{"id":24544,"date":"2020-12-19T18:56:22","date_gmt":"2020-12-19T17:56:22","guid":{"rendered":"https:\/\/novastan.org\/de\/?p=24544"},"modified":"2020-12-19T18:56:25","modified_gmt":"2020-12-19T17:56:25","slug":"ein-paar-ohrringe-fuer-eine-wohnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/novastan.org\/de\/tadschikistan\/ein-paar-ohrringe-fuer-eine-wohnung\/","title":{"rendered":"Ein Paar Ohrringe f\u00fcr eine Wohnung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Geschichte von zwei Freundinnen, die aufgrund des Kriegs aus Tadschikistan flohen und die Republik nach 26 Jahren wieder besuchten. Der folgende Artikel von Alija Chamidullina erschien am 5. September 2020 auf <a href=\"https:\/\/fergana.site\/articles\/120376\/\">Fergana<\/a>. Wir &#xFC;bersetzen ihn mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Durch den <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zerfall_der_Sowjetunion\">Zerfall der Sowjetunion<\/a> und den beginnenden <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tadschikischer_B%C3%BCrgerkrieg\">B&#xFC;rgerkrieg in Tadschikistan<\/a> (1992-1997) waren viele russischsprachige Einwohner der Republik gezwungen, diese zu verlassen. Die Angst um die eigene Sicherheit sowie um die Zukunft der Kinder veranlasste viele Leute dazu, ins Blaue aufzubrechen und ihre gut ausgestatteten Wohnungen zur&#xFC;ckzulassen. Auch ein gro&#xDF;er Teil der urspr&#xFC;nglich ans&#xE4;ssigen Bev&#xF6;lkerung floh in diesen unsicheren Jahren aus der Republik. W&#xE4;hrend des Krieges war es praktisch unm&#xF6;glich, die eigene Wohnung zu verkaufen. Fl&#xFC;chtlinge und Emigranten hinterlie&#xDF;en ihr Zuhause f&#xFC;r bessere Zeiten. Wenn sie dann nach einigen Jahren in die Heimat zur&#xFC;ckkehrten, fanden sie in ihren Wohnungen Leute vor, die sich eigenm&#xE4;chtig zu neuen BewohnerInnen gemacht hatten.<\/p>\n\n\n<p style=\"background-color: #d4d4d4;\"><span style=\"color: #000000;\">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin &#xFC;ber Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/novastan-ev\/werde-unser-mitglied-werde-novastan\/\"><strong>Dank eurer Teilnahme<\/strong><\/a>. Wir sind <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/novastan-ev\/unser-projekt\/\">unabh&#xE4;ngig<\/a> und wollen es bleiben, daf&#xFC;r brauchen wir euch! 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Sie erz&#xE4;hlten &#x201E;Fergana&#x201C; wie sie aus Tadschikistan weggefahren und nach 26 Jahren wieder in die Heimat zur&#xFC;ckgekommen sind.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Unfreiwillige Ausreise<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In den 1970er Jahren wurden die Eltern von Tatjana und Natalja nach <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Istiqlol\">Taboschar<\/a> (heute Istiqlol), eine <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Geschlossene_Stadt\">geschlossene<\/a> Kleinstadt im Norden Tadschikistans, entsandt, um dort als JungabsolventInnen in einem Unternehmen zu arbeiten. Das Unternehmen &#x201E;Sarja Wostoka&#x201C;, das in der R&#xFC;stungsindustrie t&#xE4;tig war und Raketenteile produzierte, ben&#xF6;tigte damals dringend MitarbeiterInnen und stellte den ExpertInnen alles Notwendige zur Verf&#xFC;gung: komfortable Wohnungen, Kindergarten- und Schulpl&#xE4;tze, Urlaubsreisen an Erholungsorte. &#xDC;ber die T&#xE4;tigkeit der Firma wusste kaum jemand Bescheid. <em>&#x201E;Wir produzieren Souvenirs.&#x201C;<\/em> So empfahl die Unternehmensleitung von &#x201E;Sarja Wostoka&#x201C; ihren MitarbeiterInnen auf die neugierigen Fragen Einheimischer zu antworten.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-jetpack-slideshow aligncenter\" data-effect=\"slide\"><div class=\"wp-block-jetpack-slideshow_container swiper-container\"><ul class=\"wp-block-jetpack-slideshow_swiper-wrapper swiper-wrapper\"><li class=\"wp-block-jetpack-slideshow_slide swiper-slide\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"920\" height=\"644\" alt=\"Junge Familien kommen nach Taschobar, um die Stadt zu entwickeln. Foto aus dem Privatarchiv der Freundinnen\" class=\"wp-block-jetpack-slideshow_image wp-image-24546\" data-id=\"24546\" src=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/12\/Bild-1.jpeg\" srcset=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/12\/Bild-1.jpeg 920w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/12\/Bild-1-300x210.jpeg 300w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/12\/Bild-1-768x538.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 920px) 100vw, 920px\"\/><figcaption class=\"wp-block-jetpack-slideshow_caption gallery-caption\">Junge Familien kommen nach Taschobar, um die Stadt zu entwickeln. Foto aus dem Privatarchiv der Freundinnen<\/figcaption><\/figure><\/li><li class=\"wp-block-jetpack-slideshow_slide swiper-slide\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"920\" height=\"644\" alt=\"Die Erstkl&#xE4;sslerinnen Tanya Berger und Natasha Shunenkova werden in die Oktobristen aufgenommen. Foto aus dem Privatarchiv der Freundinnen\" class=\"wp-block-jetpack-slideshow_image wp-image-24547\" data-id=\"24547\" src=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/12\/Bild-2.jpeg\" srcset=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/12\/Bild-2.jpeg 920w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/12\/Bild-2-300x210.jpeg 300w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/12\/Bild-2-768x538.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 920px) 100vw, 920px\"\/><figcaption class=\"wp-block-jetpack-slideshow_caption gallery-caption\">Die Erstkl&#xE4;sslerinnen Tanya Berger und Natasha Shunenkova werden in die Oktobristen aufgenommen. Foto aus dem Privatarchiv der Freundinnen<\/figcaption><\/figure><\/li><\/ul><a class=\"wp-block-jetpack-slideshow_button-prev swiper-button-prev swiper-button-white\" role=\"button\"><\/a><a class=\"wp-block-jetpack-slideshow_button-next swiper-button-next swiper-button-white\" role=\"button\"><\/a><a aria-label=\"Pause Slideshow\" class=\"wp-block-jetpack-slideshow_button-pause\" role=\"button\"><\/a><div class=\"wp-block-jetpack-slideshow_pagination swiper-pagination swiper-pagination-white\"><\/div><\/div><\/div>\n\n\n\n<p><em>&#x201E;Damals, in der Nachkriegszeit, wurden Deutsche, die aus Polen und der Ukraine vertrieben wurden, nach Taboschar geschickt, um Uran abzubauen. Mein Gro&#xDF;vater war einer von ihnen&#x201C;<\/em>, erz&#xE4;hlt Tatjana Berger. <em>&#x201E;Meine Mutter ist nach Abschluss ihres Studiums in <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kemerowo\">Kemerowo<\/a> als junge Expertin hierhergekommen und lernte bei der Arbeit in der Fabrik ihren zuk&#xFC;nftigen Ehemann, meinen Vater, kennen. Mein Vater ist ein ortsans&#xE4;ssiger Einwohner Taboschars. Als meine Eltern heirateten, bekamen sie zun&#xE4;chst ein Zimmer im Wohnheim und als ich &#x2013; ihr erstes Kind &#x2013; zur Welt kam, wurde ihnen eine Zweizimmerwohnung zugeteilt. Nachdem 1982 dann mein Bruder geboren wurde, bekamen wir eine ger&#xE4;umige Dreizimmerwohnung, in der wir bis zu unserer Ausreise wohnten.&#x201C;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/tadschikistan\/erinnerungen-an-den-burgerkrieg-die-redakteurin-sebo-tadschibajewa-13\/\">Erinnerungen an den tadschikischen B&#xFC;rgerkrieg: &#x201C;Die Kugeln fliegen schneller, als man rennen kann&#x201D; (1\/3)<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Tatjanas Worten zufolge lebten bis zu Beginn der 90er Jahre hunderte solcher Familien in Taboschar. Sie arbeiteten, heirateten, schmiedeten Pl&#xE4;ne f&#xFC;r die kommenden Jahre und ihr zuk&#xFC;nftiges Leben in ihrer geliebten Stadt, die f&#xFC;r viele zur zweiten Heimat geworden war.<\/p>\n\n\n<p style=\"background-color: #d4d4d4;\"><span style=\"color: #000000;\">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? 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Meine Eltern machten sich Sorgen, dass es gef&#xE4;hrlich werden k&#xF6;nne, und ihr Schutzinstinkt brachte sie dazu, sich f&#xFC;r einen baldigen Umzug zu entscheiden. Ich kann mich noch sehr gut an diese allgemeine Panik erinnern: die Leute waren in Hektik, man musste schnell entscheiden, wohin. Man begann sich an Verwandte, auch weit entfernte, zu erinnern, um nur irgendwie wegfahren zu k&#xF6;nnen. Hauptsache weit weg vom Chaos dieser Zeit&#x201C;<\/em>, erinnert sich Berger.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"500\" src=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/12\/Bild-3.jpeg\" alt=\"Familie Berger. Foto aus dem Privatarchiv\" class=\"wp-image-24549\" srcset=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/12\/Bild-3.jpeg 800w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/12\/Bild-3-300x188.jpeg 300w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/12\/Bild-3-768x480.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\"\/><figcaption>Familie Berger. Foto aus dem Privatarchiv<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Wie tausende andere fl&#xFC;chtete Tatjanas Familie ins Unbekannte. An nur einem Tag luden die Bergers alle M&#xF6;bel in einen LKW-Container. Vieles mussten sie zur&#xFC;cklassen, da ihnen statt eines Containers mit zehn Tonnen lediglich einer mit f&#xFC;nf Tonnen Kapazit&#xE4;t zur Verf&#xFC;gung stand. Tatjana erinnert sich, wie sie in der m&#xF6;blierten Wohnung einschlief und die Wohnung beim Aufwachen bereits halb leer war. Traurig fuhr die Familie los. In Tadschikistan lie&#xDF; sie ein St&#xFC;ck von sich zur&#xFC;ck, die Liebe und Verbindung zu den Orten der Heimat. Das Leben teilte sich in ein &#x201E;davor&#x201C; und &#x201E;danach&#x201C;.<\/p>\n\n\n\n<p>Im November 1992 machte sich Tatjana mit ihrem Vater auf den Weg nach Kemerowo. Dort sollte nach zwei Wochen auch der Container mit ihren M&#xF6;beln und anderen Sachen ankommen. Die Familie sollte bei der Gro&#xDF;mutter wohnen, der einzigen Verwandten, die Tatjanas Mutter noch in Russland hatte. Sie hatte nur eine kleine Zweizimmerwohnung, weshalb die Familie beschloss, nicht sofort gemeinsam zu kommen. Und die Mutter musste mit ihrem Unternehmenohnehin noch die Frage der K&#xFC;ndigung kl&#xE4;ren. Deshalb blieb sie mit Tatjanas kleinem Bruder noch einige Zeit in Taboschar. Kurze Zeit sp&#xE4;ter, im Februar 1993, wurde die Familie wieder vereint und begann sich am neuen Wohnort einzuleben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Aufgeben<\/strong><strong> <\/strong><strong>oder<\/strong><strong> <\/strong><strong>f&#xFC;r<\/strong><strong> <\/strong><strong>einen<\/strong><strong> <\/strong><strong>Spottpreis hergeben<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach einem Jahr fuhren Tatjanas Eltern w&#xE4;hrend ihres Urlaubs nach Taboschar, um die Wohnung, die sie privatisieren lassen hatten und die sich noch in ihrem Eigentum befand, zu verkaufen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#x201E;Gleich nach ihrer Ankunft hatten sie ein unerwartetes Erlebnis. Sie fanden die Eingangst&#xFC;r unserer Wohnung an einer Wohnung in einem anderen Stock vor. Nachdem sie die Bewohner nach dem Grund daf&#xFC;r gefragt hatten, h&#xF6;rten sie folgende Erkl&#xE4;rung: &#x201E;Sie sind ja weggefahren und haben die Wohnung zur&#xFC;ckgelassen. Wozu brauchen Sie dann eine gute T&#xFC;r? Unsere T&#xFC;r ist schon sehr alt und so haben wir sie ausgetauscht.&#x201C; Meine Eltern wussten nicht, was sie sagen sollten&#x201C;<\/em>, erz&#xE4;hlt Tatjana.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"496\" height=\"310\" src=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/12\/Bild-4.jpeg\" alt=\"So verlie&#xDF;en Tatjana und Natalja Taboschar. Foto aus dem Privatarchiv der Freundinnen\" class=\"wp-image-24551\" srcset=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/12\/Bild-4.jpeg 496w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/12\/Bild-4-300x188.jpeg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 496px) 100vw, 496px\"\/><figcaption> So verlie&#xDF;en Tatjana und Natalja Taboschar. Foto aus dem Privatarchiv der Freundinnen <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Pl&#xFC;nderungen und Diebst&#xE4;hle in den zur&#xFC;ckgelassenen Wohnungen waren in dieser Zeit eine allt&#xE4;gliche Erscheinung. Viele Leute bekamen ihre Wohnungen von den Unternehmen, f&#xFC;r die sie arbeiteten, gestellt, sie galten also als Dienstwohnungen. Nicht alle hatten die M&#xF6;glichkeit noch einmal zur&#xFC;ckzukehren, um die Wohnung privatisieren zu lassen und zu verkaufen. Allerdings gab es ohnehin kaum potenzielle K&#xE4;uferInnen; aufgrund des Krieges und der Wirtschaftskrise kam es zur Massenarbeitslosigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Urlaub ging dem Ende zu und es blieben nur zwei L&#xF6;sungen: Die Wohnung zur&#xFC;cklassen oder sie f&#xFC;r einen Spottpreis hergeben. Da es unm&#xF6;glich schien, sp&#xE4;ter noch einmal nach Taboschar zu kommen, blieb nichts anderes &#xFC;brig, als das Angebot des zu diesem Zeitpunkt einzigen aufgetauchten Interessenten anzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wohnung wurde gegen ein Paar goldene Ohrringe und ein bisschen Bargeld als Aufzahlung eingetauscht.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Geld reichte genau daf&#xFC;r aus, um die Ausgaben f&#xFC;r die R&#xFC;ckfahrt zu decken.<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#x201E;Diese Ohrringe mit gelbem Bernstein haben wir bis heute noch. Wir tragen sie nicht und werden das wahrscheinlich auch nie tun. Sie sind ziemlich altmodisch<\/em>&#x201C;, l&#xE4;chelt Tatjana. <em>&#x201E;Ich denke, diese Reliquie wird von Generation zu Generation weitergegeben werden &#x2013; gemeinsam mit der Erz&#xE4;hlung ihrer Geschichte. Meine Tochter liebt die Geschichten meiner Mutter &#xFC;ber diese unvergessenen Zeiten ihres Lebens in Taboschar. Nicht eine Zusammenkunft vergeht bei uns ohne eine dieser Erinnerungen. Das war eine einzigartige, gl&#xFC;ckliche Zeit und Taboschar ist f&#xFC;r immer in unseren Herzen.&#x201C;<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"496\" height=\"369\" src=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/12\/Bild-5.jpeg\" alt=\"Die Goldohrringe mit Bernstein. Foto aus dem Privatarchiv der Freundinnen\" class=\"wp-image-24552\" srcset=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/12\/Bild-5.jpeg 496w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/12\/Bild-5-300x223.jpeg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 496px) 100vw, 496px\"\/><figcaption>Die Goldohrringe mit Bernstein. Foto aus dem Privatarchiv der Freundinnen<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Berger erinnert sich daran, dass ihr geliebtes Klavier keinen Platz im Container fand. Da das Musizieren ihre Lieblingsbesch&#xE4;ftigung war, machte sie sich deshalb viele Gedanken. Als sie sich schon damit abgefunden hatte, dass das ihr so teure Instrument die neuen Wohnungsbesitzer bekommen w&#xFC;rden, nahm das Schicksal des Klaviers &#x2013; im Gegensatz zur Wohnung &#x2013; doch noch eine bessere Wendung.<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#x201E;Klaviere der Marke &#x201A;Lyrika&#x2018; hatten einen guten Ruf unter Musikern und waren f&#xFC;r ihren angenehmen Klang bekannt. Das Klavier wurde von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wolgadeutsche\">Deutschen<\/a> gekauft, die von Taboschar nach Deutschland emigrierten. Ich bin sehr froh, dass das Instrument in seiner tats&#xE4;chlichen Bestimmung zum Einsatz kam. Schlimmstenfalls w&#xE4;re sein Los gewesen, als Brennholz verkauft zu werden oder als unn&#xFC;tzes Zeug herumzustehen&#x201C;<\/em>, sagt Tatjana.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Familie Schunenkow gibt es auch eine Geschichte in Zusammenhang mit dem Verkauf ihrer Wohnung. Der eilige Umzug aus dem sonnigen Tadschikistan nach Sibirien hatte Einfluss auf das Ergebnis dieses Gesch&#xE4;fts. Natalja &#x2013; damals ein junges M&#xE4;dchen &#x2013; hatte keine warme Jacke. <\/p>\n\n\n\n<p>Ihre Eltern tauschten die Wohnung gegen einen Pelzmantel ein, in dem Natalja nach Russland fuhr.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"496\" height=\"310\" src=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/12\/Bild-6.jpeg\" alt=\"Tatjana und Natalja im Taboscharer Kulturhaus. Foto aus dem Privatarchiv der Freundinnen\" class=\"wp-image-24553\" srcset=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/12\/Bild-6.jpeg 496w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/12\/Bild-6-300x188.jpeg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 496px) 100vw, 496px\"\/><figcaption>Tatjana und Natalja im Taboscharer Kulturhaus. Foto aus dem Privatarchiv der Freundinnen<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><em>&#x201E;Der Pelzmantel war der einzige &#x201A;wertvolle&#x2018; Gegenstand, der uns von den K&#xE4;ufern f&#xFC;r unsere Wohnung in Taboschar angeboten wurde. Es stellte sich allerdings heraus, dass dieser Mantel aus irgendeinem undefinierbaren Tierfell war. Sp&#xE4;ter sagte uns jemand, es w&#xE4;re Hundefell. Ich erinnere mich, dass wir im Zug sa&#xDF;en und mich st&#xE4;ndig irgendetwas gebissen hat. Das waren Fl&#xF6;he. Sp&#xE4;ter habe ich einen neuen Mantel bekommen, und von dem alten haben wir uns erfolgreich getrennt. In dieser Hinsicht hatte Tanja mehr Gl&#xFC;ck: Immerhin ist ihr irgendein Erinnerungsst&#xFC;ck an die alte Wohnung geblieben<\/em>&#x201C;, lacht Natalja.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wiedersehen mit der Stadt der Kindheit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Heute erz&#xE4;hlen Tatjana und Natalja diese Geschichten mit einem L&#xE4;cheln, aber damals, Anfang der 1990er, war alles viel dramatischer. Familien verloren einen Teil ihres erwirtschafteten Verm&#xF6;gens und standen praktisch ohne ein Dach &#xFC;ber dem Kopf da. Kr&#xE4;nkungen gebe es keine, sagen die Frauen: Damals waren alle in einer schwierigen Lage. Auch viele tadschikische Familien mussten ihre Heimat verlassen und ihren gesamten Besitz zur&#xFC;cklassen. Dar&#xFC;ber hinaus wollten die Freundinnen all diese Jahre &#xFC;ber nach Tadschikistan fahren und die Orte besuchen, wo sie die besten Momente ihrer Kindheit erlebten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/tadschikistan\/warum-breschnew-millionen-in-nurek-staudamm-in-tadschikistan-investierte\/\">Warum Breschnew Millionen in den Nurek-Staudamm in Tadschikistan investierte<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Reise nach Taboschar war bei den Frauen oft Gespr&#xE4;chsthema. Von jeder Gehaltszahlung legten sie eine kleine Summe in eine Schachtel mit der Aufschrift &#x201E;F&#xFC;r Taboschar&#x201C;. Die Freundinnen reisten in Gedanken oft in jene Zeit zur&#xFC;ck. Sie versuchten sich vorzustellen, wie die Stadt jetzt aussah, wer in ihren damaligen Wohnungen lebte, oder ob jemand von den Alteingesessenen geblieben ist?<\/p>\n\n\n\n<p>Und schlie&#xDF;lich, nach 26 Jahren, erf&#xFC;llten sich Tatjana und Natalja, die nun im Oblast Kemerowo leben, ihren Traum und fuhren nach Taboschar.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"496\" height=\"310\" src=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/12\/Bild-7.jpeg\" alt=\"Die fr&#xFC;here Wohnung der Familie Berger im 4. Stock. Foto aus dem Privatarchiv\" class=\"wp-image-24554\" srcset=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/12\/Bild-7.jpeg 496w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/12\/Bild-7-300x188.jpeg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 496px) 100vw, 496px\"\/><figcaption>Die fr&#xFC;here Wohnung der Familie Berger im 4. Stock. Foto aus dem Privatarchiv<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><em>&#x201E;Es war ein sehr bewegender Moment, als wir &#xFC;ber die Treppe vom Flugzeug hinuntergingen und auf tadschikischen Boden stiegen. Wir atmeten die frische Luft ein, diese unglaubliche Luft, vermischt mit dem Duft aller m&#xF6;glichen Blumen und dem Geruch des in der Sonne gl&#xFC;henden Asphalts. Wir waren &#xFC;bergl&#xFC;cklich. Am liebsten h&#xE4;tten wir den Boden der Heimat gek&#xFC;sst. Dieses einzigartige Gef&#xFC;hl, als ob du das ganze Leben lang nur f&#xFC;r diesen Moment gelebt h&#xE4;ttest. Jenen, die keine Trennung von ihrer Heimat erleben mussten, wird es schwerfallen, diese Gef&#xFC;hle zu verstehen&#x201C;<\/em>, erinnert sich Tatjana.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Frauen erz&#xE4;hlen, wie sie auf dem Weg nach Taboschar versuchten, jeden Moment einzufangen und ganz unbeabsichtigt ihre Kindheitserinnerungen mit den aktuellen Gegebenheiten verglichen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#x201E;Die gleichen B&#xE4;ume entlang des Stra&#xDF;enrands, die gleichen gr&#xFC;nen Wiesen mit gelbem L&#xF6;wenzahn, die gleichen pl&#xE4;tschernden B&#xE4;chlein. Aber an der Stadteinfahrt stach uns gleich das Schild ins Auge, auf dem schon der neue Name stand: &#x201E;Willkommen in Istiqlol&#x201C;. Auch der Hauptplatz hatte sich ver&#xE4;ndert. Statt der Leninstatue steht da nun ein sch&#xF6;nes Denkmal mit dem Wappen&#x201C;<\/em>, erz&#xE4;hlt Natalja.<em> &#x201E;Die Stadt ist nach wie vor eine gr&#xFC;ne Stadt geblieben. Wir waren erfreut, dass es &#xFC;berall wunderbar nach Blumen duftet. Die bekannten deutschen Steinh&#xE4;user erhielten das einzigartige Erscheinungsbild der Stadt.&#x201C;<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"496\" height=\"310\" src=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/12\/Bild-8.jpeg\" alt=\"Tatjana vor dem Haus ihrer Gro&#xDF;mutter. Foto aus dem Privatarchiv\" class=\"wp-image-24555\" srcset=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/12\/Bild-8.jpeg 496w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/12\/Bild-8-300x188.jpeg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 496px) 100vw, 496px\"\/><figcaption>Tatjana vor dem Haus ihrer Gro&#xDF;mutter. Foto aus dem Privatarchiv<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><em>&#x201E;Unser Traum wurde wahr! Zuerst fuhren wir gleich in unseren Stadtteil. Tanjas und mein Haus waren in der Nachbarschaft. Wir erkannten die H&#xE4;user nicht gleich. Es war so ein Gef&#xFC;hl, als ob sie niedriger geworden w&#xE4;ren. Die Innenh&#xF6;fe waren leer. Dabei war unser Hof st&#xE4;ndig voll mit Kindern bei den Schaukeln, Sandkisten und Rutschen. Jetzt gibt es nichts mehr davon. Mich &#xFC;berkam sofort ein tiefes Gef&#xFC;hl der Traurigkeit und Nostalgie nach diesen gl&#xFC;cklichen Zeiten. Gleichzeitig empfand ich eine gro&#xDF;e Freude dar&#xFC;ber, dass ich unser Haus wiedersehen konnte, welches wir auf der Suche nach einem besseren Leben zur&#xFC;cklassen mussten. Unsere Wohnungen stehen zum Gl&#xFC;ck nicht leer, davon zeugten die Vorh&#xE4;nge hinter den Fenstern&#x201C;<\/em>, f&#xE4;hrt Natalja fort.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Freundinnen blieben drei Tage in Taboschar. Sie &#xFC;bernachteten bei einem Schulkollegen von Nataljas j&#xFC;ngerem Bruder, der sie die ganze Zeit &#xFC;ber begleitete.<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#x201E;Wir sind fast die ganze Stadt abgegangen. Wir spazierten die bekannten Stra&#xDF;en entlang und besuchten f&#xFC;r uns pers&#xF6;nlich wichtige Orte: das Haus meiner Oma, das Stadion, den See, das Kulturhaus, den Park, den Markt&#x201C;<\/em>, erz&#xE4;hlt Tatjana. <em>&#x201E;Von der europ&#xE4;ischen Bev&#xF6;lkerung ist praktisch niemand &#xFC;briggeblieben. Aber es ist erfreulich, dass fast alle Einwohner flie&#xDF;end Russisch sprechen und wir &#xFC;berhaupt keine Sprachbarriere f&#xFC;hlten. Die Stadt lebt weiterhin ihr Leben, wenn auch nicht so ein aktives wie fr&#xFC;her. Als wir schon auf dem R&#xFC;ckweg waren, sa&#xDF; ich im Flugzeug und dachte &#xFC;ber unsere Reise nach, die schlussendlich zustande gekommen ist. Und pl&#xF6;tzlich erkannte ich, dass ich in mir so ein Gef&#xFC;hl der Unvollst&#xE4;ndigkeit trug. Als ob ich irgendetwas nicht vollendet h&#xE4;tte, also ob es notwendig gewesen w&#xE4;re, noch l&#xE4;nger in Taboschar zu bleiben. Aber dieses Mal erlaubten das die Umst&#xE4;nde nicht. Ich denke, dass wir unsere Reise in die Heimat irgendwann f&#xFC;r einen l&#xE4;ngeren Zeitraum wiederholen werden, damit wir diese Zeit und unsere Erinnerungen in vollen Z&#xFC;gen genie&#xDF;en k&#xF6;nnen.&#x201C;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Alija Chamidullina f&#xFC;r <a href=\"https:\/\/fergana.site\/\">Fergana<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Aus dem Russischen von Gisela Zeindlinger<\/strong><\/p>\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kan&#xE4;len, schaut mal vorbei bei <\/span><a href=\"https:\/\/twitter.com\/novastan_de\"><span style=\"font-weight: 400;\">Twitter<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Novastan.org\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Facebook<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><a href=\"https:\/\/telegram.me\/novastan\"><span style=\"font-weight: 400;\">Telegram<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/company\/novastan\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Linkedin<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> oder <\/span><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/novastanorg\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Instagram<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">. F&#xFC;r Zentralasien direkt in eurer Mailbox k&#xF6;nnt ihr euch auch zu unserem <\/span><a href=\"http:\/\/eepurl.com\/O0Qub\"><span style=\"font-weight: 400;\">w&#xF6;chentlichen Newsletter anmelden<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">. <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Geschichte von zwei Freundinnen, die aufgrund des Kriegs aus Tadschikistan flohen und die Republik nach 26 Jahren wieder besuchten. Der folgende Artikel von Alija Chamidullina erschien am 5. September 2020 auf Fergana. Wir &#xFC;bersetzen ihn mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. Durch den Zerfall der Sowjetunion und den beginnenden B&#xFC;rgerkrieg in Tadschikistan (1992-1997) waren viele [&#x2026;]<\/p>\n","protected":false},"author":1009,"featured_media":24545,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[4026,4025,1501,1968,1294],"coauthors":[4023],"class_list":["post-24544","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-tadschikistan","tag-emigration","tag-flucht","tag-rueckkehr","tag-tadschikischer-burgerkrieg","tag-tadschikistan"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24544","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1009"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=24544"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24544\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/24545"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=24544"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=24544"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=24544"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/coauthors?post=24544"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}