{"id":24185,"date":"2020-11-24T15:12:55","date_gmt":"2020-11-24T14:12:55","guid":{"rendered":"https:\/\/novastan.org\/de\/?p=24185"},"modified":"2021-03-16T11:41:07","modified_gmt":"2021-03-16T10:41:07","slug":"infrastruktur-in-zentralasien-durch-das-prisma-der-anthropologie-ein-interview-mit-agnieszka-joniak-luethi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/novastan.org\/de\/kasachstan\/infrastruktur-in-zentralasien-durch-das-prisma-der-anthropologie-ein-interview-mit-agnieszka-joniak-luethi\/","title":{"rendered":"Infrastruktur in Zentralasien durch das Prisma der Anthropologie &#8211; ein Interview mit Agnieszka Joniak-L\u00fcthi"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Anthropologin Agnieszka Joniak-L&#xFC;thi erforscht die Folgen von Infrastrukturprojekten in Zentralasien. Im Interview mit <\/strong><a href=\"https:\/\/caa-network.org\/archives\/20437?fbclid=IwAR35J1B-Y9gmjt7ijTI0oiW0PoMBVxwgbT28AbStkNGxvlZtDXemm6GEXfU\"><strong>Central Asian Analytical Network<\/strong><\/a><strong> spricht sie &#xFC;ber ihre Arbeit. Wir &#xFC;bersetzen den Artikel mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In Zentralasien werden der Start und die Durchf&#xFC;hrung von Infrastrukturprojekten als gro&#xDF;er Erfolg und Gemeinwohl interpretiert. Doch ist das auch in Wirklichkeit so? Wie kann die Infrastruktur nicht nur den globalen, sondern auch den lokalen Kreislauf der G&#xFC;ter, des Kapitals, der Arbeit aber auch der politischen Interessen beeinflussen? Was erwarten die Menschen von der Infrastruktur und warum werden ihre Hoffnungen oft nicht erf&#xFC;llt? Wie k&#xF6;nnte man zu vorwiegend inklusiven, &#xF6;kologischen, nachhaltigen, richtigen und gerechten Modellen des Infrastrukturaufbaus &#xFC;bergehen? &#xDC;ber die Perspektive anthropologischer Infrastrukturforschung, unter anderem zur Initiative <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/One_Belt%2C_One_Road\">One Belt, One Road<\/a> berichtet in diesem Interview Professor <a href=\"https:\/\/www.isek.uzh.ch\/en\/anthropology\/Staff\/staff\/J\/agnieszkajoniakluethi.html\">Agnieszka Joniak-L&#xFC;thi<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Agnieszka Joniak-L&#xFC;thi ist Professorin f&#xFC;r Sozialanthropologie an der Universit&#xE4;t Z&#xFC;rich und Leiterin des Projekts &#x201E;ROADWORK: Anthropologie der Infrastruktur an der Chinas innerasiatischen Grenzen&#x201C;. Joniak-L&#xFC;thi hat &#xFC;ber vier Jahre in China studiert und geforscht und verf&#xFC;gt &#xFC;ber hohe Regionalexpertise zu China. Sie hat ihre Forschung in den entwickelten s&#xFC;d-westlichen Provinzen begonnen und in den Megast&#xE4;dten wie Peking und Schanghai fortgesetzt. Im Jahr 2011 war sie in den trockenen nord-westlichen Regionen. In einer der letzten Studien hat sie die Verbindung von Verkehrsinfrastruktur einerseits und &#xF6;kologischer Degradierung und den Prozessen staatliches Verwaltungsaufbaus andererseits untersucht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>CAAN: Wann und aus welchen Gr&#xFC;nden ist Infrastruktur f&#xFC;r die Anthropologie Forschungsgegenstand geworden?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Joniak-L&#xFC;thi: Im Laufe ihrer Geschichte hat die Sozial- und Kulturanthropologie den Fokus auf die Forschung der Orte und Menschen gelegt, die sich sehr weit von der Umgebung des Ethnographen befinden. So sind Ethnographen verreist um die Sozialsysteme, Wirtschaft, Rituale und Religionen von den &#x201E;Anderen&#x201C; zu entdecken. Die heimatliche Gemeinschaft der Ethnographen selbst war nicht ihr&#xA0; Forschungsgegenstand.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Entstehung von postkolonialen Studien, feministischen Ans&#xE4;tzen in der Anthropologie und allgemein mit der Entstehung des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Poststrukturalismus\">Poststrukturalismus<\/a> wurde der fr&#xFC;here Stand der Dinge in Frage gestellt. Auch die Methoden und Schwerpunkte der Forschungen wurden transformiert. Heutzutage forschen europ&#xE4;ische Anthropologen zum Beispiel in ihren Gesellschaften, oft in der Stadtumgebung: Wie verh&#xE4;lt sich die Regierung in der &#xD6;ffentlichkeit, welche Rolle haben Rituale im Alltagsleben und wie sind die Menschen miteinander verbunden, zum Beispiel durch Verwandtschaft oder sonstiges.<\/p>\n\n\n<p style=\"background-color: #d4d4d4;\"><span style=\"color: #000000;\">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin &#xFC;ber Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/novastan-ev\/werde-unser-mitglied-werde-novastan\/\"><strong>Dank eurer Teilnahme<\/strong><\/a>. Wir sind <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/novastan-ev\/unser-projekt\/\">unabh&#xE4;ngig<\/a> und wollen es bleiben, daf&#xFC;r brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/novastan-ev\/spenden\/\">Spende<\/a><\/strong> helft ihr uns, weiter ein realit&#xE4;tsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p>In den letzten 30 Jahren ist das Thema der transnationalen Arbeitsmigration eine der Hauptrichtungen der anthropologischen Forschung geworden. Dies hat Anthropologen angeregt hat, in die L&#xE4;nder zu fahren, um zu verstehen, unter welchen Lebensbedingungen zum Beispiel in den nordamerikanischen St&#xE4;dten arbeitende Servicekr&#xE4;fte aus Mexiko in ihrem Land gelebt haben oder um die Migranten zu verstehen, die in die Fl&#xFC;chtlingslager kommen. Einige von uns haben zentralasiatische Migranten begleitet, die zwischen Zentralasien und gro&#xDF;en St&#xE4;dten Russlands unterwegs sind oder auch chinesische Arbeitskr&#xE4;fte, die zu Bauarbeiten nach Afrika fahren. Mit der zunehmenden Aufmerksamkeit f&#xFC;r Mobilit&#xE4;t, globale Netzwerke und globale Arbeitsmigration aber auch f&#xFC;r die Technologien und Infrastruktur der Mobilit&#xE4;t haben wir den Fokus auf diese Themen gelegt. Ein wichtiger Grund daf&#xFC;r war auch die Entwicklung des Internets &#x2013; der gr&#xF6;&#xDF;ten globalen Infrastruktur, die unsere Kommunikationsarten, aber auch die Entstehung und Verbreitung von Wissen ver&#xE4;ndert hat.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie untersucht die Anthropologie Infrastruktur, der Stra&#xDF;en, Br&#xFC;cken und Wohnh&#xE4;user zugrunde liegen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Anthropologen und andere Forscher aus den Sozialwissenschaften sind keine Konkurrenz f&#xFC;r die Ingenieure, weil die technischen Seiten des Verkehrsbauwesens nicht Gegenstand unserer Untersuchungen sind. Wir f&#xFC;hren keine Laboranalysen durch. Vielmehr setzen wir uns mit anderen Themen auseinander und machen eher einen Schritt zur&#xFC;ck und konzentrieren uns auf Fragen wie: Braucht man eine Stra&#xDF;e an diesem Ort? Wer hat Interesse am Bau der Stra&#xDF;en? Wer profitiert davon und auf welcher Weise? Warum tr&#xE4;umen die einen von neuen Stra&#xDF;en, aber die anderen setzen sich gegen sie ein? Was erwarten die Menschen von der Infrastruktur und warum werden ihre Hoffnungen oft entt&#xE4;uscht? Das sind Beispiele f&#xFC;r Fragen, womit sich Anthropologen auseinandersetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unseren Forschungen basieren weder auf statistischen Daten und staatlichen Prognosen noch auf den Prognosen, die von Investmentbanken oder Baufirmen vorbereitet wurden. Wir lernen einheimische Sprachen, packen unsere Koffer und fahren in diese Gegenden, um vor Ort zu leben und die Infrastruktur im Laufe einer langen Zeitspanne zu untersuchen und ihre soziale Komplexit&#xE4;t zu verstehen. Wenn wir zum Beispiel Stra&#xDF;en untersuchen, sprechen wir dar&#xFC;ber mit unterschiedlichen Personen &#x2013; mit Politikern, Wirtschaftsleuten und Ingenieuren sowie mit Bauarbeitern, Autofahrern, Frauen und M&#xE4;nnern, Reisende entlang dieser Stra&#xDF;en und Anwohner. Wir versuchen zu verstehen, was in der Wirklichkeit diese Stra&#xDF;e ausmacht. Wen verbindet sie, wen schlie&#xDF;t sie aus? Welche M&#xF6;glichkeiten gibt sie und f&#xFC;r wen? Welche Beziehungen werden dadurch aufgebaut und welche beendet?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kirgistan\/von-nachbarschaften-und-chinesischen-financiers-transport-und-infrastrukturprojekte-im-ferganatal\/\">Von Nachbarschaften und chinesischen Financiers: Transport- und Infrastrukturprojekte im Ferganatal<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Infrastrukturprojekte sind meistens politisch. Von daher wird auch diese Seite untersucht. Nehmen wir zum Beispiel die Stra&#xDF;en, die von chinesischen Unternehmen f&#xFC;r Pakistan in <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gilgit-Baltistan\">Gilgit-Baltistan<\/a> gebaut werden, dessen Territorium zwischen Pakistan und Indien umstritten ist. Im Bereich des Stra&#xDF;enbaus gehen die Fragmentierung von Weiden, geopolitische Interessen und Immigration Hand in Hand mit den besten M&#xF6;glichkeiten f&#xFC;r die einen und der Ausbeutung der anderen. Die neue Stra&#xDF;e ist selten n&#xFC;tzlich f&#xFC;r alle, die dies erhoffen. Nur wenige von denen, die kein Geld haben, profitieren davon.<\/p>\n\n\n\n<p>Infrastruktur &#x2013; das sind keine magischen Objekte, die mit Armut verbundene Probleme l&#xF6;sen. Sie bringt weder Demokratie noch Gleichstellung der Geschlechter. Das Asphaltieren und die Er&#xF6;ffnungszeremonie verhindern nicht automatisch Armut in den Regionen. Eher kann es umgekehrt so sein, dass die Regionen ausgebeutet werden, wenn dem keine Strategien und Handlungen entgegengesetzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Von daher haben einige Infrastrukturen Ver&#xE4;nderungspotenzial. Ob diese Ver&#xE4;nderungen wie erw&#xFC;nscht erfolgen, ist eine ganz andere Frage. Mithilfe unserer Forschungen hoffen wir neue Kenntnisse zu erhalten, um die Frage zu beantworten, wie es gelingt &#x201E;bessere Stra&#xDF;en&#x201C; zu bauen, die sozial und wirtschaftlich nachhaltig werden. Aber auch, dass es manchmal besser ist, keine gr&#xF6;&#xDF;eren und breiten Stra&#xDF;en zu bauen, etwa aus geopolitischen Gr&#xFC;nden oder aus der Motivation, den CO2-Fu&#xDF;abdruck zu reduzieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was ist der Grund, dass Forschungen zur Infrastruktur nicht nur in der Anthropologie, sondern auch in den anderen Sozialwissenschaften so popul&#xE4;r geworden sind?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wahrscheinlich, wegen der &#x201E;unerwarteten&#x201C; Erfahrungen, die dadurch geschafft werden. Stellen Sie sich eine Br&#xFC;cke, ein Wohnhaus, eine Stra&#xDF;e oder einen Deich vor &#x2013; diese Objekte scheinen statisch und nicht sozial zu sein. Intuitiv k&#xF6;nnten wir sagen, dass sie keinen Gegenstand der soziologischen Untersuchungen sein k&#xF6;nnen. Aber wenn Sie sie genau beobachten, finden Sie enorme Perspektiven: Eine Stra&#xDF;e oder ein Deich wird zu einem Schl&#xFC;sselloch, wodurch Sie das reiche, soziale Universum entdecken.<\/p>\n\n\n\n<p>F&#xFC;r den Anthropologen ist die Infrastrukturforschung wie das &#xD6;ffnen der Kiste voller &#xDC;berraschungen und Beziehungen, die uns in nicht vorhersagbare Richtungen f&#xFC;hren. Sie untersuchen lokale Deutungen und Konflikte, die mit den Stra&#xDF;en verbunden sind, aber auch &#xFC;berregionale und nationale Folgen der Projekte, ihre Rollen f&#xFC;r den Warenkreislauf, den Kapital, die Arbeit und politischen Interessen. Sie m&#xFC;ssen sich zwischen vielen Skalen bewegen: lokal, &#xFC;berregional, national, global und wieder zur&#xFC;ck.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan:<\/strong> <strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kirgistan\/russland-engagiert-sich-fuer-eisenbahnkorridor-china-kirgistan-usbekistan\/\">Russland engagiert sich f&#xFC;r Eisenbahnkorridor China &#x2013; Kirgistan &#x2013; Usbekistan<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Andererseits ist Infrastrukturforschung f&#xFC;r die Zukunft von entscheidender Bedeutung. W&#xE4;hrend Ingenieure zu den Materialien und Technologien des Stra&#xDF;enbaus und Geologen zur Kenntnis des Gel&#xE4;ndes beitragen, teilen Anthropologen ihr Wissen &#xFC;ber das t&#xE4;gliche Leben auf Stra&#xDF;en und ihre soziale und politische Komplexit&#xE4;t. Wir untersuchen ihre ungeplanten und unerwarteten Folgen, ihre Rolle in nationalen Prognosen, im Kapitalismus und in der Geopolitik sowie ihre kulturellen Bedeutungen. Wir untersuchen, was Infrastruktur auf verschiedenen Ebenen und f&#xFC;r verschiedene Akteure &#x201E;tut&#x201C; und bedeutet.<\/p>\n\n\n\n<p>Infrastruktur ist kein neutrales materielles Objekt. Menschen projizieren auf die Stra&#xDF;e ihre Erwartungen, &#xC4;ngste, Tr&#xE4;ume, Entt&#xE4;uschungen. Sie sehnen sich vielleicht nach guten Stra&#xDF;en oder haben Angst vor den Ver&#xE4;nderungen, die die Stra&#xDF;en mit sich bringen &#x2013; meistens beides gleichzeitig. In einem von mir geleiteten Projekt zeigen wir, dass Stra&#xDF;en keine unpolitischen Kies- oder Asphaltstreifen sind. Die mit Stra&#xDF;en auf der ganzen Welt verbundenen Belastungen beweisen dies. Menschen verbinden Stra&#xDF;en nicht nur mit Chancen, sondern auch mit der Ausbreitung kapitalistischer und geopolitischer Interessen, der Zersplitterung und Verseuchung von Agrar- und Weideland, der Ausbreitung von Krankheiten entlang, der Umsiedlung junger Menschen aus l&#xE4;ndlichen Gebieten und dem Tod von Mensch und Tier. Ich glaube, dass dieses Wissen in die Ingenieurausbildung einflie&#xDF;en sollte, denn all diese Dinge beeinflussen das t&#xE4;gliche Leben auf den Stra&#xDF;en: wie die Menschen sie benutzen und ob sie ihnen etwas bedeuten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie kann die Infrastrukturforschung das Leben von Menschen ver&#xE4;ndern und welche Auswirkungen k&#xF6;nnte sie haben?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Welt der Sozialanthropologen ist nicht schwarz-wei&#xDF;. Im Laufe unserer Forschung sto&#xDF;en wir auf alle m&#xF6;glichen &#x201E;Grauzonen&#x201C;. Wir gehen in Bereiche, die von wissenschaftlicher Neugier getrieben werden, um die Dinge so zu verstehen, wie sie wirklich sind. Nicht so, wie sie in der Wirtschaft oder in Regierungsprogrammen sind, und nicht so, wie sie sein wollen. Wir sprechen mit Politikern, die von &#xFC;berteuerten Vertr&#xE4;gen f&#xFC;r den Bau von Stra&#xDF;en profitieren k&#xF6;nnten, mit Ingenieuren, die die besten Stra&#xDF;en bauen wollen, aber oft Kompromisse eingehen m&#xFC;ssen, und mit Menschen, die an den Stra&#xDF;en leben, wie zum Beispiel Viehz&#xFC;chter, f&#xFC;r die eine neue Schnellstra&#xDF;e ihre Weiden mit aus Autofenstern geworfenem M&#xFC;ll verschmutzt. Wir h&#xF6;ren all die verschiedenen Stimmen und Interessen, die oft in Konflikt geraten.<\/p>\n\n\n\n<p>Anthropologen, die sich mit Infrastruktur besch&#xE4;ftigen, sind nicht naiv: Wir gehen nicht davon aus, dass neue Infrastruktur automatisch f&#xFC;r alle ein besseres Leben schafft. Vielmehr sind wir neugierig, kritisch und sachlich. Wir h&#xF6;ren oft Prognosen, dass neue Stra&#xDF;en den Weg f&#xFC;r lokale G&#xFC;ter &#xF6;ffnen werden, um gr&#xF6;&#xDF;ere und neue M&#xE4;rkte zu erschlie&#xDF;en, was der lokalen Wirtschaft zugutekommen wird. Aber die Hersteller brauchen viel mehr als nur eine Stra&#xDF;e, um ihre Produkte zu verkaufen &#x2013; sie brauchen ein Vertriebsnetz, Geld zum Reisen, sie m&#xFC;ssen auf diesem gr&#xF6;&#xDF;eren Markt konkurrenzf&#xE4;hig sein, und sie brauchen Sprachkenntnisse. Studien zeigen, dass neue Stra&#xDF;en billigen Masseng&#xFC;tern, die anderswo &#x2013; zum Beispiel in chinesischen Fabriken &#x2013; hergestellt werden, den Weg in die D&#xF6;rfer in viel gr&#xF6;&#xDF;erem Umfang &#xF6;ffnen k&#xF6;nnen, als dass sie die lokale Produktion und Industrie f&#xF6;rdern, vorausgesetzt, der Stra&#xDF;enbau wird nicht durch andere staatliche oder private Initiativen unterst&#xFC;tzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Es wird oft behauptet, dass neue Stra&#xDF;en den Zugang zur Medizin erleichtern, zum Beispiel zu den Krankenh&#xE4;usern. In einigen F&#xE4;llen k&#xF6;nnte es relevant sein. Allerdings gibt es Situationen, in denen der Bau eines neuen Krankenhauses in einem Dorf viel besser ist als eine Stra&#xDF;e zur weit entfernten Stadt, wo die Patienten keine sozialen Netzwerke haben und wo sich Verwandte um sie nicht k&#xFC;mmern k&#xF6;nnen. Im Rahmen der Initiative &#x201C;One Belt, One Road&#x201C; nehmen die zentralasiatischen L&#xE4;nder gro&#xDF;e Kredite von China auf, um die Verkehrsinfrastruktur der jeweiligen L&#xE4;nder zu verbessern. Man muss jedoch beachten: Wenn so viel Geld aus dem Staatshaushalt f&#xFC;r die R&#xFC;ckzahlung von Krediten ausgegeben wird, wird es an anderen Stellen fehlen, die mindestens ebenso relevant sein k&#xF6;nnten, wie zum Beispiel Bildung oder die F&#xF6;rderung der heimischen Wirtschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir teilen die Ergebnisse unserer Studien mit den Entwicklungsagenturen und Investitionsbanken und versuchen die Politiker durch unsere Publikationen zu beeinflussen. Dar&#xFC;ber hinaus geben wir die Informationen den Ingenieuren weiter und f&#xFC;hren &#xF6;ffentliche Vorlesungen durch, um unsere Sachkenntnisse mit der Gesellschaft zu teilen. Unser Hauptziel ist es, kritisches Wissen zu schaffen, welches dazu bef&#xE4;higen wird, einen &#xDC;bergang zu den inklusiven, &#xF6;kologisch nachhaltigen, richtigen und gerechten Modelle des Infrastrukturbaus zu schaffen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie hilft die Infrastruktur-Anthropologie helfen, die Transformationsprozesse in Zentralasien zu verstehen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt eine Reihe von hervorragenden Studien zum Thema Infrastruktur in Zentralasien, die den postsozialistischen &#xDC;bergang beeinflusst haben. Als Beispiele k&#xF6;nnen wir &#x201C;Border Work&#x201C; von Madeleine Reeves&#xA0; &#xFC;ber Infrastruktur an den Grenzen nennen, oder aber &#x201E;Azan on the moon&#x201C;&#xA0; von Till Mostowlansky &#xFC;ber den <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pamir_Highway\">Pamir-Highway<\/a> und&#xA0; <a href=\"https:\/\/www3.unifr.ch\/geo\/en\/department\/staff\/prof\/people\/9236\/8286a\">Christine Bichsels<\/a> &#x201E;Conflict transformation in Central Asia&#x201C; &#xFC;ber die Irrigationsinfrastrukturen vor und nach 1991. Alle diese und andere Publikationen zeigen, wie der Zerfall der Sowjetunion, der Verzicht auf die Versorgung aus Moskau und die regelm&#xE4;&#xDF;ige Wartung der Infrastruktur die Lebensbedingungen der Menschen und ihre Identit&#xE4;t grundlegend ver&#xE4;ndert haben. Die Erforschung der Stra&#xDF;en in Zentralasien geben uns ein Verst&#xE4;ndnis davon, was die Menschen von der Infrastruktur erwarten, was sie brauchen und wovor sie Angst haben, wie sie sich die Rolle des Staates dabei vorstellen, mit welchen Orten sie verbunden werden m&#xF6;chten und zu welchen eher eine Distanz wahren m&#xF6;chten. Au&#xDF;erdem werden wir durch das Projekt erkennen, was die Menschen unter gerechter Entwicklung verstehen. Die Infrastrukturanthropologie zeigt auf, dass der Bau jeder gro&#xDF;en Stra&#xDF;e in Zentralasien ein Flickenteppich aus&#xA0; internationalen Auftragnehmern und aus verschiedenen Quellen stammenden Investitionskapital ist &#x2013;&#xA0; ein hervorragendes Prisma, um dieses &#x201E;Spiel&#x201C; aus n&#xE4;chster N&#xE4;he zu erforschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zentralasien hat ein enormes Potenzial im Bereich der Infrastrukturentwicklung. Deshalb gibt es ein Interesse von Seiten ausl&#xE4;ndischer Firmen und Investmentbanken. Wir sehen, dass China sein Projekt der Initiative &#x201E;One Belt, One Road&#x201C; durchf&#xFC;hrt. Auch Russland, die T&#xFC;rkei, Saudi-Arabien, die Europ&#xE4;ische Union, Australien und die USA sind daran interessiert, Infrastrukturvertr&#xE4;ge in Zentralasien abzuschlie&#xDF;en.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie h&#xE4;ngen Infrastruktur, Staatlichkeit und Kolonialismus zusammen? K&#xF6;nnte man sagen, dass die L&#xE4;nder der Region ihren Stra&#xDF;enausbau kontrollieren oder immer noch als Transitgebiet f&#xFC;r gro&#xDF;e Akteure dienen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Stra&#xDF;en und Kolonialisierung sind eng miteinander verbunden, sei es in der Vergangenheit im kolonialen Indien oder Vietnam oder heute im Amazonasgebiet. Langfristige Abh&#xE4;ngigkeiten sind jetzt im Prozess der Entstehung und es steht Vieles auf dem Spiel. Daher w&#xE4;re es f&#xFC;r die L&#xE4;nder der Region n&#xFC;tzlich, die verschiedenen Vorschl&#xE4;ge f&#xFC;r Zusammenarbeit und Investitionen sowie die verschiedenen geopolitischen Einfl&#xFC;sse gr&#xFC;ndlich zu diskutieren und abzuw&#xE4;gen. Ich glaube nicht, dass die zentralasiatischen L&#xE4;nder nur als &#x201E;Transitgebiet&#x201C; betrachtet werden. Daf&#xFC;r ist ihr Infrastrukturpotenzial zu bedeutend. Ich hoffe jedoch sehr, dass die zentralasiatischen Staaten allm&#xE4;hlich eine hartn&#xE4;ckige Haltung einnehmen und bessere Bedingungen f&#xFC;r langfristige Kredite aushandeln werden. Dar&#xFC;ber hinaus m&#xFC;sste unbedingt sichergestellt werden, dass diese Darlehen f&#xFC;r Infrastrukturprojekte verwendet werden, die f&#xFC;r die lokale Bev&#xF6;lkerung von Bedeutung sind, und dass sie mindestens ebenso viel wie ausl&#xE4;ndische Bauunternehmen profitieren.<\/p>\n\n\n<p style=\"background-color: #d4d4d4;\"><span style=\"color: #000000;\">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? 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Stra&#xDF;en f&#xF6;rdern auch die innere Migration, und einige Menschen bef&#xFC;rchten vielleicht, dass dies ihre Identit&#xE4;t und ihre Welt in einer Weise ver&#xE4;ndern, die es ihnen in dem Fall schwer macht, sich zurechtzufinden.<\/p>\n\n\n\n<p>F&#xFC;r Zentralasien ist dies genau das, wor&#xFC;ber wir in diesem Projekt sprechen. Diese Fragen bilden unter anderem die Grundlage unserer Studie. Da unser Team erst vor einem Jahr mit der Arbeit an diesen Fragen begonnen hat, wird es einige Zeit dauern, bis wir die Ergebnisse unserer Forschung formulieren und validieren k&#xF6;nnen. Wir freuen uns, in Zukunft mit neuen Ergebnissen auf Ihre Plattform zur&#xFC;ckzukehren. In der Zwischenzeit laden wir alle Interessierten ein, unsere Projektwebsite roadworkasia.com zu besuchen, um unsere Arbeit zu beobachten und n&#xFC;tzliche Links zu Ver&#xF6;ffentlichungen, Blogs und Forschungsprojekten zur Initiative &#x201E;One Belt, One Road&#x201C; und zur Infrastruktur in Zentralasien zu finden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erz&#xE4;hlen Sie bitte &#xFC;ber das Projekt &#x201E;Roadwork: Anthropologie der Infrastruktur an Chinas innerasiatischen Grenzen&#x201C;.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Projekt wird von Schweizer Nationalfonds zur F&#xF6;rderung der Wissenschaftlichen Forschung finanziert und konzentriert sich auf einige zentrale Stra&#xDF;en- und Eisenbahnverbindungen, die oder bereits gebaut wurden oder an denen noch gebaut wird. Sie befinden sich in Nordchina, Kirgistan, Kasachstan, Tadschikistan, Pakistan, Nepal und Laos. Wir interessieren uns daf&#xFC;r wie sich die Infrastrukturinvestitionen im Rahmen des Projekts &#x201C;One Belt, One Road&#x201C; in Chinas Nachbarl&#xE4;ndern auswirken. Wir folgen dem chinesischen Kapital und beobachten, wie und welche Infrastrukturprojekte mithilfe diesen entwickelt werden, wof&#xFC;r diese Infrastrukturen f&#xF6;rderlich sind und was sie erschweren, wie sie lokale Territorien dadurch ver&#xE4;ndern. Das ist nur ein Teil. Unser Ziel ist es, die &#x201E;One Belt, One Road&#x201C;-Initiative nicht aus der Vogelperspektive zu untersuchen, das hei&#xDF;t durch laute Slogans und Prognosen, sondern durch die Position eines Frosches von unten nach oben.<\/p>\n\n\n\n<p>Das zweite Ziel des Projekts ist es, nicht auf den Prozess des Ausbaus zu akzentuieren, sondern auf der Zerst&#xF6;rung und Instandhaltung der Infrastruktur. Er&#xF6;ffnungszeremonien sind &#xF6;ffentliche Momente, die das Interesse der Massenmedien erregen, die dann Bilder von l&#xE4;chelnden Politikern zeigen, die H&#xE4;nde von Investoren und stolzen Ingenieuren sch&#xFC;tteln. Unser Ziel ist zu erforschen, was danach passiert &#x2013; wenn das &#x201E;Leben&#x201C; der neuen Stra&#xDF;en- und Eisenbahnverbindungen beginnt und die geplanten und nicht geplanten Folgen sichtbar werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kirgistan\/wohin-fuehrt-die-neue-seidenstrasse-ueber-die-chancen-und-risiken-von-one-belt-one-road\/\">Wohin f&#xFC;hrt die Neue Seidenstra&#xDF;e? &#xDC;ber die Chancen und Risiken von &#x201E;One Belt, One Road&#x201C;<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein paar Beispiele: Die Wissenschaftler im Team untersuchen zum Beispiel die Frage, wie die Autobahnen in den Weidengebieten von Nordchina der Viehzucht und die saisonale Migration von Wildtieren beeinflussen. Eine andere Wissenschaftlerin untersucht, wie sich der Bau einer neuen Schnellstra&#xDF;e zwischen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Korgas\">Qor&#x123;as<\/a> und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Almaty\">Almaty<\/a> auf die&#xA0; Wirtschaft am Stra&#xDF;enrand auswirkt, auf Stra&#xDF;enreparaturwerkst&#xE4;tten, Restaurants, Herbergen entlang der alten Stra&#xDF;e, die durch eine Reihe von D&#xF6;rfern und St&#xE4;dten f&#xFC;hrt und vielen ein verl&#xE4;ssliches Einkommen verschafft. Noch ein andere Forscherin untersucht, wie der Bau einer neuen &#x201E;alternativen Stra&#xDF;e&#x201C;, die Nord- und S&#xFC;dkirgistan verbinden soll, die Konzepte von Zugeh&#xF6;rigkeit und lokaler Identit&#xE4;t ver&#xE4;ndert, welche Bedenken und Hoffnungen sie weckt und wie sie sich auf die lokale Wirtschaft und Regierungsf&#xFC;hrung auswirkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Was das ganze Projekt zusammenf&#xFC;hrt ist die Aufgeschlossenheit und Neugier. Wir haben uns vorgenommen, die gro&#xDF;e Initiative &#x201E;One Belt, One Road&#x201C; zu analysieren. In jedem Land erzeugt das chinesische staatliche Kapital einen anderen Effekt, wird anders wahrgenommen und auch mit den unterschiedlichen kulturellen und politischen Bedeutungen assoziiert. F&#xFC;r ethnographische Untersuchungen solcher gro&#xDF;en Initiativen wie &#x201E;One Belt, One Road&#x201C; sind kollektive Anstrengungen notwendig. Wir h&#xF6;ren einander zu, besprechen unsere Studienergebnisse, versuchen zusammen die Prozesse zu verstehen, die wir beobachten und dann ver&#xF6;ffentlichen und halten Vortr&#xE4;ge sowohl f&#xFC;r akademische als auch f&#xFC;r nichtakademische Zuh&#xF6;rer, um unser Wissen so weit wie m&#xF6;glich zu verbreiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Zarina Urmangabetova f&#xFC;r <\/strong><a href=\"https:\/\/caa-network.org\/archives\/20437?fbclid=IwAR35J1B-Y9gmjt7ijTI0oiW0PoMBVxwgbT28AbStkNGxvlZtDXemm6GEXfU\"><strong>Central Asian Analytical Network<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Aus dem Russischen von Kunduz Zhyrgalbekova<\/strong><\/p>\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kan&#xE4;len, schaut mal vorbei bei <\/span><a href=\"https:\/\/twitter.com\/novastan_de\"><span style=\"font-weight: 400;\">Twitter<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Novastan.org\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Facebook<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><a href=\"https:\/\/telegram.me\/novastan\"><span style=\"font-weight: 400;\">Telegram<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/company\/novastan\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Linkedin<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> oder <\/span><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/novastanorg\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Instagram<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">. F&#xFC;r Zentralasien direkt in eurer Mailbox k&#xF6;nnt ihr euch auch zu unserem <\/span><a href=\"http:\/\/eepurl.com\/O0Qub\"><span style=\"font-weight: 400;\">w&#xF6;chentlichen Newsletter anmelden<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">. <\/span><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Anthropologin Agnieszka Joniak-L&#xFC;thi erforscht die Folgen von Infrastrukturprojekten in Zentralasien. Im Interview mit Central Asian Analytical Network spricht sie &#xFC;ber ihre Arbeit. Wir &#xFC;bersetzen den Artikel mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. In Zentralasien werden der Start und die Durchf&#xFC;hrung von Infrastrukturprojekten als gro&#xDF;er Erfolg und Gemeinwohl interpretiert. Doch ist das auch in Wirklichkeit so? [&#x2026;]<\/p>\n","protected":false},"author":459,"featured_media":24186,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4,3,6,8,5],"tags":[4000,1837,3403,3879,1617],"coauthors":[2430,2316],"class_list":["post-24185","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kasachstan","category-kirgistan","category-tadschikistan","category-uigurische-region","category-usbekistan","tag-anthropologie","tag-infrastruktur","tag-one-belt-one-road","tag-verkehr","tag-wissenschaft"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24185","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/459"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=24185"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24185\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/24186"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=24185"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=24185"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=24185"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/coauthors?post=24185"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}