong><\/a><em><strong> (Kirgistan) sowie der Redaktionen von <\/strong><\/em><a href=\"https:\/\/anhor.uz\/\"><strong><em>Anhor.uz<\/em><\/strong><\/a><em><strong> (Usbekistan), <\/strong><\/em><a href=\"https:\/\/asiaplustj.info\/\"><strong><em>Asia-Plus<\/em><\/strong><\/a><em><strong> (Tadschikistan) und <\/strong><\/em><a href=\"https:\/\/vlast.kz\/\"><strong><em>Vlast<\/em><\/strong><\/a><em><strong> (Kasachstan) leisten Unterst&#xFC;tzung als MentorInnen. Das Projekt wurde von <\/strong><\/em><a href=\"https:\/\/www.n-ost.org\/\"><strong><em>n-ost<\/em><\/strong><\/a><em><strong> (Deutschland) und dem Internationalen Zentrum f&#xFC;r Journalismus <\/strong><\/em><a href=\"https:\/\/medianet.kz\/about-us\/?lang=en\"><strong><em>MediaNet<\/em><\/strong><\/a><em><strong> (Kasachstan) mit Unterst&#xFC;tzung des Bundesministeriums f&#xFC;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) umgesetzt.<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Lukpan Ahmed&#x131;adov und Raul Uporov <a href=\"https:\/\/vlast.kz\/story\/43578-ural-territoria-isceznovenia.html\">f&#xFC;r Vlast<\/a><\/strong><a href=\"https:\/\/vlast.kz\/story\/43578-ural-territoria-isceznovenia.html\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Aus dem Russischen von Robin Roth<\/strong><\/p>\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kan&#xE4;len, schaut mal vorbei bei <\/span><a href=\"https:\/\/twitter.com\/novastan_de\"><span style=\"font-weight: 400;\">Twitter<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Novastan.org\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Facebook<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><a href=\"https:\/\/telegram.me\/novastan\"><span style=\"font-weight: 400;\">Telegram<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/company\/novastan\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Linkedin<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> oder <\/span><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/novastanorg\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Instagram<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">. F&#xFC;r Zentralasien direkt in eurer Mailbox k&#xF6;nnt ihr euch auch zu unserem <\/span><a href=\"http:\/\/eepurl.com\/O0Qub\"><span style=\"font-weight: 400;\">w&#xF6;chentlichen Newsletter anmelden<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">. <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mehr als vier Millionen Menschen in Kasachstan und Russland leben im Becken des Urals und k&#xF6;nnen beobachten, wie der Fluss immer seichter wird. Als Hauptursache benennen WissenschaftlerInnen den Menschen. Ist das Schicksal des Urals noch zu retten?<\/p>\n","protected":false},"author":403,"featured_media":25505,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4,4358],"tags":[1691,4193,693,4115,1845,1824,1253,1371,4099,1444],"coauthors":[4963],"class_list":["post-25498","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kasachstan","category-umwelt-und-technologie","tag-fluss","tag-flussgeschichten","tag-kasachstan","tag-kaviar","tag-klimawandel","tag-oekologie","tag-russland","tag-umwelt","tag-ural","tag-wasser"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25498","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/403"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=25498"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25498\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/25505"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=25498"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=25498"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=25498"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/coauthors?post=25498"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}